Wenn Du Fleisch essen möchtest, töte das Tier!

Eigentlich ist diese Forderung eine Selbstverständlichkeit: Wer Fleisch essen möchte, muss bereit sein, das Tier zu töten, dessen Fleisch er konsumieren möchte. Es ist jedoch so, dass die deutliche Mehrheit aller Menschen, die Fleisch konsumieren, noch nie ein Tier mit den eigenen Händen getötet hat.

Mit dem Delegieren des Akts der Tötung, hat sich der Mensch, der Fleisch konsumiert, der Verantwortung entledigt, sich mit dem notwendigen Töten auseinanderzusetzen. Heute kann der Mensch Steaks essen und Burger grillen, ohne eigenhändig zu töten.

Die Grausamkeit des Tötens ist für den Konsumenten von heute entkoppelt von dem Produkt, das er genießt. Der Akt des Tötens ist nicht mehr in seinem Bewusstsein. Heute können Menschen Fleisch essen, ohne die Schreie der Tiere zu hören, ohne gespürt zu haben, wie das Wesen, das sie sich einverleiben, sein Leben ausgehaucht hat.

Der Akt des Tötens wurde in die Anonymität der Schlachthöfe verbannt. Genau dort konnte das Schlachten jedoch eine besondere Grausamkeit entwickeln.

Wenn ein Mensch ein Tier tötet, wenn er diesen Akt selbst vollführt, muss er seine Tat moralisch rechtfertigen. Niemand tötet leichtfertig. Durch das eigene Handeln entsteht eine persönliche moralische Sphäre. Bei dem eigenhändigen Töten eines Tieres bekommt die Tat eine besondere Eindringlichkeit und es entsteht eine gewisse Ehrfurcht vor dem Tier.

Wenn ein Mensch die Sphäre des Tötens verlässt, aber weiterhin Fleisch isst, verlässt er damit die Sphäre der Moral. Zurück bleibt ein Ort des Schreckens, an dem anonym und in Masse geschlachtet wird.

Viele Menschen wollen Fleisch essen, aber die meisten davon wollen nicht mehr selber töten. Menschen wollen in Sicherheit leben, aber nicht mehr selbst die Grenzen verteidigen, in denen sie sicher leben können. Menschen wollen Gerechtigkeit, sind aber blind gegenüber der Gewalt, die notwendig ist, um diese Gerechtigkeit zu schaffen.

Moral ist dort, wo der Mensch Gewalt ausübt. Je mehr der Mensch die Gewalt aus den Augen verliert, die für seine Art zu leben notwendig ist, umso mehr kann sie eskalieren.

Wer die Gewalt aus seinem Bewusstsein verbannt hat, ist schockiert, wenn er mit ihr konfrontiert wird. Wer kann schon die Grausamkeit der Schlachthöfe ertragen? Die Grausamkeit der Schlachthöfe wird jedoch nicht dadurch beendet, dass wir die Schlachthöfe kritisieren, sondern indem wir wieder selber mehr Verantwortung übernehmen für den notwendigen Akt der Gewalt, wenn wir Fleisch essen wollen.

Wir müssen uns mit der Notwendigkeit des Tötens auseinandersetzen, wenn wir Fleisch essen wollen. Ebenso müssen wir uns mit all der Gewalt auseinandersetzen, die von den Organen unseres Staates ausgeübt wird, um unsere Sicherheit zu garantieren und zu verteidigen. Wenn wir diese Gewalt ignorieren, wenn wir sie so weit von uns weg delegieren, dass wir sie aus den Augen verlieren und vergessen, dann kann die Gewalt in der Anonymität des Staates wuchern.

Wenn Gewalt ausgeübt wird, darf diese Gewalt nicht verleugnet werden. Sie muss stets begründet werden.

Jede staatliche Forderung wird durch Gewalt erzwungen. Hinter jedem Gesetz und am logischen Ende jeder staatlichen Verordnung befindet sich die Waffe des Staates. Nur, weil man die Waffe nicht sieht, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt.

Es ist verständlich, dass der Staat mit Gewalt verhindert, dass gestohlen und gemordet wird. Es war jedoch falsch, dass der Staat noch vor ein paar Jahrzehnten mit Gewalt Homosexualität verboten hat. Es ist nachvollziehbar, dass der Staat mit Gewalt Steuern eintreibt, allerdings gibt es manche Steuern, bei denen es nicht so leicht fällt, die Gewalt des Staates zu akzeptieren.

Prinzipiell gilt für mich, dass ich dem Staat das Recht gebe, jede Gewalt auszuüben, zu der auch ich persönlich bereit bin. Ich bin bereit, Menschen mit Gewalt daran hindern, andere Menschen zu bestehlen und zu morden. Ich bin sogar bereit, ihnen eine Knarre an den Kopf zu halten, um sie daran zu hindern. Ich würde Menschen jedoch nicht mit Gewalt daran hindern, Menschen mit dem selben Geschlecht zu lieben. Ich würde allerdings ohne Zögern die Waffe ziehen, um die Menschenrechte von Homosexuellen zu verteidigen.

Wenn ich mir heute die deutsche Gesetzgebung anschaue, sehe ich sehr viele Gesetze, wo ich nicht bereit bin, jemandem dafür eine Knarre an den Kopf zu halten. Ich verstehe nicht, warum ich meinen Mitmenschen mit Waffengewalt vorschreiben soll, wann sie ihren Laden zu schließen haben, an welchen Tagen sie zu ruhen haben, welche religiösen Steuern sie zu entrichten haben, welchen Preis sie für ihre Ware zu nehmen haben, was sie sagen dürfen und welche Fernsehsender sie zu finanzieren haben. In all diesen Fällen plädiere ich für deutlich mehr staatlichen Pazifismus.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen diese Gewalt einfach leugnen. „Das Ladenschlussgesetz wird doch nicht mit Waffengewalt durchgesetzt“, sagen sie dann immer. Natürlich wird es das. Jedes Gesetz wird mit Waffengewalt durchgesetzt. Auch die Grenzen des Landes werden mit Waffengewalt verteidigt, auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die schockiert sind, wenn man sie darauf hinweist.

Wer sich nicht an ein Gesetz hält, bekommt am Anfang vielleicht nur ein Bußgeld, aber wenn er sich verweigert, kommt irgendwann ein Mensch mit einer Waffe, der einen letztendlich vor eine Richterin führt, die ihn in letzter Konsequenz in den Knast stecken kann.

Am Ende jeder staatlichen Forderung steht die Waffe und am Anfang jedes Steaks befindet sich das Töten eines Tieres. Wenn man mich daher fragt, wie es möglich ist, dass ein Staat die Macht missbrauchen und zur Tyrannei werden kann, so lautet meine Antwort: Schlachthöfe!

In Schlachthöfen wurde das Töten von Tieren brutalisiert, weil man die eigene Verantwortung abgegeben hat. Ebenso kann die Staatsgewalt sich brutalisieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihre eigene Verantwortung abgeben, leugnen oder vergessen.

Wofür bist du bereit, die Waffe zu ziehen? Für einen Mindestlohn? Für gendergerechte Sprache? Für ein Kopftuchverbot? Für ARD und ZDF? Für ein Tanzverbot an Karfreitag? Für ein Verbot von Abtreibung? Für eine Ausgangssperre? Für einen Impfzwang?

Was immer Du vom Staat verlangst, es ist das, was der Fleischesser vom Schlachter verlangt.

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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19 Antworten zu Wenn Du Fleisch essen möchtest, töte das Tier!

  1. Artushof schreibt:

    Wenn Du Fleisch essen möchtest, töte das Tier!

    Ein kleines Beispiel für das normale Handeln und/oder ob der normative Sinn unserer Gesellschaft mit dem bewussten Töten einer Wespe bereits katastrophal daneben liegt.

    In einem Zimmer sitzen viele Menschen und am Fenster summt eine Wespe, die vergeblich den Weg nach draußen sucht. Das Fenster ist nicht zu öffnen.
    Neben mir wird eine Frau nervös, sie äußert sich, daß sie allergisch auf Wespen und Bienenstiche reagiert.
    Die übrigen Personen reagieren nicht auf die Bemerkung und einige vertiefen sich in ein spontanes Gespräch, daß die Wespen nützliche und schützenswerte und besonders gleichwertige Lebewesen in Bezug auf uns Menschen sind. An dieser Stelle erspare ich mir den Zusatz, daß ich möglicherweise gegen die Genderrichtlinien der BRD verstoßen habe und die Wespe möglicherweise geschlechtlich falsch definiert und ich sie damit möglicherweise überaus provoziert habe, so daß die Aggression dieser, verzeihen sie mir, liebenswerten Wespin Unrecht getan wurde. Dafür entschuldige ich mich nochmals und ausdrücklich und bereue zutiefst.
    Die Schweißperlen standen der Dame neben mir zwischenzeitlich sichtbar auf der Stirn und etwas in mir forderte eine persönliche Entscheidung, deren Tragweite ich zu diesem Zeitpunkt nicht abschätzen konnte.

    Mutig, wie ich nun einmal von der Schöpfung in erheblichem Maße ausgestattet bin, stand ich heldenhaft auf und nahm mir eine Lektüre die ich als Tatwaffe sofort einsetzte. Die Wespe, Entschuldigung die Wespin, hatte nicht den Hauch einer Chance und sie starb durch einen brutalen und hasserfüllten, eigennützigen und rechtsradikalen Täter, der sich vor einer möglichen und weitreichenden Verurteilung durch Neugeistliche Zusammenschlüsse mehrerer Gesellschaftsstrukturen zu verantworten hatte.
    Dessen war ich mir sicher.
    Sicher war ich mir aber auch, mit einem patriotischen Akt der Selbstverständlichkeit meiner Sitznachbarin geholfen zu haben. Ich fühlte mich gut und die Entscheidung war für mich die richtige.
    Die schlagartige Stille im Raum, besonders aus der wortgewaltigen Ecke war beängstigend.
    Ein Mord war geschehen und ich war der Täter, so viel war klar, vor den Augen aller wurde meine Tat sichtbar.
    Wortlos und mit erhobenem Haupt ging ich zu meinem Platz und erntete schon von weitem einen dankbaren Blick von meiner Sitznachbarin.
    Ich hatte noch keinen gewichtigen Kontakt mit meinem Sessel aufgenommen, da schlug mir der Hass der Damen, die bekanntlich die Fürsprecher der erschlagenen und auf bestialische Weise niedergestreckten Wespe, entschuldigen sie nochmals Wespin, waren entgegen. Die tötenden Blicke durchbohrten meinen Rücken, den ich saß noch nicht und ich hatte das Gefühl, ein Tornado mit 320 km/h würde mich in kürze in der Luft zerreißen. Ich hielt spontan meinen Sitz mit einer Hand fest, denn mein Instinkt sollte richtig liegen.
    Ich wurde lautstark aufgefordert, zu begründen, was mich zu dieser Tat motiviert hat und wie wichtig es doch ist, eine Wespe nicht zu töten. Der Nutzen jedes einzelnen Insekts wäre wichtig für das Überleben der Menschheit. Eine Wespe wäre schützenswert und meine Aktion wäre gesellschaftlich nicht zu tolerieren. Mein Vorgehen wäre nicht entschuldbar und wahrscheinlich würde ich zu denen gehören, die sowieso immer andere Meinungen haben und das wäre nicht mehr zeitgemäß. Es würde nur eine Meinung zählen und welche das ist, wäre doch wohl ganz klar.
    Nun, ich bin der, der ich bin.
    Im Raum war eine allgemeine Stille eingetreten und ich spürte die fordernden Blicke aus den anderen Gesichtern.
    Eine Rechtfertigung kam für mich nicht in Frage, den in die Enge hatten mich die „Damen von der Sitzreihe gegenüber“ nicht getrieben. Obwohl, jeder der schon einmal vor einer aufgebrachten Damenwelt gestanden hat, kann sich vorstellen, daß Frauen „töten“ könnten.
    Ich entschied mich also nicht für die Rechtfertigung und erklärte den Damen, daß ein einziger Stich dieser Wespe den Tod für meine Sitznachbarin hätte bedeuten können.
    Bevor ein Mensch Gefahr läuft zu sterben, töte ich aus Überzeugung und aus Nächstenliebe zur Person ein Insekt mit einer Selbstverständlichkeit, so wie es zum Erhalt der Menschen seit Beginn immer war.
    Die Rechtfertigung kam dann doch zum Ausdruck und ich wollte weiterreden und über Windkraftanlagen sprechen, die Millionen Insekten und Vögel töten, oder über den Autoverkehr mit dem damit verbundenen täglichen Milliardentod von „nützlichen“ Insekten und etwas in mir hielt mich zurück.
    Es war der normale Menschenverstand. Ich erkannte, daß wenn man über Wahrheit und Klarheit spricht, sie als solche erst dann ankommt, wenn sich der Neugeistliche Mensch dafür öffnet. Bei einigen habe ich festgestellt, daß sie wie Lemminge blind den Abgrund suchen, mit der vollen Überzeugung, daß ein Blick zur Seite niemals Sinn macht.
    Mein Fazit
    Ob wir über das bewusste und absolut notwendige Töten von Nutztieren entscheiden oder uns viel früher mit dem Töten von Tieren und Insekten beschäftigen, sollte sich keiner der Illusion hingeben, daß dieses Handeln womöglich nicht vertretbar ist.
    Der Neugeistliche Mensch mag sich vorstellen können, daß er nicht wie die Tierwelt und der Großteil der Menschheit selbstverständlich fleischliche Wesen und Insekten tötet, zum Erhalt seiner Spezies oder Rasse.
    Er mag sich auch nicht vorstellen, daß im Tierreich das Töten untereinander zum Überleben notwendig ist. Der Neugeistliche Mensch strebt eher auch die Oberhoheit in der Tierwelt an, zu entscheiden ob Tiere andere Tiere fressen dürfen. Pflanzliche Nahrung für alles und jeden.
    Die Aggression im Menschen wird durch den Fleischkonsum aufrechterhalten, laut deren Meinung. Dagegen muß etwas unternommen werden, sagen sie. Reine Pflanzennahrung schafft den Idealen Menschen für die Zukunft. Andere Meinungen werden erstickt, da ist jedes Mittel recht.
    Wenn das die Devise für die Zukunft ist, werden wohl noch mehr Lemminge sterben und im Meer, unterhalb der Klippen ein Blutbad provozieren, denn andere werden die Fleischmengen dankend aufnehmen.
    Die Neugeistliche Vorstellung beschränkt sich zum Leidwesen der meisten Menschen auf die Zielrichtung, den Menschen das Töten von Nutzvieh zu verbieten und an deren Stelle Produkte aller Art anzubieten, die nichts aber auch gar nichts mit Fleisch zu tun haben.

    Wenn ich heute Kommentare verfolge, die konsequent mit Worten versuchen etwas so zu verdrehen, daß selbst ein geistiges Schwergewicht eher den Narren im Gegenüber erkennt als die Befähigung inne zu halten und zuerst den eigenen Frieden in sich selbst zu sehen und…zu spüren und die natürliche Wahrheit und Klarheit aufzunehmen.
    Was mir gerade auffällt, ist auch die begrenzte geistige Art der Vergleiche.
    Ideologische Erfahrungen manifestieren sich und begrenzen das eigene Sichtfeld. Ich beginne mich an dieser Stelle zu wiederholen und wünsche mir und anderen viel Offenheit und Toleranz, denn dadurch und nur dadurch entsteht VERTRAUEN.
    Wenn es um das Töten von Nutzvieh geht, haben unangebrachte Gedankensprünge zu Vergleichen mit Nazis oder Juden hier nicht verloren. Solche Sätze sind geschmacklos und primitiv.
    Für die Juden ist daß eine Beleidigung und eine Kränkung, für die Nazis ist es passend, wenn die wahren Nazis angesprochen werden, aber nicht alle Nazis wahren wahre Nazis. Ein ganzes Volk als Nation zu verurteilen ist ein Gift, daß im Sozialismus früherer Tage Früchte trug, heute sollte die Wahrheit und Klarheit auch im Sozialismus Vertrauen für alle schaffen. Wir sind eine neue Generation, die ohne einseitige Politik auskommt, wenn sie denn aus der Geschichte gelernt hat und die Geduld hat, alle Seiten geistiger Schaffenskraft zu erkennen.
    Diese immerwährenden Vergleiche in Kommentaren mit Nazis und Juden schaffen nur die eigene Ausgrenzung für den, der dadurch immer wieder Dialoge verseucht. Solche Beiträge werden entlarvt und es sind sie, die heute keiner mehr ernsthaft wahrnimmt und verinnerlicht. Dieser Krug ist leer getrunken.

    Omnia tempus habent

    Artushof

    • nebelkammer schreibt:

      Ein Beispiel ersetzt kein Argument.
      Die Frage, was normaler Menschenverstand ist und was „neugeistlich“, wird nicht von Dir alleine beantwortet werden können.
      Was andere denken, erkennen, sich vorstellen mögen, oder auch nicht, wird nicht von Dir festgelegt. Deine diesbezüglichen Behauptungen reflektieren lediglich Deine individuelle Ausstattung mit Scheuklappen.
      LG Michael

      • Artushof schreibt:

        Guten Abend
        nun, ich finde in meinem Beitrag keinen Hinweis, daß meine Sichtweise die einzig richtige ist. Dies war auch nicht meine Intention.
        Dies unterscheidet mich übrigens von den „Neugeistlichen“. Wie ein „Neugeistlicher“ die Welt sieht, ist durchaus interessant aber immer auch kritikwürdig. Denn er läßt keine „Alternative“ zu. Auch so entlarvt sich der „Neugeistliche“ ohne weiteres Zutun durch andere.
        Jeder sollte selbstverständlich gemachtes und gedachtes immer auch hinterfragen, nichts bleibt in Stein gemeißelt und genau das macht den normalen Menschenverstand aus, dies ist faktisch akzeptierbar,
        Jeder, der sich bewusst in einer Gesellschaft wiederfindet, hat eigene Vorstellungen, die meist in den gemachten Erfahrungen zu finden sind. Und ja, jeder der sich aktiv einbringt und sei es nur mit kleinen Dingen, so sind es doch meist die kleine Dinge, die viel verändern können, solange die freie Meinung nicht angetastet wird.
        Wie gut, daß wir dieses hohe Gut nutzen können.
        Scheuklappen habe ich schon auf Grund meiner patriotischen und liberalen Erziehung nie so richtig ausklappen können. In der Familie galt immer der Grundsatz, was dir gut tut, daß lasse auch andere spüren und wenn dein Nachbar Hilfe braucht so verschließe nicht deine Ohren.
        Aber eines war auch klar umschrieben, die Liebe ist das höchste Gut und wenn du dich selbst liebst, kannst du auch Liebe schenken.

        Abschließend möchte ich noch anfügen, daß eine Reflektion auf einen Kommentar nicht nur aus Kritik bestehen muß.

        Wenn auch ein „Hauch von nichts“ als Zustimmung spürbar wird, entsteht Vertrauen und Gemeinschaft.
        Strikte Abgrenzung, so wie es die gegenwärtige Politik uns vermittelt schafft bewusste Gräben, die das Volk und unsere Nation spaltet.

        HG

        Artushof

  2. nebelkammer schreibt:

    Ich beschränke mich auf einen Satz, sonst wird das hier seitenlang:
    „Wer Fleisch essen möchte, muss bereit sein, das Tier zu töten, dessen Fleisch er konsumieren möchte.“
    Dieser Satz versteht sich keineswegs von selbst, sondern bedarf der Begründung. Diese Begründung dürfte schwerfallen.
    Ich kann mich mit folgender Formulierung anfreunden:
    Wer Fleisch essen will, muss den dafür erforderlichen Tod des Tieres billigend in Kauf nehmen, oder er erfüllt den Tatbestand irrationalen Handelns.
    Irrationales Handeln ist nicht ungewöhnlich für Menschen. So gibt es viele Menschen, die Tabak rauchen oder Alkohol konsumieren, aber nicht bereit sind, daran zu sterben.
    Die Frage, auf die ich hinaus will, lautet: Ist irrationales Handeln in einem normativen Sinne falsch?
    Ich wüsste nicht, wie man diese Frage gut begründet mit Ja beantworten kann.
    Insofern steht der eingangs zitierte Satz auf tönernen Füßen.
    LG Michael

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ist irrationales Handeln in einem normativen Sinne falsch?

      Ich kann verstehen, dass man sagt, dass man diese Frage nicht gut begründet mit ja beantworten kann, aber kann man sie denn gut begründet mit nein beantworten?

      • nebelkammer schreibt:

        Solange ein ja nicht begründet ausgesprochen werden kann gilt nein.

        • Rune schreibt:

          Derjenige der eine These formuliert steht auch in der Pflicht diese zu begründen. Warum sollte jemand der Fleisch essen will bereit sein ein Tier zu töten? Herr Buurmann bleibt jedes Argument schuldig. Im vergangenen Jahrhundert haben Nazis jede Menge Theorien zu Juden von sich gegeben ohne diese Vernünftig zu begründen. Dementsprechend sollte man meinen das es gerade jemanden wie Herrn Buurmann ein Dorn im Auge ist wenn sich einer, volkstümlich ausgedrückt, einfach Behauptungen aus dem Arsch zieht.
          Wie man sehen kann ist es aber genau umgekehrt.

          Warum können Sie, Herr Buurmann, nicht einfach zugeben das Sie gerne auf die Kacke hauen, krasse Sachen sagen und es schlicht lieben ein extremer Mensch zu sein?

  3. nebelkammer schreibt:

    Die Kommentare sind auch nicht besser.

  4. Artushof schreibt:

    Vielleicht sollte der Neugeistliche Mensch von heute inne halten und über seinen natürlichen Ursprung nachdenken.
    Das es um die Nahrung gehen könnte und was das mit früher zu tun hat,………..hier die Kostprobe, auch zum Verteilen gedacht:

    Die kostengünstige Versorgung der breiten Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln ist eine unserer größten zivilisatorischen Errungenschaften.
    Noch im letzten Jahrhundert litten wir in Deutschland unter großen Hungersnöten, etwa dem Steckrübenwinter 1916/17 und dem Hungerwinter 1946/47. Nach Schätzungen von Historikern starben damals hunderttausend Menschen in Deutschland an den Folgen von Hunger und Kälte.
    Unsere Vergangenheit sollte uns Mahnung sein, die heutige Lebensmittelversorgung nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten.
    Während weite Teile der Welt immer noch unter enormer Unterversorgung leiden (laut UNICEF fast 700 Mio. Hungernde!), breitet sich in Deutschland eine gefährliche links-grüne Ideologie aus.
    Diese Ideologen kritisieren, dass unsere Lebensmittel zu billig wären- wir Deutschen müssten angeblich mehr dafür ausgeben. Weil wir das in den Augen der Ideologen nicht tun, müssen wir dazu gezwungen werden. Diese Ideologie ist gefährlich, weil sie die Grundfeste unseres Wohlstandes angreift. Erst mit der Befriedigung unserer Grundbedürfnisse haben wir die Freiheit, in andere Produktions- und Konsumgüter investieren zu können, worum uns viele Menschen auf der Welt so sehr beneiden.
    Und ja, unsere Landwirte müssen immer strengere Auflagen im nationalen Alleingang erfüllen..
    Doch die links-grüne Ideologie ist mittlerweile bis weit in konservativ-bürgerliche Kreise vorgedrungen. Immer mehr vorgeblich konservative oder liberale Politiker der Merkel-Ära leben in anderen Lebenswirklichkeiten. Sie überziehen unser Land immer mehr mit Vorschriften und verteuern die Lebensmittelproduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das fängt bei unserer heimischen Landwirtschaft an. Unsere Landwirte müssen immer strengere Auflagen im nationalen Alleingang erfüllen, obwohl die deutschen Umwelt- und Tierschutzstandards im internationalen Vergleich ohnehin am Weitesten gehen. Wer das nicht glaubt, braucht nur einen Blick auf die Tierhaltung in den Ländern an der EU-Außengrenze zu werfen.
    Mit der geplanten Einführung einer bundesweiten Fleischsteuer werden alle Fleischwaren, ob nun konventionell oder biologisch erzeugt, bewusst verteuert. Tierethische Gründe stehen dabei nur scheinbar im Vordergrund. Tierschutz wird hier nicht für die Tiere, sondern für die Staatskasse gemacht- ganz einfach.

    Für uns ist die kostengünstige Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln keine liberale Narretei, sondern der Grundpfeiler unseres Wohlstandes. Unsere Politik sollte sich dabei an den Zielen der Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit als natürliches Prinzip orientieren.
    Wichtig erscheint mir auch, wenn die Stricke im nationalen Alleingang enger gezogen würden, daß wir uns dann auf keinen Fall von Importen aus Ländern mit geringeren Umwelt- und Tierschutzstandards abhängig machen und unsere nationale Produktion auslaufen lassen. Falls möglich, müßen die Verbraucher auf regional erzeugte Lebensmittel zurückgreifen können.
    Einfach nur Lebensmittel aus ideologischen Gründen zu verteuern, sollte es mit uns niemals geben.

    Freundliche Grüße
    Artushof

  5. Gonzo schreibt:

    Da der Gute nun mal kein Blut sehen kann, bittet er beim Buu*mann freundlichst um eine Dispensation von der Ausübung aller diesbezüglichen Berufsklassen. (Und die anhängende Erlaubnis trotzdem in den Genuss der entsprechenden Dienste zu kommen.) Die da sind: Arzt, insbesondere Chirurg, aber auch Dentisterei, Krankenschwesterei, Sanitäterei, Geburtshilfe, Feuerwehr, alles Veterinärische, Tierzucht bzw. Unzucht mit Kleinvieh (macht au, Mist!), Fleischbeschau, Schlachterei, Aufsichtsperson beim Nasenbluten durch pubertären Völkerball oder Skateboarding, Kriegsführung- oder Berichterstattung, uniformiertes Gewaltmonopol des Staats zu Friedenszeiten, Labor- oder Impfpersonal, Folterknecht, Schröpfer, Kruzifixer, Boxer.

    Mensch, muss man den alles selber machen?! (Fr’auch.)

  6. nebelkammer schreibt:

    Ich habe schon lange nicht mehr so viel Unsinn am Stück gelesen.

  7. Relativist schreibt:

    Wenn du im Internet schreiben, Bau dir deine TCP/IP-Pakete selber!
    Ich versteh schon, was der Artikel sagen will, aber, dann Arbeitsteilung einfach ab. Dass man Produkt einer Millionen-Jahre dauernden Evolution ist, und es sich als praktisch erwiesen hat, ein Allesfresser zu sein, ist nunmal so. Dass man sich weiterentwickeln kann und bessere Wege finden kann, dass ist Zivilisationsentwicklung. Dass der Mensch mit seinen Spiegel-Neuronen es auch übertreiben kann und wenn es ihm beliebt auch gern sein Haustier wichtiger findet, als den Rest der Menschheit, geht (Mark Twain: Je mehr ich die Menschen kenne, desto mehr mag ich meinen Hund). Geht aber auch andersrum: ein Weltkrieg, bekommt das gleiche Hirn problemlos auf die Reihe. Und was ist mit dem armen Covid-19-Virus? Endlich Mal Ökologie, die sich nicht so einfach plattmachen lässt und schon geht das Geimpfe los! Wo bleibt da das Mitgefühl!?
    Disclaimer: hab schon als Kind neben dem Schlachter am Schneidebrett gestanden und weiß den Unterschied zwischen Hausschlachtwurst und Lidl-Angebot zu schätzen. Und ja, da wurde noch das ganze Schwein verwertet. Aber verwerten ist auch nicht mitfühlend sondern eben das was Brecht so schön sagt: Erst kommt das Fressen, dann die Moral

  8. Artushof schreibt:

    Nun, in der Summe der Verknüpfungen wird der Nagel auf den Kopf getroffen.

    Wer wie ich das Töten von Nutztieren von Kind an kennen gelernt hat, weiß um das bewusste Beenden von Leben zum Zweck der Selbsterhaltung.
    Dieser Prozess ist so alt wie die fleischliche „Evolution“.
    Die Realität, um auf die Verknüpfungen zurück zu kommen, ist uns Europäern in vielen Bereichen aberzogen worden. Die heutige Ideologie des geringsten Widerstandes und die totale Aberkennung alternativer Meinungen führt unsere Gesellschaft und nicht nur unsere eigene in eine gleichgeschaltete Abhängigkeit.
    Heutzutage wird beispielsweise die Ideologie des Fleischverzichts gesellschaftlich indirekt bis in die Supermärkte und auf die Straße getragen.

    Neulich im Supermarkt wurde eine Frau von einer anderen angesprochen, ob sie nicht mal Kohlrabi Scheiben mit Ei und Paniermehl wie Fleisch braten würde, das wäre sehr lecker und der Fleischverzicht wäre an diesem Tag doch erreicht.
    Als Antwort kam, daß man sowieso nur 3 mal die Woche Fleisch zu sich nimmt, aber danke für den Tipp. die Hinweisgebende zog sich spontan zurück, sie hatte keine gleichgesinnte getroffen. Härter kann sich die künstliche Front kaum darstellen. Diese Form der indirekten Suggestion dürfte Schule machen. Genauso ist dies auch mit der Gendersprache und den politischen Neugeistlichen Sprüchen, deren einziges Ziel die Umerziehung der Gesellschaft zu Grunde liegt.

    • WF Beck schreibt:

      Die Aggressivon hat die Menschen zum dem gemacht was sie sind! Verstandgesteuerte AlphaTiere. Töten oder getötet werden, oder fressen und gefressen werden ist das Prinzip des Lebens auf diesem Planeten. Geh in den nächsten Wald und schau dir dieses System der Natur an. Wer so nicht leben will und diese Tatsache nicht akzeptiert, der soll sich bitte selbst entsorgen.

  9. Sandra Kreisler schreibt:

    Bei der Fleischindustrie geht es nicht nur um das Töten – das allerschlimmste daran ist vielmehr, wie diese Tiere LEBEN müssen. (Es wird Zeit, dass man Gesetze schafft, die Tiere, die unsere Schutzbefohlenen sind, auch adäquat schützt. Noch werden sie vor dem Gesetz als „Sache“ behandelt.) Und auch bei den Ladenschlussgesetzen und anderen Dingen geht es vor allem darum, wie Menschen LEBEN müssen. Nicht die Geschäftsbesitzenden und Einkaufenden – sondern die dort Arbeitenden. Ich bin auch für freie Öffnungszeiten. Aber dann muss auch die Arbeitsgesetzgebung zuerst auf einen Stand gebracht werden, der dafür sorgen kann, dass jene, die auf ihren Job angewiesen sind, nicht Dinge machen müssen, die ihrem guten Leben zuwiderhandeln, nur um den Chef nicht zu verärgern. Freiheit ist nur solange wirklich Freiheit, so lange sie den SCHWÄCHSTEN in der Gesellschaft Erleichterung verschafft. Alles andere ist Diktatur, die sich nur für Machthabende frei anfühlt.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Guter und richtiger Punkt, jedoch auch hier eine kleine Kritik:

      Vielleicht sollte man die Schwächsten ab und zu mal fragen, was sie wollen und vor allem ist nicht jeder Mensch nur deshalb schwach, weil er so bezeichnet wird.

      Und, wenn jemand nicht schwach ist, muss er nicht zum Schwachen gemacht werden mit der Unterstellung, er würde damit den Schwachen helfen und habe daher die Schwäche zu akzeptieren.

      Aber ich verstehe die Intention. Wenn ich die Waffe ziehe, um andere Leute zu bedrohen, dann fällt es natürlich leichter, wenn man sich einredet, damit den Schwachen zu helfen.

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