„Die Universität war eine Kriegszone.“

Am 27. Oktober 2016 wurden Juden aus einer Londoner Universität entfernt, da die Polizei nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren konnte.

Das Mittel der Judenhasser war schon immer Gewalt! Am 27. Oktober 2016 brach diese Gewalt in einer Universität in London aus, als dort ein Vortrag eines Gastredners aus Israel stattfinden sollte. Als die Polizei den Tatort des Judenhasses erreichte, zeigte sich ihnen eine schreckliche Szene:

Die rund 25 Studentinnen und Studenten des angegriffenen Vortrags hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, während sich draußen der gewalttätige Mob formierte. Eine Studentin beschreibt die Situation wie folgt:

„Es gab viel Geschrei und viele schlugen gegen die Türen. Wir alle hatten Angst, aber wir versuchten uns, auf den Vortrag zu konzentrieren. Es war wahnsinnig. Trotz der Schläge von draußen sprach Hen weiter von Frieden. Das war wirklich sehr schön, denn wir waren vereint und sangen das Lied der Hoffnung trotz des Lärms von draußen.“

Der Dozent Hen Mazzig, der als Beauftragter für humanitäre Angelegenheiten eingeladen war, erklärte später: „Ich bin überrascht, dass sie ausgerechnet meine Botschaft des Friedens und der Koexistenz anvisiert haben. Es war wirklich schwer, über den ganzen Lärm zu sprechen.“

Ich kann mir gut vorstellen, warum ausgerechnet Hen Mazzig anvisiert wurde. Er ist Jude, Israeli und schwul. Das sind drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden! Die Verantwortlichen der palästinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palestine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin. Die Demonstranten rufen somit: „From the river to the sea Palestine will be free of jews, Israelis and gays!“

Schon zwei Mal musste die Veranstaltung von Hen Mazzig im Vorfeld abgesagt werden, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte. Am 27. Oktober 2016 schließlich fand die Veranstaltung statt. Sie endete jedoch in einem gewalttätigen Chaos.

Als es einigen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund 20 Polizeibeamte anwesend waren und der judenhassende Mob zu groß war, konnte nicht gegen den Mob vorgegangen werden. Stattdessen wurden die 25 Angegriffenen aus der Universität entfernt. Hen Mazzig beschreibt die Situation wie folgt:

„Nach einem Gespräch mit der Polizei wurde ich von der Polizei weggeführt. Mir wurde gesagt, ich solle so schnell wie möglich laufen. Ich hatte mehr Angst als bei meinem IDF-Dienst.“

Als Hen Mazzig mit den Studierenden die Universität verlassen musste, waren sie gezwungen durch eine lange Gasse von hasserfüllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrüllten. Immer wieder schlugen die Worte „Schämt Euch“ auf sie ein.

Später schrieb Hen Mazzig auf Twitter: „Der Campus war eine Kriegszone und die Straßen sind der sichere Ort. Ich bin raus. Mein Gott.“

Eine weitere Teilnehnerin des Vortrags, die angibt, körperlich attackiert worden zu sein, erklärte später: „Ich wurde angegriffen. Wir wurden angegriffen. Aber die Freiheit wird sich durchsetzen. Hen Mazzig hat eine tolle Arbeit geteilt. Er teilt seine Botschaft inmitten eines Sturms des Hasses.“

Die Union der jüdischen Studentinnen und Studenten hat bereits eine Erklärung abgegeben:

„Es gibt es keine Ausreden für das, was passiert ist. Die Tatsache, dass diese Gewalt und Feindseligkeit stattfinden konnte, ist eine absolute Schande. Die UCL-Freunde Israels wollten lediglich Studenten in eine Diskussion über Israel einbinden, aber sie trafen auf eine Mauer der Intoleranz und Einschüchterung, die darauf abzielte, die freie Meinungsäußerung zu beenden. Das Recht auf Meinungsfreiheit war erschreckend, ernsthaft gefährdet. Die studentischen Demonstranten haben alles getan, damit Hen Mazzig, ein bekannter israelischer Friedensaktivist, keine sichere Plattform hatte für seine Erfahrungen als Vermittler zwischen Palästinensern und Israelis. Wir sind äußerst enttäuscht, dass anstatt eines konstruktiven Abends des Dialogs mit einem Mann, der der palästinensischen Sache zutiefst sympathisch gegenübersteht, sich die Palästinensische Gesellschaft dazu entschieden hat, mit Einschüchterungen gegen jene vorzugehen, die teilnehmen wollten. Studenten, die jüdisch sind oder mehr lernen wollten, wurden in ihren Grundfesten erschüttert.“

Dieser Hass ist nicht neu. Tapfer im Nirgendwo präsentiert eine kleine Auswahl von Aufnahmen, die allesamt zeigen, wie Menschen niedergeschrieen, bedroht oder aus Hörsälen vertrieben werden, nur weil sie eine pro-israelische Haltung haben oder einfach nur Juden sind. Schauen Sie sich diese Aufnahmen an. Sie können hinterher nicht sagen, sie hätten von nichts gewusst.

Musiker werden in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis sind:

Ein Mensch wieder an einer Universität niedergebrüllt, weil er ein Israeli ist:

Ein Israeli wird aus dem Hörsaal vertrieben und in einem weiteren Hörsaal niedergebrüllt:

Ein Mann wieder an einer Universität niedergebrüllt, weil er Israeli ist:

Ein Mann beleidigt einen Menschen und brüllt ihn an, weil er Israeli ist:

Ein Konzert wird gestört, weil die Musiker Israelis sind:

An der Universität von Chicago wird ein Politiker niedergebrüllt, weil er Israeli ist:

Auch in Washington wurde er niedergebrüllt:

Israelis werden niedergebrüllt und beleidigt:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen wird der Künstler Lars Vilks attackiert, mit der Begründung, er arbeite für „die Zionisten“:

Judenhass auf Berliner Straßen, ab Minute 0:45 richtig widerwärtig:

Ab Minute 2:57 wird gerufen: „Tod den Juden. Adolf Hitler!“:

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle, Vortragsräume und Straßen in Europa zu Kriegszonen geworden. Mittlerweile werden sie sogar von der Polizei entfernt, weil sie nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren kann. Sind wir bereit, diese Entwicklung einfach so hinzunehmen?

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13 Antworten zu „Die Universität war eine Kriegszone.“

  1. Ralf Weber schreibt:

    Bei den aktuellen Entwicklungen in der Welt ist wirklich Realismus notwendig, gerade auch angesichts dessen, was sich momentan uns und im Nahen- und Mittleren Osten abspielt.

    Jesus (hebräisch Jeschua) war ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten. Dazu seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Die biblischen Schriften weisen aufging hin inkl. seinem stellvertretendem Sühneopfer, durch welches wir vor unserem Gott von der Macht der Sünde erlöst sind. Wer dem von Herzen vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt. Auch Jesus erstes Gebot ist, dass wir unseren gemeinsamen Gott von ganzen Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben sollen. Und dann uns selber und unseren Nächsten.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums, das Volk seines von ihm geschlossenen ewigen und ersten Bundes.
    Dazu Johannesevangelium 4:22: „Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11. Mit der persönlichen Annahme ihres Jesus (hebräisch „Jeschua“) kommt auch der Heilsplan unseres Gottes zum Abschluss (griechisch „Telos“).

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen.

    Es ist doch ehrlich gesagt eine Beleidigung für die Juden, wenn man angesichts dieser Geschichte versucht, sie irgendwie in diese Institution Kirche zu befördern. Man denke nur an den Zornesausbruch Martin Luthers angesichts der berechtigen Bedenken sich seiner Kirche anzuschließen. Diese Diffamierungen wurde auch noch im Dritten Reich zitiert.

    Statt „Mission“ ist hier besser eine klare Entschuldigung für das von den christlichen Kirchen begangene Unrecht angebracht. Gott hat durch sein Wort schon von Anfang immer zu ihnen geredet. Wenn sie diesem Wort Gottes vertrauen rechnet Gott Ihnen dieses Vertrauen in ihn selbst auch als Zugehörigkeit an.

    Zu Jesus (hebräisch „Jeschua“) als Wort Gottes steht im Johannesevangelium 1:1 – 5 und 1:14 – 18
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

    „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft:Dieser war es, von dem ich gesagt habe:Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus (hebräisch „Jeschua Hamaschiach“) geworden.“

  2. Pingback: Schaschlik | abseits vom mainstream - heplev

  3. Pingback: Der (wieder) ganz normale Antisemitismus « Ampelmaennchen und Todesschuesse

  4. Eitan Einoch schreibt:

    Antisemitism as usual. Gääääähn!
    Gewöhnt euch daran, dass sich alles wieder normalisiert. Amalek ist nicht ausrottbar.

  5. Ulf Renner schreibt:

    Die SA läßt grüßen!

    • Jan schreibt:

      Eben. Die SA als Schlägertruppe, die für die Bonzen die Drecksarbeit macht, um den Schein zu wahren. In Deutschland wäre das Ganze schlimmer ausgegangen.

  6. Heimo Geske schreibt:

    siehe auch Ruhrbarone „Alex Feuerherdt kommt nach Essen und die Plakate sind schon abgerissen“
    http://www.ruhrbarone.de/alex-feuerherdt-kommt-nach-essen-und-die-plakate-sind-schon-abgerissen/134704

  7. Sophist X schreibt:

    Kann man das Gesindel nicht der Einfachheit halber ‚Faschisten‘ nennen? Sie passen saugend in diese Schublade, also rein damit.

  8. Kanalratte schreibt:

    Man darf gerne daran erinnern, daß große Teile der Muslime nur in Europa sind weil das die linken Kräfte (haupts. 68er-Generaton) so wollten. Wenn man sich die klassischen Einwanderungsländer USA, Kanada, Australien, Neuseeland anschaut, deren politische Richtung eher der Konservativismus und die Auslese von Migranten ist, dann fällt schnell auf, daß in jenen Einwanderungsländern sicher auch derartige Probleme zu finden sind, aber längst nicht in dem Ausmaß wie in Westeuropa. Europas Restjuden werden früher oder später auswandern müssen.

  9. Markus Leuthel schreibt:

    Völlig irre…
    Diesen Brüll-Zombies ist offensichtlich nicht so richtig bewußt, was für ein Privileg es eigentlich ist, in einem demokratischen Staat wie UK studieren zu dürfen. Und was es überhaupt bedeutet, die über Jahrhunderte hinweg überall mit viel Leid erkaufte Redefreiheit genießen zu dürfen, die sie jetzt selbst derart aggressiv und rücksichtslos mißbrauchen. Daß dabei auch noch all diejenigen in den „palästinensichen“ Gebieten, die täglich unter dem Terror und der Willkür der Hamas leiden, damit zusätzlich in Gefahr gebracht werden, und zwar anhand der gerade v.a. durch ideologisch fehlgeleitete EUROPÄER stetig vorangetriebenen, ideologischen Zuspitzung des hauptsächlich durch die arabische Welt zu verantwortenden Nahost-Konfliktes, das verstehen sie ebenfalls nicht.

    Tja… was macht man als moderne, westliche Universität am Besten mit solchen Wackelkandidaten?
    Gleich exmatrikulieren? Oder doch nur ein Semester lang suspendieren?
    Sowas muß sich jedenfalls keine Hochschule gefallen lassen, geschweige denn der eingeladene Referent (nebst friedlichen Zuhörern), dem (denen) hier nun wirklich nicht das Geringste vorzuwerfen ist.

    nuff said.

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