„Der Islam unterstützt Israel!“

Warum sowohl ein gläubiger Moslem als auch ein überzeugter Atheist und jeder andere Mensch mit Verstand den Staat Israel anerkennen muss, erklärt Noor Dahri in diesem Kommentar.

Mein Name ist Noor Dahri. Ich bin ein britisch-pakistanischer und muslimischer Zionist. Es gibt dadurch keinen Widerspruch in meiner Identität. Zionismus bedeutet schlicht, das Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung in seiner alten Heimat anzuerkennen.

Aber ich war nicht immer Zionist.

Ich wurde als Teil meiner muslimischen Identität zunächst dazu erzogen, tief antiisraelisch zu sein. Ich ging zu den Al-Quds-Märschen, wo Anhänger der Hamas und der Hisbollah auftraten. Ich hatte jedoch nie einen Israeli oder einen Juden getroffen. Im Jahr 2014 dann begann ich, Dinge für mich selbst zu untersuchen, anstatt nur hinzunehmen, was mir gesagt wurde. Meine gesamte Wahrnehmung von Israel änderte sich fortan.

Im Jahr 2014 kämpften die israelischen Streitkräfte gegen die Hamas in Gaza. Es war kein einseitiger Krieg, sondern eine Verteidigung des jüdischen Staates, da Israel wahllos von Raketen und durch Tunnel angegriffen wurde. Ich sah einen klaren moralischen Unterschied: Israel zielte auf Terroristen ab. Die Hamas jedoch zielte auf Zivilisten ab. Israel versuchte, zivile Opfer zu minimieren, die Hamas jedoch suchte sie zu maximieren, auch auf ihrer eigenen Seite. Ich beschloss, die Seite zu unterstützten, von der instinktiv wusste, dass sie das Wahre tat. Darum stehe ich heute stolz mit dem jüdischen Volk und dem Staat Israel.

Das jüdische Volk wird von einem Großteil der muslimischen Welt wegen ihrer Volkszugehörigkeit, ihrer Religion und ihrem Land irrational verachtet. Ich aber habe erkannt, dass Juden und Israelis eine der friedlichsten Nationen der Welt sind. Seit der Staatsgründung im Jahr 1948 waren sie immer gezwungen, ihren Staat zu verteidigen. Die Geschichte zeigt, dass Israel sich nicht nur im Kampf verteidigt hat, sondern auch Frieden angeboten und territoriale Zugeständnisse an jene Nachbarn gemacht hat, die zuvor ihre Zerstörung gefordert hatten. Es wurde immer wieder bewiesen, dass Israel bereit ist, umstrittenes Land auszutauschen, solange sich ihre Feinde nur auf einen anhaltenden Frieden einigen konnten.

Israel hat noch viel mehr Kompromisse vorgeschlagen, die jedoch allesamt von den Palästinensern und den anderen benachbarten arabischen Staaten ausgeschlagen wurden.

Ich habe diese Kriege studiert. Ich habe den gesamten Konflikt in meinen Studien erforscht. Ich habe auf Studienreisen meine Ansichten mit Hunderten von pro-israelischen und antiisraelischen Kollegen weltweit ausgetauscht. Es ist bemerkenswert, dass ich dort gelandet bin, wo ich heute bin. Als Muslim pakistanischer Abstammung, der auch ein religiöser Salafi ist, habe ich schließlich den Zionismus akzeptiert, der meiner Meinung nach auf Frieden, Akzeptanz und Dialog basiert.

Zionismus ist eine friedliche Ideologie, die andere dazu bringen soll, die Realität Israels als legalen und legitimen Staat für das jüdische Volk zu akzeptieren. Muslime sollten die politische Ideologie des Zionismus nicht fürchten oder verleumden. Sie sollten nicht die Flammen religiösen Hasses oder religiöser Konflikte anfachen.

Meine Unterstützung für den Zionismus stand niemals meinen religiösen Ritualen als praktizierender Muslim im Weg. Ich kombiniere diese beiden politischen und religiösen Identitäten weiterhin nahtlos als muslimischer Zionist. Die politische Ideologie des Zionismus steht nicht im Widerspruch zum Glauben des Islams, weil der Islam selbst das Leitprinzip des Zionismus unterstützt, nämlich das Recht des jüdischen Volkes auf einen jüdischen Staat Israel im heiligen Land.

Eine genaue Lektüre des Korans zeigt, dass der Islam die Idee des jüdischen Staates unterstützt. Allah sagte im heiligen Buch des Korans: Kapitel 5, Vers 21:

„O mein Volk (die Juden), tretet in das geheiligte Land ein, das Allah für euch bestimmt hat!“

Und in Kapitel 17, Vers 104:

„Und wir sprachen danach zu den Kindern Israels: ‚Streut Euch und lebt auf der ganzen Welt, und wenn das Ende der Welt nahe ist, werden wir Euch wieder in das verheißene Land versammeln.“

Die palästinensische Weigerung, den jüdischen Staat anzuerkennen, ist eine Verweigerung eines Koranrechts, das dem Volk Israel gegeben wurde. Palästinenser, die sich weigern, sich am Friedensprozess zu beteiligen, sind Extremisten und Fanatiker. Israel war niemals eine Bedrohung für die muslimische Welt, besonders nicht für die arabische Welt. Es war die arabische Welt, die immer wieder Kriege gegen Israel begann.

Glücklicherweise erkennen die arabischen Länder des Golfs langsam, dass Israel kein Feind ist, sondern ein Partner für regionalen Frieden und Zusammenarbeit. Die Palästinenser müssen bald erkennen, dass es in ihren religiösen, sozialen und politischen Interessen dient, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen. Nur dann werden sie sich sicher fühlen und volle Gleichheit und Menschenrechte ausüben können, wie es derzeit 1,8 Millionen Israelische Muslime tun.

Dieser Konflikt wird nicht durch Krieg, Hass und Terrorismus gelöst, sondern durch Frieden, Liebe und gegenseitiges Verständnis. Wenn beide Nationen ein Friedensabkommen akzeptieren, wird die Zeit kommen, da beide Nationen Seite an Seite als leuchtendes Vorbild für die ganze Welt stehen. Dann werden wir die wahre Bedeutung des Buches Jesaja kennen, wo der Prophet verkündet:

„Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Völker zurechtweisen in fernen Ländern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.“

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