Gerd Buurmann auf der Art.Fair in Köln mit Hakenkreuz und Davidstern

Auf der Art.Fair in Köln ist in dem Austellungsbereich der Galerie Kir Royal aus Spanien ein Bild von Juraj Kralik zu sehen, das von der einen Seite betrachtet die Naziflagge zeigt, mit roter Fläche, weißem Kreis und einem schwarzen Hakenkreuz, von der anderen Seite betrachtet jedoch den Davidstern im weißen Kreis auf blauem Boden. Es ist nur eine Frage der Perspektive, ob man Hakenkreuz oder Davidstern sieht.

Ich möchte nur zu gern wissen, was sich die Galerie dabei gedacht hat, ein Bild zu zeigen, wo ein Hakenkreuz zum Davidstern wird, ausgerechnet in den Hallen, wo Adolf Hitler am 19. Februar 1933 auf einer Wahlkundgebung der NSDAP sprach, wo vom 22. bis 30. April 1933 die nationalsozialistische „Deutsche Woche“ unter dem Titel „Denk deutsch – kauf deutsch“ stattfand, wo nationalsozialistische Messen stattfanden, die die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer „gesunden Rasse“ spiegelten, wo polnische und französische Kriegsgefangene eingesperrt wurden, wo Zwangsversteigerungen von jüdischem Eigentum vorgenommen wurden, das die Deportierten in ihren Wohnungen zurücklassen mussten und wo ein Zwischenlager für Juden, Sinti und Roma aufgebaut wurde, die von der Messe Köln aus dann nach Polen zur Vernichtung deportiert wurden.​

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55 Antworten zu Gerd Buurmann auf der Art.Fair in Köln mit Hakenkreuz und Davidstern

  1. Pingback: Art.Fair – Bitte keine Kunst mehr machen | Ruhrbarone

  2. Kanalratte schreibt:

    Man könnte eventuell interpretieren daß die Nazizeit den Staat Israel in seiner heutigen Form ermöglicht hat. Man könnte interpretieren daß sich aus dem schrecklichen NS-Hakenkreuzsymbol (das für 50 Mio. Tote steht) ein Davidstern (sofern der als Positiv wahrgenommen wird) geworden ist. Und man kann es ebenso als Anti-Israel bzw. Anti-Judenstaat Statement (Die Juden sind die jetzigen Nazis) sehen.

    Bloß, spielt das eine Rolle? Ich kann auch einen Sexshop als religiöse Stätte interpretieren wenn ich möchte. Was bleibt ist die Gleichsetzung von Hakenkreuz (dessen öff. Zeigen m.E. nach in Dtl. verboten ist) und Davidstern bzw. Israelischer Fahne. Das kann durchaus als Beleidigung aufgefasst werden.

    Hypothese:
    Diese Interpretationsmöglichkeiten gäbe es auch wenn aus dem NS-Hakenkreuz ein Halbmond oder das angesprochene SPD-Logo würde. Nur gehe ich davon aus daß die SPD in beiden Fällen innerhalb weniger Stunden interveniert hätte und das „KuNStwerk“ daher längst abgehängt wäre. Ja, in beiden Fällen, sie haben richtig gelesen, die SPD ist nämlich beim Schutz von Muslimen sehr pingelig.

  3. Kanalratte schreibt:

    Das Argument der angeblichen Nazi-Politik Israels zu Ende gedacht:

    Warum sind die Israelis so schlechte Nationalsozialisten? Ich meine Adolf Hitler hat doch innerhalb von 20 Tagen ganz Polen eingenommen und diese Israeltrottel streiten sich seit 60 Jahren um ein Land der Größe von Hessen. Groß-Israel, kannste vergessen! Und was ist mit den Arabern? Die vermehren sich ja wie die Karnickel! Völkermord? Konzentrationslager? Davon ist nichts zu sehen. Das Araberproblem ist immer noch ungelöst. Die Deutschen konnten das aber besser…

  4. anti3anti schreibt:

    Der Davidstern ist das Symbol des Judentums. Das „Kunstwerk“ vermittelt, dass Juden Nazis sind und Nazis Juden. Der Künstler leugnet den Holocaust, weil er ihn zum Massenselbstmord degradiert.

  5. natureparkuk schreibt:

    Da Israel ja für sich Nationalsozialistische Politik betreibt ist diese Kunstwerk doch sehr realistisch. Außerdem ist die Verwendung von Hakenkreuz und Davidstern zusammen ein alter Hut: http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/die-wohnung/195248/die-artikelserie-ein-nazi-faehrt-nach-palaestina

  6. Kanalratte schreibt:

    Wenn das jetzt ein SPD-Logo mit ’nem Hakenkreuz garniert wäre, dann wäre die Empörung sicherlich größer.

  7. caruso schreibt:

    Adolf Hitler hat hier gesprochen? Na dann… deutsche Kontinuität… leider…
    (Hier Anwesende n i c h t inbegriffen!)
    lg und gute Nacht
    caruso

  8. nussknacker56 schreibt:

    Mit am erschreckendsten ist, dass sich anscheinend kaum Besucher über dieses Zeugnis eines vulgären Antisemitismus beschweren. Und das sind Menschen, die von ihrer hohen Bildung und ihrem guten Geschmack sehr überzeugt sind.
    Veranstalter, Galerist und Künstler wetteifern um den ersten Preis in der Kategorie „Von der Ausscheidung zur Kunst – Die Bedeutung des Blickwinkels.“

  9. tapferimnirgendwo schreibt:

    Hat dies auf Tapfer im Nirgendwo rebloggt und kommentierte:

    „Gleichzeitig lässt einem manche politische Arbeit den Atem stocken: Ein riesiges Hakenkreuz, das in der Ferne in die Messelandschaft ragt, entpuppt sich als eine Arbeit aus verschiedenfarbig bedruckten Münzen, die sich mit einem veränderten Blickwinkel in die Fahne Israels verwandeln – eine Kombination zweier Bilder, die man nicht gemeinsam denken, geschweige denn ineinander aufgehen sehen will.“ (Seyda Kurt, Kölner Stadt-Anzeiger, 27. Oktober 2016)

    • HM schreibt:

      …ohhh unser wunderbarer Stadtanzeiger, das Sturmgeschütz der moralisch Aufrechten.
      Mit einem Plädoyer für Denkverbote..
      Das, lieber Buurmann, sind Koalitionen , die Sie bereit sind einzugehen, wenn es Ihre Ansichten befördert ?
      Dieser Standpunkt von jemandem, der noch vor nicht langer Zeit für die uneingeschränkte freie Rede von „hate speech“ eintrat ?
      Der es eher bedauerlich fand, wenn sich mancher über ein in Pisse eingelegtes Kruzifix ereiferte?
      Mensch lieber Buurmann, dass Sie derart beliebig, fast nach Tagesform, die Maßstäbe wechslen.
      Die Geisteshaltung zwischen Ihnen und der Klientel, der Sie Doppelstandards vorhalten,
      scheint aus dem gleichen Topf zu stammen.

  10. Fabian Hoemcke schreibt:

    Konnte vor Ort denn kein Galerist oder Künstler befragt werden?

    Ich lese das Bild genauso wie ihr. Aber was dachte sich der Künstler dabei?
    Ich finde, das gehört mit in Betracht gezogen.

    Gruß
    Fabian

  11. ceterum censeo schreibt:

    Ein Fall für Frau Doktor Reker!

    • Markus Leuthel schreibt:

      Alle existierenden „Derrick“-Folgen werden ab 2019 infolge der zunehmenden Gendergerechtigkeit nachverfilmt. Frau Reker spielt den Stefan, schießt aber selten.
      Harry, fahr schon mal das Kunstwerk vor…

  12. Eva schreibt:

    Die Galeristin ist Deutsche . Umso unverständlicher . Krass. Einfach echt widerlich. Aber PR ? Dafür machen manche alles…möglich. Selbst das?

  13. unbesorgt schreibt:

    Ich hab Gerd noch nie so sprachlos gesehen.

  14. Traumlandtheater schreibt:

    Hat dies auf Traumlandtheater’s Weblog rebloggt und kommentierte:

    Unvorstellbar… und doch wahr.

  15. dejulier schreibt:

    Kranker Scheiss…

  16. rambow schreibt:

    „Ich möchte nur zu gern wissen, was sich die Galerie dabei gedacht hat, ein Bild zu zeigen, wo ein Hakenkreuz zum Davidstern wird,….“ Schade, dass gerade kein Journalist da war. Der hätte ja mal bei dem Galeristen oder der Galeristin nachfragen können.

    • Hessenhenker schreibt:

      Der Dramaturgie folgend, antwortet die Galerie erst in ein paar Tagen.
      Vorher muß das im Express und in BILD hinterfragt werden,
      und Wagner schreibt auch erst noch was dazu.
      Ganz am Ende Grinsefoto aller am Drama beteiligten mit Künstler.

  17. HM schreibt:

    Man kann Buurmanns Interpretation folgen, muss man aber nicht.
    Eine weitere Möglichkeit ( ich bleibe im Betroffenheitmodus des Oberstufen Deutsch LK´s) wäre schon so zu sehen, dass der Staat Israel teilweise durch die Geschehnisse in Nazideutschland
    manifestiert wurde, da er mindestens den Juden aus Europa verdeutlicht hat, das sie diese Stück Land als ihres verteidigen müssen.

    • Kanalratte schreibt:

      Naja, das ist aber sehr spekulativ. Im Grunde hat nämlich Hitler ab 1939 die Auswanderung nach Palästina unterbunden (in Zusammenarbeit mit dem islamischen Mufti) und Israels kommende Einwanderer vernichtet.

      • HM schreibt:

        Auch Sie werden mir wohl darin beipflichten das die Geschehnisse in Nazideutschland deutlich über `45 hinaus wirkten.
        Zudem ist in jeder, aber auch wirklich jeder Bildinterpretation ein spekulativer Teil

        • HM schreibt:

          ..und das ist ja das gefällige an diesen Bildinterpretationen. Man kann alles hineinpacken wonach einem der Sinn steht.
          So auch in einer letztens vom Hausherrn selbst vorgenommenen.
          Dabei arbeite er sehr schön heraus, dass die Türme des Kölner Doms aus einem bestimmten Blickwinkel wie die abschussrampe einer Saturn 5 Rakete aussähen.
          Mir hingegen muteten sie eher wie KZ-Wachtürme an………………..ach verzeihung…mein Fehler….genau andersherum war´s.

  18. Hessenhenker schreibt:

    Hat dies auf Hessenhenker – der Galgenhumor-Blog rebloggt und kommentierte:

    Der Kölner Berufsprovokateur Gerd Buurmann provoziert mit Kunstkritik über die Kölner Art.Unfair (Vorsicht: Hakenkreuze im Video!).
    Wenn das so weitergeht, tritt er demnächst noch mit mir während meiner Kamikazekunst-Vergasung in einem philippinischen WK-II-Bunker auf. Der zur Gaskammer umgebaute Bunker wird allerdings nicht mit Hakenkreuzen, sondern mit AXA- und SPD-Banner verunstaltet – ich will ja nicht provozieren!

  19. winnie schreibt:

    Der Name sagt schon alles: Faire Kunst, da gehören Nazi- und Judensymbolik wohl unmittelbar zusammen. An den Kinderficker Mohammett traut sich, wie stets, kein „Künstler“ heran. Es könnte ja sein erbärmliches Judenhasserleben auf plötzliche Weise beendet werden. Wie immer, liebe Leute: durch Gelassenheit Judenhassern ihren Judenhass entgegen schleudern.

    • rambow schreibt:

      Liebe(r) Winnie, ich hoffe, dass Sie hier nur ein Wortspiel betreiben wollen. Ansonsten sei angemerkt, dass „fair“ das englische Wort für „Messe“ ist. hüstel

      • Hessenhenker schreibt:

        Und Fairies sind Messebesucher.
        Keine Wortspiele!

      • ceterum censeo schreibt:

        Verdenken könnte man aber andererseits niemandem einen kurzen Moment der Verwirrung angesichts der Wortspielapokalypse , welche seit einiger Zeit über uns gekommen ist. Überall nur noch fairtrade, umfairteilung, fairsaufen, fairpissen, fairwanzen und fairblöden. Kein Wunder, wenn man bei dem Wort erstmal das Schlimmste befürchtet.

  20. Hessenhenker schreibt:

    Das kauft bestimmt die Stadt Köln als Walter-Hermann-Denkkmal für die jetzt gähnend leere Domplatte.
    Was soll es denn kosten?

Seid gut zueinander!

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