Was ist bloß aus meiner Welt geworden?

Ein kurzer Kommentar von Malca Goldstein-Wolf.

Auf dem Weg in die Kölner Philharmonie nahmen wir den Weg über die Domplatte, auf der alljährlich einer der schönsten Weihnachtsmärkte unserer Stadt stattfindet. Üblicherweise schieben sich am frühen Abend Menschenmassen, darunter viele Touristen, durch die hübsch geschmückten Marktgassen.

Heute allerdings war es gespenstisch. Kein Schieben und kein Drängeln, vereinzelte Besucher, eine merkwürdige Stille umgab diesen Ort. Es fühlte sich an, wie die Ruhe vor dem Sturm, die sonst so liebliche Vorweihnachtsstimmung kam gar nicht erst auf.

Unter hohem Polizeiaufkommen über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, war irgendwie unwirklich, nichts ist mehr wie früher. Die Unbeschwertheit strahlender Menschen scheint wie ausgelöscht.

Noch nie zuvor habe ich mich in meiner Stadt so fremd, so unwohl gefühlt.

Nach dem Konzert patrouillierten direkt vor dem Ausgang der Philharmonie ein Dutzend Polizisten mit Maschinengewehren.

Es ist beklemmend, was ist bloß aus meiner Welt geworden?

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15 Antworten zu Was ist bloß aus meiner Welt geworden?

  1. anti3anti schreibt:

    Die Domplatte ist deshalb verwaist, weil Walter H. fehlt!

  2. Heimchen am Herd schreibt:

    Zitat Angela Merkel:

    „Deutschland wird Deutschland bleiben – mit allem was uns daran lieb und teuer ist“

    Zitat Ende.

    Das ist nicht mehr unser Deutschland, Frau Merkel!

    • huuguck schreibt:

      leider, leider – wird auch niemals wieder so sein wie letztes jahr & das gilt fuer ganz europa

    • Dante schreibt:

      Was ist bzw. war Dein Deutschland? Vor allem, wann? Gerd schreibt nicht erst seit der Ankunft hunderttausender von Flüchtlingen aus Nahost gegen eine Stimmung an, die vor allem durch Antise… pardon, Antizionismus und Feindschaft gegenüber Juden gekennzeichnet ist, oder aber durch einen antiisraelischen Bias.
      Wann waren denn die „Chaibar, Charibar ya Yahud…“-Demonstrationen in diesem Land und die antisemitschen Angriffe im Zusammenhang damit, in Frankreich übrigens deutlich schlimmer als hier?

      • Eitan Einoch schreibt:

        Also, in MEINEM Deutschland war es möglich, seine Meinung zu sagen, ohne deswegen auf Personenschutz angewiesen zu sein. Man wurde nicht als Rechtspopulist oder Fascho verunglimpfet, weil man eine Religion oder die eigene Regierung kritisiert. Man musste auch keine Angst haben, von einem religiösen Irren über den Haufen gefahren oder geschossen, von einer Bombe zerrissen oder von einer Horde sexuell frustrierter Idioten begrapscht oder vergewaltigt zu werden, wenn man einen belebten öffentlichen Platz besuchte. Und man hatte nicht andauernd dieses komische Gefühl, fremd im eigenen Land zu sein, weil kaum jemand deine Sprache spricht. Nur so ein paar Beispiele. Ach, waren das früher herrliche Zeiten…

  3. Paul schreibt:

    Nach dem Lesen dieses Beitrags, vielen Dank dafür Malca Goldstein-Wolf und Dank auch Dir, Gerd, dass Du ihn hier eingestellt hast, kam mir unwillkürlich der Gedanke: So leben die Israelis schon seit Jahrzehnten. Sie stellen sich dieser Situation und leben damit. Jammern habe ich noch keinen gehört.
    Davon können wir Deutschen lernen.

    Trotzdem wünsche ich allen eine frohe und gesegnete Weihnacht.

    Herzlich, Paul

    • Sophist X schreibt:

      Von Israel lernen, klingt gut. Israel hat die Haupt-Importrouten für Terrorismus mit Mauern geschlossen und kontrolliert jeden, der nach Israel will.

      • Sophist X schreibt:

        P.S. ich weiß, dass Sie in bester Absicht kommentiert haben, mein lapidarer Ton galt weniger Ihnen

  4. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Wer hats gemacht?

  5. Eitan Einoch schreibt:

    Entgegen den Leerphrasen und Worthülsen der Politikerkaste wird sich Deutschlands Lebensstil sehr wohl verändern – hat es sogar schon. Der Grund dafür ist hinreichend bekannt, wird aber gern verdrängt. Er hat fünf Buchstaben und heißt: Islam. Nicht Flüchtlinge oder Asylanten sind das Problem – der Islam ist es. Wie viele Todesopfer wird es noch kosten, bis das Verdrängen aufhört?

  6. A.S. schreibt:

    Katrin Göring-Eckardt hat doch angekündigt dass sich Deutschland ändern wird.
    Hoffentlich freut sie sich noch …..

  7. Sophist X schreibt:

    Die Kanzlerin hat in ihrer Rede nach dem Anschlag von Berlin gesagt, man solle weiter auf die Weihnachtsmärkte gehen. Es ist aber nicht ihre Schuld, wenn sich keiner daran hält.

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