Das Karma des Abendlandes

Sein oder Sein haben? Hamlets Zweifel ist heute noch so aktuell wie in der Steinzeit. Mach‘ es Dir nur bequem in Deinem 2×3 Käfig, Du Intellektueller im Café, Du Internetexperte und Ehrenmitglied bei den anonymen Selfie-Süchtigen. Klugheit ist nicht mehr in Mode, sondern einfache Antworten, ein sinnloses Dilemma!

Du suchst ein Tripple A Happy End, darauf hoffst Du, aber was immer geschehen muss, wird geschehen. Alles fließt. Panta rhei und ‚Singing in the rain‘.

Nirvana Unterricht! Buddha steht in der Warteschlange; Erholungszeit für alle, einen Augenblick der Herrlichkeit. Die Menge schreit ein Mantra. Die Evolution stolpert. Der nackte Affe tanzt das Karma des Abendlandes!

Tropfen von Chanel ergießen sich über aseptische Körper. Rette Dich nur vor dem Geruch Deiner eigenen Art, Du Besserwisser im Internet. Es ist das Kokain der Völker, das Opiat der Armen.

Du willst eine Triple A virtuelle Menschlichkeit mit Sex-Appeal, aber was immer geschehen muss, wird geschehen. Alles fließt. Wenn das Leben abgelenkt ist, fallen die Menschen, das Karma des Abendlandes. Aber der Affe kommt wieder auf die Beine. Namaste, geh!

***

Dieser großartige Text ist lediglich eine Übersetzung von mir. Das Original ist italienisch und kommt von Francesco Gabanni. Mit diesem Text wird er beim Eurovision Song Contest 2017 antreten.

Im Jahr 2015 sagte Tapfer im Nirgendwo mit als erster Blog den Sieg Schwedens voraus und im Jahr 2016 legte ich mich früh auf die Ukraine fest. Auch in diesem Jahr darf mir vertraut werden. Italien wird beim Eurovision Song Contest 2017 gewinnen!

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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