Köln zu Silvester

Vor genau einem Jahr, am 1. Januar 2016, gab die Kölner Polizei diese Presseerklärung heraus:

„Die Polizei Köln zieht Bilanz

Wie im Vorjahr verliefen die meisten Silvesterfeierlichkeiten auf den Rheinbrücken, in der Kölner Innenstadt und in Leverkusen friedlich. Die Polizisten schritten hauptsächlich bei Körperverletzungsdelikten und Ruhestörungen ein.

Kurz vor Mitternacht musste der Bahnhofsvorplatz im Bereich des Treppenaufgangs zum Dom durch Uniformierte geräumt werden. Um eine Massenpanik durch Zünden von pyrotechnischer Munition bei den circa 1000 Feiernden zu verhindern, begannen die Beamten kurzfristig die Platzfläche zu räumen. Trotz der ungeplanten Feierpause gestaltete sich die Einsatzlage entspannt – auch weil die Polizei sich an neuralgischen Orten gut aufgestellt und präsent zeigte.“

Ein Jahr später sieht die Lage in Köln viel dramatischer aus. Heute, am 1. Januar 2017 meldete sich die Stadt, Landes- und Bundespolizei bei einer Pressekonferenz mit folgenden Ergebnissen:

2 (leichte) sexuelle Übergriffe,
29 Gewahrsamnahmen,
knapp 1700 Identitätsfesstellungen,
6 Festnahmen,
900 Platzverweise.

Polizeipräsident Mathies erklärte in einer Pressekonferenz kurz vor Mitternacht:

„Am Hauptbahnhof steht eine Gruppe von rund Tausend Personen, die dem nordafrikanischen Hintergrund zuzuordnen sind. Unsere Kollegen nehmen ihre Personalien auf. Am Bahnhof Deutz/Messe wurde ein Zug gestoppt. Da werden gerade etwa 300 Personen kontrolliert.“

An dem Hauptbahnhof zur Domseite gab es zwei Türen. Die Polizei nutzen diese Türen, um die ankommenden Gäste zu selektieren. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet:

„Die Polizei hat eine Gasse am Eingang gebildet, sortiert ganze Gruppen arabisch aussehnder junger Männer und Jugendlichen aus. Anwesende Polizisten sprechen von „selektieren“. Durch die Polizeimaßnahme entsteht ein Stau am Eingang zur Bahnhofshalle.“

„Am kleinen Ausgang des Hauptbahnhof zur Domseite ist eine der Türen für Nordafrikaner reserviert. Etwa 50 bis 80 Menschen werden dort festgehalten und einzeln nacheinander von den Beamten überprüft. Vereinzelte Personen werden direkt in Züge aus der Stadt heraus gesetzt.“

„Eine Schlägerei zwischen zwei Personen der Gruppe nordafrikanisch aussehender Männer. Die Polizei geht sofort entschieden dazwischen und nimmt eine Person fest. Die Gruppe Nordafrikaner ist laut Polizei mit dem Zug aus Düsseldorf gekommen. Man gehe davon aus, dass die geschätzt 120 Personen sich zuvor verabredet haben.“

Was ist bloß zwischen 2016 und 2017 passiert? Im Jahr 2016 war laut Polizeibericht noch alles „friedlich und entspannt“ und heute ähnelt Köln einem Hochsicherheitstrakt! Was sagen Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Kardinal Wölki eigentlich dazu, dass vor dem Kölner Dom Menschen nach ihrer Hautfarbe und Herkunft selektiert und mit Zügen abtransportiert wurden? Warum durften diese Menschen nicht mitfeiern? Gibt es eine Erklärung für diese Maßnahmen oder Hinweise, dass von dieser Personengruppe eine besondere Gefahr ausging? Ist das christliche Nächstenliebe und Kölsche Gastfreundlichkeit? Solche Aktionen kritisieren Wölki und Reker sonst. Irgendwas muss passiert sein.

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