Davids Erinnerungen II

Vor einigen Monaten wurde auf Tapfer im Nirgendwo ein Artikel mit dem Titel „Davids Erinnerungen“ veröffentlicht. Der Träger dieser Erinnerungen hat sich nun bereit erklärt, noch ein wenig mehr zu berichten.

David ist Überlebender des Holocausts und verfasst gerade seine Memoiren – in Jiddisch und Englisch, den Sprachen seiner Heimat. In der deutschen Sprache konnte er niemals heimisch werden, zu viele Deutsche in seinem Leben waren in der brutalst denkbaren Art dagegen.

Tapfer im Nirgendwo belässt die Schriften von David ganz bewußt in der Art und Weise wie sie verfasst wurden, da die Zeilen nicht nur ein Stück Geschichte sind, an die es zu erinnern gilt, sondern besonders in der Form, wie sie geschrieben wurden, auch Kunst.

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Davids Erinnerungen II

Zunächst eine Anmerkung.Ich bin weder schriftsteller ,noch habe ich mit schreiben in deutsch was zu tun. Meine Fehler müsst ihr verzeihen. ich hatte in der Nazizeit nur knapp 6 jahre Volkschule. Dies ist eine Geschichte die nur das Leben schreibt.die vornamen sind veränder aus be stimmten Gründen.

Eine wahre Geschichte über meinem besten Freund Aaron.

AAron und ich wohnten in der gleichenStrasse und wir hatten auch ein Alter. Aaron 1928 ,ich 1929.Wir besuchten die selbe Volksschule und waren fast immer zusammen.Unsere Eltern waren auch befreundet.Aarons Vater hatte ein kleines schuhgeschäft ,kaputte Schuhe wurden auch geflickt. Mein Vater hatte auf der gleichen Strasse ein kleines Textielgeschäft.Im Gegensatz zu mir war AAron Volljude.Er hatte in der Schule viel zu leiden.Darüber habe ich schon geschrieben.Aaon hatte eine grosse Begabung Er konnte alles abzeichnen und im kopieren war er unschlagbar. Das hat ihm auch das leben gerettet.Darüber aber später mehr.Ende 1941 kam seine Familie,er auch, nach theresienstadt. Dort hatte man sein Talent entdeckt und er kam in einer Grüppe die falsche Banknoten herstellte. Ich will nicht auf Einzelheiten eingehen.

Ich habe Aaron in israel per Zufall bei der IDF wiedergetroffen. Bis 2002 waren wir viel zusammen. Seine Eltern waren vergast worden.Bei jedem Pessach-Fest sehe ich Aaron vor mir.

Am 27.März 2002waren 250 holocaust überlebende ins Parkhozel in Natanja eingeladen.Ich war nicht dabei.Gott sei gelobt. Um 19 UHr 3o betrat ein Hamas terroist als Frau verkleidet den Saal und sprenkte sich in die Luft. Unter den vielen Toten war auch mein lieber Freund AAron. Bei den Nazis überlebt,aber in Israel in die Luft gesprengt worden.

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Hitlerjunge Artur.

Artur ist ein vetter von mir und wohnte auch im Ruhrgebiet.Der Vater war jiddisch, die mutter arisch. Artur war Jahrgang 1927. Er hatte das arische Aussehen seiner Mutter geerbt.Er ging überall nichtals Jude durch. Den gelbeb Stern hat er nie getragen.Sein Vater haben die Nazis in ein Lger gebracht.Er war spezalisieet auf Flugzeugbau. Den Holocaust hat er überlebt. Er ist vor vielen Jahren in israel verstorben ,seine Mutter auch.Artur wird jetzt 85Jahre alt. Nun aber zur Sache.Nach einem schweren Bombenangriff ist Arturs mutter zum Polizeiamt und hat gesagt ihre Papiere seien abhanden gekommen. Artur und Mutter bekamen einen behelfsausweis auf den Mädchen namen der Mutter.Dann wurden sie nach Pommern evaquiert. Keine Luftangiffe mehr und geügend zu essen.Das war ein kleines Dorf. Eines Tges kam der HJ-Führer und artur war auf einmal in der HJ. da ein Kameradschaftsfüherer fehlte musste er dieses Amt übernehmen. Jetzt konnte garnichts mehr passieren. Artur suchte eine stelle als Verläufer.In dem Textielgeschäft begann er seine Lehre.Anfang1945 kamen die Russen und sperrten Atur und andere HJ-Führer sofort ein.Er war etwa 1 jahr in diesem Lager.Die familie und Arturs Vater haben über den Suchdienst die Beiden gefunden und Artur nahm seine alten Namen wieder an.Die Mutter auch. Beide zogen nach palästina,wo der vater schon einige Monate früher eintraf.Für uns ist Artur immer noch der HJ_Führer. Wir lachen sehr darüber.

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Die Geschichte der Sarah F.

Sarah hat mir ihre Geschichte 1949 in Israel erzählt. Sarah wurde 1924 ge boren und ist 2011 mit 87 jahren in Israel verstorben. Sarah wurde mir eine liebe und hilfsbereite Freundin,die ich schmerzlich vermisse.

So stirbt ein Zeitzeuge nach dem andern. Ich habe lange gezögert diesen Bericht tu schreiben. Fangen wir also an.

Sarahs Eltern kamen 1920 von Polen ukraine nach Köln.Sie gehörten dem Mittelstand an und hatten ein sorgenfreies Leben bis Hitler 1933 die Macht übernahm .Was Juden dann alles mitmachen mussten habe ich zur genüge erzählt. Hitler wies alle Ostjuden die in Deutschland eingewandert waren 1937-1938 nach Polen aus.Sarah und ihre Eltern mussten Deutschland 1938 verlassen.

Dann kam am 1.Sept.1939 der Polenkrieg der in kürzester Zeit von Hitler gewonnen wurde.1940-41 trieben SS-Sondertruppen alle JUden in den Dürfern und Städten zusammen ,brachte sie in Lager aber viele tausende juden wurden sofort ermordet.

Der Massenmord an den Juden fand folgendermassen statt. In einem einsamen Gebiet mussten juden lange,tiefe Gruben ausheben.Ringsherum stand oder sas die SS mit ihren Maschinenpistolen. Der Schnaps floss reichlich so das die se SS-Mörder angetrunken waren. Die juden mussten sich ausziehen und vor die Grube stellen.Die SS scoss dann und die toten oder nicht toten juden vielen in die Grube.So ging es immer weiter. Heute weiss man das viele Juden noch gelebt hatten. Sarah ging mit ihren Eltern am ende der Kolonne. Sie mussten sich ausziehen ,vor die jetzt schon volle Grube stellen und die betrunkenen SS-Leute schossen. Es muss Gottes Fügung gewesen sein Sarah liess sich fallen und lebte.

Eine Gruppe Juden mussten Sand auf die Gräben schaufeln das man nichts mehr sah. Sarah meint das einige dieser Juden gesehen haben,das sie noch lebte und taten wenig Sand an dieser stelle.Stunden später fuhr ein Bauer mit seinem Pferdewagen an der Stelle vorbei und sah wie die Erde sich bewegte.Er hielt an und holte Sarah heraus. Sie blieb bis die Russen kamen bei diesem Bauer und arbeitete als Magd.1946 kam Sie nach Palästina.Kennengelernt haben wir uns bei der IDF wo jede Frau ihren Dienst ableisten musste. Bis 2011 waren wir in einem engen Kontakt.

Für mich ist dieses alles ein Gottes Wunder.Gott hatte Sarahgerettet.

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Fortsetzung folgt.

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