Wenn der Vater mit dem Sohne!

Am 17. Juli 2015 erreichte mich diese Nachricht:

“Ach du kacke. .weißt was brennt? Rasierwasser nach ner nassrasur brennt….aber bestimmt keine toten juden. Huch…wortwitz…die brennen ja auch 😀 kleiner Witz am rande…
Versteht ihr aber eh nicht…. 😀 vielleicht liegst bei mir richtig…aber eins sollte jeder jude wissen (und nein das ist kein aufruf oder sonst ein von euch gern an den haaren herbei gezogener antidingsbums aufruf zum völkerblabla etc. )…(das ist nur meine meinung) die überheblichkeit und bloße anwesenheit des juden auf der welt, hat schon immer gereicht, ihn von selbiger zu tilgen…nicht das es mir leid tun würde, oder auch nur ansatzweise interessiert….ihr könnt euch solang beweihräuchern und hervorheben wie ihr wollt…ihr werdet immer das sein, was ihr seid jahrtausenden seid…ein von der mehrheit der menschen ungeliebtes volk! Und das ist jetzt kein antisemitismus….zumindest nicht in meinen augen…das ist einfach nur ne tatsache. Schon die tatsache, das ihr verlangt, das man 1000 jahre vor euch auf die knie fallen müsse, nur weil ein paar von euch getötet wurden…shit happens…lebt endlich damit…..die mehrheit der deutschen tut es auch und interessiert sich nen scheiß für euch…es sei denn in den medien wirds mal wieder groß breit getreten…dann hält die welt für 2 sec. den atem an, um dann dort weiter zu machen, wo sie aufhörte! Ihr seid als menschen bestimmt nicht verkehrt…zumindest der einzelne…aber so wie ihr euch hier gebt, seid ihr einfach nur traurige gestalten ohne rückgrad und nichtmal bemitleidenswert! Rechtschreibfehler dürft ihr behalten…musste fix gehen… bis dann”

Ein paar Tage später schrieb er mir, für den anonymen Anruf verantwortlich zu sein, wo ich als “dreckige Judensau” beschimpft wurde und mir geraten wurde, ich solle mein Maul halten und “mich in Judäa im Sand verbuddeln”.

Ich erstatte sofort Anzeige. Die Recherche der Email-Adresse ergab zwar, dass die Bestandsdaten mit falschen Personalangaben bei GMX hinterlegt worden waren, allerdings konnte die dort angegebene Bankverbindung ermittelt werden. Im Rahmen der zeugenschaftlichen Vernehmung erklärte der Kontoinhaber, mit der Sache nichts zu tun zu haben, weil die Email-Adresse von seinem Sohn genutzt werde.

Das bringt die Staatsanwaltschaft von Erfurt nun zu der folgenden Erkenntnis:

„Im Ergebniss kann jedoch nicht objektiv festgestellt werden, wer von beiden bzw. ggf. auch ein weiterer Dritter unter der Email-Adresse axxxxxx@gmx.de den Blockeintrag am 17.07.2014 eingestellt hat.“

Daher kommt die Staatsanwaltschaft Erfurt zu diesem Ergebnis:

„Nach dem Ergebnis der Ermittlungen kann nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, dass der Beschuldigte die Eintragungen im Blog sowie den Anruf getätigt hat.

Hierfür wäre erforderlich, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest steht und nachgewiesen werden kann, dass sämtliche zur Rede stehenden Tathandlungen dem Beschuldigten zugerechnet werden können.

Vor diesem Hintergrund kann dahinstehen, ob die Äußerungen im Blog objektiv volksverhetzenden Charakter haben.“

Somit gilt:

„Das Ermittlungsverfahren wird gemäß §170 Abs. 2 StPO eingestellt.“ (Aktenzeichen: 581 Js 38318/14)

Wenn der Vater mit dem Sohne!

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38 Antworten zu Wenn der Vater mit dem Sohne!

  1. Minus schreibt:

    Wenn schon, dann Sippenhaftung – nicht Sippenhaft!

  2. CWeiss schreibt:

    Die juristische Frage ist die Eine. Aber dieser extrem unantisemitische Mensch, der schon seit 1000 Jahren auf den Knien lebt und so desinteressiert an Juden ist, dass er solche Post verschickt, braucht doch auch therapeutische Hilfe. Also findet den armen Menschen hinter der Email-Adresse gefälligst!

  3. abusheitan schreibt:

    Lautet die email-Adresse von Vater und Sohn etwa „palimpalim@gmx.de“? 😉

  4. American Viewer schreibt:

    Mit der totalen Facebook-Kontrolle durch Heiko Maas wäre das nicht passiert! (Ironie off)

  5. Kanalratte schreibt:

    Auch so ein kurioser Rechtsfall:
    http://www.n-tv.de/panorama/Allgaeuer-Islamistin-bekommt-Bewaehrung-article16222941.html

    „Allgäuer Islamistin bekommt Bewährung

    Das Urteil gegen die sogenannte Allgäuer Islamistin ist rechtskräftig. Damit bleibt es bei einer Bewährungsstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte ein härteres Urteil für die Mutter gefordert, die in Syrien mit einem Al-Nusra-Kämpfer liiert war…
    Die 30-jährige Frau aus dem Allgäu war zum Islam konvertiert. Im Januar 2014 reiste sie mit ihren damals drei und sieben Jahre alten Töchtern nach Syrien. Dort wurde sie die Zweitfrau eines „Gotteskriegers“. Dieser hatte sich der Al-Nusra-Front angeschlossen, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Von ihm ließ sie sich im Umgang mit Schusswaffen einweisen, um ihre Familie bei Angriffen der syrischen Armee oder von Kämpfern gegnerischer Gruppierungen zu verteidigen. Nach ihrer Rückkehr verurteilte das Landgericht die Frau aus Immenstadt im Allgäu wegen Entziehung Minderjähriger. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Revision beim BGH ein: Sie hatte drei Jahre Haft gefordert und wollte eine Verurteilung auch wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erreichen.“

    Besonders das ist ulkig:

    „Dass die Frau in Syrien schießen lernte, um ihre Kinder vor Angreifern zu schützen, könne ihr nicht als sogenannte Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen werden, heißt es nun in dem Urteil. “

    Terroristen bekommen in Deutschland Bewährung, „Facebook-Hetzer“ kommen 2 Jahre in den Knast!!!

  6. Eliyah schreibt:

    Es geht doch nicht um Sippenhaft, sondern darum, dass trotz starker Indizien nicht weiter nach Beweisen gesucht wurde, sondern einfach aufgegeben wurde.

  7. Dante schreibt:

    Allen, die rasch dabei sind, wenn es darum geht, die Kröte in Schutz zu nehmen, ein kleiner Tipp für den Inhalt: Streiche im Geiste das Wort „Jude“ und setze z.B. „Türke“ (vorzugsweise wenn man selbst Türke ist).
    Wenn man dann immer noch stärker empört über „Sippenhaft“ als darüber ist, dass ein Erwachsener, sich hinter dem breiten Rücken seines Sohnes versteckend, ungestraft cybermobben oder (seinen Sohn nämlich) cybermobben lassen kann, hat Anspruch daran, dass sein Anliegen gehört wird – was nicht notwendigerweise heißt, dass ihm auch uneingeschränkte Zustimmung zuteil wird.

  8. ceterum censeo schreibt:

    Man ist im ersten Moment versucht, zu sagen: Viel Feind, viel Ehr! Aber so einen Kretin kann man ja nicht als Feind bezeichnen. So wie der Hundehaufen, in den man tritt, trotz seiner Widerwart kein Feind, sondern nur ekelig ist. Passen Sie trotzdem auf sich auf , denn heutzutage haben die Menschen wohl immer niedrigere Hemmschwellen. Siehe Pirincci, dem man nur dämlich feixend eine Cola über den Kopf gegossen hat, der jedoch genauso gut tot sein könnte, wenn der Täter ein anderes Kaliber gewesen wäre.

  9. Couponschneider schreibt:

    Komisch, bei illegalen Downloads von Musikdateien ist man viel eifriger, wenn es um die Ermittlung dessen geht, wer sich hinter einer IP-Adresse verbirgt. Und einmal ermittelt, ist man schuldig, auch wenn es praktisch der Download nicht machbar war. Die Sicherstellung, wer sich zum Zeitpunkt t hinter einer IP-Adresse steckt, ist eben doch nicht so einfach, entgegen jeder richterlichen Aussage.

    Ich glaube, die Polizei wollte nur verhindern, dass ein unbescholtener Israelkritiker als Antisemit bezeichnet wird. 🙂

    Aber man es auch so sehen: Die Juden sollen ja hinter allem stecken und die Fäden in der Hand haben: Weltbank, US-Regierung, Börse, alles. Aber die Marionettenfäden reichen noch nicht einmal in die deutsche Staatsanwaltschaft. Damit wäre doch schon ein anitsemitischer Mythos falsifiziert.

    • gnaddrig schreibt:

      Jahaha, bei illegalen Downloads ist ja auch GELD im Spiel. Da kann man abmahnen, Unterlassungserklärungen verlangen und pro illegaler Downloaddatei Unmengen Zaster abgreifen. Das alles mit überschaubarem Arbeitsaufwand. Natürlich kreisen sie da wie die Schmeißfliegen um den Kuhfladen. Bei irgendwelchen antisemitischen Unflätigkeiten gibts bestenfalls eine freundliche Erwähnung bei der Dienstbesprechung zu gewinnen, dafür läuft keiner zu Hochform ab.

      Und was die Falsifizierung angeht, die sind bestimmt alle so mit Geldscheffeln beschäftigt, dass sie nun wirklich nicht jedem kleinen Staatsanwalt auf die Finger schauen können. Das haben die unbescholtenen Israelkritiker Vater und Sohn gewusst und elegant offengelegt. Voll selbstlos, sowas…

      • Dante schreibt:

        Wenn Geld das Zentrale wäre, würde man nicht Milliarden in die PA- und HaSSmas-regierten Regionen pumpen. Auch der Holokaust war zwar auch ein gigantischer Raubmord, sofern die Opfer wohlhabend waren, aber der Judenhass dürfte doch eher primär gewesen sein und nicht ein nur durch Geldgier induzierter – und Judenhass kommt letztlich von Machtgier. Zwar kann Geld Macht bedeuten, aber es ist nicht dasselbe. Vor allem ist Macht eine viel stärkere Droge.

    • Dante schreibt:

      Wenn antijüdische Vorurteile und Verschwörungs“theorien“ Übertragung wären, d.h. wenn Judenhasser gerade die Eigenschaften besitzen, die sie den Juden zuschreiben – für mich eine unverrückbare Tatsache – dann haben sie auch ihre dreckigen Finger überall drin. Das erklärt den mangelnden Verfolgungseifer in diesem Fall.

    • caruso schreibt:

      Wenn wir Juden so viel Geld, so viel Macht besitzen, warum bin ich (und beiweitem nicht nur ich) dann auf Sozialhilfe angewiesen? Bis dato habe ich nirgends eine Antwort bekommen, gefunden.
      lg
      caruso

      • Eitan Einoch schreibt:

        Alles Tarnung! Du bist gar nicht auf Sozialhilfe angewiesen, hast dein Vermögen auf einer der vielen Banken, die dir gehören, nur sehr gut versteckt. Da du außerdem die Politiker und Behörden kontrollierst, wird man dir eh nie etwas nachweisen. Verdammt raffiniert!

        Aber lass die Sozialamtsleute bloß nicht das Goldbeutelchen um deinen Hals sehen! X-D

    • Eitan Einoch schreibt:

      Falsifiziert? Nein, denn das gehört alles zum perfiden Plan der Juden. Sogar der Holocaust war von den Zionisten inszeniert. Wusstest du das nicht?
      Eine Wahnvorstellung kann man nicht falsifizieren!

  10. gnaddrig schreibt:

    Naja, man kann ja in einem Rechtsstaat schlecht jemanden verurteilen, wenn nicht eindeutig nachgewiesen ist, dass er das auch verbrochen hat. In so einem Fall wie hier tragisch, aber die Alternative wäre auch nicht besser. Das gabs in der DDR, das gibts überall im Nahen Osten (außer wohl in einem bestimmten kleinen Land am Mittelmeer), das müssen wir hier nicht wieder einführen. Dass solche Dreckschleudern ungeschoren davonkommen ist natürlich trotzdem unsäglich.

    Aber von wegen feststellen, wers war: Fehlt eigentlich nur noch, dass ein Staatsanwalt kommt, heh, Buurmann, wasn das da fürn Dreck auf Ihrem Blog, das ist Volksverhetzung ist das, gleich mal mitkomm…

  11. Paul schreibt:

    Habe „Gefällt mir“ markiert, aber nur um Dir zu sagen, dass es mir überhaupt nicht gefällt.

    Das erinnert mich an den Einbruch im KDW. Es konnte eine DNA sichergestellt werden. Sie gehörte einem Zwilling. Es war nicht möglich nachzuweisen welcher Zwilling am Tatort war. Deshalb konnte keine Anklage erhoben werden. Hier ist es genau so. Es war nicht möglich nachzuweisen, wer die Mail geschrieben hat. Deshalb lief die Strafverfolgung ins leere. Man hätte umfangreiche „Schriftanalysen“ durchführen können, da jeder Mensch typische Redewendungen und Formulierungen benutzt. Auch charakteristische Rechtschreibfehler würden einen Indizienbeweis unter Umständen ermöglichen.
    Dazu war die Sache wohl nicht wichtig genug. Sowas macht man erst, wenn der Bedrohte schwer verletzt oder tot ist.
    Lieber Gerd, deshalb gib die Hoffnung nicht auf. (Das war jetzt schwärzester Sarkasmus.) Was soll mir auch sonst dazu einfallen.

    Herzlich, Paul

    • Couponschneider schreibt:

      War das im KDW wirklich vorgefallen? Natürlich lässt sich damit prima der Täterkreis auf zwei Leute einkreisen. Gefundene DNS beweisen erstmal nichts. Man kann Alibis prüfen und den dann wird sich einer der Zwillinge als Täter herauskristallisieren.

  12. Taubiola schreibt:

    Los, lasst uns alle eine gemeinsame e-Mail-Adresse machen und wahllos Leute beschimpfen! Wird bestimmt witzig.

  13. unbesorgt schreibt:

    Gilt diese Unbestimmbarkeit eigentlich auch bei Schizophrenie oder nur bei Bankkonten und eMail-Adressen? Wäre ein guter Trick in der Kneipe, wenn der Deckel kommt.

  14. Bruno Becker schreibt:

    Wenn ich sowas lese, empfinde ich wenige Minuten lang nicht mehr die Scham, so ein Feigling zu sein und mich ewig bedeckt zu halten, sodass mich solcherlei Zeugs nie erreicht.
    Aber nur wenige Minuten lang.

  15. anti3anti schreibt:

    Lieber Gerd,
    die Polizei ist doch schnell und ehrlich, leider überlastet. Die Gerichte haben keine Lust und keine Kraft mehr.
    Vorschlag: Teile und die vollständige Email-Adresse axxxxxx@gmx.de mit! Wir wissen nun alle, wie man sicher und ungestraft hetzt. Wer sich nicht traut, kann denn Hetzstand vor dem Dom zu Kölle besichtigen.

  16. davidwonschewski schreibt:

    Schon seltsam, auf jeder Baustelle finden sich Schilder, auf denen klar nachzulesen ist wer zur Verantr gezogen wird, wenn der Nachwuchs außer Rand und Band agiert. Hier hingegen taugt die Verwandtschaftliche Beziehung also zur veritablen Ausrede? Man muss wohl Jurist sein, um das zu begreifen.

    • Dante schreibt:

      Vergessen Sie nicht, dass dies hier antijüdische Hetze ist, und die scheint in Europa – längst nicht nur in Deutschland – unter einer Art Denkmalschutz zu stehen. Oder, anders ausgedrückt, der Apparat ist von heimlichen Sympathisanten antisemitischer Ausfälle durchsetzt wie ein kranker Körper von Metastasen.

    • Bergstein schreibt:

      Man muss Jurist sein. Diese Schilder sind tatsächlich alle falsch. Es ist genau andersrum, die (minderjährigen) Kinder haften für ihre Eltern und nicht umgekehrt, § 278 BGB. Allerdings können die Eltern unter Umständen schon für die Verletzung ihrer Aufsichtspflicht haftbar gemacht werden, dann haften sie aber für eigenes Verschulden, nämlich für die Unachtsamkeit und nicht für das Handeln des Kindes als solches.

      • Dante schreibt:

        Es ist genau andersrum, die (minderjährigen) Kinder haften für ihre Eltern und nicht umgekehrt, § 278 BGB.

        So widersinnig das eigentlich ist, es scheint zu stimmen:

        Der Schuldner hat ein Verschulden seines gesetzlichen Vertreters und der Personen, deren er sich zur Erfüllung seiner Verbindlichkeit bedient, in gleichem Umfang zu vertreten wie eigenes Verschulden. Die Vorschrift des § 276 Abs. 3 findet keine Anwendung.

  17. Dante schreibt:

    Mit Gottes Hilfe wird es das jüdische Volk auch noch geben, wenn Vater und Sohn längst verrottet sind.

  18. Eliyah schreibt:

    Mit anderen Worten: Jeder kann hetzen und bedrohen wie er will, wenn er nur nicht alleine lebt.

Seid gut zueinander!

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