Es sind nur zwei Hände, aber sie stehen für eine Revolution!

Das letzte Mal, als ich die Klagemauer in Jerusalem besuchte, gab es noch zwei getrennte Bereiche, einen für Männer und einen für Frauen. Ich drehte daher spontan diesen Film:

Danach ging ich zur Klagemauer und steckte den Zettel der Frau in die Wand. An der Klagemauer hörte ich jüdische Männer beten und aus der Ferne den Ruf eines männlichen Muezzins.

Seit dem Tag habe ich sehr viele Gespräche mit israelischen Politikerinnen und Gelehrten geführt und gefragt, ob es nicht möglich sei, noch einen dritten Teil an der Klagemauer einzurichten, wo Männer und Frauen gemeinsam beten können. So könnten Männer und Frauen weiterhin seperat beten, aber es gäbe noch ein weiteres Angebot. Mir wurde stets gesagt, diese Frage werde bereits seit Jahrzehnten verhandelt, bisher jedoch ohne Ergebnis für einen gemischtgeschlechtlichen Bereich. Bisher!

Die israelische Regierung hat jetzt im südlichen Abschnitt der Klagemauer einen Bereich für Frauen und Männer eingeführt. Das darf durchaus als Revolution bezeichnet werden!

Beim nächsten Israelbesuch kann ich jetzt mit meiner Frau gemeinsam die Klagemauer besuchen. Das ist Israel. Sämtliche anderen Orte des Nahen Ostens versperren mir und meiner Frau in diversen Situationen den Weg, entweder weil wir den falschen Glauben oder aber die falschen Freunde haben. Israel ist der einzige Ort, wo alle Menschen, egal welchen Glaubens, Geschlechts oder Geliebtwerdens die gleichen Rechte vor dem Gesetz besitzen. Frauenrechte werden im ganzen Nahen Osten nur in Israel groß geschrieben. Dort weiß man: „Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

Ach, nähmen sich die Länder des Nahes Ostens doch nur ein Beispiel an Israel!

Seit diesem Sommer herrscht an der Klagemauer Wahlfreiheit. Bisher konnte sich niemand aus freien Stücken und mit freiem Willen dazu entscheiden, nicht mit dem anderen Geschlecht zusammen zu beten. Es war eine Pflicht! Diese Zeiten sind vorbei! Jetzt können sich alle Menschen frei dazu entscheiden, ob sie getrennt oder gemischt beten wollen. Das ist Emanzipation! Das ist Israel!

Nur Israel verteidigt diese Rechte. Ich kann die Klagemauer, die Grabeskirche Jesu und den Ort des letzten Abendmahls besuchen, weil mir Israel dies ermöglicht! Ohne Israel herrschte überall in Jerusalem eine sogenannte Fromme Stiftung des Islams. Wie diese Frommen mit „Ungläubigen“ umgehen, kann man täglich am Tempelberg erleben. Der Zugang zum Tempelberg ist nämlich über elf Tore möglich, die von der Frommen Stiftung überwacht werden und nur für Muslime erlaubt sind. Ausländische Muslime müssen ihre Zugehörigkeit zum Islam mit Papieren belegen oder Fachwissen zum Koran beantworten. Andersgläubigen ist der Zutritt zum Tempelberg nur über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt und dort auch nur außerhalb der Gebetszeiten und nach scharfen Sicherheitskontrollen. FReitags ist der Tempelberg für Nicht-Muslime verboten! Es ist zudem verboten, Bücher mit auf das Gelände zu nehmen. Auch andere Kultgegenständen sind verboten, sowie das Abhalten von Gebeten anderer Religionen als dem Islam. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Oft werden Juden belästigt und attackiert, wenn sie sich auf dem Gelände befinden:

Sogar Kinder werden terrorisiert, wenn sie Juden sind:

Der einzige Grund, warum Juden dort nicht gelyncht werden, ist dem Umstand geschuldet, dass die israelischen Sicherheitsbehörden mit der sogenannten Frommen Stiftung zusammenarbeitet, um wenigstens ein Mindeststandard an zivilsatorischem Miteinander zu wahren. Die Fromme Stiftung sollte sich entweder ein Beispiel an Israel nehmen und dem Tempelberg so viel Freiheit gönnen, wie Israel der Klagemauer gönnt oder die Verantwortung ganz an Israel übergeben. Eins kann nämlich nicht geleugnet werden: An der Klagemauer ist es deutlich friedlicher als auf dem Tempelberg!

Weitere Bilder zur Klagemauer finden Sie hier.

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