Handwerkliche Mängel beim WDR

Am 17. Juni 2017 fand in Köln eine Demonstration von Muslimen gegen islamischen Terror statt. Erwartet wurden 10.000 Menschen. Es kamen weniger als 1.000. Die meisten davon waren keine Muslime.

Die Tagesschau sah jedoch über 2.000 Menschen: ​

Der WDR sah sogar über 3.000 Menschen: ​​

Wer zählt da eigentlich bei der ARD? Donald Trump?

Es waren deutlich weniger Menschen! Bilder von der Demonstration finden Sie hier: „Ohne Worte!“

Übrigens, das ZDF hat nur knapp 1.000 Menschen gezählt.

Es gibt offensichtlich noch öffentlich-rechtliche Sender, die zählen können, obwohl ich vor Ort noch weniger gezählt habe.​

​Dem WDR ist da wohl ein handwerklicher Fehler unterlaufen. Gesendet wurde die Zahl dennoch. Spannend, wo doch der WDR gerade so viel wert darauf legt, dass alles immer ganz korrekt sein muss, jedenfalls wenn es um Juden geht. Bei Muslimen ist der WDR da etwas wohlwollender.

Das Erste wird am 21. Juni 2017 um 22:15 Uhr die für arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ senden und im Anschluss eine Diskussionssendung folgen lassen. In der Presseerklärung des Ersten heißt es:

„Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.“

Der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, erklärt:

„Ich halte es für richtig, die umstrittene Dokumentation jetzt einem breiten Publikum zugänglich zu machen, auch und trotz ihrer handwerklichen Mängel. Nur so kann sich das Fernsehpublikum ein eigenes Bild machen. Die ja längst stattfindende öffentliche Diskussion bekommt so eine Grundlage, auf der sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann. Im Anschluss an die Dokumentation wird auch die Gesprächsrunde bei Sandra Maischberger das Thema aufgreifen.“

Welche handwerklichen Mängel genau gemeint sind, da hält sich die Presseerklärung noch zurück. Bisher wurde noch kein handwerklicher Mangel bewiesen. Wir erfahren nur:

„So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt.“

Wofür gibt es keine ausreichenden Belege? Bisher ist es lediglich eine unbegründete Tatsachenbehauptung von Ihnen, dass es keine Belege gibt. Und überhaupt, wann werden eigentlich Diskussionen zu all den öffentlich-rechtlichen Sendungen folgen, die in der Vergangenheit Israel kritisiert haben und dabei nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet haben? In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Heute erklärt WDR-Intendant Tom Buhrow:

„Das Thema der Dokumentation war und ist uns wichtig. Und je wichtiger das Thema, desto genauer muss die journalistisch-handwerkliche Sorgfalt sein. Dabei gilt: Sorgfalt vor Schnelligkeit. Wir haben den Film intensiv geprüft und ich habe entschieden, die Dokumentation und unsere handwerklichen Fragezeichen dazu transparent zur Diskussion zu stellen.“

Das sind unglaublich hochtrabende Worte, wenn man bedenkt, dass der WDR am 17. Juni 2017 die Zahl einer Demonstration von Muslimen einfach mal so verdreifacht hat.

Lieber WDR,

können Sie sich diese handwerklichen Mängel erklären?

Ich jedenfalls finde das Erfinden von Menschenmassen und „alternative Fakten“ bei Donald Trump ebenso albern wie bei Lamya Kaddor. Sie offenkundig nicht. Schade. Darf ich ab sofort auch 7,50 Euro Rundfunkgebühren monatlich bezahlen und behaupten, es wären 17,50 Euro gewesen?​

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52 Antworten zu Handwerkliche Mängel beim WDR

  1. Pingback: Musterbeispiel fuer Lügenpresse: Die Islam-Demo von Köln | Bücherleser-Blog zu Terror in der BRD

  2. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  3. davboe schreibt:

    Es gibt schon Mängel … es fehlen Stimmen aus der muslimischen community zu „den Juden“ aus UK, aus Deutschland, aus Schweden, aus … ach Europa eben. Die würde da Bild vervollständigen und dem Titel der Doko entsprechen ein europäisches Bidl bzw. einen Eindruck biete. So muss der Zuschauer „hochrechnen“ – und dazu müsste man sich ein wenig mit der Materie auskennen. Das sehe ich wirklich als Manko.

  4. nachgeforscht cwem schreibt:

    Ein kleine Korrektur: Trump hat die Menschenmassen bei seiner Amtseinführung nicht erfunden, die waren wirklich da!
    Nach meiner Recherche:
    Das Bild was CNN erst gezeigt hatte, war vor dem Beginn der Veranstaltung aufgenommen worden, in einem Megapixelbild ebenfalls etwas versteckt auf der CNN Webseite zu sehen, sieht man das der Platz vom Capitol bis hinten zur Säule voller Menschen war und viele noch gekommen sind.
    Cwemosch

    • aurorula a. schreibt:

      Soweit ich weiß war das gut vor Beginn der Veranstaltung frühmorgens, oder wenigstens mehrere Stunden vorher. Obama hatte noch nicht mal die Viertelmilliarde Dollar an den internationalen Terror überwiesen.

      • Aristobulus schreibt:

        Ja, Hammer. Schon wieder halb vergessen, Obamas 221 Millionen (in Worten: Zweihunderteinundzwanzig Millionen!) an die Fatach, nicht?
        Man muss daran erinnern.
        Und an Obamas gezielte Ausplünderung des US-Steuerzahlers zu Gunsten von Terroristen.

        • Aristobulus schreibt:

          Ferner an die äußerst handwerklichen Mängel beim WDR, der darüber selbstverständlich nicht berichtet hat, weil er zu beschäftigt damit war, Präsident Trump als Spalter zu beschimpfen.

  5. P.M. schreibt:

    Man hat nun mal die Bilder im Kopf (auch wenn das nicht nur in Deutschland war) von Demos gegen Karikaturen, Demos gegen das Kopftuchverbot, Demos gegen Israel, Demos für Erdogan, Demos gegen den Papst nach der Regensburger Rede. Da schien die Mobilisierung nie ein Problem zu sein.
    Gleichzeitig hört man, dass die Extremisten den Islam missbrauchen. Irgendwie wäre doch die logische Schlussfolgerung, dass man etwas, das einem so wichtig ist wie der Glaube verteidigen möchte gegen die, die ihn missbrauchen. Also weniger distanzieren, sondern Signal an die Extremisten. Leider wirkt es so, als sei es wichtiger, den Glauben gegen Kritik von außen zu verteidigen, als gegen die, die eine wirkliche Beleidigung sein müssten, da sie im Namen des Glaubens morden. Da würde ich viel mehr Emotion erwarten, die auch mobilisiert zu einer Demo zu gehen.
    Vielleicht war das Thema auch nicht konkret genug? Auf den Schildern war ja alles zu lesen: gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Salafismus, Islamophobie

  6. anti3anti schreibt:

    „Darf ich ab sofort auch 7,50 Euro Rundfunkgebühren monatlich bezahlen und behaupten, es wären 17,50 Euro gewesen?​“
    Lieber Ged, selbstverständlich darfst du das! Du darfst auch 17,50 € zahlen und behaupten, ein Schwarzhörer und -seher zu sein.
    Deutschland ist ein freies Land, in dem alles behauptet werden darf – mit AUsnahme gewisser Wahrheiten 😜

  7. balpheubank schreibt:

    Lieber Herr Buurmann, das muss wohl maßgeblich an der rosaroten, rheinischen Frohsinnsbrille liegen, die die Karnevalsjournalisten vom WDR allesamt auf der Nase haben. Zu Sylvester 2015/2016 war ihnen der Kneifer beim Ablegen dummerweise unter dem Hemnes-Nachttisch verloren gegangen und sie konnten tagelang nicht erkennen, was geschah. Tze. Nun aber hatten sie zur Sicherheit gleich mehrere von der Sorte gleichzeitig aufgesetzt und -ubbs- das Ergebnis war wie erhofft. Darauf ein schallendes, 3000faches „Kölle Alaf“!

  8. Jens Richter schreibt:

    Das ist wie früher bei den Suchbildern in der Wochenendbeilage: entdecke den Muslim.

  9. sandra schreibt:

    Ich war gestern in Berlin bei einer Podiumsdiskussion, bei der unter Anderen auch Susanne Knaul von der TAZ teilgenommen hatte. Einige Dinge, die andere Diskutanten vorbrachten (zB die Tatsache, dass die UN eine Resolution gegen Israel mit Hilfe Deutschlands durchbrachte, weil angeblich Israel die Frauenrechte missachte) waren ihr, wie sie sagte, nicht bekannt, und sie wollte „das erst mal selbst sehen“. Ich sagte: Tante Google ist Ihr Freund! – und dachte bei mir: Recherchieren ist doch eigentlich die Hauptaufgabe eines Journalisten? Nun – heutzutage wohl nicht mehr.

    • Abifiz schreibt:

      Ja, das mit dem „Recherchieren“ hat sich wohl verabschiedet…

      • Aristobulus schreibt:

        … wenn man Journalisten (ein anderer Ausdruck war mal Qualitätsjournaille) wie Knaul oder Ulrike Putz fragt, was Recherche sei, dann sagen sie, das sei, wenn man was im Internet nachliest.
        Doll!, die selbe Antwort bekommt man von Zehntklässlern. Also die glauben das-. Die Qualitätsjournaillistiker ja auch.

  10. klartext77 schreibt:

    1) Die etablierten Medien lernen von und für ihre muslimische Klientel (*): Tarnen, tricksen, täuschen gehört zu den wichtigsten Geboten des Islam, wenn es darum geht, die „Religion des Friedens“ durchzusetzen. Allahu akbar!
    2) „Darf ich ab sofort auch 7,50 Euro Rundfunkgebühren monatlich bezahlen und behaupten, es wären 17,50 Euro gewesen?​“ Köstlich! You made my day!

    (*) natürlich auch für die linksgrünen „Biodeutschen“.

    • Jens Richter schreibt:

      Genau. Ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht. Warum sollen Muslime gegen den Koran demonstrieren, gegen ihre eigene Ideologie? Das wäre eh nur eine Taqiyya-Show. Leider werden auch die mit reingezogen, die den Schwindel durchschauen. Aber das ist ja nichts Neues.

  11. Hein schreibt:

    Die wahre Einstellung des Islam („den Islam gibt es nicht“) zum Terror wird im Deutschlandfunk durch ein Interview mit Groß-Scheich Ahmad al-Tayyeb („Sehr verehrter Herr Professor“, kann man nach dieser Anrede noch Objektivität erwarten?) erklärt. Warum dann noch demonstrieren?
    http://www.deutschlandfunk.de/gross-scheich-ahmad-al-tayyeb-im-interview-das-islamische.868.de.html?dram:article_id=387228

  12. DuDu schreibt:

    Das Problem mit islamischen Terror wird eh nur aufgebauscht!

    Das hier sind nur Einzelfälle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/jerusalem-anschlag-polizistin

    und wie man in den Kommentaren bei der ZEIT lesen kann sowieso nur berechtigter Widerstand gegen das Apartheit-Israel und dessen Narzi-Methoden.

    Alleine die ZEIT-Leser-Kommentare zur ermordeten Polizistin würden reichen, eine zweite Dokumentation mit Inhalt zu füllen!

    • Hein schreibt:

      Auf der Tagesschau-Facebook-Seite das gleiche. Und ich glaube, dass viele Freunde, denen ich das Foto von Hadas Kalkar würde zeigen wollen, keine Empathie hätten, sondern von Siedlern, Landrätin und ähnlichem schwadronierten .

      • Aristobulus schreibt:

        … wenn die dann immerhin nur über eine Landrätin (oder über die Landgrebe, die es wohl mal gab, aber sie war keine Landrätin) schwadronierten, ach das hätte ja noch was.

        • Hein schreibt:

          Lieber Aristobolus, mein Laptop macht aus Landraub eine Landrätin. Tschuldigung, hatte ich nicht bemerkt.

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            Immerhin erkennt Dein Laptop nicht schon automatisch Landraub, wenn Du bloß über eine Landrätin schreibst. Das lässt hoffen. Zumal im Duden ja schon glatt mal „Israelkritik“ als existierendes Wort steht, aber Belgienkritik noch immer überhaupt nicht.

          • Abifiz schreibt:

            Doch, unter „Fritten“.

          • Aristobulus schreibt:

            😀 Selbsterklärendes Frittenwort, das!, so wie das äußerst an-sich-belgienkritische Wort Molenbeek alles schon von selbst. Also Belgien erklärt.

        • aurorula a. schreibt:

          Weitere Einzelfälle:

          Fünfzehnter Juni:
          In Thailand wird ein Buddhist von Islamanhängern per Kopfschuss ermordet, weil er Buddhist bleiben wollte.
          In Kamerun ermordet eine Selbstmordbomberin ein dreijähriges Kind und seine Mutter.
          In Mogadishu (Somalien) verschanzen sich Angehörige der Al-Shabab-Miliz in einem beliebten Restaurant, nehmen die Gäste gefangen, und ermorden im Laufe der Nacht einunddreißig Geiseln, bevor die Polizei sie überwältigen kann.

          Sechzehnter Juni:
          In Israel wird eine Grenzpolizistin von Terroristen mit Messerschnitten zu Tode gefoltert.
          In Indien lauern Islamanhänger der Polizei auf, ermorden brutal sechs Streifenpolizisten und verstümmeln anschließend deren Leichen.

          Siebzehnter Juni:
          Vier afghanische Bauarbeiter werden von sunnitischen Bombern mit einer Sprengfalle ermordet.

          Achtzehnter Juni:
          Ein Selbstmordbomber sprengt sich in einer afghanischen Polizeiwache und ermordet fünf Umstehende.

          • Aristobulus schreibt:

            Das sindse, die handwerklichen Mängel des Ramadans.

            Im Ramadan im Ramadan:
            Sind viele immer armmer dran.
            Max und Moritz, diese beiden,
            mögen ihn darum nicht leiden,
            bloß Imam Al-Grausah schwärmt,
            wenn er wieder aufgewärmt.

          • aurorula a. schreibt:

            und Kabummich, voll der Tücke auf der Brücke…
            irgendwie nicht lustig gerade, und auch die Kinderlieder über die London Bridge motte ich eine zeitlang ein.

  13. Kanalratte schreibt:

    Wenn es Trump tut dann ist es böse. Nein, es waren sicherlich 250.000!

    • Aristobulus schreibt:

      … aber allermindestens, und sie hatten ein paar auf den Schultern, also jeder mindestens ein paar, und die auch wieder. Damit die den Überblick hatten.
      Islamiker sind stark und ehrenvoll, und der Heumarkt heißt ab sofort Tahrir-Platz.

  14. Hessenhenker schreibt:

    Ohne die schreckliche Ramadanhitze wären aber 800.000 mehr gekommen.
    Das muß auch berücksichtigt werden.

  15. Frase0815 schreibt:

    Zack * Mitten auf die Zwölf

Seid gut zueinander!

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