Dein Freund und Helfer

Während einer Demonstration gegen Israel im August 2014 in Hagen überlies die Polizei den Demonstranten ein Megaphon, das dann benutzt wurde, um die Parole “Kindermörder Israel” zu skandierten. Eine Nachfrage bei der Polizei bracht folgende Antwort:

“Für die Demonstration wurden seitens der Polizei strenge Auflagen erlassen. Es war für den friedlichen Verlauf von besonderer Wichtigkeit, diese Auflagen den ca. 500 Teilnehmern bekannt zu geben. Die Verpflichtung hierzu oblag der Leiterin der Versammlung. Da diese zu Beginn der Veranstaltung über kein Megaphon verfügte, wurde ihr zu diesem Zweck das Megaphon der Polizei überlassen. Dieses wurde anschließend von Teilnehmern auch dazu benutzt, um auf die Tötung von Kindern während der kriegerischen Auseinandersetzungen aufmerksam zu machen. Äußerungen von strafrechtlicher Relevanz fielen dabei nicht. Das Megaphon wurde daher bewusst nicht zurückgefordert, um den insgesamt friedlichen und gewaltfreien Verlauf der Demonstration nicht zu gefährden.”

Dann ist ja alles klar. Wer das nächste Mal auf “die Tötung von Kindern während der kriegerischen Auseinandersetzungen aufmerksam” machen möchte und dies in die Worte “Kindermörder Israel” kleidet, kann sich bei der Hagener Polizei ein Megaphon leihen. Für die Hagener Polizei gibt es offenkundig keinen Unterschied zwischen Tötung und Mord. Hochinteressant!

Es gibt übrigens noch mehr, worauf man hinweisen kann. Wie wäre es zum
Beispiel mal mit dieser Parole: “Brunnenvergifter Israel”. Die Hagener Polizei hilft gewiss gerne. Diese Parole hat die Hagener Polizei schließlich auch schon vor über 70 Jahren unterstützt.

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Genug ist genug!

Am 14. September 2014 lud der Zentralrat der Juden zu einer Kundgebung unter dem Motto “Steh auf! Nie wieder Judenhass!” nach Berlin. Nach Angaben der Polizei kamen 4000 Menschen, unter ihnen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, erklärte bei der Demonstration, er habe sich nie im Leben vorstellen können, in Deutschland überhaupt gegen Antisemitismus demonstrieren zu müssen. Nach den “schlimmsten antisemitischen Parolen auf deutschen Straßen seit vielen Jahrzehnten” sei dies jedoch nötig.

Eine der schlimmsten antisemitischen Demonstrationen findet nahezu täglich vor dem Kölner Dom statt. Dort werden Juden als Kinderfresser und Bluttrinker dargestellt:

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Israel wird mit Hitler verglichen:

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Israel wird als Erpresser der Welt bezeichnet:

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Der Mord aller Juden wird sogar als legitimer Widerstand bezeichnet:

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Aufgrund der letzten Parole gingen in den letzten Tagen mehrere Anzeigen von Juden gegen den Betreiber der Klagemauer ein. Eine Anzeige liest sich wie folgt:

“Vor dem Kölner Dom wird auf einem gelben Plakat der Aufruf zum Mord an mir als legitimer Widerstand bezeichnet. Die Parole, die den Mordaufruf gegen mich verharmlost, lautet: “HAMAS = Volks-Widerstand”

Die Hamas fordert meinen Tod! Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert den Tod aller Juden weltweit, also auch in Deutschland. Das ist der Grund, warum die Hamas in Deutschland als Terrororganisation eingestuft wird.

Ich bin Jüdin! Die Hamas fordert meinen Tod. Vor dem Kölner Dom wird diese Forderung als legitimer Widerstand verharmlost.

Ich erstatte daher Strafanzeige. So lange vor dem Kölner Dom der Aufruf zum Judenmord als Widerstand bezeichnet wird, werde ich in Köln als Jüdin beleidigt, bedroht und verfolgt.”

Am 14. September 2014 demonstrierten Tausende vor dem Brandenburger Tor gegen Antisemitismus. Dieter Graumann erklärte: “Wir sind hier, um gemeinsam und geschlossen zu zeigen: Kein Platz für Judenhass!”

Vor dem Kölner Dom wurde diese Demonstration jedoch anders bewertet:

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“Gespenstig,
Sonntag, 14. Sept
in Berlin
Aufmarsch der
Massaker-Befürworter”

Mit diesen Worten kommentiert der Betreiber des Agitationsstandes vor dem Kölner Dom, Walter Herrmann, die Demonstration gegen Antisemitismus vor dem Brandenburger Tor. Es ist der selbe Mann, der Judenmord als Volks-Widerstand bezeichnet.

Wenn eine Gruppe von Menschen den Mord an alle Juden fordert, ist das für Walter Herrmann Widerstand, wenn jedoch eine Gruppe von Menschen gegen Judenhass demonstriert, ist das für Walter Herrmann gespenstig.

Kann mir mal jemand erklären, warum dieser Mann immer noch nahezu täglich vor dem Kölner Dom hetzen kann?

Dieter Graumann sagte am 14. September in Berlin: “Unsere Albträume, ja meine eigenen Albträume sind weit übertroffen worden.” Er fügte hinzu, die Juden wollten sich das nicht mehr gefallen lassen:

“Genug ist genug!”

***

Vor ein paar Wochen kritisierte ich die antisemitische Installation vor dem Kölner Dom. Ich schrieb eine künstlerische Satire, in der ich bei einigen Parolen des Agitationsstandes das Wort Israel mit dem Namen eines Unterstützers des Standes austauschte. Ich wurde sofort angezeigt, siehe: “Und wieder werde ich verklagt”. Die Kölner Staatsanwaltschaft forderte daraufhin 100,- Euro von mir, damit kein Verfahren wegen Beleidigung gegen mich eingeleitet wird. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel: “Antisemitische Endlosschleife” Dort steht auch, wohin ich die 100,- Euro überweisen musste. Sie werden es nicht glauben!

Wenn Sie sich an den 100,- Euro beteiligen möchten oder einfach mal so finanziell Danke sagen wollen, dann klicken Sie einfach auf das Wort “Spenden”.

Veröffentlicht unter Kölner "Klagemauer" | 22 Kommentare

Something troubling in Cologne

This is a mail sent by a Jewish tourist from Melbourne to the Jewish community of Cologne:

“I am writing to you because I came across something troubling during my weekend stay here in beautiful Cologne. I was walking from my hostel (Cologne Downtown Hostel) towards the big cathedral, when I came across a gentleman who had taken it upon himself to promote the “massacre” and “genocide” of the Palestinian people that had taken place in the current conflict between Israel and Gaza. This gentleman was located on the corner of Wallrafplatz and Domkloster, near the Louis Vuitton store. I have attached photos that I took of this gentleman and his photos/placards.

I stood nearby his corner for quite some time, interested to observe the general reaction of passers by. The most troubling aspect was, given that it was a busy weekend, many people had stopped to read his placards and look at the photos, and I could sense that they mostly accepted his statements as fact (despite their anti-Semitic sentiment, and despite the fact that the photos are either fake or from conflicts other than this current one). Passers by were nodding in agreement, some of them took photos (no doubt to share with family and friends at a later stage), some of them went to shake the gentleman’s hand in acknowledgement of his cause. No one questioned it, and there was no one there to argue against it, or rather, to display a truthful representation of the recent happenings throughout the conflict.

I felt a strong urge to write and inform you of this gentleman and his actions. I am not sure if you are aware that he exists, but felt that you should know so that something could be done about it. The longer he is left to freely disperse his biased misinformation, the more reason and justification will be given to the current anit-Israel and anti-semitic sentiment you are experiencing throughout Germany (and indeed throughout Europe).

Could you please acknowledge receipt of this email, and let me know of any course of action you, as the Jewish community in Cologne, may choose to take.”

The actions are: The “gentleman” is standing there for years, the police tolerates him and the city grants him special rights to spread his hatred. The Jewish community and the gentile artist Gerd Buurmann filed a grievance, asserting a violation of Germany’s hate-crime law, because of the display this anti-Semitic cartoon.

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The public prosecutor dismissed the complaint, arguing that the cartoon is not anti-Semitic, because the person shown on the picture cannot be clearly identified as a Jew because the person does not have a crooked nose.

“Not “the Jew” and not “the Jews” are the subject of this picture. At all times the use of certain anatomical stereotypes that should characterize the Jews in general were typical of anti-Jewish image displays. Facial features were exaggerated in particular, in order to let Jews seem ugly, unsightly and appear racially inferior (e.g. Jewish „crooked nose“, etc.). But such imagery is not served in this case!”

After Gerd Buurmann had filed a grievance, asserting a violation of Germany’s hate-crime law, the “gentleman” in front of the cathedral started to pass out leaflets calling the artist a dog and a criminal. Gerd Buurmann sued, but without success.

On one day Gerd Buurmann used the slogans of the “gentleman”, but instead of the word Israel he used the name of the “gentleman” in order to show how insulting the whole presentation is. It was clearly an artistic way to criticize the installation. Gerd Buurmann was fined 100,- Euro for that. The “gentleman” himself was fined nothing. The city grants him special rights!

In Cologne you can insult Israel but not criticize the insulter! The city of Cologne is very good in prosecuting the ones criticizing antisemitism but even better in letting the antisemitism live and spread!

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“Herrmann gut! Buurmann schlecht!”

Gegen mich kann die Kölner Staatsanwaltschaft vorgehen!

Als vor dem Kölner Dom eine Karikatur gezeigt wurde, auf der ein Jude ein Kind frisst und sein Blut trinkt, verurteilte die Kölner Staatsanwaltschaft nicht, siehe: “Kein Jude ohne Krummnase”

Als vor dem Kölner Dom Israel mit Hitler verglichen wurde, unternahm die Kölner Staatsanwaltschaft, siehe: “Der Botschafter des Hasses”

Als vor dem Kölner Dom der Holocaust relativiert wurde, schwieg die Kölner Staatsanwaltschaft, siehe: “Auschwitz war gar nicht so schlimm”

Momentan wird vor dem Kölner Dom der Mord an alle Juden als Widerstand bezeichnet. Die Kölner Staatsanwaltschaft ist noch nicht öffentlich tätig in Erscheinung getreten, siehe: “Heute vor dem Kölner Dom”

Vor ein paar Wochen kritisierte ich die antisemitische Installation vor dem Kölner Dom, indem ich eine künstlerische Satire schrieb, in der ich das Wort Israel mit dem Namen eines Betreibers der Installation austauschte. Ich wurde sofort angezeigt, siehe: “Und wieder werde ich verklagt”.

Ob Sie es glauben oder nicht, die Kölner Staatsanwaltschaft wurde tätig! Sie forderte von mir 100,- Euro, damit kein Verfahren wegen Beleidigung gegen mich eingeleitet wird. Die Prioritäten der Kölner Staatsanwaltschaft sind somit klar: Walter Herrmann geht in Ordnung, Gerd Buurmann nicht!

Vielen Dank Köln!

Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel:

“Antisemitische Endlosschleife”

Dort steht auch, wohin ich die 100,- Euro überweisen musste. Sie werden es nicht glauben!

Wenn Sie sich an den 100,- Euro beteiligen möchten oder einfach mal so finanziell Danke sagen wollen, dann klicken Sie einfach auf das Wort “Spenden”.

Veröffentlicht unter Kölner "Klagemauer" | 14 Kommentare

We need you!

A few years ago the Jerusalem Post published an article about Cologne’s tolerance of an egregious antisemitic installation in front of the Cologne cathedral.

Since a few weeks the killing of all Jews is called justified resistance in front of the Cologne Cathedral!

The actor and blogger, Gerd Buurmann, has been battling with the Cologne authorities for years to have this offensive exhibit removed. A reader of his blog wrote a letter to the Anti-Defamation League (ADL) with a request for help. The only response she received was a mail claiming that the matter had been resolved.

She wrote a letter to Mr. Blizowsky, Director of International Relations Tel Aviv, with the request to put the city partnership with Cologne on hold or suspend it altogether until the antisemitic exhibit is removed. Until today she received no response from Mr. Blizowsky.

It is time for more people to ask the authorities of Tel Aviv why the city continues a partnership with a city that permits such a public display of antisemitism on city grounds and why the ADL does not support people like Gerd Buurmann, Robert Cohn, and others, in their fight against an antisemitic display which is apparently protected by officials in Cologne.

Dear reader,

the following two letter were written a few days ago. Please, take a little of your time and sent them, too. The people addressed seem not to realize how disgustingly antisemitic the whole situation in front of the Cologne Cathedral is. The ADL believes, everything is resolved!

No it’s not!

***

A letter to the ADL:

Dear Ms. Apple,

I have corrected your misconception that the anti-semitic “exhibit” issue has been resolved and have pointed out that this is a permanent installation. For the latest posters, see:

https://tapferimnirgendwo.com/2014/09/07/koln-will-den-hass/

I respectfully request that the ADL address this blatant case of public anti-semitism and look forward to hearing from you about the steps the ADL has taken to put pressure on the city of Cologne to remove this affront to Israelis, Jews, and decent people in general. Thank you.

You can contact the ADL here.

***

A letter to the Tel-Aviv municipality:

Dear Mr. Schwartz,

On 9/6/14 I wrote the following letter to Mr. Blizowski:

In your partner city Cologne, Germany, there is the so-called “Klagemauer” run by two individuals, Walter Hermann and Klaus Franke. Under the guise of support for Gaza, Israel and Jews in general are maligned, depicted as warmongers, and worse. Their poster, “Hamas=Volks-Widerstand” (sic), calls for the murder of Jews, as this is clearly the agenda of Hamas. For further information, see:

http://www.jpost.com/Arts-and-Culture/Entertainment/Cologne-tolerates-anti-Semitic-exhibit

Several people have reported these clearly anti-semitic slogans and posters to the police and to the mayor of Cologne, yet nothing is done about this egregious “exhibit.” I respectfully request that you either put this city partnership on hold until Cologne removes this affront to Jews and humanity in general, or cancel the partnership altogether.

Several other people have also written letters to Mr. Blizowski:

https://tapferimnirgendwo.com/2014/09/07/dear-mr-blizowsky/

To date, we have not heard from him or his office. Therefore, I am writing to you in hopes of learning that the Tel Aviv municipality will address this issue. Thank you.

You can contact the Tel-Aviv municipality here.

Dear reader,

take some time and write letters, too. Cologne hosts one of the most horrific antisemitic installation in all of Europe. It is time to speak up!

“If I am not for myself, then who will be for me? And when I am for myself, then what am “I”? And if not now, when?” (Rabbi Hillel)

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Anzeige gegen das Kölner Amt für öffentliche Ordnung

Nach meinem Artikel “Das Kölner Ordnungsamt ist das Problem” ging folgende Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Köln ein:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit stellen wir Strafanzeige gegen das Kölner Amt für öffentliche Ordnung (Amtsleiter Robert Kilp), das gegen die eigene Satzung verstößt, indem es Herrn Walter Herrmann gestattet, den Boden vor dem Kölner Dom mit wilden Plakaten zu belegen. Es handelt sich hierbei um einen öffentlichen Platz, den Bürger auf Dauer nicht besetzen dürfen.

Hier §3 Absatz 3 der Kölner Stadtverordnung:

„Es ist nicht gestattet, die in § 1 bezeichneten Flächen, öffentlichen Anlagen und Einrichtungen sowie private Grundstücke einschließlich ihrer baulichen Anlagen, soweit diese von der Straße einsehbar sind, unbefugt zu beschreiben, zu bekleben, zu besprühen, zu beschmieren sowie zu bemalen oder dies zu veranlassen. Dieses Verbot gilt auch für das Anbringen von Werbung aller Art, wie z.B. Plakate, Suchanzeigen etc. (Wildplakatierung).“

Plakat-Fotos finden Sie unter:
https://tapferimnirgendwo.com/2014/09/07/koln-will-den-hass/

Niemand verbietet Herrn Walter Herrmann, sich mit unhaltbaren, verleumderischen Anklagen gegen den demokratischen Staat Israel zu blamieren. Er darf selbstverständlich Plakate hochzuhalten, auf denen zu lesen steht, dass 2 + 2 = 5 bzw, dass der Gazastreifen das Warschauer Ghetto wäre. Nur: Den Boden damit bepflastern darf er nicht.

Antisemitische Meinungsäußerungen sollten in Deutschland, zumal in Tel Avivs Partnerstadt, nicht als Umstand gelten, die Ausnahmen rechtfertigen.

Ich finde, der Anzeige kann man sich so anschließen.

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Ich bin zum Islam konvertiert!

Leute, die sich beleidigt fühlen, weil irgendwo eine Moschee gebaut wird, sind wie Leute, die sich beleidigt fühlen, weil irgendwo Mohammed gemalt wurde.

Meinetwegen können überall in Deutschland Moscheen gebaut werden. Moscheen gehören ins Stadtbild einer offenen Gesellschaft wie Synagogen, Kirchen, Brauhäuser, Museen, Sexshops, Pommesbuden, Dönerläden und Pizzerias. Der Islam ist Teil meines Landes.

Der Glaube gehört zu den Freiheiten eines jeden Bürgers. Allerdings ist auch die Ketzerei Grundrecht! Jeder kann den Islam leben, wie er will.

Manche Muslime ziehen sich eine Burka an, die meisten davon sind weiblich. Manche Muslime lassen sich einen Bart wachsen, die meistens davon sind männlich. Es gibt Muslime, die häkeln sich eine Kopfbedeckung und setzen sie auf. Andere Muslime tragen Glatze. Es gibt Muslime, die beten fünf mal am Tag gen Mekka, andere Muslime, rauchen Marihuana, trinken Bier und leben in einer homosexuellen Beziehung mit einem Juden. Die Muslime teilen sich ein in ganz verschiedene Parteien. Die Alten gehn in die Moschee, und in den Hinterhof die Neuen. Einige essen Schweinefleisch, zeigen sich widersetzig, sind Demokraten; andere sind vielmehr aristokrätzig. Ich liebe die Alten, ich liebe die Neu’n, doch schwör ich, beim ewigen Gotte, ich liebe gewisse Fischchen noch mehr, man heißt sie geräucherte Sprotte.

Es gibt Muslime, mit denen verbindet mich viel. Es gibt Muslime, mit denen verbindet mich nichts. Ich selbst bin übrigens Muslim! Ja, ob Sie es glauben oder nicht, ich bin zum Islam konvertiert.

(Mama, wenn Du das hier liest, bleibe ganz ruhig. Atme erst mal tief durch, trink einen Schluck Emslandfeuer und ruf mich dann an. Alles wird gut. Dein Sohn ist nicht verrückt geworden, nur Moslem!)

Es war beeindruckend leicht, zum Islam zu konvertieren. Man muss eigentlich nur in Anwesenheit von ein paar Muslimen diesen Satz sagen:

لَا إِلٰهَ إِلَّا الله مُحَمَّدٌ رَسُولُ الله.

Hab ich gemacht. Jetzt bin ich Muslim! Der Islam hat mich von nun an so am Arsch wie Pierre Vogel. Selber Schuld! Wenn der Islam so Deppen wie mich nicht haben will, soll er sich gefälligst bessere Türsteher besorgen und den Eintritt nicht so leicht gestalten.

Bei den Juden wird man nicht so leicht aufgenommen. Man muss sich geradezu zum Affen machen, bevor man überhaupt in Aussicht gestellt bekommt, vielleicht mal Jude werden zu dürfen. Ohne einen Rabbi geht schon mal gar nichts und mindestens drei Mal wird man von ihm den Satz zu hören bekommen: “Du kommst hier nicht rein!”

Der Übertritt zum Islam ist da viel leichter. Wer den einen Satz unter muslimischen Zeugen sagt, ist Muslim, fertig, aus! Ich bin jetzt Muslim und erwarte, dass meine Entscheidung ernst genommen wird.

Liebe Brüder und Schwestern,

Immer wieder höre ich, es gäbe zu wenig Selbstkritik im Islam. Wir alle können das ändern. ‏إن شاء الله‎

Es gibt keinen Grund, Kritik zu scheuen! ‏الله أَكْبَر‎

Erlaubt mir deshalb, in aller Bescheidenheit ein paar kritische Anmerkungen.

1. Manche behaupten, wir Muslime seien die Juden von heute. Ich aber glaube, wir Muslime sind die Deutschen von heute. Ähnliches hat ja auch schon der Wulff gesagt!

2. Zur allgemeinen Beruhigung wird immer wieder gesagt, nur ein bis zwei Prozent unter uns Muslimen seien Fanatiker, die Juden hassen. Nun, selbst bei nur zwei Prozent sind das mehr Muslime als es Juden auf der ganzen Welt gibt. Einen Juden beruhigen wir damit jedenfalls nicht!

3. Wer behauptet, IS oder Hamas hätten nichts mit dem Islam zu tun, kann auch gleich behaupten, die Kreuzzüge hätten nichts mit dem Christentum und die Nazis nichts mit Deutschland zu tun.

4. Natürlich sind nicht alle Muslime Terroristen. Damals waren auch nicht alle Deutschen Nazis, aber von 1933 bis 1945 gaben die Nazis nun mal den Ton an in Deutschland. Zur Zeit haben wir im Islam leider zu viele üble Gestalten an der ersten Geige sitzen.

5. Wenn wir wollen, dass sich Leute für den Islam interessieren, dann müssen wir Vertrauen schenken und nicht Angst einjagen. Wir müssen durch Werbung gewinnen nicht durch Gewalt!

6. Vielen Deutschen ist der Hinduismus egal! Es ist gut, dass er ihnen egal sein kann. Der Hinduismus nervt nicht. Die Buddhisten sind auch vielen Deutschen egal. Sie nerven auch nicht! Unter uns gibt es leider viel zu viele Fundamentalisten, die es nicht zulassen wollen, dass einem der Islam egal ist!

7. Niemand wird anfangen, den Koran zu respektieren, nur weil Muslime zum Terror greifen. Der Respekt wird erst kommen, sobald der Islam so verspottet werden kann wie jede andere Religion auch, sobald der Koran wie das Buch der Mormonen auf dem Broadway verarscht werden kann, ohne Angst vor blutigen Ausschreitungen haben zu müssen.

8. Es gibt Menschen, die nutzen den Koran, um damit Feuer zu machen. Andere wiederum nutzen den Koran, um in seinem Namen zu morden. Ich finde, die zweite Gruppe von Menschen beleidigt den Islam!

9. Ein Mensch, der gegen das Verbrennen eines Buchs auf die Straße geht, zum Morden von Menschen im Namen dieses Buchs jedoch schweigt, hat ein ganz schwerwiegendes Problem.

10. Man darf nicht von einem Muslim auf den ganzen Islam schließen. Wer behauptet, Islam bedeute Terror, nur weil ein paar Muslime Terroristen sind, gehört kritisiert. In der gleichen Logik ist es aber auch falsch zu behaupten, Islam bedeute Frieden, nur weil ein paar Muslime friedlich sind.

11. Zwei bedeutende Menschen, die sich mit dem Buch der Juden auseinandergesetzt haben und auf deren Leben neue Religionen gegründet wurden, hießen Jesus und Mohammed. Jesus war ein dem Alkohol zugeneigter Hippie, der auch schon mal zur Peitsche griff. Mohammed wiederum war ein Feldherr, der Alkohol verabscheute und schon mal Frieden predigte. Unterschiedlicher können zwei Männer nicht sein, die auf der Grundlage ein und desselben Buchs eine neue Gemeinschaft gegründet haben.

12. Wenn ein Muslim einen Terroranschlag verübt, sollten wir uns nicht dadurch hervor tun, dass wir uns Sorgen um das öffentliche Bild vom Islam machen. Wir sorgen uns schließlich auch nicht um das öffentliche Bild vom Mann, wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt hat. Es ist übrigens unanständig zu fragen, was eine Frau, die vergewaltigt wurde, getan haben könnte, um die Vergewaltigung zu provozieren. Genauso unanständig ist es, nach einem Terroranschlag zu fragen, was die Opfer des Anschlags getan haben könnten, um einen solchen Anschlag zu provozieren.

13. Religionen sind wie Fürze. Jeder glaubt, nur die der Anderen stinken!

In diesem Sinne,
Grüß Allah!

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