Super Mario braucht mich!

Heute hat mich ein Herr angerufen, um mir brüllend mitzuteilen, ich sei eine “dreckige Judensau”, die ihr Maul halten und sich “in Judäa im Sand verbuddeln” solle. Leider habe ich den Anruf nicht persönlich in Empfang nehmen können, sondern meine Frau. Mist! Ich hätte dem Nazi gerne eine angemessene Antwort gegeben.

Heute hat mich auch die Pressesprecherin von Nintendo Deutschland angerufen. Wieder war meine Frau am Telefon. Doppel Mist! Nintendo spiele ich seit meiner Kindheit. Seit Jahren schon warte ich auf einen Anruf von Super Mario. Jetzt ist es passiert und ich bin im Theater und probe Goethes “Faust”. Meine Frau hat jedoch alles notiert.

Ob Sie es glauben oder nicht, aber Nintendo braucht meine Hilfe. Jawohl: Super Mario braucht mich! Yeah!

Folgendes ist passiert: Eine besorgte Mutter hat bei Nintendo angerufen, weil sie befürchtet, Super Mario könne ein Judenhasser und Islamist geworden sein. Wie kommt sie darauf, werden Sie fragen? Ganz einfach: Auf einer Demonstration am 12. Juli 2014 in der Frankfurter Innenstadt, auf der die Worte “Allah ist groß” und “Kindermörder Israel” gebrüllt wurden, teilweise sogar aus den Lautsprechern eines Polizeiwagens, wurde ein Plakat hochgehalten, auf dem Super Mario zu sehen ist, wie er einen Davidstern tritt. Daneben stehen die Worte “Game Over Israel” und “Tayyip is coming”. Das Plakat lädt zu einer Demonstration gegen Israel am 10. August 2014 ein.

Dieses Plakat ist auf einem Foto zu sehen, das Honestly Concerned mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, um einen Artikel zu illustrieren. Den Artikel hatte ich ebenfalls in englischer Sprache verfasst, was ein großes Interesse internationaler Medien auslöste. In wenigen Tagen wurde mein Blog Tapfer im Nirgendwo über 100.000 mal angeklickt. Super Mario gelang so zu trauriger Berühmtheit.

Die Pressesprecherin von Nintendo hat mich nun gebeten, das Foto zu löschen.

Lieber Mario,

es tut mir leid, dass Dein guter Name von Judenhassern und Fundamentalisten in den Schmutz gezogen wird. Ich kann jedoch nichts anderes machen, als das Foto von dem Plakat auf meiner Seite zu bearbeiten. Dein Endgegner bin jedoch nicht ich, der das Foto mit dem Plakat gezeigt hat. Dein Endgegner ist auch nicht der Fotograf, der das Foto geschossen hat. Dein Endgegner ist der Tatanga, der das Plakat gemacht hat!

Sehr geehrte Pressesprecherin von Nintendo,

ich erwarte, dass Nintendo Deutschland alles daran setzt, die Verantwortlichen dafür, dass Super Marios guter Name in den Schmutz gezogen wurde, zur Rechenschaft gezogen werden. Über eine schriftliche Stellungnahme und Distanzierung von jeglicher Nähe zu fundamentalistischen Israelkritikern würde ich mich ebenfalls sehr freuen.

Ich werde mich in naher Zukunft bei Ihnen melden, um zu schauen, welchen Level Sie bereits erreicht haben. Bis es so weit ist, komme ich Ihnen selbstverständlich entgegen und bearbeite alle Bilder meines Blogs, auf denen das Plakat mit Mario zu sehen ist.

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Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Motiv in Frankfurt von unzähligen Menschen gesehen wurde. Nicht wenige haben das Motiv fotografiert. Einige werden sicherlich meinen, Nintendo habe sein Einverständnis gegeben.

Um eine schriftliche Stellungnahme werden Sie somit nicht herum kommen. Ich veröffentliche Ihre Stellungnahme gerne. Sie müssen sie mir nur zusenden.

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Bitte um Rückruf

Meine Frau hat mir gerade eine SMS geschickt:

“Gerd – ich find’s ja witzig … gerade eben rief ein Herr auf Festnetz an mit anonymer Nummer und hat mich angeschrien, ich wäre eine “dreckige Judensau” und ich solle mein Maul halten und “mich in Judäa im Sand verbuddeln” – als er fertig war, hab ich dann ganz freundlich gesagt: “ah, ich weiß, mit wem Sie sprechen wollen, der Herr Buurmann ist gerade nicht da, aber wenn Sie mir Ihre Nummer geben, ruft er Sie gerne zurück”.

Der Mann hat dann einfach aufgelegt. :)”

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Lieber Anrufer,

bitte rufen Sie doch noch mal an und hinterlassen Sie Ihre Nummer. Sie haben sich so überwunden, mir Ihre Gefühle zu offenbaren. Ich würde Ihnen gerne angemessen antworten.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Der bewegte Muselmann

Ein Gastkommentar von Özgür Cebe.

Mein Name ist Özgür Cebe. Ich bin Kabarettist und Schauspieler und toure mit zwei abendfüllenden Programmen durch Deutschland. Mein aktuelles Programm heißt „Freigeist oder geistfrei. Das ist hier die Frage!“, mein erstes Programm heißt „Der bewegte Muselmann“.

Heute wende ich mich als freigeistig/bewegter Muselmann an Euch. Der Grund ist die antisemitische Grundstimmung, die ich in Deutschland und in einigen europäischen Ländern erlebe. Als Grund für diesen Antisemitismus wird die aktuelle Lage in Israel bzw. Gaza genannt. Doch der Antisemitismus ist viel älter. Diese Gruppe dient nicht dazu die Schuldfrage zwischen Palästinensern und Israelis zu ergründen, sondern vielmehr eine klare Position gegen den Antisemitismus zu beziehen.

Ich bin kein Freund Netanjahus und seiner Politik und doch verurteile ich nicht ein ganzes Volk wegen seiner Entscheidungen. Ich bin ein entschiedener Gegner der Hamas, die als oberstes Ziel die Auslöschung eines Staates und seiner Bürger möchte und doch verurteile ich nicht alle Muslime.

Mit dieser Gruppe möchte ich zeigen, dass es Muslime gibt, die eine reflektierte Meinung haben. Ich will zeigen, dass man als Moslem nicht zwangsläufig ein Antisemit sein muss. Ich will zeigen, dass Menschen mit jüdischem und muslimischem Glauben Freunde sein können. Wenn der Qur-an die Ehe zwischen einem muslimischen Mann und einer jüdischen Frau erlaubt, kann der Islam nicht antijüdisch sein.

Ich finde es beschämend, wenn ich im Internet „Muslime“ sehe, die Parolen grölen wie “Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!” Worin unterscheiden sich diese Leute von Neonazis?

Damit unterscheidet man sich nicht von der NPD. Und wenn man hier jüdische Bürger verletzt oder tötet, unterscheidet man sich nicht von der NSU. Diese Leute sollten sich überlegen, in welcher Welt sie leben wollen. Der Prophet war kein Österreicher, sondern Araber. So zieht man alle Muslime durch den Dreck und lasst sie aussehen wie Nazis. Und das will ich nicht.

Vielleicht sollten Islamisten (damit meine ich nicht die Muslime) sich daran erinnern, wie es sich anfühlte als ein rechter Mob in Rostock “Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!” grölte oder wie eine türkische Familie in Solingen von Nazis ausgelöscht wurde.

Ein vernünftig denkender Moslem und auch Nichtmoslem weiß, dass dieses Verhalten falsch ist.

Wir brauchen keine Pogrome! Weder hier in Deutschland, noch woanders.

Ich wette, dass diejenigen, die antisemitische Parolen von sich geben, nicht einen einzigen Juden kennen.
Vorurteile entstehen meist gegen Menschen, die man nicht kennt. Die Fremdenfeindlichkeit ist auch in Teilen Deutschlands am höchsten wo die wenigsten Migranten leben.

Der jüdische Mitbürger ist nicht zwangsläufig Israeli. Hier wird eine Glaubensgemeinschaft stellvertretend für die Entscheidungen eines Staates verantwortlich gemacht. Aber es gibt nicht „den Juden“. Ich befinde mich mit dieser Gruppe nicht gegen den Krieg. Ich bekenne mich mit dieser Gruppe für den Frieden.

Ich lade alle Juden, Christen, Muslime, andere Religionsgemeinschaften, Agnostiker und Atheisten herzlich ein, ein Zeichen für den Frieden und die Koexistenz zu setzen.

Vor allem lade ich meine muslimischen Glaubensgeschwister ein, ein Zeichen gegen den Antisemitismus zu setzen. Zeigen wir den Menschen, dass wir tolerant sind. Im Qur-an steht schließlich sinngemäß in Sure 2 Vers 256:

„In der Religion gibt es keinen Zwang.“

***

Dieser Kommentar erschien auf Facebook ein paar Stunden nach meinem offenen Brief “Ihr lieben Moslems”. Ich freue mich sehr über diesen Kommentar. Danke, Özgür!

Ich lade alle ein, sich diesem Statement anzuschließen oder einen eigenen Kommentar zu verfassen. Ich veröffentliche gerne jede Verurteilung von Judenhass, aber auch jede Unterstützung für Israel, sogar wenn Sie ein Freund Netanjahus sein sollten und seine Politik nicht verurteilen. Das geht nämlich! Selbst wenn Sie ein Moslem sind. Über eine Millionen Israelis sind Muslime und wahlberechtigt. Ein paar davon werden Netanjahu gewählt haben. Ein Moslem kann somit durchaus Netanjahu gut finden. Das ist eben das Tolle an einer Demokratie!

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Wo ich leben kann

Meine spontane Rede auf dem Wallraffplatz in Köln vom 17. Juli 2014.

Die Presse dazu:

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Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eine solche Reduzierung des Individuums auf seinen Glauben ist sonst gar nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich ist es mir egal, woran die Menschen glauben, außer natürlich wenn es um Feiertage geht. Da mag ich Religionen. Christen sind so wunderbar kitschig an Weihnachten, Juden so herrlich albern zu Purim und Moslems so ansteckend fröhlich beim Fastenbrechen. Da bin ich gerne dabei.

Heute aber gibt es für mich einen anderen Grund, Euch als Moslems anzusprechen. Ich brauche Eure Hilfe. Es ist nämlich etwas unangenehmes geschehen:

Ich habe ein Problem mit Muslime!

Es tut mir leid, dass ich das so sagen muss. Ich würde die Leute, mit denen ich ein Problem habe, auch gerne anders nennen, Konuckel oder so, aber ich bezeichne Menschen nun mal für gewöhnlich so, wie sie sich selbst nennen. In diesem Fall nennen sich die Menschen, die mir Sorge bereiten, Muslime. Zudem behaupten diese Muslime, die Ideologie, die dafür sorgt, dass mir mulmig wird, käme direkt aus dem Koran.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

hier kommt Ihr ins Spiel. Es sind Eure Religion und Euer heiliges Buch, die gerade geschändet werden. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede und der Koran sei ein Buch der Liebe, müssen die Muslime, die im Namen des Korans Juden hassen und Kriege führen, schlimmer sein als jene, die den Koran verbrennen.

Als im Jahr 2011 in Amerika ein Koran als Brennstoff für Feuer benutzt wurde, gab es weltweite Proteste. Wo sind die Proteste, wenn der Koran als Brennstoff für Gewalt und Kriege benutzt wird? In immer mehr Moscheen in Deutschland wird Hass gepredigt.

Auf den Straßen Berlins brüllte ein Mob im Juli 2014 “Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!”

Ich bin Christ. Mit Schaudern denke ich an die dunkele Zeit des Christentums, als Christen Juden verfolgten, ihre Synagogen anzündeten, Kreuzzügen führten und Juden als “Kindermörder” bezeichneten. Als die Nazis Juden mordeten, predigten einige Christen, Juden seien Kinder des Teufels. Diese Christen, die sich selbst Christen nannten, waren weit weg von der Religion der Nächstenliebe. Es gab aber auch aufrichtige Christen. Es gab sogar friedliche Deutsche in der Zeit des Nationalsozialismus, aber die Nazis gaben den Ton an. Sie waren damals die Deutschen! Heute brüllen Muslime in Deutschland: “Adolf Hitler!”

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130393245/Hassparolen-bei-Anti-Israel-Demonstration.html

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

Euer Problem sind nicht Juden und schon gar nicht Israel. Euer Problem sind jene, die sich Muslime nennen und im Namen des Korans Hass säen und Gewalt ausüben. Diese Muslime sind heute unter uns, so wie vor über siebzig Jahren die Nazis als Deutsche unter uns waren.

Immer mehr europäische Juden werden heute wieder Opfer gewaltsamer Übergriffe, diesmal nicht durch Nazis, sondern durch Islamisten! Am 20. Juli 2014 kam es in Paris zu einem Pogrom. Im Stadtteil Sarcelles wurden Brandsätze auf eine Synagoge geworfen und Juden auf offener Straße mit Eisenstangen gejagt.

Am 24. Mai 2014 um 16.59 Uhr brüllte ein Teil der mit 18.000 Muslimen besetzten Lanxess Arena in Köln lautstark “Verflucht sei Israel!”. Am selben Tag wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen.

Der Krieg im Nahen Osten kostet Juden in Europa das Leben und die Menschen, die diese Morde begehen, geben an, es als Muslime zu tun, im Namen des Korans.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

statt Israel zu kritisieren und Vorschläge zu machen, wie der Konflikt im Nahen Osten gelöst werden könnte, kümmere Euch lieber um Eure eigenen Probleme: Im Namen Eurer Religion werden gerade Juden in Europa verfolgt und ermordet!

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war.

Am 8. Juli griff ein arabischer Mann ein 17-jähriges jüdisches Mädchen auf einer Straße in der Nähe des Pariser Nordbahnhof tätlich an und sprühte ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Paris ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Im selben Monat kam es in Gelsenkirchen zu einer Demonstration, bei der die Vergasung von Juden gefordert wurde.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Ein Monat später forderten hochrangige britische Künstler, darunter Emma Thompson und Caryl Churchill, dass Israelis von der Bühne des Globe Theaters in London vertrieben werden müssen. Diese Frauen waren keine Muslime. Ihr seht also, es ist nicht nur ein Problem des Islams.

In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen. Ein paar Wochen später am 8. Januar 2009 riefen auf den Straßen in Oslo ungefähr zehntausend Menschen “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” Ein Flugblätter wurde verteilt, auf denen die Menschen aufgefordert wurden, “ihren Müll vor der Synagoge zu entleeren” und “grosse Schweinsköpfe auf dem Friedhof zu platzieren”. Es folgten Aufrufe, die israelische Botschaft in Brand zu setzen.

In Aachen wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. August 2010 der jüdische Friedhof mit Hakenkreuz und der Parole „Freiheit für Palästina“ beschmiert. In Worms wurde im gleichen Jahr ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt. In Hannover wurden ebenfalls 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen öffentlich mit Steinen beworfen. In Frankfurt duldete die Polizei 2009 “Vergast die Juden”-Rufe. Im Jahr 2013 wurde In Rostock wurde ein jüdischen Gemeindehaus im Jahr 2009 angegriffen. in Offenbach ein Rabbiner in einer Einkaufspassage angegangen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde. In Frankreich, Belgien und England werden regelmäßig Synagogen und jüdische Einrichtungen geschändet, weil sie mit dem Unbehagen über die Konflikte im Nahen Osten verquickt wurden. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war und so den öffentlichen Frieden störe sollte. Auch in Berlin wurde die Polizei gegen eine Israelfahne aktiv. In Bochum musste sogar eine Frau Strafe zahlen, weil sie eine israelische Fahne öffentlich gezeigt hatte.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

in Europa werden gerade im Namen des Islams Juden verfolgt und ermordet. Früher nannte das Christentum Juden “Kindermörder” und “Bestien”, heute der Islam.

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Die Vorwürfe sind heute so falsch wie sie damals waren! Israel will den Frieden und keine Kinder töten. Israel führt keinen Krieg bewusst gegen Zivilisten. Es ist die Hamas, die Kinder und Zivilisten als Geisel nimmt und als Schutzschild für ihre Waffen missbraucht, mit denen sie Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas erfüllen wollen: die Vernichtung aller Juden. In der Unabhängigkeitserklärung Israel heißt es jedoch:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Israel unternimmt daher alles, um zivile Opfer zu vermeiden. Die Hamas jedoch erklärt, alle Juden töten zu wollen. Die Mitglieder und Sympathisanten der Hamas sind somit “Kindermörder”, nicht aber Israel. Während Hamas jedes tote Kind auf Israels Seite feiert, betrauert die israelische Seite den Tod jedes Kindes auf beiden Seiten. Die ehemalige Premierministerin Israels Golda Meir sagte einst:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Israel ist ein demokratischer Staat, der sich dem Wahn einer Vernichtung ausgesetzt sieht. Deshalb muss Israel einen Krieg führen. Israel will diesen Krieg nicht. Israel will lieber von Geschäftspartnern umgeben sein als von Feinden! Der Krieg ist aber leider da und in jedem Krieg, selbst wenn man ihn nicht gewollt hat, macht man Fehler, manchmal sogar schreckliche Fehler. Viele Seelen wurden schon im Chaos des Krieges verdorben. In der Geschichte der Menschheit hat es jedoch noch nie einen Staat gegeben, der in aktiver Kriegszeit so human mit seinem Feind umgegangen ist wie Israel. Natürlich geht es immer noch besser. Israel lernt gerne dazu, muss dazu lernen, schließlich ist die kleine Nation, die gerade mal so groß wie Hessen ist, dazu verdammt, im Krieg zu leben. Jedes Jahr muss Israel tausende Raketen abfangen, weil nicht wenige Diktaturen im Nahen Osten Israel vernichten wollen. Israel soll vernichtet werden! Dennoch versorgt Israel die Zivilisten seiner Feinde. Im Juli 2014 als in einer Woche über eintausend Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert wurden, versorgte Israel den Gazastreifen mit Wasser, Essen, Strom und Medikamenten. Das hat in dieser Form und diesem Umfang bisher kein anderer Staat in der Geschichte der Menschheit gemacht.

Es ist Wissen, dass Israel den Frieden will! Es ist aber ein Glaube, dass Israel den Krieg will. Es ist ein falscher Glaube, der durch nichts zu belegen ist. Zu behaupten, Israel hasse die Hamas so, wie Hamas Israel hasst, ist so falsch und geschmacklos, wie zu behaupten, Juden hätten die Nazis so gehasst, wie die Nazis Juden gehasst haben. Die Nazis forderten die Vernichtung aller Juden und erklärten dies auf der Konferenz am Wannsee. Zur selben Zeit unterstellten die Nazis allen Juden, die Welt unterjochen zu wollen und begründeten dies mit den “Protokollen der Weisen von Zion”, eine judenhassende Hetzschrift, die belegen sollte, wie mörderisch Juden sind. Die “Protokolle der Weisen von Zion” waren eine Lüge! Die Konferenz am Wannsee war real!

So ist es heute. Der Hass der Israelis ist ein Gerücht über Juden. Der Hass der Hamas ist jedoch real.

Minister der Hamas und andere arabische Politiker und Geistliche erklärt alle Juden zu Bakterien und fordern ihre Vernichtung.
Link: “Ich mag die Deutschen”

Die Hamas erzieht ihre Kinder zum Judenhass und erzeugt eine Lust am Judenmord.
Link: “Rappelkiste Hamas”.

Die Hamas fordert in ihrer Gründungscharta die physische Vernichtung aller Juden.
Link: “Der freie Teil Palästinas”.

Die Hamas fordert ein judenreines Palästina.
Link: “Nicht nur sauber, sonder judenrein!”

Die Hamas bezeichnet Juden als Besatzer und Volksschädlinge.
Link: “Der ewige Besatzer”

Die Hamas erklärt sich zum Opfer des “Weltjudentums”.
Link: “Der ewige Flüchtling”

Die Hamas wirft fast täglich Bomben und Raketen auf Israel.
Link: “Bombensichere Wette”

Die Hamas entrechtet alle Juden im Stil der Nürnberger Rassegesetze.
Link: “Apartheid in Hebron”

Die Hamas vernichtet jüdische Nachbarschaften.
Link: “Illegale Schtetl”

Die Hamas lässt keine Juden über die Grenze.
Link: “Die Mauer in Jerusalem”

Die Hamas knechtet das eigene Volk und nutzt ihre Kinder als Schutzschilder.
Link: “Ich, Palästinenserin”

Der offizielle Gruß der Hamas ist der Hitlergruß.
Link: Hamas.

Araber hissen die Hakenkreuzflagge.
Link: Im Westjordanland

Die Propaganda zeigt Wirkung. Mittlerweile verlangen fast ein Drittel aller Palästinenser im Gazastreifen die vollkommene Vernichtung Israels und nur zehn Prozent finden, dass Juden gleichwertige Menschen sind.
Link: “Dem Jud ist alles zuzutrauen!”

All dieser Hass wird mit dem Koran rechtfertigt und im Namen des Islams begangen.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

Eure Religion ist in Gefahr! Eure Feinde sind jedoch nicht die Juden. Es sind auch nicht Israel und die USA, zwei Länder, die beweisen, dass Juden, Christen und Muslime gleichberechtigt in einem Land zusammen leben können. Euer Problem sind die Terroristen und Sympathisanten der Hamas und alle anderen islamistischen Organisationen. Sie nennen sich Muslime. Sie geben sogar vor, den Koran zu leben. Diesen Muslimen solltet Ihr den جهاد erklären, in der Bemühung, der Anstrengung und dem Einsatz für eine bessere Welt, in der Juden und Moslems friedlich nebeneinander leben können.

Rettet Euren Glauben!

So wie die Nazis damals der Feind jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer von der Hamas, die Islamisten und die Fundamentalisten heute die Feinde jedes aufgeklärten Moslems. Es ist die Hamas, die palästinensische Kinder als Schutzschilde missbraucht. Die Kinder sterben, weil die Hamas sie in den Tod schickt. In Israel aber bieten Bunker allen Bürgerinnen und Bürgern Schutz vor feindlichen Raketen, unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Der beste Verbündete im Kampf gegen die Hamas ist Israel!

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

ich bin Deutscher. Ich weiß, die Geschichte meines Landes zeigt es, der Hass auf Juden ist ernst zu nehmen. In Deutschland zeigte die Propaganda der Nazis einst grausame Wirkung. Ein großer Teil der Deutschen hasste Juden damals so wie heute ein großer Teil der Araber Juden hasst. Der Hass ist heute so falsch und unmenschlich wie damals. Damals stellten einige dem Hass der Nazis entgegen, zum Beispiel die Geschwister Scholl. In ihrem dritten Flugblatt schrieben sie:

“Unser heutiger “Staat” aber ist die Diktatur des Bösen. “Das wissen wir schon lange”, höre ich Dich einwenden, “und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.” Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern und Säufern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.”

Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

“Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!”

Ertragt die Fundamentalisten nicht länger, die im Namen Eures Glaubens und Eures Koran den Hass predigen. Euere Feinde sind nicht Israel, nicht die USA; nicht Juden, noch Christen oder der Westen. Eure Feinde nennen sich Muslime, wie sich Nazis einst Deutsche nannten. Leistet Widerstand!

Am 25. Juli 2014 ist der al-Quds-Tag. Wieder soll es weltweit zu Massendemonstrationen gegen Israel kommen, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Alljährlich werden an diesem Tag Vernichtungsdrohungen gegen Israel ausgesprochen. Seid nicht dumm! Macht dort nicht mit!

Erklärt den Islamisten und Fundamentalisten den جهاد!

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Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Honestly Concerned. Vielen Dank!

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“Der weiß doch gar nicht, was er da redet!”

So brutal komische Realsatire wie der Bericht der Lokalzeit vom WDR zu der Demonstration in Essen habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Es begann alles damit, dass der Journalist Stefan Göke die Polizistin Tanja Hagelüken interviewte, die von einer im Großen und Ganzen friedlichen Demonstration zu berichten wusste. Während sie sprach, brüllten im Hintergrund einige Demonstranten:

“WDR, Heuchler! Lügner, Lügner, Lügner! WDR, Ihr Lügner. Alles Lügner. Schwachsinn!”

Ich muss sagen, die Demonstranten hatten Recht! Es war wirklich den Bereich der Lüge betretender Schwachsinn, was Stefan Göke in dem Bericht zum Besten gab:

“Gucken wir noch mal auf die Demonstration an sich. Die Jugendorganisation der Linkspartei hatte dazu aufgerufen. Es waren dann aber sehr, sehr viele arabischstämmige Menschen da. Viele haben die Palästinenserflagge gehisst und geschwenkt und es waren dann Parolen auf Spruchbändern zu lesen wie “Freiheit für den Gazastreifen” oder “Free Gaza”. Das heißt, es hat sich alles konzentriert tatsächlich auf den eigentlichen Sinn dieser Demonstration.”

Ich möchte mal wissen, bei welcher Demonstration in Essen Stefan Göke war. Die pro-palästinensische Demo kann es nicht gewesen sein, denn dort wurde ein Hakenkreuz im Davidstern gezeigt:

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Oft war das Hakenkreuz in Verbindung mit dem Ruf “Kindermörder” zu sehen:

Auf einem anderen Plakat stand: “Früher angeblich Opfer”. Juden waren also nur angeblich Opfer! Vermutlich gab es den Holocaust gar nicht.

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Ein anderes Plakat geißelte den “Judenterror”:

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Unter den Demonstranten in Essen waren also Hakenkreuzzeiger und Holocaustleugner! Einige brüllten “Adolf Hitler!”

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130393245/Hassparolen-bei-Anti-Israel-Demonstration.html

Dennoch wusste Stefan Göke vom WDR zu berichten:

“Was ich damit sagen will ist: Es hat keine Anzeichen dafür gegeben, dass sich Extremisten unter diese Demonstration gemischt haben, also weder von islamistischen Seite auf der einen Seite, aber auch keine Rechtsextreme, die dann das ganze nutzen konnten als Plattform um ihren Hass aufs Judentum oder auf Israel kundzutun. Das ist jedenfalls alles nicht passiert. Und bisher ist alles ein bißchen brisant aber durchaus friedlich.”

Das waren die letzte Worte von Stefan Göke. Bevor aber zur nächsten Szene geschnitten wurde, konnte man noch deutlich hören, wie ein Demonstrant aus dem Hintergrund brüllte:

“Der weiß doch gar nicht, was er da redet!”

Also, wo der Demonstrant Recht hat, hat er Recht. Wer zu einer Demonstration mit Hakenkreuz und Holocaustleugnung sagt, es sei keine Plattform für Hass aufs Judentum und Israel, der weiß wirklich nicht, was er da redet.

Das Komischste aber an dem ganzen Bericht kommt noch:

(Ich schwöre, ich habe mir das nicht ausgedacht. Es ist wirklich so passiert.)

Während Stefan Göke im WDR behauptete, die Demonstration in Essen sei keine Plattform für Hass auf Israel gewesen, zeigte ein Demonstrant direkt hinter Stefan Göke permanent ein Plakat in die Kamera, darauf zu lesen war: “Israel = Terrorist”.

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Das ist wirklich nur noch brutal komisch!

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Kanonen auf Katzen

Gedanken des homo antisemiticus vulgaris
Ein Gastbeitrag von Nathan Warszawski

Dürfen Menschen sich verteidigen, wenn sie angegriffen werden? Obwohl beinahe überall verhasst, fallen Juden auch unter den Menschen und dürfen sich somit verteidigen, falls sie angegriffen werden. Wir Deutsche sind aus unserer Geschichte gewohnt, dass Juden sich ihrem Schicksal ergeben statt zu kämpfen. Der Holocaust scheint den Juden zu Kopf gestiegen zu sein.

Jetzt werfen Juden Bomben auf Gaza, da Israel von Hamas-Terroristen, die diesen schmalen Streifen beherrschen, drangsaliert werden. Doch wie gehen Israelis sicher, dass sie zu ihrer Verteidigung Terroristen und keine friedlichen Araber töten? Gibt es noch friedliche Araber in Gaza? Diese Araber haben zwar die Hamas gewählt wie seinerzeit die Deutschen die NSDAP. Und weshalb hat der Engländer Dresden bombardiert!? Selbst die Lutherische Ex-Oberschöffin meint, dass die Bombardierung Dresdens nicht notwendig gewesen ist. Der Krieg wäre auch ohne die Zerstörung Dresdens verloren und beendet. Nun ja, das mit den Juden ist nicht O.K. gewesen. Aber Amerikaner und Engländer haben doch nicht die Deutschen bekämpft, um Juden zu retten! Wenn sie Juden hätten retten wollen, dann hätten sie Auschwitz, zumindest die Gleise dorthin, bombardiert. Das haben sie nicht getan. Sie haben die Deutschen bekämpft, weil sie Hitler nicht mochten und wegen der kapitalistischen Konkurrenz, schließlich waren die Nazis Sozialisten. Warum haben die Alliierten nicht Hitler bekämpft? Noch heute ist sein Einfluss in Deutschland vorhanden, besonders in Zeiten, wenn es gegen Israel und Juden geht..

Nach zwei verheerenden Weltkriegen und der deutlichen Verkleinerung Deutschlands unterliegt im Europa des Friedens jegliche Verteidigung harten Einschränkungen. Viele glauben, dass Selbstverteidigung obsolet sei. Schließlich kann man über alles reden. So wie in der Ukraine, wo trotz politischer Reden und Diplomatie ein mit 300 Zivilisten vollbesetztes Flugzeug abgeschossen wird. Hat man nicht genug geredet? Auf jeden Fall muss der Verteidiger angemessen handeln, darf den Angreifer nicht umbringen, wenn dieser ihn nur kitzeln will. Außerdem besteht für niemanden die Notwendigkeit, mitten in der Nacht den Berliner Alexanderplatz zu durchschreiten. Der brave Bürger bleibt zu Hause, guckt Kriege im Fernsehen an, schimpft auf Juden und setzt sich nicht persönlich der Gefahr einer Rauferei mit Todesfolge aus. Wenn ich schon tagsüber einige „südländische“ Gestalten sehe, die sich in einer Sprache unterhalten, die ich nicht verstehe, dann wechsele ich schnell die Straßenseite. Einmal bin ich beinahe von einem unschuldigen Bürger überfahren worden, um der Selbstverteidigung zu entgehen.

Der Selbstverteidiger sollte beweisen können, dass er kein Angreifer ist! Wenn mich ein Koran verteilender Salafist anmacht, weil ich keinen dritten Koran brauche, was er ja nicht weiß, dann beleidige ich ihn auf furchtbarer Weise, sodass er mich anpöbeln muss, was seine vor kurzem angenommene Religion von ihm verlangt. Ich bin der Angreifer! Straßenseite wechseln!

Die geschundenen Araber in Gaza sind ständig Verteidiger, nie Angreifer! So wie Deutschland im Zweiten Weltkrieg, welches die Fortsetzung des Ersten Weltkrieges gewesen ist, den Deutschland eigentlich hätte gewinnen müssen, wenn die Juden nicht den Dolch in den Rücken der siegreichen kaiserlichen Armee gebohrt hätten. Hitler ist mit Fug und Recht der Verteidiger und die Alliierten sind die Angreifer! Solange die Juden keine allzu große Zahl arabischer Unschuldiger im Krieg tötet, werden die Antisemiten in Deutschland es schwer haben, den Volkszorn in ihrem Sinn zu formen. Doch wehe, wenn die Zahl toter Araber aus Gaza realiter oder propagandistisch steigt! Dann handeln Juden unverhältnismäßig und gehören – Hamas hin oder her – an den Pranger.

Auf der Vorplatz des Kölner Domes, als Domplatte bestens bekannt, kämpft seit Jahren ein mutiger Altnazi auf billiger verdreckter Pappe gegen die völkermordenden Juden. Er hat sogar von friedensbewegten Aachener Bürgern und allen im Stadtrat vertretenen, nicht weniger friedensbewegten Parteien einen Preis erhalten. Tausende von Touristen und Einheimischen lesen täglich seine Judenhetze und verbreiten sie auf der ganzen Welt. Es wundert nicht, dass extreme linke und rechte Ideologien in Köln Hand in Hand überhand nehmen. Unter Polizeischutz darf er die nationale sozialistische Friedensbotschaft verkünden, dass die Juden an Allem Schuld sind. Er erhebt nie die Hand gegen Juden. Das besorgen für ihn ständig anwesende und vom Kölner Volk bezahlte Polizisten.

Von solchen tiefschürfenden Gedanken geplagt, mache ich mich am letzten Donnerstag auf den Weg zur Israel freundlichen Demo, die unter dem Motto steht: „Befreit Gaza von der Hamas!“ Verständlicherweise findet die machtvolle Schau, zu der sich mehr als 200 Juden- und Israelfreunde zusammenfinden, nicht auf der Domplatte statt, denn dort hat der friedensbewegte mutige Altnazi Hausrecht. 200 aggressive Juden und Judenfreunde gegen einen (1) Judenhasser! Da könnte selbst die ständig anwesende und vom Kölner Volk bezahlte Polizei den alten verwirrten Mann nicht schützen. Um den Nazi zu schützen, findet das Israeltreffen auf dem nahen Wallrafplatz statt.

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Viel Aufregendes passiert nicht. Der Lautsprecher setzt des Öfteren aus. Der Domplatten-Judenhasser packt seine vermodernden Pappen ein. Die Polizei ist sichtlich gelangweilt. Morgen werden internationale multikulturelle muslimische Hamasversteher, Islamisten, gestandene Linke und Rechte gemeinsam den Judenstaat auf der Domplatte verfluchen, da sie der friedensbewegte Altnazi dort walten lässt. Die Polizeiarbeit ist mit feigen Juden einfacher als mit friedensbewegten Hetzern. Mehrere Redner halten Reden: der Vorsitzende der Kölner Jüdischen Gemeinde, ein Vertreter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft aus Bonn, ein jüdischer Student und zwei bekannte namhafte Bundestagspolitiker: der Grüne Volker Beck und die SPD-Frau Michaela Engelmaier. Sie alle erklären, warum Hamas der Angreifer, die Israelis Verteidiger sind. An den arabischen Toten ist die Hamas schuld. Die Juden versuchen unter Gefährdung des eigenen Lebens arabische Zivilisten zu schützen. Die Redner werfen den deutschen Journalisten vor, die Wahrheit zu verdrehen und sie dem deutschen Volk vorzuenthalten. Sie warnen sogar vor einem erstarkenden Antisemitismus, wobei mir unbewusst die Bombardierung Dresdens in den Sinn kommt: Wer das Handy der Bundeskanzlerin belauscht, kann auch Dresden platt machen, woran die Juden schuld sind!

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Zum Schluss spricht der größte und beliebteste in Köln lebende Israelfreund Deutschlands. Gerd Buurmanns Blog „tapferimnirgendwo“ sollte Pflichtlektüre in allen Schulen werden. Eingehüllt in einer großen Israelflagge, die er wie ein jüdisches Gebetsmantel trägt, fragt er die Zuhörer, ob sie als Frauen, Schwule, Christen, Muslime, Juden oder Atheisten lieber in Israel oder in einem arabischen oder muslimischen Staat im Nahen Osten leben wollen. Das ohrenbetäubende Klatschen ersetzt die Antwort.

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Dann marschieren alle laut und zuweilen falsch fröhliche hebräische Lieder und Gebete singend durch die Stadt bis zum Neumarkt. Ein Deutscher ohne Gnade der späten Geburt wagt ein hartes Wort gegen Juden zu erheben. Er bricht mitten im Wort ab, als er die Masse der Judenfreunde erblickt. Auf dem Weg werden an Passanten kleine Israelflaggen verteilt. Manche schwenken sie sogar. Am Ziel angelangt wird die israelische Hymne „Hatikva“, was übersetzt „Hoffnung“ heißt, gesungen. Man bedankt sich bei der Polizei, die mit Schrecken an den nächsten Tag denkt, und geht seines Weges nach Hause.

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Zu Hause angekommen tönt die Nachricht, dass es der israelischen Armee gerade rechtzeitig gelungen ist, arabische Terroristen davon abzuhalten, alle Bewohner eines grenznahen Kibbutz zu massakrieren. Stattdessen hat die tapfere Hamas 54 Milchkühe getötet, um dem Kibbutz die Existenzgrundlage zu entziehen. Die israelische Armee hat nun mit einer Boden-Offensive in den Gazastreifen begonnen. Bald wird es vermehrt tote Araber geben und die Presse darf sich austoben.

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