Jeder nur einen Holocaust!

In einem Kommentar von Christoph Schult im Spiegel steht:

„Die Naziverbrechen der Deutschen gebieten es Deutschland, Israels Existenz zu sichern, wo immer sie gefährdet ist.“

Was will mir dieser Satz sagen? Deutschland muss sich für die Sicherung des Staates Israel einsetzen, weil die Nazis einst versucht haben, das jüdische Volk zu vernichten? Wie klingt das denn? „Völkermord, geht gar nicht. Wir haben es versucht und was soll ich sagen? Doof!“ Was, wenn es den Holocaust nicht gegeben hätte? Dürfte Deutschland dann zuschauen, wie einige Länder des Nahen Ostens erklären und aktiv versuchen, Israel zu vernichten?

Israel hat Nachbarn, die erklären offen, alle Juden vernichten zu wollen. Die Gründungscharta der in Gaza herrschenden Hamas zum Beispiel ruft in Artikel 7 zur Vernichtung aller Juden weltweit auf. In den letzten Jahren hat diese Hamas über 7500 Raketen auf Israel abgefeuert. Der vom Freund des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel zum „geistigen Führer der palästinensischen Autonomie“ erklärte Mufti Muhammad Hussein sprach einst diese Worte in eine jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Gegen all das soll sich Deutschland nur stellen, weil deutsche Nazis einst den Holocaust verbrochen haben? Soll das etwa heißen, wenn es den Holocaust durch Deutschland nicht gegeben hätte, dann hätte Deutschland noch seinen Holocaust frei? Ohne Holocaust dürfte Deutschland gegen die Existenz Israels wirken? Ganz nach dem Motto: Jeder nur einen Holocaust! Wenn das so ist, dann haben die Deutschen ihren Holocaust bereits aufgebraucht, aber die Araber haben ihren Holocaust noch gut.

Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Muhammad Amin al-Husseini und der Führer von Nazideutschland, Adolf Hitler in Berlin. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei. Noch wurde der arabische Holocaust nicht exekutiert? Gilt der Gutschein noch?

Muss man erst einmal selbst einen Holocaust veranstaltet haben, um zu erkennen, dass das nicht geht?

Es gibt nur einen Grund, für das Existenzrecht Israels zu sein: Es ist falsch, ein Land und seine ganze Bevölkerung auszulöschen! Ich brauche keinen Holocaust, um das zu wissen. Der Holocaust ist keine Nachhilfestunde für moralisch Sitzengebliebene, sondern ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt! Was soll es denn auch aus dem Holocaust zu lernen geben? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das sollte man auch ohne Holocaust wissen!

Auch ohne Holocaust hat Israel ein Recht zu existieren und es sollte die Aufgabe Deutschlands sein, Israel im Kampf gegen die Feinde, die Israel vernichten wollen, effektiv zu unterstützen, auch ohne das Wissen um Auschwitz.

Es ist nicht der Holocaust, der uns lehrt, auf der Seite Israels zu sein. Es ist die Aufklärung! Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt einzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen. Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter für die Aufklärung!

Warum soll ich ausgerechnet das Land im Nahen Osten kritisieren, das mich leben lassen, wie ich möchte und nicht viel mehr all die anderen Länder und Gebiete, die mich verfolgen, weil ich so bin, wie ich bin? Ich brauche den Holocaust nicht, um zu wissen, dass Israel selbstverständlich ein Recht darauf hat, nicht vernichtet zu werden und ich muss nur an mich und an die Prinzipien der Aufklärung glauben, um zu wissen, dass ich auf Israels Seite stehe!

Christoph Schult vom Spiegel jedoch braucht den Holocaust, um das zu wissen. Da könne Juden ja fast froh sein, dass es den Holocaust gab, sonst hätten sie mit Christoph Schult ein richtiges Problem! Obwohl, so ganz zufrieden ist Christoph Schult nicht mit dem Holocaust, denn er schreibt weiter:

„Aber Netanyahu instrumentalisiert den Holocaust mit Vorliebe für andere politische Zwecke. Einmal, als Gabriels Vorgänger Frank-Walter Steinmeier die Gründung eines palästinensischen Staates anmahnte, schimpfte Netanyahu, Steinmeier wolle das Westjordanland „judenrein“ machen.“

Moment mal, Netanjahu instrumentalisiert den Holocaust? Schult hat doch selber zugegeben, dass der Holocaust sein ganz persönliches Instrument ist, auf dem er tagtäglich diese Weise flötet: „Die Naziverbrechen der Deutschen gebieten es Deutschland, Israels Existenz zu sichern, wo immer sie gefährdet ist.“

Außerdem hat Netanyahu gar nicht den Holocaust instrumentalisiert, als er mit Frank-Walter Steinmeier über die Gründung eines palästinensischen Staates gesprochen hat. Er hatte Steinmeier lediglich darauf hingewiesen, dass der Freund vom deutschen Außenminister, Mahmud Abbas, einst gesagt hat:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Benjamin Netanjahu erklärt dazu:

„Ich bin sicher, viele von Ihnen haben schon mal die Behauptung gehört, die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria, in der sogenannten Westbank, seien ein Hindernis für den Frieden. Mich hat diese Behauptung stets verwirrt, denn niemand würde ernsthaft behaupten, die fast zwei Millionen Araber, die in Israel leben, seien ein Hindernis für den Frieden. Sie sind es nicht! Im Gegenteil! Israels Vielfalt ist ein Beweis an Offenheit und Bereitschaft für Frieden. Die palästinensische Führung jedoch verlangt einen palästinensischen Staat mit einer Vorbedingung: Keine Juden! Es gibt einen Begriff dafür: Ethnische Säuberung!

Diese Forderung ist empörend. Und es ist noch empörender, dass die Welt das nicht empörend findet. Einige sonst aufgeklärte Länder unterstützen diese empörende Forderung sogar. Stellen Sie sich selbst mal diese Frage: Würden Sie ethnische Säuberung in Ihrem Land akzeptieren? Ein Gebiet ohne Juden, ohne Hispanics, ohne Schwarze? Seit wann ist Bigotterie ein Fundament für Frieden?

In diesem Moment spielen jüdische Kinder in Judäa und Samaria in Sandkästen mit ihren Freunden. Macht ihre Anwesenheit Frieden unmöglich? Ich glaube nicht! Ich denke, die Intoleranz anderer macht Frieden unmöglich. Gesellschaften, die alle Menschen respektieren, gehen auf Frieden zu. Gesellschaften jedoch, die ethnische Säuberung fordern, wollen keinen Frieden.

Ich sehe einen Nahen Osten, wo junge Araber und junge Juden zusammen lernen, arbeiten und leben können, Seite an Seite in Frieden. Unsere Region braucht mehr Toleranz, nicht weniger. Das nächste Mal also, wenn Sie jemanden sagen hören, Juden sollten irgendwo nicht leben, vor allem nicht in ihrer angestammten Heimat, nehmen Sie sich einen Moment, um über die Auswirkungen dieser Forderungen nachzudenken. Ethnische Säuberung für den Frieden ist absurd.“

Was ist an dieser Aussage eine Instrumentalisierung des Holocausts? Netanjahu instrumentalisiert den Holocaust nicht! Es ist schlichtweg ein trauriger und grausamer Fakt, dass viele Staaten und Gebiete im Nahen Osten „judenrein“ sind oder werden wollen! Der Gazastreifen zum Beispiel ist „judenrein“. Im Jahr 2005 wurde unter Ariel Scharon jedoch der gesamte Gazastreifen von israelischen Siedlungen und Militärstützpunkten geräumt. Seitdem lebt kein einziger Jude mehr im Gazastreifen. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Auf deutsch sagt man, seitdem ist die Gegend „judenrein“. Der Abzug der Juden wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”.

In den Ländern Aden, Algerien und Libyen leben heute keine Juden. Würde der deutsche Bundestag alle Juden aus Ägypten, Irak, Libanon, Syrien, Jemen, Saudi-Arabien und Jordanien nach Deutschland einladen, könnten alle Juden im deutschen Parlament einen Sitzplatz finden, denn es sind gerade mal rund 600 Juden. Würde der Deutsche Bundestag auch noch alle Juden aus Marocco und Tunesien einladen, so wäre die Weser-Ems-Halle mit ihren 8000 Plätzen ein passender Ort. Im Jahre 1948 allerdings lebten dort noch über 850.000 Juden. Sie wurden alle vertrieben, in einigen Ländern sogar bis zum letzten Juden. All das geschah nach dem Holocaust und trotz des Holocausts.

Es gibt heute 16 Länder, die ein Einreiseverbot gegen Juden ausgesprochen haben: Algerien, Bangladesch, Brunei, Iran, Irak, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysien, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen! Einige dieser Länder hassen Israel sogar so sehr, dass sie alles hassen, was mit Israel zu tun hat und daher weder Juden aus Israel ins Land lassen, noch Menschen, die Juden in Israel besucht haben. Dazu gehöre auch ich! Es gibt genau acht Länder, die ein Einreiseverbot gegen mich ausgesprochen haben, weil ich in Israel war. Ich kann nicht mehr das bunte Nachtleben Libyens erleben. Die Schwulen- und Lesbenszene im Sudan muss ohne mich auskommen. Ich kann auch nicht mit Feministinnen im Auto um die Blocks von Saudi Arabien ziehen.

Viele arabische Regierungen und Organisationen sind erklärte Fans der Nazis. Sie posierten stolz mit Hitlergruß, wie dieses Bild beweist und dieses und dieses und dieses und dieser kleine Flakhelfer.

Christoph Schult aber erklärt, Netanjahu instrumentalisiere den Holocaust. Wenn ich sowas höre, kann ich gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Für Christoph Schult ist es offensichtlich unerklärlich, dass es Menschen gibt, die über siebzig Jahre nach dem Holocaust, die Tat nicht vergessen können und erklärt den Völkermord stattdessen zu einem „Instrument“ Netanjahus. Darauf muss man erst einmal kommen: Der deutsche Siegfried hat sechs Millionen Juden in Feueröfen zusammengeschmolzen, um daraus ein Schwert für die Juden zu schmieden. Vermutlich sollen die Juden den Deutschen dafür auch noch dankbar sein.

Die Tatsache, dass ein Verbrechen wie der Holocaust nicht einfach so nach siebzig Jahren vergessen werden kann, ist für Christoph Schult keine zwingende Logik, sondern eine böse Absicht der Juden. Gefühle, Ängste, Traumata, all das besitzt der Jude in Schults Vorstellung offenbar nicht. Bei ihm erinnern sich Juden nicht an den Holocaust, weil sie ihn nicht vergessen können, weil Tante Esther jedes Jahr am Seder-Tisch sagt, „als ich noch 5 Jahre war, saßen hier mehr am Tisch, viel mehr“, sondern weil sie ihn nicht vergessen wollen. Gefühle kennt ein Jude in der Welt von Christoph Schult nicht. Schults Netanjahu holt den Holocaust wie ein Instrument hervor, kalt, berechnend und emotionslos. So einfach ist die Welt von Christoph Schult, in der es heißt: Jeder nur einen Holocaust!

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111 Antworten zu Jeder nur einen Holocaust!

  1. deutschlandssterne schreibt:

    Auch ich als Faschist stelle das Existenzrecht Israels nicht infrage. Jedes Volk soll ein Heimatland haben. In der Heiligen Schrift wird dieses Land den Juden zugewiesen. Dann sollen sie es auch haben.

    Der bayerische König war früher zugleich König von Jerusalem. Die Habsburger beanspruchen diesen Titel auch. Das Königreich Jerusalem war eine Gründung von Kreuzfahrern nach der Befreiung der heiligen Stätten. Mit der Eroberung durch die Moslems war auch die Schutzfunktion der deutschen Monarchie Geschichte.

    Die Bundesrepublik als Wirtschafts- und Verwaltungseinheit soll keine eigenen Truppen aufstellen. Ich bin kein Anhänger des § 130 StGB. Die Anschuldigungen gegen das deutsche Volk nehme ich zur Kenntnis. Auch wenn es derzeit nicht möglich ist sich unabhängig zu informieren so ist es doch unbestritten daß viele Menschen zu Schaden gekommen sind.
    Dies ist verbunden mit dem unsäglichen Krieg ein tragisches Kapitel deutscher Geschichte.
    Wir zahlen den Preis dafür bis heute, und unsere Kinder und Kindeskinder werden dafür noch in Haftung genommen werden. Wir sind ein besetztes Land und das wird auch so bleiben (Barack Obama). Es gibt keine nationale Symbolik mehr und unser stolzes Volk wurde zu Demokraten umerzogen. Deutsche Frauen und Mädchen vermischen sich mit Negern und Asiaten. Es ist ein Gewirr an Religionen und Weltanschauungen. Feminismus und Homosexualität grassieren. Dies alles ist die Folge des verlorenen Krieges oder könnten Sie sich einen Christopher Street Day vorstellen, wenn wir den Krieg gewonnen hätten. Könnten Sie sich vorstellen, daß eine Schülerin sich weigert ihren Ausweis zu unterschreiben nur weil auf dem Formblatt steht „Unterschrift des Schülers“ und nicht „der/s Schülers/in“?
    Israel soll sein Land haben, nur sind wir nicht die richtigen um in Palästina Ordnung zu schaffen. Fiele ein Schuß und ein Jude käme zu Schaden, welche Auswirkungen könnte das haben, welche Assoziationen würde das wecken? Sollen das die Engländer oder Amerikaner machen.
    Ich hoffe daß auch wir eines Tages wieder Herr im eigenen Land sein werden. Das deutsche Volk und das jüdische Volk haben ohnehin eines gemeinsam. Es sind die beiden Völker, welche man weltweit am meisten haßt!

    • aurorula a. schreibt:

      Ist das jetzt eine gutgemachte Parodie oder eine schlecht gemachte Provokation?
      Ich bin mir nicht sicher!

    • Aristobulus schreibt:

      Bravo, Sie Star. An Ihnen ist ein Hassprediger verlorengegangen, allerdings bloß einer mit dem schiefen Selbstbezug.
      Und wissenSe was, Ihre Beteuerungen wegen Israel stecken Sie sich bitte ins Gesäß. Erst hat Ihresgleichen (nicht ‚als Deutsche‘, sondern als Wirr-Ideologen der vernagelt-vernebelten Art mit dem immerdar fehlenden Logenplatz an der Sonne) sechs Millionen von uns sinnlos ermordet und die halbe Welt überfallen, und jetzt sind Sie prompt Opfer von fremder Demütigungen.
      Dieses verquollene Wechselbad aus Unklarbeit, Nebulosität und Wehewehe weiß man jüdischerseits immer nicht so richtig zu schätzen, pardon.

  2. Pingback: Worte an einen Trolljäger | kleines Südlicht

  3. Ralf Weber schreibt:

    Hier aktuell ein offener und ehrlicher Beitrag von Charlotte Knobloch:

    Anlässlich des 72. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau gedenken wir am jüdischen Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte der Menschen, für die der Tag der Befreiung, der 29. April 1945, zu spät kam.

    An diesem Tag spüre ich nicht nur Trauer und Schmerz. Ein weiteres Gefühl, das über die Jahre an Intensität verloren hatte, keimt in jüngster Zeit in mir auf: Es ist Wut.

    Wut über die Halbherzigkeit kritisiert, mit der die offenkundigen Fehlentwicklungen und Rückschritte hierzulande und in ganz Europa nicht angemessen entschlossen bekämpft werden. Ich fordere von Politik und Zivilgesellschaft mehr Engagement und Ehrlichkeit im Umgang mit dem erstarkenden Antisemitismus.

    Aus der Geschichte zu lernen, bleibt die Aufgabe der Heutigen. In diesen Jahren, da die Zeitzeugen als Säulen der Erinnerung wegbrechen, da sich das Schicksal Europas entscheidet und auch die Bundesrepublik vor zentralen Weichenstellungen des 21. Jahrhunderts steht, wünsche ich mir mehr Mut, mehr Wehrhaftigkeit, mehr Leidenschaft für Einigkeit und Recht und Freiheit.

    Weder Pegida und Co. noch AfD oder Front National sind Populisten. Der Begriff ist zu schwach, er deckt die gefährlichen Phänomene nicht ab, die unsere Gesellschaften mit Hass und Hetze kontaminieren und die Europäische Union – das Jahrhundert-Friedens-Projekt – zerstören wollen. Nationalismus bleibt Nationalismus. Antisemitismus bleibt Antisemitismus. Rassismus bleibt Rassismus – das blaue Deckmäntelchen kann den braunen Kern der AfD nicht verdecken.“

    Es macht mich wütend, dass jüdische Menschen gut 70 Jahre nach dem Holocaust wieder Opfer von Ausgrenzung und Anfeindung werden. Dass verbale und tätliche Gewalt gegen jüdische Menschen und Einrichtungen sowie Schändungen von Gedenkstätten und Friedhöfen zum Alltag in Deutschland und ganz Europa werden, dass ‚Jude‘ wieder – wie in meiner Kindheit – ein Schimpfwort auf Schulhöfen oder in Fußballstadien ist.

    Es macht mich wütend, dass der Nahost-Konflikt immer öfter auf dem Rücken jüdischer Menschen in Deutschland ausgetragen wird. Wie am vergangenen Freitag in Berlin, wo eine Protestaktion der lokalen Palästina-Solidarität-Gruppe in unmittelbarer Nähe einer Synagoge zeitgleich zum G’ttesdienst genehmigt wurde. Am Ende erreichten die anti-israelischen
    Agitatoren ihr Ziel nicht. Doch es bleibt die Frage, wie die Stadt zulassen konnte, dass jüdische Menschen im Herzen Berlins nicht ohne Angst in die Synagoge gehen können?

    Es macht mich wütend, dass der Auftrag „nie wieder!“ zur hohlen Phrase verkommen konnte. Dabei warnen wir seit Jahren vor dem Erstarken der antisemitischen Ressentiments. Wir spüren die Folgen der tief verwurzelten antisemitischen Denkmuster in der deutschen Gesellschaft – rechts, links und in der Mitte. Ebenso beklagen wir seit langem, dass der massive Antisemitismus unter hier lebenden Muslimen nicht genügend ernst genommen und angemessen bekämpft wird. Die muslimischen Verbände, Teile der Politik und Gesellschaft haben das Problem zu lange verharmlost oder negiert. Derweil führten gravierende Mängel der Integrationspolitik zu Parallelwelten und -werten.

    Angesichts der antisemitischen Vorfälle in jüngster Zeit und der Befunde im neuen Expertenbericht im Auftrag der Bundesregierung fordere ich noch vor der Bundestagswahl konkrete Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Antisemitismus. Insbesondere ein im Kanzleramt angesiedelter Antisemitismusbeauftragter wäre das ersehnte Signal, dass die jüdischen Menschen mit ihren Sorgen und Warnungen ernst genommen werden und dass der Judenhass nicht allein als Problem der jüdischen Bürger erkannt wird – sondern als Problem der Gesamtgesellschaft.

    http://www.ikg-m.de/gedenken-dachau-72-jahrestag-der-befreiung/

  4. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Immer mehr begreife ich, warum mir dieser Artikel so gut gefällt. Er schneidet gewissen Heuchlern, denen Juden und Israel scheißegal sind, sämtliche Wege ab.
    Der im Dienste des „SPIEGEL“ stehende Skribifax Christoph Schult begreift Israel nicht als wertvoll oder gar liebenswert, sondern lediglich als Erblast, die man halt widerwillig zu schleppen hat. Wie sonst ließe sich dieser ekelhafte Satz erklären?:
    „Die Naziverbrechen der Deutschen gebieten es Deutschland, Israels Existenz zu sichern, wo immer sie gefährdet ist.“
    Ein Spatzenhirn, das hier gelegentlich den Intellektuellen mimt, hat vor Jahren mal einen vergleichbaren Satz geschrieben:
    „Wenn es nach mir ginge, sollte den Deutschen, verfassungsmäßige Rechte hin oder her, für die nächsten 1000 oder meinetwegen 2000 Jahre jegliche „Israelkritik“ untersagt werden. Einfach aus Geschmacksgründen.“
    Liebe für Israel? Klare Zustimmung für die Siedlungspolitik? Natürlich nicht!

    • Aristobulus schreibt:

      … wobei ja Geschmacksgründe eine große Rolle spielen, wenn man gern Israelkritik, aber keine Belgienkritik, Türkeikritik oder Jordanienkritik betreibt.

      Wer hat schon einen schlechten Geschmack, der feststellt, dass z.B. Jordanien ein Land ist, das nichts als Unterdrückung der eigenen Leute, generellen Stillstand, Scharia, Autokratie und Terrorismus geleistet hat?
      Oder wer hat einen schlechten Geschmack, der belegt, wie z.B. die Türkei immer gewalttätig vorgegangen ist, besonders gegen Minderheiten und naturgemäß gegen die eigenen Leute.
      Hingegen die grassierende Mode der Israelkritik (die immer en général gemeint ist, weil Israel, anders als Jordanien oder Belgien, nicht existieren dürfe) ist ja in der Tat von nix als vom schlechtesten aller Schlechtgeschmäcker bestimmt.

  5. aurorula a. schreibt:

    Gerade gefunden:

    .

  6. Rupert Reiger schreibt:

    Die deutsche Schuld verdreht sich

    Wie gehen immer mehr Deutsche, ich denke mal es ist schon die Mehrheit, mit der Belastung durch den Holocaust um?
    Es ist schon klar, dass der Holocaust Schuldige hat und ihre Nachfahren es als Belastung empfinden, immerhin sind Schuldige unter ihren Eltern und Großeltern.
    Nun wie gehen viele Deutsche mit dieser Belastung um?
    Sie tun es indem sie Juden und Israel das selbe andichten, das heisst dass Juden und Israel den Palestinensern das Selbe antun, was ihre Eltern bzw. Großeltern den Juden angetan haben.
    Sie tun es ausschließlich zur eigenen Entlastung d.h. der Relativierung der Schuld ihrer Eltern bzw. Großeltern a la:
    Wir haben zwar die Juden ins KZ gesteckt und umgebracht aber wie man sieht sind die Juden auch nicht besser, siehe KZ Gaza.
    So dreckig ist die Welt.

    Zum nächsten Punkt:
    Ich erinnere an die Konferenz von Évian von 1938, wo sich Vertreter von 32 Nationen trafen, um die Möglichkeiten der Auswanderung von Juden aus Deutschland und Österreich zu verbessern.
    Letztlich war das einzige konkrete Ergebnis die Gründung des Intergovernmental Committee on Refugees, auch Comité d’Évian genannt, das künftig in Kooperation mit Deutschland die Modalitäten der deutschen jüdischen Auswanderung regeln sollte. Dessen Erfolge hielten sich wegen der Weigerung der Völkergemeinschaft, deutsche Juden im Rahmen konkreter neuer Kontingente aufzunehmen, in engen Grenzen. Zudem wurden bereits im nächsten Jahr durch den Kriegsausbruch die Auswanderungsmöglichkeiten erneut drastisch eingeschränkt.
    Was haben Juden und Israel daraus gelernt?
    Hilf dir selbst dann hilft dir Gott und Israel steht immer noch oft alleine aber es hilft sich jetzt selbst !!!

    Natürlich kann Israel zur Garantie seines Existenzrechts Hilfe brauchen, wer helfen will, auch militärisch, der soll.
    Wer aber meint, man muss Israel nicht helfen, denn die Juden sind nicht besser als die Nazis, sollte nochmals bei Geschichte und Fakten beginnen (Bildung hilft) und nach einer Periode der Reflexion sich dann eine Meinung bilden.

  7. Onkel Dapte schreibt:

    Es gibt in Deutschland einen zunehmenden Antisemitismus. Bestürzend ist das nicht nur, weil er entweder geleugnet oder den angeblich täglich zahlreicher werdenden Rechten in die Schuhe geschoben wird, sondern weil er offen von einflußreichen Regierungsmitgliedern, Abgeordneten und sog. Promis und nicht zuletzt Journalisten vertreten wird. Ich behaupte sogar, daß er von politischer Seite langsam hoffähig gemacht werden soll. Ob sich hier die wahre Gesinnung Bahn bricht oder ob Anbiederung an eine gewisse zahlreich eingewanderte Klientel das Motiv ist, ist letztlich egal. Ich fürchte, nein, ich bin sicher, daß das jüdische Leben in Deutschland bald unerträglich werden wird.
    Die Regierung und das Millionenheer der linken Helfershelfer wollen die Deutschen abschaffen. Es ist eine Ironie der Geschichte, daß, sofern der Holocaust für diesen Selbsthaß Anlaß ist, die Juden in Deutschland als Kollateralschäden mitgeopfert werden. Haß hat mit Logik eben nur selten etwas zu tun.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja. Andererseits ist es überaus logisch, Zwecks eigener Reinwaschung und eigener Endlich-Normalwerdung mal wieder den Jud‘ anzuzielen, indem selbstverständlich gleichzeitig geleugnet wird, dass man als Reinwascher und Judenanschwärzer Antisemit ist, nicht?
      Diese zwar bescheuert komplozierte, aber leider sehr logische Art der Selbstschrubbung ergibt dann das Böse ohne die Bösen, denn jeder ist g’schrubbt, hat gebüßt und ist wiedergutgeworden.

      • aurorula a. schreibt:

        Immer parallel natürlich, zu der Ansicht daß die Nazis ja sowieso irgendwie von außen über die eigentlich immer guten Deutschen kamen. Vielleicht aus der Hölle oder mit dem Raumschiff?

        • Aristobulus schreibt:

          … oder mit den Haunebus 🙂
          Wobei man sich anno 2017 mehr als resozialisierter Ex-Dauerbüßer sieht, nicht?, dem’s egal ist, woher die Nazis kamen, und vor Allem, wohin sie dann verschwanden. Hauptsache, er ist selber wiedergutgeworden, grundguter denn je, damit er den Jud‘ daran hindern kann, rückfällig zu werden.

  8. Passant schreibt:

    Den von Gerd zitierten Satz des Kommentars kann ich mühelos nachvollziehen, er sagt eigentlich vielmehr über den Autor aus bzw. über das, wie es in ihm denkt. Wenn man irgendwas unangenehmes, lästiges oder gar widerliches tun muss, was leider vom Hirn als geboten verlangt wird, währt sich das Herz und muss daher ständig mit Argumenten beruhigt werden. Juden zu helfen ist wohl ein Paradebeispiel für solche innere Kämpfe, somit haben der Autor wie auch Großteil der Bevölkerung mein volles Verständnis 😉

    Wie hier in den letzten Kommentaren das U-Boote & Co Thema bereits angesprochen wurde, möchte ich diese sachliche, praktische Richtung weiter verfolgen. Was tut eigentlich Deutschland wirklich, um „Israels Existenz zu sichern“, was zeichnet denn die „besondere Verantwortung“ aus? Hat D. etwa die wie vom Fließband laufenden anti-israelische UNO Beschlüsse je blockiert, abgelehnt oder irgendwie anders dagegen gewirkt? Gibt es evtl. eine geheime D->I Geld-Pipeline, fließen Reparationszahlungen, Geldgeschenke oder zumindest verbilligte Kredite dadurch? Was noch?

    Die Geschichte mit den U-Booten sieht für mich wie ein normales Geschäft aus. Für drei U-Boote je 500 oder 550 M€ hat die Regierung gerade mal 135 M€ subventioniert, das sind doch im besten Fall nicht einmal 10%. Vielen Dank, selbstverständlich, aber ist es wirklich genug, um von der „besonderen Verantwortung“ auch weiterhin so schamlos zu reden? Ich glaube vier solche U-Boote wurden auch nach Ägypten verkauft, war da auch eine Subvention im Spiel? Schließlich hängen etwa 2000 Arbeitsplätze davon ab, wäre also wert gewesen, den Käufer auch in diesem Fall zum Kauf zu animieren. Dass es für I. nicht unbedingt ein Geschenk ist, hat die letzte Entwicklung mit drei weiteren gezeigt, sonst hätte Israels Generalstaatsanwalt wohl kaum Ermittlungen angeordnet. Ab und zu finden sich Informationen, dass die allerersten zwei U-Boote noch in den neunziger wirklich geschenkt wurden. Ich weiß nicht, ob stimmt, sie waren wohl nicht so teuer und mit dem Ausblick auf Folgedeals auch kein schlechtes Geschäft.

    Im Prinzip ist es ziemlich schwer, für mich zumindest, dieses Thema zu googeln. Ich stoße immer wieder auf Spiegel Online oder noch schlimmer auf Augstein und Ströbele, man muss schon wirklich unter Koprophilie leiden (oder eben genießen), um all das durchlesen zu können.

  9. Andreas 0211 schreibt:

    Ein sehr guter Text! Ich habe ihn gleich gespeichert, damit er mir nicht verloren geht.

  10. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  11. Kanalratte schreibt:

    Vom moralischen Beistand Deutschlands kann sich Israel nichts kaufen. Das einzige was Deutschland tut, ist ab und an mal ein paar preisvergünstigte U-Boote zu liefern, was in Deutschland auch noch scharf kritisiert wird. Währenddessen werden sämtliche Feinde Israels aus Deutschland entweder mit Waffen oder mit Spendengeldern für Waffen unterstützt. (siehe deutsche Hilfe zum Grenzschutz für Saudi-Arabien^^) Von einem besonderen Beistand kann man da wirklich nicht reden, zumal Deutschland weder eine schlagkräftige Armee besitzt, noch bereit wäre Israel im Falle des Falles zu verteidigen. (Für die militärische Drecksarbeit sind die Amis gut genug)

    Jede Atombombe im Arsenal Israels leistet um ein vielfaches mehr Beistand die Existenz Israels zu sichern, als es die moralgetränkten Worthülsen aus Deutschland tun.

    • Aristobulus schreibt:

      Yepp, Kanalratte.
      So weit ich weiß, hat die Bundeswehr ein einziges Mal einen Teil der Verantwortung für die Sicherheit der Israelis übertragen bekommen, 2006 nach dem letzten Libanonkrieg, auf dem Meer die Waffennachschubrouten der Hisbollah zu überwachen (es ging um Entwaffnung der Hisbollah).
      Was tat die Bundeswehr: Ließ ca. drei Schiffchen weit draußen auf dem gestürmten Meere hin und her dampfen, während die Hisbollah sich über Land mit iranischer Besondersverantwortung einfach mal frisch bewaffnet hat.

      In der Tat hat die Bundeswehr somit ihre besondere Verantwortung für Israel auf eine ganz besondere Weise wahrgenommen.

    • A.mOr schreibt:

      @Kanalratte,

      der Außenminister aller Deutschen hat doch gerade erst sehr klar gemacht, wo „Deutschland“ steht. Und das war weder „Tollpatschigkeit“ noch „Unfähigkeit zur Diplomatie“, oder wie sonst manche das entschuldigen oder (sich selbst?) erklären wollen; es war kaltes, berechnendes Kalkül.
      Es waren nicht die Treffen mit den regierungsfeindlichen Organisationen, die Netanyahu dazu brachten, daß er das anberaumte Treffen mit Gabriel nicht wahrnehmen konnte.
      Sondern es war die Verweigerung von Gabriel ein vermittelndes Telefonat von Netanyahu auszuschlagen: damit waren die Weichen gelegt!
      Man kann das hier in diesem kurzen Artikel nachvollziehen:
      http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/228772?utm_source=activetrail&utm_medium=email&utm_campaign=nl

      Stets empfehlenswert (auch zu einigen Punkten die Du hier und dort aufwirfst) ist die sachliche Einordnung von Lila:
      https://rungholt.wordpress.com/2017/04/26/nur-kurz-4/

      Was mich traurig stimmt, vor allem auch, weil es nun nicht mehr zu widerlegen ist, das ist ihre Quintessenz:
      „Leute, Eure Regierung und Eure Medien haben ihre Seite gewählt,…“

      Die Lage am Boden ist sehr gefährlich, die sachliche Einschätzung der realen Lage (~der Pragmatismus) muß über den Stolz siegen, aber er darf sich auch nicht (zB., in Wunschträumen) blenden lassen.
      Da mache ich mir bei Israel wenig Sorgen, b’h, zum Glück!

      Und gerade dennoch: bis auf weiteres, das ist momentan Stand der Dinge, bleibt Netanyahu gesprächsbereit.*
      (Siehe den Artikel in ‚israelnationalnews‘.)

      ps/ *und ist es nicht interessant, (eher irritierend?) daß so gut wie sämtliche Nachrichtenerstattung zu der Sache, ob nun eher für oder gegen Israel, von Netanyahus Gesprächsverweigerung berichtet?

      pps/ U-Boote. Dabei sollte (schon wieder! 😉 ) erwähnt werden, daß diese U-Boote mit israelischer Technologie ausgestattet wurden, von welcher wiederum Deutschland profitierte. Der Handel ging bei weitem nicht alleine um den Geldwert. Fragt sich, wie man das auch beurteilen mag, was wertvoller einzuschätzen ist. Nur mal erwähnt. (mit einen smiley mehr.)

    • Andrea Rosenberg schreibt:

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen 👍

  12. Kanalratte schreibt:

    Die hierzulande herbeigeredete besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber dem jüdischen Staat Israel von der immer alle in Deutschland sprechen, äußert sich doch letztendlich immer irgendwann in der Kritik an Israel. Aus mir nicht erklärlichen Gründen, sehen einige Deutsche wie Sigmar Gabriel, dies als eine Art Freibrief bzw. eine besondere Berechtigung den israelischen Staat mehr kritisieren zu dürfen/müssen, als es andere Völker tun, obwohl die Aussage ja eigentlich die „bedingungslose (militärische) Unterstützung Israels“ bedeuten würde. Nun gibt es Kritiker Israels auf der ganzen Welt, aber eine vermeintliche Verpflichtung an der Israelkritik, gibt es so wohl nur in Deutschland (nichtmal in Österreich) weil man hierzulande ständig versucht seine eigene deutsche Identitätskrise und den hauptsächlich von Deutschen betriebenen Schuldkult um tote Juden am Staat Israel abzuarbeiten, um sich so von einer imaginären Schuld zu befreien. Die „besondere Verantwortung Deutschlands für Israel“ ist nichts anderes als ein Euphemismus (wie man sie in der Nazizeit gerne benutzte), um „die besondere Kritik aus Deutschland“ an Israel zu legitimieren.

    • Aristobulus schreibt:

      … in der Floskel „besondere Verantwortung“ steckt merkwürdig viel Sonderbares drin.

      Zunächst das seltsam fiffuse Doppelgemoppelte fällt auf. Warum wird der Ausdruck Verantwortung mit einem Beiwort verziert: Wegen der Verantwortung für sechs Millionen sinnlos Ermordete. Das ist schon etwas Besonderes, etwas sonderlich Sonderbares, diese sechs Millionen ausgesondert und sonderbehandelt zu haben.
      Warum: Weil der Jud‘ nun mal eine Sonderrolle spielt.

      Also musste die folgende Verantwortung für die israelische Existenz, die deutsche verdammte Verantwortung dafür!, dass Israel so sicher sei wie nur möglich, durch ein weiteres Wort („besonders“) relativiert werden.
      Weil eine „besondere Verantwortung“ ja nicht einfach VERANTWORTUNG ist, sondern eine sonderbare Verantwortung.

      Fazit: Weg damit. Man tausche die besondere Diffusität und das besondere Vage-Sein der Floskel einfach mit „Besserwisserei“ aus. Dann wird es nämlich eindeutig.
      Überall da, wo einer über die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel herumschwallt, rufe man künftig dazwischen, „ja!, der besondere Zwang zur Besserwisserei!“

      • Kanalratte schreibt:

        Keine Sorge. Außer einer gewissen Sympathie für ständig angefeindete Minderheiten bzw. Außenseiter, habe ich für Israel nichts übrig. Von besonderer Verantwortung ist da keine Spur. Selbstverständlich respektiere ich Israel, so wie ich auch die Existenz Russland und Brasilien respektiere.

        • Aristobulus schreibt:

          Und Belgien! Ganz besonders Belgien!
          Die besondere Existenz von Honduras aber auch 🙂

          • Kanalratte schreibt:

            Belgien, wo die Flamen unterdrückt werden. Deren Hauptstadt Brüssel ist sogar eine abgeschottete Siedlung von Wallonen, Muslimen und EU-Truppen.

  13. schum74 schreibt:

    Großartig! Einfach großartig! Danke!

    • A.mOr schreibt:

      Habe den Text erst jetzt gelesen.

      Gerd, das ist ein intellektueller und empathischer Meilenstein von Dir!
      Einen großen Dank! Und ich möchte mich Schum hier nur anschließen:
      „Großartig! Einfach großartig! Danke!“

  14. free yourself schreibt:

    Gut, dass es Menschen wie Sie gibt, die den unvorstellbaren Irrsinn des Judenhasses als ebendiesen enttarnen, der er im Kern stets war und ist, aber hoffentlich nicht weiterhin bleiben wird, sondern endlich der Vernunft unterlegen als eine vorübergehende kollektive Geistestörung diagnostiziert, einer dunklen Vergangenheit zugerechnet werden kann, die überwunden sein wird. Bis dahin braucht es Menschen wie Sie, die aufklärend wirken.
    Danke dafür und weiterhin viel Kraft und Mut.

  15. Ralf Weber schreibt:

    Ich sehe das schreckliche, was vor über 70 Jahren in unserem Land als schreckliches Verbrechen begannen worden ist als eindeutige Verpflichtung, den Überlebenden, ihren Verwandten und Nachkommen eindeutig beizustehen, bei uns und in ihrem Land Israel. Mir ist von guten persönlichen Erzählungen von Holocaustüberlebenden oder von vor den Nazis in das Land Israel geflüchteten Menschen bekannt, dass heute immer noch viele unter dem Trauma leiden wegen dem, was Ihnen und Ihren Angehörigen angetan wurde

    Zum Ausdruck der Verbundenheit haben ich meine Sicht als bekennender Christ dargestellt. Nicht als es ein irgendwie gearteter „Missionsversuch“, sondern zur Erklärung unserer Verbundenheit. Ich akzeptiere hier klar auch andere Sichten.

    Das was den Juden in unserem Land vor über 70 Jahren angetan wurde, das wurde unserem liebevollen Gott selber angetan. Er war dort selbst im größten Leid gegenwärtig. Für uns ist das, was in unserem Land geschah klarer Antrieb den Überlebenden und deren Verwandten und Nachkommen eindeutig beizustehen, auch gerade in ihrem Land

    Unser Gott hat uns Menschen diese Erde anvertraut hat und wir dafür verantwortlich sind, was hier geschieht. Eines Tages fordert er dazu Rechenschaft Angesicht zu Angesicht von jedem und bietet uns jetzt die Wiederversöhnung an. Das Böser kam daher in diese Welt, da sich die Menschen von ihm im Mißtrauen von ihm abwandten und sich stattdessen dem Bösen zuwandten. Zur gewährten Freiheit gehören auch die Folgen der Freiheit.

    Wir aber haben die Gewissheit, dass unser gemeinsamer Gott sich denen zeigt, die sich ehrlich suchend an ihn wenden. Und wir warten gemeinsam darauf, dass er eine neue Welt ohne Leid schaffen wird.

    Der Sinn unserer Existenz als Menschen ist ein erlöstes, wiederversöhntes (siehe Lukasevangelium 15) und liebevolles Gegenüber unseres Gottes zu sein und neu gestaltet an ihm selber teilzuhaben. Und nicht durch menschengemachte Religion in die Irre leiten zu lassen. Nur so können wir diese Welt gut gestalten.

    Wichtig bei der Überwindung dieser oft destruktiven Welt ist, dass die Entscheidung zur Zugehörigkeit zu unserem uns liebevoll zugewandten Gott, zur Nachfolge von Jesus (hebräisch Jeschua) und die Bereitschaft zur liebevollen Lebensgestaltung durch ihn aus dem eigenen Herzen kommt und nicht aus einer bestimmenden Kultur oder einem religiös motivierten, aber letztendlich doch weltlichen Herrschaftssystem.

    Unsere gemeinsame Basis ist die heilige Schrift, dem Wort und Liebesbrief unseres gemeinsamen Gottes an uns und unsere eindeutige Grundlage:

    Jesus (hebräisch im Original Jeschua oder Yeschua) ist ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten waren, wie seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Die biblischen Schriften weisen aufging hin inkl. seinem stellvertretendem Sühneopfer, durch welches wir vor unserem Gott von der Macht der Sünde erlöst sind. Wer dem von Herzen vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt. Auch Jesus erstes Gebot ist, dass wir unseren gemeinsamen Gott von ganzen Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben sollen. Und dann uns selber und unseren Nächsten.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums, das Volk seines von ihm geschlossenen ewigen und ersten Bundes.
    Dazu Johannesevangelium 4:22: (hebräisch Jochanan):
    Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11. Mit der persönlichen Annahme ihres Jesus (hebräisch „Jeschua“) kommt auch der Heilsplan unseres Gottes zum Abschluss (griechisch „Telos“).

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen.

    Es ist doch ehrlich gesagt eine Beleidigung für die Juden, wenn man angesichts dieser Geschichte versucht, sie irgendwie in diese Institution Kirche zu befördern. Man denke nur an den Zornesausbruch Martin Luthers angesichts der berechtigen Bedenken sich seiner Kirche anzuschließen. Diese Diffamierungen wurden auch noch im Dritten Reich zitiert.

    Statt „Mission“ ist hier besser eine klare Entschuldigung für das von den christlichen Kirchen begangene Unrecht angebracht. Gott hat durch sein Wort schon von Anfang immer zu ihnen geredet. Wenn sie diesem Wort Gottes vertrauen rechnet Gott Ihnen dieses Vertrauen in ihn selbst auch als Zugehörigkeit an und wir sind dadurch in einer Gemeinschaft mit Ihnen.

    Zu Jesus (hebräisch „Jeschua“) als Wort Gottes steht im Johannesevangelium 1:1 – 5 und 1:14 – 18:
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

    „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft:Dieser war es, von dem ich gesagt habe:Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus (hebräisch „Jeschua Hamaschiach“) geworden.“.

    Guter und aktueller Artikel hierzu:

    https://www.linkedin.com/pulse/sola-gratia-oder-juden-und-christen-verbindet-johannes-gerloff

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Ralf Weber

      Mist! Endlich gibt es mal tonnenweise Schmalz umsonst, dann reichen meine Stullen nicht.

      • Aristobulus schreibt:

        Also ich find diese unverlangten, ellenklangen, pathetischen, salbungsvollen, penetranten Missionarspredigten richtig Klasse. Wurde mal Zeit, dass jemand systematisch die Passanten mit sowas vergrault und im Stile reinster Eigentlichkeit über Kitsch & Religion daherpredigt, wenn’s im Zusammenhang doch gänzlich uneigentlicherweise und bloß ganz simpel um Politik und um bissele menschlichen Anstand resp. um dessen Fehlen geht.
        Mehr solche Predigten bitte. Die machen Buurmanns Mühe so glänzend zunichte. Hach!, wie man das genießt.
        [sarc/off]

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ari: „Also ich find diese unverlangten, ellenklangen, pathetischen, salbungsvollen, penetranten Missionarspredigten richtig Klasse.“

          Sind ja auch richtig Klasse! Aber müssen sie ausgerechnet erfolgen, wenn mein Schnittbrot nicht ausreicht?

          • Aristobulus schreibt:

            … aber der Schmalz is‘ nich‘ koscher 😦 , da sind doch glatt Heilandsgrieben drin.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari

            Dann schmeckt es wohl besser zu Oplaten.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber prundweis‘ geweihet müssen die seyn, sonst schmecken die nich‘ nach Herrlichkeit, Gnad‘ und Wahrheit, sondern mal wieder so schal und katschig.

          • Aristobulus schreibt:

            … pardon, pFundweis‘ mit Eff und mitnichten mit Ärr. Pas de prunes là-dedans.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Aber prundweis‘ geweihet müssen die seyn, sonst schmecken die nich‘ nach Herrlichkeit, …“

            Gott ja, solange wir nicht am Kreuz nagen müssen …

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            P. S.
            Vor allem nicht an meinem.

          • Aristobulus schreibt:

            Der Herr Weber möchte aber, dass wir das möchten müssen. Tja!

          • aurorula a. schreibt:

            Das passiert eben, wenn das Schnittbrot ausgeht.
            Es darf dann aber gern ein Rinderkreuz oder ein Rehrücken sein. Gut durch, bitte.

          • Aristobulus schreibt:

            … und Dein armes, gutartiges Kreuz, dann. Es muss daraufhin wenigstens wen erlösen. Sonst könnt‘ ja jeder Nager kommen.

          • aurorula a. schreibt:

            Anstatt den Gutartigen qua Nagel im Kreuz vom Bandscheibenvorfall zu erlösen, könnte man ihm den natürlich auch von vornherein ersparen, indem er nicht immer so schwere Schmalztöpfe wuppen muß.

          • Aristobulus schreibt:

            Die Schuld trägt wieder der Herr Weber,
            der Andre zwingt, was er nicht heber.

          • aurorula a. schreibt:

            Das bringt einen noch in die Gräber.

          • Aristobulus schreibt:

            … auf denen dann steht:
            „Hier ruhet Webers Leber,
            gedencket sein mit Treber.“

          • aurorula a. schreibt:

            (Frei nach Goethe:)
            Erlöst solln sein die ew’gen Streber.

          • Aristobulus schreibt:

            … selbst wennse pred’gen wie ein Eber.

          • aurorula a. schreibt:

            Frei weg von der Leber

            … aber die hatten wir schon, eben. Mal überlegen…

            selbst wenn die Reden zäh wie Kleber

            … auch nicht wirklich …

            Selbst wenns arg den Blutdruck hebert

            … hatten wir auch schon …

            Und übern Grabstein ziehn die Räber

            … jetzt wirds absurd …

            Beschwerden an den Brötchengeber

            … schade nur, daß da nie jemand abhebt.

          • Ralf Weber schreibt:

            Die anonymen Trolle hier werden diesem liberalen Forum von Gerd Buurmann leider nicht gerecht. Ehrliche und glaubwürdige Menschen müssen sich nicht verstecken und giften. Schade, denn die großen Hauptbeiträge sind echt klasse.

          • Aristobulus schreibt:

            LOL!, ja lolst.
            Ein gewisser Ralf Weber, nach Peter Müller der anonymste Name von allen, beschwert sich über drei, die ihn kritisieren, weil er immer wieder und Trotz allerlei Bitten, das nicht wieder zu tun, wieder mal schlimm fundamentalmissionarisch predigt.

            Wie anonym sind diese drei: Gutartiges Geschwulst hat zwar keinen Klarnamen, ist aber unverwechselbar.
            Aurorula ist wegen ihres eigenen Blogs sehr greifbar, präsent, deutlich. Von Anonymität kann da keine Rede mehr sein.
            Schließlich ich schreibe hier definitiv MIT Klarnamen. Alles Anderes als anonym. Und ich heiße ja auch nicht grad Otto Meier.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Caruso ist auch alles Andere als anonym 🙂 , wenn man sich etwas einliest, weiß man, wer sie ist.

        • caruso schreibt:

          Mich würde interessieren, ob er selber daran glaubt, was er da verzapft hat. Das fragte ich mich auch in meinen jüngeren Jahren, als ich hie und da eine kath. Messe besuchte. Teils wegen der Musik, teils aus Neugier. Und ich hörte die Predigten an. Für mich waren sie alles nur nicht erbaulich, sondern stinklangweilig. Das ist wahrscheinlich Geschmacksache. Die Frage, ob sie selbst daran glauben… finde ich nicht ganz unbegründet. Ob ich damit recht habe – keine Ahnung.
          lg
          caruso

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @caruso: „Mich würde interessieren, ob er selber daran glaubt, was er da verzapft hat.“

            Simpler ausgedrückt: Lüge oder Dummheit?

          • Aristobulus schreibt:

            Ich hab den Eindruck, dass er inbrünstig an das glauben will, das er -> fühlen möchte, während er so predigt.
            Darin geht’s doch in dieser Variation des Christentums, nicht?, man will was spüren (will-will-will!), und dazu gibt es Mittel, sei’s Weihrauch, sei’s brausender greogianischer Singsang, sei’s Gerede übern Heiland und das eigene Bessersein, damit man es dann spürt.
            Und sofort muss darüber geredet werden..

          • aurorula a. schreibt:

            „Mich würde interessieren, ob er selber daran glaubt, was er da verzapft hat.“

            Ich fürchte, ja.
            Deshalb wäre es mir auch lieber, er würde nicht ständig für alle egal-welcher-Konfession-egal-wie-religiösen-und-auch-nur-vage-oder-ansatzweisen-Christen sprechen. Dann müßte nur auch an das verzapfte glauben, wer das genau so und nicht anders will. Daß immer alle anderen dran glauben müssen, grenzt an Zwangstaufe. Also, würde es, wenn es nicht eine innerchristliche Angelegenheit wäre, bien sur.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber spricht er nicht für Jesum höchstpersönlich?, womit es sich naturgemäß erübrigt, für sonst jemanden sprechen zu sollen 😀 , denn wer die Wahrheit nun mal intus hat, der hatse nun mal da einfach drin.

          • aurorula a. schreibt:

            Was ist schon Wahrheit?

          • Aristobulus schreibt:

            Ein Ding, das da drin rumort und raus will, kost‘ was woll‘?

          • aurorula a. schreibt:

            Eher völlig umsonst.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, kostet immer garnix!

        • Ralf Weber schreibt:

          Ariistoblus, grundlegend existenzielle Themen benötigen nun mal umfassende Ausführungen. Da sollten wir uns nicht vor der aktuellen Zeit kaputt machen lassen und nur einfache Schlagworte verkraften -;)

        • aurorula a. schreibt:

          Ich akzeptiere hier klar auch andere Sichten.
          Es gibt hier eine Menge anderer Ansichten, ob Sie sie akzeptieren, oder nicht 😉 .

          Betreffs Schmalzstullen: Ich hoffe, wir hiesige müssen nicht noch auskarteln, wer das Bussi-als-literarischen-Diebstahl…?

          • aurorula a. schreibt:

            Nachklapp: auf Wunsch die Erläuterung der Anspielung mit dem Literarischen Diebstahl.

            Der stammt von Dostojewski. Also, ich habe das Zitat vom literarischen Diebstahl quasi Dostojewski literarisch geklaut.
            Fjodor Dostojewski schrieb in sein Buch Die Brüder Karamasow ein Kapitel hinein, in dem sich der eine der titelgebenden Brüder eine Geschichte ausdenkt und sie einem der anderen erzählt. Diese quasi doppelt ausgedachte Geschichte über einen Großinquisitor aus der Geschichte von den Brüdern Karamasow wurde auch öfter für sich allein als Novelle herausgegeben, unter dem Titel „Der Großinquisitor“ (da der Text inzwischen gemeinfrei ist, kann er unter diesem Titel auch bei diversen Buchprojekten gelesen werden, falls jemand das möchte).
            Durch ein Bissele Rahmenhandlung (schonwieder, Inception sieht blass aus dagegen) kommt der Großinquisitor an einen Gefangenen, der vielleicht oder auch nicht ein Wunder getan hat. Ob das ein Wunder war ist nicht eindeutig: der Teil ist aus der Sichtweise des Inquisitors geschrieben, nicht aus der Karamasows; also entweder eine Mischung draus wie sich Karamasow vorstellt wie sich ein Inquisitor der Renaissance etwas erklärt, das er nicht versteht; und dem daß der Inquisitor „leicht“ plemplem ist; oder ein was-wäre-wenn Karamasows mit einem echten Wunder. Der Inquisitor ist so oder so trotzdem plemplem. Wer der Gefangene ist, wird nie so ganz erklärt: in der Tradition der Legenden des Mittelalters ein Heiliger? Ein Prophet, als Karamasows was-wäre-wenn ein Engel, eine Halluzination des Inquisitors, ein zufälliger Absurdverdachtsgefangener, einfach irgendwer; letztenendes ist es egal, da der in der gesamten Novelle kein Wort spricht und lediglich als Publikumsersatz dem Großinquisitor gegenübersitzt. Es ist nicht einmal klar, ob er überhaupt dieselbe Sprache spricht. Und er ist Projektionsfläche für den Inquisitor, denn der sieht in ihm den wiedergekehrten Christus (habe ich schon mehr als dreimal erwähnt daß der Inquisitor sie nicht alle hat?). Und kippt ihm ein Kapitel lang vor die Füße, warum das was er selbst als Vertreter der Kirche, was die Kirche an sich aus dem Christentum macht und gemacht hat an Grausamkeiten, Abscheulichkeiten, und Verdrehungen (das sieht der Inquisitor selbst so und gibt es ganz offen auch zu), das vielleicht nicht so im Sinne des Erfinders ist (auch das konstatiert er als Fakt); warum das alles besser ist als die ursprüngliche Idee. Für die Menschen, für das Gute, na, undsoweiter. Am Schluss wirft er den Gefangenen quasi raus, nachdem der immer noch nichts zu alldem sagt (es gibt mehr als einen Hinweis drauf daß der Gefangene eine Halluzination sein könnte), sondern dem Inquisitor nur einen Kuss gibt und wortlos einfach geht (Dostojewskis literarisches Aufspießen der Idee vom Judaskuss?).
            Der erzählende Karamasow fragt seinen zuhörenden Bruder, was er von der erzählten Geschichte hält. Der sagt nichts dazu ( (: ), sondern gibt seinem Bruder einen Kuss … woraufhin der sich beschwert, das sei literarischer Diebstahl.

            Wenn ich also die Hoffnung äußere, daß wir Hiesigen nicht auskarteln müssen, wer Ralf Weber abbusseln muß, um zu behaupten es sei literarischer Diebstahl; dann weil mich das was der schreibt an das erinnert, was Dostojewskis Großinquisitor von sich gibt.

        • aurorula a. schreibt:

          Ehrliche und glaubwürdige Menschen müssen sich nicht verstecken und giften.
          Hallo, Herr Maas, gut, daß ich Sie treffe! Ich denke, ich muß Ihnen da einen Fehlschluss erläutern (mehr als einen, um genau zu sein). „Giften“ wäre es, wenn ich Ihnen den Geisteszustand des Großinquisitors unterstellen würde, nicht dessen Predigtstil und Überzeugungen. Für ersteren könnten Sie nichts, hätten Sie ihn denn, zweitere suchen Sie sich dagegen aus. In einer eigenen freien Entscheidung. Und die vertreten Sie dann. Was umgekehrt heißt, ich bin genauso frei Ihnen zu sagen: diese Entscheidung war schlecht. Weil das, wofür Sie sich da (wie frei auch immer, weil Sie es für richtig halten, oder per default, aus Faulheit oder weil heute Montag oder der Erste Mai ist; letztlich ist das etwas das SIe beitragen würden) entschieden haben: einfach sch.. ist, unter jedem Eber (/Wildsau), lächerlich, absurd, falsch weil…, karfreitagsfromm, infantilisierend, paternalistisch, salbungsvoll, scheinheilig; oder was mir auch sonst dazu einfällt. In einer freien Gesellschaft bin ich nun einmal frei, von Ihnen vertretene Entscheidungen und Ansichten zu bewerten, lächerlichzumachen, abzutun, ins Absurde zu ziehen, oder durch den Kakao, gerechtfertigt oder ungerechtfertigt einfach schlecht zu finden und auch schlechtzumachen, und alle Kübel sämtlichen Spotts über Sie auszugießen. Und wenn ich also etwas anders bewerte als Sie, und/oder Ihre Ansichten darüber anders bewerte als Sie, dann ist das nicht unehrlich und ich bin ein Troll, sondern ich habe eine andere Meinung. Die steht mir frei, das heißt Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit heißt sogar, daß ich das Recht habe, in meinem Denken und Reden von Ihrer Meinung komplett frei zu sein. Das brauche ich nicht zu begründen und nicht zu rechtfertigen, da ich das fertige Recht eben schon habe.
          Von diesem Recht Gebrauch zu machen und das was Sie sagen zu kritisieren, konstruktiv oder destruktiv, schlechtzumachen, als absurd darzustellen, lächerlich aussehen zu lassen, einfach unbegründet abzutun, Ihre sämtlichen heiligen Kühe in meine Hamburger wandern zu lassen (und dabei esse ich nicht mal Fleisch); das ist, wie es der Hausherr öfter schreibt, keine Beleidigung, sondern Aufklärung: Sie benutzen Ihren Verstand (oder auch nicht, es steht Ihnen frei), und ich benutze meinen (oder auch weniger, das steht auch mir frei), um mir meine eigene Bewertung Ihrer so-seienden Sachen zuzulegen und zu entscheiden ob sie so-seiend oder anders-seiend sind. Jeder benutzt seien eigenen Verstand; das ist Aufklärung. Wer Wissenschaftler ist, der macht das sogar mit seinen eigenen Aussagen, Ideen, Meinungen, Überzeugungen, und, ganz wichtig: Wahrheiten. Je mehr Leute das tun, umso näher kommt man vielleicht der Wahrheit ohne -en. Wahrheit ist, frei nach Sherlock Holmes, das, was übrig bleibt, wenn alles andere oft genug verspottet und geschmäht wurde. Denn nur das ist es, was am Ende glaubwürdig ist, was oft genug zweifelnswürdig war; und trotzdem irgendwie übriggeblieben ist. Dadurch wird umgekehrt nicht gerade glaubwürdiger, was man nicht anzweifelt…

          Das geht gegen die Ansichten, gegen die Überzeugungen, gegen die Meinungen, also gegen etwas, das Sie sich frei aussuchen. In diesem Fall schützt die Meinungsfreiheit ganz klar Trolle, weil sie dazu da ist, um Trolle zu schützen. Explizit. Das ist das Mißverständnis, das ich Ihnen erläutern wollte: die Meinungsfreiheit schützt nicht „auch“ Trolle, sie schützt vor allem und zuerst die Trolle. Wer nichts kontroverses von sich gibt, braucht auch keinen Schutz in diesem Sinne. Wenn Sie so wollen gibt es die genau dazu, daß jemand schreiben darf, der Mond sei aus Käse, ohne Apollo XI nachsehen lassen zu müssen. Und daß jemand anderes dann schreiben kann: ist er nicht, Apollo XI hat nachgesehen. Aufklärung und Fortschritt sind ein einziges langes trollen gegen das, von dem jeder weiß, daß es wahr ist.

          Deswegen kann ich mir mit ZetaOri gegenseitig Unwissenschaftlichkeit vorwerfen, mich seiten- und tagelang über Religion zoffen – und ZetaOri trotzdem menschlich schätzen. Oder Thomas ex Gotha und Aristobulus miteinander. Da fliegen die Fetzen – aber als jemand in einem anderen Blog Aristobulus persönlich beleidigt hat, hat der Beleidiger unter anderem von Thomas ex Gotha (zurecht) einen auf den Deckel bekommen. Deswegen hat Hessenhenker auf seinem Blog stehen: der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist.

          Und deswegen laufen alle gegen den Gesetzesvorschlag unseres Justizministers sturm, der das abschaffen will.
          Sie sollten das auch: schon übermorgen bin vielleicht nicht mehr ich der Troll, sondern Sie sind das für irgendjemand anderen. Vielleicht bekämen Sie dann das Trollzertifikat mit freundlicher Unterstützung von Herrn Maas.

          • Ralf Weber schreibt:

            aurorula a, ich diskutiere lieber ehrlich mit offenen Visier und habe dabei positives und kontruktives weiterzugeben. Mir widerstrebt es, anonym falsche Unterstellungen zu verbreiten, das empfinde ich als armselig. Die positive und vorbildliche Auseinandersetzung unterenenader tut freien Foren wie diesen am Besten und entzieht destruktivem Extremismus generell den Boden.

          • aurorula a. schreibt:

            Bleiben Sie auf dem Boden. Dem der Tatsachen.
            Mit Höhenflügen, bei denen Sie plötzlich hellsehen können, was gut für „Foren wie diese“ und schlecht für „destruktiven Extremismus allgemein“ ist, erheben Sie sich nur über Ihre Mitmenschen und wollen die plötzlich erziehen.

          • Aristobulus schreibt:

            Ach Herr Weber, wie bitte?, offenes Visier?, Sie agieren hier als der aller-anonymste Missionarsprediger jemals, behaupten jedoch als Frommkomiker glattweg mal das Gegenteil, indem Sie es gegen jene drehen, die sich über Ihre Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit lustig machen.

            Wir können den Konflikt genau hier beilegen. Wie geht das: Indem Sie einfach nicht mehr den Prediger raushängen lassen, sondern ab jetzt ebensogarnicht predigen wie sonst jeder hier.
            So einfach wäre das.

      • Ralf Weber schreibt:

        Na ja, auf jeden Fall habe ich damit die Debatte hier konstruktiv belebt. Am Niveau der Gegenantworten müßte man noch etwas arbeiten -;)

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ralf Weber: „Am Niveau der Gegenantworten müßte man noch etwas arbeiten -;)“

          „Man“ vielleicht, Sie besser nicht.

          • Ralf Weber schreibt:

            Ich hätte da ein paar gutgemeinte Vorschläge. Zumindestens sollte dort auf jeden Fall ein sinnvolle inhaltliche Aussagen rein und nicht nur pauschale Unterstellungen -;)

          • Aristobulus schreibt:

            Sie haben die Debatte 1) mit Ihrer unverlangten Missionspredigt und 2) mit ihrer auf dem Fuße folgenden Selbstgefälligkeit getötet, Herr Weber.

            Das ist es, was keiner an Ihnen versteht (und auch nicht verstehen will): Diese selbstgerechte, selbstgefällige Weise des Herummissionierens; Stolz und Salbungsvolligkeit in Einem.
            Sehen Sie nicht, dass Sie damit das Christentum a) benutzen und b) lächerlich machen?
            Das hat das Christentum sicher nicht verdient.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Wobei Sie, wenn Sie das nicht machen, ja sinnvolle Artikel verlinken, die hier sehr willkommen sind..

          • Ralf Weber schreibt:

            Aristobolus, ich habe unsere Perspektive zu unseren gemeinsamen Grundlagen umfassend zusammengestellt und dafür viele lebhafte Antworten erhalten. Ich sehe hier eher die herabwürdigenden und unsachlichen Kommentare ohne konstruktives Gegenargument als Problem -;)

          • Aristobulus schreibt:

            Herabwürdigend-?, sind Sie das Opfer von Herabwürdigung?
            Pardon, gleich fang ich an, furchtbar zu lachen 😀 😀
            -Schon passiert.
            Sie gehen hier mit Missioniererei und Predigten übern Jesum hausieren und beschweren sich, dass man das à fond lustig findet? Also das ist lustig

          • aurorula a. schreibt:

            Herabwürdigend
            Spontan fällt mir zum Stichwort herabwürdigend immer Rosa Parks ein, die die weißen Passagiere im Bus herabgewürdigt hat, indem sie nicht hinten sitzen wollte.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie lustiger Jeeses, Sie.

          • Aristobulus schreibt:

            Der Herr Weber will mit den Predigten halt in der allervordersten Reihe sitzen, denn wenn’s am Ende der Welt in die Töpfchen oder in die Kröpfchen geht, will er naturgemäß nicht mit den Hiesigen ganz nach unten zum Dante und so.

          • aurorula a. schreibt:

            Der Dante ist doch einer von den Netten.
            Die anderen Hiesigen auch, könnte ich mir gut vorstellen im Jenseits am selben Tisch mit Euch Kuhkreuze zu kauen (respektive wer will – Du und ich etwa – auch Gemüse) 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            … in Dantes sibbentem Kreise des Limbus, meint‘ ich, wo Belial höchstpersöniglichst ein siebenstöckiges Menü auftischt, während die Seligen droben im Empyreum aber nur Tofu, Pastinaken und Wasser kriegen. Freilich ein gar heiliges aus gnadenvollstem Brünnlein.

          • aurorula a. schreibt:

            Na dann: guten Appetit! 🙂

          • Ralf Weber schreibt:

            Die anonymen Trolle hier werden diesem liberalen Forum von Gerd Buurmann leider nicht gerecht. Ehrliche und glaubwürdige Menschen müssen sich nicht verstecken und giften. Schade, denn die großen Hauptbeiträge sind echt klasse.

          • Aristobulus schreibt:

            Zur leider Lächerlichkeit dieses reinen Abwehrkommentars (der mehrfach gepostet wurde) weiter oben.

    • davboe schreibt:

      Ach herrje!
      Was aus der evangelikalen Ecke doch alles für Behauptungen kommen.

      ja, ja, Jesus und erst recht Paulus lehrte knallhart die Freiheit des Andersdenkenden, -liebenden und -glaubenden.

      Die frommen Christen und ihr Bibelbastelbogen 🙂

      So, jetzt mal was mit Substanz lesen: ein Kochbuch.

    • Ralf Weber schreibt:

      Ich wollte niemanden mit meinem Beitrag auf die Füße treten, sondern angesichts schrecklicher Dinge mit Freude meine Hoffnung als Kontrast weitergeben. Zu dieser tragenden Hoffnung stehe ich weiterhin, aber unser Gott hat uns die Freiheit geschenkt, daher muss sich hier wirklich niemand bedrängt vorkommen. So haben wir diesen Streit hoffentlich beigelegt.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein! Sie sollten wengstens versuchen zu verstehen, was man Ihnen hier sagen will. Einhellig übrigens.
        Dieser Streit jedesmal von Neuem anheben, und zwar jedesmal genervter, so bald Sie wieder anfangen, herumzumissionieren. Keiner will hier Predigten, es besteht dafür einfach kein<Bedarf, Herr Weber.
        Niemand sonst hier missioniert; und also Sie bitte auch nicht.
        Wie erwähnt: Alles gut, wenn Sie’s sein lassen. Es obliegt nun Ihnen.

        • aurorula a. schreibt:

          Ich wollte niemanden mit meinem Beitrag auf die Füße treten […] uns die Freiheit geschenkt, daher muss sich hier wirklich niemand bedrängt vorkommen. So haben wir diesen Streit hoffentlich beigelegt

          Sie reden ja schonwieder für die anderen mit, ohne sie gefragt zu haben. Zudem können Sie sich nicht entscheiden, was Sie mit diesem Beitrag eigentlich sagen wollen:
          Tut es, egal ob Sie das nun wollten oder nicht, Ihnen leid, daß Sie den anderen auf die Füße getreten sind?
          Oder sind die anderen nur dazu frei, früher oder später einzusehen daß das unmöglich ein Fußtreten hätte sein können? Und weil das nicht sein kann, darf auch niemandem der Fuß wehtun (muss sich hier wirklich niemand bedrängt vorkommen – doch, wenn ich mir bedrängt vorkomme, meine ich das nur und bin es nicht wirklich, hab Sie schon verstanden).
          Und dann verzeihen Sie sich auch noch selbst für etwas, daß sie ja eigentlich garnicht gemacht haben. Im pluralis majestatis,
          Ohne diejenigen zu fragen, deren Zehen es sind.

          Was wird das, wenns fertig ist? Die autoabsolvierende Ent-ohne-Schuldigung?

  16. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Vielen Dank, Gerd Buurmann, für Ihren tollen Artikel, der die Verlogenheit gewisser „Intellektueller“ mit klaren Worten benennt!

  17. A.Bundy schreibt:

    Christoph Schult ist die Spiegelvariante von Peter Münch.
    Anderer Name, anderes Blatt – dieselbe Scheiße.

    • caruso schreibt:

      Genau! – dieselbe Scheiße. —
      Diktatur&co – ja bis egal; Demokratie – anschwärzen bis mit Floskeln „beglücken“. So
      könnte ich Gabriels (oder Ds?) Politik in punkto Iran und Israel zusammenfassen. – Ob’s
      klar ist, weiß ich nicht. Ich schlafe schon, es schaut nur so aus, als ob ich wach wäre.
      lg
      caruso

  18. Melanie schreibt:

    Super Text!!! Genauer und treffender kann man zu diesem Thema echt nichts weiteres ausdrücken! Danke.

  19. klartext77 schreibt:

    Deutschlands „Verantwortung“ und „Fürsorge“ für Israel kennt eben keine Grenzen. Die Juden müssen auch vor sich selbst geschützt werden. Haben sie doch nichts aus dem Holocaust gelernt. Nur der „Spiegel“ und seine linken Gesinnungsgenossen wissen, was gut für den Nahen Osten und die ganze Welt ist. Amen!

    • caruso schreibt:

      Was willst Du machen? D ist krank. Eine seiner Krankheiten ist Größenwahn. Das so
      häufige Mahnen und Belehren anderer geht mir schon so auf die Nerven….! Dabei
      habe ich weder mit Politik noch mit Medien zu tun. Einfach vom Lesen. — Ja, bevor ich es
      vergesse, eine andere Krankheit die D hat ist Besserwisserei. Die deutsche Politik weiß immer alles besser, vor allem das, was andere tun müßten. —
      Davon fällt mir ein, obwohl es vielleicht nicht zum Thema paßt: In der heutigen „Welt“, auf der ersten Seite, steht eine dicke Überschrift: „Angela Merkel muß die Weichen für die
      Zukunft Europas stellen.“ — Meine Frage: Ist Angela Merkel Herrscherin über den ganzen
      Kontinent?
      lg
      caruso

      • Aristobulus schreibt:

        … ja, dieses Durchdrungensein von der eigenen Durchdrungenheit. Baaah. Nicht?
        Und dann wird von anderen Durchdrungenen (leider in der WELT) über eine besonders von sich Durchdrungene berichtet, und naturgemäß auf durchdrungendste Weise.
        Baaah!

        • Clas Lehmann schreibt:

          Ja, wäre doch mal was zu ihr durchgedrungen, durch all den Durchdrung…

        • aurorula a. schreibt:

          Wenn sie hier in Deutschland die Weichen für die Zukunft Europas stellen soll, stelle ich mir die Zukunft vor wie einen Zug, der durchfährt durch Deutschland in Richtung Europa. Hier hält er nicht, der Zukunftszug. Wenn die Weichenstellung verschlafen wird, fährt er höchstens aus versehen nach Amerika oder China.

Seid gut zueinander!

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