Nicht in meinem Namen!

Heute war ich im Rahmen einer Diskussion zum Thema „Religion und Demokratie“ im Schloss Bellevue zum ersten Mal eingeladen, vermutlich auch zum letzten Mal. Ich hätte die Gelegenheit nutzen können, um mich beim Bundespräsidenten zu bedanken, dass er nun doch auch Kritikern wie mir eine Bühne bietet. Doch ich bin kein Untertan von Herrn Steinmeier, sondern ein Staatsbürger und ein kritischer Schriftsteller.

Es war kein Eklat wie die Bildzeitung titelt, sondern ein Stück gelebte Demokratie. Ich habe den Bundespräsidenten wegen seiner Glückwünsche an das iranische Regime anlässlich des Jahrestages der iranischen Revolution kritisiert. Ich war nicht der Erste, der das tat, doch vermutlich der Erste, der es dem Bundespräsidenten ins Gesicht sagte. Ich habe ihm gesagt:

Sie haben im Namen aller Deutschen dem iranischen Regime gratuliert, doch das dürfen Sie nicht tun. Als Deutscher Staatsbürger sage ich Ihnen: Nicht in meinem Namen! Sie haben die falschen Signale sowohl an das Regime im Iran, an die demokratischen Opposition im Land und im Exil, an die zehntausenden Opfer dieses Regimes und ihre Angehörigen, als auch an die deutsche Bevölkerung gesendet. Ans Regime schickten Sie das Signal „Weiter so“, an die Opposition „Ihre Mühe interessieren mich nicht“ und an die deutsche Bevölkerung „Wir nehmen unsere eigenen Werte nicht wirklich ernst“. Deshalb wiederhole ich: Nicht in meinem Namen!

Diese Worte stammen von Hamed Abdel-Samad. Er ist ein deutscher Journalist, der nur noch mit Personenschützern sein Haus verlassen kann. Selbst seine Freunde muss er geheim treffen. Sein unbeschwertes Leben wurde ihm genommen, weil er die Freiheit der Meinung lebt und den Islam kritisiert. Er lebt unter ständiger Lebensgefahr, weil er Homosexuelle nicht verurteilt, für Frauenrechte streitet, das Kopftuch für Frauen nicht fordert, Juden nicht hasst und den Islam an seinen fundamentalistischen Stellen kritisiert. Das ziehen viele Muslime in Deutschland und Europa als Grund heran, ihn umbringen zu wollen.

Seine wichtigste Waffe im Kampf gegen die Fundamentalisten, die ihn töten wollen, ist das freie Wort und die Möglichkeit, seine Worte zu veröffentlichen.

Die Unternehmen Twitter und Facebook sind Kinder unserer aufgeklärten Gesellschaft. Für die Freiheit, die diese Unternehmen genießen, sind viele Männer und Frauen gestorben. Sie haben für das freie Wort gestritten wie heute Hamed Abdel-Samad. Dennoch entzogen sowohl Twitter als auch Facebook Hamed Abdel-Samad seine wichtigste Selbstverteidigungswaffe und sperrten seinen Account für ein paar Stunden ohne Angabe von Gründen. Erst nachdem ein Anwalt eingeschaltet wurde, war der Account wieder frei.

Im Vorfeld der Sperrungen hatten einige besonders aktive Gegner von Hamed Abdel-Samads erklärt, auf eine Sperrung seiner Accounts durch massenhaftes Melden seiner Beiträge hinzuwirken. Der Zermürbungskrieg des Meldemobs in der virtuellen Welt zeigte Wirkung. Der Mann, der in der realen Welt ständig auf der Flucht ist vor Fundamentalisten, die ihn töten wollen, wurde kurzfristig mundtot gemacht.

Mittlerweile beherrscht ein Mob die Netzwerke. Heute gilt, bringe nur genug Menschen gegen Dich auf und eine Sperrung wird sehr wahrscheinlich. Das ist auch der Grund, warum in sozialen Netzwerken so oft offen judenfeindliche Beiträge nicht gelöscht werden, während schon leicht islamkritische Beiträge verschwinden. Über 1,6 Milliarden Muslime weltweit eigenen sich einfach besser für das Schaffen eines Mobs als 16 Millionen Juden. In einer aufgeklärten Demokratie herrschen jedoch nicht die Masse und der Mob, sondern die Vernunft und das Menschenrecht. Die Grundrechte des Einzelnen können nicht durch eine Mehrheit abgeschafft werden. Judenhass fand oft eine Mehrheit und war und ist dennoch immer falsch.

Die Art und Weise wie Twitter und Facebook gerade ihre Seiten verwalten, ist ein Angriff auf den liberalen Geist der Individualität, wo der Gedanke der Freiheit und die persönliche Entfaltung zählen und nicht der Mob. Hamed Abdel-Samad erklärt zu seiner vorübergehenden Sperrung.

Nachdem ich Bilder und Posts eines algerischen Islamisten veröffentlicht habe, der in seiner Heimat für Gewalt gegen religiöse Minderheiten im Gefängnis war und nun in Deutschland Asyl beantragt, hetzte er und seine Freunde gegen mich im Netz und verlangten meine Seite zu attackieren. Facebook reagierte nicht, Twitter aber wohl. Islamisten werden in Schutz genommen und sie dürfen weiterhin gegen den Westen hetzen, aber Kritiker des Islamismus werden gesperrt. Wir bewegen uns definitiv in die falsche Richtung!

Niemand ist in Gefahr, weil Hamed Abdel-Samad redet. Hamed Abdel-Samad aber ist in Gefahr, weil er redet! Im Jahr 2016 wurde er angezeigt und von der Berliner Staatsanwaltschaft verhört, weil er Mohamed als „Massenmörder und krankhaften Tyrann“ bezeichnet hatte. Das Verhör war ein eklatanter Verstoß gegen die Meinungsfreiheit und ich schäme mich, in einem Land zu leben, wo es Gesetze gibt, die so ein Verhör ermöglicht haben. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Abdel-Samad:

Wie kann man eigentlich Volksverhetzung messen? Zählt man die Köpfe, die wegen meines Buches abgetrennt wurden, kommt man auf die Zahl Null. Auch wurden deshalb keine Menschen vertrieben oder von ihrer Arbeit entlassen. Wie viele Menschen sind aber seit dem Erscheinen meines Buches im Namen von Mohamed und dem Koran getötet worden?

Wie viele Menschen wurden vertrieben, versklavt oder vergewaltigt? Wer soll wen eigentlich anklagen? Islamkritiker in der islamischen Welt müssen mit Todesstrafe, Gefängnis oder Auspeitschung rechnen. Auch in Europa werden sie von radikalen Islamisten bedroht. Für Politiker sind sie unerwünscht oder mindestens ‚nicht hilfreich‘. Von Linken und Dialog-Profis werden sie schikaniert, diffamiert und kritisiert. Dass auch die deutsche Justiz sich an dieser Sanktionierung beteiligt, ist für mich ein Skandal!

Auf die Frage, ob Hamed Abdel-Samad die Konfrontation suche, sagt er:

Nein, ich suche das Gespräch und daraus wird eine Konfrontation. Hab ich irgendjemanden beleidigt? Habe ich irgendjemanden angeschrieen? Nein! Die Leute kommen auf mich zu und schreien.

Hamed Abdel-Samad beleidigt und provoziert nicht. Menschen fühlen sich durch Hamed Abdel-Samed beleidigt. Deshalb aber seine Worte zu sperren, ist genauso falsch wie eine vergewaltigte Frau zu kriminalisieren, weil sie einen zu kurzen Rock getragen haben soll.

Der Mantel des Schweigens ist für die Redefreiheit das, was der Schleier und das Kopftuch für die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte und jeder Mensch darf selbst entscheiden, ob und zu was er schweigen und reden will. Es darf keinen Zwang geben, weder für den Schleier noch für den Mantel des Schweigens!

Hamed Abdel-Samad ist ein moderner Held der Aufklärung. Er gibt nicht auf, auch wenn es manchmal weh tut und er unter Tränen erklärt (Ab Minute 49:30):

Ich mag Orte, wo Menschen mit dem Herzen dabei sind, auch wenn ich nicht mehr religiös bin, aber ich mag sehnsuchtgeladene Orte, wo die Menschen weinen, wo die Menschen ihre Sehnsüchte aussprechen. Das Letzte, was ich will, ist letzten Endes Gefühle von irgendjemanden zu verletzen, ich meine, dass er sagt, ich hätte dann …

Hier überkamen ihm die Gefühle. Er weinte.

Wenn ich jedes Mal immer darauf achten muss, dass der oder der oder die verletzt sein könnte oder das wäre zu viel, hör da auf, das ist eine Selbstzensur, die sehr gefährlich ist für einen Schriftsteller. Ein Schriftsteller lebt davon, dass er einfach seine Meinung sagt und sich darauf verletzt, dass die Anderen …

Hier kamen ihm erneut die Tränen.

Glaubst Du, dass ich das aus Spaß mache. Glaubst du, dass ich so leben will?

Hamed Abdel-Samad kämpft für mich. Er kämpft für uns alle und er bezahlt einen hohen Preis dafür. Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier jedoch behandelt diesen Helden der Aufklärung mit einer geradezu eiskalten Arroganz. Auf die Kritik von Abdel-Samad erwiderte Steinmeier nur kurz:

„Ich finde es schade, dass Sie meiner Rede, in der ich dazu Stellung genommen habe, offenbar nicht zugehört haben.“

Der deutsche Bundespräsident bügelt einen deutschen Verfassungspatrioten wie Hamed Abel-Samad kaltschnäuzig ab, während er für islamische Faschisten im Iran nicht nur die Diplomatie pflegt, sondern auch noch beglückwünschende Worte findet. Da sage auch ich:

Nicht in meinem Namen!

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53 Antworten zu Nicht in meinem Namen!

  1. A.mOr schreibt:

    „Im Namen aller Deutschen gratulieren wir…“
    Iranischer General: „Wir werden die USA und Israel zerschlagen und die Welt von ihrem Dreck befreien“

    Nicht so, daß es etwas neues wäre…

  2. Ben schreibt:

    „Ach, die FPÖ ist für Sie Faschismus. Das erklärt Ihre Bezeichnung der Achse als rechtsradikal. Ich sag es mal so: Sie haben nicht mehr alle Kugeln im Weihnachtsbaum.“

    Wo würden Sie den die Achse des Guten politisch einordnen, Herr Buurmann?

  3. Passant schreibt:

    Ich möchte nichts mehr über Steinmeier schreiben, ich habe meinen Brechreiz nicht ganz unter Kontrolle…

    Hier ist eine sehenswerte Doku über Hamed:
    http://mediathek.daserste.de/Reportage-Dokumentation/Deutschland-Reportage-Leben-unter-Poliz/Video?bcastId=799280&documentId=60303006

    Manchmal setzt der ÖR unsere Steuer doch richtig ein.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Es ist keine Steuer. Es ist Zwangs-Pay-TV. 😉

      • davboe schreibt:

        Danke. Das muss etwas mit diesem Framing zu tun haben, dass viele Menschen immer noch glauben(!), der Rundfunkbeitrag sei eine „solidarische“ und „sozial gerechte“ Form der Finazierung des ÖRR auf Grundlage einer gewissen … Freiwilligkeit.

      • Passant schreibt:

        Selbstverständlich, lieber Herr Buurmann. Seit Sommer 2018 wissen wir alle, dass Rundfunkbeitrag keine Steuer ist, ist hochrichterlich bestätigt. Ihre Bezeichnung ist treffender, gebe ich gerne zu, wir reden aber beide über dasselbe.

        Was diese hochrichterliche Bestätigung angeht, so gab es m.W. etliche Juristen, darunter auch manche Prof.Dr., die Rundfunkbeitrag für eine Steuer gehalten und damit ihre Klagen begründet haben (leider verloren), so sehen Sie mir das bitte nach 😉

  4. Kanalratte schreibt:

    Es gibt einen starken Hang v.a. bei den Linken dazu Dinge zu sperren oder zu löschen die ihre Ansichten in Frage stellen, und damit meine ich keine Beleidigungen. Es ist die Angst der Linken die politische Meinungs-Hoheit zu verlieren.

  5. A.S. schreibt:

    Steinis Glückwünsche sind auch nicht in meinem Namen.
    Die Reaktion von Steini war recht dünnhäutig. Formal korrekt hat er sich für den Beitrag bedankt, aber es war dem Gesicht deutlich anzusehen dass er nicht bereit ist die Kritik anzunehmen.
    Leider ist er in diesen Kreisen nicht der einzige, der keinerlei Kritik mehr akzeptiert. Entsprechend läuft der Laden auch seit Jahren ungestört weiter und Fehlentwicklungen werden einfach nicht korrigiert. Wie auch, wenn die Entscheidungsträger keine Kritik mehr annehmen.

    Nebenbei hätte mich auch interessiert, wie Steine es erklären will, dass er Trump zum Wahlsieg nicht gratuliert, den Iranern aber schon. Wenn er Trumps Sprache für schlimmer hält als die Mordaktionen der Iraner, lässt das eines deutlich erkennen: Da ist keinerlei Moralkompas mehr vorhanden.

    • Bruno Becker schreibt:

      Die Reaktion von Steini war recht dünnhäutig.<

      Das ist aber lieb ausgedrueckt. Ich haette da noch ein paar andere Adjektive. Ansonsten spricht mir Ihr Beitrag mal wieder sehr aus dem Herzen.

  6. ceterum censeo schreibt:

    Es wird immer davon gesprochen, durch Kritik oder irgendwelche Anwürfe das Amt des Bundespräsidenten zu beschädigen. Das ist absurd. Dieses Amt kann einzig und allein durch die Person, die es inne hat, beschädigt und beschmutzt werden.
    Ich weiß gar nicht, welcher der Herren damit angefangen hat, aber mittlerweile ist es wohl nicht mehr reparabel.

  7. Steinmeier richtet sich selbst, in mehrfacher Hinsicht. Aber er ist da in deutscher Tradition: Auch andere Bundespräsidenten schickten Glückwünsche an die Islamofaschisten in Teheran.
    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/steinmeiers-mullah-telegramm-auch-andere-praesidenten-gratulierten-60373018.bild.html
    Neu ist also nur, dass endlich auch Kritik geäußert wird. Immerhin; sie dürfte jedoch folgenlos bleiben. Der schwarz-links-grüne Block läßt alle Einwände gegen seine unsägliche Politik an sich abprallen.

  8. Richard Grünert schreibt:

    In meinem auch nicht!

  9. bm98600 schreibt:

    Das ist es ja: Hamed Abdel Samad tut es für uns alle, indem er sich wehrt für Meinungs-und Redefreiheit, für die Demokratie.
    Aber von solchen Dingen scheint der arrogante Herr Steinmeier nicht viel Ahnung zu haben. Was wagt es ein Bürger , ihm, dem Bundespräsidenten zu widersprechen!

  10. Migrantski schreibt:

    Welch ein unsagbar angenehmer Mensch Sie sind, Herr Abdel-Samad. Vielen Dank daß es Sie gibt. Hätten doch viel mehr Menschen Ihren Mut (mich inclusive). Ich ziehe meinen Hut.
    (falls Sie sich hierhin „verirren“ sollten)
    Und zu unserem „Präsidenten“ nur soviel. Ich bin immer mal wieder auf der Suche nach der Definition des „hässlichen Deutschen“, möglicherweise bin ich ein Stück weit weitergekommen.

  11. Mike schreibt:

    #Steinm
    #NichtInMeinemNamen

  12. Georg B. Mrozek schreibt:

    Finde den Fehler: „In einer aufgeklärten Demokratie herrschen jedoch nicht die Masse und der Mob, sondern die Vernunft und das Menschenrecht.“

    Und weil genau das grundfalsch ist, wird eine unbegrenzte Einwanderung zu einer Gefahr für Europa. Wenn genug Muslime da sind – „genug“ wird hier allein durch die Mathematik definiert – findet eine Islamisierung nach Recht und Gesetz rein demokratisch statt, und es wird keine demokratische Möglichkeit mehr geben, die Uhr zurückzudrehen.

    • Thomas Schweighäuser schreibt:

      Gut, es geht zwar um Außenpolitik und um deren Scheußlichkeit, aber man kann sich ja einfach mal zum Vertreter von „Vernunft und Menschenrecht“ erklären und in deren Namen die kollektive Wahnvorstellung von der „Islamisierung“ artikulieren. Dass im „demokratischen“ Europa nicht die Islamisten, sondern die Faschisten an immer mehr Regierungen beteiligt sind, ist da wohl zu vernachlässigen.
      Hätte ja auch zur Voraussetzung, dass man die Wirklichkeit zur Kenntnis nimmt.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Können Sie mir sagen, welche Faschisten Sie konkret meinen?

        • Thomas Schweighäuser schreibt:

          Gern: FPÖ, Fidesz, Lega Nord, AKP…

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ach, die FPÖ ist für Sie Faschismus. Das erklärt Ihre Bezeichnung der Achse als rechtsradikal. Ich sag es mal so: Sie haben nicht mehr alle Kugeln im Weihnachtsbaum.

          • A.S. schreibt:

            Das ist halt ein Nazi-Verharmloser.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Vielleicht ist er auch nur dumm. Ich will ihm nicht gleich strafbaren Vorsatz vorwerfen.

          • A.S. schreibt:

            Auch möglich. Wobei sich das gegenseitig nicht ausschließt.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Wenn man zu faul ist, sich mit Geschichte und Gegenwart der FPÖ (einer Partei, deren Klubobmann, zum Beispiel, behauptete, George Soros lenke Migrantenströme nach Europa, eine Aussage, die der Parteichef, zum Beispiel, unterstützte) zu befassen, einer Partei, die alle Ingredienzien des Faschismus (Antisemitismus, Rassismus, Chauvinismus…) problemlos vereinigt, wenn man das nicht schafft, tut man natürlich gut daran, ein bisschen ausfallend zu werden, aber, hey, ist nicht schlimm, ich weiß ja, von wem’s kommt.
            Und einen Blog, in dem über den deutschen „Schuldkomplex“ geschrieben wird oder den „plutokratischen Globalismus“ und in dem man sich für die antisemitische Broschüre Sieferles massiv ins Zeug legte (es tat sich da ein Herr Letsch sehr hervor), darf man schon als rechtsradikal bezeichnen. Man könnte natürlich gegen diese Bezeichnung argumentieren, aber das ist ja nicht der Fall.
            (Wohin die Reise geht, ahnte einer der Gründer (https://www.achgut.com/artikel/na_dann_ohne_mich) übrigens bereits 2015.)

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Und weil der Blogger Pech hat, springt ihm nun auch noch der A.S. bei, der in einem denkwürdigen Kommentar vom 14.Februar vorschlug, dass nicht näher bezeichnete queere Deutsche in Gaza oder Afghanistan „die Vorzüge der Regenbogenfahne erklären und den sexuell freizügigen, religionsfernen westlichen Lebensstil verbreiten“ sollen, denn dies resultiere in einer „Win-Win Situation für alle“, nämlich in ihrer, aber das auszusprechen ist er zu feige, Ermordung, haha.
            Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem Sancho Pansa.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Sie lesen wirklich alles. Reichen Ihnen die Toilettensprüche in Ihrer Stammkneipe nicht mehr?

          • A.S. schreibt:

            Ihre Methode in jeden Witz einen pseudosatanischen Wunsch hinenzuphantasieren langweilt langsam. Und qualifiziert Sie als unredlichen Menschen der Aussagen gemäß Sympathie verdreht.
            Denken Sie lieber darüber nach ob Sie nicht doch einen Unterschied zwischen Strache und Völkermord finden können.

            Und jetzt ist Schluss, mir Ihnen werde ich nicht mehr kommunizieren.

          • besucher schreibt:

            George Soros lenke Migrantenströme nach Europa

            Sie meinen also, Soros hat seine 500 Mio USD 2016 nicht in illegale Immigranten und deren Umfeld sondern in Grenzsicherung, also in FRONTEX „investiert“? Warum hat er mit „seinem“ Geld nicht in den Regionen um die Herkunftsländer „geholfen“, denen „der Westen“ die Mittel gestrichen hatte? (Weshalb eigentlich und warum gerade zu diesem Zeitpunkt?)

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Es gibt nichts zu verdrehen und nichts zu phantasieren. Wenn man „Witze“ macht, die den Tod queerer Menschen befürworten, kann man entweder dazu stehen oder um Entschuldigung bitten, sich dann aber darauf zurückzuziehen, dass man doch nur missverstanden worden sei, ist erbärmlich und feige: „Er hat meinen harmlosen Witz verdreht…Wenn ich „Regenbogenfahne“ schreibe, meine ich doch nicht die Regenbogenfahne, und wenn ich von einem „sexuell freizügigen Lebensstil“ schreibe, meine ich doch nicht den sexuell freizügigen Lebensstil….immer werde ich missverstanden…mit dem rede ich nicht mehr!!“
            Lustig auch die Faschismus-Definition, zu der offenbar zwingend der Völkermord gehört. Dieser Definition nach war die Frau des SS-Mannes, die nur seine Uniform bügelte und sich über seine Beförderung zum Obersturmbannführer freute, keine Faschistin, und auch Uwe M. und Uwe B. waren keine, schließlich haben sie ja keine Völker ermordet. Von Höcke und Strache ganz zu schweigen.

          • A.S. schreibt:

            „Jetzt ist Schluss“-Versprechen aus

            Ein Witz ist ein Witz ist ein Witz. Den kann man für lustig oder für geschmacklos halten. Es bleibt ein Witz, auch wenn man wie Sie die Pointe nicht kapiert.
            Sie werfen anderen Ihren eigenen Unverstand vor, indem Sie bei Meinungsverschiedenheiten dem Anderen unmöglichste Positionen unterschieben. Mir haben Sie auch mal vorgeworfen, dass ich Rassismus und Antisemitismus geil finden würde, einfach weil Sie nicht akzeptieren können dass ich die AfD anders einschätze als Sie das tun. Gesittete Diskussionspartner machen das nicht, das ist schlich unanständig. Derartiges Benehmen legen Sie hier häufiger an den Tag.
            Auch Strache behandeln Sie ähnlich unfair, einfach weil er anders denkt als Sie. Den haben Sie hier explizit als Nazi bezeichnet und damit selber den Völkermörd ins Spiel gebracht. Auch das war unanständig.
            Solange Sie die vielen Nazis nicht zurücknehmen, müssen Sie damit leben dass Ihr Faschismusvorwurf automatisch als Nazi, und damit Völkermörder gesehen wird. Das passiert, wenn man keine Unterschiede mehr machen will. Sie selber haben faktisch klargestellt, dass sie keinen Unterschied zwischen Massenmördern (Nazis) und Rechtspopulisten machen möchten. Jetzt diesen Unterschied einzufordern weils gerade passt ist ebenfalls unredlich.
            Da Sie auch keinerlei Interesse an einer gesitteten Diskussion zeigen lohnt es nicht mit Ihnen zu reden. Statt Gegenargumente kommen regelmäßig moralische Abwertungen (Rassismus und Antisemitismus geil finden), warum sollte da ein Interesse bestehen.

            „Jetzt ist Schluss“-Versprechen an

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Ach, immer dieses Gequengel… Man wird ja doch noch Witze machen dürfen und wer das nicht lustig findet, soll sich nicht so haben, auch wenn man seinen Tod als „Win-Win-Situation“ bezeichnet. Schließlich sind die Witze „gesitteter Diskussionspartner“ sakrosankt. Und nicht der Ausdruck von Vernichtungsphantasien gegen Menschen, deren Auftreten einem nicht passt.
            Und „unanständig“ ist der, der eine Partei, die von alten Nazis für alte Nazis gegründet und in der sich nun die österreichischen Faschisten (wenn man denn den Euphemismus „Rechtspopulisten“ vermeiden möchte) tummeln, als das bezeichnet, was sie ist? Keine Lüge, die er schreibt, ist so absurd, dass er sie nicht glaubt. Und schlicht dämlich ist die Behauptung, man solle einen „Unterschied zwischen Massenmördern (Nazis) und Rechtspopulisten machen“, was ja in der Konsequenz hieße, dass der Nazismus am 8.Mai 1945 sein Ende fand.
            Wenn man, wie ich, ein kleines Langzeitexperiment macht und die mehr oder weniger mähliche Faschisierung Europas beobachtet, sind immer die Augenblicke, an denen die bürgerliche Zurückhaltung umschlägt in nicht einmal zögerliche Zustimmung, die erwartbarsten.

            Was den Blogger anbelangt, so hoffe ich doch sehr auf eine möglichst große Entfernung der jeweiligen Stammkneipen voneinander.

          • A.S. schreibt:

            „Unterschied zwischen Massenmördern (Nazis) und Rechtspopulisten machen“, was ja in der Konsequenz hieße, dass der Nazismus am 8.Mai 1945 sein Ende fand.
            Das ist dümmer als der Stuhl auf dem Sie sitzen.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            „Das ist dümmer als der Stuhl auf dem Sie sitzen.“ Kann man natürlich schreiben, wenn man den eigenen Gedanken, den man nicht hatte, erklärt bekommt.
            Oder aber man schaut sich den Strache („Heinz-Christian Strache, der Vizekanzler und »Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport« und Chef der rechtsradikalen »Freiheitlichen Partei Österreichs« (FPÖ), hatte zu seinen Kontakten in die neofaschistische Szene gelogen – und musste das nun einräumen. Der Politiker wollte sich dagegen wehren, in die Nähe der »Identitären« gerückt zu werden und hatte ein Verfahren gegen einen Politikberater angestrengt. Diesem warf er vor, ein gefälschtes Foto verbreitet zu haben. Darauf sind Strache und ein mutmaßliches Mitglied der »Identitären Bewegung« an einem Kneipentisch zu sehen. Vor Gericht musste Strache nun einräumen, dass sein Gesicht nicht – wie bis dato von ihm behauptet – »hineinmontiert« worden sei, sondern er tatsächlich an dem Tisch in einem Lokal mit eben jenem Rechten saß.“) noch einmal etwas genauer an (https://www.der-rechte-rand.de/archive/4309/editorial-kommentar-ausgabe-176/).

          • A.S. schreibt:

            Horst Malher denkt sicher auch, die Nazis wären nicht schlimmer gewesen als die aktuelle österreichische Regierung. Gehen Sie dahin, da finden Sie Zustimmung.

          • A.S. schreibt:

            P.S.:
            Menschen können sich in der Jugend verirren und Unsinn nachlaufen. Das ist normal. Die Grünen sind da ein Sammelbecken. Otto Schily war RAF-Anwalt aus Überzeugung. Denen gestatten Sie irgendwann erwachesn geworden zu sein.
            Aber in der anderen Richtung lassen Sie in bester Doppelmoral keinerlei Reifeprozess zu. Einmal den falschen getroffen und schon ist jemand für sie auf immer und ewig Nazi. Sie sind dermaßen Nazi-Fixiert, dass Sie fast schon bedenkliche Nähe zu gewissen Leugnern haben.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Einer überlegenen Intelligenz muss man sich einfach geschlagen geben. Ich bekenne, mich geirrt zu haben, ich bekenne, verblendet gewesen zu sein. Wie konnte ich mich zu der Ansicht versteigen, dass der schöne neue Rechtspopulismus irgendetwas mit dem hässlichen alten Faschismus zu tun haben könnte, nur weil es ein paar absolut zu vernachlässigende inhaltliche Übereinstimmungen gibt? Ich muss wirklich verrückt gewesen sein.
            Denn Tatsache ist nun einmal: Mit dem Ende des 2. Weltkriegs gab es keine NSDAP und damit auch keine Nazis mehr. Wenn ein paar junge Heißsporne in Chemnitz oder anderswo den deutschen Gruß zeigen, dann ist das einfach Folklore und wenn der junge Strache mit Küssel und Thierry durch den Wald robbte, dann waren das Pfadfinderspiele ohne ideologische Bedeutung. Ein Mensch, da hat der Geistesriese AS völlig Recht, kann sich wandeln, und der Strache von 2015, der mit Identitären zusammenhockte und das später nicht mehr wahrhaben wollte, ist ein ganz anderer als der Strache von 2019, diese mittlerweile gereifte Persönlichkeit…
            Und ja, ich bekenne: meine Nazifixierung war falsch und hat mich in gefährliche Nähe zu Horst Malher oder Malheur oder wie der heißt gebracht. Ich habe völlig ignoriert, dass es in Österreich aufgrund des Verbotsgesetzes gar keine Nazis geben kann. Also ist Strache auch keiner und auch kein Faschist, sondern ein demokratisch gewählter Politiker und obendrein ein mutiger Kämpfer gegen den Antisemitismus, zumindest gegen den islamischen.
            Werde ich meine Verblendung je wieder korrigieren können?

          • A.S. schreibt:

            Mit dem Ende des 2. Weltkriegs gab es keine NSDAP und damit auch keine Nazis mehr.

            Immer die alte Leier mit Ihnen. Niemand hat das behauptet, dieser Gedanke spukt nur in ihrem Kopf rum. Der Streitpunkt ist nicht ob es Nazis gibt (NSU grüßt aus der Hölle) sondern wer Nazi ist. Und da sind Sie derartig freigiebig, dass Sie sich in eine Reihe mit Ursula Haverbeck oder Erdogan begeben, jenachdem welchen Aspekt man nimmt.

          • A.S. schreibt:

            P.S.
            Und es geht auch darum, dass Sie jedem der Ihre Meinung darüber, ab wann jemand Nazi ist nicht teilt, gleich selber eine Nähe zum Nazitum unterstellen.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            AS am Februar 28, 2019 um 9:56 pm über Strache :“Den haben Sie hier explizit als Nazi bezeichnet und damit selber den Völkermörd ins Spiel gebracht. Auch das war unanständig.
            Solange Sie die vielen Nazis nicht zurücknehmen, müssen Sie damit leben dass Ihr Faschismusvorwurf automatisch als Nazi, und damit Völkermörder gesehen wird.“
            Wir lernen: Zum Nazi gehört der Völkermord wie zum Elefant der Rüssel und zum A.S. das wirre Reden.
            AS am März 2, 2019 um 1:46 pm: „Niemand hat das behauptet, dieser Gedanke spukt nur in ihrem Kopf rum. Der Streitpunkt ist nicht ob es Nazis gibt (NSU grüßt aus der Hölle) sondern wer Nazi ist.“
            Es ist, als redete man mit einem Kind.

          • A.S. schreibt:

            Bei mir ist man Nazi, wenn man seine Nachbarn vernichten will. Bei Ihnen ist man anscheinend schon Nazi, wenn man einen Zaun zwischen sich und den Nachbarn haben will. Das ist der Unterschied.

      • anarchist schreibt:

        @Thomas Schweighhäuser

        Grundsätzlich bin ich bei Ihnen, es stellt sich mir aber die Frage ob es sinnvoll ist Parteien wie FPÖ, ARD… als faschistische Parteien zu bezeichnen. Letztendlich führt es nur dazu, dass sich die Parteien und ihre Wähler als Opfer einer von ihnen phantasierten links-grünen „Meinungshoheit“ gerieren und Kritiker als Naziverharmloser bezeichnen können. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik ist dann nicht mehr nötig. Das die AFD von Anfang von Menschenverachtern und verfasssungsfeindlichen Antidemokraten wie Konrad Adam, der sogenannten ‚Unproduktiven“ wie Arbeitslosen etc. gerne das Wahlrecht entzogen hätte, dominiert wurde, wird dann egal. Und so werden die armen AFDler und Kollegen zu Opfern, während ihre Täterambitionen wunderbar verschleiert werden. Wohin der Weg führt ist klar, wenn man nach Polen, Ungarn, Italien, Österreich etc. blickt oder die Demonstrationen der Fackeln und Mistgabel schwingenden Demonstranten nicht vergisst, über die Broder so weinerlich behauptet hat, es wäre unfair sie pauschal als Nazis zu bezeichnen. (Was hab ich gelacht). Dieser Blog geht den Weg, den auch Broder gegangen ist. Von einem sehr geschätzten und pointierten Kritiker auch linken Antisemitismus zu etwas was in der Jungle World (in Bezug auf Broder) wohl nicht zu Unrecht als rechtsaußen bezeichnet wurde.

        Ich lese diesen Blog überhaupt nur noch weil ich das Engagement gegen Israelhasser sehr schätze, den Rest ignoriere ich, besonders das Geblubber über die AFD und den Rest der rechtspopulistischen Parteien, das man im besten Fall nur als dumm bis naiv bezeichnen kann.
        Gruß

        • Thomas Schweighäuser schreibt:

          Natürlich gibt es keine „links-grüne Meinungshoheit“, aber es gehört zur rechten Zurichtung der Wirklichkeit, immer wieder zu behaupten, man werde als Paria behandelt, selbst wenn man in allen Talkshows sitzt und die Medien mit seinen Themen (z.B. der Migration als Ursache aller gesellschaftlichen Übel) dominiert.
          Und meinen Sie, diese narzisstische Stilisierung zum Opfer werde sich ändern, wenn man nicht den Begriff „Faschismus“ für diese Richtung verwendete? Man könnte ja darüber diskutieren, ob es sich beim „Rechtspopulismus“ (ein Pleonasmus übrigens) um Faschismus im Sinne der 1920/30er Jahre oder um eine konformistische Rebellion oder um etwas anderes handelt, aber diese Diskussion wird ja selbst wenn dann noch zurückgewiesen, wenn ideologische Übereinstimmungen evident sind.
          Wie manisch diese Abwehr sich geriert, können Sie allein daran erkennen, wie groß die Empörung war, als ich mir erlaubte, die Blaupause der europäischen Rechten, die FPÖ, als faschistisch zu bezeichnen. Inhaltlich kam zwar nichts, aber seit wann spielen Argumente in diesen Kreisen eine Rolle?
          Was diesen Blog anbelangt, so habe ich immer noch mein Vergnügen daran, mich so zu verhalten, als singe der Dirigent nicht im Chor mit.

  13. caruso schreibt:

    D kann „wahrlich stolz“ sein auf seinen Präsidenten. Ein Unmensch! Charakterlos. Daß er noch in den Spiegel schauen kann ohne vor Scham zu versinken! Es ist kindisch, ich weiß, doch wünsche ich ihm alles Schlechte der Welt!
    Hingegen wünsche ich Hamed Abdel-Samad alles Gute und Liebe der Welt! Denn er ist a mentsch! (Größte Anerkennung im Judentum). Ich bewundere ihn.

    Und Du, Gerd, bist wieder einmal großartig. Danke!
    lg
    caruso
    die urzeitliche Hexe

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