Malaysia lässt keine israelischen Sportlerinnen und Sportler einreisen

Wie groß muss der Hass sein?

Die malaysische Regierung hat beschlossen, Sportlerinnen und Sportler aus Israel von allen Sportwettbewerben im Land auszuschließen. Der malaysische Außenminister Abdullah Saifuddin erklärt, keine Veranstaltungen mit israelischer Beteiligung auszurichten, um „den festen Standpunkt in der israelischen Frage widerzuspiegeln“.

Dies betrifft vor allem jene Sportlerinnen und Sportler, die unter dem Dach des Internationalen Paralympischen Komitee antreten, denn im August 2019 kommen in Malaysia Schwimmerinnen und Schwimmer aus rund siebzig Nationen zu den Para-Schwimm-Weltmeisterschaften 2019 im östlichen Bundesstaat Sarawak zusammen. Israelische Athletinnen und Athleten werden unter der neuen Politik des Landes zu diesem Wettbewerb wohl ausgeschlossen werden.

Eine Stellungnahme des zuständigen Internationalen Olympischen Komitees liegt bislang noch nicht vor. Die sportpolitische Sprecherin des SPD-Parteivorstands, Michaela Engelmeier, erklärt jedoch:

Die Verweigerung der Einreise und damit der Ausschluss des israelischen Teams vom Wettkampf ist ein Schlag ins Gesicht und ein massiver Verstoß gegen das Internationale Fairplay im Sport.

Das Internationale Paralympische Komitee muss als Ausrichter darauf reagieren. Die richtige Reaktion kann nur die Absage in Malaysia und eine Neuvergabe sein

Die internationalen Sportverbände, allen voran das Internationale Olympische Komitee mit seinem Präsidenten Thomas Bach, müssen nun reagieren. Wer nicht alle Sportlerinnen und Sportler einreisen und teilnehmen lässt, kann niemals Ausrichter internationaler Veranstaltungen sein und gehört dafür gesperrt.

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