WDR – Die rechtspopulistische Fernsehanstalt

Kennen Sie Mark Rutte, Lodewijk Asscher und Emile Roemer? Nur wenige Deutsche werden diese Frage mit Ja beantworten können. Kennen Sie Geert Wilders? Diese Fragen werden schon deutlich mehr Deutsche mit Ja beantworten, schließlich haben die deutschen Leitmedien diesem Mann mehr Sendezeit und Druckertinte gewidmet als allen anderen Kandidaten der Parlamentswahl in den Niederlanden am 15. März 2017 zusammen. Genau da liegt das Problem!

Wenn es nach dem WDR geht, scheint es nur einen Kandidaten in den Niederlanden zu geben, jedenfalls widmet sie nur einem Kandidaten einen ganzen Bericht von über 30 Minuten. Kurz vor der Wahl sendete der WDR den Bericht „Die Story – Holland in Not – Wer ist Geert Wilders“.

Bei diesem Bericht handelt es sich größtenteils um eine Aufwärmung der BBC 2 Produktion „Wilders: Europe’s Most Dangerous Man?“ von Mags Gavan and Joost van der Valk aus dem Jahr 2011. Dementsprechend veraltet ist auch das meiste Filmmaterial, das in diesem Bericht geboten wird. Seriöser Journalismus sieht anders aus. Der WDR wärmt vergammeltes Essen auf und würzt das abgelaufene Zeug mit sehr frischen Kommentaren, um so den Schimmelgestank zu übertünchen. Der WDR hat nicht mal jene Stellen entfernt, die schon vor 6 Jahren zum Himmel stanken.

In dem Bericht, in dem Geert Wilders ein einseitiger und beleidigender Blick auf den Islam vorgeworfen wird, werden Juden ausschließlich als islamhassende Fanatiker präsentiert. Juden kommen nur als durchgedrehte Blogger, hassschürende Aktivisten (Jewish Task Force), rechte Politiker und unrechtmäßige Siedler vor. Wenn es um amerikanische Finanziers geht, zeigt der Bericht religiöse Juden in New York, denn da scheint das Geld und Gold zu liegen. Genüßlich wird Geerts Wilders mit Kippa und vor der Klagemauer gezeigt, um zu zeigen, wer wirklich hinter Geerts Wilders steckt. Natürlich erwähnt der Bericht, dass Geerts Wilders eine jüdische Großmutter und eine jüdische Frau hat. Er hat es vermutlich im Blut.

In einer Dokumentation, die Wilders eine Reduzierung von Muslime auf Terroristen vorwirft, tauchen Juden nur als Fanatiker auf! Dem Staate Israel wird sogar die Schuld an Wilders Radikalität gegeben. So wie Israel eine Mauer zwischen Juden und Palästinenser baue, so wolle Wilders nun alle Muslime mit einer Mauer von den Niederlanden trennen. Der Bericht suggeriert, Israel habe nur aus purem Hass einen Grenzzaun errichtet und verschweigt den palästinensischen Terror, den verfassungsmäßig erklärten Wunsch der Vernichtung aller Juden weltweit durch die Gündungscharta der Hamas, die Hitlergrüße der Hamas, die Reden führender Politiker, in denen Juden zu Ungeziefer erklärt werden, die ausgerottet werden müssen und die regelmäßigen Angriffe auf Israel mit Raketen, Bomben, Messern, Äxten und Waffen. Der Bericht unterstellt, dass Wilders, der in Israel gelebt hat, dort von bösen Juden, „die sogar in Israel als rechts gelten“ (O-Ton des Films, man beachte das Wort „sogar“) indoktriniert wurde.

Das ist nichts weiter als eine Verschwörungstheorie, die von dem WDR in deutsche Haushalte getragen wird. Der WDR begeht genau den Fehler, den sie Geert Wilders zu unterstellen sucht. Statt der bösen Muslime, die Europa zu unterwandern suchen, sind es bei dem WDR halt die bösen Juden. Die Gefahr kommt jedenfalls aus dem Orient!

Wenn Geert Wilders ein rechtspopulister Politiker ist, dann ist der WDR eine rechtspopulistische Fernsehanstalt.

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Der Originalbericht wurde übrigens mit diesem Worten umschrieben:

„BAFTA-winning filmmakers Mags Gavan and Joost van der Valk follow Wilders on his campaign trail during the recent Dutch elections, meet members of the international anti-Islamic network who support him, and find out about a conspiracy theory promoting the belief that Europe is being taken over by Islam.“

Ich möchte dem hinzufügen:

„They themselves create a conspiracy theory, promoting the idea that Europe is being taken over by the Jews and Israel.“

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