Es gibt eine Obergrenze!

Immer wieder wird über eine Obergrenze in der Flüchtlingssituation diskutiert, ganz so, als müsse sie eingeführt werden. Es gibt sie aber schon! Am 8. Januar 2016 veröffentlichte Tapfer im Nirgendwo einen Artikel zur real existierenden Obergrenze und erklärte, warum diese Grenze geleugnet wird. Es lohnt sich, den Artikel erneut zu lesen:

Als vor einigen Wochen am Münchener Hauptbahnhof die ungewohnt hohe Zahl von Flüchtlingen aus Syrien ankam und sie empfangen wurden von applaudierenden Deutschen, da hörte ich überall die Sätze: „Jetzt zeigt Deutschland sein freundliches Gesicht“ und „Auf dieses Deutschland bin ich stolz!“

Mir waren die Deutschen, die das selbstergriffen patriotisch und tränengerührt stolz in die Kameras sagten, von Anfang an suspekt, weil ich nicht selten das Gefühl hatte, dass es ihnen gar nicht um die Flüchtlinge geht, sondern um ihr eigenes Image! Sie benutzen Flüchtlinge, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Ginge es ihnen um die Flüchtlinge, sie müssten sich der Verantwortung stellen, die mit der Hilfsbereitschaft einhergeht: Die Frage nach der Grenze der eigenen Kapazität.

Es herrscht in Deutschland eine grenzenlose Naivität im Umgang mit der Flüchtlingssituation. Die Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof ist ein Resultat dieser Naivität. Die Flüchtlinge nämlich, die unter anderem aus Syrien kommen, sind größtenteils durch Krieg traumatisierte und brutalisierte Männer, die aus zerbrochenen Clanstrukturen stammen, zusammengehalten von einer autoritären Religion, gegründet von einem patriarchalen Feldherren! Diese Männer brauchen individuelle Hilfe und intensive Betreuung. Diese Männer in überfüllte enge Räume und Zelte zu zwängen, nicht selten zusammen mit Menschen aus Ländern und Kreisen, mit denen sie in der Heimat im Krieg lagen, ist das Gegenteil von Hilfe. Es ist ein Fortführen des Kriegs mit anderen Mitteln! Natürlich ticken diese Männer in solcher Situation gehalten irgendwann aus!

Wer durch Krieg traumatisierten und brutalisierten Menschen helfen will, muss sich eingestehen, dass dies eine harte und verantwortungsvolle Arbeit ist, die verlangt, dass man sich der eigenen Grenzen und Leistungsfähigkeit bewusst ist.

Oft wurde ich gefragt, wo denn die Obergrenze für Flüchtlinge sei. Ich wurde gebeten, doch eine Zahl zu nennen. Es braucht aber keine Zahl! In einer Gemeinde, in der hoch traumatisierte und durch Krieg brutalisierte Flüchtlinge in Lager gepfercht werden, ist die Obergrenze erreicht!

Es ist deutlich menschlicher, einzugestehen, dass man nicht mehr helfen kann, als Hilfe vorzutäuschen! Ein Idealist, dem es nur um sich selbst und die Pflege des eigenen Gewissens geht, der die Verantwortung nicht ertragen kann, in hilfesuchende Augen schauend eingestehen zu müssen, nicht helfen zu können, macht lieber die Tore anderer auf und applaudiert dann selbstergriffen den Flüchtlingen zu, während sie in überfüllte Auffanglager abgeschoben werden, wo sich dann die Tore wieder schließen. Diese Idealisten handeln nach dem Motto: „Ich will morgens in den Spiegel schauen können!“ Menschen aber, die wahrlich helfen wollen, leben nach dem Motto: „Ich will morgens aus dem Fenster schauen können!“

Es ist menschlich, begrenzt zu sein und es ist die Fähigkeit der Vernunft, die Begrenzung zu erkennen. Daher muss der Mensch vernünftig sein!

Vor 25 Jahren wurden an einem Tag, nämlich am 3. Oktober 1990, etwas mehr als 16 Millionen Menschen Deutsche im Sinne des Grundgesetzes. Es war die größte Einwanderung in der Geschichte der BRD. Sie entflohen einem unmenschlich, autoritären System der Überwachung und Unfreiheit. Zum Glück brachten diese Flüchtlinge ein eigenes Land mit. Sie mussten nicht in Sammellagern gehalten werden. Dennoch hat sich eine Generation später besonders unter diesen Neubundesdeutschen ein radikales Gedankengut entwickelt, das Tausende von Menschen in Dresden, Leipzig und Heidenau mit menschenverachtenden Parolen auf die Straße treibt.

Als 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, von kriegstraumatisierten Männern und Frauen, da brauchte es zum demokratischen Erfolg eine jahrzehntelange Besatzung durch Amerikaner, Engländer und Franzosen. Als sich dann in den sechziger und siebziger Jahren, also eine Generation später, die Jugend mit den kriegstraumatisierten Eltern auseinandersetzte, da wäre dieses Deutschland fast im Terrorismus versunken.

Wenn Deutsche somit schon Schwierigkeiten haben, kriegstraumstisierten Deutschen zu helfen, woher nimmt sich dann dieses Deutschland die Anmaßung zu glauben, grenzenlos Flüchtlingen aus fremden Kulturen helfen zu können? Was für eine Hybris! Es ist deutscher Größenwahn zu glauben, man könne ohne Obergrenze helfen und deutscher Größenwahn hat auf der Welt nicht gerade den besten Ruf.

Europa ist eine Figur der griechischen Mythologie. Eine weitere bekannte Figur ist Ikarus! Er war der Sohn des Dädalus und wurde zusammen mit seinem Vater von König Minos im Labyrinth des Minotauros auf Kreta gefangen gehalten. Zur Flucht erfand Dädalus Flügel für sich und seinen Sohn, indem er Federn mit Wachs an einem Gestänge befestigte. Vor dem Start schärfte er Ikarus ein, nicht zu hoch und nicht zu tief zu fliegen, da sonst die Hitze der Sonne beziehungsweise die Feuchte des Meeres zum Absturz führen würde. Zuerst ging alles gut, aber dann wurde Ikarus übermütig und stieg so hoch hinauf, dass die Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz, woraufhin sich die Federn lösten und er ins Meer stürzte. Der verzweifelte Dädalus benannte die Insel, auf der er seinen Sohn beigesetzt hatte, zur Erinnerung an sein Kind Ikaria.

Wenn sich der deutsche Übermut und Größenwahn im Idealismus nicht bald legt, läuft Europa Gefahr, in Ikaria umbenannt zu werden. Es reicht eben nicht, Flüchtlinge reinzulassen. Ihnen muss auch geholfen werden. Dazu gehört es, sich der Gefahren bewusst zu sein. Eine Gefahr besteht darin, dass jeder Flüchtling rückfällig werden kann. Es ist keine Seltenheit, dass Frauen, die aus gewalttätigen Umfeldern in Frauenhäuser geflüchtet sind, hinterher wieder in gewalttätige Arme zurückkehren. Es ist somit unausweichlich, dass ein Teil jener Menschen, die aus islamischen Diktaturen geflüchtet sind, nach einiger Zeit in die Arme deutscher Islamisten flüchten. Das heißt nicht, dass Deutschland keine Flüchtlinge mehr aufnehmen soll; die Frauenhäuser sollen schließlich auch nicht schließen, aber jedes Haus hat Wände und daher nicht unendlich Platz.

Wer Flüchtlingen ein Aussteigerprogramm aus der Welt der Gewalt und Unterdrückung anbietet, muss die Gefahr der Rückfälligkeit bedenken und daher Pläne für die Möglichkeit eines Rückfalls bereit halten. Alles andere ist verantwortungslos! Nach der Silvesternacht in Köln erklärte die Kölner Polizei, sie sei von der „völlig neuen Dimension der Gewalt“ vor dem Kölner Dom überrascht. Was dort geschah, ist jedoch keine völlig neue Dimension der Gewalt. Es war eines der ältesten Verbrechen der Welt, nämlich religiös und kulturell motivierter Frauenhass! Es ist schockierend, wie unfähig die Kölner Polizei in der Silvesternacht im Umgang mit dieser Gewalt war. Köln war nicht vorbereitet und wurde daher Opfer einer Horde Männer, die aus patriarchalen und zum Teil zerbrochenen Clanstrukturen kommen, einige vor ein ein paar Wochen, andere vor einigen Jahren, aber alle mit einer autoritären Religion im Nacken, die in ihrer extremen Form Frauen zu Freiwild erklärt, wenn sie ihren Körper nicht komplett verhüllen; Männer, an denen die Aufklärung vorbei gegangen ist und die eher in Gruppen und Clans denken als in Individuen; Männer, die die Ehre eines im siebten Jahrhundert verstorbenen Soldaten aus Mekka, den sie als Propheten verherrlichen, höher schätzen als die Würde einer lebendigen Frau; Männer, die wegen einer pervertierten Idee von Ehre eher eine Frau töten, als ihre eigene Religion zu hinterfragen; Männer, die Frauen eher in ein Gefängnis aus Stoff zwängen, als männlichen Sexualverbrechern Handschellen anzulegen; Männer, die Frauen als Schlampen bezeichnen, wenn sie ihr Recht auf einen Orgasmus einfordern; Männer, für die Frauen nichts weiter sind als Ware auf dem Markt der Macht.

In Köln ist so ziemlich alles schief gelaufen, was schief laufen kann. Es gab keinen Plan für das mehr als denkbare Szenario einer Rückfälligkeit einiger der vielen Flüchtlinge in Köln. Und was ist das Resultat dieser Unfähigkeit. Fremdenfeindliche Arschlöcher, die Flüchtlinge hassen, weil sie Fremde sind, gewinnen Oberwasser und gehen auf die Straße. Ihnen entgegen stellen sich die Deutschen, die um das „freundliche Gesicht“ Deutschlands besorgt sind. Und plötzlich demonstrieren besorgte Bürger gegen besorgte Bürger. Die Einen sind besorgt, weil Fremde nach Deutschland kommen, die Anderen sind besorgt, weil Fremdenfeindlichkeit dem Image Deutschlands schadet. Alle sind besorgt und denken doch nur an sich. An die Flüchtlinge denkt da kaum wer.

In Deutschland bestimmt das komplizierte Verhältnis der Deutschen zu sich selbst den Umgang mit der Flüchtlingssituation. Man könnte überspitzt sagen: Hitler bestimmt die deutsche Flüchtlingspolitik. Ich sag mal so, es gibt bessere Gründe, um hilfsbereit zu sein.

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20 Antworten zu Es gibt eine Obergrenze!

  1. Krokodil schreibt:

    Hi Leute, eine kleine Anmerlung sei mir bitte gestattet:

    „Vor 25 Jahren wurden an einem Tag, nämlich am 3. Oktober 1990, etwas mehr als 16 Millionen Menschen Deutsche im Sinne des Grundgesetzes. Es war die größte Einwanderung in der Geschichte der BRD.“

    Richtig: Diese „Einwanderer“ brachten die Reste ihres eigenen Landes mit.
    Und wir brachten eben NICHT Glaubenskonflikte, Zwangsehen, Kopfabschneiderei usw mit.
    Für die Aufbaumilliarden gab es im Gegenzug, allerdings nur für eine handvoll Witschaftskrimineller, billige Maktanteile (auch Ossis konsumieren gern), Industriebetriebe für ne Mark und riesige Ländereien für nen Appel und ein Ei.

    Ach, überhaupt, wenn man ein Missempfinden gegen Ossis hegt, welche sich noch eine eigene Meinung erlauben, mit dem Totschlagargument man hätte dort „radikales Gedankengut“ detektiert „das Tausende von Menschen in Dresden, Leipzig und Heidenau mit menschenverachtenden Parolen auf die Straße treibt … “ um folgerichtig im zweiten darauf folgenden Absatz dringende erzieherische Massnahmen anzupreisen …

    Mannomann. Ich bin jetzt seit einem halben Jahr jeden Tag dort. Genau dort. Und ich sehe mehr als das. Die Menschen wollen meist einfach nur frei sein, und sich nicht von Dämagogen verarschen lassen.

    Ich hoffe der Vergleich der WIEDERvereinigung mit unkontrollierter Masseneinwanderung war eher ein kleiner Scherz.

    „Als sich dann in den sechziger und siebziger Jahren, also eine Generation später, die Jugend mit den kriegstraumatisierten Eltern auseinandersetzte, da wäre dieses Deutschland fast im Terrorismus versunken.“

    Das war keine „Jugend“, das waren aus der DDR finanzierte Terroristen und demokratiefeindliche Maoisten / Kommunisten, welche mit Hilfe einer Partei, in der Pädophile zu höchsten Ehren gelangten (bitte nicht die Stirn runzeln, ist noch immer so, zumindest teilweise).

    Aber die scheinen ganze Arbeit geleistet zu haben.
    Mein Vorschlag: jetzt helfen (bzw „setzen uns mit ihnen auseinander“) wir mal den Traumatisierten der 68er Generation.
    Auch wenn ich mich nicht unbedingt mehr als Jugendlicher bezeichnen möchte.

  2. bevanite schreibt:

    Da stimmt ja so einiges nicht. Kein Mensch hat jemals behauptet, die deutsche Politik wolle „die Welt retten“. Wäre dem so, hätte sie schon 2011 syrische Flüchtlinge direkt aus den Lagern in Jordanien oder des Libanon, oder afrikanische Flüchlinge aus dem Dadaab-Lager in Kenia auf legalem Weg eingeflogen. Den jemenitischen Flüchtlingen hilft aktuell ja auch niemand, auch nicht die deutsche Regierung. Fakt ist aber nunmal, dass Deutschland andere Kapazitäten hat als der Libanon, die Türkei oder die von der Finanzkrise gebeutelten Staaten Griechenland, Serbien, Mazedonien oder Ungarn. Hier konnte man im Sommer 2015 nunmal spontan einspringen und in einer chaotischen Situation noch chaotischere Zustände abfedern. Wer ernsthaft glaubt, Griechenland wäre unter dem Druck der Austerität letzten Sommer mit der Flüchtlingskrise fertig geworden, ist ein Narr. Wer glaubt, ein kurdisch-syrischer Flüchtling sei in der Türkei sicher, ist ebenso ein Narr.

    Ob jetzt ein einzelner Helfer altruistische, egoistische oder historische Gründe für die persönliche Motivation zum Helfen hat, ist dabei doch erstmal wumpe. Jeder einzelne Helfer wird unterschiedliche Gründe haben. Hauptsache ist doch vielmehr, dass überhaupt jemand was tut. Die Bundesregierung ist jedenfall bisher nicht durch viel Unterstützung (z.B. durch Geld und Arbeitsplätze) für die freiwilligen Helfer aufgefallen. Und auf die sollten wir nichts kommen lassen. Das sind unsere Besten! Die gehören nicht zu den Zynikern, die anonym im Internet ablästern, ohne selbst etwas zu tun; oder zu jenen Horden, die Asylunterkünfte in Brand stecken.

    Diese pseudo-psychologische Behauptung (gibt’s dafür überhaupt konkrete Nachweise?), dies habe alles mit Hitler und dem Nationalsozialismus zu tun, ist einfach nur dreist und übersieht in der jüngeren deutschen Geschichte ein ganz entscheidendes Kapitel: Anfang der Neunziger gab es keine „Willkommenskultur“. Da brannten in Hoyerswerda und Lichtenhagen die Asylbewerberheime, in Solingen und Mölln gingen Bomben hoch und schließlich gab der Bundestag diesem Druck auf der Straße nach und verschärfte das Asylrecht. Möglicherweise hat dies auch viele geprägt. Ich sehe es als positiv, dass sich die Zeiten seitdem verändert haben und die heutige jüngere Generation anders tickt. Ich erkenne jedenfalls keinen „Übermut und Größenwahn im Idealismus“, sondern pragmatische Hilfe und praktische Solidarität. Nichts, wofür man sich fürchten muss.

    Noch zwei Korrekturen:
    1. Unmittelbar nach Köln kamen Verlautbarungen, dass einige der gesuchten Täter bereits seit Jahren polizeilich aus den einschlägigen kriminellen Zusammenhängen bekannt waren. Hier handelte es sich also mitnichten um Flüchtlinge. Ähnlich wie User „A.S.“ würde ich auch davon abraten, eine so riesige Gruppe von Menschen als homogene Masse zu betrachten.

    In Leipzig spielt Pegida keine Rolle mehr. Die kriegen dort nur noch einmal im Monat einen recht traurigen Haufen von vielleicht 50 Leuten zusammen. Schon von Anfang an waren dort Gegendemonstranten in der Mehrzahl, wie auch in fast allen deutschen Städten. Selbst in Dresden schaffen sie es nicht mehr auf die gleichen Zahlen wie Anfang 2015 (obwohl dort Busse aus der ganzen Republik rangekarrt wurden) und dort gab es seinerzeit auch eine große Gegendemo mit 30000 Teilnehmern. Der Lutz hat seinen Zenith überschritten.

  3. Lusru schreibt:

    Zunächst:
    Es gibt für ALLES eine OBERGRENZE, und die Tatsache, dass dies oder diese uns gerademal oder dem Grundgesetz nicht bekannt oder erwähnenswert schien, ändert daran nichts.
    Wenn ein Fass voll ist, läuft es über – oder bricht auseinander – gleich, was „das Grundgesetz dazu sagt“. In Abhängigkeit davon, ob mann das in Kauf nehemen möchte, ist es jedem erlaubt, bis zu dieser Art Ende die Augen zu verschliessen, auch Grünen, wer das Fass jedoch für künftiges Wasser erhalten und nutzen möchte, auch ohne dass es zerbricht, sollte seine Aufmerksamkeit auf den Füllvorgang richten und geeignet handeln, um so für alles, was schon „drin“ ist, die Bedingungen erhalten zu können.
    Problematisch wird es, wenn im Fass Wasser und öl gemischt wird – nein: nicht verschiedene Wässerchen, trübe wie klare, auch nicht verschiedene Öle untereinander, aber wer kennt den berühmten Spruch nicht von „einem Tropfen Öl im Wasser“ (oder einem Tropfen Teer im Honig …) – nein: Wenn Unverträgliches gemischt wird – die Füllhöhe wird damit nebensächlich, es entstehen andere völlig abwegige „Obergrenzen“, die bereits am Fasse nagen …
    Eine einzige Obergrenze scheidet aus: Grün.
    Grün kann es nicht genug geben, das „passt“ immer – jedenfalls wo es passt …
    Ein wasserfass richtet sich woghl eher nicht danach.
    Und:
    Asyl gibt es immer, für jeden, für den das erforderlich ist, das hat mit Obergrenze nix zu tun.
    Jedoch Wanderer in „bessere Welten“ (zur Zeit gern auch in Mengen als Flüchtlinge grünisiert) sind keine Asylanten, auch und gerade nicht, wenn sie dafür zig Tausende Dollar aufwenden … – da gibt es – DIE OBERGRENZE, und die auch nur nach Bedarf …
    Wie gesagt: Es gibt für alles eine Obergrenze, auch wenn sie uns oder wem auch immer (noch) nicht bekannt ist

  4. Matthias Mala schreibt:

    Ich schrieb in etwa zur selben Zeit wie Sie gleichnishaft zum selben Thema: „Gerechtigkeit ist ungerecht“. Denn die Speisung der 5.000 war ein einmaliges Wunder, aber kein Menschending.

  5. A.S. schreibt:

    An einem Punkt möchte ich widersprechen. In Köln sind keine traumatisierten Menschen „zurückgefallen“, sondern das waren keine Flüchtlinge. Wer in Frieden leben will und endlich vor Krieg und Verfolgung Schutz gefunden hat benimmt sich nicht so. In keiner Kultur der Welt ist es üblich, dass Gäste sich ungefragt und unerwünscht an den „einheimischen“ Frauen „bedienen“. Die Typen wussten genau dass dieses Verhalten hier nicht gewünscht ist und haben deshalb extra Gruppen gebildet damit sie niemand hindern kann. Die haben sich einfach genommen was sie wollten und das gegen die Gesetze des Landes durchgesetzt. Das war und ist ein Verhalten von Invasoren gegenüber ihren Untertanen. Derartige Typen sind Fluchtgründe und keine Flüchtlinge.
    Leider tappt auch dieser gute Artikel in die extrem schädliche Falle, alle Migranten in einen Topf zu schmeißen. Damit wird seit Jahren jede differenzierte Argumentation über Probleme der Migration unmöglich gemacht. Das ist zwar einerseits Dauerthema, aber jede Debatte über Integrationsprobleme drehte sich binnen Minuten um Fremdenfeindlichkeit, so dass sich kaum jemand mehr an das Thema wirklich rangewagt hat. Der Teil Deutschlands, der zu viel von Claudias Koth geraucht hat, wollte keine Debatte, und hat jahrelang verhindert, dass wir hinschauen wer kommt.
    Jetzt hat man den Salat. Ein wahrnehmbar großer Teil der Bevölkerung musste sich erst gegen den Vorwurf „Rassismus“ immunisieren damit die Debatte wieder in Schwung kommt. Damit fällt ein Teil der „Brandmauer“ gegen Rechts weg.
    Gleichzeitig exportieren wir bereits islamistische Terror.
    Und alles nur, weil dauermoralerregte Menschen jeden in die rechte Ecke gedrängt haben, der schauen wollte wer da kommt.

    • Lusru schreibt:

      @A.S. schreibt: September 6, 2016 um 3:44 pm
      Auch wenn wir an anderer Stelle uns in unseren Sichten gern mal ergänzen: Hier ist das wohl nicht so.
      Abgesehen vom jeweiligen konkreten Schicksal der einzelnen betroffenen Menschen unter den Ankömmlingen aus fernen Ländern in D:
      Wirft es nicht die Frage auf, wieso gerade zu diesem Zeitpunkt Hundertausende Flüchtige mit sehr viel Geld in der Tasche für die Schlepper nach D unterwegs warten? Wer mag wohl ein Interesse daran haben, uns hier etwas rudimentärer mit diesen morgenländischen Kulturen bombardieren zu können, wovon lenkt das ab?
      Oder: „Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen“ (u.a.: Merkel) –
      bis heute hat noch niemand aus dem Munde der Kanzlerin die WESENTLICHSTE Ursache von Flucht und Vertreibung, die der Verödung von Ländereien und damit der Existenzbeseitigung für ganze Völker erst den Weg richtig bereitete, den Überfall der USA auf den Irak sowie auf Lybien u.a.m. erwähnt. Im Gegenteil: Frischfröhlich werden die Verursacher der Zerstörung riesiger Infrastrukturen und Lebensexistenzen in „Koalitionen von (zerstörungs-)W I L L I G E N “ und sogar in der NATO und der EU fast feierlich mit Verbrüderung statt mit Bekämpsung vpn Fluchtverursachenden bedacht – irgendwie werden wir hier wohl alle verar …
      Wer so massenhaft Schicksale von Menschen übergeht oder benutzt, um die „Gastfreundlichkeit“ einer Kanzlerin zur Vertuschung anderer wesentlicher Probleme in D und der EU zu protegieren, ohne auf die wahren Realitäten einzugehen, der verhöhnt nicht nur die eigenen Bürger sondern die neu angekommenen Flüchtigen gleich mit: Sie sollen ihr restliches Geld gleich mal zur Selbstbezahlung des Rücktickets verwenden, bevor es alle ist.
      Lesen Sie mal das:
      Ulrich Teusch
      „Lückenpresse“ / Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten
      (Westendverlag 2016), dann wird ihnen schlagartig klar, wie und warum wir alle uns in dieser eigentlich nicht nötigen unlösbaren nAufgeregtheit befinden und weder die grosse Merkelei noch die kleine Seehoferei, noch der Erzbengel Gabriel aus diesen ihren Verstrickungen wieder herauskommen und sie die Gesellschaft mit fragwürdugen Behauptungen immer mehr spalten, z.Teil mit armseeligen Ablenkungskrawatten zu lächerlichen Frage von „Obergrenzen“ .zu den völlig falschen Bezüglichkeiten (zum Asyl statt zur gegenwärtigen vermerkelten Einwanderung).
      Ja, inzwischjen wird das alles „gemacht“, und jeder strickt ein wenig mit, nicht an den Maschen – sondern an den LÜCKEN zu den wahren Sachverhalten.
      Wer den korrekten Sachstand effektiv nicht kennt, muss dem folgen, der gegeben wird und dem er folgen SOLL. Da das heute nie mehr einstimmig klappt, ist Spaltung im grossen Stil vorprogrammiert, um die eigene politische Fähigkeit zum AUSGLEICH, die Demokratie, zu vertuschen.
      Doch Vorsicht:
      „Lückenpresse“ hat eine noch deutlichere Obergrenze, als breitbandiger Asylantenschwindel, Benutzung wahrer Asylbedürftiger, um diesen zu verstecken, und die Unfähigkeit, kulturelle Entwicklungen zu erkennen und zu lenken – gerade das geht im Prinzip „Lückenpresse“ und „Lückenpolitik“, als Durchlöcherung von Demokratie, erst recht nicht.
      Ach ja:
      JEDE GRENZE ist bereits eine Obergrenze, da sie ansonsten KEINE Grenze ist.

  6. Sophist X schreibt:

    Die meisten Kommentare vom Januar sind sehr empfehlenswert.

  7. Frase0815 schreibt:

    Well said, Mr. Buurmann, and right so!
    Wer allerdings die Freude hatte, Muttis Wasserträger, den weißen Wal Peter gestern bei „Hart aber Fair“ zu erleben, der lässt alle Hoffnung fahren, dass den handelnden Personen noch ein Fünkchen Einsicht einfährt.Man könnte meinen, deren nächstes Ziel lautet: die AfD auf 30% zu bringen.

  8. Hessenhenker schreibt:

    Viele der lieben Menschen, die an Flüchtlinge denken, denken dabei nur an sich selbst:
    schließlich wurden ein paar wenige Parteigänger mit sogar bezahlten Pöstchen versorgt, die sind noch nicht lebenslang verbeamtet. Deshalb muß es weitergehen:

    https://hessenhenker.wordpress.com/2016/09/06/stadt-marburg-will-mehr-fluechtlinge/

    Wenn ich darauf hinweise, daß ich meiner Freundin – die krankheitsbedingt auch nicht ewig olegben wird – gerne einmal „mein“ Land zeigen möchte, werde ich beschimpft, ich würde nur an mich selbst denken.

    Ich denke, ich werde jeden Tag wütender.

    • Phosphoenolpyruvat schreibt:

      irgendwie beschleicht mich der verdacht, die liebe zu ihrem schatz könnte einseitig sein…..

      • Hessenhenker schreibt:

        Mich beschleicht der Verdacht,
        Sie könnten bloß ein eindimensionaler SPD-Troll sein.

      • Hessenhenker schreibt:

        Also so ein Typ, der das „Kein Mensch ist illegal – T-Shirt“ über dem schwellenden Fleische trägt, während er mir gönnerhaft erklärt, jetzt, wo irgendein SPD-Grek es „gesagt“ hat, daß ein Visum nun mal gar nicht geht, müsse ich natürlich die SPD nun aber auch wählen, wegen des moralischen Kompaß‘.

    • bevanite schreibt:

      Wenn ich darauf hinweise, daß ich meiner Freundin – die krankheitsbedingt auch nicht ewig olegben wird – gerne einmal „mein“ Land zeigen möchte

      Würde dieses Argument nicht klar für offene Grenzen sprechen?

      • Hessenhenker schreibt:

        Natürlich.
        Allerdings sollte der Staat schon wissen, WER eingereist ist und wo sich die Leute aufhalten.

      • Hessenhenker schreibt:

        So, wie es JETZT ist, konnten Axtattentäter und Rucksackbomber problemlos einreisen.
        Meine Freundin dagegen will keinem den Schädel spalten und auch weder sich noch sonstwen in die Luft sprengen,
        hat es etwas DAMIT zu tun daß sie leider Draußen bleiben muß?

  9. Beatrice Mayer schreibt:

    Selten so etwas Klares und Richtiges zum Thema gelesen! Möge es unzählige Leser finden.

Seid gut zueinander!

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