Netanjahus Rede vor dem US-Kongress (auf deutsch)

Notorische Kritiker Israels und Netanjahus tun gut daran, lediglich zu fragen, ob Netanjahu überhaupt zu dieser Zeit an diesem Ort hätte sprechen dürfen, ob er für die Mehrheit der amerikanischen Juden spricht oder nicht, ob er alles nur aus wahlkampftechnischen Gründen macht und ob er überhaupt ein böser Mensch ist. Sie tun gut daran, einen Angriff auf die persönlichen Umstände und Eigenschaften Netanjahus zu fahren. Es ist nämlich höchst gefährlich, die Rede auf die Rede kommen zu lassen. Die Rede ist nämlich brillant. Tapfer im Nirgendwo präsentiert die Rede Netanjahus vor dem US-Kongress am 3. März 2015 in deutscher Übersetzung:

Meine Freunde, ich bin tief geehrt von der Möglichkeit, ein drittes Mal vor dem wichtigsten gesetzgebenden Organ in der Welt zu sprechen, dem US-Kongress. Ich bedanke mich bei allen, die heute hier sind. Ich weiß, dass meine Rede Gegenstand zahlreicher Kontroversen ist. Ich bedauere zutiefst, dass einige meine Anwesenheit politisch sehen. Das war nie meine Absicht.

Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, bei den Demokraten und Republikaner, für Ihre gemeinsame Unterstützung für Israel, Jahr für Jahr, Jahrzehnt um Jahrzehnt. Ich weiß, dass, egal, auf welcher Seite des Hauses Sie sitzen, Sie zu Israel stehen. Die bemerkenswerte Allianz zwischen Israel und den Vereinigten Staaten war stets mehr als Politik. Sie muss mehr als Politik bleiben!

Amerika und Israel teilen ein gemeinsames Schicksal, das Schicksal der gelobten Länder, die Freiheit zu schätzen wissen und Hoffnung bieten. Israel ist dankbar für die Unterstützung Amerikas und ihrer Menschen, sowie der amerikanischen Präsidenten von Harry Truman bis Barack Obama. Wir sind froh über alles, was Präsident Obama für Israel getan hat. Manches von dem ist allgemein bekannt, wie die Stärkung der Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen und der Austausch nachrichtendienstlicher Erkenntnisse und der Widerstand gegen antiisraelische Resolutionen der Vereinten Nationen. Manches jedoch, was der Präsident für Israel getan hat, ist weniger bekannt.

Ich rief Obama im Jahr 2010 an, als wir unter dem Waldbrand in Carmel litten. Er entschied sich sofort, dringend nötige Hilfe zu senden. Im Jahr 2011, als sich unsere Botschaft in Kairo im Belagerungszustand befand, war es wieder Obama, der im entscheidenden Moment die nötige Hilfe schickte. Ich erinnere auch an seine Unterstützung für mehr Abfangraketen während unserer Operation im letzten Sommer, als wir uns gegen die Terroristen der Hamas wehren mussten. In jedem dieser Momente rief ich den Präsidenten an, und er war da!

Einiges von dem, was der Präsident für Israel getan hat, wird vielleicht nie bekannt werden, weil es einige der sensibelsten und strategischsten Frage berührt, die zwischen einem amerikanischen Präsidenten und einem israelischen Premierminister entstehen. Aber ich weiß von diesen Taten und ich werde Präsident Obama immer dankbar sein für seine Unterstützung.

Israel ist dem amerikanischen Kongress in vielerlei Hinsicht dankbar für seine Unterstützung, vor allem aber für die großzügige Militärhilfe und für die Raketenabwehr, einschließlich den Iron Dome. Im vergangenen Sommer bewahrte der Iron Dome Millionen Israelis vor dem Tod tausender Raketen, abgefeuert von den Terroristen der Hamas. Die Kuppel dieses Kongresses hat geholfen, die Kuppel der israelischen Verteidigung zu bauen. Wir danken Amerika dafür. Vielen Dank für alles, was Sie für Israel getan haben!

Meine Freunde, ich bin heute hierher gekommen, weil ich als Ministerpräsident von Israel eine tiefe Verpflichtung fühle, mit Ihnen über ein Thema zu sprechen, das das Überleben meines Landes und die Zukunft meines Volkes gefährden kann: Irans Streben nach Atomwaffen.

Wir sind ein altes Volk. In unserer fast 4.000 Jahre alten Geschichte haben viele immer wieder versucht, das jüdische Volk zu vernichten. Morgen Abend feiern wir das jüdische Fest Purim, bei dem wir aus dem Buch Esther lesen werden. Wir werden von einem mächtigen persischen Statthalter namens Haman lesen, der das jüdische Volk vor rund 2.500 Jahren vernichten wollte. Aber eine mutige jüdische Frau, Königin Esther, machte den mörderischen Plan öffentlich und erstritt für das jüdische Volk das Recht, sich gegen seine Feinde zu verteidigen. Der Vernichtungsplan wurde vereitelt und unser Volk wurde gerettet.

Heute steht das jüdische Volk erneut vor einem Versuch eines persischen Herrschers, uns zu vernichten. Irans oberster Führer Ayatollah Khamenei speit den ältesten Hass heraus. Er spuckt den ältesten Judenhass mit neuester Technologie. Er twittert, dass Israel vernichtet werden muss. Er twittert! Er zwitschert! Wissen Sie, im Iran ist das Internet nicht gerade kostenlos. Dennoch zwitschert er im Internet auf Englisch, dass Israel zerstört werden muss.

Für diejenigen, die glauben, dass der Iran nur dem jüdischen Staat droht, nicht aber dem jüdischen Volk, hören Sie, was Hassan Nasrallah, der Führer der Hisbollah und Chefterrorist des Irans so sagt. Er sagt: „Wenn sich alle Juden in Israel versammeln, wird es uns die Mühe ersparen, sie einzeln auf der ganzen Welt zu jagen!“

Das iranische Regime ist jedoch nicht nur ein Problem der Juden, so wenig wie das NS-Regime nur ein Problem der Juden war. Die sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet wurden, sind nur ein Bruchteil der 60 Millionen Menschen, die im Zweiten Weltkrieg getötet wurden. So stellt auch das iranische Regime eine große Gefahr dar, nicht nur für Israel, sondern auch für den Frieden auf der ganzen Welt. Um zu verstehen, wie gefährlich der Iran sein wird, wenn er im Besitz von Atomwaffen ist, müssen wir voll und ganz das Wesen des Regimes verstehen.

Die Menschen im Iran sind sehr talentierte Leute. Sie sind die Erben einer der weltweit größten Zivilisation. Im Jahr 1979 jedoch wurde die Zivilisation von religiösen Eiferern gekapert, die der Zivilisation sofort eine dunkle und brutale Diktatur auferlegten. In diesem Jahr entwarfen religiöse Eiferer eine neue Verfassung für den Iran. Die Revolutionsgarden wurden nicht nur angewiesen, Irans Grenzen zu schützen, sondern auch die ideologische Mission des Dschihads zu erfüllen. Der Gründer des Regimes, Ayatollah Khomeini, ermahnte seine Anhänger: „Exportiert die Revolution in die ganze Welt!“

Ich stehe hier in Washington, DC und der Unterschied zu dem Iran ist riesig. Amerikas Gründungsdokument verspricht Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Irans Gründungsdokument jedoch verpflichtet zum Tod, zur Tyrannei und zur Verfolgung durch die Dschihad. Und immer wenn Staaten im Nahen Osten zusammenbrechen, springt der Iran in die Leere und propagiert seinen Hass.

Irans Schläger sind in Gaza, seine Lakaien im Libanon, seine Revolutionsgarden auf den Golanhöhen. Israel ist umklammert von drei Tentakeln des Terrors. Unterstützt vom Iran schlachtet Assad die Syrer ab. Unterstützt vom Iran randalieren schiitische Milizen durch den Irak. Unterstützt vom Iran streben Houthis die Kontrolle über den Jemen an und bedrohen so die strategische Meerenge an der Mündung zum Roten Meer. Zusammen mit der Straße von Hormuz könnte der Iran einen zweiten Drossel-Punkt der weltweiten Ölversorgung erlangen.

Erst letzte Woche wurde in der Nähe von Hormuz während einer militärischen Übung die Sprengung eines US-Flugzeugträger geprobt. Diese Übung fand in der vergangenen Woche statt, während es bereits die Atomgespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika gab. In den letzten 36 Jahre waren die iranischen Angriffe auf die Vereinigten Staaten jedoch alles andere als Übungen. Die Ziele waren nur zu real.

Der Iran nahm in Teheran dutzende Amerikaner als Geiseln und ermordet hunderte von amerikanischen Soldaten und war für die Tötung und Verstümmelung tausender amerikanischer Soldaten und Soldatinnen im Irak und in Afghanistan verantwortlich. Jenseits des Nahen Osten greift der Iran Amerika und seine Verbündeten über sein globales Terrornetzwerk an. Der Iran sprengte das jüdische Gemeindezentrum und die israelische Botschaft in Buenos Aires in die Luft. Der Iran half Al Qaida, US-Botschaften in Afrika zu bombardieren und versuchte sogar, den saudischen Botschafter zu ermorden, hier in Washington, DC!

Im Nahen Osten, herrscht der Iran mittlerweile über vier arabische Hauptstädte: Bagdad, Damaskus, Beirut und Sanaa. Wenn der iranischen Aggression nichts entgegengesetzt wird, werden sicherlich noch mehr Städte fallen. In einer Zeit, in der viele hoffen, dass der Iran der Staatengemeinschaft beitritt, ist der Iran beschäftigt, die Staaten zu zerschlagen. Wir müssen alle zusammenstehen, um den iranischen Marsch der Eroberung, der Unterwerfung und des Terrors zu stoppen.

Vor zwei Jahren wurde uns gesagt, wir sollten Präsident Rouhani und seinem Außenminister Zarif eine Chance zur Veränderung und Mäßigung des Irans geben. Veränderungen. Mäßigungen. Rouhanis Regierung hängt Homosexuelle, verfolgt Christen, steckt Journalisten in Gefängnisse und hält mehr Gefangene als jemals zuvor. Letztes Jahr hat der selbe Zarif, der die westlichen Diplomaten so verzückt hatte, einen Kranz am Grab von Imad Mughniyeh abgelegt. Imad Mughniyeh ist ein terroristischer Drahtzieher, der mehr amerikanisches Blut vergossen hat als jeder andere Terrorist neben Osama bin Laden. Ich möchte sehen, wie ihn jemand fragt, was er sich dabei gedacht hat.

Irans Regime ist so radikal wie eh und je. Seine Schreie „Tod für Amerika“, das Amerika, das er als „großen Satan“ bezeichnet, sind so laut wie eh und je.

Das sollte nicht überraschend, denn die Ideologie des iranischen Revolutionsregimes ist tief im militanten Islam verwurzelt. Das ist der Grund, warum dieses Regime immer ein Feind der Vereinigten Staaten sein wird. Lassen Sie sich nicht täuschen: Der Kampf zwischen dem Iran und ISIS macht den Iran nicht zu einem Freund Amerikas.

Iran und ISIS sind im Wettbewerb um die Krone des militanten Islams. Eine Seite nennt sich „Islamische Republik“, die andere Seite nennt sich selbst „Islamischer Staat“. Beide jedoch wollen ein militantes islamisches Reich zunächst in der Region und dann auf der ganzen Welt errichten. Sie streiten sich lediglich darum, wer der Herrscher dieses Reiches sein wird.

In diesem tödlichen „Game of Thrones“ gibt es keinen Platz für Amerika oder Israel, kein Frieden für Christen, Juden oder Muslime, die das islamistische mittelalterliche Glaubensbekenntnis nicht teilen, keine Rechte für Frauen, keine Freiheit für alle. Wenn es um den Iran und ISIS geht, dann gilt: Der Feind Deines Feindes ist Dein Feind!

Der Unterschied besteht darin, dass ISIS mit Fleischermesser bewaffnet ist, mit erbeuteten Waffen und YouTube, während der Iran schon bald mit Interkontinentalraketen und Atomwaffen bewaffnet sein könnte. Wir müssen dies immer bedenken und ich sage es noch einmal: Die größte Gefahr, in der sich unsere Welt momentan befindet, ist eine Ehe des militanten Islams mit Atomwaffen. ISIS besiegen, indem man zulässt, dass der Iran an Atomwaffen kommt, würde bedeuten, den Kampf zu gewinnen, aber den Krieg zu verlieren. Wir dürfen das nicht zulassen!

Aber genau das, meine Freunde, kann passieren, wenn das Abkommen, das derzeit verhandelt wird, von dem Iran angenommen wird. Dieses Abkommen wird nicht verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickeln wird, sondern wird sogar garantieren, dass der Iran genau diese Waffen erhält, und zwar viele. Lassen Sie mich erklären, warum.

Während eine endgültige Einigung noch nicht unterzeichnet worden ist, sind bestimmte Elemente des möglichen Vertrags bereits jetzt eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse. Sie brauchen keine Geheimdienste und keine geheimen Informationen, um dies zu wissen. Sie brauchen es nur auf Google suchen. Sollte es keine dramatischen Veränderungen geben, wissen wir sicher, dass jeder Vertrag mit dem Iran zwei große Zugeständnisse umfassen wird. Das erste große Zugeständnis soll den Iran mit einer weitreichenden nuklearen Infrastruktur versehen, die eine kurze Ausbruchszeit der Bombe zur Folge hat. Die Ausbruchszeit ist die Zeit, die es braucht, um genug waffenfähiges Uran oder Plutonium für eine Atombombe anzuhäufen.

Mit dem Abkommen würde keine einzige Atomanlage abgerissen werden. Tausende von Zentrifugen zur Urananreicherung würden in Betrieb gelassen werden. Weitere tausend Anlagen würden vorübergehend abgeschaltet, aber nicht zerstört werden. Und weil das iranische Atomprogramm weitestgehend intakt gelassen werden soll, wird die iranische Ausbruchszeit sehr kurz sein, etwa ein Jahr nach US-Einschätzung, noch kürzer nach Israels Einschätzung. Wenn Irans Arbeit an fortgeschrittenen Zentrifugen nicht verhindert wird, wenn die schnelleren und immer schnelleren Zentrifugen nicht angehalten werden, wird die Ausbruchszeit noch kürzer sein, viel kürzer.

Zwar sollen dem iranische Atomprogramm gewisse Auflagen und Einschränkungen auferlegt werden und die iranischen Einhaltung dieser Beschränkungen sollen von internationalen Inspektoren überwacht werden, aber hier ist das Problem: Sehen Sie, Inspektoren dokumentieren Verletzungen nur, sie verhindern sie nicht!

Die Inspektoren wussten auch, dass Nordkorea nach der Bombe trachtete. Sie konnten es aber nicht verhindern. Nordkorea schaltete die Kameras aus, schmiss die Inspektoren raus und innerhalb weniger Jahre wurde die Bombe fertig. Jetzt werden wir gewarnt, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre Nordkorea ein ganzes Arsenal von hundert Atombomben haben kann. Wie Nordkorea, so hat auch der Iran allen internationale Inspektoren getrotzt. Mindestens drei Mal hat der Iran dies getan: 2005, 2006 und 2010. Wie Nordkorea hat der Iran die Türen eingetreten und die Kameras abgeschaltet.

Ich weiß, dass ich Ihnen nichts neues erzähle, der Iran trotzt nicht nur den Inspektoren, sondern spielt auch eine ziemlich gutes Spiel des Versteckens und Betrügens. Die Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen (IAEA) sagte gestern wieder einmal, dass sich der Iran immer noch weigert, Klarheit über sein militärisches Atomprogramm zu schaffen. Der Iran wurde ebenfalls überführt, zweimal überführt, nicht einmal, sondern zweimal, geheime Nuklearanlagen in Natanz und Qom zu betreiben, Einrichtungen, von denen die Inspektoren nicht einmal wussten, dass sie existieren. Sogar jetzt kann der Iran im Besitz versteckter kerntechnischer Anlagen sein, von denen wir nichts wissen, weder die USA, noch Israel. Wie der ehemalige Leiter der Inspektionen der IAEA einst im Jahr 2013 sagte: „Wenn es heute keine nicht deklarierten Installationen im Iran gibt, dann wäre es das erste Mal seit 20 Jahren, dass das so ist.“

Der Iran hat immer wieder bewiesen, dass ihm nicht vertraut werden kann. Und daher ist schon das erste große Zugeständnis ein Anlass zu großer Sorge. Es überlässt den Iran eine große nukleare Infrastruktur und stützt sich lediglich auf die Inspektoren, einen Ausbruch zu verhindern. Das Zugeständnis schafft eine echte Gefahr, dass der Iran die Bombe durch eine Verletzung des Abkommens erhalten kann.

Aber das zweite große Zugeständnis schafft eine noch größere Gefahr, dass der Iran die Bombe erhalten. Ein mögliches Abkommen würde bedeuten, dass praktisch alle Beschränkungen für das iranische Atomprogramm automatisch in etwa einem Jahrzehnt verfallen. Jetzt kann ein Jahrzehnt eine lange Zeit in der Politik sein, aber es ist ein Wimpernschlag nur im Leben einer Nation. Es ist ein Wimpernschlag im Leben unserer Kinder. Wir alle sind dafür verantwortlich zu prüfen, was passiert, wenn das iranische Atomprogramm nahezu unbeschränkt ist und alle Sanktionen aufgehoben werden. Der Iran ist dann frei, eine riesige nukleare Kapazität zu erstellen. Der Iran ist dann in der Lage, viele, viele Atombomben zu bauen.

Irans oberster Führer sagt das sogar ganz offen. Er sagt, der Iran plane, 190.000 Zentrifugen zu errichten, nicht 6000 oder nur die 19.000, die der Iran heute schon betreibt, sondern zehn mal so viele. 190.000 Zentrifugen zur Anreicherung von Uran. Mit dieser enormen Kapazität könnte der Iran ein ganzes Atomarsenal erstellen und dies zu einer Angelegenheit von wenigen Wochen machen, sobald der Vertrag mit dem Iran entschieden ist.

Mein langjähriger Freund und Staatssekretär, John Kerry, bestätigte letzte Woche, dass der Iran das Recht auf eine massive Zentrifugenkapazität erhält, wenn das Abkommen unterzeichnet wird. Nun möchte ich Sie bitten, darüber nachzudenken: Der wichtigste Unterstützer des globalen Terrorismus‘ könnte binnen Wochen in den ausreichenden Besitz von angereichertem Uran für ein ganzes Arsenal an Kernwaffen kommen und dies mit voller internationaler Legitimität. Und übrigens, wenn das iranische Programm für Interkontinentalraketen nicht Teil der Atomgespräche ist, und bisher weigert sich der Iran, es es auf den Verhandlungstisch zu legen, nun, dann wird der Iran die Mittel haben, um sein Kernwaffenarsenal in alle zugänglichen Ecken der Erde zu feuern, einschließlich auf alle Gebiete der Vereinigten Staaten.

Sie sehen also, meine Freunde, das Abkommen beinhaltet zwei große Zugeständnisse. Erstens, der Iran wird mit einem großen Atomprogramm versehen und zweitens, die Beschränkungen für das Programm werden in etwa einem Jahrzehnt aufgehoben. Das ist der Grund, warum das Atomgespräch mit dem Iran so schlecht ist. Die Atomgespräche verhindern nicht Irans Weg zur Bombe, sie pflastert Irans Weg zur Bombe.

Warum sollte jemand einen solchen Vertrag schließen wollen? Weil er hofft, dass sich der Iran in den kommenden Jahren zum Besseren verändert, oder weil er glaubt, dass die Alternative zu diesem Vertrag noch viel schlimmer wäre?

Nun, ich bin anderer Meinung. Ich glaube nicht, dass sich das iranische Regime nach diesem Abkommen radikal bessern wird. Dieses Regime ist seit 36 ​​Jahren an der Macht, und sein unersättlicher Appetit auf Aggression wächst mit jedem Jahr. Dieser Vertrag wird den Appetit Irans nur befeuern.

Glaubt wirklich jemand, der Iran wird weniger aggressiv, wenn die Sanktionen aufgehoben werden und die Wirtschaft gestärkt wird? Wenn der Iran bereits vier Länder verschlungen hat, obwohl es Sanktionen gibt, wie viele Länder wird der Iran erst verschlingen, wenn die Sanktionen aufgehoben wurden? Glaubt wirklich jemand, der Iran wird weniger Terrorismus fördern, wenn das Regime auf Bergen von Geld sitzt? Warum soll sich das iranische Regime zum Besseren bekehren, wenn es das Beste aus beiden Welt genießen kann: Aggression im Ausland, Wohlstand zu Hause?

Das ist eine Frage, die sich jeder in unserer Region stellt. Israels Nachbarn, Irans Nachbarn wissen, dass der Iran nur noch aggressiver wird und noch intensiver den Terrorismus unterstützt, wenn seine Wirtschaft entfesselt und ein klarer Weg zur Bombe geebnet wird. Viele dieser Nachbarn sagen sogar, dass sie von diesem Rennen motiviert werden, ebenfalls nach Atomwaffen zu streben. Ein Atomvertrag wird den Iran nicht bessern. Er wird den Nahen Osten zum Schlechteren ändern. Ein Abkommen, das die Verbreitung von Atomwaffen verhindern soll, wird stattdessen ein nukleares Wettrüsten im gefährlichsten Teil des Planeten entfachen. Dieses Abkommen wird kein Abschied von Waffen sein, sondern ein Abschied von Rüstungskontrollen. Der Nahen Osten wird bald von nuklearen Stolperdrähten durchzogen sein und ein nukleares Pulverfass werden, in dem kleine Scharmützel große Kriege auslösen.

Wenn jemand meint, wenn jemand denkt, dieses Abkommen wird das Problem lösen, denken Sie nochmal. Wenn wir diesen Weg gehen, bekommen wir einen viel gefährlicheren Iran, einen Nahen Osten mit Atombomben und einen Countdown zu einem potentiellen nuklearen Alptraum.

Meine Damen und Herren, ich bin heute hierher gekommen, um Ihnen zu sagen, wir sollten nicht die Sicherheit der Welt für die Hoffnung verwetten, dass sich der Iran bessert. Wir dürfen nicht mit unserer Zukunft und der Zukunft unserer Kinder spielen. Wir müssen darauf bestehen, dass jegliche Beschränkungen des iranischen Atomprogramms nicht aufgehoben werden, so lange der Iran seine Aggression in der Region und in der Welt fortsetzt.

Bevor diese Beschränkungen aufgehoben werden, muss die Welt verlangen, dass der Iran drei Dinge tut. Erstens, die Aggression gegen seine Nachbarn im Nahen Osten beenden; zweitens, die Unterstützung des Terrorismus‘ auf der ganzen Welt beenden; und drittens damit aufhören, mein Land, Israel, den einzig jüdischen Staat vernichten zu wollen.

Wenn die Weltmächte nicht bereit sind, darauf zu bestehen, dass der Iran sein Verhalten ändert, bevor ein Abkommen unterzeichnet wird, sollten sie zumindest darauf bestehen, dass der Iran sein Verhalten ändert, bevor der Vertrag ausläuft. Wenn der Iran sein Verhalten ändert, werden die Beschränkungen aufgehoben. Wenn der Iran sein Verhalten nicht ändert, werden die Beschränkungen nicht aufgehoben. Wenn der Iran wie ein normales Land behandelt werden möchte, soll es sich wie ein normales Land benehmen!

Meine Freunde, was ist mit dem Argument, dass es keine Alternative zu diesem Abkommen gibt, dass das iranische Atomwissen nicht ausradiert werden kann, dass sein Atomprogramm so weit fortgeschritten ist, dass es das Beste ist, das Unvermeidliche zu vertagen, was im Wesentlichen genau das ist, was der vorgeschlagene Vertrag tut?

Nun, Atomwissen ohne Atominfrastruktur bringt nicht viel. Ein Rennfahrer ohne Auto, kann nicht fahren. Ein Pilot ohne Flugzeug, kann nicht fliegen. Ohne tausend Zentrifugen, ohne Tonnen angereichertes Uran und ohne Schwerwasseranlagen, kann der Iran keine Atomwaffen herstellen.

Das iranische Atomprogramm kann ohne weiteres wieder hinter den derzeitigen Vorschlag zurückgesetzt werden, indem man schlicht auf ein besseres Angebot besteht und den Druck auf die größte Schwäche des Regimes erhöht, insbesondere angesichts des jüngsten Zusammenbruchs des Ölpreises. Wenn der Iran droht, den Handlungstisch zu verlassen, und das geschieht oft auf einem persischen Basar, dann ist es nur ein Bluff. Der Iran wird an den Tisch zurückkehren, denn es braucht das Abkommen mehr als Amerika. Durch das Aufrechterhalten des Drucks auf den Iran und auf all diejenigen, die Geschäfte mit dem Iran machen, haben Sie sogar die Macht, dafür zu sorgen, dass der Iran das Abkommen noch mehr braucht.

Meine Freunde, seit über einem Jahr, bekommen wir gesagt, kein Vertrag ist besser als ein schlechter Vertrag. Nun, das hier ist ein schlechter Vertrag. Es ist sogar ein sehr schlechter Vertrag. Wir sind besser dran ohne ihn. Die Alternative zu diesem schlechten Vertrag ist ein sehr viel besserer Vertrag!

Ein besserer Vertrag, der den Iran nicht mit einer weitreichenden nuklearen Infrastruktur versieht und so eine kurze Ausbruchszeit ermöglicht. Ein besseres Angebot, das die Beschränkungen für das iranische Atomprogramm aufrecht erhält, bis die iranischen Aggression endet. Ein besseres Abkommen, das dem Iran keinen so leichten Weg zur Bombe pflastert. Ein besseres Abkommen, das Israel und seine Nachbarn vielleicht nicht mögen werden, aber mit dem wir leben können, leben, im wörtlichen Sinne! Kein Land hat ein größeres Interesse an ein gutes und friedliches Abkommen zur Klärung dieses Problems als Israel.

Meine Damen und Herren, die Geschichte hat uns an eine schicksalhafte Kreuzung platziert. Wir müssen jetzt zwischen zwei Wegen wählen. Ein Weg führt zu einem schlechten Vertrag, der bestenfalls die atomaren Ambitionenen des Iran für eine Weile beschneiden wird, aber dennoch unweigerlich zu einem nuklear bewaffneten Iran führen wird, dessen ungezügelte Aggression unweigerlich zum Krieg führen wird; der zweite Weg jedoch, ist er auch schwierig, kann zu einem viel besseren Vertrag führen, der einen nuklear bewaffneten Iran, einen nuklearen Nahen Osten und die schrecklichen Folgen für die gesamte Menschheit verhindern kann.

Sie müssen nicht Robert Frost gelesen haben, es reicht, das Leben zu leben, um zu wissen, dass der schwierige Weg ist in der Regel derjenige ist, der weniger betreten ist, aber er wird den Unterschied für die Zukunft meines Landes machen, für die Sicherheit im Nahen Osten und für den Frieden der Welt, der Frieden, nach dem wir uns alle so sehr sehnen.

Meine Freunde, es ist nicht leicht, sich dem Iran entgegenzustellen. Es ist nie leicht, sich gegen ein dunkles und mörderisches Regime zu stellen. Unter uns ist heute ein Überlebender des Holocausts und Nobelpreisträger Elie Wiesel. Elie, Dein Leben und Deine Arbeit inspiriert und verleiht Bedeutung den Worten: „Nie wieder!“

Ich wünschte, ich könnte Dir versprechen, Elie, dass die Lehren aus der Geschichte gezogen wurden. Ich kann die Welt jedoch nur bitten, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die Zukunft für die Gegenwart zu opfern. Ich kann bitten, dass die Aggressionen nicht ignorieren werden, in der Hoffnung, sich so einen trügerischen Frieden zu schaffen. Aber es gibt etwas, dass ich Dir garantieren kann: Die Zeiten, da das jüdische Volk passiv blieb angesichts seiner völkermörderischen Feinde, diese Zeiten sind vorbei!

Wir sind nicht mehr machtlos unter den Nationen verstreut, unfähig, uns zu verteidigen. Wir haben unsere Souveränität in unserer alten Heimat wieder hergestellt. Und die Soldaten, die unsere Heimat verteidigen, tun dies mit grenzenlosem Mut. Zum ersten Mal in hundert Generationen, sind wir, das jüdische Volk, wieder in der Lage, uns selbst zu verteidigen. Aus diesem Grund kann ich Dir als Ministerpräsident von Israel noch etwas versprechen: Auch wenn Israel allein stehen muss, Israel wird stehen!

Aber ich weiß, dass Israel nicht allein steht. Ich weiß, dass Amerika mit Israel steht. Ich weiß, Sie stehen mit Israel. Sie stehen mit Israel, weil Sie wissen, dass die Geschichte Israels nicht nur die Geschichte des jüdischen Volkes ist, sondern die Geschichte der menschlichen Seele, die sich immer wieder geweigert hat, dem Schrecken der Geschichte zu erliegen.

Von hier aus, wo ich gerade stehe, fällt mein Blick auf die Galerie mir gegenüber. Ich sehe ein Bild von Moses, der auf uns alle hier in dieser Kammer blickt.

Moses führte unser Volk aus der Sklaverei zu den Toren des verheißenen Landes. Bevor das Volk Israel das Land Israel betrat, gab Moses uns eine Nachricht, die unsere Entschlossenheit für Tausende von Jahren stählen sollte: „Seid stark und entschlossen! Habt keine Angst und verzweifelt nicht.“

Meine Freunde, mögen Israel und Amerika stets zusammenstehen, immer, stark und entschlossen. Mögen wir weder Angst haben, noch die Herausforderungen der Zukunft fürchten. Blicken wir in die Zukunft mit Zuversicht, Kraft und Hoffnung.

Gott segne den Staat Israel und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika.

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41 Antworten zu Netanjahus Rede vor dem US-Kongress (auf deutsch)

  1. tapferimnirgendwo schreibt:

    Hat dies auf Tapfer im Nirgendwo rebloggt und kommentierte:

    Elie Wiesel ist tot. Tapfer im Nirgendwo gedenkt diesem großen Mann, indem aus der Rede von Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress im März 2015 zitiert wird, in der Elie Wiesel erwähnt wurde:

    „Unter uns ist heute ein Überlebender des Holocausts und Nobelpreisträger Elie Wiesel. Elie, Dein Leben und Deine Arbeit inspiriert und verleiht Bedeutung den Worten: „Nie wieder!“

    Ich wünschte, ich könnte Dir versprechen, Elie, dass die Lehren aus der Geschichte gezogen wurden. Ich kann die Welt jedoch nur bitten, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die Zukunft für die Gegenwart zu opfern. Ich kann bitten, dass die Aggressionen nicht ignorieren werden, in der Hoffnung, sich so einen trügerischen Frieden zu schaffen. Aber es gibt etwas, dass ich Dir garantieren kann: Die Zeiten, da das jüdische Volk passiv blieb angesichts seiner völkermörderischen Feinde, diese Zeiten sind vorbei!“

  2. Pingback: Peinlichste Rede der Woche: Benjamin Netanjahu « Wahlen und politische Kommentare

  3. Pingback: Warum Netanyahu eine tolle Rede gehalten hat? | dbbj

  4. caruso schreibt:

    Ich habe einige Zeitungen/Zeitschriften gelesen – D, A, Ch – was und wie sie über die Rede schreiben. (Spiegel, SZ, FAZ, Standard, profil, Presse, NZZ, baz.ch und noch einige) und ich fand die allermeisten inhaltlich schwach, weil keine ernsthafte Auseinandersetzung. Der Tonfall ist meistens zum Kotzen. Alle sagen, Obama inbegriffen, daß Netanyahu keine Idee einer Lösung brachte. Falls ich das Ganze nicht mißverstand, stimmt das nicht. Er sagte doch – sinngemäß – das man die Einschränkungen. Sanktionen solange aufrecht erhalten und verstärken soll bis der Iran lernt sich wie eine normale Nation zu verhalten. Ich nehme an, die Journaille hat eine kriegerische Rede erwartet und nachdem das nicht erfolgte, hat sie nicht wirklich zugehört. Ihr war es wichtiger, die eigenen Vorurteile und Ressentiments loszuwerden. – Und nun sagt mir bitte, ob das einigermaßen richtig ist, was ich da verzapfte oder ob ich schon senil bin.
    lg
    caruso

    • Dante schreibt:

      NZZ? Meiner Erinnerung nach stand bei NZZ online, dass Hamas die Zahl ziviler Todesfälle während Protective Edge hochgefaket hat, auch durch die Deklaration toter Kammmerrrad’n als Zivilisten.

    • Bachatero schreibt:

      Liebe Caruso, das was Sie da „verzapft“ haben, will ich nicht bewerten, aber senil sind Sie nicht. Wer fragt, ist’s eh nicht. Nachdem, was ich von Ihnen so lese, sind Sie geistig so fit wie ein „Frühlings-Hühnchen“ (eng. spring chicken). Keine Gefahr in Sicht, adelante.

  5. brathering schreibt:

    Die Stuttgarter Zeitung heute:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/gallery.luff-mohr-die-karikatur-des-tages.7736ab80-8f13-4279-a3cd-20e80bc253a1.html

    Gestern kommentierte die Stuttgarter Zeitung bereits Netanjahus Rede mit der Überschrift „Dummdreist“. Die gleiche Tageszeitung die schon in der Vergangenheit…: http://www.ruhrbarone.de/israel-als-taubenvergifter-kreisler-tochter-protestiert-gegen-antiisraelische-karikatur/64714

    • Krokodil schreibt:

      Wenn man von Dummen dumm genannt wird ist das doch nicht schlecht.
      Auch Obummel auf den Teppich sechen muss nicht unbedingt eine verachtenswerte Art des Protestes sein, wenn auch nicht besonders feinsinnig.
      Es bleibt die Frage, ob die Leute in Stuttgart die Rede nicht kennen, oder nur nicht verstanden haben.

    • Dante schreibt:

      Dies ist der Sieg der Ideologie über die Information. Will man die, muss man den Blog vom BOSS lesen. Vielleicht sieht man in der Redaktion dort aber auch keine Gefahr in einem nuklear bewaffneten Iran, sondern stattdessen in Israel, weil dessen Selbsterhaltungsbestrebungen ja soo viel gefährlicher als die Absicht der Islamischen Republik Iran, die „zionistische Besatzung Palästinas“ zu beenden. Fünfte Kolonne Teherans. Auch in den Vierzigern wären weit weniger Menschen umgekommen, wenn es in den Weststaaten nicht so viele Deutschlandversteher gegeben hätte…

  6. Couponschneider schreibt:

    Ich fand die Rede gut. Eindeutige, klare Worte, ohne um den heißen Brei herumzureden. Und es ist alles, nur kein Geschwätz. Wir ärgern doch immer, wenn Politiker unverbindlich reden. Bibi ist da eine Ausnahme. Israel täte gut daran, ihn wiederzuwählen.

    Dass deutsche Medien die Rede sehr kritisch spricht gegen sie und für Bibi.

  7. Pingback: Israeli PM Benjamin Netanyahu’s Full Speech To US Congress (March 3, 2015)—Video And Transcript | Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress (3. März 2015)—Vollständiger Text auf deutsch | Выступление Премьер-мин

  8. caruso schreibt:

    Vielen Dank für die Übersetzung! Ich kann leider nicht Englisch und ohne die Mühe die Gerd auf sich genommen hat, hätte ich nie erfahren was Netanjahu sagte und wir recht er hat. Mir wäre lieber, hätte er Unrecht, aber leider hat er es nicht.
    lg, und Purim sameach
    caruso

    • schum74 schreibt:

      Auch Dir, liebe Caruso, und den Jidn weltweit: Purim sameach!
      Chasak we-emaz, wie Mosche Rabenu zu Jehoschua bin Nun gesagt hat: Sei stark und entschlossen!

  9. Pingback: Israeli PM Benjamin Netanyahu’s Full Speech To US Congress (March 3, 2015)—Video And Transcript | Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress (3. März 2015)—Vollständiger Text auf deutsch | Выступление Премьер-мин

  10. Stefan O. W. Weiß schreibt:

    Danke für die Übersetzung. Ich habe mir erlaubt, sie zu verlinken.

  11. Dante schreibt:

    Ich schließe mich dem Dank für die Übersetzung an. Ich könnte die Rede auch auf Englisch verstehen, aber es würde mehr Zeit in Anspruch nehmen.

  12. binonline schreibt:

    Danke für die Übersetzung! 🙂

  13. Pingback: Israeli PM Benjamin Netanyahu’s Full Speach To US Congress (March 3, 2015)—Video And Transcript | Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress (3. März 2015)—Vollständiger Text auf deutsch | Esto Miles

  14. A.S. schreibt:

    Das ist ne gute Rede.
    Der wichtigste Punkt ist: Faschisten lassen sich nicht kaufen. Die verfolgen ihre Ziele bis zur Selbstzerstörung, dass sollte man im Westen wissen. Daher machen auch Kompromissangebote keinerlei Sinn, weil jedes Angebot von denen nur als Etappensieg gewertet wird.

    • Lusru schreibt:

      @A.S.März 4, 2015 um 9:07 vormittags
      Also A.S., Netanjahu gleich als „Faschisten“ abzuqualifizieren ist wohl etwas sehr dick, meinst du nicht auch?
      Zwar weiß „der Westen, daß“ sie dort die „Ziele bis zur Selbstzerstörung verfolgen wollen“, aber wieso Kompromißangebote an oder von Netanjahu „keinen Sinn machen“, erschließt sich mir nicht, auch wenn seit Jahrzehnten nicht ein einziges verhandelbares von dort kam.
      Alles, auch einen Kompromiß kann man kaufen, wenn denn nur ein Käufer da ist.
      Ob er deshalb mal für 20 Min „Mr. President of USA“ gespielt hat?
      Sieht heftig wie nach Aschermittwoch in Bayern aus.
      Besser kann man sich nicht unbeliebt und verzichtbar machen: Dem fast einzigen und besten stärksten Freund mal zeigen, wie blöd der ist.

      Jeder gestaltet seinen unproduktiven Abgang halt so, wie er ihn sich verträumt.
      Schade, die einzigartige Chance, weltweit eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Zukunft zu spielen so zu verplempern mit seinen Angstpsychosen und seltsam faktenfernen politischen Darstellungen (z.B. statt IS zu oft fälschlich Iran benannt) – als ob das nun alles etwa „keine Politik“ sei, was er da vorführte.
      Wenn das nun schon „keine Politik“ gewesen sein soll, was mag Bibi dann überhaupt sich unter Politik vorstellen, Raketenschwärme?
      Schade, ein billiges Event für einfach gestrickte BIbi-Versteher statt Paukenschlag zur Konfliktlösung, schade, „wer zu spät kommt …“
      (sagte mal jemand treffend in treffender Zeit, der dann selber nur – zu S P Ä T kam)

      • Dante schreibt:

        Also A.S., Netanjahu gleich als “Faschisten” abzuqualifizieren ist wohl etwas sehr dick, meinst du nicht auch?

        Dass A.S. nicht Netanjahu meint, sollte auch Ihnen aus dem Kontext dessen, was er hier und auch sonst schreibt, klar sein. Dieses geflissentliche Missverständnis interpretiere ich vorläufig im Sinne von nicht-erst-in-Erwägung-ziehen-dass-die-iranische-Führung-gemeint-sein-könnte. Nebbich.

        • Lusru schreibt:

          Oh, sollte mir da ein Fehler unterlaufen sein?
          Wo doch sowohl Bibis Politik (die ja keine sei, wie er betont, und wo man geneigt ist, ihm aus völlig anderer Sich sogar recht zu geben), wie seine Rede als „Ober-Mr. US-President“ und auch der Wortlaut von A.S. Kommentar in der Tat kaum zweifeln lassen, das A.S. das SO und nicht anders meinte.
          Aber man kann sich halt irren. Bleibt die Frage, wer sich hier irrt, bei einer auf Weltwirksamkeit gerichteten Rede vor der Weltöffentlichkeit, die nicht ein einziges Wort, geschweige eine ganze Idee zur Beendigung der krassen Kontroversen um das offiziel zugestandene anerkannte Israel herum gefallen ist, nur Scharfmacherei als Propaganda für eigene kleinliche Absichten, die noch nie etwas vom Frieden in der Welt gehört zu haben scheinen.
          Zumindest steht aber mit dieser Rede fest: An der Lösung des Nahostkonfliktes möchte sich Netanyahu nicht beteiligen, dazu kam nichts, das werden wohl andere statt seiner übernehmen müssen…
          WEs sieht wohl so aus, wenn man ihm genau zuhört, daß er das längst weiß und seinen Abgang „groß“ inszenieren wollte.
          Schade.
          Wie gesagt: „Wer zu spät kommt, den bestraft die Zeit“

          • Dante schreibt:

            Zumindest steht aber mit dieser Rede fest: An der Lösung des Nahostkonfliktes möchte sich Netanyahu nicht beteiligen,…

            Das hat er nicht gesagt. Vielmehr will er sich nicht an einer „Lösung“ beteiligen, die über kurz oder lang genau das Gegenteil eines stabilen Friedens bringt.

          • Lusru schreibt:

            „Das hat er nicht gesagt“ ist korrekt, nur ich habe das auch nicht behaupütet, Vielmehr habe ich al Konsequenz dessen was er sagte (und nicht sagte !!) festgestellt, daß er sich an KEINER Lösung beteiligen will.
            Sollte das undeutlich formuliert gewesen sein, ist es nun begradigt.
            Wenn nun du daraufhin meinst, er „will sich nicht an einer “Lösung” beteiligen, die über kurz oder lang genau das Gegenteil eines stabilen Friedens bringt“ – so paßt das direkt in meine Feststellung rein: Auch (!!) an solch einer Lösung will er sich nicht beteiligen!
            Aber eben nur „auch“. Denn an keiner einzigen Stelle gab es von ihm weder in den letzten Jahren noch in dieser Rede überhaupt einen Vorschlag zur Lösung des Konfliktes, statt dessen Unmengen von politischen, militärischen und administrativen Handlungen und Unterlassungen, inclusive von entsprechend nihilierender Propaganda, die lediglich den Konflikt und damit auch die Konfliktbereitschaft und -Fähigkeit der anderen Seite wie zum Kochen brachte – worüber er sich anschließend „völkerrechtsnah“ artikulierend beschwerte.
            Er will keine (gemeinsame) Lösung, er will den Konflikt bis zum Ableben des politischen Gegners forcieren, auf Kosten der Israelis, der Palästinenser und des Ansehens des Israelischen Staates in der Welt, im besonderen in der gegnerischen muslimischen Welt, und damit zu Lasten der Beziehungen zwischen Israelis (nicht zwischen Juden …), der arabischen Welt, dem politischen Europa und den dort wohnenmden Juden und moslemen – wie die grausame inszenierte und entgleitende Gesamtenwicklung uns zeigt.

            Das ist nicht nur Politikunwilligkeit, sondern gefährliche Politikunfähoigkeit, derer er sich in dieser Rede auch noch rühmte. Nehme ich seine aufgepfropften uneinsichtigen Bedenken, Anschuldigungen und Herabwürdigungen anderer politisch Handelnder heraus als substanzlosen MIst, so bleibt eine halbe Stund laue Luft, Versuche, zu Beschwatzen ohne zu sagen WOFÜR !!!

  15. emma1889 schreibt:

    Was für eine Rede ! Vielen Dank für die Übersetzung

  16. unbesorgt schreibt:

    Gute Rede!
    Zum Glück ist die Skepsis gegenüber dem Iran nicht von seiner Person abhängig. Die Wahl wird er imho verlieren, dafür sorgt schon seine Frau.

    • Dante schreibt:

      Meinen Sie Obama? Der kann nicht verlieren, denn dazu müsste er überhaupt antreten, was er ohnehin nicht mehr darf.

  17. ceterum censeo schreibt:

    Tja, die sogenannten Demokraten in den USA sowie unsere Rundfunkpropagandisten sind natürlich nicht so beeindruckt von der Rede. Einige „Demokraten“ blieben fern, und eine gewisse N. „Piece of Shit“ Pelosi zeigte sich enttäuscht von Netanjahus Ausführungen. Möge der Baukrahn, der ihren Namen trägt, schon in der Endmontage sein!
    Was heißt das nun für die westliche Welt und Israel? Das Rennen geht bis zur Abwahl des schwarzen Antichristen. Und nebenbeibemerkt wird sicher die deutsche Politik und Wirtschaft tatkräftig die Irren von Persien unterstützen. Die einen mit Besuchen ihres schlimmsten Politikabschaums bei den Mullahs, die anderen mit diversen „landwirtschaftlichen Geräten“ . Pfui Teufel!
    Und wir sollten uns schon mal mit Kaliumjodid eindecken, solange es noch welches gibt!

  18. schum74 schreibt:

    Politikwissenschaftler Prof. Millière scheut sich nicht, Netanjahu mit Churchill gleichzusetzen: « Binyamin Netanyahou, Winston Churchill de notre époque ». Vermerkte er dazu vor zwei Wochen:

    « Il entend s’adresser, au delà du Congrès, au peuple américain et au monde, aux fins que la catastrophe soit évitée ou pour le moins qu’on en mesure les conséquences. Il est dans son rôle de Premier Ministre d’Israël, en charge de la défense du peuple d’Israël, très gravement menacé. Il est dans un rôle de défenseur du monde libre, dans un contexte où il n’y a pas d’autre personne qui puisse occuper ce rôle. Il est en train de marquer l’histoire, et il marquera l’histoire. »

    [Über den Kongress hinaus will er das amerikanische Volk und die Welt erreichen mit dem Ziel, die Katastrophe abzuwenden, oder zumindest, deren Folgen aufzuzeigen. Dabei tritt er als israelischer Premierminister auf, dem die Aufgabe zufällt, Israels äußerst bedrohtes Volk zu verteidigen. Er tritt auf als Verteidiger der freien Welt in einem Kontext, in dem kein Anderer da ist, um diese Rolle zu übernehmen. Er ist dabei, Geschichte zu schreiben und er wird Geschichte schreiben.]

    http://www.dreuz.info/2015/02/binyamin-netanyahou-winston-churchill-de-notre-epoque/

  19. Hein schreibt:

    Wer sich die Rede Netanyahus anschaut, kann erkennen, warum Obama ihn nicht empfängt. Die Begeisterung, die Netanyahu entgegenschlägt, hat der amerikanische Präsident lange nicht mehr erfahren. Und in deutschen Medien wird lediglich von den 30 Demokraten gesprochen, die der Rede

  20. mike hammer schreibt:

    Obamas Antwort auf Nathanjaus Heimspiel vor dem US-Kongress.

    • mike hammer schreibt:

      und Hillary, die ihre alte wohnung vom halbweißen sack obama zurück will,
      nützte 4 jahre lang ein privates emil konto für ALLE emils des aussenminiseriums.
      das bedeutet auch das mitlesen konnte wer wollte und die blöde schnepfe will
      presidentin der USA werden?

  21. mike hammer schreibt:

    die rede war briliant, hatte den eindruck nathanjahu hätte gute chansen
    president der USA zu werden, wenn er ein ami wäre,
    jubel, stehende ovationen…..

    obama sagte nathanyahu keine lösung bietet, obamas lösung ist aber keine.

  22. Silke Stoecklein schreibt:

    Vielen Dank für die Uebersetzung!

  23. ceterum censeo schreibt:

    Vielen Dank für die Übersetzung!
    Ich glaube, Netanjahu ist beinahe verzweifelt, und wir hätten allen Grund, es auch zu sein. Gestern noch mußte ich lesen, daß Obama mit dem Abschuß israelischer Kampfjets drohte, wenn diese den Iran angreifen sollten. 😦

    • sebastian schreibt:

      Weil die Amis auch nicht mehr für Israel sterben wollen.
      Ist das so schwer zu verstehen?

      Iran hat wahrscheinlich die Bombe schon längst. Und die USA weiss das.

      Der Vater der pakistanischen Atombombe, Abdul Khan war auch „nur“ Maschinenbauingenieur. Hat man die Zentrifugen und Roh-Uran hat man die Bombe.

      Iran hat eigene grosse Uranvorkommen.

      Die Pakistanis hatten die Bombe dann auch recht schnell und Khan hat die Pläne schon vor langer Zeit in den Iran verkauft, so Mitte der Neunziger. Mehr als genug Zeit um mit den seitdem laufenden Hochleistungszentrifugen Material für zig, wenn nicht
      hunderte Uran-Bomben zu bauen, die nicht getestet werden müssen (Gun-design).

      Ausserdem ist der Iran in der Lage eigene Satelitten ins All zu schiessen.

      Besitzt also auch Interkontientalraketen. Sie können auch Raketen und Marschflugkörper von Ubooten aus abschiessen und besitzen chemische Waffen wie VX-Gas.

      Israel sollte sich lieber um Frieden bemühen.

      Wehrlos ist der Iran jedenfalls nicht. Und das ist gut so.

      • A.Bundy schreibt:

        Das Judenhasserle hat mal wieder feuchte Träume. *würg*

        • ceterum censeo schreibt:

          Leute, die für derartige Orkländer Sympathien empfinden, wo vergewaltigte Frauen hingerichtet werden und der Vergewaltiger als geachteter Mann zuschaut, Länder, die die halbe Welt ungestraft terrorisieren und auch uns selbst bedrohen, solche Leute sind Abschaum in meinen Augen.

      • Kanalratte schreibt:

        Iran hat immerhin stabile Baukräne…

Seid gut zueinander!

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