Die Grenze der „Sonderbehandlung“

Sehr geehrte Christiane Hoffmann,

heute, am 26. April 2017, erhielt ich einen Newsletter des Spiegels unter dem Titel „Morning Briefing“, für den sie als stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros verantwortlich sind. Dort steht:

„Die historisch bedingte Sonderbehandlung Israels stößt mit der Regierung Netanyahu an ihre Grenzen.“

Das Wort Sonderbehandlung hat in Deutschland Tradition, wenn es um Juden geht. Ich habe daher acht Fragen an Sie:

1. Frage: Wie sehen die Sonderbehandlungen aus, die Israel von Deutschland erhalten hat? Bitte nennen Sie mir ein paar Beispiele.

2. Frage: Unterzieht Der Spiegel Israel auch einer Sonderbehandlung? Wenn ja, wie sieht diese Sonderbehandlung aus?

Sie schreiben weiter: „Aber die historische Schuld kann nicht dazu führen, dass Deutschland es akzeptiert, wenn die israelische Regierung sich immer weiter von jenen Werten entfernt, die wir bisher für gemeinsam gehalten haben.“

3. Frage: Welche historische Schuld meinen Sie? Meinen Sie etwa die Sonderbehandlungen, die Juden einst in Deutschland erleben mussten?

4. Frage: Welche Werte meinen Sie? Etwa, die Werte, die viele Deutsche für selbstverständlich halten, während das Volk in Israel diese Werte verteidigen muss in einer Welt von Feinden, die das kleine Land Israel auslöschen möchten, während die Hamas in ihrer Gründungscharta erklärt, alle Juden weltweit vernichten zu wollen? Diese Forderung gab es einst auch in Deutschland aus. Sie nannte sich Endlösung!

Apropos Endlösung, Mahmud Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

5. Frage: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie es für einen Israeli sein muss, Europäern die Hand zu schütteln, die seit Jahrzehnten ein undemokratisches Regime finanzieren, das mit dem Geld Familien von terroristischen Judenmördern Renten zahlt?

Am 24. März 2017 erklärten Sigmar Gabriel auf Twitter, Mahmud Abbas sei sein Freund. Er ist somit mit einem Kopf der Konfliktparteien befreundet, das heißt: Er ist befangen.

6. Frage: Was sagen Sie zu der Befangenheit des deutschen Außenministers? Ist er mit dieser Befangenheit überhaupt in der Lage, als neutraler Vermittler im Nahen Osten aufzutreten?

7. Frage: Hat sich Der Spiegel mit dieser Freundschaft beschäftigt? Wie lange existiert die Freundschaft schon? Gab es Freundschaftsdienste?

Und zum Schluß, da Sie stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros sind: Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu sagte einst:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

8. Frage: Wie sollte Israel Ihrer Meinung nach mit dieser Sonderbehandlung umgehen?

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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82 Antworten zu Die Grenze der „Sonderbehandlung“

  1. policycounts schreibt:

    Sehr interessantes Thema, ich bewerte den Besuch Gabriels vielleicht etwas anders als Herr Tapfer im Nirgendwo. Ich glaube es war richtig sich mit den NGOs zu treffen. Ich glaube nicht, dass Gabriel antisemitisch gehandelt hat. Ich biete jedem meinen Artikel an, um sich ein Bild über meine Meinung zu machen. Ich freue mich über jede Kritik: https://policycounts.wordpress.com/2017/04/30/israel-die-grosse-kunst-der-diplomatie/

  2. Couponschneider schreibt:

    Wenn es um Juden geht, dann fliegen manchen Leuten die Sicherungen raus. Sigmar Gabriel soll sich schämen. Andere Minister sind wegen kleinerer Vergehen zurückgetreten (beispielsweise Möllemann). Sich in die eigene Tasche wirtschaften, ist ja allzu menschlich, aber Gabriel da getrieben hat, war einfach töricht. Noch schlimmer ist eigentlich, dass niemand seinen Rücktritt gefordert hat.

    • Aristobulus schreibt:

      So isses, Couponschneider. Also so, so, so und auch so. Alles miteinander.

      Gabriel muss zurücktreten. Er hat nicht nur einmal, sondern wiederholt Dinge gesagt und Dinge getan, die kein Außenminister jemals sagen oder tun darf. Er ist als Außenminister nix als eine Schande für sein Land.

  3. Markus Leuthel schreibt:

    Tja.

    Da ist der deutsche Fastminister alles Wider- bis Ausnahmwärtigen wohl über seine selbst gekritzelte Sigmarlinie gestolpert. Unlängst. Schon wieder. Sonderstolperung?

    Und da die Sigmarlinie mitten durch die braune Pfütze (die hat er auch da hingelegt, jawohl, genau da) verläuft, ohne dass diese sich je zerliefe, und da er die braune Pfütze ebenfalls – kurz vorher – extra und sorgsamst DA nicht etwa entfernt, sondern gleich vorsorglich liegen gelassen hat (jawohl, genau da – flach, klebrig, pfützig, braun), spiegelt sich jetzt die schwärzestmögliche Unlichtquelle sogar auf „SPIEGEL Online“ bis ringsrum, und blinzelt braun bis schwarz. Sonderblinzelung?

    • Aristobulus schreibt:

      LOL 😀

      Ach ja, immer diese spontanen Doppelt-und-gleich-Siebenfachreflexe in Bräunlich mit Tendenz zum Schlammstbraun, so bald erstmal einer mal was gegen die Juden und so.

      • Markus Leuthel schreibt:

        Mäanderierend gepfützlich,
        Unnöter entnützlich,
        Schlammstdark der Charaktershark.
        Der Strahl gebrochen flexrehaft,
        Hat er ES wieder nicht geschafft.
        Dagegen wäre jeglich Moorsoldatenfussgebiet
        ein gülden Strahlendes, ein gütlich Schwebendes.
        Im Herrn.
        Wenn der denn einer wär.
        Doch das ist ihm zu schwere, so wie ere.
        Nicht mal Mann er ist, nur Bauch.
        Und der Vadder stehet ihm am Schlauch.

        • Aristobulus schreibt:

          Und nimmt der Bauch ihm ab und abber,
          wird der Charakter schlabb und schlabber,
          was fitze-fatze-und-zumeist:
          Wohl was wie ernster Mangel heißt.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Fitze-fatze Faulgemuth,
            Gabriel sin deutsche Plut,
            Es pulst, und schwulst,
            Und bulst, und frulst,
            Er pumped ein,
            Er pumpet aus,
            Und stört er doch?
            Dann fliecht er raus!

  4. Kanalratte schreibt:

    Beim Thema Israel ist leider zumeist irgendwo eine Abneigung dabei. Wenn es nicht die Verfasser des Artikels sind, dann sind es die Kommentatoren. Warum der Holocaust gerade in Deutschland geschehen konnte, erklärt sich mir leider immer mehr.

  5. Ralf Weber schreibt:

    Ach ja, ich würde gerne auch mal was wirklich fröhliches bringen, die Laune dazu wird einem aber leider regelmäßig durch das öfters erschreckende Zeitgeschehen wieder versauert. Können da welche nicht endlich aus unserer erschreckenden Geschichte lernen, wohin eigene überhebliche Selbsrüberhöhung und unsinnige Abwertung anderer führt, die täglich um ihr Überleben kämpfen müssen?

    Hierzu auch ein markanter und treffender Artikel:

    Der unerfreuliche Besuch des deutschen Ersatz-Außen Sigmar Gabriel in Israel

    Den in seinem Elternhaus gelebten Antisemitismus und die bis ans Lebensende aufrechterhaltene Holocaust-Leugnung seines Vaters hat der bekennende Abbas-Freund und gegenwärtige bundesrepublikanische Ersatz-Außenminister für den durch das Islam-affine, bei der Merkel-CDU ansetzende linke Fast-All-Parteienbündnis ins Amt des Bundespräsidenten hineingekunkelten Iran-Atomwaffen-gegen-Israel Beschaffers F.W.Steinmeier nach eigener Aussage nicht übernommen.

    Im Gegenteil: Gedenktage für tote Juden sind ebenso ein integraler Bestandteil seiner Kalender-Routine wie Besuche in der Gedenkstätte Yad VaShem, in die er auch bei seiner diesmaligen Israel-Reise wegen der toten Juden gern zurückgekommen ist.

    Mit den lebenden Juden ist das eine ganz andere Geschichte. Hier hatte der SPD-Minister mit dem schönen, der hebräischen Thora entnommenen Nachnamen Gabriel ( in der Übersetzung: Held G’ttes ) ganz im Sinne weiter Teile seiner Partei der Oppermanns, Schulzes, Stegners u.v.a. Gleichgesinnter mehr, schon immer so seine Schwierigkeiten.

    Offensichtlich tief beeindruckt von den zahlreichen Privilegien, die der arabische Bevölkerungsteil in beispielloser Weise gegenüber den jüdischen Israelis genießt, hatte er schon 2012 anlässlich eines Israel-Besuches sofort festgestellt — Zitat Gabriel: „Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt.“

    Die Aussage ist ebenso ungeheuerlich und diffamierend wie sachlich falsch. Dem Verkünder alternativer Wahrheiten Gabriel ist das unfraglich bewußt. Aber Freundschaften wollen gepflegt werden und seine persönliche zu dem Terror-Förderer und existentiellen Israel-Feind Abbas ist der deutschen Aussenpolitik unzweifelhaft wichtiger als eine harmonische Beziehung der Bundesrepublik Deutschland zu dem demokratischen Staat Israel.

    Wen kann es da noch wundern, dass Herr Gabriel besonders angesichts des sonstigen desolaten Zustandes seiner Partei hierzulande auch dieses Mal auf Kosten seines Gastgebers punkten wollte — augenscheinlich berauscht von dem großen Erfolg und dem Beifall, den er mit derartigen Aktivitäten , bei seinen, ihren antijüdischen Vorbehalt hinter dem Deckmantel einer „doch wohl legitimen“ Israel-Kritik auslebenden Parteigenossen, bei den Stegners, Oppermanns und Wasser-Lügen-Schulzes der sozialistischen Israel-Verurteilungs-Partei, bei den nicht weniger linkslastigen hiesigen Leitmedien und bei großen Teilen der, den Juden den Holocaust immer noch nicht verzeihenden bundesdeutschen Öffentlichkeit erzielt hatte.

    War ja auch ein genialer Einfall, alle Versäumnisse, die durch das ganz zufällige Unterlassen von Treffen mit Oppositionellen im Iran, der Türkei, Saudi-Arabien und anderen freiheitlichen islamischen Demokratien entstanden waren, nunmehr in dem schrecklichen Unterdrückungs-Regime Israel sozusagen auf einmal nachzuholen.

    Die von Gabriel ausgewählten Organisationen, besonder BtS beschäftigt sich damit, angebliche Berichte israelischer Soldaten über vermeintliche Kriegsverbrechen Israels zu sammeln. Fälschungen sind bereits nachgewiesen worden. Der BtS-NGO geht es dabei vor allem um eine Delegitmierung des Staates Israel. Das Interesse an dem Schicksal der Araber ist dabei eher untergeordnet. Keinerlei Empathie findet sich für die Unterdrückung und Ausgrenzung der „Palästinenser“ in Jordanien, die dort im Gegensatz zu der arabischen Population im jüdischen Judäa, Samaria und Galiläa in entwürdigenden Verhältnissen leben und trotz ihrer großen Zahl von dem herrschenden Fremdsystem ausgegrenzt werden.

    Die Verstimmung des „Scharfmachers“ Netanyahu angesichts der offensichtlichen Unlauterkeit des Anliegens Gabriels war aber auch zu kleinlich. Dies besonders auch angesichts des die besonderen Freundschaftsbeziehungen zu Israel so überaus diplomatisch dokumentierenden Wunsches Gabriels, in prioritärer Reihenfolge und noch vor dem Empfang beim israelischen Regierungschef die beiden Auslands-finanzierten, staatsfeindliche Lügen verbreitenden Extremisten-NGO’s besuchen zu wollen.

    So etwas würde — wie Gabriel gegen besseres Wissen nicht versäumt hat, sofort zu betonen — im umgekehrten Falle in unserem von Heiko-Maas eigens organisierten System der Gesinnungsschnüffelei, Denunziation- und gesellschaftliche Ächtung gegen Meinungsabweichler — mit Ausnahme islamischer Judenhass-Parolen — niemals vorkommen.

    Bei der Antifa und Islamischen Demokratiefeinden bin ich mir nicht wirklich sicher, aber geradezu mit offenen Armen hätte Frau Merkel ganz sicher besonders Netanyahu und jeden anderen Staatsgast begrüßt, der sich sozusagen noch vor dem Levée mit Pegida oder anderen vergleichbaren Organisationen getroffen hätte, noch bevor sie die Gelegenheit hatte, ihn zu sehen. Von der erfreuten Reaktion der iranischen Mullahs oder des Herrn Erdogan, der ja schon bei dem geringsten vermeintlichen Fehlverhalten seiner deutschen Gäste und fast ohne Rauschen in der hiesigen Presse, nicht einmal Besuche bei den eigenen in der Türkei stationierten deutschen Truppen zulässt.

    Da der Schulze’sche Komet ohnehin zu sinken beginnt, sollten die Sozis, ob dieser wahlstrategischen Meisterleistung Gabriels vielleicht noch einmal darüber nachdenken, ob sie den aus Brüssel ausgeliehenen deutschen Schulabbrechler nicht doch wieder nach Belgien zurückschicken.

    Dr. Rafael Korenzecher

    Hier noch ein weiterer Link zur Haltung Gabriels ( Phil Perennis und Jüdische Rundschau )

    https://philosophia-perennis.com/2017/04/25/mahmoud-abbas-sigmar-gabriel/

    • Aristobulus schreibt:

      … na gut, der Herr Korenzecher mit seinen leider-Schachtelsätzen, der zwar häufig richtig liegt, der jedoch immer wieder zwischendurch kräftig danebenhaut.
      Stichwort „staatsgefährdend“: Nein. Den antisemitischen NGOs, mit denen sich Außenminister Gabriel trifft, gebühren andere Epitheta. „Staatsgefährdend“ fällt nicht darunter.
      Erstaunlich, dieses typisch deutschbesetzte „Staatsgefährdend“. Bloß die Epitheta antisemitisch, verlogen, fälschend, israelische Kriegsverbrechen herbeilügend, Rufmordbetreiberei, Propaganda gegen Israel usf. reichen nicht? Nein, gleich der Staat muss gefährdet werden.
      Übrigens findet auch der deutsche Justizminister Maas, dass Staatsgefährdung unbedingt zu verbieten sei. Er meint damit freilich Meinungen, die ihm als Staatsbesessenem nicht passen, jedoch meint er damit nicht antisemitische Lügen oder islamische Propaganda pro Scharia.
      So weit zum Dunstkreis des Epithetons „staatsgefährdend“.

      À propos Korenzecher, Herr Weber, ich vermisse noch immer Ihre Stellungnahme zu Korenzechers Tritt auf auf den politischen Gefangenen Deniz Yücel. Erinnern Sie sich?

      • Markus Leuthel schreibt:

        Gleichwohl – wie ja meist – dem desjenigKurzweiligen – im Innersten – gestaffelten, oder hochlogischen, urnotwendig gebogen Umschachtelten – denn dabei, um zu sagen jetzt – wobei man sagen könnte – oder aber auch Insichverschränkten, insofern mehr – bis da wie dort einfachfliessend logisch-konisch Ikonifizierenden – daselbst wohl aber, nicht aber nur deshalb – oder gerade a.a.O. – und sowie wobei daselbst – ihm keinerlei Schachtelsülz entstünde.

        i.A.
        Prof. Dr. mult. hc. Dr. cult. Geschachtelsätzer
        (Experde, nicht auslandsgefährdend, sonderunbehandelt)

      • Ralf Weber schreibt:

        Aristobolus, ich selber hätte mich auf der einen Seite bezüglich Deniz Yücel vorsichtiger ausgedrückt, auf der anderen Seite darf man Menschen, die sich tapfer einsetzen auch mal bei bestimmten Aussagen hinterfragen. Perfekt ist niemand und ich bin für ehrliche und nüchterne Gesamtbilder, wo Flecken auch mal erlaubt sein müssen.

        Herr Rafael Korenzechers Aussagen kommen aus dem Herzen und geben die Gesamtempfindung markant wieder. Dabei bin ich klar mit ihm.

        • Aristobulus schreibt:

          Wie erwähnt: Yucels Bemerkung wegen des aussterbenden Deutschland ist marginal und marginaler und völlig unernst und total egal, und seine Sätze an Sarrazin sind längst gesühnt, und zwar mit viel Geld an Sarrazin, der besten Sühne für die Sätze. Also ist diese Angelegenheit erledigt.
          Was ist übrig: Ein Journalist, der einen Diktator kritisiert hat und dafür von ihm eingesperrt wurde.
          Einem politischen Gefangenen hat man doch keine Artikel vorzuwerfen!

          • Markus Leuthel schreibt:

            Bye the way…:

            FREE DENIZ!
            Endlich jetzt, parbleu!

          • Aristobulus schreibt:

            Aber sowas von.

            À propos, um’s mal wieder zu erwähnen: Selbst der Herr Sarrazin hat laut gesagt, dass Yücel freigelassen gehört, und zwar sofort. Einen Tag nach der Verhaftung hat er’s gesagt.
            Nur erstaunlich viele Webseitler und Journalisten haben immer wieder just diese zwei Dinge über Yüceln geäußert, um sie ihm nachzutreten (unbewusstes Einverständnis mit dem starcken Manne von flaggenwehenden Bosporus, der endlich mal durchgreift?)

            Ich habe versucht, welche von den Nachtretern zu erreichen: Kann man aber nicht.
            Vielleicht ist der Herr Korenzecher zu erreichen-.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für Yücelkritik.

            Und dadervon man abgesehen:

            Soll es nix schlimmeres zu kritisieren geben an uns allen, die wir mal was schreiben oder sagen…!

          • Ralf Weber schreibt:

            Ich schätze Deniz Yücels Kritik an der Diktatur und freue mich über seinen Mut für seine Ansicht trotz Repressalien offen einzustehen.

  6. mühlstein schreibt:

    Aber Deutschland behandelt Israel und das Judentum anders als andere Staaten, es fängt doch schon damit an, dass der deutsche Außenminister nach Israel reist, um dort die Probleme zu lösen.
    Der Rest der Welt schickt keine Außenminister nach Israel, um die Probleme zu lösen.
    Genauso kommt kein Außenminister nach Deutschland und löst unsere Probleme.

    • Aristobulus schreibt:

      Bloß hat ein deutscher Außenminister noch nie woanders „Probleme gelöst“.
      Weswegen ein deutscher Außenminister ja auch nie nach Darfur, Syrien, Jemen oder nach Nigeria fährt, um da Probleme zu lösen, sondern nur nach Israel.
      Warum: Damit die Juden nicht rückfällig werden.

      P.S.
      Problemlöser Gabriel. Auch ein netter Titel. Er sollte sich Visitenkarten damit drucken, einen schwarzen Hut aufsetzen und irgendwo im Milieu von Tarantinofilmen anheuern, da, wo man Reinigungsmänner und Problemlöser braucht.

  7. A.S. schreibt:

    Es ist immer wieder faszinierend wie gerade beim Thema Israel freudsche Fehlleistungen passieren. Irgendwas setzt da im Hirn aus ……

    • Aristobulus schreibt:

      … ja, so ganz schnell, ganz hilflos setzt da irgendwas aus. Zwanghaft.
      Man nannte derlei mal „antisemitische Entgleisung“. So wie ein Zugunglück kam’s über die Entgleisenden, ja einfach so. Sie entgleisten antisemitisch, lagen hilflos und antisemitisch da, wurden alsbald zurück in ihre Gleise gerollt und mussten es dann nicht gewesen sein.

      • caruso schreibt:

        Es kommt immer nur das aus einem heraus, was drinnen ist. „Entgleisung“ bedeutet nur so viel, daß es ohne „mein“ bewußtes Wollen herausrutscht. Das gleiche wenn man besoffen ist. Was in einem nicht drin ist, das kann nicht „entgleisen“.
        lg
        caruso

        • Aristobulus schreibt:

          So isses, liebe Caruso 🙂
          Was erklärt, warum der Entgleisende es danach immer nicht gewesen ist: Was nicht drin sein darf, das kann nicht drin gewesen sein, obwohl es ja immer wieder gedurft werden muss!, weswegen die Verleugnung nach dem Entgleistsein ebenso sicher daherkommt wie das Aufblasen der gabrielschen Backen. Bis zum nächsten Entgleisen.

          Ein häufiger Entgleiser als deutscher Außenminister. Pfui Deibl.

      • Jan schreibt:

        Dabei entgleisen sie doch so gerne, haben aber Angst, als Antisemit beschimpft zu werden, anstatt dazu stehen zu dürfen. („Das darf man ja bestimmt nicht sagen, dann ist man gleich wieder ein Antisemit“). Und wer ist Schuld an dieser Gemeinheit?

          • Jan schreibt:

            Siehst Du? Das beweist doch, dass sie Recht haben, die armen unterdrückten Entgleisten. Statt dass man de Joodn als Untermenschen behandeln darf, kriegen die ´ne Sonderbehandlung. Kein Wunder, dass man beim Spiegel und Süddeutscher Zeitung so ärgerlich ist.

          • Aristobulus schreibt:

            😀

            Ach, dabei möchten doch alle so gern eine richtige Sonderbehandlung, aber bloß wieder de Joodn haben sie bekommen. Und was für eine. Die war ja so aufwändig, dass darüber der Krieg verloren wurde. Und die Sonderbehandlung war teuer, hat viel Schweiß und viel Müh und soviel knappes Gas gekostet, und man „war ja ein Idealist gewesen!“ (so Eichmann mit falschem Plusquamperfekt vor Gericht), und wie bedanken sich die Juden für den ganzen Aufwand?, laden den Herrn Außenminister glatt aus, obwohl er nur mal mit paar Leuten ganz harmlos Kaffee trinken und über die jüdischen Verbrechen plauschen wollte.

          • aurorula a. schreibt:

            Da schau guck. Immer dasselbe mit den Idealisten. Ich hatte eigentlich nicht Eichmann zitiert (zumindest nicht bewusst), sondern den RAF-PFLP-etcetera-Terroristen Böse (doch, der hieß so. war auch so). Der hat auf die Frage einer Geisel aus dem von ihm (Böse) entführten Flugzeug, warum er wie die Nazis die jüdischen Geiseln festhält und die anderen freilässt geantwortet, er (Böse) sei kein Nazi, sondern Idealist.

          • Aristobulus schreibt:

            … hach, der Wilfried Böse als Idealist, und auch der Eichmann war einer gewesen. Dazu jemand, dem ich mal beim Schwadronieren zuhören musste, als er sich gerühmt hat, 1945 ein paar SS-Männern geholfen zu haben, schnell deren Runen-Tätowierungen wegzumachen, und er sagte, „das sind doch Idealisten gewesen!“

            Wenn man den Herrn Gabriel angelegentlich früge, ob er ein Idealist sei, würde man die Antwort höchstwahrscheinlich ja lieber nicht abwarten wollen.

  8. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Wo es darauf ankommt, hält Familie Rotbraun eben doch zusammen.

  9. davboe schreibt:

    Ein klassicher GiK: Griff ins Klo. Ich muss schin wieder eine neue Kategorie eröffnen …

  10. Aristobulus schreibt:

    Übrigend trifft sich der deutsche Außenminister Gabriel mitten in Israel mit Holocaustleugnern:

    http://elderofziyon.blogspot.com/2014/10/btselem-admits-its-researcher-denied.html

    Gabriel muss zurücktreten. Er ist eine Schande und eine Beschämung für sein Land.
    Es ist vorher noch NIE dagewesen, dass ein deutscher Außenminister sich offiziell igendwo hinbegeben hätte, um sich da mit Holocaustleugnern zu treffen.

    • aurorula a. schreibt:

      Eigentlich hätte er schon längst zurückgetreten sein müssen, wenn das heutzutage ein Rücktrittsgrund wäre – mit Abbas trifft er sich ja auch. Der ist Gewaltherrscher, Terrorpate; und Holocaustleugner ist er auch.

    • Aristobulus schreibt:

      Außenminister Gabriel ist ein Holocaustleugner: In der Frankfurter Rundschau schreibt er, „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocaustes“.

      Die Zeitung hat das Wort „Holocaust“ zwar jetzt in „Nationalsozialismus“ geändert (mit Rücksprache oder ohne?), jedoch die unveränderte Originalversion hat Roger Letsch gespeichert.
      Gabriel, der diesen Satz SO geschrieben hat!, leugnet da den Holocaust. Inwiefern: Sozialdemokraten wurden NICHT als Sozialdemokraten und zu Millionen vergast!, ebenso wenig wie BBC-Hörer vergast worden wären, zu Millionen, weil sie BBC-Hörer gewesen seien.
      Wer jedoch behauptet, dass BBC-Hörer, Sozialdemokraten oder Zentrumswähler „Opfer des Holocausts“ gewesen seien, der leugnet ihn.

      Außenminister Gabriel ist untragbar. Er ist eine Schande für sein Land. Er muss zurücktreten.

      • caruso schreibt:

        So ist es, lieber Ari, genau so. Ich habe es natürlich nicht so gründlich ausgeführt wie Du, aber daß er eine Schande ist für D, das schrieb ich schon vor 1-2 Tagen. Das ist doch so
        evident, daß es kaum evidenter sein kann. Wieso merkt das keiner in der Regierung? Sind denn alle eine solche Sch****? Unfaßbar!
        lg
        caruso

    • Bruno Becker schreibt:

      Nur zu gerne würde ich ihn zurückteten!

  11. P.M. schreibt:

    Natürlich hat auch J. Todenhöfer wieder seinen Senf dazu gegeben.
    „es ist gefährlich, Kritik an der israelischen Politik zu äußern. Blitzschnell wird man als Antisemit beschimpft.“ Seltsame Realitätswahrnehmung, denn diese Art von „Kritik“ scheint leider eher Konsens geworden zu sein. Die Bezeichnung Demokratie wird dann auch schnell mal in Anführungszeichen gesetzt „Peinlich für einen Staat, der stolz darauf ist, eine ‚Demokratie‘ zu sein.“ Was sich unter dem Posting abspielt ist natürlich wieder ein Gruselkabinett an Äußerungen.

    Gestern sah ich auf YouTube die sehr gute Doku (unter anderem von Ahmad Mansour):
    https://www.youtube.com/watch?v=cnKXVUaQLSA (Minute 24 hatte etwas von einem Suchbild ;-)) Das war 2013 und es ist erschreckend, wie tief das sitzt. Ich habe Antisemitismus in meiner Umgebung nie wahrgenommen bis mir vor kurzer Zeit eine ältere Frau zum Thema Nahost sagte, dass „die Juden schon immer so Kriegstreiber gewesen wären“. Ich konnte und kann es einfach nicht fassen mit welcher Überzeugung (auch im Film) Leute so was von sich geben können – und das auch noch glauben.

  12. martin silenus schreibt:

    Die dummen Gesichter würde Netanyahu sich bei einem Deutschlandbesuch mit Vertretern von Pegida oder der AFD treffen 😉

  13. unbesorgt schreibt:

    Und Herr Gabriel legt nach, in der FR: „Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocaustes“ — er glaubt das offenbar wirklich!
    http://www.fr.de/politik/meinung/gastbeitraege/israel-und-deutschland-gemeinsam-gegen-nationalismus-a-1266004

    #GabrielAbInDenErziehungsurlaub, anschließend #GabrielAbInDenBildungsurlaub

    • A.Bundy schreibt:

      Die FR hat ‘Holocaust’ klammheimlich in ‘Nationalsozialismus’ geändert.
      Im Cache findet man das Original. NOCH. Deshalb sichern, sichern, sichern!
      Diese Drecksbande darf mit so etwas nicht durchkommen.
      SpOn hat übrigens ‘Sonderbehandlung’ in ‘Umgang’ geändert.
      Die Journaille spielt anscheinend mal wieder semantisches Taschenbillard.

    • Kanalratte schreibt:

      Was der Mann ablässt ist wirklich ungeheuerlich. Ich frage mich gerade was Historiker (außer Wolfgang „Islammarkt“ B.) dazu sagen würden. Sozialdemokraten wurden also laut Gabriel systematisch vergast wie die Juden?

  14. Kanalratte schreibt:

    Gerade das Wort „Sonderbehandlung“ zu benutzen ist natürlich sehr sehr schwach. Das ist in der selben Kategorie wie wenn Papst Franziskus von „Konzentrationslagern“ für Flüchtlinge spricht.

    Wenn ein Björn Höcke von einem „Mahnmal der Schande“ spricht, dann ist das meiner Meinung weniger schlimm, wie wenn Leute meinen die Deutschen hätten aus einer angeblich vererbten „historischen Schuld“ das besondere Recht oder die Pflicht die Juden und Israel zu belehren.

    Natürlich ist der Holocaust ein sehr trauriges und schmerzhaftes Ereignis, das dunkelste Kapitel der (deutschen) Geschichte. Aber eine persönliche Schuld als Deutscher fühle ich nicht und sollte ich auch nicht spüren. Das würde niemand mehr lebendig machen, und außerdem zu einer eigenen emotionalen Verstörtheit mit der eignen Identität führen, wie man sie leider bei vielen Deutschen wiederfindet. Wenn der Deutsche mit sich selbst nicht klar kommt, kann er auch nicht anderen helfen. Kein Jude, kein Ausländer hat ein Interesse daran, dass sich Deutsche schlecht fühlen, wie z.B. nach den Versailler Verträgen. Nein, die meisten Ausländer mögen es sogar wenn Deutsche stolz auf ihr großartiges Land sind.

    • Aristobulus schreibt:

      Allerdings die SPIEGEL-Dame ist stolz auf Sonderbehandlungen.

      • caruso schreibt:

        Genau!!! Spiegel das Dreckblatt.
        lg
        caruso

        • Aristobulus schreibt:

          Es ist bloß noch eine Schande mit dem SPIEGEL.
          1963 wurden noch zwei Spiegel-Redakteure durch Franz-Josef Strauß eingesperrt (staatstreichartig, das), weil sie etwas berichtet hatten, das dem mächtigen Ministerpräsidenten Strauß nicht gepasst hatte. Woraufhin er einfach mal zwei Jornalisten einsperren ließ.
          DAS war der Spiegel anno 1963: Ehrenvoll.
          Daraus ist seitdem ein Schmutzblatt geworden.
          Ach!, die sollen sich was schämen.

  15. Kurt schreibt:

    Vielleicht sollte man solche Kreaturen, wie das Pack Gabriel nicht einladen…?
    Vielleicht sollte man aber auch, die vollkommen unschuldigen Generationen in D. endlich frei sprechen. Statt sie permanent an ihre „historische Schuld“ zu erinnern…. und vielleicht sollte man als Land (Israel) endlich auf eigenen finanziellen Füßen stehen…..
    Vielleicht sollte man die Menschen nicht, in Juden und Nichtjuden einteilen…..
    Wir Deutsche z.B. waren vor einiger Zeit sehr hochmütig, der Fall war sehr hart und dauert noch an…
    Daraus kann man etwas lernen, wenn man will….
    Die Menschheit kann sich nur im Frieden weiterentwickeln, Krieg und Terror führen zu Stagnation und Rückentwicklung.

    • Jan schreibt:

      Von der Pflicht, sich zu erinnern, und von der Pflicht zu verhindern, dass etwas passiert, bei dem sich Schreiber vom Spiegel, der Süddeutschen Zeitung und Konsorten die Hände reiben, darf man Niemanden freisprechen. Niemals.

  16. David schreibt:

    „Sonderbehandlung“ – ganz übel. Das zeigt nur, mit wie wenig Wertschätzung diese Journalistin mit dem Thema umgeht – wahrscheinlich hat sie zudem enorme Bildungslücken und ist (natürlich, da SPON) auf dem Nazi-Trip. Und natürlich eine glühende Pali-Protagonistin.

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