Warum sollte ich israelische Siedlungen kritisieren?

In jeder israelischen Siedlung gilt das israelische Gesetz. Somit ist jede israelische Siedlung im Nahen Osten ein Ort, wo ich als homosexueller Mensch nicht verfolgt werde, jeder Religion angehören darf und frei meine Meinung sagen kann.

Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt einzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen.

Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter.

Warum soll ich daher ausgerechnet jene Siedlungen kritisieren, die mich leben lassen, wie ich möchte und nicht viel mehr all die Gebiete, die mich verfolgen, weil ich so bin, wie ich bin?

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13 Antworten zu Warum sollte ich israelische Siedlungen kritisieren?

  1. skl schreibt:

    Sexuelle Vorlieben, ha ha. Sehr witzig. Es geht hier um Menschenrechte. Diesen vermutlich unfreiwilligen Zynismus können sie sich wirklich sonstwohin stecken. Und das sag ich als nicht-jüdischer Atheist.

  2. Passant schreibt:

    Wenn schon solche „Beton“-Argumente wie Wohlbefinden der homosexuellen oder noch besser, dass ein Rechtsstaat ohne Weiteres auf dem Territorium eines Unrechtsstaates bauen darf, hier ernsthaft geäußert werden, möchte ich das werte Publikum an folgendes Interview erinnern:

    http://www.compass-infodienst.de/Elyakim-Haetzni-Deswegen-sind-wir-hier.14493.0.html

    Ich könnte euch auch zwei Youtube-Links „zumuten“ (um die feine GEZ-Sprache des Autors weiter zu verwenden).


    Eine wahrlich heldenhafte Leistung von Schneider ;-), wenn auch stark gekürzt und politisch korrekt verpackt. Man lernt zu schätzen, wenn man den Nachfolger kennengelernt hat. Schlimmer geht immer. Mit dem habe ich meinen Brechreiz noch nicht ganz unter Kontrolle…

  3. anti3anti schreibt:

    Der Grund für den weltweiten Antisemitismus ist das biblische Gebot, sich für Wahrheit, Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Die Juden verkörpern diesen Anspruch, auch wenn sie ihm nur unzulänglich nachkommen. Der Schutz, den Homosexuelle unter Juden genießen, ist ein Dorn im Auge der Judenhasser, wozu auch manche Homosexuelle zählen.
    Die Folge des Judenhasses ist die Verfolgung von Homosexuellen in Deutschland.

  4. Heimchen am Herd schreibt:

    Wenn ich Israeli wäre, würde ich mir jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten
    Israels durch das Ausland verbitten! DAS geht niemanden etwas an! Punkt!

    Man sollte Israel nicht wie ein unmündiges Kind behandeln, das könnte fatale Folgen
    für uns alle haben! Israel ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für eine funktionierende
    Demokratie. Ein Vorbild in Forschung und Technik! Ein Vorbild für das Zusammenleben
    verschiedener Kulturen. Wo gibt es das sonst noch im Nahen Osten?

    Also, ihr Kritiker, bevor ihr Israel kritisiert, kehrt lieber einmal vor eurer eigenen Tür,
    dann habt ihr genug zu tun!

  5. Pingback: Warum sollte ich israelische Siedlungen kritisieren? — Tapfer im Nirgendwo | psychosputnik

  6. skl schreibt:

    Was mich so ankotzt ist, dass genau dieses Argument nie in den Medien angeführt wird. Neulich in der Tagesschau hat man einen israelischen Religioten sprechen lassen, der mit dem alten Testament argumentierte. Das ist natürlich ein Bullshit-Argument. Die Tatsache, dass Israel der einzige Rechtsstaat in der Region ist, ist der eigentliche Grund, der für den Siedlungsbaus spricht. Jeder Quadratmeter, der Palästina nicht gehört, ist ein freier Quadratmeter. Dieses Argument ist allerdings schwer zu kritisieren, deshalb lässt man nur die Leute in den Medien zu Wort kommen, die völlig durchgeknallt sind und die falschen Gründe anführen. Somit verhindert man, dass Menschen eine informierte Entscheidung treffen können. Dann sind auf beiden Seiten plötzlich Spinner und beide sind am Konflikt irgendwie schuld. Wie bequem.

    • bevanite schreibt:

      Nach dieser Logik müssten Sie auch isländische Siedlungen in Russland befürworten: ein sehr fortschrittliches Land bezüglich Geschlechterpolitik expandiert in Gegenden, in denen es Homosexuellen derzeit sehr schwer gemacht wird. Historisch ließe sich das bestimmt auch irgendwie begründen, die Wikinger sind ja in ihren Glanzzeiten durchaus in der Welt rumgekommen. Würden Sie eine isländische Siedlungspolitik in Russland begrüßen?

  7. A.mOr schreibt:

    Warum soll ich daher ausgerechnet jene Siedlungen kritisieren, die mich leben lassen, wie ich möchte und nicht viel mehr all die Gebiete, die mich verfolgen, weil ich so bin, wie ich bin?

    Weil die UN das will!

    „Es heißt also Gerd gegen den Rest der Welt!“
    Würde es Dir gerne als Titel für ein Theaterstück oder Film überlassen, man wünschte ja, es wäre nur ein Film, aber es ist wohl zu platt, zu witzlos, zuviel mief: UN.

  8. Hessenhenker schreibt:

    Und der deutsche Außenminister Steinmeier findet das gut!
    Steinmeier verrät die freie Welt.

Seid gut zueinander!

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