An alle Kulturrelativisten

Dies ist für alle, die behaupten, man könne nicht sagen, die eine Gesellschaftsform sei besser als die andere.

Doch!

Nehmen wir nur mal Deutschland als Beispiel. Von 1871 bis heute hat Deutschland einige Gesellschaftsformen ausprobiert. Deutschland war ein Kaiserreich, eine Weimarer Republik, eine nationalsozialistische Diktatur, eine sozialistische Diktatur und eine Bundesrepublik. Ich finde schon, dass es da eine Gesellschaftsform gibt, die besser ist als alle anderen. Es ist übrigens die, in der ich gerade lebe!

Es gibt somit Länder, die bessere Gesellschaftsformen haben als andere. Das heutige Deutschland zum Beispiel ist besser als das vor 80 Jahren!

Diese kulturelle Überheblichkeit gönne ich mir nicht nur, sie ist sogar unabdingbar wichtig, um dafür zu sorgen, dass ich von meiner Seite aus alles dafür tun kann, dass Deutschland nicht wieder in die deutlich schlechteren Alternativen abrutscht!

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83 Antworten zu An alle Kulturrelativisten

  1. Pingback: Das habe ich gern gelesen: Das Wort zum Sonntag – Im Erziehungswunderland.

  2. Michael Græbner schreibt:

    Leider war das momentane System ein Spiel auf Zeit. Es ist so konstruiert dass die Mittel von unten nach oben fließen aber nur in verhältnismäßig sehr viel schwächerem Maße von oben nach unten. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird sich weiter vergrößern. Der gesellschaftliche Druck auf Arme weiter steigen.

    Das ging 60, 70 Jahre lang gut – bröckelt aber nun an allen Ecken und Enden.

    Was wir noch nicht ausprobiert haben ist eine links-liberale Gesellschaftsform. Also den Besitzenden Solidarität aufzwingen (Eigentum verpflichtet!), Grundversorgungen kommunisieren – Wasser, Wärme, Wohnraum, Gesundheitswesen, Rente.
    Aber den größten Teil der Gesellschaft in Ruhe lassen und jedem einzelnen größtmögliche Freiheiten gewähren. Eine „reverse-FDP“ (deren Freiheitsbegriff sich dann nicht mehr nur auf VERmieter bezieht) – mit einer „antiautoritären LINKEn“ (die ist wohl wahrscheinlicher). Dazu müsste allerdings eine Bundesregierung ihren Pakt mit der Wirtschafts und Finanzlobby aufkündigen. Aber bevor das passiert… machen wir lieber mit dem maroden altbewährten weiter. Oder schlimmer: Sehnen uns zurrück zur autoritären Rechten – das größte Übel aller Systeme.

  3. mühlstein schreibt:

    Kaiserreich, Diktatur und Republik sind Staatsformen, keine Gesellschaftsformen. Gesellschaftsformen kennzeichnen verschiedene wirtschaftliche Unternehmen, wie GmbH, AG, KG.

    • Dante schreibt:

      Das ist hier mit „Gesellschaftsform“ nicht gemeint. Zugegebenermaßen ist „Gesellschaft“ ein Teekesselchen.

  4. Ralf Weber schreibt:

    Dem stiie ich zu und es ist eine Pflicht, es zu bewahren

  5. HM schreibt:

    Zitat GB
    „Diese kulturelle Überheblichkeit gönne ich mir nicht nur, sie ist sogar unabdingbar wichtig, um dafür zu sorgen, dass ich von meiner Seite aus alles dafür tun kann, dass Deutschland nicht wieder in die deutlich schlechteren Alternativen abrutscht!“

    Sehen Sie lieber Buurmann, diesen Satz gönnten sich schon der Nationalsozialist von 1939,
    Leonid Breschnew, Margot Honnecker, Juan Peron, Pieter Willem Botha,,
    die aktuelle Hamas oder AKP Anhänger, etc.
    Sobald Sie derart aus der persönlichen Vorliebe argumentieren ist jede Art der Staatsführung akzeptabel.
    .

    • Clas Lehmann schreibt:

      Nein. akzeptabel ist sie dadurch nicht.

      Eher zeigt der Umstand, dass alle möglichen radikalen Antidemokraten ihrs besser finden, dass es dringend erforderlich sei, dass Demokraten die nicht alle als irgendwie gleichwertig, weil nur kulturell verschieden und… einordnen, sondern eben Freiheit und Demokratie ihrerseits besser finden…

    • Philipp schreibt:

      Nur lässt sich eben sehr wohl objektiv feststellen, dass die Gesellschaftsform der BRD besser ist als die absolut geistesgestörte der Nazis.

      • HM schreibt:

        Die Sach mit dem „objektiv“ ist eben so eine Sache. Ihren Schluss ziehen Sie mit Ihrem heutigen Wissen in der Rückschau auf Vergangens und mit der Sozialisation die Sie nun mal haben.
        Wenn es dieses „objektiv “ denn gäbe, ist es schwer zu erklären, dass heute noch Stalinplakate durch russisch Städte getragen werden, sowohl von Menschen die Ihn noch erlebten als auch solchen, die einer vermeintlich großartigen Vergangenheit nachtrauern

        • Aristobulus schreibt:

          Dann sollten Sie wohl bald nach Aleppo umziehen. Das hülfe gegen den Drang zum G’schwurbl.

          • HM schreibt:

            Ach Pinscherchen, wie schön Sie hüpfen können.Ein braver sind Sie.

          • Aristobulus schreibt:

            Fein deprimierend, wie bereitwillig hilflos Sie in die Falle gehen.

          • HM schreibt:

            …oh ja, Sie sind ein ganz ein großer Fallensteller und ein phantastischer Lateiner, der viele Preise bekommen hat.
            Erzählen Sie doch noch mal davon….hüpf, hüpf, Pinscherle hüpf, hüpf….

          • Aristobulus schreibt:

            fressam suam haltare non nolle, o Dementore.

          • HM schreibt:

            oiwawoi, das können Sie auch nicht !?…jetzt sind Sie auch noch eine Enttäuschung für mich..und leider..ja leider passiert Ihnen das ja nun auch häufiger mit Menschen die Ihnen was bedeuten…..Sie arme Wurst…

          • Aristobulus schreibt:

            … hahaa, weswegen Ihnen Hirnakrobaten selbstverständlich niemand was bedeutet. Was Sie immerfort ausschließlich ausdrücken. Tja, gegen solche Besessenheit hilft wohl nur Schokolade satt bis zur Pleite.

          • luminescent schreibt:

            Nun, seit dem Trauma, dass dessen eigengeschriebener Artikel als „Schriftsteller“ bei wikipedia gelöscht wurde, geht es nur noch bergab. Sich davor einen Namen aus The Sun Also Rises zu geben, machte es auch nicht besser. Über dessen nie stattgefundene brit milah will ich hier nicht reden, aber chabad nahm schon immer jeden Goy. Was für eine arme Kreatur ist das, die man nicht sein sollte.

            😉

          • Aristobulus schreibt:

            Dämliche Lügen zu verbreiten hilft Ihnen auch nicht zum unverdienten Ruhme.
            Aber wer so wenig Hirn hat –

          • aurorula a. schreibt:

            wer so wenig Hirn hat –
            Wer sowenig Hirn hätte, könnte wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit vom Haken der Trollerei gelassen werden; wer das Hirn hat, und bewusst nutzt um den Anschein zu erwecken er habe es nicht, freilich nicht wegen Gefühllosigkeit.

          • Aristobulus schreibt:

            … och ja, G’fühl hat der schon. Nur halt oft so ein brennendes. Kommt von den vielen Drogereyen.

          • aurorula a. schreibt:

            Endorphine sind das, die letzteren.
            Alles hausgemacht, das kommt davon, wenn es Spaß macht auf andere einzudreschen, die nix getan haben.

          • Aristobulus schreibt:

            … wer charakterlich ganz leer und wertlos ist, der macht sowas gern.
            Dazu wegen des Kicks der Lüge!, nicht?, denn so richtig loszulügen gibt einem wohl diesen brizzeligen Kigggg im Zwerchfell, und plötzlich ist man wer.
            Kenn ich noch aus Kindertagen, diese Illusion.

            Mancher hat aber selbst als Unkind viel später gar keine andere Möglichkeit.

        • Dante schreibt:

          Die basteln sich halt ihren eigenen Stalin, der den Vorzug hat, nicht mehr unter uns zu weilen und dem man daher nachtrauern kann, ohne ihn fürchten zu müssen.
          Außerdem ist allein die Tatsache, dass Viele etwas tun, kein Beweis dafür, dass es nicht trotzdem „objektiv“ falsch ist. Die Bezeichnung „Homo Sapiens“ ist es ebenfalls, wie der Umgang der Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt eindrucksvoll unter Beweis stellt.
          Objektiv richtig ist hingegen ausgerechnet Stalins Aussage, dass da, wo kein Mensch sei, auch kein Problem sei. Ein besonders gewichtiges löste er gestern vor 64 Jahren…

    • Aristobulus schreibt:

      Der HM ist ein wertloser Relativist, der all das (inhaltlich und jeden (personell) runterziehen, demütigen und kleinmachen möchte, der/das nicht ebenso destruktiv und charaktermies ist wie er selbst.
      Der ist sich nichtmal selber peinlich 😉
      Was für ein armes G’schweintes.

      • aurorula a. schreibt:

        leider-nicht-mehr-sichtbarer-Like

      • Phosphoenolpyruvat schreibt:

        soviel selbstreflexion hätte ich ihnen gar nicht zugetraut, aristobulus!
        ach, und aurorula wie immer ihrem meister folgend, gleich einer läufigen hündin

        • Aristobulus schreibt:

          Was sind Sie bloß für ein ehrloses, mieses Arschloch.
          So entleert, so furchtbar schwach, und so sinnlos.

        • Aristobulus schreibt:

          Gäähn

          … da kommen Zwecks Vervollständigung noch zwei Adjektive hinzu:
          Verlogen (sowas von zutiefst verlogen, jedes Wort, das der Typ mit allen wechselnden Pseudonymen daherschreibt, ist ne Lüge über eine Lüge. So extremverlogen wie der muss man auch erstmal werden, wie wird man so?), und, wie war das andere Adjektiv?, da liegt jetzt mein Nachtmahl dazwischen, das war wichtiger. Denn das hier ist unwichtig.

          Da war doch noch ein Adjektiv. Schwach?, steht aber schon da. Also schwach. Der Typ ist schrecklich schwach, ja geradezu lethalisiertermaßen. Kann nicht denken, kann nicht argumentieren, ist besessen von seinem Geltungsdrang, aber warum sollte er wem etwas gelten?, er leistet ja nichts, er setzt sich für nichts ein, und er ist schrecklich ungebildet. Keiner fragt ihn je nach seiner Meinung. Keiner möchte was von ihm lernen. Keiner kann ihn brauchen.

          Noch was: Der hat keinen und nichts, der hilft niemandem, der kümmert sich um keinen, weder um einen Menschen, noch um ein Anliegen.
          Der bringt auch nichts hervor, weder Kinder noch Werke. Nichts. Der ist ebenso unfruchtbar wie die Rückseite des Mondes. Nur viel kleiner isser als die.

          • aurorula a. schreibt:

            @ Phosphoenolbrenztraubensäure mit H-Spaltereien:
            Woher wollen Sie denn nachvollziehen, daß
            – „sie“ das korrekte Pronomen ist?
            – ich überhaupt eine eigene Person bin?
            – oder, falls ja, nicht Ihre Mutter, Ihr Nachbar oder jemand von den ehemaligen Kollegen, der/die Sie „schön“ grüßen will?
            – das, was Sie schreiben nicht einfach so ein Müll ist, daß schlicht jeder das schreiben könnte, was ich hier schreibe, und ich einfach nur schneller war als alle anderen, die dasselbe denken?

    • Dante schreibt:

      „Die Welt wird nicht von denen bedroht, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen,“ soll Albert Einstein gesagt haben.
      Der Nazi wird erst durch diejenigen Demokraten wirklich gefährlich, die seine Ideologie für irgendwie gleichwertig halten.

  6. Brathering schreibt:

    Wer die Freiheit des Individuums in den Mittelpunkt stellt, sie als Gradmesser für Gesellschaftsformen benutzt, kommt nicht umhin, festzustellen, das es bessere und schlechtere Gesellschaftsformen gibt.

    Wer argumentiert, das alle Gesellschaften und Kulturen gleichwertig und frei nach ihren Maßstäben und Werten, die Freiheit des Einzelnen festlegen darf, sollte sich einfach mal die Frage stellen, ob er die Gesellschaftsform Saudi-Arabiens als Frau, die Gesellschaftsform der Hamas als Jude, die Gesellschaftsform Chinas oder Nordkorea als überzeugter Demokrat, die Gesellschaftsform des Irans als Homosexueller, die Gesellschaftsform der DDR als Globetrotter, oder die Gesellschaftsform des IS als Ungläubiger genießen möchte.

    • Aristobulus schreibt:

      Haargenau, Brathering. Aber ganz haargenauest.

      • aurorula a. schreibt:

        … oder in kleinerem Maßstab die gängigen Utopien als bekennender Trump-Wähler / Atomkraftbefürworter / Klimaskeptiker / Sahnetortenliebhaber. Die werden dann ganz schnell zu Dystopien!

        • Aristobulus schreibt:

          … ach ja, auch darin lässt sich Bratherings Formel fein anweden: Wie geht es einem bekennenden Trumpwähler unter keifenden LinksmarschiererInnen mit rosa MützInnen?, und wie kommt ein Atomkraftbefürworter durch den Cordon aus autonomen Diffusgrünen mit Kopftuchwindelkappen?, und wie kann sich ein Klimaskeptiker vor einem gläubigen Kimawandler retten, der die Wahrheit weil nicht die Skepsis gepachtet hat?, und was macht der Sahnetortenliebhaber, der sich einer Rotte von magersüchtig aufgeheizten Veganern gegenüber sieht, die Gesundheitsbücher in den Krallen schwingen-?

          • Clas Lehmann schreibt:

            Hmmh, zum Trumpwähler sah ich einen Videoschnipsel, wo der auf einer Wahlkampfveranstaltung mit Obama ausgebuht wurde.

            Obama verschaffte sich Gehör und forderte Respekt für den, da er Veteran war, weiter weil er nicht störe, sondern seinen Kandidaten supporte und drittens: „… don’t booh, vote!“

            Nicht übel fand ich den da…

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            Ja, so wie übrigens Sarrazin vor ein paar Tagen. Sarrazin hat harsch deutlich gemacht, dass Deniz Yücel freigelassen werden muss. Er tritt eben nicht nach, weil Yücel ihn einst als zuckendes Wrack usf. diffamiert hatte.

          • aurorula a. schreibt:

            …und was macht der Sahnetortenliebhaber…
            Laufen.

            Das, was alle tun müssen die tatsächlich in der Minderheit sind, statt als „Angehrige-einer-Minderheit“ gehypt zu werden. Auf irgendwen der sich vor sie stellt können sie sich nur selten verlassen. Ob im übertragenen Sinne (Meinungsfreiheit) oder ganz real (Schutz).

          • Aristobulus schreibt:

            … und die Sahnetorte muss man im Wegrennen ganz, ganz gut festhalten 😀 , den die ist definitiv ’ne schützenswerte Minderheit mit entsetzlich weichem Herzen.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Und als Atomkraftbefürworter sollte man ein Konzept für den Umgang mit dem kernigen Müll haben, das zur Geschichte der Menschheit kompatibel wäre… Wer kann heute schon sicher sagen, was das leidende Herz eines, sagen wir: Ministers unter Umständen nur trösten könnte, als Maßnahme gegen welche, die ihm mißliebig sind, wenn er da Zugriff hätte? Umd wer möchte für, sagen wir, 100 000 Jahre die Gewähr für mögliche Minister übernehmen, wo es doch in jeder mir ruchbar gewordenen Gegenwart deren nicht nur einzelne gab, denen ich schon mit einem Kartoffelschälmesser in ihren Händen nicht den Rücken zuwenden würde?

          • Aristobulus schreibt:

            … darüber gab’s mal eine Karikatur, ein dicker Minister saß da, ein paar Petitionisten kamen. „Öh, Herr Minister-?“ – „Jaaa bidde?“ – „Wir möchten lieber doch kein Atomkraftwerk.“ – „Och-! Buhuuu…“ – „Tut uns ja Leid, aber wär besser so.“ – „…schnüff…“

          • aurorula a. schreibt:

            “Tut uns ja Leid, aber wär besser so.” – “…schnüff…” LOL! 🙂

            @ Clas: es ging mir nicht drum, ob jemand selbst Sahnetorten mag (tue ich, und ich stehe dazu 😛 ) – sondern:
            Wer Trump gewählt hat und dazu steht, könnte in Teilen Amerikas krankenhausreif zusammengeschlagen werden; ein Auto mit einem „Atomkraft? Ja, bitte!“-Aufkleber parkt draußen wahrscheinlich keine ganze Nacht irgendwo, egal wo, bevor es abgefackelt wird; es gibt Leute die die Hinrichtung von Klimaskeptikern fordern, nur weil sie „Klimaleugner“ sind; und wer nach gängigen Schönheitsidealen „zu dick“ aussieht, bekommt wenigstens zwischen allen Zeilen den Wunsch nach sozialverträglichem Frühableben insinuiert, um der Krankenkasse (Den MENSCHEN (TM) ) nicht weiter absichtlich finanziell zur Last zu fallen.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Ich mag Sahnetorten auch, und krallenschwingende VeganerInnen nicht; mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass es auch die Möglichkeit gibt, adystop auf andere Meinungen zu reagieren, Hauptströmungen nicht als Dogmata zu begreifen und Religion herkömmlich auszuüben…

            Wer fordert denn die Hinrichtung von Klimaleugnern? So Leute sollte man ja sicherheitshalber kennen, womöglich bestimmen die dann auch, wer Leugner und was Klima sei?

          • aurorula a. schreibt:

            Wer fordert denn die Hinrichtung von Klimaleugnern?
            Der hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Parncutt
            Und er gilt deshalb nicht allgemein als durchgeknallter Spinner; was auch einiges aussagt.

          • Aristobulus schreibt:

            … ja, das tun solche immer, so bestimmte Anticharaktertypen, die Ankläger, Richter und Henker in Einem, die nie irgendwo am die Macht gelangen dürfen, und sei’s in einem Büro irgendwo oder in einem Bäckerladen, weil sie da gleich mit ihren Hinrichtungen anfangen.

            P.S.
            Da gab es übrigens einen Professor in Wien, Clas, der ‚Klimaleugner‘ gern tot sähe. Es gibt auch Andere, zahlreiche, die ‚Klimaleugnung‘ gern als Straftatbestand sähen.
            Es wird ja schon so gehandhabt: Die modischsten Verfluchungen zur Zeit lauten Rassist, Sexist, Menschenverächter, Klimaleugner.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Im Grunde ist so einer ja auch zu gefährlich, um ihn einfach als Spinner abzutun… Aber schön, die Tiefe der Sehnsucht gut zu sein, übersteigert in einen siencefictionalen Allmachtsprachtsdackelwunsch nach totalster Zernichtung derer, die nicht Glauben…

            Ich kannte den nicht.

  7. Eitan Einoch schreibt:

    Wenn alle Kulturen gleichwertig und alle Sitten und Werte nur relativ sind, dann war auch Auschwitz kein Verbrechen!

    • caruso schreibt:

      Gerd hat recht! Und wie!!! –
      @Eitan Enoch – „… war auch Auschwitz kein Verbrechen!“ Als ich diese
      Schlußfolgerung las ist mir fast das Herz stehen geblieben – nimm bitte das
      wörtlich -, wegen ihrer Wahrheit.
      lg
      caruso

      • Aristobulus schreibt:

        Da versteht einer nichts und wieder nichts. Nicht, wer was wie gemeint hatte, und auch nicht, wer was wie verstanden haben könnte.
        Aber er will ausgerechnet der Caruso Lehren erteilen, die in der Minute hundertmal so viel begreift wie der in hundert Stunden 😀

        • Aristobulus schreibt:

          Was sind Sie nur für ein langweiliger Sack.
          Gääähn

        • Aristobulus schreibt:

          Es geht um Eitan Einochs Satz:
          „Wenn alle Kulturen gleichwertig und alle Sitten und Werte nur relativ sind, dann war auch Auschwitz kein Verbrechen!“

          Der Satz trifft den Nagel mitten auf den Kopf, er ist so konsequent wie nur was, denn er bringt den Kulturrelativismus bis nach Auschwitz, er entlarvt ihn durch die Verknüpfung der beiden Begriffe „Auschwitz“ und „alle Sitten und Werte nur relativ“ bis auf den Grund. Denn da gehört er hin.
          Man muss kein einziges Wort weiter hernehmen, um die Sache so extrem auf den Punkt zu zwingen, wie Eitans Satz das tut.

          Kommt allerdings ein gewisser Lanzelott daher und will Eitan Einoch glatt den Mund verbieten. Warum: Weil es ihm völlig egal ist, was Auschwitz war, ebenso egal, wie ihm der Kulturrelativismus ist.
          Er merkt es aber nicht.
          Er ist viel zu beschränkt dazu.

          Wie ist der? Er ist genauso gestrickt wie einer, nennen wir ihn Bertel Schmidt, der 1933 in die SA eintrat. Nicht weil Bertel Schmidt bös gewesen wäre, er war nicht bös. Er fand nur, dass es da was zu essen gebe, und dass ja irgendwie jeder in die SA eintrete, und dass da was los sei, und dass das ja nicht ganz schlecht sein könne.

          Ebenso verhielt sich Bertel Schmidt später bei den Plünderungen jüdischer Geschäfte und Wohnungen: Er wollte sich nicht bereichern, er war ja nicht bös. Er hatte aber auch kein Herz. Also raffte er sich soviel zusammen, wie er nur kriegen konnte, denn das gehörte ja keinem mehr, und was man so über die früheren Besitzer munkelte, klang auch nicht gut; und besser, dass er, Bertel Schmidt, das jetzt bekam, als der Metzger Atze Schwattner, denn der war immer so gemein.

          So bewirkt Bertel Schmidts reine Dummheit das rein Böse… DENN es ist ja kein Herz mit dabei.
          Der Lazelott da oben hat jedenfalls keins.
          Sonst besäße er nicht die widerliche, abstoßende Frechheit, die Caruso, die damals selbst fast in Auschwitz gelandet wäre!, darüber zu beschwätzen, was sie von Eitan Einochs Satz halten soll.

          Sie hatte den Satz sofort verstanden.

          Der Lazelot jedoch, der nichts versteht, quatscht sie wegen Auschwitz von der Seite an. Und er kräht mir den Primitivsatz hin, „Halt die Fresse, Hesse.“
          Thema Auschwitz, und der Jud‘ soll die Fresse halten.

          Der Satz erklang übrigend real in Auschwitz. Bertel Schmidt, jetzt KZ-Aufseher, hat einen Jud‘ da so angekräht. Er wusste es nicht besser. Er war zu dumm, um es zu begreifen, und wer so dumm ist, der tut nun mal Satansmenschen Werk. Zumal, wenn er kein Herz hat.

    • Clas Lehmann schreibt:

      Nur dass man leider befürchten muss, es würden nicht wenige das anerkennen, indem sie dann also das Verbrechen auch da nicht mehr sehen…

      • Aristobulus schreibt:

        Ja. Etwa der HM von weiter oben würde Auschwitz glattweg mit ‚Islamophobie‘ aufwiegen, wenn man ihn lässt.

        • aurorula a. schreibt:

          Das mach‘ eine bestimmte Art von Degressiven ganz leicht, das aufwiegende.
          Diejenigen, die meinen jemanden widerlegt zu haben wenn sie ihn nur als das „Böse An Sich (R) “ darstellen können; und letzteres geht nunmal heutzutage via Stern, der Deinen Namen trägt (c. Buurmann).
          Zu leicht.
          Ohne Worte.

        • aurorula a. schreibt:

          (fehlt ein N bei machen, bitte ergänzen. Eige’tlich kein T)

    • Frase0815 schreibt:

      Erinnert mich an eine Diskussion mit einem – ja, tatsächlich – Freund von mir, stramm links, früher Mitglied der DKP, Abonnent der „rote blätter“, you name it. Es ging um die Nichteinmischung in die Angelegenheit fremder Staaten und wann eine Einmischung doch berechtigt sein könnte. Wir kamen dann ziemlich schnell auf WWII und die Alliierten, deren Einstieg in den Krieg er mit der Begründung „sie sind ja auch angegriffen worden“ rechtfertigte. Auf meine Frage, ob nicht eingegriffen hätte werden sollen, wenn beispielsweise zwar Auschwitz bekannt gewesen wäre, aber eben kein Angriff von deutscher Seite auf fremde Staaten erfolgt wäre, antwortete er wohl was?

      • Aristobulus schreibt:

        … hmmm, dass Auschwitz wegen der einsitzenden Kommunisten (davon war in der DDR gern und gerner die Rede, dass da die Kommunisten einsaßen) immerhin ein Angriff auf die glorreiche Sowjetunion gewesen sei, weswegen Auschwitz dann auch die Allierten angegriffen usf.?
        So hätt‘ er sich rausreden können, um nicht plötzlich ganz doof dazustehen 🙂

        • Aristobulus schreibt:

          Hmmm, Frase, etwa jener HM da oben, der sich so notorisch in ubiquitärem Leerprotz ergeht, sähe diese Sache etwa so (Kommafehler und schlechte Grammatik beibehalten, vom Rest nur paar Substantive & Verben ausgetauscht):
          „Die Sach mit dem „Auschwitz“ ist eben so eine Sache. Ihren Schluss ziehen Sie mit Ihrem heutigen Wissen in der Rückschau auf Vergangens und mit der Sozialisation die Sie nun mal haben.
          Wenn es dieses „Auschwitz “ denn gäbe, ist es schwer zu erklären, dass heute noch Auschwitzplakate in polnisch Städte gestellt werden, sowohl von Menschen die Ihn (den Auschwitz) noch erlebten als auch solchen, die einer vermeintlich großartigen Vergangenheit nachtrauern“

          So kann man das auch sehen.
          Aber nur unter schlimmben Drogen.

          • Frase0815 schreibt:

            Aber es gibt doch diese „nie wieder Auschwitz“-Sirene? Die fängt zwar nur äußerst selektiv an zu heulen, dafür dann aber umso schriller. Blöd halt, wenn man erst hinterher sagen kann, ob das nun eine richtige, eine halbe, oder 3/8 Auschwitzerei war, vor der man so nonchalant die Augen verschlossen hat. Werden die HMs dieser Welt sich schon zurechtbiegen.

      • aurorula a. schreibt:

        Auf meine Frage, ob nicht eingegriffen hätte werden sollen, wenn beispielsweise zwar Auschwitz bekannt gewesen wäre, aber eben kein Angriff von deutscher Seite auf fremde Staaten erfolgt wäre, antwortete er wohl was?
        Vielleicht Science Fiction á là prime directive et cetera?

        • Frase0815 schreibt:

          Korrektestens. Allerdings weniger Star-Trekisierend, mehr so ideologisch begründet. Kann man schon das Frösteln bekommen.

          • aurorula a. schreibt:

            Das frösteln bekomme ich bei den Trekkies auch, wenn die groß klingende Worte um unterlassene Hilfeleistung machen und dafür als bessere Menschen gelobt werden wollen.

      • Dante schreibt:

        Konzentrationslager, nicht Auschwitz. Dessen Errichtung erforderte einen Angriff auf einen fremden Staat, nämlich Polen.

        • Frase0815 schreibt:

          Ja Dante, selbstverständlich. Der Begriff Auschwitz im obigen Text ist als Synonym zu verstehen.
          Ich hätte auch stattdessen industriell durchgeführter Massenmord an hauptsächlich, aber nicht nur, Juden schreiben können.

          • Aristobulus schreibt:

            … wobei, Konzentrationslager?, zu Zeiten war die halbe Sowjetunion ein Konzentrationslager, und niemand hat angegriffen. Oder Nordkorea, das zur Gänze eins ist, wird auch nicht angegriffen.
            Es gibt freilich Genzen. Etwa das Massaker von Srebrenica war diese Grenze, nicht?, und Präsident Clinton hat sich entschieden, anzugreifen. Warum: Serbien war vergleichsweise schwach.

            Woanders ist die Srebrenica-Grenze jedoch hundertfach überschritten (in Saudi-Arabien werden Schiiten massakriert, im Jemen und Nigeria und im Sudan herrscht mohemmedanischer Staatsterror, im Iran herrscht der planmäßigste Mohammedaner-Staaterror-ever (seit 1979!), und keiner greift an.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            … pardon, Folgendes glatt vergessen: Den Staatstrrorismus der Erdogan-Türkei. Journailisten befinden sich dort in einer Konzentrationslagersituation (nicht die Kategorie Auschwitz, aber die Kategorie DACHAU!), und Kurden werden massakriert.
            Hingegebn der dicke, verdorbene Sigmar Gabriel beschwor gestern die „besondere Freundschaft zur Türkei“, während Erdogan auch rhetorisch alle Grenzen überschreitet.

            P.P.S.
            Sigmar Gabriel wäre 1942 in Frankreich ein phantastischer Kollaborateur geworden, immer mim‘ Bauch vorneweg, wenn’s um vorauseilenden Gehorsam ging. Nach der Befreiung hätt er als Allererster alles abgestitten und vertuscht, wär heim ins Adenauerreich gegangen und wär prompt wieder Minister geworden.

      • Dante schreibt:

        Wie kann man eigentlich stramm links und gleichzeitig für das Prinzip der Nichteinmischung sein? Entweder widerspricht sich das, oder es ist das vermeintliche Prinzip nur ein vorgeschobenes.

        • Frase0815 schreibt:

          Ich bin ja nun kein Glaubensanhänger dieser politischen Religion und kann deshalb mangels Wissens, ob hier nur eine Einzelmeinung artikuliert wurde oder nicht, wenig dazu sagen ob die stramm Linken i.A. das Thema so sehen. Bei ihm ging die Argumentation in etwa so: Es ist das kleinere Übel – ganz grundsätzlich. Einmischung birgt die Gefahr des Imperialismus. Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen, der Impuls die herrschenden Zwänge abzustreifen muss von innen gewachsen sein.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Da werden ja die Opfer sehr erleichtert sein, zu wissen, dass die Gefahr des Imperialismus vermieden wurde…

            Es ginge ja auch gar nicht darum, die Unterdrücker zu irgendeinem Glück zu zwingen, es ginge um Hilfe für die Unterdrückten und von Ausmordung Bedrohten.

          • Aristobulus schreibt:

            … ja aber das is‘ doch voll imperialistisch, wenn man denen hilft. Weil, das sind doch Juu- nein Zionisten, also selber Imperialisten, und vorher hamse in Hochfinanz und Zinsknechtschaft und in raffendem Kapital gemacht und all sone Sachen, und wennde da eingreifst, denn das sind wahrscheinlich auch irgendwie Menschen, ne?, dann läufste Gefahr, alles so zu machen wie die US-Imperialisten in der Schweinebucht un‘ so. Also Finger wech von die Menkenkes, Genossen.
            [sarc/off]

          • aurorula a. schreibt:

            Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen, der Impuls die herrschenden Zwänge abzustreifen muss von innen gewachsen sein.
            Sag ich ja: unterlassene Hilfeleistung als kulturelle Errungenschaft und ethischer Fortschritt hochstilisiert.

        • aurorula a. schreibt:

          Entweder widerspricht sich das, oder es ist das vermeintliche Prinzip nur ein vorgeschobenes.
          Wieso „oder“? Sollte das nicht vielmehr sinnvollerweise „und“ heißen?

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