Ein Sonntag im Lager

Ein Erlebnisbericht von Alexander Spix.

Am Sonntag, 23. August 2015 um 15.37 Uhr bekam ich von einer Freundin eine SMS: „Ich gucke mir jetzt das Flüchtlingslager beim Aqualand an, wenn Du mit magst, gib Bescheid.“

Mein erster Gedanke war: „Nein, ich schaue mir keine Menschen an, wie Andere Tiere im Zoo anschauen.“ Dann fiel mir ein, dass in der Presse stand, die Unterkunft sei noch nicht mit Menschen belegt, die Zuflucht suchen. Also sagte ich zu.

Sie holte mich mit dem Auto ab, da wir uns einig waren, dass der Weg nach Chorweiler mit dem Fahrrad viel zu weit sei. Im Auto dachte ich dann schon, wenn uns dieser Weg mit dem Fahrrad innerhalb von Köln schon zu weit ist, was sollen dann erst die Flüchtlinge sagen, die Tausende von Kilometern hinter sich haben und den Luxus solch einer Entscheidung nicht haben.

Auf dem Weg nach Chorweiler redeten wir über Gott und die Welt, gestört nur durch die nervige Stimme des Navis. In Chorweiler angekommen, machten wir uns auf die Suche nach dem Parkplatz vom Aqualand, der extra für das Flüchtlingslager abgesperrt worden war. Am Fühlinger See angelangt, fragte meine Freundin zwei vorbeiziehende junge Männer, ob sie wüssten, wo wir die Flüchtlingsunterkunft finden könnten. Die Beiden erteilten uns Auskunft und es kam noch: „Da sollen bis Ende der Woche mehr als 1.200 Leute hin,“, dabei ein skeptischer Blick, und die beiden zogen weiter. Wir beide auch.

Wir kamen nach gut zehn Minuten Fußweg an dem „Areal“ an. Dieses war mit Zäunen und Sichtschutz abgeriegelt. Um den Eingang zu finden, beschlossen wir, um das Gelände herum zu gehen. Der Weg dorthin war etwas höher gelegen, und wir konnten von dort oben in die „Zeltstadt“ einsehen. Mir wurde ganz komisch. Ich dachte mir: „Wie würde es mir gehen, wenn ich hier mit einem Bus ankommen würde?“ Ich sagte zur meiner Freundin: „Ich würde heulen, wenn ich hier ankommen würde, und das hier sehen müsste.“

Wir verstummten. In meinen Gedanken kamen Situationen von früheren Urlauben, wo ich Bussen von den Flughäfen zu den Hotels gefahren wurde. Es wurden in der Regel mehrere Hotels angefahren. Man war gespannt, wie das Hotel aussehen würde. Bei vielen Hotels, die vorher angefahren wurden sagte ich oft: „Gut, dass wir hier nicht unterbracht werden, das ist ja das Letzte!“ Dabei waren es ganz normale Hotels, nur nicht mit ganz soviel Luxus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Oder Gedanken von Berichten von Freunden aus dem Urlaub, Klagen, weil vielleicht der Blick aufs Meer nicht so toll war, wie sie es sich vorgestellt hatten. Alles Peanuts im Vergleich zu dem, was ich hier sah.

In der Zeit, wo ich über diese Dinge nachdachte, fanden wir einen Eingang, wo sich auch offizielle Menschen befanden. Meine Freundin öffnete das Tor und ging zu einem Container hin, wo sich die Menschen befanden. Ich blieb verhalten wartend vor dem Tor stehen. Sie redete mit zwei Menschen. Ich verstand kein Wort. Sie kramte in ihrer Handtasche herum, und holte einen Ausweis hervor und zeigte ihn. Sie ist Juristin. Dann rief sie mich rein.

Ein netter Herr mit zwei Aktenordnern unterm Arm (später sagte er uns, er sei von der Stadt) begleitete uns auf dem Gelände. Mein Magen zog sich immer mehr zu. Er zeigte uns ein bereits fertiggestelltes Zelt, welches als Schlafunterkunft für 80 Menschen dienen sollte. Alles wirkte auf mich bedrückend und eng. Teilweise standen da Feldbetten aus Karsernen. Diese waren so schmal, dass man nur ohne Bewegung drauf liegen konnte. Wenn man sich umdreht, fällt man herunter. Es standen vier Schlafplätze (Hochbetten) in Parzellen, mit Stellwänden und Spinden voneinander getrennt, wie man sie kennt aus der Umkleide vom Sport, teilweise unabschließbar. Beheizt wurden die Zelte mit einem Notstromaggregator, aber da gab es ein Problem. Die Trennwände waren zu hoch, und die erste Parzelle überhitzte sich, während die weiteren Parzellen keine Wärme abbekamen. Dieser Fehler sollte noch vor der Ankunft der ersten Flüchtlinge behoben werden, indem die Trennwände gekürzt würden.

Wie man die engen Räume lüften sollte, war mir ein Rätsel. Beim Verlassen des ersten Zeltes zeigte der Herr auf ein weiteres Zelt und sagte: „Das sind Aufenthaltszelte.“ Meine Freundin fragte: „Also, wo Billiardtische usw. augestellt sind?“ Ich dachte mir schon, was fragt sie da? Der Herr von der Stadt lächelte und sagte, „Nein“, es seien sogenannte Speiseräume. Auch diese waren voll mit Tischen, die eng bestuhlt in Reihen aufgestellt wurden. Auf dem Gelände selbst war sehr wenig Platz, und man fragte sich, wo können die Menschen hin, wenn sie mal raus wollen? 

Zum Schluss sagte der Mann von der Stadt: „Dies ist nur eine Notunterkunft.“ Auf meine Frage, wie lange die Menschen hier verbleiben müssen, zuckte er bloß mit den Schultern. Also kann die „Notunterkunft“ wohl für die hier lebenden Menschen einen längeren Aufenthalt bedeuten, schloss ich in Gedanken. Diese Vorstellung war sehr erschreckend für mich und machte mich sehr nachdenklich. Ich hoffe nur, dass die Politik schnell handelt, und dass die Menschen, die hier unter solchen Zuständen leben müssen, von den Bewohnern Kölns herzlich aufgenommen werden und keine Ablehnung erfahren, wie in manch anderer Stadt in Deutschland.

Wieder zu Hause angekommen, fiel mir ein, dass ich mir mit meinem Verlobten Joseph Vicaire vor ein paar Tagen die größere Wohnung unserer Nachbarin angeschaut hatte, die im September aus der Wohnung auszieht. Mit dem Gedanken in eine größere Wohnung zu ziehen, (da hätten wir nicht 58 qm, sondern 70 qm Wohnfläche und ein Zimmer mehr), erfüllte mich mit Scham. Vorab hatten wir uns schon dagegen entschieden, und nach dem heutigen Besuch im Flüchtlingslager bin ich darüber sehr froh.

Was ich noch erwähnen möchte: Das Technische Hilfswerk und die Johanniter leisten echt super Arbeit, aber wenn man bedenkt, wo diese Menschen herkommen, was für ein Leidensweg sie erdulden mussten, um schliesslich in einem Lager leben zu müssen, ist es mir unbegreiflich, wie andere Menschen ihnen so viel Hass entgegenbringen können. Ich kann das nicht verstehen.

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98 Antworten zu Ein Sonntag im Lager

  1. Eitan Einoch schreibt:

    Eine Frage. Wenn man ein Lager baut, um darin die Flüchtlinge zu konzentrieren, ist das dann ein Konzentrationslager?

    • D.S. schreibt:

      Gegenfrage:
      Wenn man einen dümmliche Kommentar in die Tasten rotzt und sich dabei für verdammt clever und witzig hält, wird dann aus einem Einoch ein Arschloch?

      • Eitan Einoch schreibt:

        Nein. Denn ein Arschloch bin ich bereits. Zumindest gegenüber Dummschwätzern, die mit Totschlagargumente um sich werfen sowie auf offene Fragen mit Gegenfragen und auf Entweder-Oder-Fragen mit Nein antworten…

        • D.S. schreibt:

          Wie bereits angedeutet: Ich argumentiere hier nicht. Falscher Ort. Entsprechend gibt es auch kein „Totschlagsargument“.
          Die Entweder-Oder-Frage: Ich kann nur im Entweder (ob ich „etwas Produktives zur Diskussion beisteuern“ kann) eine Frage sehen. Und darauf auch eine Antwort gegeben.
          Das Oder („die üblichen Totschlagargumente verteilen“) ist leider keine neutrale Frage, sondern beinhaltet bereits eine tendeziöse Unterstellung und ist somit Kackstuss, der keine Antwort verdient.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Daher frage ich: Was zum Geier willst du also hier? Diskutieren willst du offenbar nicht. Könntest du in diesem Fall wenigstens so freundlich sein und dein Getrolle woanders fortsetzen?

          • A.S. schreibt:

            Und jetzt geh spielen und lass die anderen in Ruhe. Wenn’s dir hier nicht passt trag entweder was bei oder geh. Wenn dir einfach langweilig ist geh zu: http://www.schoener-onanieren.de
            Aber belästige bitte niemand. Das macht man weder im Real Life von im virtuellen Leben.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Eitan Einoch: „Daher frage ich: …“

            Daher frage ich, Eitan, willst Du nicht lieber mit einer quietschenden Tür diskutieren?
            Dümmere Äußerungen könnte auch diese nicht liefern.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @A.S.: „Wenn’s dir hier nicht passt trag entweder was bei oder geh.“

            Gott ja, er trägt doch was bei. D.S. hat, an seinen Verhältnissen gemessen, bereits eine Doktor-Arbeit hinterlassen.
            Außerdem wissen wir ja nicht, was sich hinter dem Pseudonym D.S. verbirgt. Möglicherweise eine subtil versteckte Selbstironie, wobei ich durchaus nicht an Dumme Sau denke.
            Schließlich kommentiere ich mit Respekt!

          • Bachatero schreibt:

            Ohne Respekt geht’s nicht. Daher würde mir auch nie Darm Spülung in Verbindung mit Dünn Schiß oder gar Dick Sucker einfallen. Vielleicht ist er Nazienkel in seiner Manifestation als Intellektueller?

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Bachatero: „Vielleicht ist er Nazienkel in seiner Manifestation als Intellektueller?“

            Würde diesbezüglich kein Bierdeckel ausreichen?

          • Bachatero schreibt:

            Vermutlich sogar der Rand der Blauen Mauritius, genau das meinte ich ja.

    • abusheitan schreibt:

      Im Prinzip ja.
      Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied:
      Aus einem echten Konzentrationslager dürfen die Insassen nicht raus.
      Bei einem Lager für Refugees oder traumatisierte Flüchtlinge oder Schutzsuchende dürfen dies zwar raus, aber keine Einheimischen oder Pressevertreter rein.
      Die könnten sich nämlich sonst ein realistisches Bild der Zustände machen.

  2. besucher schreibt:

    Das nenn ich doch mal Fremdenfeindlichkeit:

    http://www.welt.de/?config=articleidfromurl&artid=145669666

  3. levrak schreibt:

    A.S.
    (August 27, 2015 um 11:49 vormittags)
    „Ja, mir wäre es auch lieber. Ich möchte mir nicht vorstellen was los ist falls wirklich Le-Pen regiert.
    Aber ich bin wenig optimistisch. Hollande soll Probleme angehen? Außer Gerard Depardieu aus dem Land zu ekeln hat der bisher nichts hinbekommen.“

    ~ * ~
    A.S. usw., das ist offenbar das allgemeine Problem.
    Es wird nicht miteinander geredet, nicht nach Lösungen gesucht oder gestrebt.
    Es werden die Sorgen der Menschen nicht wahrgenommen bzw verschwiegen und karikiert (auch die der ‚Flüchtlinge‘, wie auch immer), sondern es gibt im öffentlichen Diskurs beinahe nur noch „Ausschlußverfahren“.

    „Gruppen bekämpfen Gruppen, alle gegen alle“.
    Momentan begnügt man sich noch mit zwei „Übergruppen“: „Linke und Rechte“.
    Wobei die „Rechten“ als der gesellschaftliche Rand dargestellt werden, als eine Minderheit, die vermutlich und tatsächlich nicht „das Pack“ (Mullahfreund Gabriel findet das scheinbar so), sondern die Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren.
    Ohne, daß diese Mehrheit in irgendeiner Form rechtsradikalem Gedankengut anhängt.
    Es ist ein Skandal, wie öffentlich mit dem Demos verfahren wird!
    Und es nötigt Respekt ab, wie erfolgreich diese Verblendung (bislang noch) funktioniert.

    Innerhalb dieser „Großgruppen“ sammeln sich dann jeweils die, die von „der anderen Seite“ ohnehin den schwarzen Peter zugeschoben bekommen haben.

    Es sieht nach Chaos aus. Und wo Chaos auszubrechen droht (und teils ganz einfach schon herrscht, zB sogenannte „No-Go-Areas“ widersprechen deutscher Rechtsordnung, nenne ich’s also mal „Para-Chaos“), da ist es nicht unwahrscheinlich, daß Interessenverbände die Situation für sich organisieren. Um das Chaos zu ihren Gunsten zu nutzen. Haben sie es gar selbst herbeigeführt?

    Worauf ich in Broders Artikel* nicht näher einging (in vorhergehenden Kommentar), was aber durchaus mehr als nur anmerkenswert ist, ist diese Beschreibung:
    „Es ist noch nicht lange her, da hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen 17 Minuten langen Infofilm über „das deutsche Asylverfahren“ produziert und auf seiner Homepage online gestellt. Der Protagonist ist ein junger Iraker, der in Deutschland Asyl beantragen möchte (…) steht er eines Tages vor einer „Aufnahmeeinrichtung“ für Flüchtlinge (…) Eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Migration geht auf ihn zu und sagt: „Guten Morgen, wie kann ich Ihnen helfen?“ Und so geht es weiter. (…) wird er von freundlichen Helfern in Empfang genommen (…) Der aufwendig hergestellte Film wurde in neun Sprachen synchronisiert. Unter anderem Albanisch, Arabisch, Serbisch und Paschtu (…)
    Wer das Werk gesehen hat, der kann garnicht anders, als sich sofort auf den Weg nach Deutschland zu machen…“

    (Stark auf wesentliches verkürzte Wiedergabe dreier Absätze im ‚Die Welt‘-Artikel.)

    Was also haben sich die Filmemacher von Amtswegen dabei so gedacht?
    Haben sie überhaupt (nach)gedacht, oder nur gehorsam ausgeführt?
    Geht es hier wirklich um Mitleid für und Not von „Flüchtlingen“, oder werden die „Flüchtlinge“ selbst als Menschenmaterial mißbraucht?
    Und wozu, was ist der Sinn der Sache?
    Gibt es einen öffentlichen Diskurs zu solchen Angelegenheiten?

    [*http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html
    ** https://vimeo.com/130482976
    http://www.bamf.de/SharedDocs/Videos/DE/BAMF/we-have-arrived-unhcr-1000.html
    (oben – aus dem ‚Die Welt‘-Artikel.)

    (vorsichtshalber noch aus einem anderen Blog entlehnt.)

    Weitere Anmerkung
    zum Gebrauch des Wortes „Interessengemeinschaft/-verband“ in meinem Text.

    Es ist absehbar, und zu oft schlicht usus, daß gewisse „Verschwörungsfreunde“ hinter diesem Begriff „die Juden“ –bzw inzwischen geschickter: „die Zionisten“- anklagen werden (und so längst tun).

    Der falsch karikierte Begriff „die Zionisten“ soll „das Judentum in direkter Anrede“ im öffentlichen Diskurs von der „dem Zionisten“ angeklagten Verbrechen fernhalten.
    Man möchte somit den eigenen Antisemitismus reinwaschen, der allerdings (ua) in Bildersprache mehr als deutlich zeigt, was gemeint ist.

    Es werden also (ua) sogenannte „Alibi-Juden“ (antiisraelische Juden) vorgeführt, es wird öffentlich vermieden „die Juden“ an sich anzuklagen.
    Was allerdings die Freunde und Bewunderer solcher Strategen („Anti-Zionisten“) oft nicht verstehen. Weshalb sie sich deutlicher als ihre „Leitwölfe“ äußern…

    Wie dem auch sei. Das ist selbstverständlich Unsinn.
    Selbstverständlich gibt es keine „jüdische Mafia“, nenne ich’s salopp mal so, bzw „Zionistenmafia“, die an der „Aussaugung der Welt“ arbeite, und die auch ua nun aktuell verantwortlich sei für oben angesprochene Misere.

    Daß es auch Verbrecher gibt, die aus jüdischen Familien stammen, sollte keinen Menschen überraschen(, und erst recht nicht „dem Jüdischen Volk“ angeklagt werden).
    Wie der Staat Israel mit solchen Leuten –Kriminellen- verfährt (nämlich rechtsstaatlich) sollte allgemein bekannt sein.]

    Von A.mOr.

    • levrak schreibt:

      http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html
      (unsicher, ob der link oben funktioniert, daher hier nochmal nachgereicht.)

      Auch möchte ich zugeben, daß ich mir verlinkte Videos selbst derzeit (wegen langsamer Funkverbindung) nicht ansehen kann, aber den Inhalt dann einfach „deutete“.
      Falls etwas zu beanstanden ist, bitte Bescheid geben.) A.mOr.

    • levrak schreibt:

      Dann liest man vom „Grauen auf der Autobahn“, der Tod von vielen Einwanderwilligen in einem Lieferwagen (LKW).
      Und dann dieses Video vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das Menschen zum Einwandern motiviert: in das Paradies wo das schöne Leben lockt.

      Oder in ein leeres Lager auf einem Sonntag.
      Und endet auf der Autobahn im Laderaum eines Kühlwagens.
      So weit waren sie schon gewesen, um dann im LKW zu verwesen.
      Auf der Autobahn.

      Nochmal ‚Die Welt‘.
      http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article145713824/Grauen-auf-der-Autobahn-Fluechtlinge-verwesen-in-Lkw.html

      Aus dem Artikel.
      „Manchmal sind Politikerreden nicht weit entfernt vom ganz realen Grauen der Flüchtlingskrise.“
      Manchmal haben Politiker eine Idee davon, daß ihre Ideen keine guten sind.
      Aber darum geht’s wohl nicht.

      „Wahrscheinlich seien es zwischen 40 und 50 Tote.“
      Keine Politiker.
      „Ein Kühlwagen mit Hühnerfleischwerbung.“

      Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (…) sagte:
      „Diese Tragödie macht uns alle betroffen.“

      In Österreich ist die Welt noch in Ordnung.

      „Wir haben gemeinsam die Pflicht, etwa jene, die an diesem Leid auch noch verdienen, in die Schranken zu weisen“, sagte Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann.
      „…dreckiges Handwerk…“
      A.mOr.

    • levrak schreibt:

      Anmerkung. Daß ich lang und breit erkläre, daß keine „Jüdische Verschwörung“ hinter den von mir vermuteten (dh. erwähnten) „Interessen-Gemeinschaften“ steckt, ist hier für die meisten Leser wohl nicht notwendig. Gleich, ob Pro-Masseneinwanderung oder contra-.
      Trotzdem, vorsichtshalber, es mag solche Verschwörungstheorien von dieser Seite fernhalten. A.mOr.

  4. Krokodil schreibt:

    Wenn der grosse Knall kommt, ist hoffentlich zuerst der Strom weg.

  5. levrak schreibt:

    D.S.
    (August 26, 2015 um 6:33 nachmittags)
    Alle Eunuchen von PI hier versammelt?

    Durchzählen, bitte…

    Scusi, OT – apropos „Eunuchen“.
    ZB Nachrichten, die nicht gefallen.
    http://www.insuedthueringen.de/lokal/suhl_zellamehlis/suhl/15-Jaehrige-wird-in-Suhl-angegriffen-18-Jaehriger-Tatverdaechtiger-wieder-frei;art83456,4295118
    Apropos zählen… (A.mOr.)

    D.S., nichts für ungut. Man sollte alle Seiten betrachten, wenn schon.

  6. abusheitan schreibt:

    Beim Lesen des Artikels überkamen mich Tränen der Rührung und alte , schmerzliche, längst verdrängte Erinnerungen kamen hoch. An die erzwungenen Aufenthalte im so genannten „KZ des Südens“, einem 2 Kilometer langen und 500 Meter breiten Zeltlager, parzelliert, mit Wassergraben und Stacheldraht umzäunt, mit Ausgehsperre nachts und Ruhegebot, allabendlichem Trompetensignal und Fahrzeugen, die das ganze Lager mit Gift einnebelten um angeblich Ungeziefer abzutöten. Schon der Name ließ Schreckliches ahnen: NSU Lido!
    Gezwungen zu diesem 4 wöchigen Aufenthalt wurde ich von meinen Eltern, die dafür sogar jedes Jahr richtig viel Geld ausgaben. In der Hitze Italiens musste ich schmachten, selbst bei Gewitter und Regen zu Fuß in die Gemeinschaftstoiletten und Duschen gehen und dort Schlange stehen. Außer dem flachen Strand und dem trüben Meer gab es nichts zur Unterhaltung, Radio und Musikinstrumente waren streng verboten. Ich fühle zu tiefst mit den traumatisierten Flüchtlingen, habe ich doch auch auf Feldbetten ausharren und von mitgebrachten Konserven zehren müssen. Keine Sarah Wiener hat für uns gekocht, keine Claudia Roth hat für uns Börek gemacht, allein der Pfanni-Mann hat für uns Kostproben seines Könnens großzügig serviert.
    http://www.nsu-welt.de/Drumherum/Campingplatz/campingplatz.html

  7. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Ihr Artikel zeugt von hoher Menschlichkeit, Alexander Spix, weshalb mir nichts daran liegt ihn herunter zu machen. Indessen stören mich solche Aussagen:
    „…, aber wenn man bedenkt, wo diese Menschen herkommen, was für ein Leidensweg sie erdulden mussten, um schließlich in einem Lager leben zu müssen, ist es mir unbegreiflich, wie andere Menschen ihnen so viel Hass entgegenbringen können. Ich kann das nicht verstehen.“
    Woher glauben Sie zu wissen, dass es Hass ist, der diese Ablehnung bewirkt und nicht Angst und, falls es Angst sein sollte, ist diese nicht durchaus berechtigt?
    Stimmt es etwa nicht, dass im Zuge der Einwanderungswelle auch die Kriminalität ansteigt, der religiöse Extremismus, der Judenhass, die Missachtung der Frau, die Homophobie u.s.w.?
    Warum also, sollten Deutsche ihren polit-medialen Zuhältern noch irgendwelchen Glauben schenken, deren Lügen folgen und so tun wollen, als wäre alles eitel Harmonie?
    Wenn unsere vereinigte Zuhälterschaft von ihrem eigenen Geschwätz tatsächlich überzeugt wäre, dann könnte sie der Bevölkerung doch mit plausiblen Argumenten entgegen treten, statt mit billiger Diffamierung („Nazis in Nadelstreifen“).
    Warum investieren unsere „Intellektuellen“ ihre überragende Geisteskraft nicht in sachliche Überzeugungsarbeit, statt in hysterisches Nazi-Nazi-Gekreische? Kapieren sie womöglich selbst, wie verlogen sie sind?
    Kann mir nicht helfen, aber der windige Umgang mit den Ängsten der Bürger beweist mir eindeutig, dass die Bürger recht haben!

  8. D.S. schreibt:

    Alle Eunuchen von PI hier versammelt?
    Durchzählen, bitte…

  9. O.Paul schreibt:

    Keine Ahnung, wieviele Vietnamesen hier in Deutschland leben. Eines fällt aber auf: die leben recht geräuschlos hier. Ihre Kinder besuchen das Gymnasium, studieren und sind bis auf das Aussehen nicht von den Ureinwohnern zu unterscheiden. Nicht anders ist mit den Ungarn, Polen usw. usf. !
    Die bereichern wirklich unser Land und unsere Kultur!

    • Eitan Einoch schreibt:

      Nicht zu vergessen: Die jüdischen Einwanderer (aus der ehemaligen Sowjetunion). So unauffällig und „unsichtbar“, dass man an deren Existenz zweifeln könnte. 😀

  10. Eitan Einoch schreibt:

    Erst hat man alle desintegrierten Türken und Araber mit absolut unauffälligen Polen, Japanern, Vietnamesen und anderen „Migranten“ in einen Topf geworfen. Jetzt werden halt alle illegal Eingewanderten mit Flüchtlingen, die vor Verfolgung und Folter geflohen sind, in einen Topf geworfen. Wer differenziert, ist „rechts“!

  11. Vince Stoppard schreibt:

    Da schreibt ein -zugegebenmaßen naiv argumentierender- junger Mann einen Erlebnisbericht über ein entstehendes Massenaufnahmelager in Köln und schildert seine Gefühle – es sind einfach Gefühle der Mitmenschlichkeit gegenüber hilflosen und zum großen Teil traumatisierten Menschen, die in diesem Massenzeltlager leben müssen. Er lässt die Politik draussen vor. Und was passiert? In diesem Blog melden sich die die gewöhnlichen „asylkritischen“ Tastaturhelden massenhaft zu Wort, machen ihn nieder. und ventilieren Argumente, die man sonst nur in den Kommentarspalten des rassistischen Blogs „PI-News“ lesen kann.Sind Sie nicht etwas erschrocken über Ihre Lesergemeinde, Herr Buurmann?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Jung 🙂 das wird Alexander freuen 🙂

      • levrak schreibt:

        Braucht Alexander Spix noch eine Bestätigung für sein Mitgefühl?
        Das würde ja beinahe insinuieren, daß er selbiges nur vorgaukle?
        Was ich nicht glaube. Und das hier so offen darzulegen erfordert Mumm.
        Mein Respekt. A.mOr.

    • O.Paul schreibt:

      Sind wir nicht alle ein bißchen Bluna?

    • A.S. schreibt:

      Und wenn einem etwas anderes weit mehr auf den Nägeln brennt als politikfreie Gefühle und man das äußert, dann kommt jemand daher und schiebt gleich mal alle in die Nähe eines „rassistischen Blogs“.
      Danke für die Bestätigung, dass es kaum möglich ist sich kritisch zu äußern ohne dass irgendwer „Rassist“ ruft.

    • levrak schreibt:

      Aus einem Artikel (siehe link) heraus zitiert:
      „…Wer angesichts solcher Bilder kein Mitleid empfindet, der hat kein Herz, wer aber nur Mitleid empfindet, von dem er sich mit einer Spende befreit, der hat keinen Verstand.“
      http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html

      Dennoch ist es Andreas Spix gutes Recht, nicht nur weil GB gewährt, seine Sicht auf dieses „leere Lager“ auf’m Sonntag zu schildern.
      Meinen Respekt also für den Mut von Andreas Spix.

      Es ist öffentlich (auch hier), und es wird öffentlich dazu Stellung genommen.
      Ist doch gut und richtig. Oder was?

      Und dann will Vince Stoppard Schrecken über das „rassistische“ Potential der GB Lesergemeinde finden?
      Auch eine „Meinung“, nur eben keine Kritik.
      Denn es ist inhaltlich nichts gewichtiges, und ohnehin nichts, was nicht „Qualitätsmedien“ und Politiker ausdauernd vortragen: Abwertung anderer Meinung und letztlich niederbrüllen: „Alles Rassisten!“
      Als ob es dieser Tage nur noch um Meinungen ginge!

      Und ob diese Menschen zu „großen Teilen traumatisiert“ seien, das möchte ich doch sehr stark anzweifeln!
      Auch gleich hier „vor meiner Haustür“.
      Ja, auch junge Männer wohnen dort jetzt.
      Vor allem wohnen dort Familien in ~drei Generationen, da gehören auch junge Männer zu.
      Und spielende Kinder, so schön und herzerfrischend, wie Kinder eben sind, egal woher.
      (Zum Glück, denn traumatisierte Kinder –und was mit ihnen los ist- kenne ich auch.
      Lange nicht nur ein Phänomen von irgendwo weit weit weg!)
      Und ein 30-Wohnungen-Mietshaus gehört dazu, dessen vormalige Bewohner hinauskomplimentiert wurden. Komplett renoviert von außen und innen, usw… Man hat es sich einiges kosten lassen. Und eine (die) Immobilienfirma wird nicht draufgezahlt haben. Keine roten Zahlen.
      Das geht weit über die Erstaufnahme-Lager hinaus, die manche (zB Ex-SU, usw) hier vielleicht noch kennen.

      Und, weiter im Text zum Begriff „traumatisiert“, das ist nicht einfach Meinung von mir.
      Augen auf hilft schon etwas weiter. Wenigstens einigen. Für mich speziell auch deshalb, weil mir nicht nur einmal im Leben „die Augen geöffnet“ wurden, obwohl sie lieber geschlossen geblieben wären.
      Das, was traumatische Erfahrung verursacht, ist mir beileibe bekannt.

      Da sollten keine Schwätzer reinreden, aus Respekt vor tatsächlichem Schmerz und dem Nachleiden an unbegreiflich schlimmer Erfahrung. Aus Respekt vor der Würde auch gerade jener, die mit solchen posttraumatischen Schwierigkeiten durch ihr Leben müssen. Wenn sie überhaupt können…
      Nu, für die die’s schaffen bleibt immerhin das Leben.
      (Nur mal leise nebenbei, trotz dem Geschrei hier.)

      Das bei den Neuankömmlingen, und längst hiesigen, einige dabei sind, die genau solche schlimme Erfahrung anderen sogar nur zu gerne antun (keine Rede von „Potential“, jeder entscheidet über das eigene Handeln), das sollte niemand überraschen.

      Den, meiner Meinung nach, tiefgängigsten Satz aus Broders Artikel findet man gleich eingangs:
      „Doch unser Urteilsvermögen scheint vor Mitleid für Flüchtlinge getrübt zu sein. Dabei müßte jetzt Vernunft herrschen.“
      A.mOr.

    • Sophist X schreibt:

      es sind einfach Gefühle der Mitmenschlichkeit gegenüber hilflosen und zum großen Teil
      traumatisierten Menschen

      Es waren eigentlich erstmal nur Gefühle gegenüber leeren Zelten. Der Rest ist Projektion.

  12. O.Paul schreibt:

    Die mediale Gehirnwäsche läuft zur Zeit auf Hochtouren:
    – Fast nur noch kleine Kinder, welche sich flüchtend durch ganz Europa bewegen
    – Politiker auf Exkursionen durch die Aufnahmelager (natürlich mit Betroffenheitsmine)
    – tausende deutsche Helfer
    – wer gegen Zuwanderung aus Europa ist, ist rassist

    Keiner redet mehr über TTIP oder dem Moneten- Morloch Griechenland. Die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenkosten wird zwar erhöht, allein die Begründung dafür ist sehr fadenscheinig.

  13. wreinerschoene schreibt:

    Also, ich war selbst Flüchtling und kam 1986 in die Bundesrepublik. Ich war froh mit meiner Familie endlich in Gießen angekommen zu sein. Ich war froh ein Dach über den Kopf und Verpflegung zu bekommen, bis ich nach 4 Wochen eine Arbeit bekam und wir uns selbst versorgen konnten. Flüchtlinge sind Menschen aus Kriegsgebieten, oder Menschen die durch Folter dazu gezwungen wurden ihr Land zu verlassen. Merkwürdigerweise, werden diese Menschen nie „auffällig“ weder in Zeitungen wirklich erwähnt noch gehen sie auf die Straße um zu protestieren. Sie und ihre Familien sind froh in Deutschland ein Dach über den Kopf und Verpflegung zu bekommen. Die die Deutschland in den Verruf des Rechtsextremismus bringen, in Hungerstreik treten oder auf die Straße gehen um zu demonstrieren das sie falsch behandelt werden, sind Menschen aus Afrika oder sonst woher, also kein Land von wo sie aus flüchten müssen da kein Grund besteht, nicht einmal annähernd. Denn die wollen mehr, jetzt sofort und nicht erst in ein paar Monaten. Sie kommen allein, sind männlich, kräftig und machen nur Stunk wenn es nicht nach ihren Willen geht. Also es gibt Flüchtlinge und es gibt „Flüchtlinge“, aber alle laufen unter der gleichen Beschreibung.

    • A.S. schreibt:

      Schön gesagt. Die echten Flüchtlinge benehmen sich nicht so dass sie in die Abendnachrichten kommen.
      Leider greift auch hier die Sprachverwirrung. Der Begriff „Migrant“ wurde eingeführt um unauffällige Japaner und Afrikaner mit „Problemmigranten“ sprachlich mischen zu können. Damit war die Trennung zwischen verschieden Gruppen aufgehoben und man konnte jeder Kritik mit einer riesen Mehrheit begegnen.
      Heute ist plötzlich jeder illegale Grenzübertreter ein Flüchtling. Und es ist faktisch nicht mehr möglich die Ausweisung von Jihadisten zu fordern ohne dass die Medien an kleine Kinder aus Kriegsgebieten denken. Wenn alles gemischt wird hat man keine Unterscheidungsmöglichkeit mehr. Das ist ein riesiges Problem.

      Kleines Beispiel: In unserer Gemeinde sind 200 Leute untergebracht. In den Zeitungen waren Bilder von syrischen Frauen und Kindern, gekommen sind aber ausschließlich junge Männer, die meisten aus Afrika. Es sind angenehmen und freundliche Leute die man gerne als Nachbarn haben würde, aber es bleibt ein medialer Betrug.

      • wreinerschoene schreibt:

        Das es keine Unterschiede in der Bezeichnung gibt ist beabsichtigt somit wird jede Kritik sofort als „Rechts“ eingestuft bzw. man kann die Kritiker so nennen. In einem Kommentar im „Focus“ wurde über Kos geschrieben, hier waren es Migranten und keine Flüchtlinge. Als ich den „Focus“ fragte, ob sie nur in Deutschland als „Flüchtlinge “ bezeichnet werden in Kos aber als Migranten, wurde mein Kommentar abgelehnt. Es ist also alles durchdacht und Absicht.

        • A.S. schreibt:

          Es ist ein linkes Weltbild, dass außer (auf Gefühlsebene) „ich bin gegen Rechts“, „Weltoffen“ und „Solidarität“ nichts zulässt. Nicht mal die offenkundigsten Tatsachen kommen gegen diese Affekte an. Entsprechend liegen die Probleme seit Jahrzehnten offen zutage, aber jede echte Diskussion wird per Diffamierung verhindert. Es geht nur darum ein schöneres Weltbild aufrecht zu erhalten. Manche Fakten stören da nur. Also schließt man die Augen und richtet alle verfügbare Wut auf die Überbringer der Nachrichten.

  14. bruriah schreibt:

    Einen Sonntag – in einem leeren Lager … Und schon ein schlechtes Gewissen. Warum? Wer mit knapper Müh und Not den Schlächtern der IS, Boko Haram und wie sie alle heißen mögen, entkommen ist, für den ist ein solches Zeltlager mit rundum Versorgung erstmal der Himmel auf Erden. Es sei denn … Ja genau, es sei denn, die betreffende Person müsste nun auf einmal mit den Menschen Zeltplane an Zeltplane leben, die es von Kindesbeinen gelernt hat, abgrundtief zu hassen – weil sie einen anderen Glauben haben, einem anderen Stamm angehören etc pp.
    Wie oft habe ich derlei Konflikte in den „Integrationskursen“ erlebt. Und das bei Menschen, die sich schon einige Jahre und Jahrzehnte hier in Deutschland befinden. Da brechen mittenmang uralte Stammeskonflikte (egal ob arabisch oder afrikanisch) aus und sprengen mir nichts, dir nichts den gesamten Kurs. Hilfe von Sozial- oder Einwanderungsmanagern? Pustekuchen. Aber wehe man versucht, mit halbwegs harter Hand (verbal natürlich) derlei Zwistigkeiten im Keim zu ersticken. Dann ist man „gefühllos“, „überheblich“, ja sogar „rassistisch“. Stattdessen wird einem als Frau nahegelegt, sich das Haar zu bedecken, bevor man einen Kurs mit hauptsächlich muslimischen Jungmannen beginnt, da wird einem geraten, Rücksicht auf die Gebetszeiten zu nehmen … und am Ende sollen doch bitte alle ihr Zertifikat erhalten.
    Und noch etwas: Vor einigen Jahren nahm Deutschland Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Libanon auf. Was wurde aus diesen? Richtig, die wenigsten sind auch nur halbwegs integriert, Bremen, Hamburg, Duisburg und einige andere Orte können davon ein Liedlein singen.
    Nein, ich will den Menschen aus Syrien, Irak, Afghanistan … nicht absprechen, dass sie aus höchster Not und Verzweiflung zu uns flohen. Ja, ihnen muss geholfen werden – aber ihnen muss auch unmißverständlich klar gemacht werden, dass sie nun nach unseren Regeln zu leben haben. Und diejenigen, die mit diesen Flüchtlingen zu tun haben, von ganz oben bis vor Ort müssen lernen, dass die Sorge, die viele Einheimische haben, nicht nur „dummes Zeug“, „rassistische Verblendung“ etc. sondern allzuoft nicht von der Hand zu weisen sind.
    Aber das ist wohl nur ein frommer Wunsch, zeigt sich doch schon jetzt, dass sich rund um die Flüchtlingsproblematik wieder eine ganze „Wohlfühlindustrie“ gebildet hat, die sich mit klaren Argumenten und harten Fakten nicht mehr von den Geldtöpfen verscheuchen lässt.

  15. Couponschneider schreibt:

    Ja, das ist ein trauriges Kapitel, aber man muss ja bedenken, dass der Flüchtlingshilfe natürliche Grenzen gesetzt sind. So wie Herr Buurmann nicht in Nullkommanix eine neue Rolle einstudiert, so kann man auch nicht in Nullkommanix Räumlichkeiten für 100000te Flüchtlinge schaffen.

    Wenn die Menschen aus Syrien kommen, einen wirklich Kriegsgebiet, muss man natürlich diesen Menschen Asyl geben, selbst wenn es Antisemiten wären. Wenn sie Probleme (z. B. „Juden ins Gas“ skandieren) machen, dann muss man sie bei Kriegsende sofort wieder ausweisen. Wirtschaftsflüchlinge sollte man auch nicht ins Land lassen. 1. Es gibt einen regulären Weg. Niemand muss den strapaziösen Weg übers Mittelmeer nehmen. 2. Vielleicht sollten diese Menschen mal daran arbeiten, dass es in ihrer Heimat besser läuft. Sie machen sich die Illusion, dass hier der goldene Westen wartet, aber ohne Ausbildung nach unseren Standards wird es richtig schwierig.

    • A.S. schreibt:

      Ein bisschen Widerspruch. Wer hier „Juden ins Gas“ brüllt oder auch seine regionalen Konflikte mitbringt hat den Asylanspruch verwirkt und zwar sofort. Asyl ist für Menschen da die einem Konflikt entkommen wollen und nicht für Menschen, die aus der Sicherheit heraus daran teilnehmen wollen.
      „Wirtschaftsflüchtlinge“ sollten durchaus ins Land, gerne auch viele solange das ganze geordnet vonstatten geht. Das entscheidende Kriterium fürs dauerhafte Bleiberecht sollte die Integration sein. Wer die hiesigen Werte und Verhaltensweisen akzeptiert (mögen muss man sie nicht), seinen Platz in (und nicht gegen) dieser Gesellschaft sucht und seine Kinder als Teil der Gesellschaft erzieht (und nicht als Gegner) ist herzlich willkommen. Das dürfen dann auch gerne Millionen von Menschen sein.

      Nur wenn z.Z. einerseits bestens integrierte Familien gegen den Willen der Gemeinde abgeschoben werden und es andererseits oft nicht möglich ist Kriminelle und erklärte Feinde der Freiheitsordnung abzuschieben, dann stimmt an der Rechtslage etwas ganz gewaltig nicht. Die Politik müsste endlich ihre Arbeit machen. Zuwanderungsgesetzt statt Ampelfrauchen……..

  16. David schreibt:

    Ich empfehle zwei Dinge: Erstens mal die nachfolgende Zusammenstellung lesen:
    http://www.andreas-unterberger.at/2015/08/28-verschiedene-antworten-auf-eine-voelkerwanderung/#sthash.NxfFtuKL.WUL8QEzt.dpuf

    Und dann das Buch von Jean Raspail „Das Heerlager der Heiligen“ zu lesen (Antaios).

    Und vielleicht noch die Anmerkung, daß die alternativlose Merkel lt. offizöser Vorankündigung heute in Heidenau mit „allen“ sprechen will. Die Bevölkerung wurde nicht genannt. Ihr gestriger Auftritt in Duisburg-Marxloh war genau wie früher in sozialistischen Seiten: Wenn Breschnew kam, dann wurde all das, war er zu sehen bekam, saubergemacht und neu gestrichen. Herr Potemkin läßt grüßen. Degeneriert, wie wir sind, haben wir heute dieselben Zustände.

  17. American Viewer schreibt:

    Herzschmerz und Tränendrüse sind ja nett, lösen aber keine Probleme. Die Kommentare von Fleischhauer und Broder zur Migrationskrise waren in dieser Hinsicht deutlich rationaler und hatten auch Lösungsvorschläge zur Hand.

  18. Alexander Spix schreibt:

    Feldbetten, wie es das Wort schon sagt, sind Feldbetten und nicht die Betten in den Kasernen, wo gut bezahlte Soldaten ihre Wehrpflicht abgesessen haben.

  19. ceterum censeo schreibt:

    Ich habe gerade überlegt, was Aristobulus ( ein ehemaliger Kommentator ) wohl gesagt hätte. Er hätte gesagt, daß der Boß mit dem eindeutig auf infantil gemachten Beitrag wahrscheinlich genau die Antworten rauskitzeln will, die man jetzt hier liest.
    Verzeihen Sie bitte, Herr Buurmann, daß ich die Ironie übersah!

  20. A.S. schreibt:

    Auch mit der Tränendrüse bekommt man das Dilemma nicht weg. Schon jetzt gibt es europaweit massive Probleme mit importierten Konflikten und Leuten, die „unsere Werte“ ablehnen. Auch wenn das Minderheiten sind, für offenen Judenhass und „umkippende“ Stadtviertel reicht es. Solange wir nicht mal in der Lage sind die bisherige Zuwanderung erfolgreich zu gestalten, solange muss man sich um weit mehr kümmern als nur gute Unterbringung.
    Aber ich befürchte die Politik wird jetzt wieder den Kampf gegen Rechts aufnehmen. Und sich dabei heimlich freuen. Die brandsatzwerfenden Arschgeigen geben die Möglichkeit sich noch ein bisschen länger dem Dilemma nicht stellen zu müssen.

    • American Viewer schreibt:

      Die brandsatzwerfenden Arschgeigen geben die Möglichkeit sich noch ein bisschen länger dem Dilemma nicht stellen zu müssen.

      Das macht das Problem umso dringlicher. Ausreden kann sich die deutsche Politik eigentlich schon lange nicht mehr leisten. Man hat den Eindruck die Politiker wollen nicht sehen, welche Geister sie herbeibeschwören.

      • A.S. schreibt:

        Die Feigheit der Politik ist das eigentliche Problem. Und ich hab die Sorge dass die Politik bis zum großen Knall pennt.
        Siehe Frankreich. Der Erfolg des Front National kommt nicht einfach so.

        • American Viewer schreibt:

          Erfolg ist relativ. Die Macht des Front National oder auch von Leuten wie Strache ist aus meiner Sicht eher überraschend begrenzt.

          Ich hätte angesichts der Entwicklungen in Europa erwartet, dass diese Leute schneller an Macht gewinnen.

          Aber wenn es so weitergeht, könnte man sich vorstellen, dass es so kommt. Man hat den Eindruck gewisse etablierte Politiker befördern – aus ihrer totalen Verblendung heraus – diese ungute Entwicklung so gut es geht.

          • A.S. schreibt:

            Ich denke die „Mitte“ ist vernünftiger als man in Redaktionsstuben gerne glaubt und überlegt sich lange ob sie Leuten wie Strache oder Le-Pen Stimmen gibt.
            Aber z.Z. sind das in den Ländern ein einzigen Kräfte die bestimmte Themen auf der Agenda haben. Und da die Themen anscheinend immer mehr an Brisanz gewinnen (Frankreich ist inzwischen Terrorland) bleibt irgendwann nichts anderes mehr übrig als diese unappetitlichen Parteien zu wählen.
            Die anderen stecken fast nur den Kopf in den Sand.

          • American Viewer schreibt:

            Wenn es so weitergeht, wird man Le Pen oder Strache in der Tat kaum verhindern können. Mir wäre es lieber, man würde die Probleme vorher ernsthaft angehen. Dann würde uns diese Episode erspart bleiben.

          • A.S. schreibt:

            Ja, mir wäre es auch lieber. Ich möchte mir nicht vorstellen was los ist falls wirklich Le-Pen regiert.
            Aber ich bin wenig optimistisch. Hollande soll Probleme angehen? Außer Gerard Depardieu aus dem Land zu ekeln hat der bisher nichts hinbekommen.

          • American Viewer schreibt:

            Das sehe ich auch so. Hollande ist so schlecht, dass man sich fragt, wie Le Pen ihn unterbieten will.

  21. Eitan Einoch schreibt:

    „Wer (…) kein Mitleid empfindet, der hat kein Herz, wer aber nur Mitleid empfindet, (…) der hat keinen Verstand.“(Henryk M. Broder)

    Was gern vergessen wird: Die Flüchtlinge und illegalen Einwanderer („Wirtschaftsflüchtlibge“) bürden dem deutschen Steuerzahler nicht nur erhebliche Kosten auf, sondern sie bringen oft auch ihre eigenen Konflikte und fragwürdigen Einstellungen aus der Heimat mit, die eine Zumutung für die hiesige Bevölkerung darstellen. Fremdenhass ist mir ebenso zuwider wie das Ausblenden aller Gefahren und Risiken, die mit der unkontrollierten Zuwanderung – um nichts anderes handelt es sich – einhergehen.

  22. alphachamber schreibt:

    Ein Flüchtling ist eine Person, die vor imminenter Lebensgefahr in die nächstgelegene
    Sicherheit flieht. Solche Menschen gibt es in Deutschland z.Zt. nicht. Punkt. DIe Debatte
    dreht sich um Personen, die durch Wüsten, über Meere, danach wochenlang mit dem Navi durch 6
    großflächige Länder ziehen; deren gesamtes Dorf Tausende Dollars für die Schlepper sammelt,
    um sich als ‘Anteilseigner’ eine Zukunft in einer scheißegalen Kultur zu erkaufen.
    Argumentiert man mit wirtschaftlichen Lebensbedingungen, dann hätten wohl 2/3 der Menschheit
    „Anspruch“ auf Asyl. Dies kann aber der Sinn, von unterschiedlichen Kulturen und Nationen nicht sein.

    Macht es irgend einen Sinn in ein Land zu “fliehen”, das sich mit meiner Lebensweise, Kultur,
    Religion diametral im Gegensatz befindet und meine Familie und Kinder ohne Sprachkenntnisse
    in eine Gesellschaft von Fremden Menschen werfe? Diese beschwerlichen Reisen machen nur Sinn, wenn ich eine genaue Vorstellung, ja die Versicherung erhalten habe, dass an meinem Ziel für alles und mehr gesorgt wird. Und hier kommt der Gesinnungsfaschismus ins Spiel:
    Irrationale und selbstgerechte ‚Apostel der Menschlichkeit‘ verhindern eine sachliche Diskussion über Einwanderung, indem sie die Komplexität und Rechtlichkeit dieses Problems kausal mit dem
    Rassismus-Vorwurf verbinden.

  23. Kuhrahn schreibt:

    In letzter Zeit mal an die Menschen im Irak und Syrien gedacht? (mal ausnahmsweise an die, die nicht hier in Sicherheit(!) sind und mal ganz ganz ausnahmsweise nicht an die „Flüchtlinge“ vom Balkan, aus Tunesien, Gambia, Marokko …. die übrigens die schlechten Unterbringungsmöglichkeiten erst verursacht haben) … wie sie in Syrien und im Irak ermordet, versklavt, gefoltert, vergewaltigt, verkauft, hingerichtet, in die Luft gesprengt, von Dächern gestossen, lebendig verbrannt, lebendig ertränkt und abgeschlachtet werden wie Tiere, an die Kinder, die zusehen müssen wie die Eltern erschlagen werden, an die Eltern, die zusehen müssen wie ihren Kindern die Kehle durchgeschnitten wird, nur weil sie Ungläubige sind, oder einfach nur den falschen Islam angehören… ???

    …all das lassen wir zu, schauen nur zu, inzwischen sogar weg, seit Wochen kein Bericht mehr in den Medien dazu, dafür täglich dutzende neue Artikel und Meldungen zu den Flüchtlingswellen (die wir mit unserer Untätigkeit erst möglich gemacht haben) … und Leute wie du erkaufen sich ihr reines Gewissen mit „Scham“ über die „unzumutbaren“ Unterkünfte der Flüchtlinge. Schämen sollten wir uns (alle), dass wir zulassen was da passiert, genau jetzt, in dieser Sekunde, kämpfen Menschen die UNSERE Hilfe bräuchten gegen die Schlächter, genau jetzt wird einem syrischen Soldaten, einem irakischem Soldaten, einem kurdischen Kämpfer der Kopf vor laufender Kamera abgeschnitten, genau jetzt werden junge Mädchen, kaum zehn Jahre alt auf Viehmärkten verkauft und vergewaltigt… und du machst dir Sorgen um die Belüftung in Zelten und deine unmenschlichen Gedanken an eine grössere Wohnung. Im Gegensatz zu dir habe ich Tränen in den Augen, wenn ich Berichte, Bilder und Videos sehe von den Gräueltaten und nicht weil Menschen endlich in Sicherheit in Deutschland sind (und schon gar nicht wegen 250.000 vom Balkan). Zum Glück waren die Alliierten keine Gutmenschtümmler und haben dem Bösen die Stirn gezeigt, wir heute begnügen uns mit der Unterbringung einiger weniger um uns gut zu fühlen, haben ja alles getan was möglich war.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Absolute Zustimmung!

    • Hein schreibt:

      Ganz richtig! Hochgerüstete und überlegene Armeen des Westens lassen diese Menschen verrecken. Im Innern wird der IS-Ideologie nicht wirksam begegnet. Womit haben wir diese politischen Führungen verdient?

  24. roofer0815 schreibt:

    Hat dies auf rooferblog rebloggt.

  25. Horst Nietowski schreibt:

    Auf den Betten haben vorher doch Soldaten geschlafen, die auch nicht runtergefallen sind.
    Ich selber musste auch 18 Monate auf solchen Betten schlafen, kenne diese also.

    • ceterum censeo schreibt:

      Gibs doch zu, Ihr wart beim Bund wie bei der NVA so rattenvoll, daß Ihr gar nicht gemerkt habt, wenn Ihr rausgeplumst seid! Hoffentlich haben die nicht eins von den Betten benutzt, in denen wir Ossis zur Wende im Auffanglager in drei Etagen lagen. Einer meiner Mitbewohner aus dem Zonenprekariat hatte seinerzeit nach Alkoholmissbrauch infolge mangelnder Willkommenskultur durch Euch Wessis die Kontrolle über seine Blase verloren und seinen unter ihm liegenden ebenfalls trunkenen erwachsenen Sohn gründlich eingeweicht. Die Sorte zeigte sich auch recht undankbar gegen die ehrenamtlichen Helfer.
      Man sieht daran, daß es wirklich Selbstverleugnung braucht, alles Elend dieser Welt zu lindern. Wünschen wir dem jungen Verfasser viel Kraft.

  26. ceterum censeo schreibt:

    „Sarah Wiener kocht für Flüchtlinge

    Im Rahmen der Internet-Aktion „Welcome Challenge“ hat die Fernsehköchin Sarah Wiener die Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Tempelhof mit 150 Portionen Bio-Gemüsesuppe und Brot versorgt.“ Jaaaaa so sieht unbürokratische Hilfe aus! 🙂 🙂 🙂

    Was passiert in diesen Tagen eigentlich? Werden alle gaga? Auf TiN erscheint „Mein schönstes Ferienerlebnis“ und jeder will Ablaßbriefe kaufen!

    • besucher schreibt:

      Til Schweiger sollte mit den Flüchtlingen eine Tatort-Reihe drehen. Das geht schneller als die mit großem Tam-Tam angekündigte Herrichtung eines Aufnahmelagers.

      • A.S. schreibt:

        Er soll mit ihnen als Nachbarn leben und sich an der Integrationsarbeit beteiligen. Er könnte nach Duisburg-Marxloh umziehen. Dann wäre es ernst zu nehmen.
        So gibt Schweiger nur von seinem Überfluss und wird so gut wie niemals persönlichen Kontakt haben. Was bitte will er als Schauspieler zum Thema beitragen? Und warum taucht immer er medial auf und nicht Leute vom Helferkreis Asyl, die die eigentlichen Experten zum Thema sind?

  27. ceterum censeo schreibt:

    Ich glaube, die „anderen Menschen“ bringen „ihnen“ gar nicht so viel Haß entgegen, sondern vielleicht eher Traumtänzern, wie Ihnen, die im Wolkenkuckucksheim leben. Vielleicht hätten Sie den Beamten mal fragen sollen, wie lange die doofen Wehrpflichtigen in diesen unzumutbaren Betten schlafen mußten. Nur so als Beispiel. Gerade wenn ich so einen langen Leidensweg hinter mir und nur das nackte Leben gerettet habe, gibt es wohl Schlimmeres, was mich erwarten könnte. Aber ich bin guter Hoffnung, daß Sie sich umgehend ehrenamtlich kümmern werden. Vielleicht kann Ihre Mama, wenn Sie Ihre Wäsche wäscht, noch eine Trommel extra machen.
    Kleiner Tipp aber noch: Nehmen Sie ihren Verlobten besser nicht mit! Man munkelt, unter den Neuankömmlingen wären hin und wieder Homophobe.
    PS. Und schämen Sie sich, mit einer solch großen Wohnung auch nur geliebäugelt zu haben, angesichts des Elends in der Welt!
    Obwohl, bei 70 qm könnte man im Westflügel doch noch einen mittleren Romaclan oder wenigstens die Zweitfrau vom Refugee unterbringen?
    PPS. Und machen Sie sich keine Sorgen: die Kölner nehmen alle herzlich auf! Wenn’s nicht grad Juden sind.

    • Nordland schreibt:

      Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Gute Antwort!

      Man muss sich das mal vor Augen führen: Der ganze „Erlebnisbericht“ strotzt nur so vor Emotionalität. Dabei ist noch kein einziger Mensch dort untergebracht. Was kann die Stadt dafür, dass so viele kommen? Wie viele dieser Menschen, die kommen werden, beantragen Asyl, obwohl sie nicht politisch verfolgt werden oder aus einer Kriegsregion stammen? Sind unter den Flüchtlinge vielleicht auch Menschen, die unsere demokratischen Grundwerte nicht teilen? Wer hilft denjenigen, die es nicht gerade mal zu uns geschafft haben und an denen wir unsere Toleranz vor Ort nicht ausleben können?

      All diese Fragen lässt der Erlebnisbericht logischerweise unbeantwortet – es ist ja noch niemand da. „Der Flüchtling“ wird somit zu einer Gestalt hochstilisiert, die per se schutzbedürftig ist und der wir Deutschen pauschal nur Feindseligkeit entgegenbringen. Diese Willkommenskultur trägt schon fast religiöse Züge.

      Eine passende Antwort liefert aktuell Broder: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html

      • Eitan Einoch schreibt:

        Ich mag gar nicht darüber spekulieren, wie viele „Flüchtlinge“ den Virus des Jihads nach Europa einschleppen. Oder deren Kinder und Enkel später von diesem befallen werden. Aber wahrscheinlich bin ich einfach nur islamophob…

      • besucher schreibt:

        In Deutschland ist man halt erlösungsbedürftig: Mögen sie uns vom Deutschsein erlösen in unserem Fieberwahn.

    • joseph schreibt:

      hey, ceterum censeo! deine antwort hat mich echt beeindruckt. ich würde dich gerne kennenlernen. lass uns mal treffen! ich schlage vor, treffpunkt: aqualand, zeit: ankommen der flüchtlinge. wäre doch super lustig, ein paar herabfällige, schlagfertige kommentare von dir zu hören, wenn sie alle ankommen. du scheinst echt viel ahnung davon zu haben! aber nur, wenn du zeit hast natürlich. will deinen zeitplan nicht durcheinanderbringen. muss schwer sein, zeit zu finden zwischen mist reden und ständigem herumspielen an den weichen teilen! grüssli, j

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