Erste Reaktionen auf “The Interview”

Erste Reaktionen der deutschen Presse auf die Entscheidung, den Film “The Interview” nicht zu zeigen:

“Zu dem Film fällt mir nichts ein. Die Redefreiheit zu verteidigen, kann nicht heißen, dass man diesen Schwachsinn auch verteidigen muss. Natürlich handelt es sich um eine gezielte Hassattacke (…) Denn in unseren Zeiten hat auch ein solcher unspeakable idiot die Möglichkeit, die Welt in Brand zu stecken.” (Die ZEIT)

“Es ist müßig, hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, nordkoreanische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.” (Süddeutsche Zeitung)

Upppps.

Bei den Kommentaren ging es gar nicht um den antinordkoreanischen und nordkoreophobischen Film “The Interview”, sondern um einen anderen Streifen. Ich habe da wohl was durcheinander gebracht. Sorry. Mein Fehler!

Nordkorea hat eben nicht so viele Sympathisanten wie manch eine andere fundamentalistische Ideologie.

Veröffentlicht unter Kunst, Liberalismus | Ein Kommentar

Kurzer Kommentar

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Nicht wenige Deutsche, die sich weigern, mit PEGIDA und HoGeSa zu reden, erwarten von Israel, mit der Hamas und der Fatah zu reden. Ich finde das bemerkenswert!

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Kurze Frage

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Veröffentlicht unter Europa | 25 Kommentare

Ihr lieben Guten,

die Ihr gegen PEGIDA, BOGIDA, DÜGIDA und all die anderen Gruppen demonstriert, die klingen wie eine Stuhlkreisgruppe in einem Waldorfkindergarten,

Danke, dass Ihr ein lautes Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextreme sendet! Am 14. Dezember 2014 ward Ihr in Köln rund 15.000 Menschen. Ich war dabei und habe gerne mit Euch “In unserem Veedel” gesungen. Es war wirklich wunderschön. Ich hatte Gänsehaut!

Darf ich Euch etwas fragen? Bei keiner Demonstration von PEGIDA wurde bisher eine Moschee angriffen. Weder wurden arabische Fahnen verbrannt, noch “Kindermörder Syrien” oder “Muslime ins Gas” gerufen. Im Sommer 2014 jedoch fanden Demonstrationen in Deutschland statt, auf denen “Juden ins Gas” gerufen wurde, sowie “Kindermörder Israel” und “Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!” Synagogen wurden angegriffen und israelische Fahnen verbrannt. Auf einer Demonstrationen in Hagen lieh die Polizei den Demonstranten sogar ein Megaphon, damit der Hass verbreitet werden konnte. In Frankfurt stellte die Polizei den Demonstranten sogar einen ganzen Polizeiwagen zur Verfügung. Aus den Lautsprechern der Polizei erschallte dann: “Kindermörder Israel!”

Stellt Euch vor, ähnliches würde bei einer Demonstration von PEGIDA geschehen.

Dennoch waren bei den Demonstrationen gegen den Hass auf Juden immer nur ein paar hundert Menschen anwesend, viele davon Juden. Ich war dabei. Ich habe Euch vermisst!

1,3 Milliarden Muslime leben auf der Welt, aber nur 15 Millionen Juden. 4 Millionen Muslime leben in Deutschland, aber gerade mal 200.000 Juden. Muslime können in Deutschland schon aus ihrer eigenen Gruppe heraus genug Menschen mobilisieren, um zu einer laute Stimme auf der Straße zu werden. Juden können das nicht. Sie sind eine wahrhaft kleine Minderheit. Gerade sie brachen daher unsere Solidarität!

“Arsch huh, Zäng ussenander!” So heißt das Kölner Motto gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Darf ich mal fragen, warum Köln den Arsch nicht hoch und die Zähne nicht auseinander bekommt, wenn es gegen Juden geht?

Ich möchte das schöne Gefühl nicht stören, das ich am 14. Dezember 2014 in Köln hatte, aber könnte es vielleicht daran liegen, dass die schlimmsten judenfeindlichen Anschläge in Deutschland, Europa und der Welt gerade von Muslimen begangen werden?

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Rassismus beim Deutschlandfunk?

Auf dem Deutschlandfunk hörte ich am 18. Dezember 2014 ein Gespräch zwischen dem katholischen Bischof Ludwig Schick und der Moderatorin Liane von Billerbeck unter dem Titel “Christen dürfen bei Pegida nicht mitmachen”. Leider offenbarte die Moderatorin gleich in der ersten Frage ihren eigenen Hang zu Rassismus. Sie begann mit diesen Worten:

“Christenverfolgung vor allem in arabisch geprägten Ländern, die gibt es seit langem.”

Was hat die Tatsache, dass ein Land arabisch geprägt ist, mit dem Hass auf Christen zu tun. Nichts! Es ist eine rassistische Zuschreibung! Der Hass auf Christen ist Teil einer Ideologie. Die herrschende Ideologie in den Regionen, wo Christen verfolgt werden, ist der Islam.

Christen werden somit in überwiegend muslimisch geprägten Ländern verfolgt. Es sind nicht die Araber, die der christlichen oder der jüdischen Ideologie angehören, die den Hass auf Christen in der Region prägen. Es sind die muslimischen Araber! Ob dieser Hass Teil des Islams ist oder nicht, sollen die Angehörigen der Religionsgemeinschaft klären. Zur Zeit jedoch interpretieren zu viele Menschen den Islam in Richtung Gewalt.

Ideologien sind wandelbar. Um menschlich zu bleiben, müssen sie ständig kritisiert werden. Für die Herkunft kann ein Mensch nichts, für seine Überzeugungen jedoch schon. Islam ist eine Glaubensüberzeugung! Nicht mehr und nicht weniger. Daher gehört sie ständig kritisiert. Das nennt sich Aufklärung.

Warum also flüchtet sich eine Moderatorin des Deutschlandfunks in den Grenzbereich des Rassismus und spricht nicht offen das Problem an?

“Christenverfolgung vor allem in muslimisch geprägten Ländern, die gibt es seit langem.”

Veröffentlicht unter Islam | 25 Kommentare

Nicht wahr, Gesine Schwan?

Am Sonntag saßen bei Günther Jauch unter anderem Bernd Lucke und Gesine Schwan. Die ganze Runde war so manisch darauf fixiert, bei Bernd Lucke eine rechtspopulistische Gesinnung zu entlarven, dass es niemandem auffiel, dass die schlimmste rechtspopulistische Aussage an diesem Abend von Gesine Schwan kam. Es war eine Verfehlung in der Wortwahl, die sogar Bernd Luckes Geplappere von “Entartung” und “Bodensatz” weit in den Schatten stellte. Gesine Schwan sagte:

“Wenn Sie irgendwo in eine Debatte kommen über Religion und Politik, geht es sofort gegen den Islam. Das, was früher das Judentum war, ist jetzt der Islam. Das ist eine gezielte Vorurteilsbereitschaft.”

Nehmen wir Gesine Schwan mal beim Wort:

Heute sagt das Staatsoberhaupt von Deutschland, der Islam gehöre zu Deutschland. Hitler hat also gesagt, das Judentum gehört zu Deutschland, nicht wahr, Gesine Schwan?

Heute gibt es eine Islamkonferenz, um über eine gute Integration der Muslime in die deutsche Gesellschaft zu debattieren. Bei der Konferenz am Wannsee ging es also um die Integration der Juden in Deutschland, nicht wahr, Gesine Schwan.

Heute gibt es in Städten wie Köln Demonstrationen für ein friedliches Zusammenleben mit Muslimen, zu denen Tausende strömen. Diese Demonstrationen gab es in Deutschland vor 1945 auch für Juden, nicht wahr, Gesine Schwan?

Heute gibt es keine Gaskammern für Muslime. Früher gab es somit auch keine Gaskammern für Juden, nicht wahr, Gesine Schwan?

Früher verübten fundamentalistische Juden keine Terroranschläge und riefen dabei den Namen ihres Gottes. Heute gibt es daher auch keine islamistischen Anschläge, nicht wahr, Gesine Schwan?

Heute erklärt ein “islamischer Staat” der Welt den Krieg. Damals war es ein “jüdischer Staat”, gegen den sich die Deutschen erwehren mussten, nicht wahr, Gesine Schwan?

Es gehört schon eine gehörige Portion Unverschämtheit dazu, wenn Gesine Schwan ausgerechnet die Mitglieder der Ideologie mit Juden vergleicht, aus deren Mitte zur Zeit die meisten brutalen und mörderischen Anschläge auf Juden stammen.

Am 24. Mai 2014 um 16.59 Uhr brüllte ein Teil des Publikums in der mit 18.000 Muslimen besetzten Lanxess Arena in Köln lautstark “Verflucht sei Israel!”. Am selben Tag wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel von einem französischen Muslim erschossen. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, von Muslimen brutal zusammengeschlagen.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Muslim getötet, drei der Opfer waren Kinder.

In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis von einem Muslim angeschossen.

In Hannover wurden 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen öffentlich mit Steinen beworfen. In Frankfurt duldete die Polizei 2009 auf einer Demonstration von Islamisten “Vergast die Juden”-Rufe. Im Jahr 2013 wurde in Offenbach ein Rabbiner in einer Einkaufspassage von muslimischen Jugendlichen angegangen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden besonders von jungen muslimischen Männern Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde, weil muslimische Kinder nicht friedlich auf jüdische Kinder reagieren. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil eine Horde Islamisten vor der Wohnung zum Mob wurde. Im Jahr 2014 wurde bei Paris ein junges jüdisches Paar von Muslimen ausgeraubt und vergewaltigt.

In Europa werden Juden gerade von Muslimen verfolgt und ermordet! Was fällt Gesine Schwan daher ein, ausgerechnet Muslime mit Juden zu vergleichen? Warum nicht gleich PEGIDA?

Gesine Schwans Vergleich ist es mehr als wert, in die Liste der übelsten Vergleiche aufkommen zu werden. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher nochmal die Liste all der Menschen und Tiere, die mit Juden verglichen wurden:

Eine Giraffe im Kopenhagener Zoo

“Ich kann immer noch nicht begreifen, warum der dänische Zoo die schöne junge gesunde Giraffe getötet hat. Ja, sie hatten “Gründe”, so wie die Nazi-Ärzte.”

Arbeitslosengeldempfänger

”Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Eigenheimbesitzer

“Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.”

Palästinenser

„Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“

Föten

“Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.”

Manager

“In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.”

Muslime

“Muslime sind die Juden von heute!”

Scientologen

„In den 30er Jahren waren es die Juden. Heute sind es die Scientologen.“

Die Bürger von Gaza

“Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager”

AfD-Politiker

“Die Geschichte wiederholt sich, oder?”

Hühner in Legebatterien

„Wir wollen auf keinem Fall Eier von KZ-Hühnern!“

Schlachtvieh

“Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Das beeindruckendste Neoopfer jedoch ist und bleibt Sedika Weingärtner! Sie hat das schlechte Betriebsklima in ihrem Büro mit Auschwitz verglichen und kommt zu dem Ergebnis: Auschwitz war weniger schlimm!

“Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler!

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Pegidaphobie

Immer, wenn ich es wage, PEGIDA zu kritisieren, höre ich von Anhängern und Apologeten dieser Religion, nur ein ganz kleiner Prozentsatz bei PEGIDA sei gewalttätig und die deutliche Mehrheit bestünde aus ganz normalen Bürgern. Was uns die Medien vermitteln, sei nicht das wahre PEGIDA! In Wirklichkeit bedeute PEGIDA Frieden. Man solle doch mal nachlesen, was in der Schrift von PEGIDA steht, man habe auch kostenlos eine Abschrift da.

Woran bloß erinnert mich diese Form der Leugnung und Verharmlosung?

Am Sonntag hörte ich sogar:

“Wenn Du irgendwo in eine Debatte kommst über Religion und Politik, geht es sofort gegen PEGIDA. Das, was früher das Judentum war, ist jetzt PEGIDA. Das ist eine gezielte Vorurteilsbereitschaft.”

Obwohl, warte mal, die Person hat gar nicht PEGIDA gesagt, sondern … Ah, jetzt weiß ich, woran es mich erinnert. Danke!

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