Ein neuer Gedenktag für Deutschland. Schnell!

Die unwürdigen Bilder, die uns am 3. Oktober 2016 zum Tag der Deutschen Einheit aus Dresden erreichten, zeigen uns, dass wir einen neuen Gedenktag in Deutschland brauchen. Dieser Tag hätte schon vor 25 Jahren ein deutschlandweiter Gedenktag werden sollen!

Am 3. Oktober 2016 wurden Menschen auf ihrem Weg zur zentralen Einheitsfeier in Dresdner wüst beschimpft. Auch nach dem ökumenischen Festgottesdienst in der Frauenkirche skandierten mehrere Demonstranten abfällige Parolen wie „Volksverräter“, „Fotze“ und „Arschgeigen“. Die Demonstranten benahmen sich in vollkommener Geschichtsvergessenheit. Daher ist es wichtig, dass es endlich einen Tag gibt, der zeigt, was es bedeutet, Deutscher zu sein!

Kein anderer Tag eignet sich dafür besser als der 9. November! Der 9. November bringt Deutschland nämlich in seiner Zerissenheit auf den Punkt!

Dieser Tag repräsentiert die Sternstunde und den Tiefpunkt deutscher Geschichte. An diesem Tag erstritten sich Deutsche die Freiheit im Jahr 1989, aber an diesem Tag lebten Deutsche auch ihren menschenverachtenden und mörderischen Hass auf Juden im Jahr 1938 aus. An diesem Tag wurde in Deutschland im Jahr 1918 die Republik ausgerufen, sie wurde aber auch im Jahr 1923 von Hitler und seinen Anhängern angegriffen.

Der 9. November eignet sich daher nicht zur bloßen Freude über die Freiheit des Mauerfalls, weil an dem Tag die Progromnacht stattfand. Er eignet sich aber auch nicht nur zur Trauer, da an diesem Tag die Mauer fiel. Genau dieses Gefühl der Zerissenheit ist ein deutsches Gefühl. Hätten die grölenden und geschichtsvergessenen Männer und Frauen dieses Gefühl am 3. Oktober 2016 verspürt, sie hätten sich nicht so daneben benommen.

Hier ein paar Ereignisse, die am 9. November stattfanden:

9. November 1848: Der linksliberale Abgeorndete Robert Blum, linksliberaler Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von Wien im Rahmen der Märzrevolution unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität von einem Hinrichtungskommando erschossen. Dieses Datum stellt den Anfang vom Ende der Revolution dar.

9. November 1918: Der wenige Wochen zuvor berufene Reichskanzler Max von Baden verkündet angesichts der bevorstehenden Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Eberts Parteigenosse Philipp Scheidemann, der ihn im Februar 1919 als Regierungschef ablösen wird, ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes die „Deutsche Republik“ aus. Es ist auch der letzte Schritt zur Ausrufung des Frauenwahlrechts drei Tage später.

9. November 1923: Mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch versuchten Adolf Hitler, Erich Ludendorff und weitere Putschisten in München, die Regierungsmacht an sich zu reißen.

9. November 1938: Im ganzen Gebiet des Deutschen Reiches zerstören die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Einrichtungen und stecken Synagogen in Brand. Hunderte von Juden werden innerhalb weniger Tage ermordet. Dieses Ereignis markieren den Übergang von der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden, die in dem industriell betriebenen Völkermord an etwa 6 Millionen europäischer Juden endet.

9. November 1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten protestierende Studentinnen und Studenten der APO ein Transparent mit der Aufschrift „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“. Dieser Slogan wird zu einem symbolträchtigen Motto der sogenannten „68er-Bewegung“.

9. November 1974: Der Terrorist Holger Klaus Meins, Mitglied der ersten Generation der Rote Armee Fraktion (RAF) stirbt an den Folgen eines wochenlangen Hungerstreiks in der JVA Wittlich in Rheinland-Pfalz.

9. November 1989: Günter Schabowski spricht die legendären Worte: „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.“ Die Berliner Mauern fällt.

Last but not least: Am 9. November 1843 reiste Heinrich Heine nach 13-jährigem freiwilligen Exil in Frankreich kehrt ein letztes Mal nach Deutschland.

Dieser 9. November sollte als Tag der deutschen Geschichte ein bundesweiter Gedenktag werden und zwar schnell. Zur Tradition könnte es werden, diese Zeilen von Heinrich Heine zu zitieren:

Im traurigen Monat November wars,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zu Mute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir Euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit Euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Genusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Und schwelgen im ersten Kusse.

Und fehlt der Pfaffensegen dabei,
Die Ehe wird gültig nicht minder ­
Es lebe Bräutigam und Braut,
Und ihre zukünftigen Kinder!

Ein Hochzeitskarren ist mein Lied,
Das bessere, das neue!
In meiner Seele gehen auf
Die Sterne der höchsten Weihe.
­

Begeisterte Sterne, sie lodern wild,
Zerfließen in Flammenbächen ­
Ich fühle mich wunderbar erstarkt,
Ich könnte Eichen zerbrechen!

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte ­
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen im neu die Kräfte.

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107 Antworten zu Ein neuer Gedenktag für Deutschland. Schnell!

  1. O.Paul schreibt:

    Haben die Politiker wirklich geglaubt, dass sie in Dresden von freundlichen, winkenden Menschen empfangen werden? Nach dem die Politiker sich 2 Jahre lang geweigert haben, auf die Probleme der Bürger einzugehen und Gespräche mit Pegida und AfD ablehnen?
    Da merkt man, dass sie genauso Doof sind, wie es vom Volk diagnostiziert wird.

    • bevanite schreibt:

      „Gespräche mit Pegida und AfD ablehnen“

      Bitte?? Sowohl Katrin Oertel als auch diverse AfD-Leute wurden und werden nun schon seit zwei Jahren durch TV-Talkshows gereicht. Über mangelnden Einbezug dürfen sich diese Leute nun wirklich nicht beschwerden.

  2. Paul schreibt:

    Hallo Alle zusammen, komme erst jetzt dazu hier meinen Senf abzugeben.

    Leider habe ich im Moment nicht die Zeit, um die mehr als 50 Beiträge zu lesen.

    Wenn schon jemand meine Idee hatte, möge Sie oder Er es entschuldigen.

    Lieber Gerd, Dein Vorschlag, so gut und richtig er auch ist, lässt sich nicht verwirklichen.
    Der 3.Oktober ist der Tag der offenen Moschee. Eine Verlegung des Tages würden die Muslims als Brüskierung empfinden. Nachdem sie sich auf den Tag drauf gesetzt haben, würden sie ein hinterherdackeln als als mit ihrer Würde nicht vereinbar ansehen.

    Dein Beitrag ist also ein verdeckter Antiislamismus. Du riskierst bergeweise Hassmails in noch schlechterem Deutsch. Das möchtest Du doch auch nicht? Darum ziehe den Kopf aus der Schlinge und lösche diesen Beitrag. Aber ganz schnell.

    Herzlich, Paul

  3. DuDu schreibt:

    Wie wir auf manchen überdimensionierten Plakaten lesen durften, ist doch „Deutschland ein mieses Stück scheisse“, wieso also irgendein Feiertag für dieses miese Stück? Empörung über das Gebaren der Linksradikalen konnte ich nirgends finden, liegt wohl daran, dass dies die Guten, nein, die besseren Menschen sind.

    • bevanite schreibt:

      Immerhin sind die Antideutschen Linken, in deren Kreisen dieses Plakat meist auftaucht, proisraelisch. Sollte das auf dem Kommentarbereich dieser Seite nicht honoriert werden?

      • besucher schreibt:

        Das könnte zu ernsthaften Problemen und Diskussionen unter den rechten Pro-Israel-Leuten führen.
        Wenn sie auf einmal merken dass ihre Abendländler und Putinisten doch den ganzen alten Antisemitismus wieder aufkochen. Ich bin da echt gespannt.

      • Sophist X schreibt:

        Ist honoriert. Proisraelische dumme Arschgeigen sind am Ende aber trotzdem dumme Arschgeigen.

        • ZetaOri schreibt:

          @Sophist X Oktober 5, 2016 um 12:00 pm

          „… sind am Ende aber trotzdem dumme Arschgeigen.“

          Denen man vielleicht nicht so richtig böse sein kann, deren ‚Freundschaft‘ nichtsdestotrotz in einigen Situationen doch recht peinlich ist.
          ;o)

      • ZetaOri schreibt:

        @bevanite Oktober 5, 2016 um 10:32 am

        „Immerhin sind die Antideutschen Linken, in deren Kreisen dieses Plakat meist auftaucht, proisraelisch.“

        Hmmm, und dann lassen die dat ‚Claudi‘ mitlaufen? Oder werden die die nur nicht los?
        Ich meine, so’n bisken penetrant anhänglich kann die ja schon sein. Hicks

        • bevanite schreibt:

          Ist das mit der auf einer linksradikalen Demo mitlaufenden (Ex-Jungliberalen) Claudia Roth ohnehin nicht eine uralte Kamelle aus Zeiten der Wiedervereinigung? Verstehe nicht, warum da heute noch drauf rumgeritten wird.

          • besucher schreibt:

            Was hat der Trump denn in der Zeit gemacht?

            Wenn man da buddeln würde dann würden seine Anhänger sagen: Das ist doch längst verjährt.

          • ZetaOri schreibt:

            @bevanite Oktober 5, 2016 um 1:11 pm

            „Ist das mit der auf einer linksradikalen Demo mitlaufenden (Ex-Jungliberalen) Claudia Roth ohnehin nicht eine uralte Kamelle …“

            Na ja, der letzte „Schulterschluss“ der aktuellen Bundestags-Vizepräsidentin war Ende letzten Jahres, auch wenn sie sich da nicht ‚drangehängt‘ hat sondern wohl eher ‚angeführt‘ worden ist. Zumindest hat die Trägerin einer der höchsten Funktionen unserer Demokratie keinen Anlass gesehen, sich zumindest im Nachhinein zu distanzieren. Dass ihr dann auch ihr antideutsches Engagement aus Anfang der 90er wieder unter die Nase gerieben wird, sollte niemanden wundern: Lernresistente Wiederholungstäterin halt.
            Und auch wenn diese „uralte Kamelle“ vor ihrer Zeit war: Es gibt tatsächlich auch heute noch Menschen, die zu jener Zeit schon ‚groß‘ waren und sich gut erinnern. Schließlich war ja auch ‚uns Claudi‘ damals kein Backfisch mehr, gell?
            (btw.: Mit gutem Recht verurteilen wir auch heute noch 90jährige Nazis, die damals gerade ihre ersten langen Hosen bekommen haben.
            Nein, nein, hören sie auf nach Luft zu schnappen: Das war KEIN Vergleich, nur eine Erinnerung an das Erinnerungsvermögen. Darüber, was aus Claudi im BDM hätte werden können, will ich gar nicht spekulieren.)

          • ZetaOri schreibt:

            @bevanite Oktober 5, 2016 um 1:11 pm

            Na ja, der letzte „Schulterschluss“ der aktuellen Bundestags-Vizepräsidentin war Ende letzten Jahres, auch wenn sie sich da nicht ‚drangehängt‘ hat sondern wohl eher ‚angeführt‘ worden ist. Zumindest hat die Trägerin einer der höchsten Funktionen unserer Demokratie keinen Anlass gesehen, sich zumindest im Nachhinein zu distanzieren. Dass ihr dann auch ihr antideutsches Engagement aus Anfang der 90er wieder unter die Nase gerieben wird, sollte niemanden wundern: Lernresistente Wiederholungstäterin halt.
            Und auch wenn diese „uralte Kamelle“ vor ihrer Zeit war: Es gibt tatsächlich auch heute noch Menschen, die zu jener Zeit schon ‚groß‘ waren und sich gut erinnern. Schließlich war ja auch ‚uns Claudi‘ damals kein Backfisch mehr, gell?
            (btw.: Mit gutem Recht verurteilen wir auch heute noch 90jährige Nazis, die damals gerade ihre ersten langen Hosen bekommen haben.
            Nein, nein, hören sie auf nach Luft zu schnappen: Das war KEIN Vergleich, nur eine Erinnerung an das Erinnerungsvermögen. Darüber, was aus Claudi im BDM hätte werden können, will ich gar nicht spekulieren.)

          • ZetaOri schreibt:

            @besucher Oktober 5, 2016 um 2:53 pm

            „Was hat der Trump denn in der Zeit gemacht?“

            Vermutlich, wenn er Zeit hatte, mit seinen drei Kindern gespielt und ansonsten Geld gescheffelt. Letzteres sicher mehr als Claudi, dafür aber mit ’ner besseren Qualifikation und zumindest messbarer Gegenleistung.

            „… würden seine Anhänger sagen: Das ist doch längst verjährt.“

            Interessiert mich eigentlich nicht, genauso wie ‚The Donald‘ himself. Der einzige Aspekt der mich dabei wenigstens peripher tangiert, ist der Spaß, den mir das Hyperventilieren seiner Feinde ‚drüben‘ und vor allem hier bereitet.

          • besucher schreibt:

            Eher hat wohl eher das Geld seines Vaters in den Sand gesetzt.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @bevanite: „Immerhin sind die Antideutschen Linken, in deren Kreisen dieses Plakat meist auftaucht, proisraelisch.“

        Da sind Sie aber schlecht informiert, @bevanite. Zur gefälligen Beachtung:
        http://gruene-muslime.de/aktuell.html
        Auszüge:
        „ … Wir verurteilen auf das Schärfste den blutigen Einsatz gegen die Friedensaktivisten, die der notleidenden Bevölkerung in Gaza helfen und auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen wollten.

        Die Kriegsrhetorik, mit der Hardliner in Israels Armee und Regierung die Aktion verteidigen, ist vollkommen fehl am Platze.

        Die völkerrechtswidrige Blockade von Gaza, die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Recht verurteilt wurde, ist umgehend aufzuheben. Sie wird jeden Tag mehr zu einer humanitären Katastrophe für die anderthalb Millionen Bewohner des Gaza-Streifens. Sie stürzt Menschen in Verzweiflung und schafft ein politisches Pulverfass.

        Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die EU und die USA müssen jetzt neue Friedensinitiativen ergreifen und den politischen Druck aufbauen, der nötig ist, um der ideologisch verbrämten Gaza-Politik der Hardliner in Israels Militär und Regierung ein Ende zu setzen. Die Blockade von Gaza war und bleibt eine politische Sackgasse. Sie spricht jeder Vorstellung von Humanität Hohn.“
        Claudia Roth

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @bevanite: „Immerhin sind die Antideutschen Linken, in deren Kreisen dieses Plakat meist auftaucht, proisraelisch.“

        Leider nur in Ihrer Vorstellung, @bevanite! Zur gefälligen Beachtung:
        „… Wir verurteilen auf das Schärfste den blutigen Einsatz gegen die Friedensaktivisten, die der notleidenden Bevölkerung in Gaza helfen und auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen wollten.

        Der Vorfall ist ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht auf internationalen Gewässern. Die Kriegsrhetorik, mit der Hardliner in Israels Armee und Regierung die Aktion verteidigen, ist vollkommen fehl am Platze.

        Die völkerrechtswidrige Blockade von Gaza, die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Recht verurteilt wurde, ist umgehend aufzuheben. Sie wird jeden Tag mehr zu einer humanitären Katastrophe für die anderthalb Millionen Bewohner des Gaza-Streifens. Sie stürzt Menschen in Verzweiflung und schafft ein politisches Pulverfass.

        Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die EU und die USA müssen jetzt neue Friedensinitiativen ergreifen und den politischen Druck aufbauen, der nötig ist, um der ideologisch verbrämten Gaza-Politik der Hardliner in Israels Militär und Regierung ein Ende zu setzen. Die Blockade von Gaza war und bleibt eine politische Sackgasse. Sie spricht jeder Vorstellung von Humanität Hohn.“
        (Claudia Roth, inzwischen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages)

        Sind das auch „uralte Kamellen“, @bevanite?

        • bevanite schreibt:

          Was hat denn Claudia Roth mit den Antideutschen zu tun? Ich glaube, bei denen steht sie auch nicht sonderlich hoch im Kurs. Als sie auf dieser Demo mitlief (1990), gab es die antideutsche Szene in der heutigen Form noch nicht mal. In den einschlägigen antideutschen Postillen (Bahamas, Phase Zwei, Café Critique, Versorgerin, usw.) wurde die Aktion mit der Gaza-Flotille seinerzeit heftigst verurteilt. Und der Slogan „Uneingschränkte Solidarität mit Israel – Deutschland halt’s Maul!“ kommt auch tendenziell eher aus der Ecke.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @bevanite: „Was hat denn Claudia Roth mit den Antideutschen zu tun? Ich glaube, bei denen steht sie auch nicht sonderlich hoch im Kurs.“

            Zur gefälligen Erinnerung: Sie sprachen von „Antideutschen Linken, in deren Kreisen dieses Plakat meist auftaucht, …“. Dass sich die Roth „in deren Kreisen“ nicht gerade unfreiwillig aufhielt, erscheint mir äußerst wahrscheinlich. Ihnen womöglich nicht, was allerdings auch keine Rolle spielt.

            @bevanite: „Ich glaube, bei denen steht sie auch nicht sonderlich hoch im Kurs.“

            Diese Spekulation ist unerheblich! Es ging nicht darum, ob die Roth bei ihren Artgenossen „hoch im Kurs“ steht, sondern ob sie deren Ansichten teilt, wofür leider einiges spricht.

  4. Praecox schreibt:

    Aus den Kommentaren:
    „dieses dreckige merkel miststück hat es nicht anders verdient als das man sie beschimpft! merkel verpiss dich, keiner vermisst dich!“

    „Das Volk will sie nicht mehr, doch die Dicke klebt an ihrer erbärmlichen Macht. Vaterlandsverrat ist messbar:—In Merkel“

    „das Land braucht neue Menschen, nicht diese wohlbehüteten, geistig armen Weicheier. vor allem keine Überflutung mit inzestiösen Wesen, die keinerlei Nutzen haben, aber einen immensen Kostenfaktor darstellen. Was das Land braucht, ist eine restriktive, selektive Bedarfseinwanderung, allerdings müsste dieses Land erst einmal Perspektiven bieten. Das tut es intelligenten Menschen nicht.“

    Der Betreiber des Youtube-Accounts, ein gewisser „mart hart“ hat Youtube-Kanal abonniert:
    https://www.youtube.com/channel/UCbxl8k030TbjL2IccsZ78Qw
    Goyim Goddes. Das Zeichen dieses Kanals ist die Schwarze Sonne mit Hakenkreuz, bekannt aus der Symbolik der SS.

    • Anonymous schreibt:

      Extra! Extra! Read all about it!
      Pracox hat herausgefunden, dass unter den Merkelgegnern auch Nazis sind!

      • Praecox schreibt:

        Selbstverständlich sind unter den Merkel-Gegnern Nazis.

        Was Praecox feststellt, ist, dass unter den „Fotze“ und „Miststück“-Schreiern Nazis sind. Was Praecox gerne wüßte ist, wie man von außen unterscheiden kann, ob ein solcher Schreihals ein Nazi ist oder ein liebevoller, demokratischer und gesetzestreuer Bürger, der nur seinen Unmut artikuliert.

        • ZetaOri schreibt:

          @Praecox Oktober 5, 2016 um 2:58 pm

          „Was Praecox gerne wüßte ist, wie man von außen unterscheiden kann, ob ein solcher Schreihals ein Nazi ist oder ein liebevoller, demokratischer und gesetzestreuer Bürger, der nur seinen Unmut artikuliert.“

          Das könnte tatsächlich schwierig werden.
          Bliebe ihnen als (doch hoffentlich?) Verteidiger des Rechtsstaates und sicher auch Gegner von Pauschalisierungen eigentlich nur der bekannte Rechtsgrundsatz ‚in dubio pro reo‘?
          Und da sie zudem (ich meine mich zu erinnern) Simplifizierungen ablehnen, wissen sie natürlich, dass da außer dem „Nazi“ und dem „liebevollen, demokratischen und gesetzestreuen Bürger“ noch ein weites Spektrum an Menschen existiert, die damit nicht erfasst sind?

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri Oktober 6, 2016 um 7:19 pm
            „Bliebe ihnen als (doch hoffentlich?) Verteidiger des Rechtsstaates und sicher auch Gegner von Pauschalisierungen eigentlich nur der bekannte Rechtsgrundsatz ‚in dubio pro reo‘?“

            Gute Idee! Anwendbar AUF sämtliche „Angeklagten“ in und außerhalb der Gerichte. Und – Halten Sie sich fest! – anwendbar DURCH sämtliche Personen überall. Will heißen: solange ich nicht sicher weiß, wem ich da applaudiere und mit wem ich da im obszönen Chor mitschreie, lasse ich es lieber bleiben.

            ZetaOri Oktober 6, 2016 um 7:19 pm
            Und da sie zudem (ich meine mich zu erinnern) Simplifizierungen ablehnen, wissen sie natürlich, dass da außer dem „Nazi“ und dem „liebevollen, demokratischen und gesetzestreuen Bürger“ noch ein weites Spektrum an Menschen existiert, die damit nicht erfasst sind?

            Beispiele?

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 7, 2016 um 11:18 am

            „Gute Idee! Anwendbar AUF sämtliche „Angeklagten“ in und außerhalb der Gerichte.“

            Genau!

            „Und – Halten Sie sich fest! – anwendbar DURCH sämtliche Personen überall. […]“

            Iwo. Dabei hatte ich doch exemplarisch einige Voraussetzungen angegeben (und ihnen ausdrücklich zugebilligt!), die eine Person erfüllen muss, um das von ihr verlangen zu müssen:
            Z.B. Verteidiger des Rechtsstaates und Gegner von Pauschalierungen, gell? Und sicher gehören neben einer Menge anderer auch ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie dazu.
            Was wollen sie von einem blöden, populistischen Holzklotz, der Rechtsstaatlichkeit ablehnt, verlangen?

            „Beispiele?“

            Na, etwa.:

            liebloser, demokratischer, gesetzestreuer Bürger,
            liebevoller, undemokratischer, gesetzestreuer Bürger,
            liebevoller, demokratischer, delinquenter Bürger,
            liebloser, undemokratischer, gesetzestreuer Bürger,
            liebevoller, undemokratischer, delinquenter Bürger,
            usw. usw. bis
            liebloser, undemokratischer, delinquenter Bürger,

            und wenn wir mal das ‚demokratisch‘ weglassen, gehen sämtliche Kombinationen sicher auch mit ‚Nazi‘.
            Dann waren da ja auch nicht ausschließlich Männer, ergo wäre das ganze Prozedere mit ‚Bürgerinnen‘ zu wiederholen, wenn sie nicht zukünftig genderneutral auf BürgerInnen, Bürger_innen, Bürger*innen oder elegant auf Bürgerx ausweichen wollen.
            (Hmmm, wie war noch das Feminum zu ‚Nazi‘? Nazine? Nazisse? Na, egal, nehmen wir Nazx.)

            Und sist men inte minst gibt’s da sicher auch noch Menschen, die zwar ‚Einwohnerx_Innen‘ aber keine ‚Bürgerx_Innen‘ sind, nicht?

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 12:49 pm
            „Dabei hatte ich doch exemplarisch einige Voraussetzungen angegeben (und ihnen ausdrücklich zugebilligt!), die eine Person erfüllen muss, um das von ihr verlangen zu müssen: Z.B. Verteidiger des Rechtsstaates und Gegner von Pauschalierungen, gell? Und sicher gehören neben einer Menge anderer auch ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie dazu. Was wollen sie von einem blöden, populistischen Holzklotz, der Rechtsstaatlichkeit ablehnt, verlangen?“

            Gut, dass Sie die Rechtsstaatlichkeit ansprechen! Vermutlich wurde Sie (in der historischen Entwicklung) tatsächlich von Menschen ins Leben gerufen, die „ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie“ vorzuweisen hatten. Allerdings ist es ja gerade das Wesen der Rechtsstaatlichkeit, ein faires Verfahren gegenüber jedem zu sichern, unabhängig davon, ob die Verfahrensbeteiligten im Einzelnen intelligent und/ oder empathisch agieren. Die Indikatoren Intelligenz und Empathie gelten mit Sicherheit nicht für sämtliche Richter, Staatsanwälte, Verteidiger, Poliziste und Angeklagten/ Verdächtigen. Insofern muss ein rechtsstaatliches Verfahren auch unabhängig von der psychischen und kognitiven Verfasstheit der Verfahrensbeteiligten funktionieren. Das tut es, indem zu seiner notwendigen und hinreichenden Voraussetzung nicht Intelligenz und Empathie zählen, sondern schlicht die Einhaltung der geltenden (rechtsstaatlichen) Gesetze. Das Mindeste, was man demnach von einem „blöden, populistischen Holzklotz, der Rechtsstaatlichkeit ablehnt“ verlangen kann, ist, dass er rechtsstaatliche Gesetze einhält. Das klingt paradox, ist aber nicht das Problem des Rechtsstaates, sondern das Problem des ihm unterworfenen Subjekts. Hält sich einer nicht daran, muß er die Konsequenzen tragen. Über die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit wacht die Gemeinschaft.

            Die Worte „Fotze“ und „Miststück“ erfüllen die Kriterien der geltenden Gesetze nicht, sondern den Tatbestand der Beleidigung und sind damit justiziabel (§185 StGB).

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 12:49 pm
            „und wenn wir mal das ‚demokratisch‘ weglassen, gehen sämtliche Kombinationen sicher auch mit ‚Nazi‘.“

            Das bezweifle ich doch stark. Dass Himmler unterm Tannenbaum seine Kinder liebkoste, ist hinlänglich eruiert. Dennoch würde ich für einen anderen Begriff von „Liebe“ plädieren. Ebenso betrifft der Indikator „gesetzestreu“ Nazis nicht, ist doch die gesamte Ideologie per se ein Verstoß gegen Art. 1 GG. Solange der Verstoß gegen Art. 1 GG passiv bleibt, d.h. nur im Kopf des Nazis stattfindet, wird er von Art. 5 GG geschützt (Meinungsfreiheit). Es bleibt aber eben immer nur solange passiv, als der Nazi (wahlweise auch Menschen anderer politischer und weltanschaulicher Richtungen, die eine Aufhebung des Rechtsstaates zum Ziel haben) noch von der Gemeinschaft kontrolliert und in die Schranken gewiesen wird. Das kann sich ändern, etwa durch erreichen einer kritischen Masse, wie sie beispielsweise durch unkritische Mitschreier („Fotze“, „Miststück“) und unkritische Kommentatoren hergestellt wird.

          • Praecox schreibt:

            „Und sist men inte minst gibt’s da sicher auch noch Menschen, die zwar ‚Einwohnerx_Innen‘ aber keine ‚Bürgerx_Innen‘ sind, nicht?“

            Reichsbürger? Ausländer? Ceterum Censeo?

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 7, 2016 um 1:58 pm

            „Reichsbürger?“
            Auch kranke Bürger sind Bürger.

            „Ausländer?“
            Zum Beispiel. Bei EU-Ausländern wird’s etwas komplizierter.

            „Ceterum Censeo?“
            Kann ich nicht beurteilen.

            btw.: Der Unterschied zwischen ‚Bürger‘ und ‚Einwohner‘ ist keiner der persönlichen Wertung, sondern des öffentlichen Rechts, so findet er auch seinen Niederschlag im GG.

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 7, 2016 um 1:54 pm

            Da der ganze vorhergehende Sermon auf dieses Resümee …

            „Die Worte „Fotze“ und „Miststück“ erfüllen die Kriterien der geltenden Gesetze nicht, sondern den Tatbestand der Beleidigung und sind damit justiziabel (§185 StGB).“

            … abzielt, erspare ich mir dort die Kommentierung.
            Hierzu:
            Beleidigung ist ein Antragsdelikt aus dem Bereich der Privatklage: nullo actore nullus iudex! Sie dürfen sich da echauffieren, aber damit hat’s sich auch. Und selbst, wenn die / der Betroffene Strafantrag stellt, entscheidet nicht ihr Empfinden, sondern das Gericht darüber, ob der Tatbestand erfüllt ist. Behaupten sie vor Rechtskraft eines entsprechenden Urteils, jemand habe eine Beleidigung (also eine strafbare Handlung) begangen, setzen sie sich einer Klage nach §187 StGB wegen Verleumdung (erweislich unwahre Tatsachenbehauptung) aus.
            Im Übrigen kommt es beim 185 nicht auf den Wortlaut, sondern die Intention einer Äußerung an. So können auch Begriffe die keineswegs negativ konnotiert sind, durchaus eine Beleidigung darstellen, während selbst rüdeste Schimpfworte den Tatbestand nicht ‚automatisch‘ erfüllen.
            Arbeiten sie sich (nicht nur) in die Systematik der Ehrverletzungs-Delikte ein.
            (Und bevor sie mir hier Bagatellisierung oder sowas unterstellen: Nein, ich bezweifele im vorliegenden Fall keineswegs eine Beleidigungs-Absicht, ich bringe ihnen nur ein paar Fakten zur Kenntnis.)

            „… würde ich für einen anderen Begriff von „Liebe“ plädieren.“

            Das dürfen sie natürlich. Aber ohne die allfällige Definitionhoheit bleibt das folgenlos. Und wenn sie mit ‚liebevoll‘ meinen: „alle haben alle lieb“, bezweifele ich, ob sie selbst das Attribut beanspruchen können, wenn sie nicht gerade Buddha himself sind. Ansonsten dürfte ihnen die Abrenzung schwer fallen.

            „Ebenso betrifft der Indikator „gesetzestreu“ Nazis nicht, ist doch die gesamte Ideologie per se ein Verstoß gegen Art. 1 GG. Solange der Verstoß gegen Art. 1 GG passiv bleibt, d.h. nur im Kopf des Nazis stattfindet, wird er von Art. 5 GG geschützt (Meinungsfreiheit) …“

            Auch hier haben sie die Systematik nicht verstanden. Adressat des GG ist der Staat und seine Institutionen. Eine natürliche Person KANN NICHT gegen das GG verstoßen, sondern nur gegen ‚einfaches Recht‘ (BGB, StGB, StVO, …)
            Beispiel:
            – Novelliert der Staat das Eherecht in der Form, dass ein Mann vier Frauen ehelichen darf, eine Frau aber nur einen Mann, ist das ein Verstoß gegen Art. 3 GG, der, hoffentlich, vom BVerfG kassiert wird.
            – Weigere ich mich, eine ausgeschriebene Stelle mit einer dafür qualifizierten Frau zu besetzen mit der Begründung: „Röcke kommen mir nicht in die Firma!“, ist das ein Verstoß gegen §7 AGG, der mir von der ‚ordentlichen Gerichtsbarkeit‘ um die Ohren gehauen wird. Das GG ist überhaupt nicht tangiert.
            Solange ein Nazi (oder beliebiger anderer Extremist) nicht gegen dieses ‚einfache Recht‘ verstößt, hat er als gesetzestreu zu gelten.
            Alles andere ist Quatsch.

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            „Da der ganze vorhergehende Sermon auf dieses Resümee …
            „Die Worte „Fotze“ und „Miststück“ erfüllen die Kriterien der geltenden Gesetze nicht, sondern den Tatbestand der Beleidigung und sind damit justiziabel (§185 StGB).“
            … abzielt, erspare ich mir dort die Kommentierung.“

            Der, wie Sie es (in welcher Intention auch immer) nennen, „Sermon“ führt mitnichten auf den von Ihnen insinuierten Punkt, sondern auf Folgendes:
            Praecox Oktober 7, 2016 um 1:54 pm
            „Insofern muss ein rechtsstaatliches Verfahren auch unabhängig von der psychischen und kognitiven Verfasstheit der Verfahrensbeteiligten funktionieren.“

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            „“Beleidigung ist ein Antragsdelikt aus dem Bereich der Privatklage: nullo actore nullus iudex!“

            JA, UND?
            Was ändert das an der Intention des „Fotze“-Schreiers?

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            „Und selbst, wenn die / der Betroffene Strafantrag stellt, entscheidet nicht ihr Empfinden, sondern das Gericht darüber, ob der Tatbestand erfüllt ist.“

            IRRTUM!
            „Bei der Auslegung der festgestellten Äußerung ist von deren objektivem Sinngehalt (Erklärungsinhalt) auszugehen, wie ihn ein unbefangener verständiger Dritter versteht (BVerfGE 33, 52/71; BGHSt 3, 346/347; 16, 49/52 ff.; 19, 235/237; LK/Herdegen StGB 10. Aufl. § 185 Rn. 17 ff.; Tröndle/Fischer StGB 50. Aufl. § 185 Rn. 7). Maßgeblich ist dabei weder die subjektive Sicht des sich Äußernden noch das subjektive Verständnis der von der Äußerung Betroffenen, sondern der Sinn, den sie nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Publikums hat. Dabei ist stets vom Wortlaut der Äußerung auszugehen.“
            http://www.judicialis.de/Bayerisches-Oberstes-Landesgericht_1-St-RR-173-01_Urteil_15.02.2002.html

            Nochmal für @ZetaOri zum hinter die Ohren schreiben:
            „MASSGEBLICH IST … DER SINN, DEN SIE (DIE ÄUSSERUNG) NACH DEM VERSTÄNDNIS EINES UNVOREINGENOMMENEN UND VERSTÄNDIGEN PUBLIKUMS HAT.“

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Behaupten sie vor Rechtskraft eines entsprechenden Urteils, jemand habe eine Beleidigung (also eine strafbare Handlung) begangen, setzen sie sich einer Klage nach §187 StGB wegen Verleumdung (erweislich unwahre Tatsachenbehauptung) aus.“

            BLÖDSINN!
            Hier mal für Sie der §187 StGB:
            “Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

            Eine Person müßte schon behaupten, eine andere Person habe „Fotze“ geschrien, obwohl die andere Person das nicht getan hat, um sich auch nur in die Nähe des §187 StGB zu begeben.

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Im Übrigen kommt es beim 185 nicht auf den Wortlaut, sondern die Intention einer Äußerung an.“

            LUSTIG!
            Sie widerlegen sich selbst. Siehe unten, Intention eines Nazis.

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Das dürfen sie natürlich. Aber ohne die allfällige Definitionhoheit bleibt das folgenlos.“

            LÄCHERLICH!
            Es gibt keine „Definitionshoheit“. Diesen Begriff mussten Sie notgedrungen zu Insinuationszwecken erfinden. Siehe:

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Und wenn sie mit ‚liebevoll‘ meinen: „alle haben alle lieb“, bezweifele ich, ob sie selbst das Attribut beanspruchen können, wenn sie nicht gerade Buddha himself sind. Ansonsten dürfte ihnen die Abrenzung schwer fallen.“

            Wer ich bin, weiß nur Heimchen.

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Auch hier haben sie die Systematik nicht verstanden. Adressat des GG ist der Staat und seine Institutionen. Eine natürliche Person KANN NICHT gegen das GG verstoßen, sondern nur gegen ‚einfaches Recht‘ (BGB, StGB, StVO, …)“

            BLÖDSINN!
            Gemäß Wertordnung des GG ist der Mensch ein „Wesen, das in Freiheit (über) sich selbst bestimmt“. Diese Annahme sittlicher Autonomie führt zum Recht eines jeden Menschen auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und damit dazu, das – neben dem Staat – auch jeder Einzelne als Adressat des Art. 1 GG gilt. Die Frage, ob die Grundrechte des GG auch Pflichten für Privatpersonen herstellen, ist seit langem unter dem Begriff der „mittelbare Drittwirkung“ bekannt.
            Selbstverständlich KANN eine natürliche Person gegen das GG verstoßen, z.B. gegen Art. 2 Abs. 2 GG: Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Augabe des Staates als Wahrer des Art. 2 Abs. 2 ist es, einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit strafrechtlich zu verfolgen und das staatliche Recht so anzuwenden, dass die Werteordnung des GG (vgl. hierzu das Lüth-Urteil vom 15.01.1958 https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCth-Urteil ) auch zwischen Privatpersonen effektiv wird. Das BVerfG spricht hier von „Ausstrahlungswirkung“. Dieser Umstand drückt sich z.B. in den §§ 223 bis 231 StGB als Äquivalent zu Art. 2 Abs. 2 GG aus.

            Noch besser kann das an dem von Ihnen in unweiser Voraussicht gewählten Beispiels verdeutlicht werden:
            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Weigere ich mich, eine ausgeschriebene Stelle mit einer dafür qualifizierten Frau zu besetzen mit der Begründung: „Röcke kommen mir nicht in die Firma!“, ist das ein Verstoß gegen §7 AGG, der mir von der ‚ordentlichen Gerichtsbarkeit‘ um die Ohren gehauen wird. Das GG ist überhaupt nicht tangiert.“

            Siehe hierzu § 1 AGG Ziel des Gesetzes:
            “Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.“
            Das ist die mittelbare Anwendung des Art. 3 GG (Gleichheitssatz, Gleichberechtigung)!

            Ein Verstoß gegen die §§ 1 und 7 AGG entspräche der Sittenwidrigkeit gem. §138 BGB. Genau diese geht im Privatrecht durch das o.g. Lüth-Urteil mittelbar aus dem GG bzw. der vom GG vorgegebenen Wertordnung hervor.

            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm
            “Solange ein Nazi (oder beliebiger anderer Extremist) nicht gegen dieses ‚einfache Recht‘ verstößt, hat er als gesetzestreu zu gelten.“

            Der Art. 1 GG ist als direkte Antwort auf die NS-Ideologie entstanden. Die NS-Ideologie ist die Negation des Art. 1 GG. Anhänger der NS-Ideologie wollen den Staat des GG ersetzt wissen durch einen Staat nationalsozialistischer Prägung. Dass ein Nazi sich gesetzestreu gibt, solange er unter Beobachtung steht, führt dazu, dass er auf dem Papier (z.B. Führungszeugnis) als gesetzestreu gilt. Seine wahren Motive (Intentionen) stehen aber nichtsdestoweniger im Widerspruch zum GG und werden bei Bedarf genau deshalb auch von entsprechenden Institutionen unter die Lupe genommen, die dort hinschauen können, wo der normale Bürger als Beobachter ausscheidet (z.B. geschlossene Gesellschaft bei einem Nazi-Konzert).

            @ZetaOri:
            Sie überschätzen sich, Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten selbst.
            Vor allem aber sind Sie ein besonders eindringliches Beispiel dafür, wie Versuche, vom eigentlichen Thema einer Diskussion abzulenken, scheitern können. Es geht hier um Parolen wie „Fotze“, „Arschgeige“ und „Miststück“.

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri? Fällt Ihnen nichts mehr ein?

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox schreibt: Oktober 8, 2016 um 11:12 pm

            „ZetaOri? Fällt Ihnen nichts mehr ein?“

            Nua net hudle!
            Auch das RL stellt Ansprüche, und nach wohlbegründeter Abwägung …

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 7, 2016 um 9:53 pm

            „Der […] „Sermon“ führt […] auf Folgendes:
            […]
            „Insofern muss ein rechtsstaatliches Verfahren auch unabhängig von der psychischen und kognitiven Verfasstheit der Verfahrensbeteiligten funktionieren.““

            Ach, das sollte relevanter Teil ihres Kommentars sein? Ich hatte das mehr für ein Füllsel gehalten.
            Als Einwand gegen meine Anmerkung, dass sie von einem Idioten nicht die von ihnen eingeforderte „Anwendung“ des Rechtsgrundsatzes ‚in dubio pro reo‘ „DURCH sämtliche Personen überall“ verlangen können, ist es jedenfalls ungeeignet.

            „JA, UND?
            Was ändert das an der Intention des „Fotze“-Schreiers?“

            Gar nichts. Und die habe ich auch explizit nicht in Abrede gestellt. (Was sie tunlichst nicht zitiert haben. Vielleicht ist es auch hilfreich, meine Kommentare erst zu Ende zu lesen, bevor sie antworten, s.u.)
            Es findet schlicht kein Prozess, ergo keine Verurteilung statt: Der „Fotze“-Schreier ist weiterhin ein „Fotze“-Schreier, seine Intention war weiterhin beleidigend. Und der „Fotze“-Schreier ist weiterhin unbescholten.

            „IRRTUM!
            „Bei der Auslegung der festgestellten Äußerung …“

            Genau! Und diese Auslegung erfolgt, unter Berücksichtigung des gesamten Kontextes, durch das Gericht, niemanden sonst.


            „MASSGEBLICH IST … DER SINN, DEN SIE (DIE ÄUSSERUNG) NACH DEM VERSTÄNDNIS EINES UNVOREINGENOMMENEN UND VERSTÄNDIGEN PUBLIKUMS HAT.“

            Warum werden sie laut?

            „BLÖDSINN!
            Hier mal für Sie der §187 StGB:
            “Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen …“

            Öööhh, … ja. Ich kenne den 187, genau deshalb habe ich ihn angeführt.
            Wenn sie also, vor Rechtskraft eines entsprechenden Urteils, jemanden einer begangenen Straftat zichtigen, ist das eine unwahre Tatsachenbehauptung, welche geeignet ist, „denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden“. Nicht?
            So what?

            „LUSTIG!
            Sie widerlegen sich selbst. […]“

            Wo genau? Stellen sie meine widersprüchlichen Aussagen mal unmittelbar nebeneinander.

            „LÄCHERLICH!
            Es gibt keine „Definitionshoheit“.“

            Sag ich doch. Daher bleiben ihre Versuche einer Umdefinition ja auch folgenlos.

            „Wer ich bin, weiß nur Heimchen.“

            Aber ich weiß, wer sie nicht sind: „Buddha himself“
            (Und ich könnte vermuten, was sie in ihrer nächsten Inkarnation werden. Aber das verrate ich nicht.)

            „BLÖDSINN! …
            Gemäß Wertordnung des GG …“

            Rechtsphilosophisches Geschwafel!
            Gemäß Wertordnung des GG (hier: Art. 103) gilt der (nunmehr dritte) Rechtsgrundsatz:
            „nullum crimen, nulla poena sine lege scripta, praevia, certa et stricta“
            (Übrigens und nur als Anmerkung: Gerade beim 185 gibt das Bestimmtheitsgebot immer mal wieder Grund zur Diskussion. Vergleichen sie mal die Formulierung im 185 mit denen im 186 / 187)

            „Selbstverständlich KANN eine natürliche Person gegen das GG verstoßen, z.B. gegen Art. 2 Abs. 2 GG: Recht auf körperliche Unversehrtheit.“

            Nö. Ich kann niemandem wirksam das „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ absprechen. Ich kann ihm das Leben nehmen oder seinen Körper verletzen, und dann greift das StGB.
            Dementsprechend heißen der sechzehnte und siebzehnte Abschnitt des besonderen Teils des StGB auch nicht:

            „Straftaten gegen das Recht auf Leben und
            „Straftaten gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit“
            sondern
            Straftaten gegen das Leben
            Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit

            „Die Augabe des Staates … Ausstrahlung … Lüth-Urteil, …, …, …,“

            Meine Güte, soviel rechtsdogmatische Warmluft.
            Dabei wäre es so einfach: Zeigen sie mir ein Urteil, in dem irgendeine natürliche Person wegen Verstoßes gegen Art. 1 oder 2 (oder sonst einen) zu irgendeiner Strafe verknackt wurde.

            „Dieser Umstand drückt sich z.B. in den §§ 223 bis 231 StGB als Äquivalent zu Art. 2 Abs. 2 GG aus.“

            Ah ja. Und worin drückt sich der Umstand aus, dass trotz unzähliger Novellierungen ein Kernbestand des StGB auch hier ca. 80 Jahre älter ist als das GG? In der Kristallkugel der Gesetzgeber von 1871?

            „… Sittenwidrigkeit gem. §138 BGB. Genau diese geht im Privatrecht durch das o.g. Lüth-Urteil mittelbar aus dem GG …“

            Wenn sie meinen.

            „… führt dazu, dass er auf dem Papier (z.B. Führungszeugnis) als gesetzestreu gilt.“

            Genau! Mehr habe ich nicht gesagt.

            „@ZetaOri:
            Sie überschätzen sich, Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten selbst.“

            a) Das können sie nicht einschätzen.
            b) Für sie reichts locker.

            „… wie Versuche, vom eigentlichen Thema einer Diskussion abzulenken, scheitern können.“

            (Gnihihi)
            a) Ach, eigentlich sind hier OT-Diskussionen bei vielkommentierten Artikeln eher die Regel als die Ausnahme. Auch von ihrer Seite.
            b) Wann haben sie erkannt, dass mein erster erkennbar ironischer Einwurf (~500 Zeichen) OT ist? Aufmerksamkeits-Defizit?
            Und immerhin haben sie diesen OT-Disput auf inzwischen ~8.000 Zeichen in ihrem letzten Kommentar eskaliert. (Und der Anteil an Majuskeln in ihren Kommentaren steigt gefühlt exponentiell.)
            Wieviele werden es jetzt?
            Mahlzeit! ;o)

          • Heimchen am Herd schreibt:

            „Wer ich bin, weiß nur Heimchen.“

            Weiß ich es? 😉

          • Praecox schreibt:

            Allmählich wird es grotesk. Ich nehme mir aus Rücksicht auf etwaige Mitleser jetzt noch einmal die Zeit, Ihnen Ihre argumentativen Schwächen aufzuzeigen.

            ERSTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Als Einwand gegen meine Anmerkung, dass sie von einem Idioten nicht die von ihnen eingeforderte „Anwendung“ des Rechtsgrundsatzes ‚in dubio pro reo‘ „DURCH sämtliche Personen überall“ verlangen können, ist es jedenfalls ungeeignet.“

            Nein, es ist bestens geeignet. Sie haben den Rechtsgrundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ erstmalig in die Diskussion eingebracht in Ihrer Antwort auf meine Frage, nach welchen Kriterien ein Außenstehender unterscheiden könne, ob ein „Fotze“-Schreier Nazi ist oder nicht. Meine Ausgangfrage war auf x-beliebige Außenstehende bezogen und nicht auf eine Situation innerhalb eines Gerichtsverfahrens.
            So wollte ich Ihre Antwort auch verstehen und sagte deshalb, der Grundsatz durch jedermann (also im Alltag und außerhalb der Gerichte) anwendbar.

            Dass Sie nun in der mittlerweile dritten Antwort erneut den Fokus von der eigentlichen Diskussion weg in die Rechtstheorie verlagern, dürfte Ausdruck eines Wunsches sein, die Hoheit über die Diskussion zu gewinnen. Schließlich glauben Sie ja, Sie sich in der Juristerei ausreichend sicher zu fühlen. Leider ist diese Annahme falsch, zumindest in Bezug auf den Gegenstand der Diskussion.

            ZWEITENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Es findet schlicht kein Prozess, ergo keine Verurteilung statt: Der „Fotze“-Schreier ist weiterhin ein „Fotze“-Schreier, seine Intention war weiterhin beleidigend. Und der „Fotze“-Schreier ist weiterhin unbescholten.“

            Der „Fotze“-Schreier ist rechtlich unbescholten. Inwiefern er moralisch unbescholten sein kann, steht auf einem anderen Blatt. Auf diesem anderen Blatt wird auch die Unterscheidung zwischen einer Tatsachenbehauptung (einer hat „Fotze“ geschrien / einer hat nicht „Fotze“ geschrien) und einem Werturteil erläutert.

            DRITTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Genau! Und diese Auslegung erfolgt, unter Berücksichtigung des gesamten Kontextes, durch das Gericht, niemanden sonst.“

            Dazu nochmals das Zitat des Bayerischen Obersten Landesgerichts:
            „Bei der Auslegung der festgestellten Äußerung ist von deren objektivem Sinngehalt (Erklärungsinhalt) auszugehen, wie ihn ein unbefangener verständiger Dritter versteht…“
            Maßgabe für eine Gerichtsentscheidung über eine Beleidigung ist der „objektive Sinngehalt“, “wie ihn in unbefangener Dritter versteht“.
            Weiteres Zitat aus dem Urteil des OLG:
            “Maßgeblich ist … der Sinn, den sie (die Äußerung) nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Publikums hat.“

            Da Sie, @ZetaOri, diese Zitate nicht richtig einordnen, kann man hypothetisch davon auszugehen, dass Sie weder unvoreingenommen, noch verständig sind. Ersteres liegt vermutlich in Ihrer Selbstüberschätzung begründet, das Zweite ist vermutlich eine Folge des Ersten. Es kann natürlich auch umgekehrt sein. Selbstüberschätzung als Reaktion auf verleugnete Unverständigkeit.

            VIERTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Warum werden sie laut?“

            Ich darf Ihnen mitteilen, dass die von mir verwendete Majuskelschrift, nicht Lautstärke ausdrücken soll. Leider ermangelt es mir bisher an Kenntnissen bei der Kommentarerstellung. Das einzige, was mir sicher gelingt, ist Kursiv, durch Setzung von * am Anfang und am Ende. Nichtsdestotrotz ist Ihre Verstockheit freilich zum Schreien. Die Majuskel sollen Fettdruck sein oder Unterstreichungen und dienen der inhaltlichen Absetzung, sowie der Herstellung von Aufmerksamkeit.

            FÜNFTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Ich kenne den 187, genau deshalb habe ich ihn angeführt. Wenn sie also, vor Rechtskraft eines entsprechenden Urteils, jemanden einer begangenen Straftat zichtigen, ist das eine unwahre Tatsachenbehauptung, welche geeignet ist, „denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden“. Nicht?
            So what?“

            Redundant. Aber für Sie nochmal zum mitschreiben:
            Eine Verleumdung / falsche Behauptung ist nur dann strafrechtlich relevant, wenn Sie „wider besseres Wissen* geschieht und beweisbar unwahr ist. Zudem ist die Verleumdung (wie die Beleidigung) ein Antragsdelikt (§§ 77 und 194 StGB).
            Dass Sie überhaupt auf dem § 187 herumreiten, ist nur ein weiteres Indiz für Ihre Ablenkungsmanöver. Denn es ist bewiesene und beweisbare Wahrheit, dass es einen „Fotze“-Schreier gibt. Niemand hat das wider besseres Wissen behauptet.

            SECHSTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Wo genau? Stellen sie meine widersprüchlichen Aussagen mal unmittelbar nebeneinander.“

            Sie schreiben, beim § 185 StGB (Beleidigung) komme es nicht auf den Wortlaut, sondern auf auf die Intention einer Äußerung an. Das ist insofern richtig, als eine Beleidigung nur unter Vorsatz geschehen kann. Wenn einer „Fotze“ zu Ihnen sagt, aber nicht weiß, was „Fotze“ bedeutet – womöglich denkt er, „Fotze“ sei ein Audruck liebevoller Wertschätzung -, dann fehlt hier der Vorsatz. Was das Gericht eruieren müßte, so es zu einer Anklage käme. Hierbei würde ggf. auch ein Gutachten über die mentale Verfaßtheit des „Fotze“-Schreiers eingeholt werden müssen.
            Wenn nun einer „Schatz“ schreit, weil er denkt, „Schatz“ sei eine heftige Beleidigung und könnte die damit bezeichnete Person kränken, dann ist der Vorsatz / die Intention auch für die damit bezeichnete Person aller Wahrscheinlichkeit nicht als Beleidigung erkennbar. Da kein Vorsatz erkennbar, kommt es auch nicht zu einer Anzeige/ Anklage. Hier gilt dann der von Ihnen angeführte Grundsatz „nullo actore nullus iudex“.
            Natürlich kann eine objektiv beleidigte Person auch von einer Anzeige absehen, dann gilt der Grundsatz ebenso. Nicht aber wird dadurch die beleidigende Absicht des Beleidigers ausgeräumt.

            Ihr vollkommen sinnloser Satz…
            ZetaOri Oktober 7, 2016 um 4:40 pm:
            “Behaupten sie vor Rechtskraft eines entsprechenden Urteils, jemand habe eine Beleidigung (also eine strafbare Handlung) begangen, setzen sie sich einer Klage nach §187 StGB wegen Verleumdung (erweislich unwahre Tatsachenbehauptung) aus.“

            …führt die ganze Diskussion und Rechtssituation ad absurdum. Um überhaupt dahin zu kommen, dass eine Beleidigung vor Gericht verhandelt wird, muss ja ein Strafantrag gestellt werden. Was eben nur möglich ist, wenn davon ausgegangen werden kann, „jemand habe eine Beleidigung begangen“.

            SIEBTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Sag ich doch. Daher bleiben ihre Versuche einer Umdefinition ja auch folgenlos.“
            Ich habe nirgend und nie eine Umdefinition versucht. Ich sagte wörtlich, dass ich für einen anderen Liebesbegriff plädiere. Plädieren heißt – das sollten Sie als echter Justiz-Fuchs eigentlich wissen – soviel wie „eintreten für“, „für etwas stimmen“ oder auch (weniger emphatisch) „etwas vorschlagen“. Also zur Diskussion stellen.
            Die insinuative Art und Weise, wie Sie falsche Tatsachen („Versuch einer Umdefinition“) aufstellen, ist nur ein weiteres Zeugnis, Ihres peinlichen Ringens um „Definitionshoheit“. Für derlei Verhalten gibt es den Begriff der „Projektion“.

            ACHTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Aber ich weiß, wer sie nicht sind: „Buddha himself“
            (Und ich könnte vermuten, was sie in ihrer nächsten Inkarnation werden. Aber das verrate ich nicht.)“

            Jetzt werden Sie infantil. Ob es eine nächste Inkarnation gibt, sei dahingestellt. Falls aber, so sind es gewiß nicht Sie, der darüber entscheidet, auch wenn diese Phantasie struktureller Bestandteil Ihrer Selbstüberschätzung ist.

            NEUNTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Rechtsphilosophisches Geschwafel!“

            Erneuter Beweis Ihrer Selbstüberschätzung. Was Sie „rechtsphilosophisches Geschwafel“ nennen, ist gängige Rechtspraxis. Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, eine „mittelbare Drittwirkung“ gäbe es nicht? Offensichtlich reicht Ihre Selbstüberschätzung soweit, dass Sie sich als Herr der Verfassung verstehen. Meine Güte!

            ZEHNTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Nö. Ich kann niemandem wirksam das „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ absprechen. Ich kann ihm das Leben nehmen oder seinen Körper verletzen, und dann greift das StGB.
            (…)Zeigen sie mir ein Urteil, in dem irgendeine natürliche Person wegen Verstoßes gegen Art. 1 oder 2 (oder sonst einen) zu irgendeiner Strafe verknackt wurde.“

            Ein solches Urteil kann ich Ihnen nicht zeigen, weil es das nicht gibt. Aber das ist auch vollkommen unerheblich, da ich nichts anderes gesagt habe, als dass die Wertordnung des GG in andere Gesetze „hineinstrahlt“.

            ELFTENS:
            ZetaOri Oktober 9, 2016 um 11:25 am
            “Und worin drückt sich der Umstand aus, dass trotz unzähliger Novellierungen ein Kernbestand des StGB auch hier ca. 80 Jahre älter ist als das GG? In der Kristallkugel der Gesetzgeber von 1871?“

            Der 17. Abschnitt des Besonderen Teils des Strafgesetzbuches trägt den Titel „Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit“. Dieser Titel bezeichnet namentlich das Rechtsgut der „körperlichen Unversehrtheit und Gesundheit des Menschen“ wie es in Art. 2 GG Abs. 2 S. 1 formuliert ist. Das Grundgesetz existierte 1871 noch nicht. Das wissen Sie doch hoffentlich wenigstens? Der 17. Abschnitt war im Reichsstrafgesetzbuch mit „Körperverletzung“ überschrieben. Die Umbenennung vom „Körperverletzung“ in „Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit“ wurde mit dem 6. StrRG (Strafrechtsreformgesetz) am 26.01.1998 vollzogen um EXPLIZIT dem von der Werordnung des GG vorgegebenen Rechtsgut Folge zu tragen!
            (Lesen Sie dazu den Anwaltskommentar Strafgesetzbuch auf S. 129: https://books.google.de/books?id=5_uPBQAAQBAJ&pg=RA35-PA129&lpg=RA35-PA129&dq=17.+abschnitt+stgb+umbenennung&source=bl&ots=FLQ7Yl7IyG&sig=eKJSqg1AoxPN6lk2YfIT4m3ETKI&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjRybHZ2M7PAhVVF8AKHeNBBSYQ6AEIPzAG#v=onepage&q=17.%20abschnitt%20stgb%20umbenennung&f=false)

            Zum Rest Ihrer infantilen Erwiderungen erspare ich mir die Worte. Aber ich bin gespannt, mit welchen redundanten Argumenten Sie weiterhin versuchen werden, hier einen Topf zu gewinnen.

            Ende.

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 10, 2016 um 12:05 am

            „Allmählich wird es grotesk.“

            Stimmt

            „… der Grundsatz durch jedermann (also im Alltag und außerhalb der Gerichte) anwendbar.“

            Meine Ansprüche an einen gebildeten, verständigen Menschen (fühlen sie sich gebauchpinselt) sind höher als die an einen blöden Holzklotz. Sie können das natürlich halten wie’n Dachdecker.

            „Dass Sie nun in der mittlerweile dritten Antwort erneut den Fokus von der eigentlichen Diskussion weg in die Rechtstheorie verlagern, …“

            Ööh, … ‚tschuldigung, wer sprach noch initial von einem „erfüllten Tatbestand der Beleidigung“?

            „Der „Fotze“-Schreier ist rechtlich unbescholten. …“

            Mehr habe ich nicht gesagt. Und da genau dieser Fakt einer objektiven Prüfung zugänglich ist, handelt es sich
            a) nicht um ein Werturteil, sondern eine Tatsachenbehauptung und können sie sich
            b) nicht auf mangelndes Wissen zurückziehen, da sie zu der problemlos möglichen Prüfung vor dieser Behauptung verpflichtet sind.
            Erfolgt keine Klage oder, im Falle einer Verhandlung, ein Freispruch, wäre eine gegenteilige Behauptung ‚erweislich unwahr‘. Punkt.

            „Dazu nochmals das Zitat …“

            Völlig überflüssig.
            Ich habe nirgendwo darauf abgehoben, welche Paragraphen, Präzedenzfälle, rechstdogmatische Überlegungen, …, das Gericht zu dieser Auslegung heranzieht, sondern lediglich, dass bei ihm die alleinige Zuständigkeit liegt. Punkt.
            (Wenn wir einen Handwerker beauftragen, interessiert das Ergebnis der Arbeit, nicht die benutzen Werkzeuge und Materialien.)
            Und bevor sie sich an meiner „Berücksichtigung des gesamten Kontextes“ reiben: Das betrifft die Tatumstände.
            (Par exemple: Wäre etwa der „Fotze“-Schreier seinerseits zuvor beleidigt worden, müsste das Gericht prüfen, ob nicht ggf. von Seiten des Beleidigten konkludentes Verhalten vorliegt.)

            „Leider ermangelt es mir bisher an Kenntnissen …“

            Schon ok, war nur eine Frage. Wenn’s interessiert:
            Auszeichnungen erfolgen mittels HTML-Tags: Anweisungen in spitzen Klammern, die paarweise Start und Ende der Auszeichnung markieren. Das Ende-Tag entspricht jeweils dem Start-Tag mt vorgesetztem Schrägstrich. Beispiele:

            <b> -> Beginn Fettschrift (b für bold)
            </b> -> Ende Fettschrift

            <b>fetter Text</b>
            ergibt
            fetter Text

            Ersetzen sie das b durch i (für italic) bekommen sie Kursivschrift.
            Die Kombination:

            <b>blockquote</b>dies ist ein Zitat<b>/blockquote</b>
            ergibt

            dies ist ein Zitat

            Noch’n Tipp: Die meisten Browser bieten im Kontextmenue (rechte Maustaste) die Option „Quelltext anzeigen“, o.ä.. Darin können sie sehen, wie ein anderer User eine bestimmte Auszeichnung getaggt hat. Allerdings müssen sie dann i.d.R. in einer endlosen Textdatei die entsprechende Stelle finden. Suche nach charakteristischen Worten hilft da.

            „Redundant.“

            Völlig richtig. Siehe oben.

            „… es ist bewiesene und beweisbare Wahrheit, dass es einen „Fotze“-Schreier gibt.“

            Hat niemand bestritten. Ihre Behauptung war:

            „Die Worte „Fotze“ und „Miststück“ erfüllen […] den Tatbestand der Beleidigung“

            Und da war schon das Abheben auf die reinen Begriffe falsch, wie sie ja inzwischen mehrfach eingestanden haben. Und die Erfüllung eines Tatbestandes stellt das Gericht fest. Punkt.

            „Sie schreiben, beim § 185 StGB (Beleidigung) komme es nicht auf den Wortlaut, sondern auf auf die Intention einer Äußerung an.“

            Ja, und wo habe ich dem an anderer Stelle widersprochen?
            Meine Güte, können sie BITTE aufhören zu schwafeln? Sie räsonieren hier über fast 2.000 Zeichen über längst gegessene Kamellen, den behaupteten Widerspruch bleiben sie schuldig.
            Versuchen sie’s nochmal: Prägnant und präzise!

            „Da kein Vorsatz erkennbar, kommt es auch nicht zu einer Anzeige/ Anklage. …“

            Quark. Ob es zu einer Anzeige kommt, hängt davon ab, ob das vermeintliche Opfer eine stell, begründet oder nicht. Ob Anklage erhoben wird, hängt zunächst davon ab, ob auf begründeten Verdacht erkannt wird. Auch den ‚Vorsatz‘ stellt ausschließlich erst das Gericht fest (dazu muss aber tatsächlich erstmal der Verdacht auf Vorsatz festgestellt werden, und genau so würde es auch in der Anklage stehen).
            Und ‚kein Kläger, kein Richter‘ gilt ausschließlich, wenn nicht geklagt wird. Die intendierte Umkehrung: „Wenn Kläger, dann auch Richter“ ist unzulässig und falsch.

            „…führt die ganze Diskussion und Rechtssituation ad absurdum. Um überhaupt dahin zu kommen, dass …“

            ?????
            Für die Nichtexistenz eines rechtskräftigen Urteils ist es unerheblich, ob überhaupt keine Verhandlung stattfand (keine Anzeige oder Verneinung eines begründeten Verdachtes) oder ob in selbiger die Unschuld des Beklagten festgestellt wurde.

            „Ich sagte wörtlich, dass ich für einen anderen Liebesbegriff plädiere. …“

            Na, das habe ich ihnen doch ausdrücklich zugestanden. Ich habe nur angemerkt, dass ihr Plädoyer mangels Definitionshoheit folgenlos bleibt.

            „Jetzt werden Sie infantil.“

            Ja, das sagt man uns älteren Herrschaften häufig nach. Na, egal. Besser mit zunehmendem Alter infantil als in jungen Jahren senil.

            „Ob es eine nächste Inkarnation gibt, sei dahingestellt.“

            Natürlich gibt’s die: Als Würmerfutter und Pflanzendünger.

            „Falls aber, so sind es gewiß nicht Sie, der darüber entscheidet, …“

            Um Himmels Willen! Das hat schon lange vor mir Mutter Natur so entschieden.

            „Was Sie „rechtsphilosophisches Geschwafel“ nennen, ist gängige Rechtspraxis.“

            Natürlich! Das sind so die Sujets, über die ältere (oder ganz junge) Juristen gerne beim Gläschen Wein parlieren. Nicht, dass das nicht gängige Praxis wäre.

            „Ein solches Urteil kann ich Ihnen nicht zeigen, weil es das nicht gibt.“

            Eben!

            „… da ich nichts anderes gesagt habe, als dass die Wertordnung des GG in andere Gesetze „hineinstrahlt“.“

            Ja, und ich habe gesagt, dass bei Straftaten das StGB greift und nicht das GG. Ein Straftäter, der wegen Verstoßes gegen das GG angeklagt würde, könnte tatsächlich ’strahlen‘.

            „Das Grundgesetz existierte 1871 noch nicht. Das wissen Sie doch hoffentlich wenigstens?“

            Na, das ist ja auch irgendwie zu erwarten, wenn das StGB 80 Jahre älter ist als das GG. Nicht?
            Übrigens ist auch das BGB älter als das GG, von wegen „Hervorgehen der Sittenwidrigkeit aus dem GG“. Da sind’s aber nur 50 Jahre, da reichte ein weniger begabter Prophet..

            „Ende.“

            Aus, fini und exitus.

          • ZetaOri schreibt:

            Quark, die Tags für ein Zitat sehen natürlich so aus:

            <blockquote>dies ist ein Zitat</blockquote>

    • max schreibt:

      Gähneldigähn. Was für eine billige Nummer. Ich versuchs mal so. Jeder Daumen ist ein Finger. Aber nicht jeder Finger ist ein Daumen. Ahnst Du, was Dir das im Merkel-Kontext sagen könnte?

    • ceterum censeo schreibt:

      Also an den Kommentaren muß man natürlich den unflätigen Ton kritisieren! Bin noch auf der Suche nach sachlichen Fehlern. Melde mich gegebenenfalls.

      • Praecox schreibt:

        Wäre in Ihren Augen die Affinität zur SS ein solcher inhaltlicher Fehler?

        • ceterum censeo schreibt:

          In den Kommentaren, die Sie aufführen, erkenne ich keine solche Affinität.
          Meinen Sie etwa den Politoffizier? Dem fehlt rein äußerlich allerdings nur noch die Totenkoppmütze.

          • Praecox schreibt:

            Warum man, wenn man Nazitum ablehnenswert findet, keine Nazivideos akklamativ kommentieren sollte? Siehe obigen Kommentar: Praecox schreibt: Oktober 7, 2016 um 11:18 am

  5. ceterum censeo schreibt:

    Sollte der fürchterliche Mob vielleicht dem Vorbild der selbsternannten Antifaschisten folgen und seiner Pöbelei wenigstens mit Pflastersteinen und Molotowcocktails Nachdruck verleihen? Dann hätten wir wenigstens Grund zur Schnappatmung. Da dies nicht passiert, halte ich es mit Broder.

  6. Couponschneider schreibt:

    Ich schlage den 30. April vor.

    • ZetaOri schreibt:

      „Ich schlage den 30. April vor.“

      Hmm, warum nicht den 1. April?
      Dann bräuchte man die Leute nicht mehr ‚in den April schicken‘, sondern könnte sie in die Bundesrepublik schicken.
      Oder wäre man dann ‚Schlepper‘?

      • Dante schreibt:

        Weil Hitler sich nun mal an einem 30. April erschossen hat.

        • ZetaOri schreibt:

          @Dante Oktober 7, 2016 um 2:44 pm

          „Weil Hitler sich nun mal an einem 30. April erschossen hat.“

          Ja, Dante, ich weiß.
          Und ich bin sicher, dass ich bei konzentriertem Nachdenken noch andere Gemeinsamkeiten zwischen uns finden würde.
          Zum Beispiel können wir wohl beide in unsere jeweiligen Keller hinabsteigen.
          Der Unterschied:
          Sie zum Lachen.
          Ich zum Wein Verkosten.

    • Sophist X schreibt:

      Führergeburtstag ist aber der 20.

  7. A.S. schreibt:

    Wir haben ein Kanzlerin, die auf ihrer Wahlparty keine Landesfahnen duldet und eine Bundestagsviezepräsidentin, die hinter Transparenten rumläuft auf denen das Land, dass sie vertreten soll, übel beschimpft wird. Beide Vorgänge unter den Augen der Medien ohne dass diese sich dafür interessieren.
    Was soll ein Gedenktag bringen wenn die Staatsspitze sich so verhält?

  8. American Viewer schreibt:

    Als ich die Überschrift gelesen hatte, wollte ich den 9. November empfehlen. Als Scherz.

    • besucher schreibt:

      Die Trumpisten versuchen ihre US-Nationalbesoffenheit immer wieder auf Deutschland zu übertragen. Leider kommen ihnen da die Nazis und Putinisten in die Quere und schon geht das verstockte Grummeln los.

      • ZetaOri schreibt:

        @besucher Oktober 5, 2016 um 10:25 am

        „Die Trumpisten versuchen ihre US-Nationalbesoffenheit immer wieder auf Deutschland zu übertragen.“

        Pruuust Du weißt schon, wie z.B. auch in seit Generationen „Democrats‘ safe-states“ in allen Schulen täglich der Unterricht beginnt?
        Wenn das der Donald wüsste, gelle?
        (Ich stell mir dich gerade als Austausch-Schüler vor. Was meinst: Würdest du eine ganze Woche ohne akute Dyspnoe und nässende Hautausschläge durchhalten? Oder betrifft die Allergie nur spezifisch ‚deutsches‘?)

        • besucher schreibt:

          Sieh an, sieh an, es gibt schon Streit um den Fahneneid („under god“).
          Hautausschlag würde ich wohl keinen kriegen. Ich fänd es halt nur etwas ermüdend und übertrieben.

          Aber ich bin mal gespannt wie die Kaepernick-Debatte weitergeht.

          • ZetaOri schreibt:

            @besucher Oktober 5, 2016 um 2:57 pm

            „Sieh an, sieh an, es gibt schon Streit um den Fahneneid („under god“).“

            Hmm, 2002? Ist das nicht „verjährt“? ;o)

            „… Ich fänd es halt nur etwas ermüdend und übertrieben.“

            Das solltest du da aber nicht laut sagen, Sympathien bringt dir das im Reich der US-Nationalbesoffenen nicht ein. Und du weißt schon: Die ballern gleich los, das vertreibt zuverlässig die Müdigkeit!.

            „Aber ich bin mal gespannt wie die Kaepernick-Debatte weitergeht.“

            Aah, ich seh‘ schon: Du bist an den wirklich wichtigen Problemen für den Bestand unseres Planeten und des Universums höchst interessiert. Weitermachen!
            (Jetzt musste ich doch tatsächlich ‚Kaepernick‘ googlen. Du Schlingel!)

          • besucher schreibt:

            So unwichtig ist die Debatte nicht. Sie sorgt für Verwirrung bei denjenigen die es als normal empfinden einfach mal loszuballern und sich wundern wenn die Anderen das nicht immer so geil finden.

          • ZetaOri schreibt:

            @besucher Oktober 5, 2016 um 4:45 pm

            „Sie sorgt für Verwirrung bei denjenigen die es als normal empfinden einfach mal loszuballern …“

            Hmmm, ist das nicht gefährlich?
            Ich meine. Leute zu verwirren, die es als normal empfinden einfach mal loszuballern? Vielleicht ballern die gerade dann einfach mal los, wenn man sie verwirrt?
            (Ist übrigens eine ziemlich prinzipielle Überlegung, erkannt?)

        • bevanite schreibt:

          Als jemand, der noch ein paar Jahre von diesem Patriotismuskult und Fahnenapell in einem deutschen Staat miterlebt hat, kann ich nur sagen, dass ich froh bin, das nicht mehr zu haben.

  9. besucher schreibt:

    November wär auf alle Fälle die beste Wahl.

  10. abusheitan schreibt:

    Wäre Heine, lebte er heute, unter den Ehrengästen, den Pfaffen und Politikern oder draußen hinter der Absperrung beim gemeinen Volk, das sich verraten und verkauft fühlt?

    • ZetaOri schreibt:

      @abusheitan Oktober 4, 2016 um 6:04 pm

      „Wäre Heine, lebte er heute, …“

      Du meinst, ob er sich korrumpieren ließe wie ein Großteil unserer aktuellen (Möchtegern-)Künstler und -Publizisten?
      Ich hoffe eigentlich nicht!
      Andererseits wurde, wenn auch ohne großen Erfolg bei seinen antisemitischen Zeitgenossen, so mit Mitte Zwanzig aus dem jüdischen Harry Heine der protestantische Christian Johann Heinrich Heine. Anflug von Opportunismus?
      Ich schätze, Heinrich Heine der Reifere stände lieber bei den ungehobelten Plebs, auch wenn’s heute keine aufständischen schlesischen Weber sondern ‚pöbelnde‘ sächsische Schweißer und Verkäuferinnen wären.

    • besucher schreibt:

      Du meinst Heine würde Schwarze mit Affenlauten ansprechen?

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @besucher

        Ihre Assoziation ist Ihre geistige Visitenkarte.

        • besucher schreibt:

          Wieso Assoziation? Es ist doch genau so passiert. Mal wieder weggehört, hmm?

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @besucher

            Wo haben Sie denn hingehört, als Ihre geistigen Vortänzer nicht von „Schwarzen“, sondern von „Negern“ oder gar „Niggern“ sprachen?

          • besucher schreibt:

            Also ich stamme nicht von Baumwollplantagenbesitzern aus South Carolina ab. Oder wer sollen meine Vorgänger sein?

          • besucher schreibt:

            Vortänzer

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @besucher

            Tut mir leid, dass sie mal wieder überfordert waren, aber die Rede war von GEISTIGEN Vortänzern.

          • besucher schreibt:

            Ja wer sind denn nun meine geistigen Vortänzer? Drück Dich doch mal klar aus, Du Mäusezahn.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @besucher

            Sind Sie kein Linker mehr, kleiner Pinocchio? Wenn doch, wer sind dann wohl Ihre geistigen Vortänzer?

      • ZetaOri schreibt:

        @besucher Oktober 4, 2016 um 7:46 pm

        „Du meinst Heine würde Schwarze mit Affenlauten ansprechen?“

        Ich denke, solange die nicht „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ skandieren würden, würde er dazu wohl keinen Anlass sehen.
        Und wahrscheinlich selbst dann nicht: Da ständen ihm intellektuell und sprachlich andere Waffen zur Verfügung, an denen es dem ‚pöbelnden Mob‘ aus unterschiedlichsten Gründen wohl etwas mangelt.
        Meines Wissens hat der Gute, trotz miesester Erfahrungen, auch zu keinem Zeitpunkt „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ oder vielleicht „Deutschland verrecke!“ von sich gegeben: Nicht sein Stil.

    • Dante schreibt:

      Im Zweifel weder noch. Auf Seiten der Regierung stand er nie, aber bei Leuten, die »Volksverräter, Volksverräter« skandieren (überhaupt etwas skandieren), wäre er m.E. auch nicht zu finden.

      • abusheitan schreibt:

        Also weder Fisch noch Fleisch?

      • ZetaOri schreibt:

        @Dante Oktober 4, 2016 um 7:57 pm

        „… aber bei Leuten, die »Volksverräter, Volksverräter« skandieren …“

        Ach, nun ja, unter Berücksichtigung seiner sprachlichen und publizistischen Möglichkeiten ist …

        „Ein Fluch dem König, dem König der Reichen, …“

        … da nicht mehr so weit weg, nicht? (Quelle, falls benötigt, s.o.)
        Ich bin recht sicher: Bei den pseudo-linken möchtegern-intellektuellen Scheißern stände er bestimmt nicht.

        • Dante schreibt:

          „Ein Fluch dem König, dem König der Reichen, …“
          … da nicht mehr so weit weg, nicht? (Quelle, falls benötigt, s.o.)

          Doch. Das Wort »Volksverräter« ist eine völlig andere Kategorie.

          • ceterum censeo schreibt:

            Und warum ist das Wort „Volksverräter“ eine ganz andere Kategorie? Weil die direkten geistigen Vorgänger der armen Ausgebuhten dieses Wort und viele andere derart pervertiert und gegen die eigentlichen Patrioten eingesetzt haben, daß es heute sogar für die Herrschenden da oben (noch) nicht verwendbar ist. Sie müssen mit „Idioten“, „Pack“ „Rechter Mob“ und „Fremdenfeind“ vorlieb nehmen.
            Ich bin übrigens neugierig, wie Sie jemanden nennen, der das Volk, auf dessen Schutz er vereidigt wurde, auf ganzer Linie verrät?

          • besucher schreibt:

            Leiden diese Leute da Hunger??? Das sind fast alles fette alte Säcke die ein Alkoholproblem haben oder jüngere, arbeitslose Skinheads die ne Landser-CD-Sammlung zu Hause stehen haben.

            Und so etwas wird hier ernsthaft mit den schlesischen Webern verglichen. Krank!

          • besucher schreibt:

            @ceterum censeo

            Ich kann Dich nur ernstnehmen wenn Du die Regierung substantiell für ihre Wirtschaftspolitik kritisierst. Diese billige Verrätermasche ist doch Kindergarten.

          • ZetaOri schreibt:

            @Dante Oktober 5, 2016 um 12:30 am

            „Das Wort »Volksverräter« ist eine völlig andere Kategorie.“

            Ja, tatsächlich!?

            So, wie ein akademisch gebildeter Publizist und promovierter Jurist eine völlig andere Kategorie von Polemiker ist als sächsische Schweißer oder schlesische Weber? (Die, die am Webstuhl sitzen und die Zähne fletschen? Nein, die haben das Gedicht nicht selber geschrieben. Das hätte sich anders angehört und sicher Ihr Missfallen gefunden.).

            Was genau sagt das über gegenseitige oder auch nur einseitige Sympathie?

            So wie Poesie eine völlig andere Kategorie von Polemik ist als Prosa?
            Wusste der gute Heinrich schon, hat er selber erfahren:

            […]
            Wo ich vor König Philipp stand
            Und seinen uckermärk’schen Granden!

            Er hat mir Beifall zugenickt,
            Als ich gespielt den Marquis Posa;
            In Versen hab‘ ich ihn entzückt,
            Doch ihm gefiel nicht meine Prosa.

            (H.H.: An Denselben. Bei seiner Ausweisung aus Preußen.)

            So, wie geschliffene leise Töne eine völlig andere Kategorie von Protest sind, wie laute und deutliche, gar gewaltaffine Aggression?
            Stimmt! Wusste er auch:

            […]
            Girre nicht mehr wie ein Werther,
            Welcher nur für Lotten glüht –
            Was die Glocke hat geschlagen,
            Sollst du deinem Volke sagen,
            Rede Dolche, rede Schwerter!

            Sei nicht mehr die weiche Flöte,
            Das idyllische Gemüth –
            Sei des Vaterlands Posaune,
            Sei Kanone, sei Karthaune,
            Blase, schmettre, donnre, tödte!

            Blase, schmettre, donnre täglich,
            Bis der letzte Dränger flieht –
            Singe nur in dieser Richtung,
            Aber halte deine Dichtung
            Nur so allgemein als möglich.

            (H.H.: Die Tendenz.)

            So, wie das Ausspionieren, Denunzieren, Sanktionieren unliebsamer Meinungsäußerungen durch die, oder im Auftrag der Obrigkeit eine völlig andere Kategorie von Machtdemonstration ist, als das Auspfeifen und Ausbuhen derer Exponenten durch den ‚Pöbel‘?
            Ja, hat die denn keiner gewarnt:

            […]
            Nimmer hätt‘ ich dir gerathen,
            So zu sprechen vor dem Volke,
            So zu sprechen von den Pfaffen
            Und von hohen Potentaten!

            Theurer Freund, du bist verloren!
            Fürsten haben lange Arme,
            Pfaffen haben lange Zungen,
            Und das Volk hat lange Ohren!

            (H.H.: Warnung.)

            Und ein Schinken ist natürlich eine völlig andere Kategorie von Fisch als ein Hecht, nicht wahr?
            Ob Hechte Schinken mögen?

            Und natürlich: Ein Popel ‚von Gottes Gnaden‘ kann ja auch sein Volk nicht verraten: Schließlich ist er Repräsentant des ‚Schöpfers‘ desselben, nich?
            Die Plebs soll froh sein und die Klappe halten. Denen geht’s doch so gut wie noch nie, die schlesischen Weber hatten nichtmal genug zu fressen:

            […]
            Du bekömmst sogar zu essen –
            Eine große Zukunft naht dir! –
            Lass dich nur vom welschen Satyr
            Nicht verlocken zu Excessen!

            Werde nur nicht dreist und dreister!
            Setz nicht den Respekt bei Seiten
            Vor den hohen Obrigkeiten
            Und dem Herren Bürgermeister!

            (H.H.: Verheißung.)

          • ZetaOri schreibt:

            @besucher Oktober 5, 2016 um 10:36 am

            „Leiden diese Leute da Hunger???“

            Warum interessiert dich das? Würde es dich freuen?
            Nein, ich kann dich beruhigen: Die meisten von denen sind mit der Schaffung von realen Werten bschäftigt und haben einen auskömmlichen Lebenunterhalt. Den sie mitnichten solchen Leuten wie dir verdanken. Im Gegenteil: Die halten euch über staatliche Transfers am Kacken und kommen auch noch für den Unterhalt eurer Platikimitation eines Elfenbeinturms auf. Ja, tatsächlich: Wie die schlesischen Weber für die hochwohlgeborenen Parasiten ihrer Zeit! Sag „Danke“!

        • Dante schreibt:

          Ich bin recht sicher: Bei den pseudo-linken möchtegern-intellektuellen Scheißern stände er bestimmt nicht.

          Wer sind das, diese »pseudo-linken möchtegern-intellektuellen Scheißer« (bis auf die üblichen Verdächtigen wie die Hass-Ikone Claudia Roth, natürlich), wer zählt alles dazu, und worin besteht ihr pseudo-linkes möchtegern-intellektuelles Scheißertum konkret? Mir kommt das ziemlich schlagwortartig vor, eine Art Instant- oder Fertig-Kritik.
          Nach dem, was ich von Heine zu wissen glaube, wäre dies seine Sache nicht gewesen. Er war ein unabhängiges Individuum von scharfem Verstand, den er auch benutzte, Natürlich hatte er auch Emotionen, aber er hatte sie und sie nicht ihn. Ein Mann der Masse – egal wie Recht eine solche in der einen oder anderen Richtung haben mag – war er nicht.
          Dies kann man disliken oder haten, aber changen wird man es damit nicht.

          • besucher schreibt:

            Füttere diese Leute mit Buzzwords wie „Linke“ und Islam“ und die gehen ab wie Pawlowsche Hunde.

          • ZetaOri schreibt:

            @Dante Oktober 5, 2016 um 12:33 pm

            „Wer sind das, diese »pseudo-linken möchtegern-intellektuellen Scheißer«“

            Die erkenne ich, wenn ich sie und ihr ‚Schaffen‘ sehe, höre, lese. Ich erkenne sie außerdem an dem Ort an dem sie leben: Die oben schonmal erwähnte elfenbeinturmähnliche Plastik-Imitation. Manchmal sage ich es ihnen, dann sind sie empört über das Wort ‚Scheißer‘, die Adjektive schlucken sei, – notgedrungen. Meist lasse ich sie gewähren, wenn sie nicht zuviel Schaden anrichten.

            „(bis auf die üblichen Verdächtigen wie die Hass-Ikone Claudia Roth, natürlich),“

            Ach du meine Güte. Die ist ja nicht mal ‚pseudo‘, und eine intelligenzähnliche Attitüde hat sie längst aufgegeben. Selbst bei hervorragenden schauspielerischen Fähigkeiten muss man wohl so etwa die Hälfte der Intelligenz, die man vortäuschen möchte, auch tatsächlich besitzen.
            Aber da gibt es andere Kriterien, die ein zugesellen Heines wohl verhindern würden.

            „wer zählt alles dazu, und worin besteht ihr pseudo-linkes möchtegern-intellektuelles Scheißertum konkret?“

            Was wollen Sie? Namenslisten und Charakter-Analysen? Die Scheißer sind so individuell wie alle anderen Menschen.
            Einen guten Anhaltspunkt liefert die Antwort auf die Frage, ob sie in der Lage wären, die Ergebnisse dessen, was sie ihre Arbeit nennen, bei denen, die Kleidung, Wohnung, Nahrung schaffen, gegen selbige einzutauschen oder ob sie ohne staatliche Transfers nackend auf der Straße verhungern würden.
            Beispiel gefällig, damit’s nicht zu abstrakt wird? Schauen Sie Sich Gerd Buurmanns Projekt „Kunst gegen Bares“ an. Ein schönes Modell der ersten Kategorie. Kunst gegen Steuergelder gehört in der Regel zur zweiten.

            „… eine Art Instant- oder Fertig-Kritik.“

            Ja, natürlich. Wir sind hier in einem kleinen Internet-Blog mit anonymen Kommentatoren. Was erwarten Sie? Delikatessen à la carte? Zumindest reichere ich meine Dosensuppen ab und an mit etwas Fakten-Einlage an und bemühe mich, sie vernünftig zu würzen. Das macht längst nicht jeder. Der mit Magermilch angerührte Haferschleim aus der Tüte ist zum Kotzen.

            „Nach dem, was ich von Heine zu wissen glaube, wäre dies seine Sache nicht gewesen. …“

            Nach seinen Texten, z.B. in den Zeitgedichten, aus denen ich oben ein paar Verse zitiert habe, komme ich zu einer anderen Annahme. Darauf, dass er sich in jeder Lebensphase auch getraut hätte, würde ich aber nicht wetten.

            „Er war ein unabhängiges Individuum von scharfem Verstand, den er auch benutzte, …“

            Gehen Sie zuversichtlich davon aus, dass unter den tausenden Leuten alleine in Dresden genug solcher Menschen dabei sind.
            Verwechseln Sie nicht die Unfähigkeit, weil nie gelernt, Gedanken adäquat zu artikulieren mit der Abwesenheit von Gedanken.
            Verwechseln Sie nicht das Faible, Sachverhalte möglichst komplex und unverständlich darzustellen, mit der Notwendigkeit dazu. Oft resultiert diese Vorliebe schlicht aus der Unfähigkeit zur Analyse.
            Verwechseln Sie vor allem nicht Arroganz mit Überlegenheit.

            „Natürlich hatte er auch Emotionen, aber er hatte sie und sie nicht ihn.“

            Na, sagen wir, er hat sie sich geleistet, weil er es konnte. Andere Menschen besitzen nicht viel anderes. Mancher nennt sie deshalb ‚Pöbel‘. Oft ein solcher, der ohne sie verhungern würde.

            „Ein Mann der Masse […] war er nicht.“

            Er war nicht einmal ein Anführer, der vor der Masse hätte herlaufen können. Vielleicht ein Lehrer. Auch der steht vor der Masse, aber nicht mit dem Rücken zu ihr. Möglicherweise hatte er, nicht unbegründet, Angst vor ihr. Mag sein.

          • ZetaOri schreibt:

            Test

          • ZetaOri schreibt:

            @Dante Oktober 5, 2016 um 12:33 pm

            „Wer sind das, diese »pseudo-linken möchtegern-intellektuellen Scheißer«“

            Die erkenne ich, wenn ich sie und ihr ‚Schaffen‘ sehe, höre, lese. Ich erkenne sie außerdem an dem Ort an dem sie leben: Die oben schonmal erwähnte elfenbeinturmähnliche Plastik-Imitation. Manchmal sage ich es ihnen, dann sind sie empört über das Wort ‚Scheißer‘, die Adjektive schlucken sei, – notgedrungen. Meist lasse ich sie gewähren, wenn sie nicht zuviel Schaden anrichten.

            „(bis auf die üblichen Verdächtigen wie die Hass-Ikone Claudia Roth, natürlich),“

            Ach du meine Güte. Die ist ja nichtmal ‚pseudo‘, und eine intelligenzähnliche Attitüde hat sie längst aufgegeben. Selbst bei hervorragenden schauspielerischen Fähigkeiten muss man wohl so etwa die Hälfte der Intelligenz, die man vortäuschen möchte, auch tatsächlich besitzen.
            Aber da gibt es andere Kriterien, die ein zugesellen Heines wohl verhindern würden.

            „wer zählt alles dazu, und worin besteht ihr pseudo-linkes möchtegern-intellektuelles Scheißertum konkret?“

            Was wollen Sie? Namenslisten und Charakter-Analysen? Die Scheißer sind so individuell wie alle anderen Menschen.
            Einen guten Anhaltspunkt liefert die Antwort auf die Frage, ob sie in der Lage wären, die Ergebnisse dessen, was sie ihre Arbeit nennen, bei denen, die Kleidung, Wohnung, Nahrung schaffen, gegen selbige einzutauschen oder ob sie ohne staatliche Transfers nackend auf der Straße verhungern würden.
            Beispiel gefällig, damit’s nicht zu abstrakt wird? Schauen Sie Sich Gerd Buurmanns Projekt „Kunst gegen Bares“ an. Ein schönes Modell der ersten Kategorie. Kunst gegen

            Steuergelder gehört in der Regel zur zweiten.

            „… eine Art Instant- oder Fertig-Kritik.“

            Ja, natürlich. Wir sind hier in einem kleinen Internet-Blog mit anonymen Kommentatoren. Was erwarten Sie? Delikatessen à la carte? Zumindest reichere ich meine Dosensuppen ab und an mit etwas Fakten-Einlage an und bemühe mich, sie vernünftig zu würzen. Das macht längst nicht jeder. Der mit Magermilch angerührte Haferschleim aus der Tüte ist zum Kotzen.

            „Nach dem, was ich von Heine zu wissen glaube, wäre dies seine Sache nicht gewesen. …“

            Nach seinen Texten, z.B. in den Zeitgedichten, aus denen ich oben ein paar Verse zitiert habe, komme ich zu einer anderen Annahme. Darauf, dass er sich in jeder Lebensphase auch getraut hätte, würde ich aber nicht wetten.

            „Er war ein unabhängiges Individuum von scharfem Verstand, den er auch benutzte, …“

            Gehen Sie zuversichtlich davon aus, dass unter den tausenden Leuten alleine in Dresden genug solcher Menschen dabei sind.
            Verwechseln Sie nicht die Unfähigkeit, weil nie gelernt, Gedanken adäquat zu artikulieren mit der Abwesenheit von Gedanken.
            Verwechseln Sie nicht das Faible, Sachverhalte möglichst komplex und unverständlich darzustellen, mit der Notwendigkeit dazu. Oft resultiert diese Vorliebe schlicht aus der Unfähigkeit zur Analyse.
            Verwechseln Sie vor allem nicht Arroganz mit Überlegenheit.

            „Natürlich hatte er auch Emotionen, aber er hatte sie und sie nicht ihn.“

            Na, sagen wir, er hat sie sich geleistet, weil er es konnte. Andere Menschen besitzen nicht viel anderes. Mancher nennt sie deshalb ‚Pöbel‘. Oft ein solcher, der ohne sie verhungern würde.

            „Ein Mann der Masse […] war er nicht.“

            Er war nicht einmal ein Anführer, der vor der Masse hätte herlaufen können. Vielleicht ein Lehrer. Auch der steht vor der Masse, aber nicht mit dem Rücken zu ihr. Möglicherweise hatte er, nicht unbegründet, Angst vor ihr. Mag sein.

  11. Heimchen am Herd schreibt:

    Bei der Einheitsfeier in Dresden am Montag wurde Claudia Roth von Demonstranten mit „Volksverräterin“ und „Hau ab“ beschimpft.

    WELT-Kolumnist Henryk M. Broder äußert sich auf N24 dazu und meint zum Missfallen der beiden Mainstream-Moderatoren, „das Volk darf grob sein. Das werden alle überleben“.

    Henryk M. Broder zum 3.Oktober 2016 und Claudia Roth

    Bitte genau zuhören! Ich liebe Broder, er spricht mir aus der Seele!

    • Tourix schreibt:

      Broder in Bestform – und er hat gleich mal 2 Reportern die Realität verklickert.

      • Heimchen am Herd schreibt:

        Broder wird im Alter immer besser und weiser!

        Er entwickelt sich zum Sturmgeschütz der Demokratie.
        Ich finde ihn einfach herrlich.
        Möge er noch lange unter uns weilen!

    • max schreibt:

      Ganz toll die Vorstellung der zwei ganz furchtbar empörten Sockenpuppen. Claudie Roth habe das Gespräch gesucht!?! Aber sischer dat, den Gesprächspartner als Erstes mal als Vollidioten zu bezeichnen („Herr lass Hirn regnen“) ist bekanntermassen der perfekte Einstieg in eine gepflegte Konversation.
      Und Trillerpfeiffen! TRILLERPFEIFFEN!!! Da haben die armen Hascherl Volksvertreter ja mal ganz schön Schwein gehabt, mit dem nackten Leben davongekommen zu sein. Gut, Trillerpfeiffen gehören zwar zur offensichtlichen Grundausrüstung des „Gegendemonstranten“ (der eine oder andere antifaschistische Pfasterstein auch), aber, liebe Pegida, Pech gehabt, die Rolle des Andersdenkenden ist in diesem Land leider schon vergeben.

    • bevanite schreibt:

      Dann darf Claudia Roth aber ebenfalls grob sein!

      • ZetaOri schreibt:

        „Dann darf Claudia Roth aber ebenfalls grob sein!“

        Natürlich. So wie ein Fisch im Wasser nass sein darf.
        Ihre Parade-Disziplin neben der Fertigung hervorragender Börek (und Astronomie, zumindest was ‚Sonne, Mond und Sterne‘ anbelangt).
        Oder kann sie noch auf anderen relevanten Gebieten mit Expertise glänzen?

      • ZetaOri schreibt:

        Natürlich: So wie ein Fisch im Wasser nass sein darf.

  12. Sophist X schreibt:

    Der Tag der offenen Moschee müsste dann auch verlegt werden, denn an einem normalen Arbeitstag hätten kaum Werktätige Zeit, der Einladung des abschnittsbevollmächtigten Imams zum wahren Glauben zu folgen.
    Der Tag der offenen Moschee am Jahrestag der Kristallnacht hätte dann auch was bestechend Einleuchtendes und Verbindendes.

    • ZetaOri schreibt:

      @Sophist X Oktober 4, 2016 um 4:23 pm

      „Der Tag der offenen Moschee müsste dann auch verlegt werden, …
      […]
      Der Tag der offenen Moschee am Jahrestag der Kristallnacht …“

      Gaaanz heißes Eisen.
      Man stelle sich vor, ein Anhänger des allerletzten Propheten, der mit den hiesigen Konventionen der Datums-Schreibung nicht so recht vertraut ist, kündigte an:

      „Einladung zum ‚Tag der offenen Moschee: 9/11

      >;o)

  13. Hessenhenker schreibt:

    Und es wuchsen im neu die Kräfte.?

Seid gut zueinander!

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