Diesen Holocaust hat es nie gegeben!

Kennen Sie die Geschichte der Irena Wachendorff? Wenn nicht, dann fragen Sie einfach mal ein paar der Gäste ihrer zahlreichen Lesungen und Vorträge. Irena Wachendorff ist nach eigenen Angaben eine jüdische Lyrikerin. Ihre Mutter hat ein Vernichtungslager der Nazis überlebt, woran sie immer denken muss, wenn sie ihre alte pflegebedürftige Mutter wäscht und die tätowierte Nummer auf dem Arm sieht. Ihr Vater war ein Zadik, also ein ganz besonders frommer Jude. Sie selber ist Mitglied und Vorbeterin in der Kölner Reform-Gemeinde Gescher la Massoret und diente während des Libanonkrieges 1982 sogar in der israelischen Armee. Sie ist zudem Friedesaktivistin, Israelkritikerin und Förderin des arabisch-jüdischen Waldorfkindergarten „Ein Bustan“ in Israel. Irena Wachendorff ist somit die perfekte Pin-Up-Jüdin für jeden, der ganz besondere Beziehungen zu Israel pflegt und sich der deutschen Vergangenheit so verpflichtet sieht, dass er Israel einer Sonderbehandlung unterziehen muss.

Kennen Sie Jennifer Nathalie Pyka? Wenn nicht, dann schauen sie einfach mal auf ihrem hervorragenden Blog vorbei. Jennifer Nathalie Pyka ist eine junge Journalistin, der die ganze Geschichte rund um Irena Wachendorff so konstruiert vorkam, dass sie etwas ganz unerhörtes gemacht hat. Sie hat recherchiert! Recherchieren, so ein Schweinkram macht man auch nur, wenn man jung ist und bisher nur ein Bachelor of Arts hat. Herausgekommen ist bei ihrer Recherche folgendes:

Der Kölner Reform-Gemeinde Gescher la Massoret ist Frau Wachendorff nicht als Mitglied bekannt sondern nur als Abonnentin des Gemeindeblattes. Von ihrem Engagement als Vorbeterin weiß dort niemand etwas, nicht einmal der Rabbiner. In der israelischen Armee hat sie nach Pyka auch nie gedient. Das Jüdischste, was Irena Wachendorff somit vorweisen kann, ist ein Abo. Da ist selbst Mel Gibson jüdischer.

Wie sieht es aber mit ihren Eltern aus? Jennifer Nathalie Pyka hat auch dort recherchiert. In der Yad Vashen Datenbank, in der vier der sechs Millionen jüdischen Shoah-Opfer gelistet sind, gab es hinsichtlich des Mädchennamens der Mutter, deren gesamte Familie angeblich umkam, keinen einzigen Treffer. Ein Anruf bei der Mutter brachte dann folgendes Ergebnis. Die Mutter sprach: „Auschwitz? Nein, ich nicht.“ Mit dieser mütterlichen Aussage konfrontiert erklärte Irena Wachendorff, dass sie sich nicht wirklich daran erinnern könne, in welchem Vernichtungslager die Mutter war und die Nummer auf dem Arm sähe eigentlich auch nur so aus als könnte es vielleicht etwas sein, dass so ähnlich aussieht wie eine Nummer, mit nur ein ganz klein wenig etwas sehr viel Phantasie. Allerdings hatte die Mutter noch etwas gesagt: „Aber mein Mann war in Auschwitz.“ Jennifer Nathalie Pyka hat auch hier recherchiert.

Irena Wachendorffs Vater war Leiter des Pflanzenschutzamtes der Landwirtschaftskammer Rheinland und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Im Mai 2009 wurde er auf dem nicht-jüdischen Bad Godesberger Burgfriedhof im Rahmen einer Trauerfeier der evangelischen Marienfosterkirche in einer Urne beigesetzt. Für einen angeblichen Zadik, also einen besonders frommen Juden schon eine sehr erstaunliche Angelegenheit, da weder die Verbrennung der sterblichen Überreste noch eine christliche Trauerfeier zum Repertoire einer jüdischen Beerdigung gehören. Jennifer Nathalie Pyka recherchierte also weiter und fand heraus, dass ihr Vater kein Zadik war, sondern ein, wie soll ich es sagen, ähm …, ich sag es einfach frei heraus, Pyka hat herausgefunden: Wehrmachtsoffizier. Das ist jetzt zwar nicht wirklich jüdisch, aber was sollen wir uns hier mit Detailfragen aufhalten. Er war in Auschwitz! Auf welcher Seite des Zauns, das hat niemand gefragt.

Diese Geschichte ist so unglaublich wie wahr. Die Enttarnung dieses Spuks haben wir einzig und allein der Journalistin Jennifer Nathalie Pyka zu verdanken. Tapfer im Nirgendwo verneigt sich in Respekt vor dieser brillanten Leistung.

Kennen Sie Ruprecht Polenz? Wenn nicht, dann schauen Sie einfach mal auf seiner Facebook-Seite nach. Er ist Mitglied des deutschen Bundestags und ganz vernarrt in Irena Wachendorff, weil sie als gläubige Jüdin, israelische Soldatin und geschätzte Vorbeterin mit frommen jüdischen Eltern, die Auschwitz überlebt haben, Israel kritisiert. Na gut, sie ist zwar keine Vorbeterin und auch kein Mitglied einer jüdischen Gemeinde und in der israelischen Armee hat sie auch nie gedient und ihre Mutter war auch nicht in einem Vernichtungslager und ihr Vater nur bei der Wehrmacht, aber Israelkritikerin ist sie und Gründungsmitglied im Ein Bustan Deutschland e.V. zur Unterstützung eines Waldorfkindergartens in Israel. Allerdings hat Jennifer Nathalie Pyka auch herausgefunden, dass dieser Verein nicht unbedingt der tätigste Verein ist. Tja. Und nun?

Israelkritikerin! Das ist Irena Wachendorff! Das stimmt. Das konnte nicht widerlegt werden. Nicht mal von Frau Pyka. Irena Wachendorff ist Israelkritikerin, und ist es das nicht, worauf es am Ende ankommt?

Ruprecht Polenz schreibt auf Facebook: „Es gibt von mir keine einzige Äußerung, die man auch nur entfernt als antisemitisch verstehen könnte. Ich habe übrigens auch von Frau Wachendorff keine antisemitische Äußerung gelesen.“ Zudem faselt er etwas von „umgekehrten Ariernachweis“, ganz so als sei Jennifer Nathalie Pyka die neue Roland Freisler und Irena Wachendorff das Opfer eines Rassegesetzes. Widerlicher geht es nicht.

Lieber Herr Polenz,

wie sage ich es Ihnen möglichst klar, so dass auch Sie es verstehen? Irena Wachendorff hat mehrfach gelogen und sich eine maßgeschneiderte Holocaustlüge angefertigt. Sie hat sogar in Schulen von ihrer erlogenen Geschichte erzählt. Die Schülerinnen und Schüler, die ihr dort zugehört haben, wissen nun, dass dieser Holocaust erfunden ist. Wenn aber dieser Holocaust erfunden ist, so können sich diese junge Menschen nun fragen, warum sollen dann die anderen Holocaustgeschichten nicht auch frei erfunden sein? Vielleicht sogar alle? Irena Wachendorff hat sich wie ein Pfau mit den Federn tatsächlicher Holocaustopfer „geschmückt“, nur damit sie so ihre Lyrik besser verkaufen kann. Bei dieser Instrumentalisierung des Leids Anderer zur Vermarktung der eigenen Persönlichkeit hat sie zudem die Förderung der Holocaustleugnung in Kauf genommen.

Zudem haben Sie, Herr Polenz, die notwendige Aufdeckung der Lügen und Anmaßungen von Irena Wachendorff durch Jennifer Nathalie Pyka als „umgekehrten Ariernachweis“ diffamiert und somit nicht nur das Andenken der Opfer des Nationalsozialismus‘ instrumentalisiert, sondern das freiheitliche System der Bundesrepublik Deutschland, das die Arbeit von Jennifer Nathalie Pyka mit der Garantie der Pressefreiheit schützt, mit der Gesetzgebung der Diktatur des Nationalsozialismus in Verbindung gebracht. Sie haben Pykas journalistische Arbeit, dessen Ziel der Erkenntnisgewinn ist, mit den Nürnberger Rassengesetzen verglichen, deren einziges Ziel die vollständige Vernichtung des Judentums war. Wenn das nicht antisemitisch ist, Herr Polenz, was dann?

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