Was ist bloß aus meiner Welt geworden?

Ein Kommentar von Malca Goldstein-Wolf.

Auf dem Weg in die Kölner Philharmonie nahmen wir den Weg über die Domplatte, auf der alljährlich einer der schönsten Weihnachtsmärkte unserer Stadt stattfindet. Üblicherweise schieben sich am frühen Abend Menschenmassen, darunter viele Touristen, durch die hübsch geschmückten Marktgassen.

Heute allerdings war es gespenstisch. Kein Schieben und kein Drängeln, vereinzelte Besucher, eine merkwürdige Stille umgab diesen Ort. Es fühlte sich an, wie die Ruhe vor dem Sturm, die sonst so liebliche Vorweihnachtsstimmung kam gar nicht erst auf.

Unter hohem Polizeiaufkommen über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, war irgendwie unwirklich, nichts ist mehr wie früher. Die Unbeschwertheit strahlender Menschen scheint wie ausgelöscht.

Noch nie zuvor habe ich mich in meiner Stadt so fremd, so unwohl gefühlt.

Nach dem Konzert patrouillierten direkt vor dem Ausgang der Philharmonie ein Dutzend Polizisten mit Maschinengewehren.

Es ist beklemmend, was ist bloß aus meiner Welt geworden?

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