Bauer wird Frau!

Das Trifolium, besser bekannt als Kölner Dreigestirn, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die offiziellen Regenten über das närrische Volk und repräsentatives Aushängeschild während einer Session des Kölner Karnevals. Die darstellenden Personen werden jährlich neu bestimmt.

Traditionellerweise besteht das Dreigestirn nur aus Männern. Da die Stadt Köln jedoch seit 2015 erstmals in ihrer zweitausendjährigen Existenz eine Oberbürgermeisterin hat, die sogar als erste Frau Mitglied in dem Traditionsverein Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. geworden ist, besser bekannt als Rote Funken, wird es Zeit, dass Frauen auch ins Dreigestirn kommen. Die Zeit ist reif!

Es wäre allerdings unnärrisch, wenn die Jungfrau von einer Frau dargestellt werden würde. So einen humorlosen Versuch gab es bereits im Kölner Karneval und soll nicht wiederholt werden. Nein, die Jungfrau muss männlich bleiben! Es gibt daher nur eine jecke Lösung.

Der Bauer im Kölner Dreigestirn soll fürderhin von einer Frau dargestellt werden.

Das ist Emanzipation, wie man sie von Köln erwartet und ist eine würdige und überfällige Anerkennung der Frauen in der Geschichte Kölns!

Wer unterstützt mich in diesem Anliegen? Bitte teilt alle diesen Vorschlag und bittet das Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V., sich mit diesem Vorschlag auseinanderzusetzen.

Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Feminismus, Kunst, Philosophie, Politik, Spaß veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Bauer wird Frau!

  1. scottberlin schreibt:

    Guter Vorschlag.

  2. HM schreibt:

    Lieber Buurmann,
    endlich, endlich wird es zum Thema. Der letzte Mißstand in „unserer“ Stadt.
    Wenn wir das gestemmt haben bricht eine allumfassende Glückseligkeit aus, nur….
    mir ist bis jetzt von keiner Kölnerin zu Ohren gekommen, dass sie diesen Sachverhalt als
    änderungswürdig empfindet.
    Oder….hm…vielleicht ist mir mal wieder was entgangen, regeln „wir Kerle“ jetzt die Sache mit der Emanzipation für die Damen??
    Wird aber auch Zeit. Die können das ja auch gar nicht so gut wie wir.
    Wie nennt man sowas eigentlich? Fürsorgliche Übergriffigkeit ?

    • ceterum censeo schreibt:

      Entspannen Sie sich! Das ist doch alles nicht ernst gemeint. In Köln hat man noch nie etwas ernst gemeint, alles ist irgendwie Karneval. Deshalb ist diese Stadt auch in dem glanzvollen Zustand, in dem sie sich präsentiert. Sauber, sicher, demokratisch und bunt.

      • caruso schreibt:

        Du hast ’nen Humor, lieber CC! – ich habe mich schief gelacht. Danke!
        lg
        caruso

        • ceterum censeo schreibt:

          Vorsicht caruso,
          es treiben sich seit einiger Zeit humorlose Jakobiner hier herum, die Deinen Spaß nicht teilen werden.
          Trotzdem schön, Dich belustigt zu haben.
          Grüße zurück, und laß Sommer werden, hab den Schneeregen schon wieder satt!
          (Obwohl, wenn’s warm wird, schwärmen hier im Dorf wieder finstere Levantiner aus, und man kann nur im verriegelten Wagen von a nach b , also vergiß es ! 40 Grad minus heißt die Devise!)

    • Picander schreibt:

      HM, ich bin eine Kölnerin und ich finde diesen Sachverhalt ÄUßERST veränderungswürdig. Bin mir außerdem sicher, dass ich damit nicht allein bin, sondern dass viele meiner Freundinnen und Bekannten das ebenso sehen.

      Ansonsten ist es allen Menschen jederzeit erlaubt, für Gleichberechtigung zu kämpfen.

      • HM schreibt:

        Werte Picander, bedeutet Ihr …“ich bin mir sicher“..das Sie es wissen, oder nur vermuten
        Ansonsten ist es allen Menschen jederzeit erlaubt für Ihre EIGENE Gleichberechtigung zu kämpfen. Es sei denn, sie könnten sich auf ein Mandat berufen.
        Wenn ich das noch richtig erinnere sieht Buurmann das genauso, da er sich aus einem formulierten „wir“ explizit ausgeschlossen sehen wollte.

Kommentare sind geschlossen.