2016 – ein Epilog

Ein Epilog von Alpha O’Droma, der über mich sagt:

„Gerd Buurmann, ein furchtbarer Polemiker, mit dem sich allerdings vortrefflich streiten lässt. Ich möchte ihn stets erwürgen oder knuddeln. Auf jeden Fall provoziert er immer eine Reaktion – das größte Kompliment für einen Polemiker.“

Hier sein Epilog:


2016 begann beschissen. Unsere linksgrünversiffte Gutmenschenillusion, alle Flüchtlinge wären promovierte Ärzte und Ingenieure mit vornehmem Charakter, zerplatzte bereits am 1.1. und wir mussten feststellen, dass das genau so dumme Arschlöcher sind wie wir. Also statistisch.

Nur kam hier bereits das Wort des Jahres zum Zuge und die weltweit neu erstarkte rechtspopulistische Front (also unsere Arschlöcher, die meinen, sie wären repräsentativ für uns) zog über Migranten her (dem Trugschluss erlegen, deren Arschlöcher wären repräsentativ für alle Migranten) und sie zog uns Jack Nicholson gleich über den Post-Fuck-Tisch und wie weiland Jessica Lange stöhnten wir nur ergeben: „Ja, das muss dann wohl so sein…“ und ließen uns ficken.

Wir Deutschen sind solche verkackten Prinzipienreiter und Schwarzweißseher! So eine Ansprache, die packt die empörungswillige Volksseele. Und sie erreicht, wozu sie geschaffen ist: ein Klima von Angst, Hass und Gewalt. Und damit kriegen die Populisten alle Spießer und Kleinbürger. Weltweit.

Spießer sind aber nicht per se schlechte Menschen – auch wenn ich als Flower-Power-Saddhu-Schüler immer gehässig über sie spreche, weil ich finde, dass Stöcke in Ärschen schlecht für jedwege Haltung sind. Immerhin das haben wir 2016 begriffen, dass nicht jeder, der wegen der Flüchtlinge eine Sorge äußert, Nazi oder Rassist ist. Und dass wir die wirklich besorgten Bürger an die Rechtspopulisten verlieren, wenn wir „besorgter Bürger“ automatisch mit dem Subtext „rassistischer AfD-Sympathisant“ versehen.

Unsere Aufgabe für 2017 ff. ist, eine neue Dialogkultur zu entwickeln, die diese Menschen adressiert, wollen wir verhindern, dass sich die AfD bundesweit als echter Machtfaktor etabliert. Der schlechteste Weg ist, die AfD zu imitieren, Herr Seehofer!

Deshalb ist für mich auch „Filterblase“ das Wort des Jahres. Postfaktisches ist nicht neu, schließlich existiert die BILD seit 1952 und dumme Hetze, die Lügengeschichten über Randgruppen erfindet, gab es auch schon immer. Es gibt auch nicht mehr Rassisten als früher.

Der einzige Unterschied zu früher ist, dass das nicht mehr in der Kneipe am Stammtisch geschieht. Die Doofen haben heute alle Internet. Deshalb geschieht Hetze jetzt öffentlich und jede Lügengeschichte wird tausendfach geteilt. Es schlummert etwas Heimtückisches in diesen Facebook-Algorithmen, die dafür sorgen, dass wir uns mit genau den Menschen umgeben, die so denken wie wir. Klar müssen Rassisten in Dresden glauben, sie wären das Volk, denn jeder in ihrem Umfeld erzählt die gleichen Horrorgeschichten über Migranten, die allesamt kriminelle Vergewaltiger sind und in ihrer Freizeit Ziegen schächten. Im Wohnzimmer!

Aber uns Gutmenschen betrifft es genauso. Wir schreiben gegen Rechts und klopfen uns gegenseitig ganz dolle auf die Schultern, denn schließlich geht es darum, wer die Guten und wer die Bösen sind. Ja klar, die Guten sind immer wir! Aber wem soll das helfen, wenn wir uns gegenseitig ganz toll finden, aber dabei völlig unter Unseresgleichen bleiben?

Klar kannst du mit einem echten Pegidioten nicht reden und du wirst keinen echten Rassisten überzeugen, doch um die geht es nicht, sondern um die verunsicherte Mehrheit in diesem Land. Zwischen rechtem Pöbel und Bahnhofsklatschern hocken viele Millionen Menschen, die nicht mehr wissen, was und vor allem wem sie glauben sollen. Klar ist der Lügenpressevorwurf lächerlich, vor allem, da er von Leuten kommt, die nachweislich noch nie in ihrem Leben eine gute Zeitung gelesen haben, aber er fällt auf den fruchtbaren Boden der Angst und Verunsicherung, speziell im Osten, wo man der Presse traditionell nie trauen konnte. „Was liegt auf der Treppe und lügt?“ hieß es da früher. Die Pointe lautete „Neues Deutschland“ (das war das SED-Einheitspresseorgan – für die Jüngeren unter uns).

Wer nicht mehr weiß, was er glauben soll, glaubt am Ende jeden möglichen Scheiß, solange der ins eigene xenophobe Weltbild passt. Und auch Xenophobe sind per se keine schlechten Menschen, sondern nur Menschen, die Angst vor dem Fremden haben. Und so lange es dagegen nix von Ratiopharm gibt, müssen wir uns um diese Menschen kümmern, egal für wie dämlich, provinziell oder rassistisch wir sie halten. Viele sind es nicht! Ich kenne herzensgute Leute, die jedem einzelnen Migranten offen und freundlich begegnen, aber im gleichen Atemzug Sätze sagen wie „Das mit den Ausländern wird einfach zu viel“, „Wieso müssen WIR die alle aufnehmen?“ oder „Man hat ja Angst auf die Straße zu gehen“, weil man ja dort sofort von Asylanten vergewaltigt oder ausgeraubt wird. Gefühlte Wirklichkeiten, denen man mit Fakten begegnen kann. Könnte. Denn wenn du diese irrationalen Ängste z.B. mit Kriminalitätsstatistiken widerlegst, kommt sofort der Zweifel, ob diese Statistik des Bundeskriminalamtes nicht gefälscht sei. Weil heutzutage alles Fake ist. Und jeder einen kennt, der das eigene Vorurteil bestätigt. Frag die Irene! Das hat die selbst erlebt!

Die Menschen müssen wieder differenzieren lernen. Nie stand jedermann so viel Information zur Verfügung wie heute, doch was nützt das jemandem mit der Medienkompetenz eines Gibbons? Der recherchiert nicht, sondern schaltet bei Reizüberflutung einfach auf Oberflächlichkeitsmodus und liest nur noch Schlagzeilen. Und da wird dann nicht mehr unterschieden zwischen einer Headline der Süddeutschen oder des Kopp-Verlages. Und auch um den Gibbon müssen wir uns kümmern, wir brauchen Medienkompetenz als Schulfach, damit die Menschen filtern lernen und die Qualitätsmedien, die wir durchaus haben, auch in ihren Augen wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen. Und damit sie Bullshit und Fakenews von echten Nachrichten unterscheiden können.

Wir müssen den Dialog offen halten. Den Dialog mit diesen Menschen überhaupt erst mal beginnen und nicht immer gleich verurteilen, DAS hat uns 2016 hoffentlich gelehrt, denn weder der rechte Pöbel noch die Gutmenschenfraktion entscheidet zukünftige Wahlen, sondern die riesige verunsicherte Masse zwischen diesen beiden Lagern.

Was war noch 2016?

Endlich mal ein wichtiges Spiel gegen Italien gewonnen! Wenige Tage später lachten die Franzosen: Endlich mal ein wichtiges Spiel gegen Deutschland gewonnen! Und am Schluss heulte Ronaldo und die Portugiesen lachten: Endlich mal ein wichtiges Spiel gewonnen! Was bleibt, ist lediglich die Erkenntnis, das Jérôme ’ne coole Sau ist, die jeder gern als Nachbar hätte. Außer Gauland.

Promisterben.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dieses ganze Betroffenheitsgeheuchele geht mir dermaßen auf den Sack! Die allermeisten hatten ein gesegnetes Alter erreicht. Zeit zu gehen, so what!? Da berührt Carrie Fisher oder Prince schon eher, die waren doch noch so jung! Nein, so jung waren die auch nicht mehr, wir haben sie nur so jung in Erinnerung, weil wir mit denen unsere Jugend verbracht haben. Und deshalb diese lächerliche Betroffenheit bei jedem Sänger oder Schauspieler: weil ihr Tod uns bewusst macht, dass wir selbst nicht mehr ganz taufrisch sind, dass die Einschläge näher kommen, dass – wenn schon die Helden unserer Jugend die Grätsche machen – auch wir bald fällig sind. Wir bejammern, wenn wir ganz ehrlich sind, also nur unsere eigene Sterblichkeit!

Der Terror ist nun auch in Deutschland angekommen.

War doch klar, dass das nicht an uns vorüber geht, oder? Eine Frage der Zeit. Dass es so lange gedauert hat, liegt wahrscheinlich daran, dass wir Deutsche im arabischen Raum gut gelitten sind. Auf meinen Reisen durch Pakistan und Afghanistan während des Golfkrieges 1990/91 bewarf man mich – wie jeden Westerner – oft mit Steinen. Doch ich musste dann nur die Hände heben und meinen damals noch grünen Pass zeigen: „Alemania!“ und sogleich wurde mir anerkennend auf die Schulter geklopft „Adolf Hitler very good man“, so als hätte ich höchstpersönlich 6 Millionen Juden vergast. Applaus von den falschen Leuten aus den falschen Gründen gab es also schon vor facebook

Doch ich schweife ab. Sorry! Zum Terror gibt es nicht viel zu sagen. Hört einfach auf mit dieser gefühlten Angstscheiße! Wenn man euch sagt, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem Kirschkern zu ersticken, 100.000 mal größer ist, als bei einem Terroranschlag draufzugehen, kriegt ihr dann Panik beim Anblick von Kirschkonfitüre? Nein. Na also! Nehmen wir uns ein Beispiel an den Norwegern und leben einfach so weiter wie bisher – frei und offen! Der Berliner macht das sowieso. Da kann der IS morgen eine schmutzige Bombe vor dem Reichstag hochgehen lassen, dass Mitte und Prenzlberg komplett verseucht in Schutt und Asche liegt, da zucken wir in der Muddastadt nur mit den Schultern und sagen Sachen wie „Wenigstens hattet die janzen Drecksschwaben erwischt“ (Politiker, Hipster, jeder kann sein persönliches Feindbild hier einsetzen) oder „Scheiß druff! Da war eh immer nur Stau!“

Fatalismus ist keine Gleichgültigkeit! In der Ruhe liegt die Kraft.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen mehr Gelassenheit. Bleibt gesund und geht liebevoll miteinander um, ihr Lutschpuppen! Ich wünsche euch einen guten Rutsch in ein geiles 2017.

Euer
Alpha O’Droma

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22 Antworten zu 2016 – ein Epilog

  1. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    @ceterum censeo: „Mögen pubertäre Texte arroganter Arschgeigen unser größtes Problem 2017 sein!“

    Dein Urteil sollte wirklich nicht so streng ausfallen, lieber ceterum censeo! Auch wenn Alpha oh’Dromedars Komik nicht absichtlich entsteht, hat er doch ein paar unübertreffliche Silvesterscherze hinterlassen. Hier meine Favoriten:

    1.) Alpha oh’Dromedar: „Wir Deutschen sind solche verkackten Prinzipienreiter und Schwarzweißseher!“

    Ein Satz, der sich selbst bestätigt. Immerhin ist Alpha intelligent genug, um „WIR Deutschen“ zu schreiben. Noch dümmere Gleichgesinnte hätten „DIE Deutschen“ geschrieben.

    2.) Alpha oh’Dromedar: „Spießer sind aber nicht per se schlechte Menschen – auch wenn ich als Flower-Power-Saddhu-Schüler immer gehässig über sie spreche, …“

    Die schlimmsten Spießer sind natürlich jene, die sich am krampfhaftesten bemühen keine zu sein. Zum Spießer der Premium-Klasse avanciert aber erst, wer von sich glaubt ein Besonderer zu sein, nur weil seine Uniform Blümchen trug und sein verehrter Führer „Guru“ genannt wurde.
    Den Wert geistiger Unabhängigkeit scheint Alpha oh’Dromedar jedenfalls noch nicht entdeckt zu haben.

    3.) Alpha oh’Dromedar: „Es gibt auch nicht mehr Rassisten als früher.“

    Was Alpha mit Sicherheit selbst untersucht hat.

    4.) Alpha oh’Dromedar: „Der einzige Unterschied zu früher ist, dass das nicht mehr in der Kneipe am Stammtisch geschieht.“

    Stimmt! Heutzutage gibt es das Europa-Parlament.

    5.) Alpha oh’Dromedar: „Die Doofen haben heute alle Internet.“

    Stimmt nochmals, selbst gewisse Dromedare haben heute Internet.

    6.) Alpha oh’Dromedar: „Klar kannst du mit einem echten Pegidioten nicht reden …“

    Stimmt abermals, er kann nicht, weil selbst die dümmsten „Pegidioten“ ihre Zeit nicht gestohlen haben und nicht weltfremd genug sind, um einem hoffnungslos abgehängten Selbstbegatter zuzuhören, der offenbar nicht begriffen hat, dass eine Bewegung entstanden ist, die sich für den gnädigen Zuspruch solcher Dromedare längst nicht mehr interessiert, wodurch seine verweigerte Huld restlos lächerlich wird.

    7.) Alpha oh’Dromedar: „Wenn man euch sagt, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem Kirschkern zu ersticken, 100.000 mal größer ist, als bei einem Terroranschlag draufzugehen, kriegt ihr dann Panik beim Anblick von Kirschkonfitüre?“

    Warum empören wir uns dann über Anschläge auf Asylantenheime, wenn die Wahrscheinlichkeit, an einem Kirschkern zu ersticken, doch 100.000 mal größer ist, als …?
    Egal, ein Stern ist geboren, ein Stern der Komik: Alpha oh’Dromedar!

    • ceterum censeo schreibt:

      Wenn die Wahrscheinlichkeit, an einem Kirschkern zu ersticken, 100.000 mal größer ist, als bei einem Terroranschlag draufzugehen, dann liegt wohl die Gefahr, in einem von „Rechten“ angezündeten Asylantenheim draufzugehen, bei ca. 1.000.000.000.000.000 zu eins? Ist das schon eine Phantastillion?
      Jetzt mal im Ernst: Stell Dir vor, Du verlierst Angehörige, vielleicht Dein Kind, bei einem Anschlag, der ohne den Gesetzesbruch der Regierung, der von faschistoiden Gutmenschen erst ermöglicht wurde, und dann mußt Du Dir von so einem Vogel noch dämliche Witze anhören!
      Mir ist piepegal, ob er 4000 Bücher gelesen, alle Länder der Welt bereist hat, und nun in dem widerlichen Deutschland wieder gefangen ist. Das haben auch schon andere, und dabei nicht den Verstand verloren.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @ceterum censeo: „Das haben auch schon andere, und dabei nicht den Verstand verloren.“

        Nun ja, in diesem Fall entstand ja auch nur ein Bagatellschaden.

  2. ceterum censeo schreibt:

    Ich wünsche allen ein gesundes neues Jahr! Mögen pubertäre Texte arroganter Arschgeigen unser größtes Problem 2017 sein!

  3. Mike schreibt:

    Gegen „rechts“ zu sein, ist zur Zeit dasselbe wie Spießer sein. Welcher moderne Antisemit ist denn nicht „gegen rechts“?
    Und sind nicht die Islamfans, die alle auf der aktuellen Schleimspur kriechen, alle gegen rechts?
    All die feigen Empörer, die ständig auf der Straße sein müssten gegen Kinderehen, Frauenverachtung, Sprechchören, die Juden ins Gas wünschen. Wo sind sie?
    Sie demonstrieren gegen „rechts“ !
    Je länger es her ist, dass die Nazis an der Macht waren, desto mutiger und zahlreicher wird der Kampf gegen sie.
    Gleichzeitig kämpfen sie vor allem mutig gegen das Land, in das sich das Böse nach dem 3. Reich ihrer Meiinung nach verzogen hat. Deshalb begrüßen sie auch die Haltung der UN, die dem rechtesten aller Länder klare Kante zeigen und es mit einem Resolutionsfeuer nicht zulassen, dass die Juden nach den deutschen Nazis auch noch die Palästinenser dazu zu bringen, die Juden zu vernichten. Besonders die deutschen Linksradikalen wollen die Palästinenser vor dieser Schande bewahren, die ihnen die Juden wieder antun wollen, indem sie ihnen ständig die Gründe liefern, sie vernichten zu wollen.
    Deswegen muss man heute besonders vor den rechtesten aller Rechten besonders warnen, den Islamkritikern. Gad Saad ist so einer. Jude, Islamkritiker und sogar mit eigenem Youtube Kanal, wo er ständig Fake News verbreiten kann. Gut, dass sowas im neuen Jahr endlich von der Kanzlerin verboten wird. Wenigstens in Deutschland kann dieser Jude dann seine islamkritische Saat nicht mehr versprühen.
    Dann wird es wieder schön.
    Und wenn Hillary gewonnen hätte, hätten sie so jemand auch in Amerika zum Schweigen gebracht. Und die Palästinsergebiete wären endlich judenrein.
    Aber Hussein Obama hats wenigstens versucht.
    Dafür gebührt ihm ein Platz in der Hall of Fame gegen Rechts.

  4. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Vielen Dank, Gerd Buurmann, für all Ihre tollen Artikel und ein glückliches Neues Jahr für Sie!

  5. Heimchen am Herd schreibt:

    Ein Epilog von Jeanette

    Liebe Patrioten, das war ein Jahr schweren Leids! Noch bevor die Uhr zwölf geschlagen hatte, lief das Flaggschiff des Unheils mit voller Fahrt voraus. Silvester 2015/2016 in Deutschland wird in die Weltgeschichte eingehen. Und das Jahr sollte noch viel leidvoller und schockierender enden, als es begann mit dem traurigen Höhepunkt, dem uns alle erschütternden Weihnachtsmassaker von Berlin!
    Das Bedauern der gesamten zivilisierten Welt richtet sich heute auf Deutschland, auf das einst so stolze Deutschland!
    Viele Bürger in Deutschland haben Tote zu beklagen. Sie könnten alle noch unter uns sein. Für alle körperlich und seelisch Geschädigten und Gepeinigten bleibt die Uhr im Jahr 2016 stehen. Nichts wird für sie und ihre Angehörigen jemals wieder so sein, wie es vorher war – UNBESCHWERT UND FROH! Sie alle sind es, die einer starrsinnigen Ideologie, genannt „Humanität für Fremde“, geopfert wurden im Jahr 2016. Und der Kapitän des Unheils denkt nicht im Traume daran, seinen Kurs zu korrigieren. Immer weiter: „Volle Fahrt voraus! Wir schaffen das schon! Ist doch egal wie!“
    Salbungsvolles Geschwafel hilft allen Hinterbliebenen und Geschädigten wenig. Die Trauernden wollen ihre Angehörigen zurück. Die Vergewaltigten wollen ihre Würde zurück. Die Bestohlenen wollen ihr Eigentum zurück. Die Belästigten wollen ihre Unbeschwertheit zurück. Die Beleidigten wollen ihr Ansehen zurück. Die Frauen wollen ein Deutschland, in dem Frauen wieder respektiert und nicht angezündet, erstochen, aus dem Fenster geworfen, vergewaltigt, geschlagen und getreten werden.
    Die Bürger wollen ihr Deutschland zurück! Das Deutschland, in dem man auch nachts unbeschwert reisen konnte, in dem der Tag nicht bei Einbruch der Dunkelheit endet. Das Deutschland, in dem Deutsch gesprochen wird, bei einem Bier oder Schnitzel und man nicht als „Ungläubiger“ schräg angesehen wird und auf Schritt und Tritt um sein Leben fürchten muss. Das Deutschland, in dem man sich keine Sorgen um den Schulweg der Kinder machen muss, in dem Deutschland, in dem ein Kruzifix an der Schulwand hängen darf und dies nicht durch Pornounterricht für die Kleinsten ersetzt wird. Das Deutschland, in dem man sich nicht überlegen muss, ob man gerade etwas Falsches gesagt oder geschrieben hat, irgendwelche Fremden damit brüskiert haben könnte. Das Deutschland, in dem die Linken nicht die Autos der Rechten anzünden und die Rechten als Konservative bezeichnet und nicht als Nazirassisten beschimpft werden. Ein Deutschland, in dem sich die Ausländer den Deutschen anzupassen und unterzuordnen haben und nicht umgekehrt. Ein Deutschland, in dem die Intelligenz regiert und nicht die Gewalt verbunden mit dem Faustrecht. Ein Deutschland, das sich an seine eigenen Gesetze hält.
    NUN HABEN WIR WIEDER EIN GETEILTES DEUTSCHLAND – AUCH OHNE MAUER!
    Kurzum, man wünscht sich ein Deutschland, in dem ein Deutscher in seiner Heimat noch Deutsch sein darf. Das wünschen wir uns alle.
    Kommen Sie alle gut und sicher rein! Passen Sie auf sich auf! Sehen Sie vor sich, hinter sich und neben sich!
    Mit den besten Wünschen für einen guten Rutsch in ein freudvolleres und sichereres Neues Jahr 2017!
    jeanette

  6. Sophist X schreibt:

    Ich hab’s nur bis dahin geschafft:

    dass das genau so dumme Arschlöcher sind wie wir. Also statistisch.

    Nur kam hier bereits das Wort des Jahres zum Zuge und die weltweit neu erstarkte rechtspopulistische Front (also unsere Arschlöcher…

    Es ist also schlimm und sowieso rechtspopulistisch, dass statistische Arschlöcher etwas dagegen haben, dass Merkel eine Million plus X statistische Arschlöcher ohne jede Grundlage ins Land geholt hat.
    Geh zum Teufel.

    Der Rest des Textes ist sicher toll.

    • bevanite schreibt:

      Man muss Arschlöcher auch einfach mal Arschlöcher nennen. Auch 2017.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @bevanite

        Ist hiermit fest versprochen!

      • Katharina Seehuber schreibt:

        @bevanite
        Nur: das Loch liegt im Auge des Betrachters.
        Des einen Uhl ist des anderen Nachtigall, oder vulgär: das größte Loch haben immer die andern.
        Und so sieht dann der Dialog, den a und o zumindest theoretisch anmahnt, aus: Links und rechts, vorn und hintern stehen sie, die Hosen heruntergelassen, und wenden sich den Allerwertesten zu. Dabei skandieren sie laut: „Deins ist größer, meins ist Gold.“
        So denkt Deutschland 2017.

    • Hessenhenker schreibt:

      Ihr seid doch nur neidiisch und gebt dem Text deshalb kein Like. LOL

  7. Katharina Seehuber schreibt:

    Ach du liebes Bißchen, Herr Buurmann!
    Der Herr, der sich für alpha bis omega hält, darf sicher sagen und denken was er will, aber
    muß man wirklich jeden niveaulosen Schwafelschwatz veröffentlichen (auch wenn man von a und o gelobt wird)? Soviel Gemeinplätze (in beiderlei Sinn des Wortes: trivial bis gefühllos und selbstverliebt) findet man selten so komprimiert. Da purzelt raus, was vielleicht den einen oder andern Gang durch die Gehirnwindungen ganz gut vertragen hätte.
    Da wimmelt es von Spießern und Kleinbürgern, denen die Medienkompetenz via Lehrer beigebracht werden soll, die diese selbstverständlich besitzen wie a und o. Wo er das wohl gelernt hat? Wer hat sein Denkchen geführt – denn darauf läuft so iliberales Denkführen hinaus: zum Denken zu blöd, all die anderen, es lebe der Führer! Und diese Führer benötigen auch die „Xenophoben“, am besten von a und o gecoacht.Alles Mängelwesen, die brauchen Dialog – der ist aber schon vom Ansatz her etwas ganz anderes – oder ist a und o bereit, seine Sicht der der Phoben anzupassen, wenn sie gute Argumente haben, oder geht es nur andersherum, darum, die Phoben zu heilen, also gar nicht um Dia- sondern um Mono-, wo die Phoben nur Stichworte liefern, anhand deren man sie überführen (wieder im doppelten Wortsinn) kann?
    Und als Mini-Münkler empfiehlt er zum Terror mürrische Indifferenz – bombt doch, wir bleiben cool(solange es uns nicht trifft ist alles paletti). Wer am Kirschkern erstickt hat halt zuviel Kirschen gegessen. Und tot ist man sowieso freier.
    Sprachlich, inhaltlich wie gedanklich ein Parforce-Ritt an Plattitüden. Wenn die Deutschen Prinzipienreiter sind, so ist a und o auf jeden Fall ein Oberflächentaucher. Was ihm da entgegenglitzert auf dem Wasserspiegel, hält er für die Welt.
    Also, nach der Lektüre denke ich wieder an Oscar Wilde, der schreib, wer unter die Oberfläche dringe, tue dies auf eigene Gefahr. Und um der Gefahr des Denkens zu entgehen, findet man hier von a bis o nur Oberfläche.

  8. bevanite schreibt:

    Dem ist nichts hinzuzufügen! In diesem Sinne: Cheers!

  9. Heimchen am Herd schreibt:

    „Alpha O’Droma“

    Wer ist das? Habe noch nie von ihm gehört und das ist auch gut so!

  10. Hein schreibt:

    Der letzte Tag im Jahr hat besseres verdient.

  11. Antje Aging schreibt:

    Sorry, ist mir zu billig.

  12. Beatrice Mayer schreibt:

    Warum differenziert dieser Typ dann nicht? Ekelhaft.

  13. Hessenhenker schreibt:

    Lutschpuppe? Dann mach Dir doch ein Loch in die Matratze, Brainfucker!
    Dieses Hatespeech hier geht zu weit, Heiko Maas hat völlig Recht.

    • Helga Rübenstahl schreibt:

      Dennoch hat Heiko Maas nicht Recht. Diese Person mit dem Pseudonym Alpha O Droma darf doch getrost all das von sich geben. Wer es liest, ist selber schuld. Ich habe nach einigen Abschnitten die Lektüre abgebrochen. Ob es sich sprachlich hier um ein besonderes Stilmittel handelt, interessiert mich nicht, auch inhaltlich konnte ich nichts lesenswertes entdecken. Aber die Freiheit sich zu äußern, auch in dieser Form, sollte nicht beschnitten werden. Vielleicht gibt es irgendwelche Gründe, aber ich bin kein Psyhoanalytiker.

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