Illegaler jüdischer Dirigent

Ist es nicht schön, dass der Iran und Deutschland wieder so frei und offen miteinander reden können? Dank des neuen internationalen Vertrags mit dem Iran kann die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit wieder blühen! Vor einigen Tagen erst reiste Sigmar Gabriel nach Teheran, „um die Kapitulationsdividende zu ernten“. Auch die Staatskapelle  Berlin will für die Mullahs spielen, damit die schwulen Männer, die an den Baukränen des Landes hängen, im Takt der großen Meister baumeln können. Es gibt da nur ein Problem!

Der Sprecher des iranischen Kulturministeriums, Hossein Noushabadi, hat erklärt, dass es ein Problem mit dem Dirigenten gibt. Er ist Jude und somit laut Noushabadi aufgrund seiner „Nationalität und Identität“ mit „Israel assoziiert“. Das Kulturministerium bietet aber einen Kompromiss an:

„Das Symphonieorchester kann seinen Dirigenten austauschen und dann erneut um einen Auftritt in Teheran bitten. Nur unter diesen Umständen kann eine erneute Anfrage wieder untersucht werden.“

Das ist doch mal ein Zeichen des guten Willens. Ein wahres Friedensangebot! Im Frieden müssen beide Seiten aufeinander zugehen. Da muss man auch mal einen Dirigenten austauschen können, weil er Jude ist, um des lieben Friedens Willen! Das sollte jeder Jude verstehen und dem Frieden nicht im Wege stehen! Wenn der Dirigent sich weigern sollen, dreht er damit nur an der Gewaltspirale und löst am Ende noch einen Flächenbrand aus!

Der Name des Dirigenten ist Daniel Barenboim! Interessanterweise gehört er zu den schärfsten Kritikern Israels, aber das ist den Herrschenden im Iran egal. Er ist Jude und daher „mit Israel assoziert“! Die Mullahs im Iran wollen Israel vernichten und zwar unabhängig von der Politik Israels. Für sie ist nicht störend, was Juden machen, sondern dass Juden überhaupt was machen! Nicht ohne Grund bedeutet Iran „Land der Arier“!

Wenn Daniel Barenboim sich weigern sollte, seinen Platz zu räumen, wird er nolens volens ein illegaler jüdischer Dirigent werden und die Vereinten Nationen werden sich um ihn kümmern müssen. Ein Boykott der Berliner Staatskapelle wird jedenfalls immer wahrscheinlicher und Schuld daran ist einzig und allein Daniel Barenboim!

Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist?
Warum aber schwieg ich bislang?
Weil ich meinte, meine Herkunft,
die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
Barenboims Daniel, dem ich verbunden bin
und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst,
mit letzter Tinte:
Daniel Barenboim gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
Weil gesagt werden muß,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir – als Deutsche belastet genug – den Meister aus Deutschland endlich auch in Teheran spielen möchten!

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr
zum Verzicht auffordern und
gleichfalls darauf bestehen,
dass Daniel Barenboim den Dirigierstab niederlegt!

Nur so ist allen Menschen, die in dieser
vom Wahn okkupierten Region
dicht bei dicht verfeindet leben
und letztlich auch uns zu helfen!

Alle Musiker der Berliner Staatskapelle müssen untersucht werden. Nicht, dass sich da noch ein Jude hinter Pauken und Trompeten versteckt. Illegale jüdische Musiker sind das Haupthindernis für einen Frieden!

Das wird man sich unter Freunden ja wohl noch mal sagen dürfen!

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22 Antworten zu Illegaler jüdischer Dirigent

  1. levrak schreibt:

    „Nicht ohne Grund bedeutet Iran “Land der Arier”!“
    Das, Mr GB, ist unfair! Die iranische Bevölkerung leidet sehr unter dem Mullah-Regime!, Ausnahme sind die Mullah-Liebhaber. Und die „Arier“ (also ua Iraner, oder iranisch Sprechende) gibt es im Iran (zB) schon lange vor der islamischen Invasion.
    Man sollte den Iranern ganz gewiß nicht die irren Ideen der Nazis unterschieben!
    Wortwitz hin oder weg. A.mOr. 😉

  2. ceterum censeo schreibt:

    Soweit ich gelesen habe, ist dieser Dirigent ein Verräter und eine Schande für sein Land. Er bekommt wohl genau das, was er verdient?

    • Eliyah schreibt:

      Nur weil jemand eine Meinung hat, die ich nicht teile (gar nicht) und sonst auch neben seiner unbestritten guten Arbeit als Dirigent ziemlichen Unsinn macht, gar schädlichen Unsinn, so ist er doch kein Verräter. Diese Betitelung bringt uns nicht weiter. Ausserdem kann nur ein ehemalig Eingeschworener ein Verräter sein. Meines Wissens schwören nur noch Soldaten irgend etwas. Um Israeli zu sein, musst Du nichts schwören. Und ihn als Verräter zu bezeichnen impliziert, dass alle Juden grundsätzlich Zionisten und glühende Israelfreunde sind, bis sie eben Verräter werden. Das ist eine sehr gefährliche Argumentationskette, die sich da auftut.

      • ceterum censeo schreibt:

        Gut, akzeptiere. Wahrscheinlich Gutmensch. Nützlicher Idiot, wenn durch das aktuelle Possenspiel zwei drei Leute von seiner Sorte nachdenklich werden sollten.

        • levrak schreibt:

          „Nützlicher Idiot“ meint einen, der sich freiwillig für eine dumme Sache einspannen läßt, zB ein Barenboim für die BDS-Bewegung und dergleichen. Man (also jene) mag die Juden nicht, aber spannt sie gerne ein als „nützliche Idioten“, wenn sie es mit sich machen lassen.
          Wäre natürlich schön, wenn sich der eine oder die andere bei dem Beispiel (und wir werden dann wohl noch ins Bild gesetzt?) mal zur Selbsthinterfragung veranlaßt sieht.
          Das wünsche ich mir auch. A.mOr. Beste Grüße euch allen hier.

    • Bergstein schreibt:

      Kein Verräter, nützlicher Idiot.

  3. Kanalratte schreibt:

    Herr Barenboim besitzt die israelische Staatsbürgerschaft. Dies dürfte trotz der Tatsache, dass Iran ein mehr oder weniger offenes antijüdisches Programm fährt und Juden dort Bürger 2. Klasse sind, der ausschlaggebende Punkt sein. Er besitzt auch eine palästinensische Ehrenstaatsbürgerschaft, die allerdings eher eine Art Friedenspreis zu sein scheint. Denn als Jude dürfte er dort in diesem Nahost-Kosovo kein regulärer Staatsbürger sein.

    Anders ist es da einen amerikanischen Sänger namens Matisyahu nur deswegen zu schikanieren und ausschließen zu wollen, weil er Jude ist.

    • Kanalratte schreibt:

      Der Iran möchte Israel übrigens vernichten. Lieber heute, als morgen. Überhaupt ist der einzige Konsens aller muslimischen Länder der Hass auf Israel.

      • levrak schreibt:

        Im Iran braucht es einen Wechsel des Regimes, die Mullahs müssen gehen!
        Dann hat Iran wieder eine Chance. Und die wünsche ich Iran sehr!

        Die „muslimischen Länder“ haben vor allem einen Konsenz: ihre eigenen Bevölkerungen auszumerzen, und die Kinder im Blut des Krieges und Gemetzels zur nächsten Generation der eiskalten Mörder zu erziehen.
        Israel geht denen letztlich am islamischen Arsch vorbei, aber der Westen hört es so gerne, daß Israel der Feind sei.
        Was natürlich für die Radikalen aller dieser Länder trotzdem gilt. A.mOr.

  4. AMC schreibt:

    Ein excellentes Gedicht. Schade, dass sein Ur-schöpfer es nicht mehr lesen kann. Als D.B. ausgeladen wurde, sagte ich: „Sicher werden sie das Orchester ohne D.B. in den Iran fahren lassen“, das wäre doch herrlich!“ Damit meinte ich aber, einen makaberen Scherz zu leisten. Nun sieht es doch tatsächlich so aus, oder hat sich das Gerd B. als makaberen Scherz ausgedacht?

  5. Chaya schreibt:

    Wunderbar. Ich hoffe, er kommt hundertprozentig in den Genuss des Judeseins unter deutsch-iranischer Freundschaft. Und wird nicht ins Land gelassen trotz jedmöglicher Beteuerungen palästinensischer Solidarität, die er womöglich zu Tage legen wird, dazu ist dieser Typ fähig. Aber so wie zahlreichen anderen seiner leugnenden und verstörten Gesinnung wird es auch ihm am Ende nicht mehr bringen, denn seine „jüdische Nase“ wird wichtiger sein als all sein heuchlerisches Tun. Willkommen zurück, Dani.

  6. caruso schreibt:

    Ich freue mich nicht nur darüber, daß Barenboim auf die Nase gefallen ist sondern ich freue mich auch wegen der Bundesregierung, die genauso auf die Nase fiel. Nein, über letztes freue ich mich noch mehr. Denn Barenboim ist möglicherweise am „Stockholm-Syndrom“ erkannt, der Bundesregierung geht es aber nur um das Große Geschäft. Und wenn es um das Große Geld geht,
    dann gehen sämtliche „westliche Werte“, sämtliche Moral flöten. Vielleicht noch nie hat sich die deutsche, die westliche Politik dermaßen und für alle sichtbar demaskiert, wie mit dem Iran-Deal und was darauf folgte. Pfuj!!! – gelind gesagt.
    lg
    caruso

  7. Clas Lehmann schreibt:

    Ergebnisoffene Unterwürfigkeit ist eben genau das: ergebnisoffen.

    Obwohl ja dies Ergebnis nicht wirklich verwundert….

    Und a propos offen… um das zu mancher Seite sein zu können, muss man nicht ganz dicht sein.

  8. Eliyah schreibt:

    Ehrlich gesagt, freue ich mich diebisch darüber! Der Iran macht nicht wie die linken Iranversteher in Deutschland einen Unterschied zwischen „guten Juden“ und „bösen Juden“, es sind halt alles Juden. Jetzt kommen die Linksnazis in Erklärungsnot, wenn sie es nicht einfach ignorieren und ausblenden. Und Barneboim? Der ist ein Träumer. Vielleicht weckt ihn das auf.

    • Bergstein schreibt:

      Ihnen beliebt es wohl zu scherzen. Daniel Barenboim soll seine Einstellung ändern?! Für ihn ist es bei Weitem nicht das erste Auftrittsverbot dieser Art. Seine Überzeugungen wurden da-von nicht tangiert. Wenn man krankhaft sich selber bzw. seinem Volk oder seinem Land die Schuld für alles Mögliche gibt, so bestärken derartige Ereignisse denjenigen nur in seinem Wahn.

      Das eigentliche Problem ist jedoch auch gar nicht Herr Barenboim, sondern die Öffentlichkeit im Westen, die der Überzeugung ist, dass Menschen wie Herr Barenboim für Frieden in Nahost sorgen könnten.

Seid gut zueinander!

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