Wählt weder CDU noch SPD!

„Es rettet Dich kein höheres Wesen,
Kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun,
Dich aus dem Elend zu erlösen,
Kannst Du nur selber tun!“

Am 22. September 2013 flog die FDP im hohen Bogen aus dem Bundestag raus. Zu Recht! In 2014 flog sie zudem aus vielen Landesparlamenten. Ebenfalls zu Recht! Die FDP hatte sich zu sehr von ihren Grundsätzen entfernt:

Scheitern gehört unbedingt zum Wachsen dazu. Scheitern ist Lernen. Im Scheitern wohnt der Mut zur Entwicklung, aber auch die Muße zur Besinnung. Wo es kein Scheitern gibt, gibt es keine Zukunft. Scheitern ist der Motor des Besserwerdens.

Ich finde es bedenklich, dass es seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 keinen einzigen deutschen Bundestag gegeben hat, in dem nicht die CDU oder die SPD in der Regierung war, manchmal sogar beide zusammen. Diese Routine der beiden Parteien hat sich auf die politische Kultur dramatisch ausgewirkt. Meine Wahlempfehlung besteht daher darin:

Wählt nicht die CDU und nicht die SPD!

Es gibt genug gute Alternativen. Keine CDU-Wählerin kann mir sagen, dass Die Grünen nicht eine mögliche Alternative sind, gerade wenn man bedenkt, dass im Parteiprogramm der CDU der Schutz der „Schöpfung“ im Mittelpunkt steht und „Schöpfung“ nichts anderes ist als ein religiöses Synonym für „Umwelt“. Kein SPD-Wähler kann mir sagen, dass er nicht auch mal Die Linke wählen könnte. Und dann gibt es noch die FDP für alle Frauen und Männer, die finden, dass die FDP aus dem Scheitern gelernt hat.

Es wird Zeit, dass die CDU und die SPD mal grundsätzlich scheitern, damit sie wieder besser werden!

Es gibt genug Koalitionen ohne SPD und CDU, die denkbar sind. Eine Koalition zwischen Grün und Gelb zum Beispiel ist denkbar. Das Land Baden-Würtemberg hat gerade einen grünen Ministerpräsidenten und hatte auch schon mal einen Ministerpräsidenten von der FDP. Beide Parteien können somit stark genug sein, eine Regierung anzuführen. Dann können auch beide Parteien stark genug werden, eine gemeinsame Regierung zu bilden. Und keiner sage mir, grün-gelb sei per Definition schlechter als schwarz-rot.

Es ist viel möglich.

Zum Schluss möchte ich noch betonen: Es gibt auch sehr viele „kleine Parteien“, die gewählt werden können und das Wählen einer solchen kleinen Partei, ist keine verschenkte Stimme. Je stärker der Balken für „andere Parteien“ steigt, umso mehr fallen die Balken für die SPD und die CDU. In der jetzigen Situation ist vielmehr das Wählen der SPD und der CDU eine verschenkte Stimme, denn sie ändert nichts, schon mal gar nichts bei der CDU und der SPD. Eine Veränderung ist aber dringend notwendig.

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