Der Niqab und die Hure

An der Pariser Oper wurde eine Zuschauerin aus einer laufenden Vorführung geschickt, weil sie bis auf die Augen verschleiert war. In Frankreich ist das Tragen eines Vollschleiers in der Öffentlichkeit seit 2011 untersagt. In der Pause wurde die Frau aufgefordert, den Niqab abzunehmen oder zu gehen. Sie verlies daraufhin mit ihrem Begleiter das Opernhaus.

Ich könnte jetzt viel über das Für und Wider des Verbots schreiben, was mich jedoch viel mehr interessiert: Warum wollten sich die verschleierte Frau und ihr Begleiter unbedingt ein Stück über eine Edelhure anschauen? Auf der Bühne wurde nämlich Verdis “La Traviata” gegeben.

Fundamentalistische Moslems verweisen zur Rechtfertigung des Niqabs auf Stellen im Koran und dessen Erklärung aus den „frühen Quellen des Islam“ wie die von Ibn Kathir und At-Tabarī. Dort sehen sie Belege für die Forderungen, den Niqab zu tragen.

„Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden. Gott aber ist barmherzig und bereit zu vergeben.“ (Sure 33, Vers 59. Übersetzung: Rudi Paret)

Es ist einfach herrlich absurd: Eine Frau, die vollkommen verschleiert ist, vermutlich damit Männer nicht durch den Blick ihrer weiblichen Rundungen dazu “verführt” werden, sie zu belästigen, geht mit ihrem Mann in ein Stück über das Leben und Sterben einer Edelhure.

Ich finde, das ist ganz große Oper!

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Was sehen Sie?

Was sehen Sie auf diesem Bild?
Ein UFO?
Falsch!

Sie sehen eine unscharf fotografierte 50er-Jahre-Küchenlampe. Dennoch haben Sie vermutlich zuerst ein UFO gesehen, obwohl nirgendwo auf dem ganzen Bild eine Aufforderung zu finden ist, ein UFO zu sehen. Das Bild spielt mit unseren Erwartungen, aber es lügt nicht. Das Bild stellt keine falsche Behauptungen auf. Es verführt uns dazu, etwas zu sehen, was nicht da ist. Das ist die Kunst der Verführung.

Was sehen Sie auf diesem Bild?

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Der Herr, der dieses Bild auf Twitter geteilt hat, schreibt darunter, was er sieht:

“Israelischer religiöser Fanatiker hindert Palästineserin daran an der Al Aqsa Moschee in Jerusalem zu beten.”

Was man jedoch wirklich sieht, ist ein Jude, der lediglich ruhig beten wollte, aber von einer Gruppe Palästinenserinnen angebrüllt wurde. Eine Frau griff ihn schließlich an und riss ihm das Gebetsbüchlein weg. Auf dem Bild hat sie das hebräische Buch noch in den Händen. Hier das ganze Video des Vorfalls:

Warum wurde der Jude angebrüllt? Weil es die Überzeugung der Palästinenserinnen in diesem Video ist, dass es Orte gibt, die “judenrein” sein müssen. Der Jude hatte in ihren Augen dort nichts zu suchen! Mahmud Abbas hat kürzlich erst wieder mitgeteilt, Juden hätten an dem Ort nichts zu suchen. Er rief alle Muslime auf, jeden Juden, der es wagt, den Tempelberg zu betreten, von dort zu vertreiben.

Hier ist ein weiteres Video, das zeigt, was passiert, wenn Juden es wagen, an einem Ort zu sein, den Fanatiker für “judenrein” erkoren haben:

Einst kontrollierte Israel das Gebiet um den Tempelberg uneingeschränkt. Zu der Zeit konnten sich jüdische Kinder dort aufhalten, ohne angeschrien und angespuckt zu werden. Alle Menschenkinder konnten zu der Zeit dort sein, da unter Israels demokratischer Hand Religionsfreiheit herrscht. Egal ob Moslem, Jude oder Christ, jeder kann unter Israels Schutz friedlich beten.

Seit Monaten greift jedoch unter dem Hausrecht der islamischen “frommen Stiftung” Waqf immer mehr der Terror gewalttätiger Gruppen um sich; Gruppen, die entweder Israel nicht anerkennen, wenn sie gemäßigt sind wie die Fatah oder alle Juden weltweit vernichten wollen, wenn sie radikal sind wie die Hamas, die genau dies in ihrer Gründungscharta fordert.

Der Herr auf Twitter sieht somit das UFO der israelischen Aggression und nicht wenige Medien verbreiten diese Verführungen. Taucht irgendwo ein israelkritisches Bild auf, ertönen plötzlich überall in den Medien, im Parlament und auf den Straßen die Schreie “Ein UFO! Ein UFO!” Sie sehen das UFO, weil sie es sehen wollen, weil sie Günter Grass gelesen haben, in Köln zu Besuch waren oder eine Bundestagsdebatte geschaut haben. Sie wollen die Lampe einfach nicht sehen. Es interessierte sie nicht, was im Nahen Osten wirklich geschieht! Sie wollen nur das UFO sehen und ihren Glauben an die Boshaftigkeit Israels bestätigt wissen.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar weitere UFO-Bilder der Israelkritik:

20120912-144725.jpg Quelle: Wikipedia

Was sehen Sie? Einen israelischen Soldaten, der einen palästinensischen Jungen zusammengeschlagen hat? Ähnliches sah wohl auch die New York Times und schrieb unter dem Bild diese falsche Behauptung. In Wirklichkeit aber sehen wir einen jungen Juden, der von Arabern zusammengeschlagen wurde und einen Polizisten, der ihm zur Hilfe eilt. Der Junge heißt Tuvia Grossman. Der Polizist heißt Gideon Tzefad.

Man sieht, was man sehen will!

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Was sehen Sie auf diesem Bild? Einen israelischen Soldaten, der ein kleines Mädchen quält? Falsch! Sie sehen einen Ausschnitt aus einem propagandistischen Straßentheater zur Förderung des Hass’ auf Israel. Dennoch kursiert dieses Bild tausendfach bei vielen Israelkritikern als Beweis für angebliche israelische Unmenschlichkeit.

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Was sehen Sie auf diesem Bild? Ein palästinensisches Mädchen, das von Israelis ermordet wurde? So sah es wohl auch die Frau, die dieses Bild twitterte und dabei Israel anprangerte. In Wirklichkeit aber ist dieses arme Mädchen bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

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Liebe Leserinnen und Leser von Tapfer im Nirgendwo,

schicken sie mir gerne weitere Beispiele für UFOs der Israelkritik oder nutzen Sie dafür die Kommentarspalte.

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Schwanz im Arsch

Auf meiner Facebook-Seite ging es jüngst wieder um den Israel-Gaza-Konflikt. Es dauerte nicht lange, bis ein Vertreter der vermeintlich pro-palästinensischen Seite die Hosen runter ließ

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Meine Reaktion kam prompt:

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Wieder einmal durfte ich erkennen: Es ist in politischen Konflikten überhaupt nicht schwer, Stellung zu beziehen. Wenn ich mich in einem Konflikt für eine Seite entscheiden muss, dann frage ich ganz einfach: “Wo kann ich als Mann einem Schwanz im Arsch haben?”

In Israel kann ich damit Bürgermeister von Tel Aviv werden. In Gaza jedoch werde ich an einem Baukran aufgehängt.

Entscheidung gefällt!

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Mittlerweile überbieten sich auf meiner Facebook-Seite die vermeintlich pro-palästinensischen Kommentatoren. Ali schreibt mir ein Heil Hitler und Ümit schreibt mir schwulenfeindliche Kommentare. Ach, Ihr macht es mir so leicht, mich auf meiner israelischen Seite wohl zu fühlen!

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Der Judenhass der Mitte

Es hätte keinen Krieg in Gaza gegeben, hätten die Juden sich abschlachten lassen. Die Häuser in Gaza würden noch stehen und die Kinder von Gaza noch leben, hätten die Juden sich vernichten lassen.

Die Gründungscharta der Hamas fordert in Artikel 7 die Vernichtung aller Juden weltweit als Notwendigkeit für einen Frieden. Minister der Hamas erklären Juden in öffentlichen Reden zu Bakterien, die ausgerottet gehören. Im palästinensischen Fernsehen werden Kinder dazu erzogen, Juden töten zu wollen. All die abertausend Raketen, die manchmal in nur wenigen Tagen auf Israel abgefeuert werden, werden von der Hamas allesamt in der verfassungsmäßigen Absicht eines Holocausts abgefeuert. Der geplante Massenmord an das jüdische Volk im Nahen Osten wurde bisher jedesmal von Israel verhindert. Israel holte die Vernichtungswaffen mit dem Iron Dome vom Himmel und sorgte mit der Zerstörung jener Anlagen in Gaza, die dazu errichtet wurden, den Massenmord an Juden zu verwirklichen, für Leben und Sicherheit.

Die Kinder in Gaza mussten daher sterben, weil sich Juden nicht einfach vernichten lassen und die Hamas ihre Kinder als Schutzschilde missbraucht. Wer Israel kritisiert, weil Kinder in dem Krieg sterben, wer sogar “Kindermörder Israel” ruft, verlangt nichts weiter von Juden, als sich abschlachten zu lassen.

Jetzt wird Gaza wieder aufgebaut und bekommt dafür aus allen Ecken der Welt Geld. Mittlerweile hat ein Mensch in Gaza, der von einer Partei regiert wird, die alle Juden vernichten will, mehr finanzielle Unterstützung bekommen als ein Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Marshall Plan, und die Deutschen wurden einst auch von einer Partei regiert, die alle Juden vernichten wollte.

Die Menschen in Gaza sollten das Geld langsam mal nutzen, um eine friedliche Gesellschaft aufzubauen, anstatt das Geld in Waffen und Tunnelsysteme zu stecken, um so dem Hass zu frönen, Juden zu töten. Würde die Regierung das Geld in den wirtschaftlichen Aufbau stecken, gäbe es keinen Krieg mit Israel. Israel ist nämlich tausend Mal lieber von Geschäftsleuten umgeben als von Feinden.

Wenn die Menschen in Gaza das Geld jedoch wieder in Waffen, Raketen und Terrorismus stecken, um Juden zu töten, wird es wieder Krieg, Zerstörung und tote Kinder geben; und vermutlich werden wieder mache Medien die toten Kinder zeigen, ohne zu erwähnen, warum sie sterben mussten: weil sich Juden nicht mehr abschlachten lassen. Stattdessen werden viele wieder Israel kritisieren und von einer unverhältnismäßigen Reaktion Israels sprechen, ganz so als könne es eine verhältnismäßige Reaktion auf die Absicht eines Holocausts geben. Manche werden fordern, Israel müsse verhandeln, ganz so als könne man über die erklärte Absicht eines Massenmords verhandeln, vier statt sechs Millionen Morde in zwanzig statt in zehn Jahren.

Der einzige Grund, warum die NSDAP damals den Völkermord an Juden durchführen konnte, während die Hamas heute daran scheitert, ist der Tatsache geschuldet, dass Israel existiert und Juden verteidigt. Dem Staat Israel vorzuwerfen, die erklärte Absicht des Völkermordes an das jüdische Volk zu verhindern, ist nicht nur eine der widerlichsten Formen des zeitgenössischen Judenhasses, sondern auch die verbreitetste Form. Es ist der Judenhass der Mitte, der sich auch regelmäßig in den Tagesthemen und dem Heute Journal Bahn bricht.

Es ist die Kritik an Juden, weil sie sich wehren!

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Stellt Euch vor!

Über 2 Millionen Mal wurde Tapfer im Nirgendwo seit der Gründung angeklickt und über 57.000 Kommentare wurden bereits verfasst und veröffentlicht. Da es auf dieser Seite einige Menschen gibt, die oft kommentieren, würde ich mich freuen, wenn sich die Stammgäste meines Blogs einmal vorstellen würden.

Ihr lieben Stammgäste von Tapfer im Nirgendwo,

nutzt die Kommentarspalte unter diesem Artikel und stellt Euch vor. Wer seid Ihr? Wo wohnt Ihr? Was macht Ihr, wenn Ihr nicht gerade hier seid? Was zeichnet Euch aus? Stellt Euch vor!

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Warum Kommunismus nicht funktioniert

Ich bin immer wieder überrascht, dass sich besonders unter Studenten viele für die Idee des Kommunismus begeistern. Dabei reicht schon ein einfacher Blick in eine Studenten-WG, um zu erkennen, warum das mit dem Kommunismus nie funktionieren wird.

Welcher Raum ist für gewöhnlich der schmutzige Raum in einer WG?
Die Küche!
Warum?
Weil die Küche allen gehört!

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Kämpft für das, was ihr seid!

Ein Gastkommentar von Cassy Carrington.

Ihr Lieben,

ein guter Bekannter von mir wurde am letzten Wochenende Opfer eines feigen schwulenfeindlichen Übergriffs auf der Venloer Straße in Köln, nachdem er einen Mann geküsst hatte.

Zusammen mit dem Publikum der Kunst gegen Bares in Köln habe ich daher am 13. Oktober 2014 folgendes Video als Zeichen gegen Homophobie erstellt. Ich wünsche meinem Bekannten die beste Genesung!

Kämpft für das, was ihr seid und steht füreinander ein. Vielleicht wird so die Welt ein kleines bisschen besser!

Eure Cassy xx

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