Mit 89 Jahren …

Heute, am 21. April 2015, wird eine gelernte KFZ-Mechanikerin aus England 89 Jahre alt.

Sie hat ein Vermögen von rund 340 Millionen Euro. Für eine KFZ-Mechanikerin nicht schlecht! Sie zahlt aber erst seit 1992 Steuern. Mit 66 Jahren da fängt das Steuerzahlen an! Alle Delfine, Wale, Störe und Schwäne in britischen Gewässern gehören ihr. Die gut 5000 Schwäne werden einmal im Jahr einzeln aus den Gewässern geholt, gezählt und untersucht. Ihre erste E-Mail schrieb sie im Jahr meiner Geburt, 1976 von einem Militärstützpunkt aus. Sie hat mittlerweile über 45.000 Weihnachtskarten verschickt und über 3.500.000 Briefe beantwortet. Sie hat in ihrem ganzen Leben noch nie Jeans getragen. Für eine KFZ-Mechanikerin ungewöhnlich!

Tapfer in Nirgendwo sagt: Happy Birthday Lilibet!

Königin Elizabeth II liebt Autos und darf als einzige Frau in ganz Großbritannien ohne Führerschein und Nummernschild fahren. Zu ihrem 89. Geburtstag möchte ich eine kleine, hinreißende Geschichte erzählen:

In Saudi-Arabien ist es allen Frauen verboten, Auto zu fahren, da die für das Fahren auf saudischen Straßen erforderliche Fahrerlaubnis nur Männern vorbehalten ist. Als Gründe für das Fahrverbot werden religiöse Sitten angeführt. Da Frauen zum Fahren ihr Gesicht enthüllen müssten und zudem ihr Zuhause “häufiger als nötig verlassen” würden, ist ihnen das Fahren verboten! Bei möglichen Unfällen könnten Frauen zudem in Kontakt mit Männern kommen, mit denen sie weder verwandt noch verheiratet sind, was nicht erwünscht ist! Im Jahr 2013 erklärte Scheich Saleh al-Lohaidan sogar, Autofahren würde die Eierstöcke von Frauen nachhaltig beschädigen!

Im Jahr 1998 traf der damalige Kronzprinz Saudi-Arabiens, Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Saʿud, auf Elizabeth II im schottischen Balmoral. Ihren Eierstöcken ging es gut! Sie waren schon lange in Rente.

Von dem Treffen berichtet der ehemalige britische Botschafter in Saudi-Arabien, Sir Sherard Cowper-Coles:

“Die königlichen Land Rover wurden vor das Schloss gefahren. Der Kronprinz stieg, wie angewiesen, auf den Vordersitz des Land Rovers. Sein Dolmetscher nahm hinter ihm Platz. Zu seiner Überraschung stieg die Königin in den Fahrersitz, drehte den Zündschlüssel um und fuhr los. Abdullah war es nicht gewohnt, von einer Frau gefahren zu werden, geschweige denn von einer Königin. Seine Nervosität erhöht sich, als die Königin, die schon in ihrer Zeit bei der Armee gefahren hatte, den Land Rover beschleunigte, durch die engen schottischen Straßen fuhr und dabei die ganze Zeit redete. Über seinen Dolmetscher flehte der Kronprinz die Königin an, zu verlangsamen und sich auf die Straße zu konzentrieren.”

Was für ein Weichei!

Abdullah ist mittlerweile tot.
Elizabeth fährt noch!

Long live the Queen!

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Ein wenig lustig

  

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Knast?

§323c Strafgesetzbuch legt fest:

„Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

Vielleicht sollte der Friedensnobelpreisträger aus dem Jahr 2012 mal für ein Jahr in den Knast!

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“Die Welt sorgt sich nicht um uns.”

In Paris wurde die israelische Journalistin Miri Michaeli Schwartz während einer Berichterstattung für Channel 10 belästigt, weil sie Jüdin ist.

Miri Michaeli Schwartz erklärt den kurzen Ausschnitt wie folgt:

“Zuschauer und Freunde fragen mich ab und zu, ob die israelischen Medien (und ich als Teil davon) die Situation in Europa verschärft darstellen. Natürlich, ja, wenn Sie durch die Straßen von Paris spazieren gehen, spüren Sie keinen Antisemitismus. Aber wenn Sie eine Kippa oder eine Halskette mit einem Davidstern tragen, oder ein Mikrofon halten mit der hebräischen Schrift “Channel 10″, gibt es Grund genug zur Annahme, dass Sie früher oder später erkennen, wie schlimm die Realität ist. Es geschieht im Europa jeden Tag und überall und es ist auch mir schon passiert.

Es ist mir nicht nur ein Mal, dass ich angegangen wurde, nur weil ich mit einem Mikrofon mit herbräischer Aufschrift in einer Straße einer Hauptstadt Europas stand und berichtete. Normalerweise hat es stets etwas mit Israel zu tun.

Dieses Mal berichtete ich von dem Absturz der Germanwings-Maschine. Was Sie jedoch in dem Ausschnitt sehen, ist nur der Anfang. Der Mann, dessen Gesicht Sie nicht sehen können, erkennt die hebräische Schrift an meinem Mikrofon und informiert seine Freunde, die daraufhin sofort anfingen, mich zu schikanieren.

Was dann geschah, war viel unangenehmer. Die Männer umringten mich. Vier oder fünf Männer fingen an, mich zu beleidigen und fluchten. Mehrmals wurde das Wort “Jude” als Beleidigung wiederholt. Meine Hände zittern heute noch, wenn ich daran denke, was sie sagten.

Ich stand nur auf der Straße, hatte niemanden gestört und bekam Flüche, Drohgebärden und die tatsächlichen Bedrohungen, weil ich ein Mikrofon mit hebräischen Buchstaben hielt. Ich sah mich um, die Straße war voller Menschen, die zusahen, was passierte. Eine Person nahm sogar ihr Smartphone und filmte, was geschah, aber niemand kam mir zu Hilfe. Ich fühlte mich bedroht, und ich rannte weg, ja, ich rannte. Die Männer hinterher. Am Bahnhof standen Soldaten. Erst dann verschwanden die Männer.

Das ist der Antisemitismus im Zentrum von Paris, nur weil mein Mikrofon eine hebräische Schrift hatte.

Also nein, nein, die israelischen Medien übertreiben nicht, wenn sie sagen, Antisemitismus sei real. Es ist die Realität. Jetzt gilt es, ihn zu bekämpfen.”

Der Judenhass ist tatsächlich mehr als real, man muss sich nur die Reden anhören, die in den letzten Jahren in Europa in vollen Sälen gehalten wurden:

“Oh Gott, zerstöre die zionistischen Juden. Sie sind keine Herausforderung für Dich! Zähle Sie und töte sie bis zum Letzten. Verschone keinen einzigen!” (Eine Rede in Berlin am 18. Juli 2014)

“Die Herzen der Juden sind härter als Stein. Oh Gott, zähle sie alle und töte alle bis zum Letzten.” (Eine Rede in Italien am 29. Juli 2014)

“Die Juden sind ihrer Natur nach betrügerisch und kriegstreiberisch. Es kann keinen Frieden mit Juden geben!” (Eine Rede in Spanien am 25. August 2014)

“Juden sind die Nachfahren von Schweinen und Affen!” (Eine Rede in Dänemark am 19. September 2014)

“Gott sagt, bekämpfe die Juden bis kein Streifen mehr übrig ist. Juden anzuerkennen, ist eine Ausgeburt des Bösen.” (Eine Rede in Österreich am 3. März 2015)

All diese Aussagen befinden sich auf Band und wurden vom Middle East Media Research Institute veröffentlicht.

Der Hass breitet sich auch auf die Straßen Europas aus. Im Sommer 2014 wurden in Deutschland diese Parolen laut:

“Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!” (Berlin)

“Juden ins Gas!” (Gelsenkirchen)

“Ihr Juden seid Bestien!” (Frankfurt)

In Frankreich wurden ein Mann und eine Frau ausgeraubt und die Frau vergewaltigt, weil sie Juden waren. Im Jahr 2006 wurde ein junger Mann in Paris entführt, gefoltert und ermordet, weil er Jude war. In Toulouse wurden Kinder erschossen, weil sie Juden waren.

Im Januar 2015 wurden Menschen in einem Supermarkt bei Paris erschossen, weil sie Juden waren. Der Mörder, Amedy Coulibaly, rief während seiner Tat den französischen Sender BFMTV an, um auf die Frage, ob er den Ort seiner Tat aus einem bestimmten Grund ausgesucht hätte, kurz und klar zu antworten: “Ja, die Juden!”

Im Mai 2014 wurden drei Menschen in einem Museum in Belgien ermordet, weil sie Juden waren. Im selben Monat wurden in Frankreich zwei Menschen vor einer Synagoge brutal zusammengeschlagen, weil sie Juden waren. In Hannover wurden Menschen mit Steinen beworfen, in Köln verflucht und in Offenbach verprügelt, weil sie Juden waren.

In einem Londoner Vorort brach im März 2015 eine Gruppe von etwa zwanzig Menschen in eine Synagoge ein und griffen die Bewohner an und zerrissen Gebetsbücher, während sie riefen: “Wir werden Euch alle töten!” In Wuppertal wurde ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt.

Am 14. Februar 2015 fuhr ein Attentäter zu einer Synagoge in Kopenhagen und knallte dort einen Mann ab, weil er Jude war. In der selben Nacht wurden über hundert jüdische Gräber in Frankreich und Deutschland geschändet.

Am 24. Mai 2014 um 16.59 Uhr brüllte das Publikum in der mit 18.000 Menschen besetzten Lanxess Arena in Köln lautstark “Verflucht sei Israel!”. Im April 2012 forderten hochrangige britische Künstler, darunter Emma Thompson und Caryl Churchill, dass Juden von der Bühne des Globe Theaters in London vertrieben werden müssen, wenn sie für Israel sind.

In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Menschen angeschossen, weil sie Juden waren. Ein paar Wochen später am 8. Januar 2009 riefen auf den Straßen in Oslo ungefähr zehntausend Menschen “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” Flugblätter wurden verteilt, auf denen die Menschen aufgefordert wurden, “ihren Müll vor der Synagoge zu entleeren” und “grosse Schweinsköpfe auf dem Friedhof zu platzieren”. Es folgten Aufrufe, die israelische Botschaft in Brand zu setzen.

In Aachen wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. August 2010 der jüdische Friedhof mit Hakenkreuz und der Parole „Freiheit für Palästina“ beschmiert. In Worms wurde im gleichen Jahr ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt. In Frankfurt duldete die Polizei 2009 “Vergast die Juden”-Rufe. Im Jahr 2013 wurde In Rostock wurde ein jüdischen Gemeindehaus im Jahr 2009 angegriffen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde. In Frankreich, Belgien und England werden regelmäßig Synagogen und jüdische Einrichtungen geschändet, weil sie mit dem Unbehagen über die Konflikte im Nahen Osten verquickt wurden. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war und so den öffentlichen Frieden stören sollte. Auch in Berlin wurde die Polizei gegen eine Israelfahne aktiv. In Bochum musste sogar eine Frau Strafe zahlen, weil sie eine israelische Fahne öffentlich gezeigt hatte.

Vor ein paar Wochen schrieb eine gute Freundin von mir auf Facebook diese Worte:

“Frankreich ist nicht länger mein Land. Mein Vater hat begonnen, all seine jüdischen Symbole zu verstecken und ich hatte das erste Mal Angst, mit meinem חַי‎ durch die Straßen von Paris zu gehen. Aber die Welt sorgt sich nicht um uns.”

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Heute in Köln!

  

Heute, am 18. April um 20:30 Uhr, bin ich im Theater Tiefrot auf der Dagobertstraße 32 in Köln: “Der Letzte der feurigen Liebhaber” . von.

Eine Boulevardkomödie von Neil Simon in der Regie von Joseph Vicaire mit Gerd Buurmann als Barney im verzweifelten Versuch, nach 23 Ehejahren eine Affäre zu haben.

In weiteren Rollen: Julia Karl, Patricia Fanroth und Gudrun Höpker.

Wer kommt? Sie können unter folgender Nummer Karten reservieren: 0221 4600911

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TTIP – Eine Gefahr für was?

Als Heinrich Heine im Jahr 1843 ein (vor)letztes Mal in Deutschland unterwegs war, machte es sich sehr über den Zollverein lustig. Für ihn manifestierte sich in der preußischen Liebe zu Zöllen eine Sehnsucht nach deutscher Einheit in Ablehnung allen Fremdens aus dem Ausland.

“Ein Passagier, der neben mir stand,
Bemerkte, ich hätte
Jetzt vor mir den preußischen Zollverein,
Die große Douanenkette.

»Der Zollverein« – bemerkte er –
»Wird unser Volkstum begründen,
Er wird das zersplitterte Vaterland
Zu einem Ganzen verbinden.

Er gibt die äußere Einheit uns,
Die sogenannt materielle;
Die geistige Einheit gibt uns die Zensur,
Die wahrhaft ideelle –

Sie gibt die innere Einheit uns,
Die Einheit im Denken und Sinnen;
Ein einiges Deutschland tut uns not,
Einig nach außen und innen.«”

Wer damals eine Abschaffung des Zollvereins verteidigte, hatte schnell eine große, nationale, preußische Koalition gegen sich. Dann kommt der Schimmelkäse aus Frankreich, unkten die Einen; die bösen Banken aus England werden uns knechten, wussten die Anderen. Manchen einen trieb die Angst vor gepanschtem Bier aus Belgien, andere fürchteten die Äpfel aus Russland, die dort von Pfröpflingen kamen, also von Pflanzen, die aus zwei genetisch unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt und zusammengewachsen sind. Das ist bestimmt gefährlich, raunte die deutsche Seele in ihrer Angst vor allem Neuen und hatte besonders Furcht vor dem in Luxemburg von einem Typen namens Étienne Lenoir erfundenen sogenannten Verbrennungsmotor. Zurück zur Natur, rief die preußische Ökofraktion. Pferde statt Motoren! Pfröpflinge? Nein, Danke! Deutsche, esst nur konventionelle Äpfel aus Preußen!

Die Argumente gegen TTIP sind heute nicht minder absurd. Die Absurdität mancher TTIP-Gegner wird besonders an der Panik um das Chlorhühnchen deutlich, oder wie ich die Chlorhühnchen nenne: saubere Hühnchen! Wer sich über Chlorhühnchen aufregt, muss sich auch über Chlor in Freibädern aufregen: “Die tun Chlor in unsere Freibäder! Skandal! Ich verlange gutes, deutsches, chlorfreies Wasser in deutschen Schwimmbädern!” Nur kontaminierte Bäder sind echte deutsche Bäder!

Das Ziel des transatlantischen Freihandelsabkommens ist nichts weiter als der Abbau von Handelshemmnissen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika! Es geht schlicht um eine Freihandelszone zwischen der E.U. und den USA, zwei Staatenbünde, die sich in entscheidenen Fragen des menschlichen Zusammenlebens kaum unterscheiden und in der Kunst und Philosophie eine gemeinsame Tradition pflegen.

Das Leben in Deutschland wird nicht unsicherer, wenn die E.U. ein Freihandelsabkommen mit den USA eingeht! Im Gegenteil: Es ist der freie Handel, der seit Jahrzehnten den Frieden in Europa sichert!

Ein zentraler Gründungsmoment der Europäischen Union bilden die sogenannten Römischen Verträge von 1957. Mit diesen Verträgen unterzeichneten die sechs Staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ein Handelsabkommen mit dem Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Marktes, in dem sich Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräfte frei bewegen können. Um nichts anderes geht es bei TTIP.

Ich verstehe nicht, warum gerade jene, die in der Freihandelszone der Europäischen Union eine friedenssichernde und friedensnobelpreiswürdige Institution sehen, so wertvoll, dass sie unter keinen Umständen scheitern darf, in einem Freihandelsabkommen mit den USA das Ende der Welt am Horizont aufgehen sehen. Das macht keinen Sinn!

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