Gedanken zum „racial profiling“

Das erste heiße Eisen des Jahres 2017 in Deutschland ist „racial profiling“. Das größte Problem bei dieser Debatte ist jedoch, dass nicht sauber differenziert wird.

Um es von Anfang an klar zu machen, wenn die Feuerwehr im fünften Stock ein Feuer löscht, kommt es in den Stockwerken darunter zum Wasserschaden. In der Silvesternacht 2016/17 hat die Polizei einen erneuten sexistischen Terroranschlag in Köln verhindert. Das ist gut! Dafür gilt der Polizei Dank!

Die Polizei hat dabei die ankommenden Menschen nach Hautfarbe und ethnischer Zugehörigkeit gerastert, weil immer deutlicher wurde, dass sich eine besorgniserregende Menge aggressiver, nordafrikanisch und arabisch aussehender Männer für den Kölner Hauptbahnhof verabredet hatten. Oft wird dabei übersehen, dass die Polizei auch nach Geschlecht aussortierte, denn es wurden keine nordafrikanisch oder arabisch aussehenden Frauen eingekesselt.

Das Problem ist, dass nicht sauber differenziert wird. Für viele umfasst der Begriff „racial profiling“ die Kriterien ethnische Zugehörigkeit, Religion und nationale Herkunft. Das sind aber vollkommen unterschiedliche Dinge. Um zu schauen, was unsere Gesellschaft im Kampf gegen den Terror bereit ist zu tolerien, sollten die Begriffe einmal klar getrennt werden. Es gibt:

racial profiling
national profiling
ideology profiling
sexual profiling

Wenn es also mal geschieht, dass sich Täter in der Hautfarbe ähneln, ist es verständlich, dass diese Hautfarbe für die Fahndung relevant wird, aber es bleibt auch klar, dass nicht die Haut-, Augen- und Haarfarbe in die Hirne der Täter gefressen haben, sondern ihre Ideologien und Überzeugungen! Teil einer jeden Ideologie ist das Glaubensfundament. Was die Terroristen am Kölner Dom vereint, ist nicht ihr Äußeres. Das ist nur eine scheinbare Koinzidenz. Es vereint sie vielmehr ihr Inneres, das, woran sie glauben. Dass dieser Glaube auch weiße Menschen vergiften kann, hat die sogenannte Sauerland-Gruppe bewiesen und beweisen im geringeren Maße aber ebenso deutlich Menschen wie Pierre Vogel und Martin Lejeune.

Die meisten männlichen Araber aus sämtlichen Ländern sind anständige Menschen, so selbstverständlich wie es anständige Muslime gibt. Die Frage ist jedoch, wenn man nach dem Grund sucht, warum jemand zur Gewalt greift, ist der Grund nicht in der Hautfarbe, sondern in den Überzeugungen zu finden.

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen oder ethnischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse nennt sich jedoch Kritik. Wer einen Muslim beurteilt, weil er Araber ist, betreibt Rassismus. Wer jedoch einen Araber beurteilt, weil er einer Ideologie verfallen ist, betreibt Aufklärung.

Nach terroristischen Anschlägen in Europa wie dem frauenfeindlichen Anschlag am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht 2015/16 oder dem Anschlag in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo und einem koscheren Supermarkt in Paris Anfang 2015 schrieben selbst seriöse Medien, die Straftaten seien von „Südländern“ oder von „Menschen mit nordafrikanischem“ oder „arabischem Aussehen“ begangen worden! Immer öfter wurden die Täter von einem großen Teil der deutschen Presselandschaft auf ihr Äußeres reduziert. Das ist „racial profiling“!

Im Umgang mit der Terrorschlägen müssen wir uns daher immer wieder entscheiden, müssen wir rassistisch oder können wir aufklärerisch sein. Der Rassist sagt, die Täter waren „Südländer“ oder „Araber“. Der Aufklärer aber konzentriert sich auf ihre Überzeugungen.

Wir müssen daher aufhören, Kritik am Glauben als islamophob zu bezeichnen, denn je mehr wir Kritik am Islam kriminalisieren, umso mehr öffnen wir die Tür zum „racial profiling“. Dabei sollte „racial profiling“ nach Möglichkeit immer ausgeschlossen, so wie „sexual profiling“, obwohl es mehr als verständlich ist, manchmal sogar überlebenswichtig, dass eine Frau nachts im Park auf einen fremden Mann anders reagiert als auf eine fremde Frau. Es ist ein notwendiges übel, so wie unter eng definierten Umständen auch „national profiling“. „Ideology profiling“ ist jedoch ein notwendiges Mittel der Aufklärung.

Je mehr wir in Zeiten des Friedens den Mut finden, uns aufgrund unserer Ideologien, Überzeugungen und Religionen zu kritisieren und zu hinterfragen, ohne uns angegriffen oder beleidigt zu fühlen, umso mehr werden wir uns in unseren Differenzen verstehen und mit Sicherheit, so glaube ich fest, ein Rastern nach den Kriterien des Aussehens überflüssig machen!

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70 Antworten zu Gedanken zum „racial profiling“

  1. davboe schreibt:

    Der Hinweis, dass die Auswahl nach Geschlecht stillschweigend akzeptiert wurde/wird, während die Einteilung der Gefährder nach Aussehen/Herkunft einen Anstand der Tugendwächter auslöste – der allein macht die Duskussion hier schon wertvoll.
    Aber wer hier alles mitliest, der lernt auf jeden Fall dazu.
    Danke 😊

  2. Ralf Weber schreibt:

    Ein offener Diskurs ist bei uns auch bei stark ernüchternden Themen dringend erforderlich. Realitätsverweigerung hilt nun mal nichts, wie sich auch hier zeigt:

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article160867388/Die-niederschmetternde-Erkenntnis-der-Silvesternacht-2016.html

  3. Heinz Schenk schreibt:

    Wenn du schon Definitionsarbeit in den Unterscheidungen von Racial Profiling, National Profiling, etc. machst, kannst du dann bitte erklären, worin der Anschlags- oder gar Terroranschlagscharakter von Silvester 2015/16 in Köln besteht? Mir scheint das eine Begriffsvermengung zu sein, die nicht haltbar ist. Natürlich ist selbst das Feld des Terrorismusbegriffs umstritten genug. Insofern müsste erstmal geklärt werden, was darunter verstanden wird. Doch nun diesen Begriff auf die Vorfälle in Köln anzuwenden, als hätte nämlich dahinter eine gezielt geplante Aktion (ob sie nun spontan ausgeführt wird oder ein spezifisches Datum hat) gestanden (und das sollte eines der Begriffsmomente eines des Begriffes „Terroranschlag“ umfassen), scheint mir komplett in die falsche Richtung zu laufen, und als Konsequenz eine falsche Auffassung über dieses Phänomen zu produzieren. Aber nehmen wir mal an, es sei ein „Terroranschlag“ gewesen. Ist dann jede von der Mehrheit der Bevölkerung zurückgewiesene, spontan entstandene Straftat von einer Mehrzahl an Personen ein Terroranschlag? Man läuft Gefahr, hier ein Kulturkampfszenario zu entwickeln, in welchem die christlich-abendliche von der arabischen Welt terrorisiert wird. Und zwar allein aufgrund dieser Verknüpfung von Assoziationsketten durch die Aneinanderreihung von Terroranschlägen, in die man die Silvesternacht in Köln mitzählt. Ist das Oktoberfest in manchen Jahren ein ‚Terroranschlag‘ gewesen?

    • Sophist X schreibt:

      Ich mache es mir einfach:

      Wikipedia:
      Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen.

      Das beantwortet alle Fragen.

    • Dante schreibt:

      Die Vorgänge von 2015/16 im Kölner Bahnhofsbereich waren nicht ein Anschlag, aber sehr wohl Terror.

  4. Kanalratte schreibt:

    Mir ist es unbegreiflich wie Leute die Kontrollen der Polizei als „racial profiling“ bezeichnen können. Meines Wissens hat sich die Polizei in erster Linie auf eine GRUPPE konzentriert, die mehr oder weniger ZUSAMMEN am recht leeren Bahnhofsvorplatz angekommen ist. Diese Gruppe bestand überwiegend aus jungen männlichen Nordafrikanern. (Ich glaube es waren sogar dunkelblonde Personen dabei). Und ich nehme an ein Ur-Deutscher wäre innerhalb dieser Gruppe auch kontrolliert worden. Warum hat die Polizei so gehandelt? Weil es im Jahr zuvor aus GENAU solchen Gruppen zu massenhaften Sexualstraftaten kam und die Kölner Polizei daher etwas gut machen und mehr Sicherheit vermitteln musste. Das heißt die Polizei hat sich hier einfach an einem Täterprofil orientiert, wie es in der Kriminalistik gang und gäbe ist. Wenn ein junger männlicher Täter mit blondem Haar gesucht wird, konzentriert man sich ja auch nicht auf dunkelhaarige Frauen mittleren Alters. Und wer öfter Kriminalsendungen im TV schaut, weiß auch dass Massengentests häufig nur die männliche Bevölkerung betreffen, wenn die Ermittler davon ausgehen, dass der Täter ein Mann ist.

    „Racial Profiling“ wäre ein willkürliches rauspicken und kontrollieren von Menschen einer bestimmten „Rasse“. Dazu hätte die Polizei nicht nur Nordafrikaner kontrollieren müssen, sondern auch Türken, Kurden und Libanesen, die irgendwo auf dem Bahnhofsplatz liefen oder standen. Das ist meines Wissens nicht geschehen.

    Zumal jeder Fußballfan diese Gruppenkontrollen der Polizei (gerade bei Auswärtsspielen) kennt. Weil sich 100 Rowdys und Hooligans irgendwo prügeln und Rauchbomben zünden, müssen alle anderen 2900 die dem selben Verein zujubeln zur Leibesvisite…

  5. Phosphoenolpyruvat schreibt:

    silvester 2016/2017: ausgehverbot für alle, ab einbruch der dunkelheit! ohne rücksicht auf herkunft, hautfarbe, nationalität etc. das erspart schwierige entscheidungen und niemand wird diskriminiert. (?)
    herr buurmann, sie winden sich. zum glück sind sie künstler und müssen keine schweren entscheidungen treffen, bezüglich der sicherheit von tausenden von menschen. egal wie man es nennt, die polizei hat hervorragende arbeit geleistet. unvorstellbar, hätte man nicht auf die vorfälle im letzten jahr reagiert und es wäre wieder zu sexuellen übergriffen, oder schlimmer noch, zu einem attentat mit unzähligen toten gekommen. es ist wie es ist, im moment kann man nichts anderes tun als mit allen mitteln das schlimmste zu verhindern. und trotz engmaschiger überwachung und kontrollen, können täter quer durch europa reisen und verheerende anschläge verüben. das ist die realität!
    ein mensch, eine gesellschaft die sich aus welchen gründen auch immer, nicht schützen kann, ist vergleichbar mit einem körper dessen immunsystem darniederliegt- und die folgen sind fatal wie wir wissen-manchmal auch letal.

  6. Heimchen am Herd schreibt:

    „Je mehr wir in Zeiten des Friedens den Mut finden, uns aufgrund unserer Ideologien, Überzeugungen und Religionen zu kritisieren und zu hinterfragen, ohne uns angegriffen oder beleidigt zu fühlen, umso mehr werden wir uns in unseren Differenzen verstehen und mit Sicherheit, so glaube ich fest, ein Rastern nach den Kriterien des Aussehens überflüssig machen!“

    Das ist eine naive Träumerei, die mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat!

    Überlassen wir die Arbeit lieber den Profis und kümmern uns um Dinge, von denen
    wir wirklich Ahnung haben! 😉

    SIE verstehen ihr Handwerk! 😉

  7. Katharina Seehuber schreibt:

    Meines Erachtens geht die Diskussion um profiling und die verschiedenen Adjektive dazu in die falsche Richtung. Zum einen ist es falsch zu meinen, mit dem Profiling sei eine Bewertung des Individuums verbunden, das den Kriterien entspricht. Profiling ist ein pragmatisches, kein ideologisches Vorgehen, die Einschätzung sollte sich also an der Effektivität orientieren. Wenn die die verdächtigten Personen zum überwiegenden Teil aus dem nordafrikanischen Raum stammen, hat es wenig Sinn, die Frage nach der sie prägenden Ideologie in den Mittelpunkt zu stellen: der Polizist kann keine kultursoziologische Prüfung vornehmen. Es spielt auch keine Rolle, ob alle Gefährder durch das Profiling erfaßt werden, denn es geht um eine Minimierung der Risiken, nicht um einen Idealzustand. Nun mag man das racial profiling nennen, wenn äußere Merkmale wie Hautfarbe, Haare etc die Unterscheidungskriterien sind. Da national profiling, ideology profiling aus naheliegenden Gründen nicht zielführend sind, bleibt das racial profiling und das sexual profiling übrig . Letztes wurde ebenfalls angewandt, denn die Gefährder waren Männer, und es überrascht mich denn doch, warum im Protestgewühl dieser Umstand gar nicht thematisiert wird: Die meisten Männer sind doch brave Bürger, und doch unterliegen sie im Zusammenhang mit Sexualdelikten einem profiling. Das nimmt man hin – aber kann man sich sein Geschlecht aussuchen?
    Und dann möchte ich noch beim Satz „Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen oder ethnischen Herkunft“ einhaken. Denn das ist schlicht falsch. Eine Beurteilung findet immer statt, positiv, negativ – es geht darum, ob ein abschließendes WERTURTEIl gefällt wird, und zwar jenseits der Individualität. Das Urteil: x ist schwarz, y ist weiß ist eine Beurteilung aufgrund der Ethnie, aber kein Rassismus. Das Urteil: es gibt Medikamente, die besonders Schwarzen helfen, Weißen dagegen kaum (In Studien senkte eine Arznei namens Bidil das Todesrisiko von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche fast auf die Hälfte, Weiße profitierten dagegen kaum davon) ist eindeutig ein Urteil aufgrund ethnischer Herkunft: ist es nun rassistisch, diese „Diskriminierung“ vorzunehmen? Das erinnert mehr an verkrampfte Denkverbote als an eine rationale Untersuchung.
    Rassismus ist nicht die Feststellung von Unterschieden, sondern die kollektive Wertzuordnung an Menschen aufgrund von ethnischen Merkmalen und eine daraus abgeleitete Aggression.
    Er hat nichts mit objektiven Unterschieden und deren Benennung zu tun, sondern mit der eingebildeten Überlegenheit der eigene Gruppe über andere und der angenommenen Erlaubnis, diese Gruppe physisch oder psychisch zu mißhandeln. Dieser letzte Punkt, den Albert Memmi als entscheidend hervorhebt : die Rechtfertigung der Aggression, wird allzuoft ignoriert – obwohl er den Kern des Rassismus ausmacht.

    • Praecox schreibt:

      Wie gehabt:
      Von „Meines Erachtens…“ bis „Geschlecht aussuchen?“ ist alles in Ordnung, was die Seehuberin schreibt, kein inhaltliches, kein formales Defizit.

      Und dann kommt das hier:
      Katharina Seehuber schreibt: Januar 4, 2017 um 5:39 pm
      „Das Urteil: x ist schwarz, y ist weiß ist eine Beurteilung aufgrund der Ethnie, aber kein Rassismus. Das Urteil: es gibt Medikamente, die besonders Schwarzen helfen, Weißen dagegen kaum (In Studien senkte eine Arznei namens Bidil das Todesrisiko von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche fast auf die Hälfte, Weiße profitierten dagegen kaum davon) ist eindeutig ein Urteil aufgrund ethnischer Herkunft: ist es nun rassistisch, diese „Diskriminierung“ vorzunehmen? Das erinnert mehr an verkrampfte Denkverbote als an eine rationale Untersuchung.“

      Frau Seehuber ist ja bekanntermaßen Logikerin von Weltrang. Innsofern ist die Begriffsverwendung „Urteil“ korrekt in Bezug auf die Unterscheidung zwischen x=schwarz und y=weiß.
      Ihren ersten Fehler mach Frau S. bereits hier, denn das logische Urteil ist eben keine „Beurteilung“, wie sie schreibt. Möglich, dass hier eine Fehlleistung vorliegt, die etwas über die hinter der seehuberschen Argumentation liegende Affektlage aussagt. Ein Freud’scher Verschreiber, dem das seehubersche Ressentiment zugrunde liegt. Das aber nur am Rande.
      Schwerwiegender ist die von Frau S. eingeführte Unterscheidung von „Schwarz“ und „Weiß“, deren angebliche Wertfreiheit sie durch das Beispiel des Medikaments „Bidil“ untermauern will und damit exakt das tut, was Rassismus wesentlich kennzeichnet: Biologismus.
      Frau Seehuber, die ja bekanntermaßen keine Biologin von Weltrang ist, vernachlässigt hier die Tatsache, das es genetisch keine menschlichen Rassen/ Ethnien gibt. Genetisch kann es durchaus sein, dass einer „Weißer“ und ein „Schwarzer“ eine größere Verwandtschaft aufweisen, als ein „Weißer“ und ein „Weißer“ oder ein „Schwarzer“ und ein „Schwarzer“. Dass Frau Seehuber nicht tiefer recherchiert hat zu Bidil dürfte logisch erklärbar sein aufgrund ihrer eigenen Verfassung. Sie will ja, das es so ist, wie sie sagt und sie spricht immer wahr. Sie ist – wie alle ressentimentgetriebenen Menschen ohne Introspektionsvermögen – hoffnungslos subjektiv.
      Wirklich schlimm ist, dass Frau Seehuber auf diese Weise preisgibt, in welchen sozialen Bezügen sie sich bewegt. Es sind die echten Rassisten, die mit solcherlei Pseudo-Genetik argumentieren, um einen natürlichen Unterschied zwischen Rassen zu behaupten. Das nennt man Biologismus. Oder auch Lüge.

      Die von Frau S. angesprochene Aggression besteht bereits darin, solches Lügen schamlos zu betreiben. Frau Seehuber ist das Paradebeispiel für solches Benehmen und das WERTURTEIL „Sophisterei“ in ihrem Fall noch weit zu harmlos.

      Sie macht das aber sehr geschickt.

      Wer mehr zu Bidil wissen möchte, kann hier nachlesen:
      http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/179/thema/feuerlein/bidil-ethnische-medizin
      http://www.sueddeutsche.de/politik/arznei-rezept-nach-hautfarbe-1.915550
      https://books.google.de/books?id=gbLJBAAAQBAJ&pg=PA229&lpg=PA229&dq=bidil+medikament&source=bl&ots=FEtLEJz6ES&sig=2s9jMQcs2PwWwm4EVf0yiA2HW5E&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiAxaiylqnRAhUJUBQKHQbSBGI4ChDoAQg6MAQ#v=onepage&q=bidil%20medikament&f=false

      • Praecox schreibt:

        Fast hätte ich diesen wichtigen Link vergessen:
        https://morgenwacht.wordpress.com/2016/10/13/biologische-realitaet-teil-2/

        Vorsicht beim Lesen. Brechreiz!

        Auf dieser Website ist zu sehen, wie waschechte Rassisten und Antisemiten ticken:

        „Im allgemeinen entwickeln sich primitive Kreaturen schneller. Schwarze entwickeln sich merklich schneller als Weiße. Ein schwarzes Kind hat seine Fähigkeit, seinen Kopf aufrecht zu halten, innerhalb von neun Stunden nach der Geburt entwickelt. […]“
        „Schwarze haben auch höhere Raten für andere sexuell übertragene Krankheiten, was ebenfalls ihrer Promiskuität und ihrem Nichtpraktizieren von sicherem Sex (was die Vorausahnung zukünftiger Folgen gegenwärtiger Handlungen erfordert) zugeschrieben werden kann. […]“
        „Es gibt rassische Unterschiede bei den Reaktionen auf Lebensmittel, Medikamente (Bailey, 2005) und andere Substanzen. Im Juni 2005 genehmigte die Food and Drug Administration (FDA) den Verkauf von BiDil, einem Medikament, das Herzschäden bei Afroamerikanern verringert, aber wenig Wirkung auf Eurasier hat. (Liggett, 2008) Die FDA genehmigten seinen Verkauf spezifisch an Schwarze. GenSpec Labs, LLC vermarktet sogar rassisch maßgeschneiderte Vitamine, die speziell dafür bestimmt sind, den Bedürfnissen von Afroamerikanern, Hispanics und Kaukasiern zu entsprechen.“

      • Praecox schreibt:

        Der seehuberische Biologismus ist Produkt eines Psychologismus (Wut/ Ressentiment). Sie missbraucht das Instrument der Logik für ihre affektiven Zwecke.

      • Katharina Seehuber schreibt:

        Der Neurotiker kann es nicht lassen. Er denkt, im Besitz der Definitionen zu sein. Aber er ist es nicht, und auch das Schließen geht bei ihm nach Gutsherrenart. So setzt er voraus, dass der Begriff „Urteil“ logisches Urteil bedeuten müsse, obwohl, wie jeder, dessen Denkapparat nicht durch zwanghaftes Abarbeiten an dem Objekt seiner Eifersucht verschmutzt ist, unschwer erkennt, dass es eine Vielzahl anderer Deutungen gibt:
        der Duden kennt:
        Ansicht, Auffassung, Begutachtung, Beurteilung, Meinung, Position, Standpunkt, Überzeugung, Votum, Zeugnis; (gehoben) Befinden, Dafürhalten, Warte; (bildungssprachlich) These; (bildungssprachlich, Wissenschaft) Hypothese
        Aber Sie, unwerter Praecox, suchen sich das heraus, womit Sie glauben eins auswischen zu können – wie gehabt: keine Bereitschaft zum ergänzenden Denken, nur Wichtigtuerei.
        Und Ihre Einwände strotzen wieder von Bildunsengpässen:
        a) Unterscheidung von objektiven Eigenschaften von Ethnien/Rassen ist kein Biologismus (wobei dieser Begriff schon wissenschaftlicher Unsinn ist, lesen Sie nach bei Kutschera), sondern Biologie. Wer sich, wie bei Bidil, nur die Quellen heranzieht, sie seine vorgefaßte Meinung stützen, ist nicht weiter ernst zu nehmen. Es gibt eine Fülle weiterer Belege für die verschiedene Physiologie unter Ethnien. Sie propagieren Denkverbote, Forschungsverbote etc im Sinne Ihrer ideologischen Vorgaben.
        b) „vernachlässigt hier die Tatsache, das es genetisch keine menschlichen Rassen/ Ethnien gibt.“ Verbalschrott erster Güte. Unkenntnis über den tatsächlichen Sachstand: Mehr als die Hälfte der amerikansichen Anthropologen halten den Begriff „Rasse“ für sinnvoll und verwenden ihn.
        Ihr Einwand von der Merkmalsstreuung ist beliebt, aber dennoch falsch. Denn auch Menschen und Schimpansen haben 98-99% der genetischen Merkmale gemeinsam, und die Streuung kann durchaus unter den Rassen größer sein, wie jeder Statistiker (davon verstehen Sie offenbar wieder mal nichts, Praecox) Ihnen anhand der Begriffe Standardabweichung und Varianz leicht erklären könnte. Es geht um die Erwartungswerte und wie weit diese differieren.
        Wesentlicher: von Lewontin’s Fallacy haben Sie offenbar auch noch nichts gehört? Da geht es um die konkrete Widerlegung des Streuarguments bei der Intelligenzforschung.
        Ihr Wissen ist angelernt, aus subjektiven Quellen. Mit Wissenschaft haben Sie nichts am Hut.
        c) Es gibt den Unterschied, und nur Dogmatiker leugnen ihn. Sie sind ein Dogmatiker in eigener Sache. In der Engführung Ihres Denkens gibt es schwarz und weiß,. Weiß – das sind Sie. Schwarz jeder, der Ihnen widerspricht.
        Sie sprechen von Lüge, wenn etwas Ihren Vorurteilen nicht enspricht. Lesen Sie mal:
        http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/gibt-es-menschliche-rassen-13917542.html

        Sie wollen groß tun. Aber, lieber Praecox: Nur Zwerge können groß tun.
        Wenn Sie also nichts zu sagen haben, wäre die Option zu schweigen sinnvoll. Aber es geht Ihnen um sich selbst. Deshalb mißbrauchen Sie dies Forum für Ihre privaten Zwecke.
        Das ist jämmerlich.

        • Praecox schreibt:

          Katharina Seehuber schreibt: Januar 4, 2017 um 8:53 pm
          „So setzt er voraus, dass der Begriff „Urteil“ logisches Urteil bedeuten müsse, obwohl, wie jeder, dessen Denkapparat nicht durch zwanghaftes Abarbeiten an dem Objekt seiner Eifersucht verschmutzt ist, unschwer erkennt, dass es eine Vielzahl anderer Deutungen gibt: der Duden kennt:
          Ansicht, Auffassung, Begutachtung, Beurteilung, Meinung, Position, Standpunkt, Überzeugung, Votum, Zeugnis; (gehoben) Befinden, Dafürhalten, Warte; (bildungssprachlich) These; (bildungssprachlich, Wissenschaft) Hypothese“

          Sie lügen ja sogar weiter, wenn Sie den Duden zitieren, Seehuberin. Was zitieren Sie denn da? Hm? Es sind SYNONYME. Diese Synonyme sind – wie sich „richtig“ anmerken – nicht sämtlich gleichbedeutend. Sie alle aber bedeuten „Urteil“ und können deshalb entsprechen der möglichen Bedeutungen von „Urteil“ kategorisiert werden, wie folgt:

          Urteil, logisch = These, Hypothese, Aussage,
          Urteil, juristisch = Rechtsprechung, Zeugnis, Beurteilung, Begutachtung
          Urteil, subjektiv = Ansicht, Meinung, Position, Standpunkt, Überzeugung, Befinden,
          Dafürhalten, Warte, Votum, Beurteilung, Begutachtung

          Alle Urteile, außer denen der Aussagenlogik, sind Wert-Urteile. Es stellt sich also die Frage, welche Kategorie von Urteil die Seehuberin gemeint haben will mit folgender Aussage:
          Katharina Seehuber schreibt: Januar 4, 2017 um 5:39 pm
          „Eine Beurteilung findet immer statt, positiv, negativ – es geht darum, ob ein abschließendes WERTURTEIl gefällt wird, und zwar jenseits der Individualität.“

          Selbstverständlich wollte die Seehuberin nichts anderes sagen, als dass Urteile wertneutral sein können und daher aussagenlogisch. Leider konnte die Seehuberin aber selbst nicht so wert-neutral, wie sie heuchelnd vorgab und es rutschte ihr das Wort „Beurteilung“ durch, selbiges meint Werturteil.

          • Katharina Seehuber schreibt:

            Der Denunziant ist wieder unterwegs.
            a) Sie wissen, was ein Synonym ist? Als Synonyme bezeichnet man verschiedene sprachliche oder lexikalische Ausdrücke oder Zeichen, die den gleichen oder einen sehr ähnlichen Bedeutungsumfang haben. Wenn also der Duden oben genannte Synonyme für den Begriff „Urteil“ angibt, so heißt dies, dass man auch diese jeweils unter „Urteil“ verstehen kann (da eben synonym), d.h. der Begriff „Urteil“ weit mehr Facetten umfaßt als mancher Kleingeist sich vorstellen mag.
            b) Mitnichten ist eine Urteil immer ein Werturteil. Dies konstruieren Sie mit niederer Absicht. Mit Kant haben Sie es wohl nicht: er hat das Vermögen zu urteilen deutlich von dem Vermögen zu schließen unterschieden Ich zitiere ein philosophisches Lexikon:. „Andererseits hat der Begriff des Urteils eine weitere, erheblich über die des wahrheitsdifferenten Aussagesatzes hinausgehende Bedeutung erlangt. Das Hinzukommende ist das Moment der Geltung. Nach Kants Definition ist das Urteil nicht ein sprachlicher Akt (Verknüpfung von Termen), sondern ein Erkenntnisakt (Verknüpfung von Vorstellungen). Im Urteil wird Erkenntnis realisiert, indem eine Anschauung (für Kant eine einzelne Vorstellung, die »auf den Gegenstand unmittelbar bezogen wird«) unter einen Begriff (»allgemeine Vorstellung, die für viele gilt«) subsumiert wird. Das Urteil ist deshalb bloß die »mittelbare Erkenntnis eines Gegenstands, mithin die Vorstellung einer Vorstellung desselben« “ – Das steht nichts von Werten, aber viel von Erkenntnis: zum Beispiel, ob ein vor mir stehender Mensch weiße oder schwarze Hautfarbe hat.
            Den „Wert“ dichten Sie dazu, um hinterfotzig zu mit dem schmutzigen Finger zu zeigen: seht doch, wie böse (rassisstisch hier) der doch ist. Erbärmlich!
            Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als der kleine Praecox mit seiner Halbbildung sich vorstellt.
            Neben Ihren Scheuklappen gibt es eine Welt. Ihr praktisch ausgelebter Hass gegen mich verzerrt das Denken auf tragische Weise. Sie sind ein Wutbürger par excellence, verbissen, eigensinnig, voller Zelotentum für die eigene Sache: Ihr zu klein gewähntes Ego. Darum Ihr Bemühen, andere mit Denunziation und Unterstellung, Verdrehung u.v.m. zu sich herabzuziehen. Aber: man wird nicht größer, wenn man andere kleinmacht. Vielmehr wird die eigene Kleinheit dadurch erst richtig kenntlich.

            Ihre Posts gegen mich, voller Verzweiflung Beifall heischend, sind durchtränkt mit Denunziation.
            Ich ziitiere nochmals, diesmal Hoffmann von Fallersleben:
            „Der größte Lump im ganzen Land,
            das ist und bleibt der Denunziant.“

          • bevanite schreibt:

            @Katharina Seehuber: Machen Sie nun auch diesen verbalen Unsinn mit, den dieser eine Spam-Bot hier regelmäßig abzieht? Oder können Sie konkret nachweisen, wann und bei wem Sie Praecox denunziert hat? Falls nicht, wäre dieser Unterstellung nämlich auch nichts weiter als „praktisch ausgelebter Hass“ ohne Grundlage.

            Nun aber zum eigentlichen Hammer Ihres Postings.

            Unterscheidung von objektiven Eigenschaften von Ethnien/Rassen ist kein Biologismus (wobei dieser Begriff schon wissenschaftlicher Unsinn ist, lesen Sie nach bei Kutschera), sondern Biologie. Wer sich, wie bei Bidil, nur die Quellen heranzieht, sie seine vorgefaßte Meinung stützen, ist nicht weiter ernst zu nehmen. Es gibt eine Fülle weiterer Belege für die verschiedene Physiologie unter Ethnien. Sie propagieren Denkverbote, Forschungsverbote etc im Sinne Ihrer ideologischen Vorgaben.

            Der moderne Forschungsstand der Biologie (das wird Ihnen jeder glaubwürdige Gesprächspartner an biologischen Fakultäten der hiesigen Unis bestätigen) hält das für Quacksalberei. Es ist, wie ich unten schrieb, eine Motte aus dem 19. Jahrhundert, als sich – in falscher Interpretation Darwins – Denrichtungen entwickelten, die überall akribisch nach Rassenunterschieden suchten und daraus bizarre Evolutionstheorien bastelten (das führte etwa zu der sicher spannend zu lesenden, aber unsinnigen Idee der „Wassermenschen“). Verschiedene Physiologien ändern daran auch nichts. Oder würden Sie braunhaarige, blonde und rothaarige Menschen als unterschiedliche Rassen bezeichnen? Denk- oder Forschungsverbote hat hier übrigens niemand verordnet. Die Frage ist halt immer nur, wie ernst bestimmte Forschungsergebniss zu nehmen sind.

            „vernachlässigt hier die Tatsache, das es genetisch keine menschlichen Rassen/ Ethnien gibt.“ Verbalschrott erster Güte. Unkenntnis über den tatsächlichen Sachstand: Mehr als die Hälfte der amerikansichen Anthropologen halten den Begriff „Rasse“ für sinnvoll und verwenden ihn.

            Ah, und wegen denen ist die Erkenntnis, dass es keine menschlichen Rassen gibt, auf einmal Quatsch? Masse statt Qualität gewinnt? Was sagt denn die andere Hälfte der amerikanischen Anthropologen dazu?

            Es gibt mitunter Missverständnisse über Begrifflichkeiten. Aber wenn man die Begriffe auf alle Lebewesen präzise anwenden möchte, dann gibt es menschliche Rassen ebenso wenig wie Bonobo-Rassen. Klar, Behörden unterscheiden gerne mal nach „race“ oder „ethnicity“, aber zur welchen „Rasse“ gehören dann eigentlich Leute wie Barack Obama, Mehmet Scholl, Tiger Woods, Simone Denkinger, Anthony Ervin oder Paul Kariya (um nur mal ein paar zu nennen, die mir gerade in den Sinn kamen)? Ich weiß, es gibt da auch die lustige Bezeichnung „mixed race“, aber die besagt im Kern eigentlich nur, dass Mami und Papi eine andere Hautfarbe hatten.

          • Praecox schreibt:

            Hören Sie auf aus Wikipedia abzuschreiben oder irgendwelche Philosophielexika zu wälzen und beginnen Sie damit, selbst zu denken, Frau Seehuber. Ich LIEBE Sie so sehr, dass ich Ihnen diese Fähigkeit a priori unterstelle. Sapere aude!

          • Praecox schreibt:

            Seehuber schreibt:
            „“Nach Kants Definition ist das Urteil nicht ein sprachlicher Akt (Verknüpfung von Termen), sondern ein Erkenntnisakt (Verknüpfung von Vorstellungen). Im Urteil wird Erkenntnis realisiert, indem eine Anschauung (für Kant eine einzelne Vorstellung, die »auf den Gegenstand unmittelbar bezogen wird«) unter einen Begriff (»allgemeine Vorstellung, die für viele gilt«) subsumiert wird. Das Urteil ist deshalb bloß die »mittelbare Erkenntnis eines Gegenstands, mithin die Vorstellung einer Vorstellung desselben« “ – Das steht nichts von Werten, aber viel von Erkenntnis:“

            Als weltbeste Philosophin wissen Sie sicher, was das Problem mit der Erkenntnis ist? Nein?

            Ich zitiere aus einem Philosophielexikon:
            „Im Sinne der Philosophie ist Erkenntnis immer ‚etwas als etwas erkennen‘, so wie man z.B. sagt: „Er hatte ihn als Lügner erkannt.“ In der E. ist also ein Beurteilen enthalten, das sich auf Erfahrungen stützt.“

            Sie wissen, als Jahrhundertphilosophin, bestimmt auch wie das ist, mit dem Subjekt, dem Objekt und der Abhängigkeit? Nein?

            Phänomenologie? Fehlanzeige?

            Habe es befürchtet…

          • Katharina Seehuber schreibt:

            @bevanite
            a)Wer anderen Lüge unterstellt, wenn man anderer Ansicht ist, und wer andere als Rassisten bezeichet, weil es ihm in den Kram paßt, ist ein Denunziant.
            b) Haben Sie den FAZ-Link geöffnet, den ich gepostet habe? ich setze ihn nochmals: http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/gibt-es-menschliche-rassen-13917542.html
            c) Deutschland ist nicht die Welt. Andernorts, besonders in den USA, denkt man über Rassen/Ethnien völlig anders. Dort ist der Begriff nicht kontaminiert wie in D:
            „According to the 2000 edition of a popular physical anthropology textbook, forensic anthropologists are overwhelmingly in support of the idea of the basic biological reality of human races. Forensic physical anthropologist and professor George W. Gill has said that the idea that race is only skin deep „is simply not true, as any experienced forensic anthropologist will affirm“
            Neben George Gill wären noch Laurence Moran, Philippe Rushton, Edwards, uva. zu nennen. Der Begriff ist also in der Biologie durchaus vorhanden und umstritten, die Wissenschaft streitet – es gibt kein abschließendes Urteil außerhalb politisch motivierter Korrektheit. Das englische Wikipedia führt aus:
            „..some biologists argue that racial categories correlate with biological traits (e.g. phenotype), and that certain genetic markers have varying frequencies among human populations, some of which correspond more or less to traditional racial groupings. For this reason, there is no current consensus about whether racial categories can be considered to have significance for understanding human genetic variation.“ – Also: kein Konsens vorhanden. Sie dürfen das Konzept ablehnen, aber Sie können nicht ignorieren, daß die Wissenschaft weiter streitet.
            c) „Masse statt Qualität gewinnt?“ – Mit Verlaub, können Sie die Qualität beurteilen? Hier gewinnt gar nichts, sondern es wird geforscht und gefragt. Wenn es den Konsens nicht gibt, wollen Sie sich dann ein endgültiges Urteil anmaßen?`Sicher nicht.
            d) Das Problem ist, auch bei Ihnen, daß mit der Existenz von Rassen reflexhaft eine Wertigkeit verbunden wird, in der Annahme, dass verschiedene Eigenschaften notwendig zur Diskriminierung im negativen Sinne führen müssen. Analog beim IQ; ist jemand mit hohem IQ höherwertig als ein solcher mit niedrigem? Was sagt dies über seinen Wert als Mensch aus? Legen wir das Konzept der unteilbaren Menschenwürde und der unveräußerlichen Menschenrechte zugrunde, so ergibt sich aus Gruppenunterschieden hinsichtlich der Intelligenz (im IQ-Sinne) ebensowenig eine Wertstufung wie aus solchen hinsichtlich der Hautfarbe oder der Körperstatur, ganz analog wie es solche nicht hinsichtlich etwaiger Behinderungen geben darf. Ein Mensch mit Down-Syndrom hat diese Rechte, ganz unabhängig von seinem IQ.
            Es ist sinnlos, die Forschung zu bekämpfen – es gilt, deren Mißbrauch zu bekämpfen. Wer an die Kraft der Menschenrechte und -würde glaubt, muß keine Furcht vor den immensen Unterschieden zwischen den Menschen haben.

          • Katharina Seehuber schreibt:

            Praecox – wer keine Lexika oder Bücher wälzt, ist eben auf seinen beschränkten Verstand angewiesen – und was dabei herauskommen kann, erkennt man an Ihnen. Ich baue gern auf die Weisheit von Jahrhunderten auf, auf die ich allein nie kommen kann. Aber Ihre Egoschwellung kann das, ohne Zweifel.
            Die Weisheit, dass mit einem Urteil beurteilen Hand in Hand geht, ist Ihnen eine Bemerkung wert? Immer noch im Irrtum verhaftet, dass „beurteilen“ werten heißt? Nichts dazugelernt?
            Dann Ihr Beispiel zur Erkenntnis: wieder an den Haaren herbeigezogen, damit es ins Konzept paßt. Ich habe den Eindruck, dass Sie an Erkenntnis wenig Interesse haben, wenn Sie Ihren Vorurteilen nichts nützt.
            Also was ist damit: „Er hat den Brief als handschriftlich erkannt“ – Ist da eine Wertung oder eine Tatsachenbehauptung? „Sie hat erkannt, dass Schnee nicht immer weiß ist“ – ditto?
            Natürlich kann eine Wertung mit einher gehen, wobei allerdings im Satz “ Er hat ihn als Lügner erkannt“ die Wertung nicht im Erkennen liegt, sondern im moralischen Werturteil über „Lügner“. Soviel Differenzierung kann auch ein Sonderschüler der Logik leisten.

            Ich glaube, Ihren horrenden Fundus an Irrtümern und schwellenden Spiegelfechteleien mag ich nicht besonders. Sie sind mit Feindschaft, Hass und Wut beschäftigt, was mir keine angenehme Gesellschaft ist, nicht mal via Blog. Schwätzen Sie sich also den Hals dick – Sie sind keine weiteren Einlassungen wert. Neurotikern eine Bühne liefern ist vergeudete Zeit.

          • Praecox schreibt:

            „Der Begriff ist also in der Biologie durchaus vorhanden und umstritten, die Wissenschaft streitet – es gibt kein abschließendes Urteil außerhalb politisch motivierter Korrektheit.“

            Das sagt eigentlich alles.

          • Praecox schreibt:

            Seehuber:
            „Also was ist damit: „Er hat den Brief als handschriftlich erkannt“ – Ist da eine Wertung oder eine Tatsachenbehauptung? „Sie hat erkannt, dass Schnee nicht immer weiß ist““

            Selbstverständlich sind auch in diesen Beispielen Werturteile enthalten. Wieso will einer wissen, ob ein Brief handschriftlich ist oder nicht? Es gibt immer ein begründendes Interesse, das auf subjektiven Annahmen und damit zwangsläufig auf bereits getroffenen Wertentscheidungen und vorgefaßten Überzeugungen fußt.
            Analog zum Lügner, wird also nur derjenige Schrift als handschriftlich erkennen, dem Handschrift als erkennens-wert erscheint.
            Analog dazu kann selbstverständlich auch das Erkennen eines Lügners eine Tatsachenbehauptung sein.

          • Katharina Seehuber schreibt:

            Übrigens bevanite:
            Eine kleine Inkonsistenz will ich denn doch anmerken.
            Sie schreiben: „Der moderne Forschungsstand der Biologie (das wird Ihnen jeder glaubwürdige Gesprächspartner an biologischen Fakultäten der hiesigen Unis bestätigen) hält das für Quacksalberei“ und auf meine Einlassung über die Mehrheit der Anthropologen, die den Rassebegriff akzeptieren dagegen:
            „Masse statt Qualität gewinnt?“
            Na, was denn nun? Wenn die Mehrheit an deutschen Unis nichts von Rasse hält, ist die bloße Zahl ein Argument, im anderen Falle keines? Da ist es nur noch „Masse“
            Sie müssen sich schon entscheiden.

          • A.S. schreibt:

            @Katharina.
            Gib es auf, Praecox ist besessen von seinen Verbalergüssen und hält sich für den einzig gültigen Maßstab der Wahrheit. Der will nicht diskutieren, der will nur pöbeln. Dabei merkt er teilweise gar nicht, wenn er beim Versuch zu widerlegen bestätigt, wie z.B. mit diesem Link:
            http://www.sueddeutsche.de/politik/arznei-rezept-nach-hautfarbe-1.915550

          • Praecox schreibt:

            Wieder nicht über die Überschrift hinaus gekommen, A.S.?

          • A.S. schreibt:

            Da steht ziemlich exakt das drin was K.Seehuber geschrieben hat.

          • Praecox schreibt:

            „Medikamente nach der Hautfarbe zu verschreiben, wäre grundfalsch“, warnt Ivar Roots vom Institut für klinische Pharmakologie der Berliner Charité. Die Meinung teilt der Pharmakologe mit anderen Wissenschaftlern, die sich mit dem Einfluss der Gene auf die Wirkung von Medikamenten beschäftigen. Schon vor drei Jahren hat James Wilson vom University College London gezeigt, dass die Reaktion auf Medikamente eher auf genetische Marker zurückgeht als auf die Rasse. Er hatte 354 Briten aufgrund ihrer Herkunft in acht ethnische Gruppen eingeteilt und ihr Blut insgesamt auf 40 verschiedene Gene untersucht, die mit dem Stoffwechsel von Medikamenten im Körper zu tun haben.
            Warum Menschen auf das selbe Medikament unterschiedlich reagieren, liegt meist an der unterschiedlichen Ausstattung ihres Körpers mit Eiweißen. Denn Eiweiße sind es, die Arzneien verstoffwechseln. Gene, die den Bauplan für die Enzyme liefern, können so verändert sein, dass ein Enzym gar nicht existiert, nur eingeschränkt funktioniert oder auch übermäßig aktiv ist. Wie es zu den Veränderungen an den Genen kommt, den so genannten Polymorphismen, ist nicht genau bekannt.
            Man weiß aber, dass die veränderten Gene zu einer veränderten Reaktion auf Medikamente führen können. So fehlt 14 bis 20Prozent der Asiaten und drei Prozent der Europäer das Enzym CYP2C19, das das säurehemmende Medikament Omeprazol abbaut, das Menschen mit Magengeschwür verschrieben wird. Wenn CYP2C19 fehlt, wirkt Omeprazol stärker – und es drohen schwerere Nebenwirkungen.
            „Allein nach der Hautfarbe zu dosieren, ist aber nicht richtig“, sagt Ivar Roots. Auch CYP2C19 fehlt ja nicht allen Asiaten. Der Pharmakologe fordert daher, das genetische Profil der Patienten zu bestimmten, um Aussagen über die Medikamenten-Wirksamkeit zu bekommen. Schließlich betonen Genetiker, dass menschliche Rassen eigentlich gar keine sind. Genetisch unterscheiden sich zwei Weiße oft stärker als ein Weißer von einem Schwarzen.“

            Es steht EXAKT DAS GEGENTEIL von dem drin, was Frau Seehuber Hat.

            Dass Sie das nicht sehen können, A.S…. Sie leben in einer Blase.

          • A.S. schreibt:

            K.Seehuber schrieb:
            „es gibt Medikamente, die besonders Schwarzen helfen, Weißen dagegen kaum (In Studien senkte eine Arznei namens Bidil das Todesrisiko von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche fast auf die Hälfte, Weiße profitierten dagegen kaum davon) ist eindeutig ein Urteil aufgrund ethnischer Herkunft:“
            In der Süddeutschen steht:
            „erkannten sie, dass Bidil einigen Patienten dennoch viel Gutes tun konnte: jenen mit schwarzer Hautfarbe.
            Tatsächlich bestätigte sich dies in einer weiteren Studie, an der ausschließlich Afroamerikaner teilnahmen.“

            „Wilson vom University College London gezeigt, dass die Reaktion auf Medikamente eher auf genetische Marker zurückgeht als auf die Rasse. Er hatte 354 Briten aufgrund ihrer Herkunft in acht ethnische Gruppen eingeteilt ….“

            Das ist exakt das, was sie geschrieben hat. Das Medikament hat Schwarzen geholfen und Weißen nicht und die Ursache dafür liegt in der ethnischen Herkunft.

          • Praecox schreibt:

            Himmel, hilf!

          • A.S. schreibt:

            Der wird sich raus halten.
            Mit deiner „Entlarvungsbesessenheit“ und der fehlenden Fähigkeit zwischen deiner Interpretation und „objektiver Logik“ zu unterscheiden musst du schon selber fertig werden.

          • Praecox schreibt:

            Würden Sie dem Himmel eine Chance geben, hätten Sie vielleicht eine.

            A.S. schreibt: Januar 5, 2017 um 11:16 am
            „K.Seehuber schrieb:“
            „„es gibt Medikamente, die besonders Schwarzen helfen, Weißen dagegen kaum (In Studien senkte eine Arznei namens Bidil das Todesrisiko von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche fast auf die Hälfte, Weiße profitierten dagegen kaum davon) ist eindeutig ein Urteil aufgrund ethnischer Herkunft:““

            „In der Süddeutschen steht:“
            „„erkannten sie, dass Bidil einigen Patienten dennoch viel Gutes tun konnte: jenen mit schwarzer Hautfarbe. Tatsächlich bestätigte sich dies in einer weiteren Studie, an der ausschließlich Afroamerikaner teilnahmen.“ „Wilson vom University College London gezeigt, dass die Reaktion auf Medikamente eher auf genetische Marker zurückgeht als auf die Rasse. Er hatte 354 Briten aufgrund ihrer Herkunft in acht ethnische Gruppen eingeteilt ….““

            „Das ist exakt das, was sie geschrieben hat. Das Medikament hat Schwarzen geholfen und Weißen nicht und die Ursache dafür liegt in der ethnischen Herkunft.“

            Die methodische Schwäche einer Studie, an der „ausschließlich Afroamerikaner“ teilnahmen, sei hier schon erwähnt, weiter unten dazu mehr. (Dass der Autor der SZ darauf nicht kritisch eingeht, ist ein Mangel.)

            Was Sie noch nicht verstehen, A.S. (ich bin immer noch bereit, Ihnen das Potential, zu verstehen, zu unterstellen), ist der Umstand, dass ein und dieselbe Information unterschiedlich interpretiert werden kann, je nachdem, welche subjektiven Wahrnehmungsmuster der Interpret mitbringt. In hiesiger Diskussion geht es ja nicht um pharmazeutische Fragen, sondern um Rassismus bzw. Rassen/ Ethnien. Nochmal das Original-Zitat von Frau Seehuber, über das wir gerade sprechen:

            Katharina Seehuber schreibt: Januar 4, 2017 um 5:39 pm
            „Und dann möchte ich noch beim Satz „Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen oder ethnischen Herkunft“ einhaken. Denn das ist schlicht falsch. Eine Beurteilung findet immer statt, positiv, negativ – es geht darum, ob ein abschließendes WERTURTEIl gefällt wird, und zwar jenseits der Individualität. Das Urteil: x ist schwarz, y ist weiß ist eine Beurteilung aufgrund der Ethnie, aber kein Rassismus. Das Urteil: es gibt Medikamente, die besonders Schwarzen helfen, Weißen dagegen kaum (In Studien senkte eine Arznei namens Bidil das Todesrisiko von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche fast auf die Hälfte, Weiße profitierten dagegen kaum davon) ist eindeutig ein Urteil aufgrund ethnischer Herkunft: ist es nun rassistisch, diese „Diskriminierung“ vorzunehmen? Das erinnert mehr an verkrampfte Denkverbote als an eine rationale Untersuchung.“

            (Nebenbei bemerkt, bringt Frau Seehuber bereits an dieser Stelle die Begriffe durcheinander. „Beurteilung“ und „Werturteil“ sind Synonyme. Der neutrale, aussagenlogische Begriff wäre „Urteil“.)

            Frau Seehuber führt das Beispiel des Medikaments Bidil an, um zu zeigen dass es wertneutrale Urteile „aufgrund ethnischer Herkunft“ gäbe. Das haben Sie ganz richtig erkannt, A.S. Allerdings will Frau Seehuber darauf hinaus, dass es kategorische Unterschiede zwischen Ethnien (Konventionsbegriff für Rassen) gäbe. Frau Seehuber begeht hier eine eklatante wissenschaftliche Fehlleistung in Form eines induktiven Fehlschlusses. Sie behauptet: weil es ein Medikament gibt, dass bei „Schwarzen“ wirkt und bei „Weißen“ nicht, deshalb gäbe es kategorische Unterschiede zwischen der schwarzen Ethnie und der weißen Ethnie.

            Falls Ihnen, A.S., das Problem der Induktion nicht bekannt ist, hier das wohl bekannteste Beispiel zu Illustration: Sie sehen einen weißen Schwan und folgern aus der Aussage A: „Dieser Schwan ist weiß.“ die Aussage B „Alle Schwäne sind weiß.“ Sobald ein schwarzer Schwan auftaucht, bricht Ihre Aussage zusammen. Dasselbe gilt nun für den seehuberschen Fehllschluß:
            Aussage A: „Bidil wirkt nur bei Schwarzen.“
            Aussage B: „Schwarze und Weiße sind grundsätzlich verschieden.“

            Erkennen Sie den Fehler, A.S.?

            Ob es sich bei dem seehuberschen Fehllschluß nun tatsächlich um eine Fehlleistung handelt, oder doch um Absicht, weiß Frau Seehuber selbst am besten. Letzteres – der absichtliche logische Fehlschluß – ist ein klassischer Sophismus.

            Besonders dümmlich wird der Fehlschluß aber vor allem aufgrund der Aussage A, die bereits falsch ist. Wenn bei einer Studie, die der Hypothese nachgeht, ob ein Medikament nur bei Schwarzen wirkt, nur Schwarze getestet werden, dann ist das Ergebnis selbstverständlich. Es wirkt dann nur bei Schwarzen.

            Zusammenfassung:
            Sowohl die seehubersche Aussage A ist untauglich, als auch ihre induktive Konklusio.
            Damit bricht die seehubersche Argumentation in sich zusammen und sagt nichts aus. Außer natürlich dem Subtext, den Frau Seehuber nicht verbergen kann. Der Subtext besteht darin, dass Frau Seehuber will, dass es kategorische Unterschiede zwischen Ethien/ Rassen gäbe, weil das dem seehuberschen Wunsch nach Klassifizierung entspricht.

          • Praecox schreibt:

            Wunsch und Wille sind intrinsische Eigenschaften. Frau Seehubers „Logik“ ist daher als psychologistisch zu bezeichnen.

          • A.S. schreibt:

            „Beurteilung und Werturteil sind Synonyme.“

            Damit fängt das Problem bei dir schon an. Für dich mögen das Synonyme sein, für Frau Seehuber offensichtlich nicht. Wenn du verstehen willst was Fr. Seehuber sagt, musst du dich auf ihre Begrifflichkeiten einlassen. Statt dessen behauptest du einfach mal, deine Sicht der Begriffe sei objektiv, eine andere Sicht lässt du nicht zu.

            Was bitte meinst du mit „kategorischem Unterschied“, den es anscheinend nicht geben soll? Willst du damit widerlegen, dass weiße und schwarze unterschiedliche Hautfarbe haben? Oder Asiaten und Europäer unterschiedliche Augenformen? Oder das Japaner verglichen mit Mitteleuropäern im Durchschnitt eher klein sind? Das sind doch Unterschiede, oder etwas nicht? Nur eben nichts was als Grundlage eines Werturteils geeignet ist, darüber sind wir zum Glück zivilisatorisch hinaus.
            Wie unterscheiden sich diese Unterschiede, über die hoffentlich Konsens herrscht, von kategorischen Unterschieden?

            Aussage A: „Bidil wirkt nur bei Schwarzen.“
            *Aussage B: „Schwarze und Weiße sind grundsätzlich verschieden.““

            Der Schluss (Aussage B) ist deine Interpretation, die du jetzt Frau Seehuber vorwirfst. Die Formulierung sind grundsätzlich verschieden ist ein Wertung deinerseits, die eine Aussage unterstellt, die so nicht getätigt wurde. Das ist unanständig.

            Aussage B könnte man auch anders formulieren: „Schwarze und Weiße haben im Durchschnitt neben der unterschiedlichen Hautfarbe auch eine unterschiedliche Ausstattung mit Eiweißen und daher wirken manche Medikamente (mindestens eins) unterschiedlich.“
            Das klingt schon ganz anders und wäre genau so als Schlussfolgerung möglich. Aber du hast dich darauf versteift jemandem Rassismus zu unterstellen, der einfach auf einen festgestellten Unterschied hingewiesen hat. Und verschanzt deine Interpretation bzw. Unterstellungen hinter angeblicher Logik, die nichts anderes als deine Unterstellung ist.

          • Praecox schreibt:

            A.S. schreibt: Januar 5, 2017 um 2:42 pm
            „„Beurteilung und Werturteil sind Synonyme.““
            „Damit fängt das Problem bei dir schon an. Für dich mögen das Synonyme sein, für Frau Seehuber offensichtlich nicht. Wenn du verstehen willst was Fr. Seehuber sagt, musst du dich auf ihre Begrifflichkeiten einlassen. Statt dessen behauptest du einfach mal, deine Sicht der Begriffe sei objektiv, eine andere Sicht lässt du nicht zu.“

            Sie meinen, ab sofort kann jeder Diskursteilnehmer selbst entscheiden, wie Begriffe definiert werden. Einverstanden. Ab sofort sind „Rassismus“ für mich eingekochte Stachelbeeren, die gibt es auch in hell und dunkel. Witzig.

            Tatsächlich ist es so, dass Begriffe auf Konventionen beruhen. Hier nun also extra für Sie die konventionellen Definitione der Begriffe „Beurteilung“ und „Werturteil“:

            BEURTEILUNG:
            „Eine Beurteilung ist eine Wahrnehmung eines Sachverhaltes oder einer Person. Sie ist eng mit dem Urteil im nicht-rechtlichen Sinne verwandt.“
            https://de.wikipedia.org/wiki/Beurteilung

            „Erstens: das Beurteilen; Einschätzung“
            „Zweitens: [schriftliche] Äußerung, durch die ein Urteil abgegeben wird.“
            „Synonyme zu Beurteilung:
            Abschätzung, Begutachtung, Bewertung, Einschätzung, Eintaxierung, Ermessen, Jurierung, Wertung; (bildungssprachlich) Evaluation, Evaluierung, Taxierung, Begutachtung, *BEWERTUNG, Einschätzung, Gutachten, Referenzen, Ruf, Urteil, Zeugnis“*
            http://www.duden.de/rechtschreibung/Beurteilung

            Das Präfix Be-/be- – wie in Be-urteilen – hat eine bestimmte semantische Bedeutung, die eben genau aufgrund der Verwendung des Präfix eine andere ist, als die Bedeutung des aussagenlogisch neutralen Urteilen/ Urteil ohne Präfix. Be-Urteilen setzt immer voraus, dass da bestimmte Parameter/ Kriterien sind, gemäß derer beurteilt wird.

            Ergo: eine Be-Urteilung ist immer ein Wert-Urteil.

            WERTURTEIL:
            „Ein Werturteil drückt die mehr oder weniger positive oder negative Auszeichnung aus, die in der Stellungnahme einer Person bezüglich eines mehr oder minder genau bestimmten Objekts enthalten ist.[1] Sie geht häufig einher mit der mehr oder minder ausdrücklichen Erwartung und/oder Aufforderung an Dritte, dieselbe Wertung als hinreichend gerechtfertigte mitzuvollziehen.“

            „Bedeutungsübersicht:“
            wertendes Urteil
            Synonyme zu Werturteil: Wertung; Gesamtwertung, Gutachten, Ranking, Zeugnis“
            http://www.duden.de/rechtschreibung/Werturteil

            „Aussage, die die persönliche Einstellung, eine Meinung, wiedergibt, z.B. „Das Wetter ist heute schön” oder „Diese Einkommensverteilung ist ungerecht”.
            Ausführliche Erklärung:
            Aussage, die die persönliche Einstellung, eine Meinung, wiedergibt, z.B. „Das Wetter ist heute schön” oder „Diese Einkommensverteilung ist ungerecht”. Im Gegensatz zu Werturteilen sind wissenschaftliche Aussagen (Ist-Aussagen) intersubjektiv überprüfbar, das heutige Wetter z. B. durch Temperatur, Luftfeuchte und Bewölkung oder eine bestimmte Einkommensverteilung durch Verteilungsmaße, wie die Lorenzkurve. Nach dem herrschenden, auf einer langen Tradition basierenden Wissenschaftsverständnis sollte die Wissenschaft Werturteile ausschließen (Methodenstreit, Wertfreiheitspostulat) bzw. als solche kenntlich machen.“`
            http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/werturteil.html

            Wir schlußfolgern gemeinsam:
            Eine Beurteilung ist deshalb ein Werturteil, weil sie nicht zwingend intersubjektiv nachvollziehbar ist.

            Ein Urteil kann immer auch ein Werturteil enthalten und tut das in den allermeisten Fällen auch, da der Urteilende grundsätzlich in einem Begründungs- und Entstehungszusammenhang zu Hause ist, sprich subjektiv. Erste Pflicht desjenigen, der ein Urteil abgibt ist also, sich reflexiv und selbstkritisch auf instrinsische Motivationen zu prüfen.

            Interessant auch die Definition des Duden zum Werturteil:
            „Sie geht häufig einher mit der mehr oder minder ausdrücklichen Erwartung und/oder Aufforderung an Dritte, dieselbe Wertung als hinreichend gerechtfertigte mitzuvollziehen.“

            Genau das ist es, was Sie, A.S., hier ignorant fordern:
            A.S. schreibt: Januar 5, 2017 um 2:42 pm
            „Wenn du verstehen willst was Fr. Seehuber sagt, musst du dich auf ihre Begrifflichkeiten einlassen.“

            AS. schreibt: Januar 5, 2017 um 2:42 pm
            „Was bitte meinst du mit „kategorischem Unterschied“, den es anscheinend nicht geben soll? Willst du damit widerlegen, dass weiße und schwarze unterschiedliche Hautfarbe haben? Oder Asiaten und Europäer unterschiedliche Augenformen? Oder das Japaner verglichen mit Mitteleuropäern im Durchschnitt eher klein sind? Das sind doch Unterschiede, oder etwas nicht? Nur eben nichts was als Grundlage eines Werturteils geeignet ist, darüber sind wir zum Glück zivilisatorisch hinaus.
            Wie unterscheiden sich diese Unterschiede, über die hoffentlich Konsens herrscht, von kategorischen Unterschieden?“

            Das sind dümmliche Sophistereien. Die von Ihnen benannen Unterschiede sind nicht kategorisch. Es ist eben auch ein Werturteil darin enthalten, zu meinen, Unterschiede in der Hautfärbung wären kategorische Unterschiede.

            A.S. schreibt: Januar 5, 2017 um 2:42 pm
            „Der Schluss (Aussage B) ist deine Interpretation, die du jetzt Frau Seehuber vorwirfst. Die Formulierung sind grundsätzlich verschieden ist ein Wertung deinerseits, die eine Aussage unterstellt, die so nicht getätigt wurde. Das ist unanständig.“

            Letzter Satz: Werturteil. Subjektiv. Ob etwas anständig oder unanständig ist, hängt davon ab, was einer unter Anstand versteht. Ich verstehe unter Anstand erstens Redlichkeit beim wissenschaftlichen Argumentieren und zweitens, sich auf eigene Fehlschlüsse hin zu befragen. Beides unterläßt Frau Seehuber. Sie auch, A.S. Das aber nur nebenbei.
            Tatsächlich sagt Frau Seehuber EXAKT das, von dem Sie behaupten, das sie es nicht sagen würde:

            Katharina Seehuber schreibt: Januar 4, 2017 um 8:53 pm
            „a) Unterscheidung von objektiven Eigenschaften von Ethnien/Rassen ist kein Biologismus (wobei dieser Begriff schon wissenschaftlicher Unsinn ist, lesen Sie nach bei Kutschera), sondern Biologie.“
            „d) Das Problem ist, auch bei Ihnen, daß mit der Existenz von Rassen reflexhaft eine Wertigkeit verbunden wird, in der Annahme, dass verschiedene Eigenschaften notwendig zur Diskriminierung im negativen Sinne führen müssen.“

            Frau Seehuber spricht explizit von der „Existenz von Rassen“. Selbstverständlich ist Frau Seehuber bemüht, hier nicht den Anschein des Rassismus aufkommen zu lassen und argumentiert deshalb mit Menschenrechten. Ich persönlich kann mir sogar vorstellen, dass Frau Seehuber weder rassistisch sein will, noch ist. Ihre fehlerhaften Argumentationswege sind es aber und ebenso das Material (Bidil…), das sie für Ihre Argumentation gebraucht.

            A.S. schreibt: Januar 5, 2017 um 2:42 p
            „Aussage B könnte man auch anders formulieren: „Schwarze und Weiße haben im Durchschnitt neben der unterschiedlichen Hautfarbe auch eine unterschiedliche Ausstattung mit Eiweißen und daher wirken manche Medikamente (mindestens eins) unterschiedlich.““

            Wieder ein induktiver Fehlschluß. Selbst wenn eine bestimmte Gruppe von Menschen gleichzeitig eine bestimmte Hautfärbung und eine bestimmte Ausstattung mit Eiweißen hat, belegt das nicht die Annahme, dass es unterschiedliche „Rassen“ gäbe.

            A.S. schreibt: Januar 5, 2017 um 2:42 p
            „Das klingt schon ganz anders und wäre genau so als Schlussfolgerung möglich. Aber du hast dich darauf versteift jemandem Rassismus zu unterstellen, der einfach auf einen festgestellten Unterschied hingewiesen hat. Und verschanzt deine Interpretation bzw. Unterstellungen hinter angeblicher Logik, die nichts anderes als deine Unterstellung ist.“

            Ihre (falsche) Meinung.

          • A.S. schreibt:

            Da fährt einer alles Mögliche auf, ist aber nicht in der Lage oder willens auf eine einfache Frage (was unterscheidet kategorische Unterschiede von den genannten Unterschieden) zu antworten.
            Wenn du nicht bereit bist zu erklären was dein Gegenüber nicht verstanden hat und statt dessen einfach wiederholst können wir nicht diskutieren.

            Zu den Begriffen: Richtig erkannt, sie beruhen auf Konsens. Und sind eben nicht in allen denkbaren Verästelungen ewiggültig festgelegt, sondern müssen, je nach Situation, immer leicht interpretiert werden. Z.B. wenn man klar erkennen kann, wie jemand die Begriffe gerade gebraucht. Dazu bist du offenkundig nicht bereit oder hast einfach nicht verstanden was Alltagssprache von wissenschaftlicher Fachsprache unterscheidet.
            Du wirkst da wie ein Physiker, der in einem Gespräch ausflippt, weil jemand gesagt hat „die Batterie ist leer“, obwohl die ja nicht leer ist sondern nur keine Elektrizität mehr liefert.

          • Praecox schreibt:

            Wie ich wirke, ist mir wurscht.
            Tatsächlich lege ich höchsten Wert (!) auf Begriffsklarheit und erwarte das von jedem, der an einer Diskussion teilnimmt, die Begriffsklärung zum Gegenstand hat (hier „Rassismus“). Gerne lasse ich mich eines besseren belehren, wo ich Begriffe falsch verwende. In diesem Fall ist es aber Frau Seehuber, die Begriffe falsch verwendet. Es kann schon sein, das SIE, A.S., hier in Alltagssprache sprechen. Frau Seehuber will und tut das nicht. Und das ist gut so. Denn, wenn wir alltäglich verhandeln, dann geht alles nach dem Bauchgefühl, von dem Sie andernsorts sprachen, A.S.

            Mein Bauchgefühl sagt mir übrigens, dass es mir vollkommen egal ist, ob es Rassen gibt, oder nicht. Ich halte das für irrelevant für eine menschenfreundliche Sicht auf die Dinge.

            So. Und jetzt bin ich raus, Zug geht gleich…

            Saupere Aude und
            Habe die Ehre!

          • A.S. schreibt:

            Noch ein Nachtrag:
            Zum Begriff Rasse gibt es zwei unterschiedliche Denkschulen. Die einen sagen, die Unterschiede zwischen den Ethnien sind so gering, dass der Begriff Rasse keinen Sinn macht, die andern definieren einfach unterschiedliches Äußeres schon als Rasse. Beides kann man machen und ist ein klassisches Beispiel zum Konsensproblem der Begriffe.
            Erste Gruppe (zu der ich mich persönlich zähle) erklärt mögliche Unterschiede gerne mit Ethnie (wie ich oben), oder mit Genclustern wie es der SZ-Artikel letztlich macht.

            Wenn man nun über Rasse redet müsste man erst mal klären was man jeweils darunter versteht. Du hast offensichtlich ein affektives Problem mit dem Begriff Rasse, statt dich um Klärung zu bemühen flippst einfach aus und fährst allen möglichen Sinn und Unsinn auf, um wahlweise diesen Begriff ad Absurdum zu führen oder negativ gegen Frau Seehuber in Stellung zu bringen.
            Nur um eines geht es dir erkennbar nicht: Einfach mal zu verstehen was sie sagen will. Du hast ja schon zugegeben, dass Frau Seehuber wohl nichts rassistisches bzw. abwertendes sagen wollte, womit sich deine ganze Aufregung eigentlich erledigt hat. Trotzdem klebt dieser Vorwurf an jedem deiner Posts wie Scheiße am Schuh.

        • Praecox schreibt:

          „Sie wollen groß tun. Aber, lieber Praecox: Nur Zwerge können groß tun.“

          Ich bin übrigens gerne Zwerg.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Ich frage mich ernsthaft, was intelligente Menschen dazu bringt,
            auf ihren kostbaren Nachtschlaf zu verzichten? Jeder Mensch
            braucht Schlaf, es sei denn, es handelt sich um eine Maschine.
            Haben wir es hier mit Maschinen zu tun? Ich hoffe nicht!

          • Praecox schreibt:

            Die Liebe zur Wahrheit, meine Liebe.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            „Die Liebe zur Wahrheit, meine Liebe.“

            Du darfst aber den Schlaf nicht vernachlässigen, mein Lieber!
            Ich brauche acht Stunden Schlaf, sonst bin ich ungenießbar. 😉

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Sie spielen gerade eines meiner Lieblingslieder
            im Radio:
            Gun’s N‘ Roses – Knockin On Heavens Door

            Halleluja…

          • Praecox schreibt:

            Ich danke Dir für Deine Sorge. Bin ich so schlimm?
            Nun, es dient der Wahrheitsfindung.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            „Ich danke Dir für Deine Sorge. Bin ich so schlimm?
            Nun, es dient der Wahrheitsfindung.“

            Du bist einmalig mein, Lieber! Küsschen! 🙂

          • Praecox schreibt:

            😘

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Ihre Kommentare gefallen mir sehr gut, Katharina Seehuber!

      • besucher schreibt:

        Denken und logisch argumentieren war noch nie so Dein Ding, ich weiß. Bevanite hat den Seehuberschen Unsinn sehr gut auf den Punkt gebracht.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @besucher

        Wo habe ich denn unlogisch gedacht? Können Sie Beispiele anführen oder bleibt es bei Ihrem üblichen dummen Geschwätz?

  8. k.knerzje schreibt:

    Mitunter ist es schon albern!
    Die einzig zulässig gewesene Auswahl/Selektierung oder welche Wortklauberei auch immer wäre gewesen ,wenn die Polizei jeden einzelnen gefragt hätte ob er böse Absichten habe und nur die zurückgewiesen hätte, die mit ja antworten.

  9. Eitan Einoch schreibt:

    Ich fürchte, hier wird „Racial Profiling“ verwechselt mit „Predictive Profiling“. Der Unterschied besteht darin, dass beim Ersteren ausschließlich auf die ethnische Herkunft bzw. Erscheinung geschaut wird. Das ist als Präventionsmaßnahme ineffektiv und tatsächlich diskiminierend. Beim Letzteren spielt die Ethnie zwar auch eine gewichtige Rolle, aber keineswegs die einzige – es werden auch weitere Variablen berücksichtigt.
    Die deutsche Polizei wendet kein „Racial Profiling“ an.

  10. ceterum censeo schreibt:

    Der Schuhu hörte stets mit Ruh,
    wenn zwei sich disputierten, zu. –
    Mal stritten sich der Storch und Rabe,
    Was Gott der Herr zuerst erschaffen habe,
    Ob erst den Vogel oder erst das Ei.
    „Den Vogel!“ – schrie der Storch –
    „Das ist doch klar wie Brei!“
    Der Rabe krächzt: „Das Ei, wobei ich bleibe;
    wer’s nicht begreift, hat kein Gehirn im Leibe!“

    Da fingen an zu quaken
    Zwei Frösch in grünen Jacken.
    Der eine quakt: „Der Storch hat recht!“
    Der zweite quakt: „Der Rab hat recht!“

    „Was?“ – schrien die beiden Disputaxe –
    „was ist denn das für ein Gequakse??“ –
    Der Streit erlosch. –
    Ein jeder nimmt sich einen Frosch,
    Der schmeckt ihm garnicht schlecht.

    Ja – denkt der Schuhu – so bin ich!
    Der Weise schweigt und räuspert sich!

    Wilhelm Busch

    Ich weiß nicht, ob hier jemand weise ist,
    aber in Frösche scheinen wir uns mehr und mehr zu verwandeln.
    Und die merken nicht, daß das Wasser in dem Topf, in dem sie sitzen immer heißer wird.
    Was solls, Storch und Rabe juckt es nicht, und die meisten Frauen haben noch Teddybären zu verschenken.

  11. Sophist X schreibt:

    Was die Terroristen am Kölner Dom vereint, ist nicht ihr Äußeres. Das ist nur eine scheinbare Koinzidenz.

    Richtig wäre: Es ist eine Koinzidenz (ohne Attribut). Was soll’s, so mag es reichen.

    Der Sprachkritik am racial profiling schließe ich mich gerne an.
    Der Begriff racial profiling war schon falsch und verbrannt, bevor er die Runde machte. Er stammt aus dem Amerikanischen, wo die Angabe der race oder ethnicity zur Selbstidentifikation der Bürger gehört wie Körpergröße oder Augenfarbe. In Deutschland gibt es dieses Konzept nicht. Dass der Begriff Rasse hier ideologisch aufgeladener ist, wird beim Ausdruck racial profiling gern in Kauf genommen. Damit kann man mit der Verwendung eines scheinbar bestens etablierten Begriffes eine rassistische Voreingenommenheit unterstellen und seine eigene Meinung durch unterschwellige Diffamierung der Gegenseite aufwerten.
    Vielleicht wäre phänotypisches Profiling angemessener, aber es rollt nicht so von der Zunge und lässt sich auch nicht gut instrumentalisieren.

  12. anti3anti schreibt:

    Das Durchschleusen von Nafris durch einen nur für sie bestimmten Ausgang ist keine Diskriminierung, sondern eine SELEKTIONIERUNG!

  13. holger schreibt:

    moin gerd

    du hast doch gute kontakte richtung israel. frag da doch mal nach erfahrrungen im altag.

  14. Hein schreibt:

    „Rassismus ist die Diskriminierung eines Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft.“ Diskriminieren bedeutete einstmals „unterscheiden“. (discriminare = unterscheiden) Rassismus wäre demnach die Unterscheidung von Menschengruppen. Gibt es menschliche Rassen? Dr. Bernhard Langkabel behauptet das in seinem Buch „Der Mensch und seine Rassen“ von 1892. In seiner Einleitung schreibt er: „Der Blick rückwärts … zeigt uns, daß, bedingt durch Örtlichkeit und Klima, manche Volksstämme noch jetzt auf jenen Stufen der Entwicklung verharren, welche uns die Vorgeschichte darthut, daß andere aber weit über sie hinausgewachsen sind.
    Hochmuth hat sich oft, und bis in unsere Tage hinein, gemüßigt gesehen, auf andere Menschen herabzusehen, sich ‚für mehr zu halten’…“

    • bevanite schreibt:

      „Underscheidung von Menschengruppen nach Rassen“ trifft es wahrscheinlich besser, also die Vorstellung, dass es „Menschenrassen“ gäbe, die sich natürlich voneinander unterscheiden. Und das ist halt aus heutiger Sicht Quatsch. Ist eine Hauskatze mit schwarzem Fell eine andere Katzenrasse als eine mit getigerten Fell? Dieser Bernhard Langkabel schrieb eben im Zeitgeist des 19. Jahrhunderts, als diese Denkweise angesagt war. Aber es gab zu dieser Zeit auch in der Evolutionsbiologie jede Menge Irrtümer, die später widerlegt wurden.

  15. Philipp schreibt:

    Ich befürchte, dass die Vorfälle zu Silvester 2015/16 relativ wenig mit Islamismus zu tun hatten. Das ist ein kulturelles Problem, das in der Arabischen Welt weit über den Bereich des Islamismus hinausgeht.

    • ManfredM schreibt:

      Genau auf den Punkt gebracht.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Es ist ein Problem, dass es keinen Islamismus gibt. Es gibt nur den Islam. Und der Islam prägt in Nordafrika und Nahost auch die Hirne von heranwachsenden Menschen, die nicht in den Jihad ziehen.

  16. A.S. schreibt:

    Wir erleben gerade das, was immer passiert wenn man Probleme solange unter den Teppich kehrt, bis es darunter zu leben anfängt.
    Jetzt greift man zu Maßnahmen, die noch vor einem Jahr nahezu undenkbar waren.
    Es fängt schon damit an, dass man die Kontrollen, die man an den EU-Außengrenzen und bei der Zuwanderung verweigert hat, jetzt in den Innenstädten nachholt. Eine Wohnorrtpflicht für Zuwanderer 8nicht nur Asylbewerber) ist inzwischen im Gespräch, das individuelle Asylrecht wird vmtl. faktisch abgeschafft mittels Obergrenze (die wird in irgendeiner Form kommen, einige Nachbarländer haben die schon), Schengen wackelt, nachdem man die Freizügigkeit vorübergehend auf jeden erweitert hatte, der es über das Mittelmehr schafft (Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich sind inzwischen wieder normal).
    Da wird noch einiges mehr kommen, einfach weil man den Zeitraum, in dem man maßvoll hätte handeln können, in maaslloser Blödheit einfach verpennt hat. Wie woanders schon geschrieben: Unsere angebliche Elite war vollkommen damit ausgelastet, den NSU zu übersehen …..

  17. Alpha O'Droma schreibt:

    Stop and frisk

    „Nafri“ ist das neue Reizwort, doch die Frage, über die heftig gestritten wird, ist jene, ob das Vorgehen den Polizei rassistisch ist. Ich sage Ja UND Nein.

    Ja!
    Selbstverständlich ist es rassistisch, die Fahndung allein von Körpermerkmalen abhängig zu machen. Ob jemand nordafrikanisch oder arabisch aussieht, sollte nie ein Kriterium der Polizeiarbeit sein.

    Nein!
    Wenn die Polizei nach einem Mann sucht, ist die Fahndung dann sexistisch? Wenn Täter oder auch potentielle Täter dazu noch Migrationshintergrund haben, ist es dann rassistisch, sein Augenmerk auf Migranten zu legen?

    Meine Meinung
    Lasst uns mal nach USA schauen! Dort wird in New York seit 12 Jahren „Stop and frisk“ ( = anhalten und durchsuchen) praktiziert, quasi eine rassistische Vorauswahl. Dazu mal die Fakten (Quelle TAZ): „Tatsächlich betrafen die 4,4 Millionen stop-and-frisk-Fälle zwischen Januar 2004 und Januar 2012 zu 52 Prozent Schwarze, 31 Prozent der Betroffenen waren hispanischer Abstammung und nur zehn Prozent Weiße.“ Mayor Bloomberg sagte dazu „Schließlich sei die stop-and-frisk-Strategie eine „zentrale Abschreckungsmaßnahme“ durch die in den vergangenen zehn Jahren etwa 8000 Waffen aus dem Verkehr gezogen worden seien. „Es steht außer Frage, dass das anhalten, befragen und durchsuchen zahllose Leben gerettet hat“
    Wir haben hier ein moralisches Dilemma. Und wieder existiert keine perfekte Lösung, denn wieder gilt es Rechtsgüter gegeneinander abzuwägen. Ich erinnere an die Beschneidungsdebatte, da hatten ebenfalls beide Seiten Recht. Das BVG entschied, dass die Religionsfreiheit in dem Falle das höhere Gut sei (im Verhältnis zum Recht auf körperliche Unversehrheit – der Vorhaut eines Babys) und ich frage mich, was unsere Verfassungsrichter wohl hierzu sagen. Der Gleichbehandlungsgrundsatz steht nicht umsonst im Grundgesetz! Aber warum gibt es dann Frauenparkplätze? /sarcasmoff
    Ich habe mir meine Meinung hier noch nicht gebildet.
    Die zentrale Frage, ob ein Land, dass eine Million Migranten aufnimmt, Migranten auch stärker kontrollieren darf als augenscheinliche Biodeutsche, ist perfide, doch die Zahlen aus New York geben „Stop and frisk“ Recht. Und der für mich entscheidende Fakt (Quelle ausgerechnet wieder die TAZ) lautet: „Die durchschnittliche Zahl der täglichen Morde in der Stadt ging von sechs im Jahr 1990 auf nun weniger als einen Mord pro Tag zurück.“ Das sind – allein in N.Y. – also mehr als 1.500 Mordopfer weniger. Jedes Jahr! Rechtfertigt das eine quasirassistische Vorauswahl der Menschen, die von der Polizei als überprüfungswürdig anzusehen ist?

    Ich weiß es nicht, mein Bauch sagt „nein“, mein Kopf „vielleicht doch“.
    Meinungsbildung nicht abgeschlossen.

    Alpha O’Droma

    P.S.: Nur noch eine Anmerkung dazu, damit wir uns keine rassistische Bullerei heranziehen, wie sie in den USA Usus ist: Ich finde es wichtig, gut und richtig, dass Polizeibeamte im Außeneinsatz in Zukunft mit Kameras ausgerüstet sind, die alles aufzeichnen: zum Schutz der Beamten, aber auch zum Schutz der Bürger vor Polizeiwillkür.

  18. benwaylab.com schreibt:

    Hallo Gerd, gut, dass Du dieses Thema aufgreifst. Allerdings empfinde ich Deinen Artikel an mehreren Stellen als ungenau.
    Ich greife einen Punkt heraus: (Zitat): Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen Herkunft.
    Das ist so nicht richtig. Rassismus ist die Diskriminierung eines Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft.
    Werden Männer arabischer/nordafrikanischer Herkunft durch spezielle Kontrollen, denen andere nicht unterworfen werden, diskriminiert.
    Ja. Aber der Punkt ist, ob durch diese Diskriminierung ein höheres Rechtsgut geschützt wird.
    Ich möchte diesen Punkt an dieser Stelle einmal offen lassen, jedoch muss geprüft werden, ob das „racial profiling“ geeignet, erforderlich und verhältnismäßig war um Angriffe auf Leib, (Leben) und sexuelle Selbstbestimmung zu unterbinden.
    Ich glaube, es würde auch in Spekulation ausarten, ob das Verhalten dieser Männergruppen nun in der islamischen Religion liegt. Es reicht, die Wahrscheinlichkeit aus – basierend auf bereits stattgefundenen Ereignissen – dass es wieder zu Straftaten kommt.
    Es ist hierbei vollkommen egal, ob das islamistisch motiviert ist oder einfach nur asoziales/antisoziales Verhalten ist.

    • Alpha O'Droma schreibt:

      Sorry, aber Beurteilung trifft es besser als Diskriminierung. Schließlich existiert auch positiver Rassismus, der nicht diskriminiert. Schwarze können gut tanzen, Vietnamesen sind fleißig etc.pp.

      • Dante schreibt:

        „Diskriminieren“ heißt erst einmal „unterscheiden“, womit natürlich nur „unterschiedlich behandeln“ gemeint sein kann. Wenn jemand dabei besser statt schlechter behandelt wird, ist es eben positive Diskriminierung. So zumindest verstehe ich dieses Wort, so würde ich den Begriff der Diskriminierung definieren.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Was haben Klischees über Vietnamesen oder Afrikaner mit Rassismus zu tun?! Rassismus fängt erst dort an, wo Menschen aufgrund vermeintlich genetischer Eigenschaften ABGEWERTET werden, ihnen das volle Menschsein abgesprochen wird. Mag sein, dass Schwarze gut tanzen können und Vietnamesen fleißig sind. Vielleicht sind Juden intelligenter und Araber dümmer als der Rest der Menschheit. Russen trinken bekanntlich Wodka wie Sprudel, und Polen klauen Autos. Das mag alles stimmen oder auch nicht. Vorurteile bedeuten noch lange keine Entmenschlichung desjenigen. Rassistisch werden sie erst, wenn sie aus der (richtigen oder falschen) Behauptung geschlussfolgert wird, es handele sich dabei um minderwertiges Menschenmaterial.

        • Praecox schreibt:

          Hauptsache, Sie haben untergebracht, Araber seien die Dümmsten. Chapeau!

        • Alpha O'Droma schreibt:

          „Was haben Klischees über Vietnamesen oder Afrikaner mit Rassismus zu tun?!“
          Mensch, Eitan, lies deinen Satz einfach noch mal. Langsam.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ach, noch so einer, für den alles klar ist, dass Fragen und Hinterfragen sich von vornherein verbieten.

          • A.S. schreibt:

            Du weißt doch, für Antirassisten ist alles gleich, es darf keine Unterschiede geben.
            Also außer, man bezeichnet die Amerikaner als kulturlos, die Sachsen als Nazis und die Bayern als Hinterwäldler.
            Aber neben diesen aufklärerischen Fakten darf es keine Unterschiede geben.

  19. Ralf Weber schreibt:

    Es ist zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen wieder ehrlicher Realismus angebracht und nicht andauernde, unsinnige Unterstellungen auf ideologischer Basis. Es sieht auch hierbei nach einem der generellen Probleme der aktuellen „postfaktischen“ Zeitperiode aus.

    Hier auch zum Gesamtkontext:
    http://juedischerundschau.de/warum-westliche-linke-die-rechtsextremen-fremder-laender-lieben-135910672/

Seid gut zueinander!

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