Die UN gehört abgeschafft!

Eine Streitschrift von Andreas Schwichtenberg.

Die UN hat kein Problem mit folternden und mordenden Diktaturen, aber sehr wohl mit Demokratien die sich verteidigen. Das ist kein Wunder. Welche Staaten haben schließlich die Mehrheit? Demokratie und Rechtsstaat sind international (und historisch) eher ein Ausnahmefall, nicht die Regel. Die Mehrheit der Regierungen müsste sich folglich selber verurteilen und das macht sie nicht.

Auf Landesebene übertragen sähe das so aus: Polizei, Drogendealer, Vergewaltiger, Mörder, Bankräuber, Parksünder und die Antifa bilden ein Gremium in dem jede Gruppe eine Stimme hat. Dieses Gremium beschließt dann, wer Verbrecher ist und wer nicht. So in etwa arbeitet die UN.

Daher präsentierte ich nun acht Gründe für die Abschaffung der UN.

Es braucht sie nicht mehr. Ihre historische Rolle ist gespielt.

Die UN war im Kalten Krieg ein Ersatzschlachtfeld zwischen den Supermächten, ein pompöser Verhandlungspalast mit Völkervertretungsanstrich. Die restliche Welt durfte als Alibi mitspielen. Mehr nicht. Sie mag anders geplant gewesen sein, aber eine Weltgestaltungsrolle hatte sie nie.

Die UN ist eine Mogelpackung.

Die UN war niemals eine Vertretung der Nationen, lediglich ein verlängerter Arm der westlichen Regierungen. Durch die Veto-Rechte im Sicherheitsrat haben einige Staaten zudem festgelegt, dass sie immer Recht haben. China zum Beispiel hat dank des Veto-Rechts nichts zu befürchten. Alles was zwischen den Völkern ausgemacht wurde und wird geht auch ohne UN, oft wohl auch besser. Zu viele Meinungen blockieren!

Die Idee, alle Regierungen mitspielen zu lassen, ist einfach Wahnsinn.

Typen wie Kim Jong Dumm (oder wie auch immer diese Witzfigur aus Nordkorea heißt) gehören als Verbrecher eingesperrt (Idealfall) oder erschossen (Notlösung), aber nicht auf eine internationale Politbühne. In der UN dürfen sich Regierungen ausbreiten, für die eigentlich die Navy Seals zuständig wären. Die westlichen Staaten haben immer weniger Interesse an der UN (allen voran die USA). Statt dessen bietet die UN mehr und mehr Verbrechern die Möglichkeit, ihre Gedanken als „Weltwille“ präsentieren zu können.

Der UN gehen die Menschenrechte sonst wo vorbei.

Warum? Weil die Mehrheit der Staaten nichts von Menschenrechten hält! Im UN-Menschenrechtsrat saßen schon Staaten wie Libyen, Pakistan, Mauretanien, Malaysia, China, Saudi-Arabien, Kuba und Russland. Staaten, die für alles bekannt sind, aber nicht für Menschenrechte. Diese Staaten dürfen dann über rechtsstaatliche Demokratien urteilen. Da darf dann ein Vertreter Mauretaniens die Schweiz auffordern mehr für die Gleichberechtigung der Geschlechter zu tun, während neben ihm eine verschleierte Frau steht. Der pakistanische Vertreter darf Intoleranz diagnostizieren und ein palästinensischer Vertreter Fremdenfeindlichkeit anprangern, nicht die Eigene, sondern die der Schweizer! Eine solche Gelegenheit zum Reinwaschen lassen sich Despoten nicht entgehen. Was davon zu halten ist hat Eugen Sorg bestens formuliert:

„Der 2007 ins Leben gerufene Rat ist eine Missgeburt, die rabenschwarze Parodie auf die Illusion eines gruppentherapeutischen Völkerdialogs.“

Die UN ist antisemitisch.

Einfach deshalb, weil die Mehrheit der Staaten antisemitisch ist. Die Resolutionen sprechen eine klare Sprache: Allein 2007 hat sich der Menschenrechtsrat 120 mal mit dem Nahostkonflikt beschäftigt. Zahlreiche Resolutionen beschäftigten sich mit Israel. Das Verhalten der Hamas wurde jedoch nicht angemahnt. Deutlicher geht es nicht! Die USA haben auch deshalb den Rat 2008 verlassen. Unter Obama sind sie jetzt wieder drin.

Politische Dachverbände neigen grundsätzlich dazu, sich als zu wichtig zu nehmen und letztlich ihre eigene Funktion zu torpedieren.

Extrembeispiel dazu ist momentan die EU, die eifrig gegen die Einigung Europas arbeitet. Die UN arbeitet gegen die Freiheit, die sie mal schützen sollte. Von den kommunistischen Zentralkomitees ganz zu schweigen.
Sie funktionieren alle auf Dauer nicht. Man kann nicht mit politischem Willen zusammenkleben was nicht zusammengewachsen ist. In Jugoslawien sind die ethnischen Grenzen auch in Jahrhunderten nicht verschwunden.

Solange die beteiligten Gruppen sich nicht zusammengehörig fühlen, erhält man ein politisches Gremium, in dem sich einfach die Macht durchsetzt, egal auf wessen Kosten. Sozusagen stimmen dann Füchse und Hasen ab, was es zum Abendessen gibt. Wenn die Hasen überleben wollen, brauchen sie Waffen, mit oder ohne Abstimmung.

Die UN sichert keinen Frieden und keine Freiheit.

Wenn Blauhelmtruppen intervenieren, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder halten die Konfliktparteien vor Ehrfurcht erstarrend ein, oder sie machen einfach weiter. Im letzteren Fall ist die UN überfordert und die amerikanische Armee muss ran. Es sind meist die USA, die eingreifen. Die USA haben den Zweiten Weltkrieg beendet, nicht der Völkerbund. Die USA haben den roten Vormarsch gestoppt (Korea), oder es zumindest versucht (Vietnam). Die Freiheit und die Friedensperiode (für Europa) wurde im 20. Jahrhundert von der Armee der Vereinigten Staaten erkämpft und gesichert. Die UN war da bestenfalls schwätzender Beobachter, Legitimationssklave oder Störenfried, je nach Standpunkt. Auch heute haben wir unsere relative Sicherheit nicht der UN zu verdanken und nicht der EU, sondern der US-Armee, die gewisse Typen in Schach hält. Nordkorea wäre sicherlich wesentlich aktiver wenn es die Navy Seals nicht gäbe.

Die UN löst keine Konflikte.

Bereits der Völkerbund nach dem Ersten Weltkrieg war ein Flopp. Damals erschien es als eine gute Idee, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und die Probleme friedlich zu lösen. Die Konfliktlösungsstrategie fürs Kinderzimmer hat man auf die internationale Politik übertragen.

Heute blicken wir zurück und wissen: Das geht hervorragend bei friedfertigen Gesprächspartnern, aber bei Parteien mit Weltherrschafts-, Vernichtungs-, oder Endzeitfantasien funktioniert dieser Ansatz nicht. Der gruppentherapeutische Ansatz ist an sich eine gute Idee, nur setzt er eine gewisse Reife und Kompromissbereitschaft der Gesprächspartner voraus. Gespräche „auf gleicher Augenhöhe“ gehen nur bei gleicher Charakter-Größe. Wenn Westerwelle mit dem iranischen Botschafter, der Westerwelle für seinen Lebensstil umbringen würde, verhandeln soll, geht das nur von oben nach unten.

So wie es regelmäßig Kriminelle gibt, die Therapeuten an der Nase herumführen, um sich Vorteile zu verschaffen, so führen auch kriminelle Regime die Weltgemeinschaft an der Nase herum, sobald man ihnen die Möglichkeit dazu gibt.

Die UN sollte man nicht mehr ernst nehmen. Es war ein schöner Versuch, der gescheitert ist.

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Die Antwort von Gerd Buurmann finden Sie hier: „Die UN muss bleiben!“

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