Guido Westerwelle ist tot

„Man lernt, die einfachen Dinge zu schätzen. Es hört sich jetzt etwas kitschig an, aber ich sage es Ihnen so. Sonnenaufgang. Sonnenuntergang. Ein schönes Gespräch mit besten Freunden. Dass man die Freundschaften weiter pflegt und zwar ein Leben lang und nicht nur dann, wenn man mal eben Zeit hat.“ – Guido Westerwelle

Alte Artikel auf Tapfer im Nirgendwo mit Bezug auf Guido Westerwelle:

„Massel tov Westerwelle“

„Das muss Israel nicht hinnnehmen“

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11 Antworten zu Guido Westerwelle ist tot

  1. O.Paul schreibt:

    Wahlversprechen hin, Wahlversprechen her…

    Dem Guido wurde nach der Wahl klargemacht, wer das Sagen hat und da gehört die deutsche Politik nicht dazu. Das wird woanders ausgeknobbelt, was hier zu geschehen hat.

    • Praecox schreibt:

      Stimmt. Auch ich erinnere mich genauestens daran, wie es war, als er vor den obersten Talmudjuden niederknien musste und den bekannten satanischen Eid auf die Protokolle leisten.

  2. Couponschneider schreibt:

    Seit 2002 war er für mich der Kanzler der Herzen. Ich bin langjähriger FDP-Wähler. Ich war erst traurig, als ich vom Tod Lothar Späths erfuhr und dann noch der Guido. Ein Politiker, der gerne auch mal gegen die Mehrheitsmeinung anstinkte. Umso mehr die anderen über den „Spaßwahlkampf“ ulkten und die Partei „neoliberal“ schimpften, umso besser wurde die Partei. Wir brauchen immer noch ein einfacheres Steuersystem, wie es die FDP immer wieder vorgeschlagen hat.

    Was am Guido am meisten bemängelt wurde, war seine eigentlich Stärke: seine Fröhlichkeit. Ich ziehe es vor, Menschen zum Chef zu haben oder von Politikern regiert zu werden, die über sich selber lachen können. Das ist eine wichtige zivilisatorische Errungenschaft. Guido sagte mal eine einer Rede im Aachener Karneval: „Aus dem Guidomobil musste ich aus, ins Kanzleramt durfte ich nicht rein und in den Container wollte ich nicht wieder zurück.“ Ein Mensch, der sich so durch den Kakao zieht (seine Kanzlerkandidatur war schon ein bisschen irrwitzig) und sein Wahlkampf (mit Guidomobil, mit 18 auf der Schuhsohle, mit 18-Dollar-Noten mit Guidos Konterfei) aufreizend schräg. Sein Besuch im Big-Brother-Container schlug auch Wellen.

    • American Viewer schreibt:

      18% hat er fast erreicht. Aber dann nichts daraus gemacht.

      • Couponschneider schreibt:

        Sicherlich war er taktisch schlecht beraten. Hinzu kam die öffentlich-rechtlichen Medien, ein grün-schwarzer Rotfunk, die natürlich immer drauf einprügelten. Heute beschweren sich AfDler darüber, dass sie ignoriert und immer nur schlecht dargestellt würden. Das hatte die FDP aber vorher jahrelang schon hinter sich. Der mediale Gau war dann die Senkung der Umsatzsteuer bei Hotel-Übernachtungen. Das stand in allen Programmen, ein Herzensanliegen war es vor allem bei der CSU. Die FDP hat die Prügel bezogen. Das kann es aber auch nur in Deutschland geben, dass Politiker bzw. eine Partei für Steuersenkungen geprügelt wird. Letztendlich war die Senkung eine gute Sache.

        Schöner wäre es natürlich gewesen, die Umsatzsteuer komplett zu vereinheitlichen, aber das wäre in Deutschland zu revolutionär.

      • American Viewer schreibt:

        Die Hotelsteuer war nicht der Gau. Die meisten FDP-Wähler haben schon begriffen, worum es dort geht. Und dem Rest war es schlicht egal. Dass die deutschen Medien verlogen sind bis in die Haarspitzen, ist bekannt. Man sieht es auch gerade bei diesem Thema: Für sich selbst haben die Zeitungen schon vor Jahren die ermäßigte Mehrwertsteuer herausgeholt – dieses pikante Detail las man in den verlogenen Medienartikeln freilich nie.

        Die Medien erklären den Untergang der FDP aber nicht, denn wie Sie richtig sagen, waren die Medien schon immer massiv gegen die FDP. Vor der Wahl und nach der Wahl.

        Der Gau für die FDP war, dass es keinerlei Steuerreform gab und dass man sich nicht gegen die Euro-Rettung gewehrt hat. Dass hat die FDP-Wähler zurecht in Massen vertrieben. Die Steuerreform war quasi das alleinige Wahlversprechen der FDP. Und kaum war Westerwelle an der Macht wollte er nie wieder etwas davon hören.

  3. American Viewer schreibt:

    Ich fand‘ es bemerkenswert wie er gleich nach seiner 14%-Wahl all seine Wahlversprechen vergessen hat und so tat als wäre nie etwas gewesen. So etwas habe ich bis dahin (und seitdem) nie wieder erlebt.

  4. Kanalratte schreibt:

    Traurige Nachricht. Ruhe in Frieden

  5. David schreibt:

    Vielleicht ist er auch vom Politikbetrieb kaputt gemacht worden. Seine Meinungen habe ich ganz oft nicht geteilt – aber er wird fehlen. Ruhe in Frieden.

    • caruso schreibt:

      Traurig! Auch wenn ich seine politischen Ideen, Vorstellungen nur selten teilte, einen so frühen Tod hätte ich ihm nie gewünscht. Schade, sehr schade. Traurig.
      RIP ……………………………………….
      lg
      caruso

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