Warum ergeben wir uns nicht einfach?

Momentchen mal, Jaber al-Bakr wurde wegen des Verdachts, einen Selbstmordanschlag durchführen zu wollen, festgenommen, aber die sächsische Justiz sah „keine Hinweise auf eine unmittelbare Suizidgefahr“?

Bei einem Fundamentalisten, der bereit war, für seine Sache zu sterben, statt ihr zu schaden, der im Knast Lampen zerschlug, Steckdosen manipulierte und sich im Hungerstreik befand, sah die sächsische Justiz keine Hinweise auf eine unmittelbare Suizidgefahr?

Der Leiter der Justizvollzugsanstalt, Rolf Jacob gesteht, im Rückblick müsse man sich kritisch fragen, „ob wir nicht zu gutgläubig waren.“

Zu gutgläubig?

Der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) sagt: „Das hätte nicht passieren dürfen. Es ist aber leider geschehen.“

Ein leises „Uppsi“ hätte nicht kompetenter sein können!

Das Bundesinnenmisterium twittert derweil, Spekulationen seien nicht hilfreich.

Nein, Herr de Maizière, wenn etwas nicht hilfreich ist, dann die sächsische Justiz, die sagt, ein Selbstmordattentäter sei nicht selbstmordgefährdet. Ich habe daher nur eine Frage:

Warum ergeben wir uns nicht einfach?

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59 Antworten zu Warum ergeben wir uns nicht einfach?

  1. Onkel Dapte schreibt:

    Ich habe das Gefühl, daß unser verehrter Blogmaster ein wenig provozieren will, was ja auch gelungen scheint.
    Halten wir fest: Da kommt ein undurchsichtiger Typ aus Syrien, beantragt Asyl, reist mindestens einmal in die Türkei und nach Syrien, besorgt sich Sprengstoff und Zubehör für ein Attentat, das vielen Menschen das Leben gekostet hätte, wird unter merkwürdigen Umständen, nachdem man ihn erst hat entkommen lassen, dingfest gemacht unter Beihilfe von zwei anderen Syrern, die inzwischen auch als zwielichtig gelten, und dann bringt der verhinderte Mörder sich um.
    Man kann nun vieles dazu sagen, aber die Justiz, sogar den zuständigen Minister anzugreifen, halte ich doch für abseitig. Persönlich trauere ich keine Sekunde um den (Selbst)mörder, er hat entschieden, er hat gehandelt, er ist ganz allein schuld, er verdient kein Mitleid.
    Wieso wird ein solcher Rummel veranstaltet, daß man meinen könnte, die Gefängnisbediensteten hätten tatkräftig mitgeholfen?

    • Paul schreibt:

      Hallo Onkel Dapte,
      volle Zustimmung zu dem was Du schreibst und der Versuch einer Antwort auf Deine Frage.

      Der Rummel wird gemacht,
      1. weil Sachsen wegen der Alles in Allem auch wirtschaftlich erfolgreichen CDU-Regierung zum beliebtesten Feind des links-grün-versifften Restes der Republik geworden ist;
      2.weil es dort PEGIDA gibt, die als die Wurzel der AfD gilt;
      3. weil sich Deutschland in einem permanenten Wahlkampf befindet, der nicht durch politische Auseinandersetzungen geführt wird, sondern nur durch Verdächtigungen und Verleumdungen. (Die Kampagne gegen Pirincci ist nur ein Beispiel, das schon viele vergessen haben, weil sie völlig substanzlos war.)

      Herzlich, Paul

  2. American Viewer schreibt:

    Bei islamischen Terroristen muss man wirklich nicht mit Suizid rechnen, denn Suizid ohne Massenmord stellt im Islam bekanntlich eine große Sünde dar.

    Ahmad Mansour brachte es schön – und unfreiwillig komisch – auf den Punkt:
    „Wer ein Selbstmordattentat begehen will, bringt sich nicht um.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article158746559/Wer-ein-Selbstmordattentat-begehen-will-bringt-sich-nicht-um.html

    Sagen wir es mal so: Man weiß, was er eigentlich sagen wollte. Suizid ohne Massenmord ist im Islam eine Sünde. Mit Massenmord ist es eine Heldentat, ein direktes Ticket zu Allah und 72 Jungfrauen. Was für eine Religion. Da sieht selbst der Katholizismus alt gegen aus.

  3. American Viewer schreibt:

    Wenn sich in diesem Fall jemand ergeben hat, dann der Terrorist selbst. Was schlimm daran sein soll, sehe ich auch nicht. Jeder sollte über seinen Tod selbst bestimmen dürfen, so lange er dabei andere Menschen nicht gefährdet. Das ist eine durch und durch liberale Haltung. Das ist wie bei Abtreibung und Sterbehilfe auch. Mein Leben gehört mir und sonst niemandem. Dass die Dauerheuchler, Verbotsfanatiker und Faschos von den Rot-Grün-Braunen es ganz anders sehen, ist auch klar.

    • ceterum censeo schreibt:

      „Das ist eine durch und durch liberale Haltung. Das ist wie bei Abtreibung und Sterbehilfe auch. Mein Leben gehört mir und sonst niemandem.“
      Für Dich vielleicht nur eine Petitesse, aber im Falle der sogenannten Abtreibung geht es nicht um Dein Leben. Allenfalls um Deinen Bauch.

      • American Viewer schreibt:

        Um meinen und ihren Bauch sicherlich nicht, da wir beide nicht weiblich sind. Aber es geht um den Lebensentwurf der Mutter. Was will die Mutter? Frauen sollte man nicht zu Gebärmaschinen degradieren. Von daher gilt für mich: So lange das Kind ohne Gebärmutter nicht leben kann, hat der Willen der Mutter zu gelten. Es ist ihr Leben.

        • ceterum censeo schreibt:

          Da eine Frau aber nicht nur aus der Gebärmutter, sondern aus vielen anderen Einzelteilen besteht, welche auch Brägen und Funz beinhalten, bestünde zusätzlich die Möglichkeit, auch über letztere Veranwortung zu übernehmen. In den meisten Fällen entscheidet die Dame auch heute in den bunter und stürmischer werdenden Zeiten hierzulande immer noch selbst darüber, ob sie jeden ungewaschenen Hundepimmel empfängt. Ist doch auch einfacher und billiger als die ganze Absaugerei, oder?

  4. Adolf Breitmeier schreibt:

    Für ihn war es Gottesdienst, weil er bei seinem Kampf auf dem Pfad Allahs keinen Ausweg sah. Und was er an Ärger und Schwachsinn ausgelöst hat, reicht allemal als Märtyrer erster Ordnung anerkannt zu werden. Und er hat keinen seiner Helfer oder Mitwisser verraten, stolze Leistung. ,,Wir“ brauchen uns alaso um seine ,,Ewigkeit“ keine Sorgen zu machen. Eins wird ihn sicher im Jenseits überraschen: Da warten auch Jünglinge auf ihn, wie er das wohl aufnimmt?

  5. A.Bundy schreibt:

    „Momentchen mal, Jaber al-Bakr wurde wegen des Verdachts, einen Selbstmordanschlag durchführen zu wollen, festgenommen, aber die sächsische Justiz sah „keine Hinweise auf eine unmittelbare Suizidgefahr“?“
    Momentchen mal, Jaber al-Bakr wurde keineswegs wegen des Verdachts, einen Selbstmordanschlag durchführen zu wollen, festgenommen, sondern wegen des Verdachts, einen Terroranschlag geplant zu haben.

    Falls du, lieber Gerd, tatsächlich über handfeste Infos verfügst, die beweisen, dass dieser Terroranschlag in Form eines Selbstmordanschlags geplant war, solltest du umgehend die entsprechenden Behörden kontaktieren.
    Ansonsten gilt, aus Vermutungen sollte man keine Schlüsse ziehen.
    Ach übrigens, ein Selbsmordanschlag ist für Moslems nicht dasselbe wie ein Suizid.

    Wenn ich mir allerdings die Bilder von al-Bakr und da speziell dessen merkwürdig schräge Kopfstellung anschaue, könnte ich mich glatt zu der Vermutung hinreissen lassen, dass al-Bakr in Wirklichkeit weder Superterrorist noch möglicher „Kronzeuge“ wider dem IS war, sondern nur ein mental schwerst gestörtes Bauernopfer und die wahren Terroristen längst untergetaucht sind. Aber das lass ich dann doch lieber. 😉

    • A.Bundy schreibt:

      Ergänzung: In NRW haben sich 2016 bislang 14 Häftlinge rumgebracht. War bisher niemandem ein Erwähnung wert.
      Ergänzung: Passend zum Thema Michael Klonovsky:
      „Jetzt lassen diese Sachsen sogar zu, dass sich ein Terrorist in der Zelle erhängt und auf diese Weise den Anspruch auf Paradieszutritt verliert, wo die Huris schon seinen Namen gerufen haben. (Hat Pegida indirekt die Schlinge mitgeknüpft? Stegner! Wo bleibt Ihre Wortmeldung?) Wer derzeit den Eindruck gewinnt, der Suizid des Jaber Albakr sei, medial betrachtet, ein größerer Skandal als seine Anschlagspläne, liegt vermutlich richtig.“

      „Eine deutsche Spitzenqualitätsjournalistin hat getwittert: „Seltsam: Noch immer kein Blog-Artikel von Frauke Petrys Sprecher Klonovsky, dass die Syrer, die Albakr festnahmen, das wahre Problem sind.“ Na gut: „Der unter Terrorverdacht festgenommene Dschaber al-Bakr hat die drei Syrer, die ihn überwältigt und der Polizei ausgeliefert haben, der Mitwisserschaft beschuldigt.“ Ich melde mich wieder, wenn Syrer den heiligen Gral, das Bernsteinzimmer und drei herrenlose Bundesverdienstkreuze gefunden und bei der Polizei abgegeben haben.“
      http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

      • A.Bundy schreibt:

        Ergänzung: Link zum Thema 14 Suiziden 2016 in NRW-Gefängnissen.
        www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/suizide-jva-100.html

        Mal sehen ob und wieviele „Uppsi“ die dortige Landesregierung, besonders Inneminister Ralf „Abu“ Jäger von sich geben werden.

        Letzterer warnte vor drei Tagen prophylaktisch vor „Generalverdacht gegen Flüchtlinge“.
        http://www.rundschau-online.de/politik/nrw-innenminister-jaeger-warnt-vor-generalverdacht-gegen-fluechtlinge-24878544

        Denn merke: Generalverdacht ist voll die rassistisch-sexistische Kackscheiße.
        Außer gegen Rechte, „Ossis“ im allgemeinen und Sachsen im besonderen.
        Frage an Gerd: Ist der Freistaat Sachsen der Jude unter den deutschen Bundesländern? :-/

        • bevanite schreibt:

          Ich bin Ossi und wurde hier schon mehrfach von Ihnen beleidigt. Demnach sind Sie bzw. Ihr Programmierer ebenfalls ein Ossi-Basher. Ha!

          • max schreibt:

            Das ist relativ einfach zu erklären. Ich mach es mal mit einem Bild. Es gibt Juden, die sind Arschlöcher. Sie sind allerdings nicht Arschlöcher weil sie Juden sind, sondern weil sie schlicht eben Arschlöcher sind. Verstanden?

          • ceterum censeo schreibt:

            Vermutlich leider negativ.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Was genau will uns, bzw, „dem lieben Gerd“, der sich dagegen auch nicht wehren kann, dieser Kommentator mitteilen?
      Dass er auch in der Lage ist, längere Texte zu verfassen, die über „Fuck off, Denunziant!“ oder „Viel Spaß noch beim fröhlichen Cojoneskraulen, ihr „helldeutschen“ Dumpfbacken.“ hinausgehen?
      Dass der des Terrorism verdächtige und nun tote Syrer eher nicht zu den „wahren Terroristen“ gehörte, sondern, rein physiognomisch, ein eher kleines Licht im Jihad darstellte?
      Dass er, Bundy, in der Lage ist, selbstständig die Website des reaktionären Trüffelschweins und Petrypromoters Klonovsky aufzustöbern und dessen „acta diurna“ nicht nur zu lesen, sondern auch noch Passagen daraus zu zitieren?
      Oder möchte er mit der Frage, ob „der Freistaat Sachsen der Jude unter den deutschen Bundesländern“ sei, sich als verkappten Antisemiten outen?
      Fragt der gebürtige Thüringer
      Thomas ex Gotha

  6. Alreech schreibt:

    Tja, hätte man dem Verdächtigen mal die Kleider abgenommen, ihn nackt in eine Zelle gesperrt, das Licht angelassen und alle fünf Minuten durch den Spion geschaut.
    Dann hätte der Selbstmord verhindert werden können.
    Und den sächsischen Behörden hätte man zu Recht Folter vorgeworfen.

    • Praecox schreibt:

      „Tja, hätte man dem Verdächtigen mal die Kleider abgenommen, ihn nackt in eine Zelle gesperrt, das Licht angelassen und alle fünf Minuten durch den Spion geschaut.“

      Das ist ein gängiges Prozedere. Den Spion ersetzen Kameras und Bildschirme.

      • Paul schreibt:

        Habe den Medien entnommen, dass in Sachsen die Videoüberwachung der Zellen verboten ist.
        Wie das in anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht.

        Herzlich, Paul

        • Praecox schreibt:

          Videoüberwachung ist nicht verboten, sondern erlaubt.

          Die Videoüberwachung vollständig Entkleideter verstößt laut BVerfG gegen das Allgemeine Persönlichkeitsrecht und damit gegen §1 GG.

          Es gibt Kleidung aus Spezialmaterial, die für Strangulation untauglich ist. Dazu rät das BVerfG.

          Auch eine Fesselung ist prinzipiell nicht ausgeschlossen.

          Vgl. dazu:
          https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/03/rk20150318_2bvr111113.html

          http://www.gesetze-im-internet.de/stvollzg/__88.html

          • Paul schreibt:

            Lieber Praecox,
            danke für die Hinweise.
            Das BVG Urteil konnte ich nicht durcharbeiten. Der Fall ist in Kassel verortet und betrifft auch nicht Suizidverhinderung.
            Die Information im Fernsehen bezog sich auf eine Regelung in Sachsen.

            Der Hinweis auf § 88 StVollzG war schon hilfreicher. In Ziff 2 wird ganz allgemein die Überwachung bei Nacht gestattet. Über die Art und Weise kann dem Gesetz nichts entnommen werden.
            Habe dazu das hier gefunden:
            https://books.google.de/books?id=lZHKBgAAQBAJ&pg=PA106&lpg=PA106&dq=beobachtung+eines+gefangenen+bei+nacht&source=bl&ots=p4j8FR60X_&sig=Y8Ki-3tUcDKMmbL7sJXGhMPSnfY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjs7rerkdrPAhUBERQKHYU-Bn4Q6AEIJzAB#v=onepage&q=beobachtung%20eines%20gefangenen%20bei%20nacht&f=false
            (Siehe hier unter Sichtspion.)

            Zitat:
            „…die Installation einer Fensehkamera ist während des Nachtdienstes unpraktikabel“.

            Die Beobachtung durch den Spion ist zulässig. Über Zeitabstände habe ich nichts gefunden. Es geht nur um das Gefühl für den Gefangenen jederzeit der Kontrolle Dritter ausgesetzt zu sein.

            Bin also nicht schlauer als zuvor.

            Vielleicht hat das Fernsehen doch recht.

            Herzlich, Paul

          • Praecox schreibt:

            Aus dem genannten Urteil des BVG:

            „Die Wegnahme einzelner Kleidungsstücke kann in diesem Zusammenhang nach § 88 Abs. 1, Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1 StVollzG zur Abwendung erheblicher Gefahren für den Gefangenen, insbesondere Suizid, zwar gerechtfertigt sein […] Die Erheblichkeit des Eingriffs und der verfassungsrechtlich gebotene Grundsatz der Verhältnismäßigkeit erfordern aber grundsätzlich, dem Gefangenen unmittelbar und gleichzeitig mit der Entkleidung Ersatzkleidung aus schnell reißendem Material zur Verfügung zu stellen, um ihm ein Mindestmaß an Intimsphäre zu bewahren und ihn nicht zum bloßen Objekt des Strafvollzuges zu degradieren […].“

            Diese Feststellung des BVG erstreckt sich nicht nur auf den Fallin Kassel, sondern gilt grundsätzlich.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Ich denke mal, lieber Praecox, entscheidend ist es, dass es
            in der Gefängniszelle keine Haken, Gitter oder andere
            Gegenstände gibt, an denen man sich aufhängen kann.
            Aber selbst dann gibt es Möglichkeiten, sich in der Zelle
            umzubringen. Ich möchte hier jetzt aber keine Tipps
            geben.

          • ceterum censeo schreibt:

            Lieber Paul,
            heute war der Leiter der Justizvollzugsanstalt Bielefeld an der Reihe, seinen Senf zu o.g. Sache im Rundfunk beizusteuern. ( Ende nächster Woche ist man dann wohl mit allen Knastdirektoren durch.)
            Er sagte, daß eine Rundumvideoüberwachung zumindest hier im Kalifat NRW unzulässig sei, was er bedauerte. Wie der rassistische Freistaat Sachsen dies handhabt, blieb offen.

          • Praecox schreibt:

            Liebe Heimchen, alles richtig. Es gibt aber Spezialzellen für Suizidgefährdete, oder auch eine Unterbringung auf der Krankenstation. Der sächsische Justizvollzug zieht die Sitzwache der Videoüberwachung vor. Weshalb also gab es keine Sitzwache? Weil eine Psychologin (das Geschlecht ist irrelevant) zu dem Schluß kam, ein muslimischer Terrorist würde sich nicht selbst töten? Beim IS dürften dieselben Regelungen gelten, wie bei anderen organisierten Verbrechen, z.B. Mafia. Wer weiß, vielleicht hat er durch den Suizid seine Familienmitglieder vor der Ermordung durch IS bewahrt? Das alles ist natürlich Spekulation.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Eine Unterbringung auf der Krankenstation ist immer riskant,
            lieber Praecox. Viele Häftlinge täuschen eine Krankheit vor,
            um auf die Krankenstation zu kommen, weil es von dort aus
            leichter zu fliehen geht.

            Hat er nicht in seiner Zelle getobt und randaliert? Ich meine
            das gelesen zu haben. Er wollte also auf die Krankenstation
            und dann flüchten. So schnell gibt ein Terrorist nicht auf!

            Es passt irgendwie nichts zusammen bei der Geschichte.

          • Paul schreibt:

            Praecox schreibt:
            Oktober 14, 2016 um 6:05 pm

            Weshalb also gab es keine Sitzwache?

            In dem von mir verlinkten Kommentar zum §88 StVollzG habe ich über eine Sitzwache nichts gelesen.
            Im Gegenteil, es dürfen nur 3 Vollzugsbeamte gemeinsam die Zelle eines derartigen Häftlings betreten. Daraus schlussfolgere ich, dass eine Sitzwache nicht möglich und auch nicht vorgesehen ist.

            Ob eine Fesselung möglich gewesen wäre, vermag ich nicht zu beurteilen.
            Wenn man es gemacht hätte, wären Frau Künast et al anschließend wohl Amok gelaufen und hätten was von Gantanamo gefaselt.

            Sachsen ist wegen Pegida eben im Visier aller Gutmenschen. Die können machen was sie wollen. Es ist immer falsch.

            Herzlich, Paul

          • Praecox schreibt:

            Das ist doch alles kontrafaktischer Unsinn, @Paul.

          • Paul schreibt:

            Na gut, Praecox,
            wenn Du das so siehst, dann hören wir auf damit. Du hast den Link nicht gelesen. Musst Du auch nicht,

            Ein gut’s Nächt’le, Paul

          • bevanite schreibt:

            Sachsen ist wegen Pegida eben im Visier aller Gutmenschen. Die können machen was sie wollen. Es ist immer falsch.

            Und was ist mit sächsischen Gutmenschen?

          • Paul schreibt:

            bevanite schreibt:
            Oktober 14, 2016 um 11:16 pm
            Und was ist mit sächsischen Gutmenschen?

            Gibt es die denn? Glaube ich nicht. 🙂

            Herzlich, Paul

          • ceterum censeo schreibt:

            Doch, lieber Paul.
            Selbst in Sachsen gibt es welche. Die Problematik hat schon Einstein benannt.

  7. Melanie schreibt:

    Warum diese Aufregung? Versteh’s nicht. Hätten die Beamten alle 2 Minuten nach ihm gucken sollen? Ihn seines T-Shirts berauben? Hat nicht ein jeder noch Recht auf Selbstmord in Deutschland? (In anderen Ländern hätte man ihn dermaßen gefoltert, dass er dazu gar nicht mehr in der Lage gewesen wäre.)

    Hat sich halt ein Djihadist alleine in den Orbit gejagt, so what. Besser, als noch 150 Andere mitzunehmen. Und erspart uns Steuerzahlern damit zig hundertttausend EUR Kosten für aufwändige Gerichtsverhandlungen/25 Jahre langes Durchfüttern im Gefängnis/vergebl. Resozialisierungsmaßnahmen/1:1 Betreuung/teure psycholog. Gutachten/Ausbildungsmaßnahmen/zig Beamten auf Beobachtung, wenn er nach seiner Strafe auf Bewährung entlassen worden wäre – alles, was nix bringt in den Köpfen solcher oder Nachahmungstäter. Die uns alle nur verdaaaammt viel Geld kosten. .. Was alles nix bringt … Sorry, ich meine das nicht zynisch, sondern sind jedes Mal wirklich meine Gedanken, wenn hyperventilierend diese Info heute ein ums andere Mal in Radio/TV gemeldet wird. Ist doch viel besser so!

    Warum wir uns deswegen „ergeben würden“ leuchtet mir irgendwie nicht ein. ?

  8. Heimchen am Herd schreibt:

    Man könnte fast meinen, es handelte sich bei dem Terroristen um den neuen
    Messias, dass so ein Theater um diesen Verbrecher gemacht wird!

    Es fehlt nur noch die Heiligsprechung vom Papst!

    Und WO sind eigentlich die „heiligen drei Könige“ abgeblieben, sie sollten
    doch das Bundesverdienstkreuz bekommen?

    Deutschland ist zu einer Bananenrepublik verkommen!

  9. ceterum censeo schreibt:

    Haben Sie doch schon längst.

  10. A.S. schreibt:

    Die haben anscheinend einen Fehler gemacht, das kann passieren. Aber es ist nicht viel passiert. Der Typ hat sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte selber umgebracht, es war seine Entscheidung. Die Justiz muss nicht jeden vor sich selber schützen.
    Aber dass jetzt der übliche Stuss wieder losgeht, man mit hanebüchenem Schwachsinn jede Logik außer Kraft zu setzen versucht, um keinen Fehler gemacht zu haben, das ist wieder typisch. Was für Frechheiten müssen wir uns da eigentlich noch gefallen lassen von Leuten, die angeblich „in unserem Namen“ handeln?

    • Christian Mallas schreibt:

      „Die Justiz muss nicht jeden vor sich selber schützen.“
      O doch! Wen die Justiz einknastet, den muss sie vor sich selbst schützen. Alles andere ist unterlassene Hilfeleistung und Mord durch Unterlassung. Das Menschenrecht auf Leben ist universell und gilt auch für kranke Arschlöcher.

      • Paul schreibt:

        Welche Möglichkeiten gibt es im Gefängnis einen entschlossenen Selbstmörder von seiner Tat abzuhalten?

        Videoüberwachung. Ist in Sachsen für Gefängniszellen nicht zulässig.
        Gefängnisbeamter befindet sich ständig in der Zelle? Ist wohl wegen der Persönlichkeitsrechte auch nicht machbar.
        Regelmäßige Kontrolle durch den Spion alle 15 Minuten. In den verbleibenden 14 Minuten kann der Suizid vollzogen werden.
        Ständige permanente Überwachung durch den Spion. Ist wohl auch wegen der Persönlichkeitsrechte nicht praktikabel.
        Postierung eines Beamten vor der Zelle, bringt nichts, weil er nichts sieht.

        Hatt jemand eine Idee wie man einen Selbstmord dauerhaft mit Sicherheit verhindern kann?

        Mir hat ein Psychiater gesagt, dass dies nicht möglich sei.

        Herzlich, Paul

        • Hessenhenker schreibt:

          Kein Problem:
          Suizidsicher Einfrieren und erst zum Prozeß wieder auftauen.

          • Paul schreibt:

            Danke für diese Idee, Hessenhenker. Darauf wäre ich auch bei intensivem nachdenken nicht gekommen. 🙂

            Herzlich, Paul

        • bm98600 schreibt:

          Als Pflegefachfrau in der Akutpsychiatrie kann ich das bestätigen. Es kann vorkommen, dass sich jemand mit 15 min.Überwachung suizidiert. Verhindern ist nur durch medikamentöses „Versenken“ oder durch Fixation möglich, was bei akuter Suizidgefahr und selbstverständlich nur temporär angewendet wird.

        • Praecox schreibt:

          Einen Entschlossenen vom Suizidversuch abzuhalten, ist unmöglich. Allerdings kann man ihm die Möglichkeiten (Seile, Messer etc.) nehmen und ihn natürlich überwachen, so er eingesperrt ist.

      • Paul schreibt:

        Christian Mallas schreibt:
        Oktober 13, 2016 um 8:23 pm
        „Das Menschenrecht auf Leben ist universell und gilt auch für kranke Arschlöcher.“

        Kann es sein, dass Selbstmord auch ein Menschenrecht ist?

        Herzlich, Paul

      • A.S. schreibt:

        Das gilt für psychisch Kranke die man zum Selbstschutz einsperrt. Das war nicht der Fall.

  11. Ulf Renner schreibt:

    Ein möglicher IS-Terrorist tötet sich selbst (warum auch immer) und halb Deutschland hyperventiliert: Links-Grün versucht, aus dem Vorgang parteipolitisches Kapital gegen die CDU zu schlagen, ein Tagesschau-Kommentator und Wolfgang Bosbach sprechen sogar von einer „Tragödie“. Nach solcher Logik war / ist auch jede Selbsttötung von Nazi-Verbrechern und IS-Mördern bedauerlich. Was aber wäre dann der Tod der Opfer?
    Ob Al-Bakr wirklich einen Selbstmordanschlag plante oder sich selbst verschonen und ausschließlich andere töten wollte, bleibt ebenso ungeklärt wie die Frage, ob überhaupt und ggf. was er ausgesagt hätte. Kein Zweifel in Sachsen ist eine peinlich-schwerwiegende Justiz-Panne passiert. Aber sie steht nicht einmal annähernd für die Besserwisserei und die künstliche Aufregung, die jetzt allenthalben veranstaltet wird, und erst recht nicht für wilde Verschwörungstheorien, die auch schon intensiv verbreitet werden. Und übrigens auch nicht für den heutigen Blog-Beitrag des von mir ansonsten sehr geschätzten Autors.

  12. anti3anti schreibt:

    Wäre es nicht in Sachsen/Dunkeldeutschland passiert, hätte man von Mord im Staatsauftrag gesprochen.
    So ist es Unfähigkeit.

  13. Giordano Brunello schreibt:

    Es sieht nach einem „No-Brainer“ aus: Ein Selbstmordattentäter ist selbstverständlich selbstmordgefährdet.

    Das trifft allerdings so nicht zu. Das Problem beginnt beim sog. Selbstmordattentäter, der seine Handlung nicht als Selbstmord sieht, was für ihn immer noch eine schwere Sünde darstellen dürfte. Er sieht seine Handlung als eine Märtyrermission. Das hat nichts mit Selbstmord zu tun. Auch ist so einer nicht einfach lebensmüde.

  14. Hessenhenker schreibt:

    Wo liegt jetzt der Sinn des Artikels?
    Wir sollen uns ergeben, damit sich verhinderte Terroristen nicht selbst umbringen „müssen“?
    Fragen!

  15. A.mOr schreibt:

    „Was heute Nacht passiert ist, verlangt nach schneller un umfassender Aufklärung.“ Spekulationen nicht hilfreich.

    Fakt ist, der Kandidat wird keine Aussage mehr geben.
    Da hängt was schief, trotz der Schwerkraft der „umfassenden Aufklärung“.
    Seltsam, in Deutschland bringen sich immer alle um (…die Aussagen…)

  16. bm98600 schreibt:

    Ich weiss nicht , ob ein schnöder Suizid im Knast gleich hoch bewertet wird von Allah wie ein Selbstmordanschlag, deshalb vielleicht nicht unbedingt zu vergleichen

    • Sophist X schreibt:

      ob ein schnöder Suizid im Knast gleich hoch bewertet wird von Allah wie ein Selbstmordanschlag

      Wird er nicht. Selbstmord ohne ungläubige Opfer ist ein schwerer Verstoß (=Hölle), Selbstmord mit ungläubigen Opfern wird hingegen von maßgeblichen Islamexperten wärmstens empfohlen (=Ficken&Fressen im Paradies).

      • abusheitan schreibt:

        Albakr hat sich geopfert und seine Mittäter damit geschützt, die er anfangs beschuldigt hatte. Sein Anwalt hatte ihm daraufhin geraten in Zukunft keine Aussagen mehr zu machen.
        In diesem Fall wird Allah barmherzig sein, ihn als halben Märtyrer durchgehen lassen und ihm mindestens 36 Jungfrauen zusprechen.

    • besucher schreibt:

      Psst psst, das lief genauso wie damals in Stammheim.

  17. Hessenhenker schreibt:

    Die Tierfe, die sich beim Schlachter in den Viehtransporter treiben lassen, ergeben sich.
    Wer Merkel oder Gabriel wählt, ergibt sich.

    • ceterum censeo schreibt:

      Tiere wissen’s nicht besser. Viele Deutsche leider auch nicht. Helldeutsche scheinen übrigens in der Mehrzahl die besseren Tiere zu sein.

Seid gut zueinander!

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