Bitte um Rückruf

Meine Frau hat mir gerade eine SMS geschickt:

„Gerd – ich find’s ja witzig … gerade eben rief ein Herr auf Festnetz an mit anonymer Nummer und hat mich angeschrien, ich wäre eine „dreckige Judensau“ und ich solle mein Maul halten und „mich in Judäa im Sand verbuddeln“ – als er fertig war, hab ich dann ganz freundlich gesagt: „ah, ich weiß, mit wem Sie sprechen wollen, der Herr Buurmann ist gerade nicht da, aber wenn Sie mir Ihre Nummer geben, ruft er Sie gerne zurück“.

Der Mann hat dann einfach aufgelegt. :)“

Lieber Anrufer,

bitte rufen Sie doch noch mal an und hinterlassen Sie Ihre Nummer. Sie haben sich so überwunden, mir Ihre Gefühle zu offenbaren. Ich würde Ihnen gerne angemessen antworten.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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58 Antworten zu Bitte um Rückruf

  1. Alex schreibt:

    Glückwunsch! Tolle Reaktion! Tolle Frau!

  2. A.S. schreibt:

    Großartig reagiert. Auf diese Idee muss man in der Situation spontan erst mal kommen.
    Kompliment!

  3. mike hammer schreibt:

    Der Boss ist Super, auch ohne Mario,
    und so wie es aussieht, ist Frau Boss auch Klasse!

    empfehle trillerpfeife neben das telephon zu legen unw notfalls pfeifen. ein wahrlich
    lustiger telephonstreich, und
    witzig weil so verwirrend.

  4. Paul schreibt:

    Auch ich spreche Deiner Frau , lieber Gerd, meine Anerkennung aus.
    Telefonterror ist so ziemlich das feigste was jemand machen kann.
    Ich würde aber trotzdem eine Anzeige erstatten. Vielleicht ist es doch möglich den Anrufer auch bei unterdrückter Telefonnummer zu identifizieren.
    Mal ein Kalauer:
    Vielleicht kann man die unterdrückte Telefonnummer befreien.

    Herzlich, Paul

    • aurorula a. schreibt:

      Leider, seitdem die Vorratsdatenspeicherung verboten wurde, schwieriger. Was die Polizei stattdessen kann weiß ich allerdings auch nicht.

  5. Ima schreibt:

    Ich empfinde großen Dank und großen Respekt gegenüber Herrn Buurmann und seiner Frau.

    Nur witzig finde ich die Angelegenheit nicht, sie macht mir Angst.
    Für mich ist es ein Unterschied ob man vom Judenhass selbst betroffen ist oder sich für eine gerechte Sache einsetzt, wie Herr Buurmann und seine Frau.

    Ich nehme mal an, wenn meine Familie oder ich so einen Anruf bekommen würden, hätte ich keine ruhige Minute mehr.
    Diese hasserfüllten Demonstrationen finde ich unerträglich.
    Und ja, inzwischen denke ich darüber nach, ob Auswandern nicht doch eine Option ist.

  6. ceterum censeo schreibt:

    Und an die anderen: Nehmt Euch ein Beispiel an der Buurmannns Frau! Albereien und Fäkalsprache stehen Euch wirklich nicht gut zu Gesicht. Naja, zumindest die Fäkalsprache nicht. Lieber nachdenken, wie man helfen und mehr gegen das Böse tun kann. Verzeiht das Pathos, aber selbst als Agnostiker beginne ich in diesen Tagen an das Böse zu glauben! Man müßte blind sein in diesen Tagen, wenn´s anders wäre. Aber wo Böses ist, müßte ja auch Gutes sein? Wir werden sehen.

    • Dante schreibt:

      Aber wo Böses ist, müßte ja auch Gutes sein? Wir werden sehen.

      Das ist nicht zwingend. Lesen Sie mal Orwells „1984“, wenn Sie es nicht schon getan haben. Darin finden Sie die Darstellung einer Welt, in der es nichts Gutes gibt, sondern ausschließlich Böses. Es gibt drei Superstaaten Ozeanien, Eurasien und Ostasien, die andauernd im Krieg miteinander liegen, wobei die Koalitonen ständig wechseln, der jeweils gegenwärtige aber laut Partei schon immer bestanden haben soll. Der Rest der Welt ist einfach nur Kriegsgebiet. In Ozeanien (bestehend aus beiden Amerika, Australiern und den britischen Inseln) herrscht der INGSOC, in Eurasien der Neobolschewismus und in Ostasien der sogenannte Sterbekult, besser mit „Kult der Auflösung des eigenen Ich“ übersetzt. In jedem Superstaat gelten die .Ideologien der anderen als grober Verstoß gegen die Moral und den gesunden Menschenverstand, was objektiv gesehen übrigens stimmt, denn sie gleichen sich auf’s Haar.
      Und sie sind sehr grausam und werden immer grausamer („Fortschritt ist immer Fortschritt zu größerer Pein,“ O’Brien zu Winston Smith). Wenn die Welt tatsächlich so oder ähnlich wäre, würde einen Meteoriteneinschlag von der Dimension des KT-Ereignisses niemand bedauern oder hätte zumindest objektiv keinen Grund dazu.

      • ceterum censeo schreibt:

        In der Zone gab es in Bibliotheken einen „Giftschrank“ aus dem Studenten zu reinen Studienzwecken verbotene Bücher ausleihen durften. Sogar das grottendämliche „Mein Krampf“ war dabei. „1984“ war nicht im Giftschrank. Es war NICHT EXISTENT, vaporisiert sozusagen! Komisch, nicht? Sei´s drum, wir haben´s trotzdem irgendwie bekommen und gelesen. Und Sie haben Recht, alles deutet auf so eine Entwicklung hin. Der ganze EU- Dreck scheint ja dem Buch entsprungen. Wobei die Rolle der Orks mir noch nicht ganz klar ist, zumal Orwell diese Misere nicht voraussehen konnte.
        In Bradburys „Fahrenheit 451“ gibt es wenigstens am Ende Hoffnung. Sonst kann man sich ja gleich entleiben.

        • Dante schreibt:

          .“1984″ war nicht im Giftschrank. Es war NICHT EXISTENT, vaporisiert sozusagen!

          Wir hatten eine Art Gesamtausgabe Orwell; „1984“ habe ich als Erstes im Alter von 14 Jahren zum ersten Mal gelesen, und zwar in einer Nacht. Wenn ich auf’s Klo musste, was angesichts der Spannung häufig vorkam, blickte ich unwillkürlich die Treppe hinunter ins Dunkel und hatte das ungute Gefühl, von dort aus von der Gedankenpolizei beobachtet zu werden. Mir war schon damals klar, dass die UdSSR seiner Zeit das Vorbild Orwells für den Roman war; die Beschreibung des Großen Bruders passt auf Stalin, die Immanuel Goldsteins auf Trotzkij. Ich kann mir also durchaus vorstellen, dass und warum man dieses Buch im Realsozialismus nicht unbedingt verbreitet wissen wollte.

          Und Sie haben Recht, alles deutet auf so eine Entwicklung hin.

          Das habe ich nicht behauptet. So pessimistisch bin ich nicht. Auch Orwell betrachtete den Roman nicht als Prophezeihung, sondern als Warnung, davor, dass etwas Ähnliches entstehen könnte.

          Der ganze EU- Dreck scheint ja dem Buch entsprungen.

          Die EU als Idee finde ich gar nicht schlecht. Dieses Jahr jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. mal, und die EU wurde ins Leben gerufen, um genau so was zu verhindern.

          Wobei die Rolle der Orks…

          Uruk-Hai. die Belagerer von Helms Klamm stammten aus Isengard und standen unter dem Befehl Sarumans.

          …mir noch nicht ganz klar ist, zumal Orwell diese Misere nicht voraussehen konnte.

          In Orwells Welt scheint mir Religion im eigentlichen Sinne (also mit persönlichem Gott) eine geringe Rolle zu spielen. Dafür ist INGSOC eine Art Religion bzw. nimmt diese Rolle ein. Die Rolle des persönlichen Gottes hatte in der UdSSR Stalin inne, in Orwells Welt dementsprechend der Große Bruder. Umgekehrt trägt der Gott der religiösen Extremisten und Fundamentalisten, egal ob christlich oder muslimisch, Charakterzüge Stalins bzw. des Großen Bruders.

          • ceterum censeo schreibt:

            Sogar der Tabak ist uns, ganz wie dem armen Winston im Buch, aus unseren stinkenden Kippen gerieselt.

    • Dante schreibt:

      Nachtrag: Wenn man sich die Gesellschaft nach den Vorstellungen radikalislamischer Strömungen vorstellt, wird einem, der „1984“ gelesen hat, die verblüffende Ähnlichkeit zu den genannten Gesellschaften auffallen. Alles, was unschuldige Freude macht, ist nämlich verboten (nicht gesetzlich, Gesetze in dem Sinne gibt es nämlich nicht, aber sie gelten als Resultat von Gedankenverbrechens), dafür sind Hinrichtungen Volksfeste, die sogar von Kindern begeistert besucht werden („Hängen seh’n, Hängen seh’n!“).

      • Aristobulus schreibt:

        Weißt Du, Dante, ob diese Welt von 1984 ‚wirklich‘ so aussieht, wie die INGSOC-Partei es sagt? Glaube mich zu erinnern, dass Orwell der Versuchung entging, der allwissende Autor zu sein. Womit (wenn es denn so ist) dieses System des Irrsinns die ganze Welt ausblendet, indem es sich die ganze Welt mitdamt Wahrnehmung erschafft, so als Blase, die sich als Ganzes und Einziges gilt.

        Wie der Nazionalislamismus, der so für sich als Blase existiert und wütet, als Blase, die platzen will

  7. ceterum censeo schreibt:

    Ihre Frau ist eine wirkliche Dame! Läßt sich nicht auf das Gossenniveau eines solchen asozialen Subjektes herab. Beschützen Sie sie und passen Sie bitte auf sich selbst auch auf! Der Wind wird stärker wehen, wenn Sie standhaft bleiben!

  8. Kanalratte schreibt:

    Ziemlich feige Aktion, dann einfach aufzulegen.
    Da war die Muffe dann einfach zu groß.

    Naja, „Israelkritiker“ zu sein ist auch die Tage nicht leicht.

    • Aristobulus schreibt:

      So sindse, die Stalker und Denunzianten.
      Die Telefonnummern von Anrufern sind übrigens ohne Probleme rauszufinden

      • Kanalratte schreibt:

        Wo bleibt ihr Mitleid dafür, dass der Anrufer sich vorher mit Spirituosen den Mut angetrunken hat, um bei einer „Judensau“ anzurufen?

        Die Gemeinsamtkeit zwischen einem Baby und dem Anrufer ist, sie hängen beide an der Flasche. Kognitive Gemeinsamkeiten nicht auszuschließen.

        • Dante schreibt:

          Ich verbitte mir eine derartige Unterschätzung von Säuglingen. Die frühere Ansicht, diese seien „Reflexbündel“, ist wissenschaftlich widerlegt.

          • Aristobulus schreibt:

            Wenn ein Säugling anruft, strotz der Anruf gemeiniglich von Niedlichkeiten.
            Wenn aber ein flaschehaltender Hasswiderling anruft, strotzt der Anruf nur von gemeinen Widrigkeiten

          • Dante schreibt:

            Da stimme ich Dir zu, wobei ich eher von Widerlichkeiten reden würde. Ich spielte jedoch auf die genannten angeblichen kognitiven Gemeinsamkeiten an.

          • Kanalratte schreibt:

            Das Baby ist aber noch in der Entwicklungsphase. Ich wollte da niemand beleidigen.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Aristobulus
        Wie gesagt, einzig Tarzan kennt ihre richtigen Telefonnummern. Spricht er doch ständig mit Affen.

  9. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Könnte jemand die Schnecke betreuen, die soeben die Kommentar-Moderation überholt hat?

  10. Toitone schreibt:

    Das hast du aber fein gesagt 🙂 und das du meinen namen immer so fein verfremdest…ich hab schon früher damit gerechnet „braver junge..kopftätschel“ 😀

  11. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Ihre Frau ist echt klasse, Gerd Buurmann! Passt zu Ihnen.

  12. Mr. Römpöm schreibt:

    Gerd: vielleicht hat die dämliche Arier-Fotze nur den Schlüssel zu seiner schlecht gestreicherten Nazi-Schweinewohnung verlegt, oder sein dreckiges Reichsparteitags-Auto hat einen Platten, oder der Ley ist ihm zerbrochen, und er hat nur jemanden zum Ausheulen gebraucht!
    Deine Frau ist jedenfalls sowas von cool! 🙂

    • Dante schreibt:

      Das ist jetzt aber kein korrektes pars pro toto. Es soll sich nämlich um einen Mann gehandelt haben (s.o.). Die obenstehende Bezeichnung „Herr“ für jemanden, er sich so ausdrückt, kommt mir nicht über die Tasten.

      • Aristobulus schreibt:

        Dann war’s der Herr*mann oder einer, der ihm herrenunmenschlich zu nahesteht.

        • Nikolaus schreibt:

          Scheinheiliger Aristobulus, deine Anschuldigungen: Dann war´s der Herr*mann oder einer, der ihm herrenunmenschlich zu nahsteht.
          Ist eine Anzeige wegen Verleumdung, wert.
          Kann es sein das diese Geschichte, erstunken und erlogen ist?
          Wo sind die Beweise?

          • Aristobulus schreibt:

            Anzeige her, Sie stinkendes Maul aus Kölle. Sie schnüffelnde Nase ohne Kontur, die glaubt, etwas zu denken, und der immer nur ein Nichts im Nichts vor sich herdenkelt.

            Anzeige sofort!, anderenfalls das schmutzige Maul halten zu wollen gütigst gefragt worden zu sein.

      • Mr. Römpöm schreibt:

        Lieber Dante:
        „Das ist jetzt aber kein korrektes pars pro toto. Es soll sich nämlich um einen Mann gehandelt haben (s.o.). Die obenstehende Bezeichnung “Herr” für jemanden, er sich so ausdrückt, kommt mir nicht über die Tasten.“

        Da hast du wohl Recht. Jedoch hatte ich das „F-„Wort eher so gebraucht, wie die Jungs von „New Kids Turbo“ es untereinander voller liebevollster Gang-Zuneigung verwenden, für Freund wie Feind:

        00:57

  13. Toitone schreibt:

    Ich wars….bitte um rückruf unter: 09540/8154711

    Danke

  14. Dante schreibt:

    Anscheinend hat der alliierte Kontrollrat versagt.

    • Mr. Römpöm schreibt:

      Zitat eines unbekannten alliierten Kontrollrats:

      „Ich bin der Kontrollrat, ich habe gekündigt!
      I mog nimmer!
      Scheisen Europen!
      Macht euren Quark doch alleine!“

Seid gut zueinander!

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