Kopfschuss: Journalisten töten Anstand

Ein Gastbeitrag von Lisa Piesek.

Vor einigen Tagen ist ein Video aufgetaucht, welches zeigt, wie ein israelischer Soldat einen am Boden liegenden Terroristen mit einem Kopfschuss tötet. Ich schließe mich explizit der Meinung meines Gastgebers an, dass zahlreiche judenfeindliche Arschlöcher dieses Video zur Aufgeilung nutzen. Ich stelle es mir sehr lebhaft vor, wie die „Gerade wir als Deutsche“ Fraktion sich mit Lotion und Taschentüchern eindeckt und sich zusammen mit dem Video auf der Toilette einschließt. Welche Medien haben eigentlich mit der gleichen Ausführlichkeit, wie über den toten Araber, über das letzte israelische Terroropfer berichtet? Kennen Sie seinen Namen?

Den Hintergrund des Kopfschusses sieht man auf dem Video nicht. Die Soldaten wurden vorher von zwei Palästinensern mit Messern angegriffen, ein Soldat wurde verletzt, man sieht im Hintergrund einen Rettungswagen, in dem er vermutlich behandelt wird. Bei vergleichbaren Attentaten wurden in Israel im letzten halben Jahr 34 Menschen getötet und 404 verletzt. In diesem Zeitraum gab es 206 Messerangriffe, 83 Attacken mit Feuerwaffen und 42 mit Fahrzeugen. Eine andere wirksame Strategie, als sich durch Schusswaffengebrauch zu verteidigen, gibt es bis heute nicht. Trotzdem hat bis jetzt mehr als jeder zweite Attentäter überlebt.

Nichtsdestotrotz halte ich persönlich den Kopfschuss für einen Exzess. Der Attentäter lag verletzt auf dem Boden, ohne sich zu regen, erkennbare Gefahr ging von ihm nicht aus. Zwar sagte der Schütze aus, er habe befürchtet, der Angeschossene hätte einen Sprengstoffgürtel aktivieren können, aber die anderen Soldaten scheinen seine Sorge nicht geteilt zu haben: sie sehen entspannt aus, telefonieren mit den Familien, niemand hat den unschädlich gemachten Terroristen im Visier, außerdem kommt der Schütze von Außerhalb in die Szene hinzu. Aber ich habe auch volles Vertrauen in die israelischen Ermittler und bin mir sicher, dass der Soldat im Falle seiner Unschuld freigesprochen wird oder verurteilt, wenn er schuldig ist.

Noch bevor das Video im Internet auftauchte, wurde der Soldat vom Dienst suspendiert und festgenommen, Ermittlungen wurden eingeleitet. Die israelische Öffentlichkeit, bis hin zum Verteidigungsminister Mosche Jalon und Premierminister Benjamin Netanjahu haben den Schuss verurteilt und klargestellt, dass er nicht mit den ethischen Grundsätzen der Armee und des israelischen Staates im Einklang steht. Dass es nicht nur hohle Phrasen sind, beweist die Härte der israelischen Justiz gegenüber jüdischen Terroristen. Zum Beispiel wurden Ascher Weisgan und Jakob Teitel zu lebenslanger Haft verurteilt. Israel ist ein Land mit intakter Rechtsstaatlichkeit und gesunder Zivilgesellschaft, trotz Dauerkrieges. Bei den Palästinensern werden Terroristen dagegen als Nationalhelden gefeiert, deren Angehörige eine großzügige Rente bekommen, nicht selten aus den Mitteln internationaler Hilfsorganisationen finanziert. Palästinensische Eliten weigern sich, die Terrorakte zu verurteilen.

Abgesehen davon, dass die üblichen antiisraelischen und antisemitischen Seiten und Blogs das Video auskosten, fällt wieder einmal ein großer Teil der deutschen Berufspresse durch tendenziöse Berichterstattung auf. Sogar ausführliche und ausgewogene Berichte werden mit stark verdrehten und verfälschenden Schlagzeilen überschrieben. Dabei gibt gerade eine Artikelüberschrift das erste Urteil vor und bleibt sogar oft der einzige Eindruck, den ein Beitrag hinterlässt. Es ist mir natürlich klar, dass die Autoren der Nachrichtentexte die Überschriften häufig nicht selbst formulieren, und dass die Schlagzeilen in Zeiten sinkender Auflagen möglichst reißerisch daherkommen müssen, um im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers zu bestehen. In Zukunft lesen wir sicher irgendwann:

UNGLAUBLICH was dieser Jude dem verletzten Palästinenser antut! Ab der zweiten Minute musste ich weinen!

Es ist unübersehbar, dass diese verfälschten Schlagzeilen unverhältnismäßig oft zu Lasten von Israel gehen. Ob die Journalisten es tun, weil sie damit im Trend liegen und keinen Widerspruch befürchten müssen, oder weil sie von sich aus gern dem beliebten deutschen Hobby, Juden zu hassen Israel zu kritisieren, nachgehen, sei dahingestellt. Der Fakt an sich lässt sich aber sehr einfach belegen, denn auch in Deutschland werden Messerstecher gar nicht mal so selten von Polizisten erschossen. In diesen Fällen besinnen sich die deutschen Schlagzeilenmacher plötzlich auf das Gebot der journalistischen Neutralität:

Frankfurter Rundschau
Israel
Soldat erschießt verletzten Palästinenser
Deutschland
Nach Messerattacke auf Revier: Polizist erschießt Angreifer
Polizei erschießt Islamisten nach Angriff auf Beamtin
Polizist erschießt Messerstecher in Sachsen-Anhalt

Süddeutsche.de
Israel
Soldat erschießt Verletzten

Deutschland
Polizist erschießt mit Messer bewaffneten Mann
Polizist erschießt Angreifer
Polizist erschießt Messerstecher in Sachsen-Anhalt

Tagesspiegel
Israel
Soldat tötet verletzten Palästinenser mit Kopfschuss
Deutschland
Polizist erschießt Messerstecher in Naumburg
Polizist erschießt bewaffneten Mann in Polizeipräsidium

FOCUS Online
Israel
Als er schon am Boden liegt: Israelischer Soldat tötet verletzten Palästinenser
Deutschland
Polizei erschießt Terroristen aus Islamistenszene
Messerstecher rastet aus und wird erschossen

SPIEGEL ONLINE
Israel
Israelischer Soldat soll verletzten Palästinenser mit Kopfschuss getötet haben
Deutschland
Polizei tötet mutmaßlichen Messerstecher
Polizei erschießt bewaffneten Mann vor seinem Wohnhaus

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50 Antworten zu Kopfschuss: Journalisten töten Anstand

  1. A.mOr schreibt:

    Soldier from Hevron no longer charged with murder.

    „Instead the soldier is being charged with manslaughter, and not murder.“

  2. metropolenmond schreibt:

    Vielleicht…
    Aber auch nur vielleicht….
    Es könnte nämlich sein….
    Das dieser Querfront-Mist nicht so gut ankommt.

  3. Pingback: Anonymous

  4. Holger Lösch schreibt:

    Das deutsche Hobby Juden zu hassen und Israel zu kritisieren…really????

  5. ceterum censeo schreibt:

    Also ich weiß nicht, welche uninteressanten Details hier diskutiert werden. Ich finde es nicht so verkehrt, wenn nach so vielen Opfern allein in dieser Woche, mal zur Abwechslung einem mörderischen Ork die Rübe weggeblasen wird. 🙂

    • Praecox schreibt:

      In Ihrem ganz privaten Fantasy-Universum mag es eine Gut-Böse-Dichotomie zwischen Orks und Elben geben. Nur wo sind Sie da zu verorten? Elbe sicher nicht, aber Ork?

  6. Couponschneider schreibt:

    Spinne ich? Wo ist denn das Video? Ich habe nun einige Artikel überflogen. Focus Online erwähnt ein Video, zeigt es aber nicht. Das ist Lückenpresse und Desinformation.

    Geht es vielleicht um das folgende Video?

    Da sehe ich nichts. Ich sehe nur einen verpixelten Terroristen, der schon auf dem Boden liegt und zufällig macht es wumms, als der Lieferwagen losfährt und den Terroristen zur Gänze verdeckt.

    Ist es nicht komisch, dass die Videos mit vermeintlichen Außerirdischen auch immer so verschwommen sind? Genauso die Videos vom Big Foot. Was hindert die Kameraleute, so zu filmen, dass man die Dinge auch erkennen kann?

    Dabei gibt es heute so gute Kameratechnik. Selbst im armen Jemen. Die CCD-Chips in den Smartphones sind heute schon so gut, dass sie das gleißende Licht einer Kernfusion korrekt filtern, aufzeichnen und auch den Neutronenbeschuss (es war eine Neutronenbombe) problemlos überstehen:

    • Lisa Piesek schreibt:

      Im Originalvideo ist der Kopf unverpixelt und man sieht, wie die Kugel trifft, kurz bevor der Wagen die Szene verdeckt. Um das Video zu finden, müssen Sie in der YouTube Suche folgenden Text eingeben:

      חייל מוציא להורג פלסטיני השרוע פצוע על הרצפה לאחר שזה דקר חייל

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Vielen Dank für den Hinweis, Lisa Piesek! Bei Sek. 25 sieht man übrigens ganz deutlich, dass die Jacke des Palästinensers von einem großen Gegenstand ausgebeult ist.
        Wahrscheinlich von seinem Frühstücksbrot.

        • Nitza Medina schreibt:

          Es könnte auch eine Bombe sein. Leider werden wir auch in Deutschland bald solche Szenen erleben müssen.

    • Couponschneider schreibt:

      Ich habe nochmal gegoogelt betreffend der Neutronenbombe (einfach nach „Israel Neutronenbombe“ suchen). Der zweite Treffer führt zu Jakob Augsteins Sudelzeitung „Freitag“. Der Kopp-Verlag schafft es nur auf Platz 7.

    • Praecox schreibt:

      Auf 13:00 Uhr sehen sie einen Soldaten, der in Richtung Terrorist geht, sein Gewehr durchlädt, zielt und schießt.

    • Doris schreibt:

      Das Problem ist, dass die „Kameraleute“ von der sogenannten humanitaeren Organisation „Bezelem“ eingesetzte Palaestinenser sind, die einfach ueberall auftauchen, um Vorfaelle zu filmen, die der antiisraelischen Propaganda hilfreich sein koennen. Ich wundere mich sehr, dass die israelischen Militaerbehoerden sich auf solche Dokumentation verlassen. Das duerfte ganz einfach nicht sein.

  7. metropolenmond schreibt:

    Mal wieder die typische Form der Berichterstattung „in Sachen Israel“ und ein weiteres gutes Beispiel für die immer noch verdrehte Sicht.

    Ich habe den Artikel mal rebloggt. Und zwar hier:
    http://metropolenmond.de/Kopfschuss%3A%20Journalisten%20t%C3%B6ten%20Anstand

  8. American Viewer schreibt:

    „Vor einigen Tagen ist ein Video aufgetaucht, welches zeigt, wie ein israelischer Soldat einen am Boden liegenden Terroristen mit einem Kopfschuss tötet.“

    Das wollen Sie alles auf dem Video sehen? Interessant.

    • Lisa Piesek schreibt:

      Was sehen Sie?

      • American Viewer schreibt:

        Ich hatte das Original-Video nicht zur Verfügung (חייל מוציא להורג פלסטיני השרוע פצוע על הרצפה לאחר שזה דקר חייל). Auf den gekürzten Videos fehlt der erste Teil. Im zweiten Teil bewegt der Terrorist sich nicht, deshalb konnte man im gekürzten Video nicht sagen, ob der Terrorist überhaupt noch am Leben ist. Also Danke für den Link. Wenn man das ganze unverpixelte Video zur Verfügung hat, stimmt alles, was Sie sagen.

  9. Chaya schreibt:

    Danke für die Übersicht der Schlagzeilen unten.
    Es müsste mehr solcher Übersichten geben – MediaWatch ist in unseren Zeiten sehr angebracht – einfach um dem Leser hinter dem Bildschirm einfach mal die Objektivität zu ermöglichen, welche die Presse ihm verneint.

    • Lisa Piesek schreibt:

      Es gibt einige Blogs, die sich ausschließlich mit der Nahostberichterstattung befassen.
      Hier ist einer davon:
      https://backsp.wordpress.com/

      Im Rahmen der Recherche zu meinem vorherigen Gastbetrag bin ich auf einen weiteren österreichischen Blog gestoßen, kann ihn jetzt aber nicht auf Anhieb wiederfinden.

  10. anti3anti schreibt:

    Die erste Hälfte des Videos wird nicht gezeigt. Dort kann man aus den Rufen der Soldaten erkennen, dass eine Gefahr vom Verletzten ausgeht. So erklärt es sich, dass er unversorgt am Boden bleibt.

    • Chaya schreibt:

      Methode. Die Juden waren schon immer gut darin, ihre Taten vor dem wachsamen Auge des Gesetzeshüters zu verdecken.
      Gehn‘ Sie ’n Bier trinken, Alter!

      • Kanalratte schreibt:

        Das ist überhaupt kein Krankenwagen. Außerdem verdeckt der Wagen den Schuss gar nicht.

      • Praecox schreibt:

        Ich dachte auch zuerst, der Transporter verdecke den Schuß. Aber jetzt habe ich das Rätsel gelöst. Schütze auf 13:00 Uhr klar und deutlich zu erkennen. Lädt durch, zielt, schießt.
        War wohl nichts mit Verschwörungstheorie, Franky.

    • Lisa Piesek schreibt:

      Ich habe das ganze Video gesehen. Es ist mir bewusst, dass es von einer propalästinensischen Organisation veröffentlicht wurde und darum eventuell nicht die ganze Wahrheit widerspiegelt. Trotzdem ist für mich keine Rechtfertigung für den Schuss erkennbar. Außerdem hat ja auch das Militär selbst den Kopfschuss kritisiert. Der Soldat sei nach Beendigung des Einsatzes dazugekommen, sein Handeln sei nicht mit den Vorgesetzten abgesprochen gewesen und entspreche auch nicht den Richtlinien und den Übungsszenarien bei Sprengstoffmechanismen. Einige israelische Zeitungen schreiben sogar, man habe den Terroristen bereits auf Sprengstoff untersucht.

      Wir sollten nicht so tun als sei dieses Vorgehen normal, auch in Israel gehören solche Vorfälle nicht zum Alltag. In der Vergangenheit gab es harte Urteile gegen Israelis, die bereits unschädlich gemachte Terroristen töteten. Ich bin gern bereit, meine Meinung zu revidieren, falls neue Beweise auftauchen, die die Tötung des Terroristen rechtfertigen. Derzeit spricht wenig dafür.

      • Clas Lehmann schreibt:

        Und ich versuche, mich einer Meinung zu enthalten, solange die Situation so ungeklärt ist. Es gibt dort eine ordentlich dafür zuständige Gerichtsbarkeit, die den Vorfall untersucht. Wenn die zu einem Urteil kommt, kann man das nachlesen und diskutieren.

        Jetzt schon kann man die Berichterstattung über das Ereignis anschauen und ihre einseitig-antisemitische Ausrichtung kritisieren und darum geht es einstweilen.

      • A.mOr schreibt:

        „Derzeit spricht wenig dafür.“
        Derzeit laufen die Untersuchungen, sprechen nur Meinungen bislang.
        (Danke Clas.)

        @Lisa (zum Artikel)

        die Gegenüberstellung der Schlagzeilen deutscher Medien ist Dir gut gelungen. Wie Chaya (März 26, 2016 um 19:57uhr) schon schrieb, das sollte öfters der Fall sein, damit wenigstens die Leute, die nicht nur die gängigen (und zwangsfinanzierten) Medien als Informationsquelle nutzen ins Bild gesetzt werden.

        Auch negative Kritik habe ich.

        Entgegen Deiner Behauptung kommt der Schütze nicht „von außerhalb“ zur Szene, er ist dabei, als der verletzte Soldat in die Ambulanz gebracht wird. Einfach nochmal das Video ansehen, auf welches Du Dich beziehst. Auch in dem Videomaterial, welches ArutzSheva bietet (hatte umseitig auf einen Artikel verlinkt) ist der spätere Schütze dabei zu sehen, wie er den Verletzten zur Ambulanz begleitet. Das ist zeitlich einige Sekunden vor dem Bildmaterial, auf welches Du Dich beziehst. (Aber dennoch nach den Mordversuchen der Terroristen, was nicht überrascht.)

        Außerdem frage ich mich woher Deine Information stammt, daß die Soldaten „mit den Familien telefonieren“ würden?
        Ein Lauschangriff? Die sind im Einsatz, nur Hollywood-Helden arrangieren in solcher Situation das kommende Hochzeitsfest der Verwandten. Oder habe ich den Witz verpaßt?

        Und: „niemand hat den unschädlich[?] gemachten Terroristen im Visier“? Erwartest Du, daß alle ihren Job aufgeben und den Terroristen auf die Theaterbühne schleifen?
        Der ist nicht unbeobachtet, liegt vielmehr mitten drinne, und als jemand der einwandfrei zeigte wie mörderisch seine Absicht ist bleibt er eine Gefahr, solange er auch nur einen Finger krümmen kann.

        Der dann abgefeuerte Schuß auf den Terroristen erscheint in der Tat wie eine Privatexekution.
        Jedoch, Bilder können trügen (B’tselem und viele der israelkritischen Organisationen sind Meister bei fingiertem Bildmaterial, welches bereits Generationen von Judenhassern mit Lotion auf den Lokus treibt, wie Du nett beschreibst) und betrügen.

        Und wiederum wahr und sehr richtig in Deinem Artikel: „…volles Vertrauen in die israelischen Ermittler […], dass der Soldat im Falle seiner Unschuld freigesprochen wird oder verurteilt, wenn er schuldig ist.“

        Die Korrektur (negative Kritik) zur Unterstützung von Sachlichkeit. Alles Gute.

        ps/ Brigadier General Moti Almoz:
        “Let’s say it openly: We’re [the army] setting the norms here; this was a serious incident and we insist that the army remain above the political debate. What we will do is have a proper investigation, and that’s only begun, there’s no reason to decide the results already.”
        (deutsche Übersetzung: „Sagen wir’s offen: wir [die Armee] legen hier die Maßstäbe an; dies war ein ernsthafter Vorfall und wir bestehen darauf, daß die Armee außerhalb politischer Diskussion verbleibt. Wir werden eine umfangreiche Untersuchung haben, die gerade erst begonnen hat, es gibt keinen Grund die Ergebnisse schon im Vorfeld zu entscheiden.“)
        [Quelle: ArutzSheva,
        http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/209942#.VvfO7nrj8qg%5D

        • A.mOr schreibt:

          A.mOr: „Auch in dem Videomaterial, welches ArutzSheva bietet (hatte umseitig auf einen Artikel verlinkt)…“
          http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/209896#.VvfZInrj8qh

        • Lisa Piesek schreibt:

          Was zeigt das Video?
          1. Die anderen Soldaten stehen entspannt um den Terroristen herum und scheinen ihn nicht als Gefahr zu empfinden. Keiner der Soldaten zielt auf ihn.
          2. Der Schütze kommt vom Krankenwagen zum Terroristen hinzu, die Soldaten, die schon beim Terroristen standen, konnten die Gefahr besser einschätzen. Niemand anderes zielt auf den Terroristen, niemand anderes schießt.

          Was schreibt die isralische Presse mit Bezug auf Quellen beim Militär?
          1. Der Soldat erschien an dem Ort erst sechs Minuten nach dem Anfriff des Terroristen und der darauffolgenden Schießerei.
          2. Sein Vorgehen war nicht mit den Vorgesetzten abgesprochen.
          3. Der Kopfschuss entspricht nicht den Richtlinien und Übungsszenarien bei einem Terroristen mit Sprengsatz.
          4. Die Vorgesetzten ließen ihn unmittelbar nach dem Schuss festnehman und Ermittlungen einleiten, also noch vor dem Druck der Öffentlichkeit.
          5. Einige Medien schreiben sogar, man habe den Terroristen bereits auf Sprengstoff untersucht, andere widersprechen jedoch dieser Darstellung.
          Hier ein exemplarischer Artikel:
          http://www.jpost.com/Israel-News/IDF-soldier-who-fired-on-wounded-terrorist-acted-alone-investigation-finds-449201

          Ich bin nicht der Richter, um ein Urteil zu fällen, aber aus den bekannten Details ergibt sich ein erster Eindruck, den ich äußere und bereit bin zu revidieren. Wir sollten nicht so tun als sei dieses Vorgehen normal, auch in Israel gehören solche Vorfälle nicht zum Alltag. In der Vergangenheit gab es harte Urteile gegen Israelis, die bereits unschädlich gemachte Terroristen töteten. In Israel gibt es eine Präzedenzjustiz, nach angelsächsischem Vorbild, das heißt, es ist kaum vorstellbar, dass der Junge, der geschossen hat, freigesprochen wird, wenn er nicht gute Beweise für seine Unschuld liefert.

          • Claudia Schittko schreibt:

            Ich tu gar nicht so, als sei dieses Vorgehen normal, ich weiß halt einfach zu wenig drüber und denke, dass die Untersuchung da schon Klarheit bringen wird.

            Jedenfalls sehe ich nirgends einen Anhaltspunkt, inwiefern Israel da etwas vorzuwerfen wäre, aber genau das tun Leute, die die Diskussion über die Nachrichten und ihre antisemitische Aufnahme hier zulande in Windeseile kehren in steife Behauptung das sei nun Mord, Lynch, und israelische Übeltat. Denen galt mein Hinweis, man möge das Ergebnis der Untersuchung abwarten.

            Es ist möglich, dass es Mord oder Lynch ist; erwiesen ist das bisher nicht. Israel ist da jedenfalls bisher gar nichts vorzuwerfen.

          • Lisa Piesek schreibt:

            Natürlich werfe auch ich Israel nichts vor. Die haben vorbildlich reagiert, und zwar direkt auf den Vorfall, nicht erst auf das Video. Einen deutschen Polizisten hätte man einen Rapport schreiben lassen und auf eine andere Dienststelle versetzt. Spannend ist, wie sogar mit einer einfachen Nachrichtenmeldung, Stimmung gegen Israel gemacht wird. Die Texte und Überschriften sind ja häufig bereits von den Agenturen voreingenommen formuliert. Und mit spannend meine ich beschissen.

          • A.mOr schreibt:

            Lisa Piesek
            (März 27, 2016 um 23:19uhr.)

            Kein Grund, bei mir offene Türen einzurennen und sich den Kopf dabei zu prellen. Oder war’s eher meiner? Sollte wohl mal am Türrahmen zimmern? 😉
            Meine angebrachten Korrekturen sind für jedermann leicht nachprüfbar (auch nachvollziehbar, wenn) ohne dritte zu bemühen, das Bildmaterial liegt vor. Ob der spätere Schütze zwei oder vier Minuten nach dem Attentat der Terroristen kam scheint mir wenig relevant: er begleitet den Verletzten zur Ambulanz, dh er ist dabei. (Zu Deinem Punkt „2.“ in der Einleitung, sieh nochmal genau hin: der Schütze befindet sich auch vorher schon beim Verletzten, dann geht er -aus unserer ‚B’tselem-Sicht“- zu dem Terroristen, der hinter dem Krankenwagen liegt, dann kommt er wieder ins Bild, und wir können sehen wie er anlegt…)

            Ein weiteres Problem, um das es bei der Auswertung dieses öffentlichen Materials geht ist der vermeintlich durch B’tselem fingierte Ton. Diese Ansicht vertritt immerhin (auch) der Anwalt des Schützen, auf den die Israelgegner nun anlegen.

            Es ist -leicht nachvollziehbar- nicht im Interesse der israelischen Verteidungskräfte solche Vorfälle oder Angelegenheiten zu produzieren, „normal“ ist an allen dem ohnehin nichts. Auch die mörderischen Angriffe arabischer Terroristen -obwohl sie so gut wie täglich seit vielen Monaten stattfinden- sind nicht „normal“. Und ich wüßte nicht, wer von uns beiden solches insinuiert haben sollte, um mal eine der Gemeinsamkeiten herauszustellen, wie ich sie bei uns sehen darf.

            Na gut, möglicherweise war mein Sarkasmus etwas scharf, aber daß die Leute vor Ort mit „ihren Familien telefonierten“, wie Du es schriebst, das hast Du nicht in der ‚Jerusalem Post‘ gelesen. Stimmt’s?

            Was wir auf den Bildern erkennen könne, den Schützen betreffend, das sieht nicht sehr vorteilhaft für selben aus, da sind wir uns wirklich einig. Genau das ist auch Sinn und Zweck der Aufnahmen, die B’tselem in Umkreis brachte, vielmehr soll es ein schlechtes Licht auf die gesamte IDF und den Staat Israel werfen. Da haben wir den (ziemlich durchgekauten) Salat! Ein „böser“ Jude = alle Juden „böse“.

            Die Presseberichterstattung ist mir soweit bekannt, inwiefern dabei die „Quellen zum Militär“ von tiefgreifender Relevanz sind möchte ich nicht beurteilen. Habe jedoch gegen Deine Aufzählung soweit (von mir aus auch „sechs Minuten“ laut Presse, was ändert es?) nichts einzuwenden. Es wird sich noch aufklären lassen. Denke, die Aussage von Moti Almoz als Pressesprecher des Militärs deckt soweit ab, was wir meinen zu wissen. So wie Du habe ich da volles Vertrauen in die israelische Justiz.

            Und nochmal, Danke für den insgesamt sehr guten Artikel.

            Claudia Schittko,
            solches Material ist wie ein makabrer Lotto-Gewinn für die Israelgegner, das stimmt. „Bestätigt“ wird nur, was vorher bereits an die Wand gemalt wurde. Was Du sehr richtig herausstellst, es gibt hier einmal mehr den Versuch alle Juden in Sippenhaft für das vermeintliche Verbrechen eines einzelnen zu nehmen.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Claudia Schittko ist in diesen beiden Beiträgen Clas Lehmann, ich habe von ihrem Account aus geschrieben und den Eintrag unten nicht bemerkt. Tut mir leid.

          • A.mOr schreibt:

            Danke für die Info, Clas, hatte mich schon gewundert über die seltsam anmutende Einleitung. Aber da es an sich ja alles stimmt,…nu. 😉

    • Gerald Schwetlik schreibt:

      Zumindest haben die Berichterstatter erreicht, dass hier über „Juden“ und deren angebliche Eigenschaften diskutiert wird. Die einen relativieren, die anderen schäumen vor Wut, aber alle sind aufgewühlt.
      Möglicherweise ist der Schütze nur ein Mann, der die Kontrolle über sich verloren hat und in dem Video zum Mörder geworden ist. Möglicherweise nicht. In jedem Fall könnte der Mann aus Deutschland, England, Belgien, USA, Russland oder woauchimmerher sein können. Er hätte Christ, Buddhist, Moslem oder Atheist sein können.

  11. Frase0815 schreibt:

    Wie alt war der Terrorist eigentlich? Die sind ja gerne auch mal jünger…könnte man da nicht noch was à la „Als er schon am Boden liegt: Israelischer Soldat tötet verletzten jugendlichen Palästinenser“ drehen? Um auch noch ein wenig Kindermörder mit ins Spiel zu bringen? Wäre doch nur konsequent.

    • American Viewer schreibt:

      Wie wäre: „Jüdischer Dämon verballert sein gesamtes Magazin in unbewaffneten Palästinenser-Jungen, der auf dem Rücken lag und sich nur sonnen wollte.“

  12. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  13. caruso schreibt:

    Und dann wundern sich die Presse-Leute, wenn man „Lu:gen-Presse“ sagt. Was Israel betrifft, stimmt das. Lu:gner, Verdreher, Auslasser, Stimmungsmacher gegen Israel usw. – all das paßt auf einen sehr großen Teil der Presse. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen.
    lg
    caruso

    • DuDu schreibt:

      Ah, nur wenns um Israel geht isses Lugenpresse…. selektive Wahrnehmung vom Feinsten… Auhstein der Lugner, wenns um Israel geht, aber aufn Punkt, wenns gegen die rassistischen Nadelstreifen-Nazi-Faschos der Af D geht… so in etwa gell…. Vor vielen Jahren verschlug es mich hier auf diesen Blog, als ich es nicht fassen konnte, welcher Hass auf Juden und Israel in den (a)sozialen Medien ausgespeiht wurde… vor allem unsere lieben muslimischen Mitbürger und ihre Steigbügelhalter von links-liberal bis links aussen konnten ihre Hetze offen verbreiten… leider hat sich der Blog im Nirgendwo verloren, nicht Fisch nicht Fleisch…. obwohl… aus der linken äusseren Ecke kommt Beifall genug…..

    • Clas Lehmann schreibt:

      Sie wundert sich ja nicht. Sie ist gekränkt.

  14. Kanalratte schreibt:

    Hier wurden die Medien mal wieder entlarvt.

    • Kanalratte schreibt:

      Wo sieht man einen Soldaten schießen?

      • Lisa Piesek schreibt:

        Gerd wird sicherlich etwas dagegen haben, wenn ich das Originalvideo hier verlinke. Sie finden es, wenn sie in der YouTube Suche Folgendes eingeben:

        חייל מוציא להורג פלסטיני השרוע פצוע על הרצפה לאחר שזה דקר חייל

      • Praecox schreibt:

        Auf 13:00 Uhr.

    • Lisa Piesek schreibt:

      Bei Vorfällen in Deutschland titelt die Presse „Messerstecher rastet aus und wird erschossen“, bei Vorfällen in Israel „Als er schon am Boden liegt: Israelischer Soldat tötet verletzten Palästinenser“

      Das ist das Problem, ich denke, ich habe es im Artikel klar benannt.

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