Ein Plädoyer für scheißegal

Ich habe Angst vor Religionen!

Religionen sind nicht moderat. Sie sind immer radikal! Es gibt keinen moderaten Islam, sondern nur moderate Muslime. Auch Christen und Juden sind nur dort moderat, wo sie nicht alle Worte der Bibel wörtlich nehmen. Ein Buch mit dem Anspruch Gottes Wort zu sein, kann nicht moderat sein. Dafür ist Gott selbst zu radikal!

Ich liebe Religionen aber auch!

Ich mag zu Weihnachten mit Christen Lieder unterm Tannenbaum singen. Ich liebe es, zu Pessach mit Juden Wein zu kippen und mit Persern an Nouruz übers Feuer zu springen. Religionen sind wunderbar, wenn sie im Familien- und Freundeskreis stattfinden. Im Privaten sind Religionen eine Bereicherung, im Politischen jedoch eine Gefahr.

Ich habe Angst vor Religionen, wenn sie nach staatlicher Macht greifen!

Alle Religionen sind immer nur dann tolerant, wenn sie keine staatliche Macht haben. Das Christentum wurde tolerant, nachdem die Aufklärung gesiegt hatte. Zurück ins Mittelalter möchte ich nicht. Dafür fürchte ich das Christentum zu sehr. Ich fürchte auch den Islam. Ja, nennt mich islamophob!

Ich habe Angst vor dem Islam, weil ich in Deutschland lebe. In manch einem anderen Land wäre ich weitaus gelassener. Ich lebe aber in einem Land, in dem eine gewisse Religion ein staatlich subventioniertes Recht auf Diskriminierung besitzt: das Christentum!

Ein katholisches Krankenhaus, das staatliche Gelder erhält, darf einen Chefarzt entlassen, wenn er nach seiner Scheidung erneut heiratet. Das entschied erst jüngst das Bundesverfassungsgericht.

In vielen deutschen Bundesländern darf an Karfreitag nicht öffentlich getanzt, Theater gespielt oder Musik gespielt werden, da das einige Christen in ihrem Glauben beleidigen könnte.

Die religiöse Ruhe am Sonntag ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer verpflichtend, egal welcher oder ob sie überhaupt einer Religion angehören. Viele nationale Feiertage sind zudem christliche Feiertage.

Katholische Einrichtungen erhalten staatliche Zuwendungen, obwohl bei der Vergabe der katholischen Spitzenpositionen (z.B. Priester, Bischöfe, Kardinäle) eine verpflichtende Männerquote von 100% herrscht. Mit dem Artikel 3 des Grundgesetzes ist das zwar nicht vereinbar, aber Steuergelder gibt es dennoch! Der deutsche Staat treibt sogar Kirchensteuern ein!

All diese staatlich subventionierten Diskriminierungen im Namen des Christentums werden mit der vermeintlich christlichen Tradition Deutschlands erklärt. Tradition ist das, was die Mehrheit eines Volkes zur Tradition erhebt. Je größer die Gemeinde der Muslime in Deutschland wird, desto vehementer wird sie genau jene Rechte und Privilegien einfordern, die die Christen besitzen.

Natürlich kann jeder Mensch glauben woran er will. Christen sollen meinetwegen ihre Nonnen verschleiern und Muslime keine homosexuellen Imame ernennen, aber dafür sollte es keinen einzigen staatlichen Cent der Subventionierung geben!

„Der Islam gehört zu Deutschland“, das wusste schon Bundespräsident Christian Wulff. Bald wird der Islam auch zur deutschen Tradition gehören. Da die Christen an Karfreitag allen Deutschen Theater und öffentliche Musik verbieten, werden vermutlich Muslime an einem Tag im Ramadan bald auch allen Deutschen Alkohol verbieten dürfen. Da alle Deutsche Einzelhändler die christliche Sonntagsruhe halten müssen, wird selbiges wohl bald auch für den Samstag oder Freitag gelten.

Weil in Deutschland die Trennung zwischen Staat und Kirche aufgeweicht und teilweise sogar außer Kraft gesetzt wird, weil die Christen in Deutschland in der Mehrheit sind, macht mir der wachsende Einfluss des Islams in Deutschland Sorge.

Ich möchte in einem Land leben, in dem über 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Muslime sein können, ohne das dies einen Einfluss auf mich hat. Ich möchte ein Deutschland, in dem alle Kirchen zu Moscheen werden können, ohne das dies mein Leben verändert! Da ich aber in einem Land lebe, in dem die Kirchen Privilegien genießen, weil es so viele Christen im Land gibt, beschleicht mich Besorgnis bei dem Gedanken, dass der Islam in Deutschland größer wird.

Entweder wird schnell eine wahre Trennung zwischen Staat und Kirche vollzogen, oder aber der Islam wird sich Privilegien wie das Christentum erstreiten und zwar völlig zu Recht!

Ich wünsche mir ein Land, in dem es scheißegal ist, welcher Religion die Mehrheit der Bevölkerung angehört!

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91 Antworten zu Ein Plädoyer für scheißegal

  1. zweitesselbst schreibt:

    Neuss hat wohl mal gesagt, habsch grad gefunden: Stell Dir vor, es geht und keiner kriegts hin!

  2. Pingback: Mohammed und Michael Wendler | Tapfer im Nirgendwo

  3. Irondome schreibt:

    Sage mir, welche Religion meinen Tag rettet und ich sage Dir, wer Du bist.
    😉

    • Aristobulus schreibt:

      Also: Das Juhudentum. Asoj sol sajn 🙂

      • abusheitan schreibt:

        Christen müssen ihr Kreuz auf sich nehmen und tragen, Buße tun und sich schuldig fühlen.
        Mohammedaner müssen sich unter die vom Oberboss verordneten Zwangsrituale unterwerfen ohne eines glücklichen Ergebnisses sicher sein zu können.
        Der Begriff „Juhudentum“ deutet dagegen auf eine gewisse positive Grundhaltung und Lebensfreude hin.
        Ein Grund zum konvertieren!
        Juhu, ich werd‘ a Jud‘, nu wird mein Leben gut!
        😉

        (Als zwar christlich Sozialisierter, inzwischen aber Gottloser „wusste“ ich vom Judentum bis vor kurzem nur, dass das „Alte Testament“ voller Gräuel eines rachsüchtigen Gottes ist und die Juden Christus nagelten.
        Für eine Konversion vom Christentum zum Judentum hatte ich nur blankes Unverständnis, schien es mir doch ein Sprung vom Regen in die Traufe. Glücklicherweise lernt man hier doch so nebenbei einige ganz andere Aspekte kennen…
        Am 15.12. werde ich allerdings ein Glas Johnny Walker Black Label auf Christopher Hitchens trinken! )
        😉

  4. Corinna schreibt:

    Mein Problem an Religionen ist, dass ich zu 100% etwas glauben soll, dass in einem Buch geschrieben steht – und zwar nur, weil es da steht. Jedem, der schon mal etwas geschrieben hat, dürfte klar sein, was das bedeutet. Mich davon zu überzeugen, dass das nicht nur schöne oder weniger schöne Geschichten sind, ist noch keinem gelungen, und mit fortschreitendem Alter dürfte es auch immer schwerer werden. Religion macht mir keine Angst. Je mehr ich über Religion nachdenke, desto stärker muss ich mich ermahnen, tolerant zu sein und zu schweigen, um keine Gefühle zu verletzen.

    • Aristobulus schreibt:

      Schon Ihre erste Zeile ist leider satt falsch, woraufhin es dann immer falscher wird: „Mein Problem“, und dann der Plural Religionen. Man muss unterscheiden können zwischen Religion und Religion. So wie zwischen Politik und Politik, gell?, denn Merkel ist nun mal nicht Napoléon. Jaja, es ist das selbe Wort, Religion und Politik und Mensch und so!, aber da gibt es nun mal bestimmte Unterschiede, verstehen Sie? Etwa so wie beim Wetter. Oder wie bei Autos. Oder, um nun kosmisch zu werden, bei Fixsternen.

      • Corinna schreibt:

        Man muss? Und Merkel ist auch nicht Napoleon? Nun bin ich aber erleuchtet und entschuldige mich in aller Form für meine Einfalt.

        • Aristobulus schreibt:

          Genau, man muss. So wie man zwischen Politik und Politik unterscheiden können solte, ich erwähnte es schon.
          Oder zwischen Buch und Buch, um’s als Beispiel einfacher zu machen. Weil eines einem den Tag retten kann, hingegen ein anderes kann einem die ganze Woche verderben.
          Etwa so ist es auch mit Religion und Religion.
          Hoffe, es war nun klarer?

          • Corinna schreibt:

            „Sollte“ finde ich schon sehr viel entspannter als „müssen“ und auch höflicher.

            Ich wollte in meinem Kommentar nur mein Unbehagen hinsichtlich jeglicher Religion zum Ausdruck bringen. Es gab in dieser Richtung bisher gar kein Buch, das mir den Tag retten konnte. Möglicherweise ist das bei Politik auch so, aber über Politik wollte ich gar nichts schreiben.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie haben die Analogie nicht verstanden, woraufhin ich Ihnen mehr Analogien bot, damit Sie sie verstehen – aber Sie bleiben zu gern bei Ihrer Lieblingsmeinung.

  5. mike hammer schreibt:

    OT aber trozdem gut finde ich.

  6. Ulrich Elkmann schreibt:

    @binonline: “Wo trifft man die besseren Schachspieler, im Himmel oder in der Hölle?”

    Im ersteren. Morphy, Marshall, Lasker & Fischer sind durchgeknallt; Aljechin war es von Anfang an. Und Narren haben da freien Eintritt. Zudem ist die schwerste Sünde, die einem Schachspieler je nachgesagt worden ist, daß er geschlagene Figuren aus Frust durch den Saal geworfen hat (Euwe soll’s gewesen sein).

  7. A.S. schreibt:

    Ich erlaube mir mehr Angst vor einer islamischen Mehrheit zu haben als vor einer christlichen (oder jüdischen) Mehrheit. Warum? Empirie in der Welt. Mit der Verbreitung des Christentums war i.d.R. auch kultureller Fortschritt der gelegentlich Zwangsmissionierten verbunden.
    Das ist im Islam anscheinend anders. Zumindest ist z.Z. eine Islamverbreitung weltweit mit einem Rückschritt verbunden.

  8. binonline schreibt:

    Scheinheiligkeit gehört zu den Religionen.
    Mal eine Frage an unsere Religions-Experten.
    Wo trifft man die besseren Schachspieler, im Himmel oder in der Hölle?

    • Aristobulus schreibt:

      Nein, Scheinheiligkeit gehört NICHT „zu den Religionen“.
      Scheinheiligkeit gehört zu Totalitärem, egal, wie es sich jeweils nennt.

      Ein paar Religionen waren noch nie totalitär, ein paar Religionen liebäugelten zeitweilig mit Totalitärem, und eine bestimmte Religion ist derzeit nichts Anderes als totalitär.

      Etwas Mühe des Unterscheidens muss schon sein, Binonline.

      • binonline schreibt:

        Welche Religionen waren oder sind nicht totalitär?
        Spontan fällt mir da keine ein, bin aber kein Experte.

        • Aristobulus schreibt:

          „Kein Experte“ ist ja nu recht schamlos untertrieben für einen, der wohl nie was nachliest außer seinen eigenen vorgefassten Meinungen?
          Hätt ich von Ihnen eigentlich nicht gedacht.

          • binonline schreibt:

            Aber aber, warum gleich so bitter ernst?

            [i]“Freilich wohnt jeder Religion ein Totalitarismus inne, gibt sie doch vor, die Wahrheit zu kennen. (Und nicht nur die Wahrheit über die materielle Welt, sondern über Dinge, die niemand ernsthaft zu wissen vorgeben kann, wie das Leben nach dem Tod, die Beschaffenheit von Himmel und Hölle, die Pläne, Wünsche, Neigungen und Abneigungen Gottes oder der Götter und so weiter und so fort.) „[/i]

            http://www.welt.de/wams_print/article2006709/Ist-Religion-immer-totalitaer.html%5D

          • Aristobulus schreibt:

            Ach ja, dass Sie diesen modischen Schwachsinn mitbeten müssen. Sie machen sich auf diese Weise zur Vorhut der religionshassenden Bessermenschen, die dem Islam alles nachsehen und ihn vor Kritik beschützen – weil er ja nicht so’ne illusionäre G’schichtlnreligion sei wie die paar anderen, sondern endlich mal die Wahrheit, zwar eine kulturrelative, jaja, aber doch die Wahrheit.

          • binonline schreibt:

            @Aristobulus
            Also mir sind Religionen eigentlich schnurzegal, die einzige Religion, die ich kritisiere und überhaupt nicht mag, ist der Islam. Von wegen dem Islam alles nachsehen.
            Religiöse Eiferer und und Bigotterie mag ich auch nicht, egal welcher Religion sie angehören.
            Marcel Reich-Ranicki antwortete in einem Interview, Anfang der Siebziger,auf die Frage, ob es denn ein höheres Wesen gäbe, folgendermaßen: „Wenn es ein höheres Wesen gibt, dann heißt es Teufel“. Ein Gott mit nur einer klitzekleinen Barmherzigkeit würde das Leid auf Erden nicht zulassen.

          • Aristobulus schreibt:

            Hmm. Da schneiden Sie die Theodizee an, Binonline, und über die wurden schon Bibliotheken vollgeschrieben und so.
            Gene Roddenberry hat diese unlösbare Sache mit seiner Idee von der prime directive gelöst (und die ergibt dann erst Recht Gewissenskonflikte derer, die laut prime directive eben nicht dort eingreifen, wo Schlimmes geschieht, um jenen, die es tun und jenen, die es erleiden, nicht die Freiheit zu nehmen.)

            Dass zumindest der jüdische G“tt sich daran hält, das wird vermutet. Aus Gründen.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @binonline: „Wo trifft man die besseren Schachspieler, im Himmel oder in der Hölle?“

      Ihr Kommentar erschiene mir plausibler, wenn Sie gefragt hätten: Wo trifft man die besseren Advokaten?

    • ceterum censeo schreibt:

      @ binonline
      Eine Antwort 🙂 :

  9. zweitesselbst schreibt:

    Meiner Meinung nach, war Deutschland und seine Religionen auch vor der islamischen Prägung scheinheilig. Oke, diese Sichtweise hängt auch von der Einstellung ab. hmhm

  10. Thomas ex Gotha schreibt:

    Eine „wahre Trennung zwischen Staat und Kirche“ wird es erst dann geben, wenn der Staat sich nicht mehr dazu hergibt, den fantastischen Reichtum der Kirchen (allein der Grundbesitz der katholischen Kirche umfasst annähernd halb Thüringen: http://de.wikipedia.org/wiki/Vermögen_der_römisch-katholischen_Kirche) durch diverse Unterstützungsmaßnahmen zu mehren…oder zu erreichen versucht, dass die Kirchen sich als Arbeitgeber an geltende Gesetze halten…(to be continued…)

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Pardon: eine Fläche, die annähernd halb so groß ist wie Thüringen, zum Glück ist ja nicht das halbe Land, und erst recht nicht mein Gotha, in katholischer Hand…

      • ceterum censeo schreibt:

        Entspannen Sie sich! Bald gehört das alles zum Kalifat.

        • Aristobulus schreibt:

          Die Katholen bauern ein bisschen darauf herum, tja, und viel war dorten auch nie zu bauern. Was werden die Kalifen da tun?, Urwald sprießen lassen und nach Öl bohren?

          • A.S. schreibt:

            Klöster und Kirchen in Muschis umwandeln und so lange nutzen bis sich keiner mehr finden lässt die neben Beten auch das Instanthalten von Gebäuden gelernt hat. Also solange, bis sich kein Ungläubiger mehr finden lässt.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Zuvor aber wird, wie diese Spitzendenkerin (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_anschlag_auf_die_gesundheit_der_thueringer) herausgefunden hat, von heimtückischen Kommunisten das reine Blut der Thüringer durch schwules Blut verseucht…Schon erstaunlich, was sich da alles so auf der „Achse“ tummelt…

          • A.Bundy schreibt:

            Schon erstaunlich, dass im verlinkten Artikels etwas ganz anderes steht.
            Typisch hinterfotziges linkes Blockwartverhalten. Widerlich.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @A.Bundy

            Abgesehen davon, dass es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Wenn ich die Wahl hätte, entweder dumm und ahnungslos zu sein oder zu riskieren, von einem „A.Bundy“ als „widerlich“ bezeichnet zu werden, würde ich letzteres immer gerne in Kauf nehmen, damit ich nicht in Gefahr geriete, „Blockwartverhalten“ dort zu vermuten, wo jemand lediglich einen frei zugänglichen Text gelesen und auf seine Untertöne untersucht hat. Oder einfacher, damit Sie es verstehen: Die Autorin hat ihren Text freiwillig veröffentlicht, es gibt an ihm nichts zu denunzieren, es kommt lediglich darauf an, ihn zu lesen.

            Und für das „Gutartige Geschwulst“ formuliere ich es noch einfacher: Stichwort Thüringen. vager Bezug: Thüringen als Kalifat. Stilmittel Ironie (das ist, wenn man das, was man sagt, nicht ganz so meint, wie es sich liest. Machen Sie sich damit mal vertraut, es hilft im Leben ungemein, Ironie zu erkennen.).

          • Aristobulus schreibt:

            Thomas, Ihre Bemerkung mit dem schwulen Blut ist einfach Unfug – und es geht Ihnen gegen die Person der Achgut-Autorin, weil sie einst DDR-Dissidentin gewesen ist und auch noch heute nicht lockerlässt.
            Das ist nicht besonders redlich.

            – Tja, da sind wir nun beim Thema Thüringen und Blutspenden, weitab und weitabber.
            Übrigens besteht ein Risiko beim gespendeten Blut von Schwulen. Weil Schwule nun mal etwas öfter HIV haben als Heten. Das Risiko können Sie nicht abstreiten.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            Können Sie noch immer nicht lesen, armer Herr ex Gotha? Ich habe lediglich gefragt, was Ihre höchst geistreiche Einlassung mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

          • mike hammer schreibt:

            Ex vom Gotha
            wie wäre es mit schwulem blut für schwule?

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Ihnen, werter Aristobulus, sollte der Umgang mit Übertreibungen doch nicht ganz fremd sein…Man kann über die Ausschlusskriterien für Blutspenden nachdenken, nicht alle Länder haben schließlich so strenge Regelungen wie D’land, was man aber nicht machen kann, ist die Denunziation dieser Überlegungen als „Anschlag auf die Gesundheit der Thüringer“ oder der demagogische Versuch, die Hornochsen gegen die Schwulen auszuspielen: „Unfassbar, in Deutschland, wo hunderttausende Rinder „gekeult“ wurden, weil es einige wenige Fälle der Kreuzfeld- Jacob Krankheit in England gegeben hat, (…), sollen Risikogruppen „diskriminierungsfreien Zugang“ zum Blutspenden erhalten!“
            Frau Lengsfeld bedient Ängste („Die Folgen werden die Empfänger von Blutkonserven zu tragen haben, wenn sie durch Bluttransfusionen infiziert werden.“) und ihre Kommentatoren gehen ihr auf den Leim (ein Bernd Gründler meint: „Ich weiß allerdings nicht, ob Schwule (immer noch) eine Gruppe mit erhöhtem HIV-Risiko sind. Die Schwulenlobby dürfte dann wenig Interese daran haben, entsprechende Daten zu erheben oder gar zu veröffentlichen.“ – Ja, so ist sie, die „Schwulenlobby“, die kein anderes Interesse hat als zu verheimlichen, wie aidsverseucht ihre Klientel ist…). Das alles finde nun wiederum ich unredlich.

            P.S.: Frau L. hat diesen Beitrag auch auf „freiewelt.net“ gepostet, und in einem Kommentar lässt „Rüdiger Braun“ (sic!) seiner unterdrückten Sexualität ganz freien Lauf und wandelt sie erfolgreich in Aggression um: „Warum müssen AIDS-Kranke rumfi… und andere anstecken? Warum lässt man sich als Schwuler anstecken? Ist man so triebgesteuert das man sich kaum vom Tier unterscheidet?“ Dieses Bild einer hemmungslosen, risikobehafteten schwulen Sexualität evoziert auch Frau Lengsfeld in ihrem Text.
            Und wenn wir dann den großen Bogen nehmen und uns an die Tradition der Triebunterdrückung in den christlichen Kirchen erinnern, haben wir auch wieder die Verbindung zum Themenstrang.

          • Aristobulus schreibt:

            Kommentatoren können doch einen Artikel nicht beschmutzen.
            So bald in irgend einem Artikel das Wort Israel steht, kommen die Schmeißfliegen angeflogen, ähnlich wie bei einem Artikel, in dem das Wort Schwule steht.

            Warum darf Vera Lengsfeld nicht feststellen, dass bei gespendetem Blut von Schwulen ein erhöhtes HIV-Risiko besteht, ohne dass ihr unterstellt wird, jetzt selber antischwul zu sein und eine Agenda zu haben?

            Lassen Sie das Risiko bei diesem Blut nur um ein Prozent höher sein als bei Hetenblut!, das reicht schon.

        • metropolenmond schreibt:

          Nicht alles – nur Köln.

  11. binonline schreibt:

    Auch mir kommt es so vor, dass Deutschland bald kein säkulares Land mehr ist.
    Bei der letzten hart aber fair-Sendung konnte man den Eindruck gewinnen, als ob Deutschland ein tiefreligiöses Land ist.
    Dieser Erdoganjünger Mazyek, der immer gute Käßmannist Huber und eine bigotte Moslemin (Naz oder so). Ich frage mal, in welchen Auftrag schwadronieren diese Typen eigentlich? Doch nicht in unserem. Dazwischen saß eine lammfromme Lisa Fitz, die extra für diese Sendung den Koran büffelte. Ich fass dies bis heute nicht! Bin jetzt ich irre?
    Offenbar müssen oder sollen wir alle zu Islamversteher werden. Nein, ich werde dies nie werden.
    Der Islam gehört auch nicht zu Deutschland, wenn was zu Deutschland gehört, dann ist es das Grundgesetz.
    Religion ist Privatsache und gut, die christlichen Feiertage sind Gewohnheit, es gibt Schlimmeres.
    Sicher wird hier der Islam mehr Einfluss bekommen, man nennt die Moslems ja nicht umsonst “friedliche Muslime” und im Tatort ist der Mörder blond.

    Deutschland wird scheinheiliger, mit islamischer Prägung!

  12. Brandstetter Claus schreibt:

    Auch mir kommt es so vor, dass Deutschland bald kein säkulares Land mehr ist.
    Bei der letzten hart aber fair-Sendung konnte man den Eindruck gewinnen, als ob Deutschland ein tiefreligiöses Land ist.
    Dieser Erdoganjünger Mazyek, der immer gute Käßmannist Huber und eine bigotte Moslemin (Naz oder so). Ich frage mal, in welchen Auftrag schwadronieren diese Typen eigentlich? Doch nicht in unserem. Dazwischen saß eine lammfromme Lisa Fitz, die extra für diese Sendung den Koran büffelte. Ich fass dies bis heute nicht! Bin jetzt ich irre?
    Offenbar müssen oder sollen wir alle zu Islamversteher werden. Nein, ich werde dies nie werden.
    Der Islam gehört auch nicht zu Deutschland, wenn was zu Deutschland gehört, dann ist es das Grundgesetz.
    Religion ist Privatsache und gut, die christlichen Feiertage sind Gewohnheit, es gibt Schlimmeres.
    Sicher wird hier der Islam mehr Einfluss bekommen, man nennt die Moslems ja nicht umsonst „friedliche Muslime“ und im Tatort ist der Mörder blond.

    Deutschland wird scheinheiliger, mit islamischer Prägung!

  13. metropolenmond schreibt:

    Im Übrigen muss ich feststellen, dass ich bei aller Toleranz anderen Religionen gegenüber natürlich meine eigene bevorzuge: Das Deutschtum.

    *Spässle

    • Aristobulus schreibt:

      Ich kenne einen Jiddn aus Wien, der auf amtlichen Formularen beim Punkt „Religionszugehörigkeit“ immer Rapid Wien hinschreibt (sein Fußballverein)

      • metropolenmond schreibt:

        Clever. An Fußball kann man immerhin noch glauben. Aber ernsthaft: Mir sind diese ganzen religiösen Machtfantasien immer schon suspekt gewesen, inklusive des Geredes darüber, wer aus welchem religiösen oder traditionellen Aspekt heraus der angeblich bessere Mensch ist. Wahrscheinlich kann man in dem Moment, in dem man so denkt, dieser garnicht mehr sein.

  14. schum74 schreibt:

    Noch einmal, lieber Buurmann: In Zeiten, in denen die Anhänger der einen Religion die Anhänger aller anderen Religionen, insbesondere Christen und Juden, mit Hurrageschrei niedermetzeln, finde ich’s intellektuell unredlich, alle Religionen als gleich „radikal“ zu bezeichnen und von „Angst vor Religionen“ im Plural zu reden.

    Worum es geht, hat Gilles William Goldnadel in einem Artikel für Valeurs actuelles (24.11.2014) plastisch beschrieben:

    Cette semaine, l’hebdomadaire Marianne a fait sa couverture sur un Dieu qui rendrait fous ses fidèles les plus zélés. Et certains intellectuels mis à contribution s‘interrogent sur la responsabilité du monothéisme. Des photos des représentants orthodoxes des trois religions du livre sont censées illustrer un fanatisme équitablement partagé. Il est des dos à dos qui font mal au cœur.

    [Diese Woche hat die Zeitschrift Marianne ihr Titelbild mit einem Gott gemacht, der seine eifrigsten Anhänger zum Wahnsinn treiben würde. Und manche hierzu befragten Intellektuellen sinnen laut über die Verantwortung des Monotheismus. Fotos von orthodoxen Vertretern der drei Buchreligionen sollen einen gerecht geteilten Fanatismus veranschaulichen. Es gibt Rücken-an-Rücken-Setzungen, die im Herzen weh tun.]

    Gilles William Goldnadel, « Les médias ont une analyse bien sélective des questions religieuses », Valeurs actuelles, 24.11.2014
    http://www.valeursactuelles.com/comment/207590

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Nirgendwo sage ich, dass alle gleich radikal sind. Ich sage nur, Religion, die nach staatlicher Macht strebt ist gefährlich!

    • Aristobulus schreibt:

      Ja.
      Hier im Buurmannblog taucht ab und zu jemand auf, die genau diese Aufgabe des Gleichsetzens übernimmt – nicht des buurmannschen Gleichsetzens, weil er nichts gleichgesetzt hat, wohl aber jenes anderen monotheismusfeindlichen Gleichsetzens, das sich dann immer direkt gegen das Judentum richtet.
      Weil man dem Judentum anlastet, den Monotheismus erfunden zu haben. Und den Wucherzins und die Brunnenvergiftung, und Ilja Richter. Und überhaupt.

      So macht sie das: In einem Artikel geht es etwa um den Absolutheitsanspruch des Islams – oder seltener um die wenige, restlich verbliebene Bestimmungswut des Christentums, und jene taucht auf und befindet, dass der älteste Monotheismus an Allem Schuld sei, also der Jud‘.
      Eine immer beliebter werdende Position bei jenen der Religionswiderwilligen, die zu feige sind, um etwas gegen den Islam zu sagen, die jedoch schon immer gern was gegen den Jud‘ gesagt haben.

      • Aristobulus schreibt:

        À propos „Religion, die nach staatlicher Macht strebt“.
        Was ist staatliche Macht, die aus dem Judentum schöpft und sich aus dem Judentum definiert: Die beste Garantie für Demokratie, für Gleichberechtigung, für individuelle Freiheit und gegen Herrenmenschentümelei.

        In Israel wird derzeit über einen Gesetzesentwurf debattiert, der die Grundlage der israelischen Grundgesetze bilden soll.
        Avi Dichters Vorschlag geht so:

        1. Jüdischer Staat
        a) Der Staat Israel ist die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes, wo es seine nationale Selbstverwirklichung realisert aufgrund seines kulturellen und historischen Erbes.
        b) Das Recht auf die Umsetzung nationaler Souveränität im Staat Israel steht allein dem jüdischen Volk zu.
        c) Die Aussagen in diesem Grundlagengesetz und in jedem anderen Gesetz werden nach dem in diesem Abschnitt festgelegten Verständnis interpretiert.

        2. Demokratischer Staat
        a) Der Staat Israel hat eine demokratische Regierungsform…

        https://beer7.wordpress.com/2014/11/30/zum-gesetzesentwurf-israel-als-juedischer-nationalstaat/

      • metropolenmond schreibt:

        Diese Gestalten tauchen überall auf. Sie gehören zur gleichen Gattung, zu der auch die zu zählen sind, die darüber fantasieren, dass Russland die Krim garnicht anektiert hat – oder wenn, weil es von faschistischen Horden angegriffen wurde. Meist kommen diese Leute aus einem irgendwie extrem linken oder extrem rechten Spektrum und/oder kämpfen für den Frieden – natürlich. Hört man ihnen für ein paar Sekunden etwas genauer zu, wird auch schnell klar, dass es scheißegal ist, ob sie sich selbst links oder rechts verorten. Ein paar Worte dazu habe ich auf metropolenmond.de ins Netz geschmissen – war unvermeidbar. Mich macht dieses depperte Gesocks langsam aggro.

        • Krokodil schreibt:

          Für mich zählt eben AUCH zum depperten Gesocks wer meint westlich von Lugansk wäre alles demokratisch.

          • metropolenmond schreibt:

            Mir ist kein Land dieser Erde bekannt, in dem alle Bürger eine demokratische Grundhaltung besitzen. Daher ist es auch illegitim, das so zu fordern. Nicht einmal hier läuft alles demokratisch ab. Das ist nun einmal so. Ist deswegen jeder Staat illegitim?

          • Krokodil schreibt:

            Erstmal ging es mir nur um die Ukraine.
            Was dort läuft ist nicht allein Schuld Russlands.
            Was dort in der Westukraine entstand ist keine Demokratie, genau wie in der Ostukraine.
            Die einen wollen mit sich mit Gewalt gen Westen orientieren, die anderen mit Gewalt gen Osten.
            Deutlicher: Man ist nicht weniger Gesocks und auch nicht weniger deppert, wenn man die Schuld an dieser Kriese allein bei Russland sieht.

            Denk Dir einfach mal was passieren würde wenn die Russen irgenwas in dieser Art in einem unter direktem US-Einfluss stehenden Nachbarland der USA machen würden, und die USA würden intervenieren. Würde unsere Presse schreiben die USA hätten völkerrechtswidrig ein Nachbarland annektiert?

            Unde ja, die „Friedensdemos“ sind eher eine Freakshow. Das ändert aber nichts an den Hintergründen.

          • metropolenmond schreibt:

            Dann halt die Ukraine. Du hast leider nichts verstanden. Bereits die Ukraine unter Janukowitsch hat über Jahre auf ein Assoziierungsabkommen gedrängt. Das es letztlich nicht zur Unterschrift kam, lag auf der einen Seite an der Intervention Russlands in die inneren Angelegenheiten des souveränen Staates Ukraine, auf der anderen Seite auch an der ablehnenden Haltung der EU und auch an Angela Merkel, die vom genannten Abkommen alles andere als begeistert war. Aber auch das ist letztlich unerheblich, denn ein Land hat das Recht, jedwelchem Bündnis beizutreten – unabhängig davon, was der geografische Nachbar davon hält. Informiere dich einfach besser, bevor du russische Propaganda kolportierst. Nur so als Tipp. Ca. 50 cm weiter läuft übrigens gerade die Quellen-Recherche genau zu dem Thema.

          • metropolenmond schreibt:

            Nachtrag: Was sollen die Fantastereien über die USA? Russland interveniert in der Ukraine – nichts sonst geschieht und nichts sonst ist Gegenstand des Problems. Was wäre wenn Spielchen bringen da herzlich wenig. Schlimm daran: Deine Argumentation unterstützt Denken und Handeln in Einflusssphären und legitimiert dieses Handeln. Denk dir selbst, was das für Folgen hat.

          • Krokodil schreibt:

            Danke für die Antwort.
            Vielleicht unterhalten wir uns mal über Kochrezepte, vielleicht kannst Du mir dann folgen.

          • metropolenmond schreibt:

            Zumindest bestünde bei Kochrezepten zumindest eine Chance auf Konsens.

          • Krokodil schreibt:

            Das ist komisch.
            Du erzählst von der Krim, und gibst Dich überrascht wenn ich das mit der Ukraine in Zusammenhang zu bringe.
            Dann erklärst Du ein theoretisches Beispiel zur Fantasterei, was es ja in diesem Fall ist, weil die Russen nunmal eben das Beschriebene NICHT tun. Was daran ist schwer zu verstehen?
            Dann wirfst Du mir völlig sinnfrei den Gebrauch russischer Propaganda vor.
            Und der fetteste Vogel zum Schluss: Du tust so, als wärest Du an einem Konsens interessiert.

          • Krokodil schreibt:

            verkaufe ein `zu`

  15. metropolenmond schreibt:

    Dem obigen Text stimme ich vollumfänglich zu – auch und gerade, weil er die einzig mögliche Perspektive für ein friedliches Miteinander aufzeigt. Nachfolgende Diskussionen darüber, welche Religion nun die bessere oder schlimmere sei, halte ich für unangebracht und wenig zukunftsorientiert. Die Gründe dafür sind bereits in der Einleitung des Textes dargelegt. Es gab mal den Fanta-Werbespruch „Spaß ist, was du draus machst“. Das gilt auch für Religionen. Gefährlich wird es, wenn die Religion genau das nicht mehr zulässt.

    • aurorula a. schreibt:

      Keine Sorge, die Diskussion über bessere und schlechtere Religionen ist nicht laut und bald vorbei:
      http://www.jihadwatch.org/2014/11/uk-teachers-scared-to-teach-about-jesus-for-fear-of-offending-muslims

      • Aristobulus schreibt:

        Ach ja. Nein, ach je.
        Wasser auf die Mühlen derer, die überhaupt alle Religionen scheixxe finden und damit so gerne hausieren gehen. Die hören mal so für zehn Minuten Christopher Hitchens et al. und halten sich dann für weltanschaulich gefestigte Religionslose, worauf sie dann so bannich stolz sind, um fortan damit zu protzen.

        Und die müssen bei Islamikern ja nichtmal ihre Meinung ändern. Die haben nämlich schon genau die Meinung der Islamiker!, dass Religionen allesamt scheixxe seien, weil nur der Islam die Wahrheit sei, also keine Religion (als eine unter anderen).

        Der grassierende Religionshass erscheint also als Vorhut von missionierenden Imamen und dem IS, nicht?, denn ein Religionshasser bleibt einfach dabei, wenn er dann Konvertit wird. Ist ja Wahrheit, der Koran, und keine Religion. Und für die Wahrheit war er ja schon vorher 😡

  16. Malte S. Sembten schreibt:

    Ich möchte in einem Land leben, in dem über 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Muslime sind, ohne das dies einen Einfluss auf mich hat. Ich möchte ein Deutschland, in dem alle Kirchen zu Moscheen werden können, ohne das dies mein Leben verändert! Da ich aber in einem Land lebe, in dem die Kirchen Privilegien genießen, weil es so viele Christen im Land gibt, beschleicht mich Besorgnis bei dem Gedanken, dass der Islam in Deutschland größer wird.

    Der Gedanke, dass der Islam in Deutschland an Einfuss gewinnt, wäre auch dann Besorgnis erregend, wenn es nicht so viele Christen im Land gäbe. Er wäre dann sogar noch viel beunruhigender! Aber keine Angst: Hat der Islam erst einmal den Haupteinfluss in Deutschland, wird es bald weniger, dann noch weniger und dann noch viel weniger Christen im Land geben. Die gegenwärtigen Privililegien der Christen, von denen manche in Wahrheit kaum noch christliche Privilegien sind (der arbeitsfreie Sonntag etwa hat mit einem Zugeständnis an die Christen kaum noch etwas zu tun), sind ein lauer Hauch gegen die Privilegien, die der Islam in Deutschland genießen wird, sobald er über die nötige Macht verfügt.

    • metropolenmond schreibt:

      Das ist das Problem des Denkens in Privilegien, bzw. des Denkens in Clans/Stämmen und den ihnen zugeordneten Vorteilen anderen gegenüber. Diese gilt es aufzulösen und genau das wäre der Weg in eine wirklich moderne Gesellschaft.

    • Krokodil schreibt:

      Ja, weil Privilegien christlicher Traditionen ja nicht nur für Christen gelten. Alle anderen kriegen auch Sonntagszuschlag.

    • Malte S. Sembten schreibt:

      Die christl. Kirchen geließen auch keineswegs Privilegien, „weil es so viele Christen im Land gibt“. So arg viele Christen gibt es gar nicht mehr, und es werden ständig weniger, die Religiosität der Einheimischen nimmt kontinuierlich ab bzw. wird durch andere sinnstiftende Philosophien oder glücksverheißende Bestrebungen ersetzt. Würde die privilegierte Stellung der christl. Kirchen in Deutschland mit der Zahl der Christen im Land korrelieren, dann würden die Privilegien der Kirchen ständig schrumpfen. Es ist jedoch so, dass die Privilegien der christl. Kirchen nicht auf der Zahl der Christen beruhen, sondern auf der christlichen Tradition des Landes. Diese Privilegien werden durch die Macht der Gewohnheit erhalten, nicht durch die Macht der Masse.

  17. Aristobulus schreibt:

    „…wird selbiges wohl bald auch für den Samstag gelten.“

    Schön wär’s, dann wäre der Schabbes endlich mal Schabbes.
    Gemeint war freilich der Freitag. Das ist was Anderes. Weil es am Moslemfreitag nicht um Ojneg Schabbes (Schabbesfreude) geht, sondern um kollektives Aufgeregtsein, um Forderungen, um Zwang und um Frauenhass, um Judenhass und um Dschihad.

  18. sandra schreibt:

    Aber im Judentum hat kein Buch den Anspruch, G#ttes Wort zu sein. Erst die Fakten prüfen, dann motzen. 🙂

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Dann Sandra, sag mir mal, wer dem Moses die Fünf Bücher Deiner Meinung nach diktiert hat.

      • Aristobulus schreibt:

        Im Judentum wied es so gehandhabt, Tapferer:
        Ein paar Rebben diskutieren heftig, und plötzlich erschallt eine Stimme vom Himmel, „gebt Ruh, Rebbe Elieser hat Recht!“
        Verschüchtertes Schweigen.
        Bis Rebbe Gamaliel aufsteht und ruft, „nu, a Stimme vom Himmel kann jeder!, hier geht’s aber nicht um Wunder und Blendwerk, sondern um die Tojre, und die ist ein Vertrag zwischen dir und uns, und wir sind groß genug, um zu erkennen, was drinsteht. Weiteres entscheidet die Mehrheit. Noch Fragen?“
        Nichts mehr ist zu hören, aber jemand meint später, der Ojberschte habe sich gefreut 🙂 , dass seine Kinder nun erwachsen sind. Und dann entscheidet die Mehrheit.

      • schum74 schreibt:

        Auf das Risiko hin, pedantisch zu wirken: Nur im Islam ist die Rede davon, dass Jemand ein heiliges Buch diktiere. Die Tora wird nicht diktiert. „Wa-jomer Haschem el Mosche lemor“ – Haschem sagte zu Mosche. Wir hören die Worte des Menschen Mosche, keine Anderen. Die Botschaft ist vermittelt, was die Rabunim nicht müde werden zu wiederholen.

        • schum74 schreibt:

          Noch einmal, wenn Sie erlauben, weil an dieser Stelle der Unterschied zwischen Islam und Judentum wesentlich ist: Im Islam gilt der Text als göttlich, er ist Allahs eigenes Wort. Im Judentum gilt die Tora als inspiriert. Sie ist Menschenwort.
          Das erklärt Pfarrer Alain René Arbez (« Quel dialogue avec l’islam ? », Dreuz, 06.08.2011) besser als ich es kann:

          „Vergessen wir nicht, dass für Juden und Christen die Bibel eine Sammlung von Gott eingegebener, doch von Menschen verfasster Schriften ist. Dementsprechend kann man die Texte auseinanderklamüsern und analysieren, die Botschaften sortieren, sie in ihrem Kontext und nach ihrer Symbolik interpretieren. Für die Muslime dagegen ist der Koran keine Menschenschrift. Er ist Allahs höchsteigenes Wort. In diesem heiligen Buch hat Allah Wortgestalt angenommen. Daher die absolute Unmöglichkeit, nur ein Komma zu kritisieren, auch die schrecklichste Sure in Frage zu stellen; denn man kann kommentieren, aber nicht interpretieren, ohne der Blasphemie zu verfallen. Demgemäß steht das koranische Wort unbeweglich fest, jede Weiterentwicklung ist ausgeschlossen.“
          http://www.dreuz.info/2011/08/relations-judeo-chretiennes-quel-dialogue-avec-l%E2%80%99islam-par-l%E2%80%99abbe-alain-rene-arbez/

Seid gut zueinander!

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