Justin Bieber und Anne Frank

Justin Bieber hat am Freitag in Amsterdam das Anne Frank Haus besucht. Er blieb eine Stunde lang im Museum während seine Fans vor dem Gebäude warteten, um einen Blick auf ihn werfen zu können. Im Museum schrieb er folgendes ins Gästebuch:

„Echt inspirierend, hierher kommen zu können. Anne war ein tolles Mädchen. Hoffentlich wäre sie ein Bieber-Fan gewesen.“

„Truly inspiring to be able to come here. Anne was a great girl. Hopefully she would have been a belieber.“

Ja, das hat er ernsthaft geschrieben. „Hoffentlich wäre sie ein Bieber-Fan gewesen“, denn wenn nicht, dann hätte sie aber einen wirklich guten Grund gehabt, sich zu verstecken!

Der Gästebucheintrag wurde am Samstag von der Facebook-Seite des Anne Frank Haus online gestellt. Viele Facebook-Nutzer kritisierten daraufhin Biebers Worte als respektlos. Die Rheinische Post titelt daher: „Justin Bieber hat Ärger wegen Anne Frank“. Da wird sich Anne Frank aber jetzt ganz warm anziehen müssen. Wenn die Fans von Justin Bieber herausfinden, dass ihr Star Probleme hat wegen dieser Anne Frank, dann werden sie bestimmt einen Shitstorm über das Mädchen einbrechen lassen.

In keinem Interview mit Tapfer im Nirgendwo gestand Justin Bieber:

„Was mich am meisten wundert, ist die Tatsache, wie dumm die Nazis gewesen sein müssen. Sie haben so lange gebraucht, Anne Frank zu finden, dabei ist sie hier in Amsterdam überall ausgeschildert. Ihr Name steht sogar ganz groß auf dem Haus drauf. Also die Nazis müssen echt total blöde gewesen sein.“

Vermutlich wird Justin Bieber in den nächsten Wochen auch das Vernichtungslager in Auschwitz besuchen und dabei von der Existenz des „Mädchenorchesters von Auschwitz“ erfahren. Das Mädchenorchester von Auschwitz war ein Häftlingsorchester in Auschwitz-Birkenau und wurde auf Befehl der SS von der polnischen Musiklehrerin Zofia Czajkowska im Juni 1943 zusammengestellt. Die Mitglieder waren weibliche Häftlinge, die durch die Aufnahme ins Orchester vor der Vernichtung bewahrt wurden. Justin Bieber weiß vermutlich schon, was er dort ins Gästebuch schreiben wird:

„Hoffentlich hätten sie meine Lieder gespielt.“

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