„Abbas kündigt Osloer Nahost-Friedensprozess auf“

So lautet die Breaking News des Tages (30. September 2015) aus dem Nahen Osten. Ich bin mal gespannt, ob wenigstens eine Zeitung die wahre Schlagzeile bringen wird:

„Abbas gibt zu, sich schon lange nicht mehr an den Osloer Nahost-Friedensprozess zu halten“

Darf ich einmal höflich nachfragen, an welche Vereinbarungen sich die Fatah überhaupt noch gehalten hat? Es gibt nur eine Sache, die die Fatah bisher unterlassen hat: die Vernichtung Israels – und vermutlich eher aus Unfähigkeit denn aus Unwille.

In den Osloer Verträgen wurde vereinbart, eine palästinensische Selbstverwaltung zu bilden, die in Wirtschafts- und Sicherheitsfragen mit Israel kooperiert. Die Vorläuferpartei der Fatah (PLO) verpflichtete sich im Gegenzug, aus ihrer Charta alle Passagen zu streichen, die die Vernichtung Israels forderten. Das war der Vertrag!

Die PLO bekam also etwas dafür, dass sie lediglich damit aufhörte zu erklären, Israel vernichten zu wollen. Aus dieser Zusage konstruierten dann nicht wenige selbsternannte Nahostexperten eine Anerkennung Israels durch die PLO. Die Hamas hat die Passagen zur Vernichtung aller Juden weltweit übrigens nachwievor in ihrer Charta stehen.

Die Aufkündigung von Abbas ist somit die offizielle Erklärung, es wieder wie die Hamas zu machen und die Nichtanerkennung der Existenzberechtigung Israels und somit die Erklärung eines Vernichtungskriegs laut herauszuposaunen. Überraschend ist das nicht. Schon bei der 47-Jahr-Feier der Fatah ließ Abbas Mufti Muhammad Hussein folgende Predigt halten.

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Damals ernannte Abbas Muhammad Hussein zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie”. Die Forderung „töte den Juden“ war somit für Abbas niemals weg, sie stand bloß nicht mehr in der Charta seiner Partei. Jetzt hat Abbas erklärt, das wieder zu ändern. Er macht also ernst und will seinen Worten Taten folgen lassen.

***

Am Israel Chai!

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19 Antworten zu „Abbas kündigt Osloer Nahost-Friedensprozess auf“

  1. Kanalratte schreibt:

    Die Palästinenser sind also offenbar nicht an einem Frieden interessiert. Nicht, dass ich das nicht bereits wusste, aber das „From the river to the sea, Philistine will be free“ klingt halt immer so friedlich in meinen Ohren.

    Palästina gehört übrigens den Christen, das wusste auch schon Walther von der Vogelweide, Friede sei mit ihm, mit seinem Palästinalied:

  2. Bergstein schreibt:

    Zwar hat sich PLO verpflichtet, die Passage, die zur Vernichtung des Staates Israel aufruft, aus ihrer Charta zu streichen, dies ist jedoch niemals geschehen. Es wurde also überhaupt keine Gegenleistung von PLO erbracht.
    Ob PLO Israel als Staat anerkannt hat oder nicht, ist völlig wurscht. Maßgeblich wäre nämlich nur Anerkennung Israels als jüdischer Staat. Zwischen Anerkennung des juristischen Gebildes und des Rechtes eines Volkes auf Selbstbestimmung auf einem bestimmten Territorium liegen Welten.

    Angenommen Frauen, die von ihren Männern verprügelt werden, schließen sich zu einem „gegen Prügel e.V.“ zusammen. Würde es etwas an ihrer Situation ändern, wenn ihre Ehe-männer diesen Verein als eine juristische Person akzeptieren? Würde das etwa weniger Prügel bedeuten? Würden Verhandlungen mit diesem Verein weniger Prügel bedeuten? Ist die Frage, ob die Ehefrauen verprügelt werden, überhaupt Verhandlungssache?

    Bei “ gegen Prügel e.V.“ ist die Sache klar, bei Israel verlieren unsere Medien leider voll-kommen jeglichen gesunden Menschenverstand.

  3. brathering schreibt:

    Ein Auszug aus den bisherigen Bemühungen der palästinensischen Seite, die Osloer Vereinbarungen mit Leben zu erfüllen:

    Fatah Twitter, Aug. 14, 2015
    Fatah Tweet shows Abbas next to a map portraying Israel as “Palestine
    (…)
    Image shows PA Chairman Mahmoud Abbas next to a map that includes the PA areas as well as all of Israel, with the word “Palestine” adjacent to the map”.
    Text in image: “A right that has claimants is not lost”

    Released terrorist who kidnapped and murdered Israeli civilian congratulated on birth of his son by PA Governor and PA minister
    Source: Facebook page of District Governor of Ramallah and El-Bireh Laila Ghannam, July 16, 2015
    (…)
    Her Honor District Governor [of Ramallah and El-Bireh] Laila Ghannam and His Honor Minister [and Director of PLO Commission of Prisoners’ Affairs] Issa Karake visit released prisoner Ismat Mansour from the village of Dir Jarir and congratulate him on his newborn baby.”

    http://palwatch.org/main.aspx?fi=1020

    PA officials celebrate the life of a prisoner who planned the kidnapping and killing of an Israeli soldier
    http://palwatch.org/main.aspx?fi=1020&doc_id=15179

    Wer solche Verhandlungspartner hat…

  4. Krokodil schreibt:

    Ich empfehle jedem halbwegs belastbaren Menschen sich die Rede dieses beep anzuhören, welche er vor den UN gehalten hat. Er hat wirklich keine der altbekannten Lügen ausgelassen.
    Ich möchte diese Lügen hier nicht alle aufzählen, aber es ging die ganze Klaviatur hoch und runter, vom Wasser über grundlos zerstörte Gebäude, Kindermörder usw., bis hin zur allgemein bekannten und höflich verschwiegenen Lüge, er sei der demokratisch gewählte Präsident eines „palästinensischen Staates“.
    Und von einer funktionierenden Einheit mit der Hamas hat er auch noch geträumt.
    Das einzig gute daran: Israel hat einen Gegner, der komplett plemplem geworden ist, wenn er es nicht schon immer war.

  5. peter schreibt:

    Kein Zufall, dass dies am selben Tag passiert ist:
    http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-34398174

  6. A.mOr schreibt:

    Leute. Immerhin ist der Terrorfreund und Unterstützer von Mördern diesmal nicht nur auf arabisch ehrlich. Fortschritt?
    Na gut, Eliyah, „weil er damit durchkommt, der Sack!“
    So wird’s dann wieder sein, sehr vermutlich…
    Vielleicht hat er aber auch nur Angst vor daesh?

    • Dante schreibt:

      Na gut, Eliyah, “weil er damit durchkommt, der Sack!”
      So wird’s dann wieder sein, sehr vermutlich…

      Das liegt dann aber an einer „Weltöffentlichkeit“, die sich schon im Fall Rwandas 1994 als moralisch deutlich verkommener erwiesen hat als der gegen seine spätere Behauptung durchaus mitwissende Mitläufer im Dritten Reich, dem man wenigstens zugute halten kann, dass er eine Gestapo zu fürchten hatte.

      Vielleicht hat er aber auch nur Angst vor daesh?

      Der vielleicht einzig halbwegs sympathische Zug an Daesh: Dass selbst eingefleischte Islamisten und Judenhasser vor denen Angst haben. Abbas will an der Seite von HaSSmas weiter die Vernichtung Israels betreiben? Soll ihn Daesh holen!

      • A.mOr schreibt:

        Zustimmung & 😈
        (Anmerkung: diese Eingefleischten wissen im Gegensatz zu gewissen Theoretikern und „über’s böse Lesende“ sehr genau, daß die Grausamkeiten, wie man sie etwa bei liveleak hin und wieder betrachten kann, tatsächlich stattfinden, und nicht nur Schmuddelkino sind. Und sie nehmen es genau so ernst, wie jeder, der sich der -gibt’s das noch?- Mafia anschließt.)

  7. Dante schreibt:

    Warum ist Mammut Americanum ausgestorben, während Mammut Abbas lebt? Die Welt ist himmelkreischend ungerecht.

  8. Eliyah schreibt:

    Ich könnte kotzen. Wirklich. Der behauptet doch laut SPON tatsächlich, die Palis wären die einzigen, die sich an die Osloer Verträge gehalten hätten und hätten nun die Nase von den vertragsbrüchigen Israelis voll. Das ist so eine dreiste Lüge, dass mir die Hutschnur platzt! Warum? Weil er damit durchkommt, der Sack! Das kann doch nicht angehen! Aaaaaaahhhh!!!

  9. Taubiola schreibt:

    Ich bin auf die Schlagzeile in der SZ gespannt … ich fange dann mal an zu essen, damit ich morgen früh genug kotzen kann

  10. Adolf Breitmeier schreibt:

    Wer mit Mohammedanern Verträge schließt, der sollte vorher schauen, wie Mohammed ,,seine“ Verträge einhielt > nämlich gar nicht, nach drei Jahren oder höchstens zehn Jahren verloren sie ihre Gültigkeit. Seinem Vorbild gilt es nachzueifern.

  11. Chaya schreibt:

    Weisst du, warum ich mich schaeme, wenn ich diese Nachricht lese?
    Ich schaeme mich, dass die Entscheidungstraeger meines Landes es nicht schon lange vor ihm getan haben.

Seid gut zueinander!

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