Ein Leben im Krieg

Lieber Pierre Heumann,

die Überschrift zu Ihrem Nachruf auf Ariel Scharon im Spiegel lautet: „Ein Leben wie ein Krieg“. Ich habe da mal eine Frage:

Es ist nur eine Konjunktion, ein Adjunktor, um genau zu sein, aber ich verstehe die Konjunktion in der Überschrift nicht. Ich meine das Wort „wie“.

Ariel Scharon lebte ein Leben im Krieg! Fast alle Länder, die Israel im November 1947 den Vernichtungskrieg erklärt haben, haben diese Kriegserklärung bis heute nicht zurückgenommen. Das kleine Wörtchen „wie“ ist somit etwas irreführend. Sie hätten das Wörtchen „wie“ besser weggelassen. Wie? Na, so:

„Ein Leben im Krieg“

Das ist nämlich die traurige Wahrheit: Seit über 65 Jahren leben die Bürgerinnen und Bürger des Staates Israel im Krieg. Kinder, ob männlich oder weiblich, werden groß in Zeiten des Krieges; Menschen, ob homosexuell oder heterosexuell, lieben sich im Krieg; Gläubige, ob Muslim, Christ oder Jude, beten zu Gott, während fast täglich Raketen auf Israel niedergehen; in Israel ist es nicht wie im Krieg, es ist Krieg! Ein Krieg, an dessen Ende die Feinde nur die Vernichtung Israels sehen können, ein Krieg, in dem alle Kinder wissen, dass sie sich, wenn sie erwachsen sind, gegen Feinde wehren müssen, die alle Juden vernichten wollen. Es ist ein totaler Krieg gegen Israel, ein Krieg, den Ariel Scharon nie gewollt hat, sondern der dem Volk, dem Ariel Scharon einst als Ministerpräsident vorstand, erklärt wurde!

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„It had always been one of my convictions that Jews and Arabs could live together. Even as a child it never occurred to me that Jews might someday be living in Israel without Arabs, or separated from Arabs. On the contrary, for me it had always seemed perfectly normal for the two people to live and work side by side. That is the nature of life here and it always will be…. though Israel is a Jewish nation, it is, of course, not only a Jewish nation… I begin with the basic conviction that Jews and Arabs can live together. I have repeated that at every opportunity, not for journalists and not for popular consumption, but because I have never believed differently or thought differently, from my childhood on. I am not afraid of Arabs. I feel I can live with them. I believe I understand their problems. I know that we are both inhabitants of this land, and although the state is Jewish, that does not mean that Arabs should not be full citizens in every sense of the word.“ (Ariel Scharon)

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