Schweden und Palästina

Schweden hat die Anerkennung eines Landes mit dem Namen Palästina als eigenständigen Staat beschlossen. Es bleibt zu hoffen, dass Palästinenser in diesem möglichen Staat so frei sein werden wie in Israel! Es sieht jedoch nicht danach aus!

Die Bürgerinnen und Bürger des Staates Israel sind zur Zeit die einzigen Palästinenser im Nahen Osten, die einen Regierungschef haben, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. In Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselt die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und lies sie dort verhungern. In Gaza herrscht die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus.

Der einzige in einer freien und demokratischen Wahl durch Palästinenser legitimierte Vertreter ist somit der Premierminister von Israel!

Im Jahr 2013 lebten über 8 Millionen Palästinenser in Israel mit garantierten Menschen- und Bürgerrechten, in dem die Geschlechter gleichberechtigt und die Kunst, Presse, sexuelle Identität und Religionsausübung frei sind. Die 8 Millionen Palästinenser teilen sich unter anderem auf in über 1,6 Millionen Muslime und über 6 Millionen Juden.

Das Judentum ist die älteste noch heute praktizierte Religion Palästinas!

Palästinische Juden gab es bereits in der Antike, als es noch keinen Islam gab und noch kein Christentum. Der Begriff “Palästina” hat sogar einen hebräischen Ursprung. Die erste bekannte Schriftquelle zu „Palästina“ ist die Septuaginta. Hier wird der Begriff als Ableitung von dem hebräischen Begriff „Pleschet“ verwendet. Als Pleschet wurde ursprünglich die Ebene bezeichnet, welche das Volk der Philister bewohnte. Das Volk der Philister gibt es nicht mehr, aber einen Philister kennt jedes Kind: Goliath.

Der Begriff Palästina ist lediglich eine Gebietsbeschreibung und keine Volksbeschreibung.

Es gibt keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, aber dafür eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die durch den Umstand vereint werden, dass sie in einem Gebiet leben, das Palästina genannt wird. Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Weitere Gebiete Palästinas sind Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich in Israel, aber alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser!

In der Moderne wurde der Begriff “Palästina” nur deshalb wieder so geläufig, weil damit das Gebiet bezeichnet wurde, das nach dem 1. Weltkrieg durch den Untergang des Osmanischen Reiches herrschaftslos wurde. Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der ab 1922 das Gebiet verwaltete, das Gebiet und alle dort leben Menschen beschrieb, ob sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch waren. Heute gibt es in der Region die unterschiedlichsten Länder, aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von überwiegend jüdischen Palästinenser gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten.

Die Israelis sind die freiesten Palästinenser der Welt!

In anderen Gebieten des Nahen Ostens leben Palästinenser in brutaler Unterdrückung. In Gaza herrscht beispielsweise das Terrorregime der Hamas! Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruch. Artikel 7 legt fest:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“

Die Hamas erklärt, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich deutsch und jüdisch sein. Deshalb läßt die Hamas ihre Minister auch reden im Stil von Joseph Goebbels halten. Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, in einer öffentlichen Rede:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Ich wundere mich sehr, dass die Behauptung der Hamas, Palästinenser könnten keine Juden sein, von so vielen Menschen in der westlichen Welt übernommen wird. Selbstverständlich können Palästinenser Juden sein! Alle Israelis sind Palästinenser! Einige werden nun einwenden, dass viele Menschen oder ihre Eltern erst kürzlich nach Israel und somit in einen Bereich Palästinas eingewandert sind und deshalb nicht als Palästinenser bezeichnet werden können. Wer dies jedoch behauptet, muss in der selben Logik auch erklären, dass Cem Özdemir, Henryk M. Broder, Roberto Blanco, Mesüt Özil und Necla Kelek keine Deutschen sind! Sie sind aber Deutsche, so wie alle Israelis Palästinenser sind.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Israel hat sie einzigen demokratisch legitimierten Vertreter eines palästinensischen Volkes, in diesem Fall des israelischen Volkes. Allerdings ist das palästinensische Volk in Israel, die einzige Bevölkerung, in der alle Religionen gleichberechtigt sind. Genaus das stört die Regierungen vom Schlage der Hamas. Sie erklären, dass Palästinenser keine Juden sein dürfen und wenn dies in Israel anders gesehen wird, Istaelis eben keine Palästinenser sein müssen und von der wahren Palästinenser “befreit” werden müssen, so wie die Nazis glaubten, das deutsche Volk befreien zu müssen. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas daher der Hitlergruß.

Aus dieser menschenverachtenden Ideologie stammt die Gegenüberstellung “Israel – Palästina”. Wer sie übernimmt, ist auf einen Propagandatrick von Judenhassern reingefallen. Israel ist ein Teil Palästinas, politisch gesehen sogar der beste Teil, möchte ich hinzufügen. Ich verstehe daher nicht, warum Israel so oft kritisiert wird. Israel ist eine Demokratie, in der jede Kritik, sogar die dümmste und die brutalste Kritik, erlaubt ist und artikuliert wird. Jeder Palästinenser kann in Israel seine Meinung frei äußern. Das ist Demokratie! In Jordanien, Syrien, Gaza, Westjordanland aber haben Palästinenser diese Rechte nicht. Warum also werden diese Menschen nicht gestärkt.

Warum nicht dort die Rechte von Palästinensern fordern, wo sie nicht vorhanden sind, statt ständig das Land zu kritisieren, das ihnen diese Rechte garantiert?

Ich habe die Befürchtung, dass vielen Menschen, die vorgeben, solidarisch auf der Seite der Palästinenser zu stehen, Palästinenser in Wirklichkeit vollkommen egal sind. Sie sind einfach gegen Juden! Daher verbünden sie sich mit den Feinden der Juden und wenn die Feinde behaupten, Palästinenser könnten keine Juden sein, weil Juden die Feinde von Palästinenser seien, dann verstehen sie das und übernehmen die Rhetorik.

Ich hoffe, Schweden hat die Anerkennung eines Landes mit dem Namen Palästinas als eigenständigen Staat beschlossen, weil ihnen wirklich das Wohl der Palästinenser am Herzen liegt. Dann aber sollten sie von diesem Palästina erwarten, die Palästinenser in ihrem Land so zu behandeln, wie es Israel tut, nämlich als freie Menschen, egal welchen Glauben sie haben!

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Die Siedlungen sind nicht das Problem!

Die radikale Hamas fordert die Vernichtung aller Juden. Die gemäßigte Fatah glorifiziert den Terror gegen Juden. Immer wieder erschüttern Attentate das kleine Land Israel. Eine erschreckende Mehrheit in der palästinensischen Autonomiebehörde fordern ein “judenfreies” Palästina. Es herrscht brutaler Judenhass. All das scheint den Frieden im Nahen Osten jedoch nicht so sehr zu gefährden wie das angeblich größte Friedenshindernis: die Errichtung von jüdischen Siedlungen!

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Wer glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen.

Wer brüllt “Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft”, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Jüdische Siedlungen sind daher nur für jene eine Hindernis zum Frieden, die einen Frieden von Juden haben wollen. Für jene, die einen Frieden mit Juden schließen wollen, ist eine jüdische Siedlung kein Problem, sondern die Lösung eines Problems, denn nur in der Akzeptanz von jüdischen Siedlungen wohnt die Möglichkeit der schlichten Erkenntnis, dass Juden einfach nur Nachbarn sein können.

Überall in Jerusalem dürfen Muslime siedeln. Gleiches Recht muss für Juden gelten!

Juden, die siedeln und Häuser bauen, sind kein Friedenshindernis! Sie sind es nicht in Israel, nicht in Amerika und nicht in Europa. Sie sollten es auch nicht in den Ländern des Nahen Ostens sein. Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis, sondern gelebte Demokratie.

Die arabischen Regierungen im Nahen Osten sollten ebenfalls Juden als Bürger des Landes mit allen Rechten und Pflichten achten, die Häuser und Siedlungen bauen dürfen, wie jeder andere Bürger auch, oder sie werden niemals Frieden mit Juden schließen können.

Juden leben in allen Ländern des Nahen Ostens deutlich länger als Muslime. Juden sind die Ureinwohner des Nahen Ostens. Juden haben dort schon gesiedelt und gebaut als Mohammed noch nicht einmal geboren war.

Es gibt nur drei Möglichkeiten eines Friedens.

Erstens: Die muslimischen Kräfte des Nahen Ostens schließen einen Frieden mit Juden und akzeptieren die seit Jahrtausenden tradierte Anwesenheit von Juden in dem Gebiet.

Zweitens: Die arabischen Länder verwirklichen ihr Ziel eines Friedens von Juden und schaffen einen “judenreinen” Nahen Osten.

Drittens: Das einzige Land in dem Juden und Muslime gleiche Rechte haben, erobert den ganzen Nahen Osten. Das Land nennt sich Israel.

Für die dritte Möglichkeit setzt sich kaum jemand ein, nicht einmal die amtierende israelische Regierung, der dennoch nicht selten eine extrem harte Linie unterstellt wird. Der einzige Mensch, von dem ich bisher diese Lösungsmöglichkeit vernommen habe ist der Schriftsteller Andrew Klavan.

Für die zweite Möglichkeit setzen sich zur Zeit leider beide palästinensischen Vertretungen ein. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärte am 28. Februar 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Die Fatah ist auch nicht viel besser. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde diese Worte:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Für diese Rede erntete er den Jubel einer begeisterten Masse. Die Sätze finden sich ähnlich auch in der Charta der Hamas. Artikel 7 stellt fest:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

Die Fatah gilt vielen als “gemäßigt”, die Hamas als “radikaler Teil”, aber die üblen Hardliner und Verhindern des Friedens sollen in der Knesset sitzen. Wer das glaubt, ist ein Antisemit!

Die Hamas herrscht übrigens im Gazastreifen, der daher auch “judenrein” ist. Die Grenze zwischen Israel und Gaza darf nur von Menschen überquert werden, die nicht jüdisch sind. Für alle anderen Menschen ist die Grenze passierbar, nicht ohne Kontrollen, da immer mal wieder Attentäter und Terroristen versuchen, die Grenze zu überqueren, aber immerhin passierbar. Nur für Juden ist die Grenze dicht.

Gaza hat verwirklich, woran Hitler gescheitert ist.

Dennoch stellt die Hamas weiterhin Forderungen an den Erzfeind Israel. Israel soll Wasser spendieren, Medikamente und Essen liefern und die Grenzen für Terroristen öffnen. Letzteres erlaubt Israel nicht, aber Wasser, Medikament und Essen liefert Israel. Die ach so harte israelische Regierung glaubt eben noch an die Menschen in Gaza und schaut nicht tatenlos zu, während die Hamas das palästinensische Volk als Geisel nimmt. Wäre die Fatah oder die Hamas so wie die konservativste israelische Regierung, es gäbe schon längst Frieden im Nahen Osten und selbstverständlich mindestens einen Friedensnobelpreis.

Das israelische Volk fühlt für seine palästinensischen Nachbarn, egal wie brutal die Regierungen auch immer sein mögen, schließlich sind Israelis auch Palästinenser. Im Jahr 2013 lebten über 8 Millionen Palästinenser in Israel. 1,6 Millionen von Ihnen sind Araber und mehr als 6 Millionen Juden. Einige werden nun einwenden, dass viele Juden erst im letzen Jahrhundert nach Israel eingewandert sind und deshalb nicht als Palästinenser bezeichnet werden können. Wer dies jedoch behauptet, muss in der selben Logik auch erklären, dass Cem Özdemir, Henryk M. Broder, Roberto Blanco, Mesüt Özil und Necla Kelek keine Deutschen sind, da sie auch einen Migrationshintergrund haben. Sie sind aber Deutsche, so wie alle Israelis Palästinenser sind.

Palästinische Juden gab es bereits in der Antike, als es noch keinen Islam und kein Christentum gab. Das Judentum ist die älteste noch heute praktizierte Religion Palästinas. Sogar der Begriff “Palästina” hat einen hebräischen Ursprung. Die erste bekannte Schriftquelle zu „Palästina“ ist die Septuaginta. Hier wird der Begriff als Ableitung von dem hebräischen Begriff „Pleschet“ verwendet. Als Pleschet wurde ursprünglich die Ebene bezeichnet, welche das Volk der Philister bewohnte. Das Volk der Philister gibt es nicht mehr, aber einen Philister kennt jedes Kind: Goliath.

Der Begriff Palästina ist lediglich eine Gebietsbeschreibung und keine Volksbeschreibung.

Es gibt keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, aber dafür eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die durch den Umstand vereint werden, dass sie in einem Gebiet leben, das Palästina genannt wird. Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Weitere Gebiete Palästinas sind Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich in Israel, aber alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser!

In der Moderne wurde der Begriff “Palästina” nur deshalb wieder so geläufig, weil damit das Gebiet bezeichnet wurde, das nach dem 1. Weltkrieg durch den Untergang des Osmanischen Reiches herrschaftslos wurde. Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der ab 1922 das Gebiet verwaltete, das Gebiet und alle dort leben Menschen beschrieb, ob sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch waren. Heute gibt es in der Region die unterschiedlichsten Länder, aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von überwiegend jüdischen Palästinenser gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten.

Die Israelis sind die freiesten Palästinenser der Welt!

Sie sind die einzigen Palästinenser, die einen Regierungschef haben, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. In Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselt die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und lies sie dort verhungern. In Gaza herrscht die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus. Seit dem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza.

Nur die Palästinenser Israels sind frei. Wenn es einen Regierungschef gibt, der von sich beanspruchen kann, in freien Wahlen von einem palästinensischen Volk gewählt worden zu sein, so ist es der Premierminister von Israel!

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Israel hat sie einzigen demokratisch legitimierten Vertreter eines palästinensischen Volkes, in diesem Fall des israelischen Volkes. Allerdings ist das palästinensische Volk in Israel, die einzige Bevölkerung, in der alle Religionen gleichberechtigt sind. Genaus das stört die Regierungen vom Schlage der Hamas. Sie erklären, dass Palästinenser keine Juden sein dürfen und wenn dies in Israel anders gesehen wird, Istaelis eben keine Palästinenser sein müssen und von der wahren Palästinenser “befreit” werden müssen, so wie die Nazis glaubten, das deutsche Volk befreien zu müssen. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas daher der Hitlergruß. Aus dieser menschenverachtenden Ideologie stammt die Gegenüberstellung “Israel – Palästina”.

Israel ist eine Demokratie, in der jede Kritik, sogar die dümmste und die brutalste Kritik, erlaubt ist und artikuliert wird. Jeder Palästinenser kann in Israel seine Meinung frei äußern. Das ist Demokratie! In Jordanien, Syrien, Gaza, Westjordanland aber haben Palästinenser diese Rechte nicht. Warum also werden diese Menschen nicht gestärkt.

Warum nicht dort die Rechte von Palästinensern fordern, wo sie nicht vorhanden sind, statt ständig das Land zu kritisieren, das ihnen diese Rechte garantiert?

Vielen Menschen, die vorgeben, solidarisch auf der Seite der Palästinenser zu sein, sind Palästinenser in Wirklichkeit vollkommen egal. Sie sind einfach nur gegen Juden! Daher verbünden sie sich mit den Feinden der Juden. Wenn diese Feinde behaupten, Palästinenser könnten keine Juden sein, weil Juden die Feinde von Palästinenser seien, dann verstehen sie das sofort und übernehmen die Rhetorik gerne.

Wer behautet, jüdische Siedlungen seien illegal, wer erklärt, es dürfe einen Ort geben, an denen Juden nur aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit das Bauen und Siedeln verboten wird, ist ein Antisemit!

Leider finden sich auch im deutschen Bundestag nicht wenige Mitglieder, die die Rhetorik der Judenhasser übernommen haben, wie diese Nachfrage von Tapfer im Nirgendwo beweist. Viele deutsche Abgeordnete sprechen wie selbstverständlich von “illegalen Siedlern”, ganz so als sei es jenseits jeder Diskussion, dass Juden in gewissen Gebieten der Welt nichts zu suchen haben. Sie sind einem Frieden von Juden näher als einem Frieden mit Juden und erschreckend nah dran an der zweiten Lösungsmöglichkeit, die auch Hitlers Friedensangebot an das jüdische Volk war.

Ich mache mich für den ersten Lösungsvorschlag stark: Die muslimischen Kräfte des Nahen Ostens schließen einen Frieden mit Juden und akzeptieren die seit Jahrtausenden tradierte Anwesenheit von Juden in dem Gebiet. Sie akzeptieren, dass es jüdische Siedlungen gibt und sorgen dafür, dass keinem Bürger Rechte vorenthalten werden nur weil er Jude ist. Wer einen Siedlungsstopp nur für Juden fordert ist ein Antisemit, weil er ein Frieden von Juden fordert!

Jüdische Siedlungen sind und bleiben der einzige Garant dafür, dass es im Nahen Osten eines Tagen Frieden mit Juden geben kann!

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Manchmal kommt Bowser mit der Prinzessin davon!

Ein Kommentar von Max Gstettenbauer

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Man muss sich nicht dafür entschuldigen, wenn man einfach nur unterhalten werden will.

Wenn etwas nur den Anspruch hat “zu unterhalten”, dann ist das keine Entschuldigung, sondern eine Einladung. Eine Einladung an Dich, Dich gehen zu lassen, zurückzulehnen und vielleicht sogar zu lachen. Diese Idee, dass man sich für Entertainment “entschuldigen” oder “rechtfertigen” muss, ist etwas sehr deutsches. Ich darf mich nicht amüsieren, ohne vorher etwas geleistet zu haben. So ein Quatsch. Natürlich darf es dir gut gehen. Merk dir das! DIR DARF ES GUT GEHEN! Oder noch viel besser: Dir SOLL es sogar gut gehen!

“Aber was ist mit den ganzen hungernden Kindern in Afrika?”

Natürlich ist die Welt furchtbar. Sie ist ungerecht und manchmal passiert kranker Scheiss, wo man sich selbst fragt: “Was zum Geier war das gerade?”

Ja, manchmal gewinnen die Bösen. Manchmal kommt Bowser mit der Prinzessin davon. Auch das ist Leben. Aber das ist noch lange kein Grund, sich selbst das Glück zu verwehren. Wenn man selber das unglaubliche Glück hat ohne größere Krankheit, genug Essen, guten Menschen um sich herum (und vielleicht ner XBOX One) bestreiten zu können, dann hat man doch schon gewonnen.

Das soll jetzt nicht heißen, dass man faul rumliegen soll, ganz und gar nicht. Es ist nur so, dass es keinen Grund gibt, neidisch zu sein.

Neid ist auch für mich ein ganz großes Thema. In meiner Branche gehört das zur Tagesordnung. Warum spielt der vor mehr Leuten als ich? Warum hat der den Preis bekommen? Warum bin ich so schlecht? Alles Nonsens. Diese ganzen materiellen Dinge haben nur den Wert, den Du ihnen gibst. Deine Erfüllung kommt nie aus deiner materiellen Umwelt sondern immer nur aus Dir selbst. Die Jagd nach Ruhm, Respekt und Liebe ist völlig unnötig und auch eine Lüge. Eine Lüge, die Dir vom jungen Alter an eingetrichtert wird. “Kauf Dir das, dann bist Du glücklich!” “Mach diese Ausbildung, dann bist Du was!” Alles Quatsch.

Und genau deshalb liebe ich Comedy. Gute Comedy, frei von Häme und Schadenfreude, sagt einfach: Schau mal vorbei und genieß die Show. Vergiss das mal alles. Vielleicht kriegst Du ja einen neuen Blick auf die Dinge, wenn Du mal ne Stunde richtig laut gelacht hast. Du musst aber nicht lachen, wenn Du nicht willst. Kannst auch gerne einfach zuhören. Alles ganz entspannt. Ich hab auch ein paar Kekse hier. Möchtest Du vielleicht einen Keks?

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Weg mit §166 StGB!

Der Paragraf über die “Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen” besagt:

“Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.”

Auf diesen Paragraf stützt sich der Osnabrücker Erhat Toka mit seiner Anzeige gegen den Comedian Dieter Nuhr! Er wird sehr wahrscheinlich mit dieser Anzeige keinen Erfolg haben, denn laut dem Wortlaut des Gesetzes ist die Beleidigung von Religionsgemeinschaften nur dann unzulässig, wenn sie zur Störung des öffentlichen Friedens führt. Erhat Toka ist jedoch zu friedfertig. Erhat Toka muss schon mit Gewalt drohen wenn er möchte, dass Dieter Nuhr verurteilt wird. Er sollte sich vielleicht ein Beispiel an die Bonner Salafisten nehmen.

Bei einer Demonstration in Bonn im Jahr 2012 sorgten einige Salafisten für eine Eskalation der Gewalt, weil sie eine Karikatur des dänischen Zeichners Kurt Westergaard, hochgehalten von sehr unappetitlichen Mitgliedern der Partei ProNRW, als Beleidigung ansahen. Einige Salafisten schlugen mit von Zäunen abgebrochenen Latten auf Polizisten ein. Es flogen Flaschen und Steine. Drei Polizeibeamte wurden sogar mit einem Messer bedroht. Zwei Polizisten wurden dabei schwer verletzt.

Die Salafisten sorgten dafür, dass die Karikatur den öffentlichen Frieden störte und siehe da, der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger von der SPD erließ eine Auflage an die Polizei, wonach der Partei ProNRW das Zeigen dieser Karikatur von Kurt Westergaard untersagt wurde. Das Verwaltungsgericht kassierte diese Auflage allerdings. Der öffentliche Friede war wohl noch nicht gestört genug.

Die Bonner Salafisten kennen nicht nur den Koran sondern auch das deutsche Strafgesetzbuch. Den Koran können wir nicht ändern. Die deutschen Gesetze schon. Es wird Zeit, dass der unsägliche § 166 StGB endlich verschwindet. Das Mißbrauchspotential ist einfach zu hoch. Es lädt die notorisch beleidigten Leberwürste der Religionen nämlich geradezu ein, eine Störung der öffentlichen Ruhe herbeizuführen.

Was immer uns aber diese Fundamentalisten glauben machen wollen, Worte, Bilder, Kunstwerke und Zeichnungen vermögen es nicht, Religionsausübungen zu stören. Religiöse Menschen müssen harsche Kritik, Spott und Polemik ebenso ertragen können wie Politikerinnen, Schauspieler, Köche, Lehrerinnen und alle anderen Menschen.

Kein Gott braucht das deutsche Strafgesetzbuch. Ein Gott, der das deutsche Strafgesetz braucht, um seine Macht zu manifestieren, ist ein armseliger Gott. Der jüdische Gott hat Sarah Silverman. Sie spottet manchmal über ihn. Der christliche Gott hat Carolin Kebekus. Sie macht manchmal Witze über ihn. Der muslimische Gott jedoch hat Erhat Toka und muss sich von ihm verteidigen lassen. Mal ehrlich, Allah kann einem leid tun!

Erhat Toka behauptet, Nuhr hetze Menschen gegen Muslime auf und schüre Islamophobie. Wenn ich das Wort schon höre, Islamophobie! Die Angst vor dem Islam ist berechtigt. Die Angst vor Religionen im Allgemeinen ist berechtigt! Religionen sind nämlich nicht moderat. Religionen sind immer radikal! Es ist ihr Wesen, radikal zu sein! Deshalb kann es auch keinen moderaten Islam geben, sondern nur moderate Muslime. Auch Christen und Juden sind immer nur dort moderat, wo sie nicht alle Worte der Bibel wörtlich nehmen.

Man muss Angst haben, wenn eine Religion nach staatlicher Macht greift. Man darf sich von dieser Angst jedoch nicht lähmen lassen. Es gilt, ganz klar und nüchtern festzustellen, was schon Dieter Nuhr einst sagte:

“Die rufen Tod bis Krieg. Das hat für mich einen Grad von Lächerlichkeit, dem dürfen wir uns nicht anpassen. Und wir passen uns reihenweise da an. Mich macht das wütend. Islam ist ausschließend dann tolerant, wenn er keine Macht hat und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das bei uns so bleibt.”

Ich nenne das nicht Islamophobie. Ich nenne das Aufklärung! Erhat Toka jedoch nennt das “blöde, dumme Hetze” und fügt hinzu: „Wenn mein christlicher Nachbar in der Show von Dieter Nuhr über dessen Witze über den Islam lacht, sieht er mich nachher mit anderen Augen an.“

Ich glaube, ich drehe den Spieß einfach mal um:

“In Deutschland wächst die Satirophobie. Immer mehr Deutsche zeigen sich satirophob. Erhat Toka zum Beispiel reißt Zitate von Dieter Nuhr aus dem Zusammenhang und interpretiert seine Programme vollkommen falsch! Er vergiftet damit das Klima für alle Satiriker. Ich bin Satiriker. Wenn mein muslimischer Nachbar Erhat Toka reden hört, sieht er mich vielleicht nachher mit anderen Augen an! Satire steht nicht für Beleidigung. Satire bedeutet Lachen!”

Erhat Tokas Anzeige gegen Dieter Nuhr und das notorische Klagen gegen Satire und Polemik beleidigt mich als Satiriker. Als Satiriker habe ich allerdings keinen §166 StGB, der meine Überzeugung und Glauben an die universelle Kraft des Spotts gesondert schützt. §166 StGB schützt den religiösen Glauben. Der aufgeklärte Zweifel genießt einen solchen Schutz nicht. Religiöse Überzeugungen sollten in Deutschland aber keine Privilegien vor aufgeklärten Überzeugungen genießen. Daher fordere ich:

Weg mit §166 StGB!

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Sag ich mal so

IMG_0455-0.JPG(Bild: Tom Wolff)

IMG_0461.JPG(Bild: Viktoria Burkert)

IMG_0462.JPG(Bild: Tom Wolff)

IMG_0463.JPG(Bild: Viktoria Burkert)

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“Natürlich, die Juden und Israel stecken hinter Dieter Nuhr!”

Am 25. Oktober 2014 fand vor der OsnabrückHalle im Niedersächsischen Osnabrück eine Demonstration gegen den Comedian Dieter Nuhr statt. Zur Demonstration geladen hatte Erhat Toka. Um zu verstehen, worum es den Demonstranten ging, zitiert Tapfer im Nirgendwo die wichtigsten Parolen, die an dem Abend auf Schildern zu lesen waren:

“Nu(h)r Lügen”

“Stoppt den Hassprediger”

“Politische Reden gehören in den Landtag, nicht auf eine Bühne.”

Da hat ja mal wer das Grundgesetz verstanden. Die Meinungsfreiheit des Artikels 5 gilt nur im Landtag? Interessant!

“Amerikanische Christen töten Iraker und Afghanen.

Israelische Juden bombardieren Kinder in Gaza.

Chinesische Buddhisten schlachten Uiguren.

…UND DIE MUSLIME SIND BÖSE?”

Da muss ich den Autor des Plakats leider enttäuschen. In der amerikanischen und israelischen Armee dienen auch Muslime, sogar in ranghohen Positionen. In Israel und Amerika herrscht nämlich Religions- und Glaubensfreiheit. In sämtlichen islamistischen Ländern herrscht diese Freiheit nicht und das finde ich ganz schön böse!

“Dieter Nuhr erzählt Lügen über den Islam unter dem Deckmantel des Kabarett. Wacht auf! Erkennt die Lügen. Boykottiert Dieter Nuhr!”

Das klingt mir ein bißchen nach “Über den Dieter und seine Lügen. Deutschland erwache! Kauft nicht bei Nuhr!” Das kommt mir sehr bekannt vor! Deshalb bin ich auch überhaupt nicht überrascht, dass auf anderen Plakaten des Abends gegen ein ganz besonderes Feindbild gehetzt wurde:

“STOPPT DEN ISRAELISCHEN TERRORISMUS!”

“PALÄSTINA büßt für den VÖLKERMORD der Deutschen an den JUDEN”

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Natürlich, die Juden und Israel! Bestimmt stecken die wieder hinter Dieter Nuhr.

Die Nazis verstanden sich als Nationalsozialisten. Die Nationalisten sagten, die Nazis hätten den Nationalismus falsch verstanden. Die Sozialisten sagten, die Nazis hätten den Sozialismus falsch interpretiert. Während darüber verhandelt wurde, was das Wesen des Nationalismus und des Sozialismus sei, vollführten die Nationalsozialisten ihre barbarischen Taten. Der Hauptfeind der Nazis waren die Juden!

Die Juden sind ebenfalls der Hauptfeind der Nationalislamisten (Naziis). Wieder wird darüber diskutiert, ob die Naziis echte Nationalisten sind und ob sie den Islam nur falsch interpretiert haben. Währenddessen begehen die Naziis ihre barbarischen Taten und die Welt diskutiert, ob man sie IS, ISIS oder “Islamischer Staat” nennen soll. Ich schlage vor, sie Naziis zu nennen, denn genau das sind sie: Nationalislamisten!

Kleine Naziis gibt es auch hier in Deutschland, denn wenn bei einer Demonstration gegen Dieter Nuhr in Osnabrück manche Demonstranten nicht anders können, als gegen ihre Feinbilder Juden und Israel zu hetzen, dann zeigen sie, worum es ihnen wirklich geht: Judenhass!

Nazis und Naziis hassen Juden und sie bekämpfen alles, was jüdische Existenz sichert. Dabei nutzen sie jeden Ort, um ihre Propaganda zu verbreiten, selbst eine lächerliche Demonstration gegen Dieter Nuhr.

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Selbstanzeige

Vielleicht folgen einige Leute meinem Beispiel und zeigen sich ebenfalls selbst an:

Sehr geehrte Polizei in Osnabrück,

hiermit erstatte ich, Gerd Buurmann, Anzeige gegen mich selbst, Gerd Buurmann, aufgrund des Verdachts der „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“.

In der Neuen Osnabrücker Zeitung habe ich gelesen, dass Polizeisprecher Georg Linke bestätigt hat, dass gegen Dieter Nuhr eine Anzeige wegen des Verdachts der „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“ von Erhat Toka erstattet und von der Polizei in Niedersachsen aufgenommen wurde.

Ich habe alle Aussprüche, die Dieter Nuhr zur Last gelegt werden, ebenfalls öffentlich getätigt, unter anderem auf der Internetplattform Facebook. Die Sprüche lauten im Wortlaut wie folgt:

„Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann hätte ihn geschrieben.“

„Im Islam ist die Frau zwar frei, aber in erster Linie frei davon, alles entscheiden zu müssen“.

„Hand ab bei Diebstahl hat schon was für sich. Der klaut zweimal, aber beim dritten Mal wird’s schwierig!“

„Im Koran steht ja: “Nehmt Euch nicht Eure Väter und Eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen” und weiter: “Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott glauben, bis sie Tribut entrichten als Erniedrigte.” Das ist eine klare Ansage. Da kann man sich nach richten. Weil ja viele immer sagen, das ist nicht der Koran, das ist nicht der Islam. Doch! Das steht da! Oder hier, Sure 9, Vers 5, kennen Sie den? “Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet.” Na, das grenzt aber an Unhöflichkeit, oder? “

„Da wird massakriert, was das Zeug hält, im Namen Gottes.“

“Es ist das erste Mal seit 1945 so, dass man befürchten muss, dass man umgebracht wird, weil man was Falsches sagt. Weil das irgend so ein Geistlicher in Pakistan meint. Das war im Dritten Reich auch nicht anders. Wenn man nicht widersprochen hat, hatte man auch keinen Ärger. Außer man war Jude oder schwul, aber das sollte man heute, glaube ich, in Pakistan auch nicht sein.”

“Die rufen Tod bis Krieg. Das hat für mich einen Grad von Lächerlichkeit, dem dürfen wir uns nicht anpassen. Und wir passen uns reihenweise da an. Mich macht das wütend. Islam ist ausschließend dann tolerant, wenn er keine Macht hat und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das bei uns so bleibt.”

Ich zeige mich daher selbst an in der Hoffnung auf ein milderes Urteil, sollte es im Fall von Dieter Nuhr zu einer Verurteilung kommen.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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