Eine schöne Mail

Mich erreichen nicht nur Hassmails, sondern auch wunderbare Nachrichten, wie diese von Peter Liebetrau:

„Ich möchte Dir einmal aus tiefstem Herzen danken. Du hast mir die Augen geöffnet und mir geholfen, meine Meinung zu Israel und dem Nahen Osten insgesamt zu reflektieren, diese infrage zu stellen und zu „korrigieren“. Ich war mal ein „Palästinenserfreund“ und schimpfte über jede militärische Aktion Israels, wie der vermeintlich Linke das nun mal so macht. Heute bin ich überzeugter Israelfreund, verabscheue die „palästinsische Idee“, die Israel abschaffen und vernichten will und könnte den Lügenern mit ihren Halbwahrheiten jedesmal vor die Füße kotzen. Danke, Danke und Danke für deine unermüdliche Arbeit. Das wollte ich dir zuerst hier persönlich mitteilen – So persönlich das eben in Facebook geht.
Werde es aber auch noch öffentlich bei Dir kommentieren. Aufrecht und gerade muss man diese Position öffentlich kundtun.“

Solche Nachrichten machen mir Mut!

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34 Antworten zu Eine schöne Mail

  1. Nesher schreibt:

    hallo bin neu hier & freue mich sehr ueber Jeden, der mit dem Re-Denken beginnt.
    Dieser Blog ist einfach nur Daumenhoch & ja auch ein Riesendankeschoen fuer soviel unermuedliche rege Arbeit & Publikation.
    Moechte gerne zu 2 Themen Stellung nehmen:
    Israel waere nie auf anderer Erde als Staat erstanden, Israel ist das Vaterland der Juden & einen arabischer Staat hat es hier nie & zu keiner Zeit gegeben; Jerusalem war immer die Hauptstadt Israels.
    Den Koran umschreiben ist unnoetig, leider werden oft falsche Aussagen gemacht & dann viel gehetzt; eine Tatsache ist z.B.dort ist aufgezeichnet, dass Knaan=Israel der Staat der Juden sei ectect. Voriges Jahr wurde eine amerikaische Journalistin mit arabischen Wurzeln ermordet, da sie die „pro-juedischen“ Themen des Koran in TV Sendungen, Zeitungen & Vorlesungen zitierte; erinnere mich jetzt leider nicht mehr an ihrern Namen.
    Kleine Erklaerung meines Nick: Nesher = Dt Uebersetzung Adler & ist eine Kleinstadt 10km ostwaerts von Haifa.

    • A.mOr schreibt:

      Bruchim habaim!, und „Geier“ geht auch, oder? Wie in Ayit? Balagan. 😉
      Bitte dabei bleiben. Schawua tow und (jetzt schonmal) chag ssameach.

      • Nesher schreibt:

        toda raba, nee – Geier geht nicht sondern nur Adler 😉 happy WE

        • A.mOr schreibt:

          Gebongt!
          In großer Höhe wollen wir das Thema nicht vertiefen. 😛
          Warum sprichst Du so gut Deutsch?
          (ja, ein langes „Wochenende“ dieses Mal…
          Ein Freund meinte mal zu mir: „Wir sind Adler!“
          Das vergesse ich nie. 😉 Abflug)

  2. unbesorgt schreibt:

    Aus Zeitmangel gibt’s von mir jetzt nur ein herzliches GUT GEMACHT GERD und WILLKOMMEN IM CLUB, PETER. Gerd: Wer einen Kopf rettet, rettet zwar noch nicht die ganze Welt, aber man muss ja irgendwo anfangen. Peter: Ich muss Dich warnen…als Mensch mir irgendwie linker Gesinnung ist das Geschwätz der „Befreit-Palästina-Front“ noch schwerer zu ertragen. Da musst Du aber durch!

    • Peter Liebetrau schreibt:

      Mir würde ja eine föderative Zwei-Staaten-Lösung am besten gefallen. Dazu bräuchte es aber z.B. eine Revolution der demokratischen Kräfte im Iran und der palästinensische Aufstand gegen HAMAS & Co. Insgesamt eine Aufklärung und Verweltlichung des Islam. Die Idee ist aber so ähnlich, wie an Einhörner glauben.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Einhörner sind wahrscheinlicher

      • A.mOr schreibt:

        Peter Liebetrau,

        jetzt, wo Dir gerade ein Licht aufging, will ich Dich nicht ausbremsen.

        Versuche ich’s mal so rum: in Deutschland gibt es angesichts der Einwanderungswelle immer mehr lokale Politiker, die Notstand sowie die Gefährdung der Sicherheitslage ansprechen. Begründet?
        ZB: https://www.youtube.com/watch?v=FVtWtISowgc .

        Deutsche bekommen (könnten etwas verstehen) einen leichten Geschmack von der Situation, in der sich der Staat Israel befindet.

        Hier ein Auszug aus einem Text von Barry Shaw
        (http://de.gatestoneinstitute.org/6536/migrationsproblem-loesen )
        „Was Israel angeht: Es ist immer an vorderster Front gewesen, wenn es hieß humanitäre Hilfe wann immer möglich zu leisten, einschließlich der medizinischen Behandlung Tausender verwundeter Syrer in den letzten Jahren. Da es bereits trotz seiner geringen Größe den höchsten Anteil an Einwanderern pro Kopf hat, kann nicht von ihm erwartet werden Migranten aus Ländern aufzunehmen, die bereits ihre Feindschaft ihm gegenüber erklärt haben.“

        Also kurz: die Sicherheitslage in Israel ist wichtiger als die Idee wohlmeinender Europäer das kleine Land Israel in zwei Staaten zu teilen, zumal die „Palästinenser“ selbst keinen Hehl daraus machen, daß ihr eigentliches Ziel die (komplette) Vernichtung des Judenstaats ist.
        Deshalb überhaupt gibt es dieses „Volk Palästinenser“.
        Eine Erfindung von Arafat und Freunden.

        (Leichtes Fasten an alle, die’s tun!)

      • Sophist X schreibt:

        Insgesamt eine Aufklärung und Verweltlichung des Islam.
        Mein Kalenderspruch dazu ist immer: Dafür müsste man den Koran ungeschrieben machen.
        Und wenn man realistisch ist: Die weltweite Entwicklung geht in die entgegengesetzte Richtung, und zwar strammen Schrittes.

  3. Sophist X schreibt:

    Nochmal ohne doof und ironisch: Gut gemacht, Gerd & Peter.

  4. Sophist X schreibt:

    Schön. Die 30 Silberlinge von der Israellobby werden ihnen nächsten Monat zugestellt. Akzeptieren sie Wechsel?

    Schönen Gruß
    Sophist X, Vize-Wechselreiter der zionistischen Verschwörung Milchstraße Süd e.V.

    • Nordland schreibt:

      Ey, Digga, ich hab auch schon auch schon voll viel für Israel Beiträge gemacht. Wo isn meine Kohle???

      • Sophist X schreibt:

        Ich werde sofort im Archiv nachsehen. Innerhalb weniger Quartale erhalten Sie dann Nachricht, sobald auf der nächsten Mitgliederhauptversammlung ein entsprechender Beschluss gefasst wurde.

        Werben auch Sie neue Mitglieder!
        Bringen sie ein Palästinenserkind zum Weinen und sie erhalten drei Gratisbroschüren der Zionistischen Verschwörung Milchstraße Süd e.V. (ZVMS e.V.) zum Vorzugspreis!

  5. Kanalratte schreibt:

    Es ist ziemlich leicht bei der einseitigen Berichterstattung deutscher Medien nach dem Schema F (Israel als Täter, Palästina als Opfer) zum „Palästinenserfreund“ zu werden. Dazu braucht man noch nichtmal judenfeindlich eingestellt sein, obwohl zugegebenermaßen ein paar Ressentiments den Einstieg deutlich erleichtern. Eine faire Berichterstattung wäre von beiden Seiten Positives wie Negatives zu zeigen. Bei Israel fehlt aber meistens das Positive und bei Palästina das Negative.
    Dass der Eindruck entsteht Israel sei Aggressor im Nahostkonflikt ist unter anderem dieser auf das mediale Auslassen von aggressiven Tönen der Palästinenser zurückzuführen, während israelische Äußerungen häufig eine besondere Medienpräsenz bekommen.
    Israel macht dies, Israel macht das. Doch wenn irgendein Palästinenser mal wieder zum Mord an den Juden aufruft, schweigen die Gazetten. So ist das eben.

  6. Nordland schreibt:

    Naja, Fanpost von Didi Hallervorden und Jürgen Todenhofer wirst du sicherlich bekommen…

    Respekt für deinen Mut zur Veränderung. Es kann sein, dass viele hier eine ähnliche Entwicklung gegangen sind. Ich habe schon in den Neunzigern als junger, überzeugter Linker erste Zweifel bekommen, ob das alles wirklich so ist mit den bösen Amerikanern und Israelis, die für alles verantwortlich seien, während die vermeintlichen Opfer – ohne jeden Hauch von eigenem Schuldbewusstsein – angeblich nur auf das Unrecht reagieren würden.

    Solidarität mit Israel ist wichtig. Wer weiß, was irgendwann mal kommen wird.

    • Peter Liebetrau schreibt:

      Ich hab neulich im TV eine Doku gesehen über den Aufbau der ersten diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland.
      Da ging es um viel mehr als nur Solidarität.
      Ich war von der Weisheit und Gelassenheit von David Ben-Gurion und Konrad Adenauer sehr begeistert. Die haben das auch gegen alle Widerstände in den eigenen Reihen durchgezogen in den 1950ern. Hut ab! Das war wirklich beeindruckend.

    • A.mOr. schreibt:

      Nordland:
      „Es kann sein, dass viele hier eine ähnliche Entwicklung gegangen sind.“
      Das stimmt, zumindest gab es schon die ein oder andere vertrauliche Mitteilung in diesem Blog, an die ich mich erinnere.
      Und Mut gehört wohl auch dazu.
      Mein großer Respekt vor euch allen!
      (Kein Jude kann euch geben, was ihr euch selbst gegeben habt!)

      Es hat mir auch gezeigt, daß es nicht unbedingt auf Hintergründe ankommt. Es kommt vielmehr auf die Bereitschaft an weiter zu denken, teils auch zu fühlen, obgleich gerade das „Feld der Emotionen“ sehr stark von den Israelfeinden gekapert wurde, bis heute.
      Es gibt Phobien, also Ängste, die keinen vernünftigen Grund zu haben scheinen.
      Und es gibt Emotionen, die gelenkt (benutzt) werden können. Im Kleinen und im Großen. Wir erleben gerade solches, mal wieder…
      Das „deutsche Sommermärchen“ war mir lieber.

      (Und „links“ braucht wirklich nicht automatisch „israelkritisch“ bedeuten, nur diese auf Israel eingeschossenen sind eben lauter. Hitler war doch auch so ein Schreihals?
      Nu, fair is fair, auch „rechts“ muß nicht automatisch „israelkritisch“ bedeuten.)

  7. cryoman schreibt:

    Die Unwissenden sind manchmal näher an der Wahrheit, als die, die Ihre feste Meinung haben. ^^

  8. Peter Liebetrau schreibt:

    Danke für das Lob und die aufbauenden Worte.
    Dieser Artikel und eure Reaktionen bestätigen mich. Es war meine Intention, Gerd zu vermitteln, dass er Erfolg mit seiner Arbeit und seinem Einsatz hat, dass es sich lohnt und dass er mal ein positives Feedback bekommt.
    Ich bin selber nicht der Kämpfer der sich mit soviel Herzblut der Sache widmet, wie Gerd es tut. Es ist mir aber dennoch wichtig, klar Stellung zu beziehen und meine Position deutlich und eindeutig zu vertreten wo es nötig wird. Der unermüdliche Einsatz gegen alle Widerstände, die konsequente und richtige Argumentation von Gerd, verdienen alle Anerkennung – hier war es nötig und längst überfällig, seine Anstrengungen und seine Arbeit zu bestätigen.
    Gerd argumentiert und überzeugt. Jeder „Israelkritiker“ den ich kenne versucht es auf die eine oder andere Art mit Wut, Häme, Lüge, Halb- oder Unwahrheit oder sogar mit Beleidigung und Drohung.
    Nein, das soll nicht überzeugen, das soll einschüchtern und erniedrigen.
    Auch kenne ich keinen „Israelkritiker“ der sich auch nur im Ansatz so mit der Problematik auseinander gesetzt hat, wie Gerd es immer und immer wieder tut.
    Sicher, Gerd polarisiert und wie er selber schreibt ist er einseitig und parteiisch. So what? Jeder „Israelkritiker“ ist das auch. Im Gegensatz zu Gerd, baut bei jenen die Parteinahme letztlich aber immer auf Häme, Lüge und Unwahrheit .. oh, sagte ich das bereits? 😉
    Und noch was .. wenn man es lange genug aushält mit einem „Israelkritiker“ zu diskutieren .. irgendwann taucht es auf .. das böse Wort, irgendwann taucht er auf .. der böse Name .. Rothschild!
    Spätestens dann facepalme ich innerlich und bestätige, dass der Champagner ziemlich lecker ist.

    Leha-yim

    P.S.: Gerd hat mich vor dem Schreiben dieses Artikel gefragt ob er es zitieren und meinen Namen nennen und verlinken darf. „Ja gerne“, war meine Antwort, in Erwartung eines Shitstorms in den nächsten Tagen. 😀

    • Paul schreibt:

      Lieber Peter Liebetrau,
      jedenfalls haben wir Dich nicht enttäuscht. Den Storms hast Du bekommen, wenn auch ohne Shit, weil es ein Sturm der Zustimmung ist. 🙂

      Ganz besonders herzlich,
      Paul

  9. Couponschneider schreibt:

    Bitte gebt mal euren Senf dazu:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Westjordanland#.22J.C3.BCdische_Siedler.22

    Ich habe mir gerade den Artikel über das Westjordanland reingezogen und stieß auf die Formulierung:

    „Die Bevölkerung des Westjordanlandes wird je nach Quelle unterschiedlich geschätzt. Die CIA gibt für das Jahr 2012 eine geschätzte Gesamtbevölkerung von 2.622.544 an, einschließlich der Bevölkerung Ostjerusalems, davon etwa 311.100 israelische jüdische Siedler in der Westbank und rund 187.000 in Ostjerusalem.[1] Geht man von einer Bevölkerung Ostjerusalems von rund 435.000 aus, davon 245.000 Araber,[8] kann man von einer Bevölkerung von rund 2.200.000 im restlichen Westjordanland ausgehen, davon gut 300.000 jüdische Siedler.“

    Die Wikipedianer feilen sonst an jeder Formulierung, ob sie politisch neutral ist oder nicht. Aber hier wird ganz unverhohlen von „jüdischen Siedler“ und von „Arabern“ geredet.

  10. Hein schreibt:

    “Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“ (Mark Twain) Gerd Buurmann hat es mit seinem unermüdlichen Engagement geschafft. Respekt, Gerd und Peter.

  11. yoyojon schreibt:

    Dass Menschen anfangen zu denken – das haut mich um. Hätte jederzeit hoch dagegen gewettet. Ob das reicht, von so etwas wie Hoffnung zu sprechen ???

  12. ceterum censeo schreibt:

    Auch meinen Dank an Sie, Herr Buurmann und willkommen, Herr Liebetrau, Sie haben sich für die richtige, wenngleich bittere Pille entschieden! Machen Sie möglichst nicht beim Thema Israel halt, denn ist es vorstellbar, daß die Presse nur auf diesem einen Feld Unwahrheiten verbreitet? In diesen Tagen werden viele wach. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät.

  13. caruso schreibt:

    Wunderbar!! Dein Engagement, lieber Gerd, ist nicht vergebens. Ich freue mich riesig für Dich!
    Für Peter Liebetrau empfinde ich tiefen Respekt, für seine Fähigkeit zur Selbstreflexion und für seinen Mut, die Veränderung in seinen Ansichten öffentlich mitzuteilen. Dazu gehört Größe wie Sandra es schrieb. Schön zu erfahren, sehr schön, daß es solche Menschen auch gibt.
    lg
    caruso

  14. sandra schreibt:

    Ach, ist das schön! (Das ist auch der Grund, warum ich nicht aufhöre, zu diskutieren.) Alle EHRE aber auch dem Schreiber der Mail, denn seine Meinung ändern, wenn sie mal festgefasst ist, erfordert Mut und Klarsicht, Härte gegenüber sich selbst und Grösse – und das dann auch nch zuzugeben ist überhaupt ganz besonders ehrenwert und selten. Vielen Dank dafür!

    • Couponschneider schreibt:

      Ich bekenne mich auch dazu, dass ich Israel „sehr kritisch“ sah, aber lange vor Buurmanns Blog habe meine Haltung zu Israel korrigieren können. Ich wurde einfach reifer. Ich ergreife auch immer wieder Partei für Israel, wenn mal wieder unreflektiert dieser Staat im Kreuzfeuer der Kritik steht.

      Niemand soll sagen, er sei frei von Vorurteilen. Jeder hat Vorurteile. Das Entscheidende ist doch, was man daraus macht. Wenn man sich seiner antisemitischen Vorurteile bewusst ist, kann man sich entscheidend korrigieren. Ich weiß nicht genau, warum ich vor 13 Jahren Israel kritisch sah. Ich hing dem Irrglauben an, Israel hätte Arabern „Land gestohlen“. Es ist natürlich Unfug, denn es gab ja gar keinen arabischen Staat an der Stelle, wo heute Israel liegt. Es gab sogar eine große jüdische Bevölkerung und in dem Moment, als nach Israel viele Juden arabischer Länder (Jemen, Irak usw.) flüchteten (und es waren keine Wirtschaftsflüchtlinge!!!), haben Araber jedes Recht verwirkt, sich über diesen Staat zu mokieren.

      Was die Gründung Israels angeht, wird von Antisemiten viel gelogen. Oft heißt es, die Araber können nicht den Preis dafür zahlen, indem sie europäischen Juden Land abträten. Seit Buurmann weiß ich: Doch, sie können. Die Araber haben mit Hitler paktiert und die antisemitschen Pogrome in arabischen Ländern sind bekannt. Außerdem wurde kein „Land abgetreten“. Über einen jüdischen Staat auf deutschem Boden hätte ich mich auch nie beschweren können. Dass es aber viele Juden in die Levante verschlug, kann ich auch nicht ändern.

      Es ist traurig, aber wahr: In Deutschland denkt man immer noch über endgültige Lösungen für das jüdische Volk nach. Man sucht ernsthaft nach einer Lösung in der Levante, die alle zufriedenstellt. Die glauben ernsthaft, sobald es den „palästinensischen Staat“ gibt, wäre Ruhe. Da streiten aber nicht kleine Kinder um ein Spielzeug.

      Zwischenlösungen, wie der Mauerbau eine war, werden verurteilt. Für europäische Linke und Rechte ist erst die Lösung erreicht, wenn die antisemitische Terrorismus wegtherapiert wurde oder die Grundlagen entzogen wurden. Das beispielweise meine ich, wenn sage, dass man nur „endgültige Lösungen“ akzeptiert.

      • Phillip K schreibt:

        Ich finde es auch gut, denn dieser Blog zeigt, dass die Medien ziemlich Israelkritisch sind, wie ich es kaum erwartet hatte. Immerhin sollte man annehmen, dass Deutschland wegen 3. Reich und Holocaust eigentlich als Wiedergutmachung auch eine gute Beziehung haben sollte.
        Couponschneider, glauben Sie, dass es besser gewesen wäre, wenn Israel auf deutschen Gebiet gegründet worden wäre? Oder ganz woanders auf der Welt?

        • Couponschneider schreibt:

          Nein, das glaube ich nicht. Es war auch nicht meine Intention, dies als Alternative zu Israel zu propagieren. Ich kenne diesen Vorschlag. Es wird häufig argumentiert, die Deutschen hätten den Holocaust zu verantworten gehabt, also hätte Israel auf deutschem Boden zu Lasten der Deutschen gegründet werden müssen. Ich halte diesen Vorschlag für unsinnig, weil schon in der Zeit vor Hitler Juden in die Levante emigrierten. Selbst wenn es den Holocaust nie gegeben hätte, hätte Israel gegründet werden dürfen, weil sich die in Palästina ansässige jüdische Bevölkerung dafür entschieden hätte.

          Wer das Herz am rechten Fleck hat, dem sollte nichts leichter fallen, als für Israel zu sein, der einzigen Demokratie, dem einzigen Rechtsstaat im Nahen Osten. Dem einzigen Staat im Nahen Osten, wo Muslime frei sind. Selbst wenn sich Israel seine Unabhängigkeit mit terroristischen Aktionen herbeigebombt hätte, was von Antisemiten gerne kolportiert wird: Allein der Status quo ist hinreichend dafür sein, dass man Partei für Israel ergreifen muss. Mir ist jeder (vermeintlich) illegale Rechtsstaat lieber als jede legale Diktatur.

          Nehmen wir ein anderes Beispiel. Viele Linke klagen Südkorea an, dass es mal eine Militärdiktatur war. Das lässt sich ja nicht bestreiten. Aber wenn wir uns entscheiden müssen, zwischen der autoritären Diktatur Südkoreas (von einst) und der totalitären Diktatur Nordkoreas, dann ist es doch infam, ausgerechnet Südkorea zu kritisieren und sich auf die Seite Nordkoreas zu schlagen. Südkorea ist eine heute eine Demokratie. Dennoch schaffen es viele Linke, Südkorea zu kritisieren, wenn sich Nordkorea mal wieder provoziert fühlt. Nicht anders ist es im Nahost-Konflikt, nur dass Israel nie eine Militärdiktatur war und die angrenzenden Ländern mitnichten mit Nordkorea zu vergleichen sind (mit Ausnahme Saudi-Arabiens).

          Wer das Existenzrecht Israels in Frage stellt, bekommt von mir immer die Frage gestellt, was er denn von Jordanien halte. Das Königreich Jordanien ist kaum älter als Israel, wurde aber nie von der Bevölkerung proklamiert. Warum zweifelt niemand am Existenzrecht Jordaniens?

          • Paul schreibt:

            Ganz nebenbei: Jordanien wäre die geeignete Heimstätte aller Palästinenser. Es gehörte mal zum Mandatsgebiet Palästina. Die Engländer haben das Königreich künstlich erschaffen, weil sie so Israel verhindern oder es doch wenigstens klein machen wollten. Letzteres ist ihnen gelungen.
            Auch in Jordanien leben die Palästinenser in Flüchtlingslagern. In Jerusalem auch. Das muss man sich mal auf „der Zunge zergehen lassen“.

            Herzlich, Paul

      • A.mOr schreibt:

        Couponschneider schreibt:
        September 21, 2015 um 12:43 nachmittags

        Hier auch: super!

      • Eitan Einoch schreibt:

        Ich sehe Israel immer noch sehr kritisch – aus den entgegengesetzten Gründen, welche die „Israelkritiker“ anbringen. Meine Befürchtung ist, dass diese kleine Nation sich zu sehr mit der Opferrolle arrangiert, zu viel Rücksicht nimnt, nstatt aus einer Position der Stärke zu handeln. Es wird nicht nur von äußeren Feinden bedroht, sondern auch von nützlichen Idioten im Inneren. Ich finde, die Feinde des jüdischen Volkes müssen deren Staat nicht liebgewinnen – es reicht vollkommen, wenn sie ihn fürchten. Politiker wie Netanjahu tun zu wenig, um respektiert zu werden. Ich bin kein Fan von Machiavellisten wie Putin oder Erdogan – aber ein klitzekleines bisschen mehr davon könnte Israels politische Kultur gut gebrauchen.

Seid gut zueinander!

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