Die Grenze der „Sonderbehandlung“

Sehr geehrte Christiane Hoffmann,

heute, am 26. April 2017, erhielt ich einen Newsletter des Spiegels unter dem Titel „Morning Briefing“, für den sie als stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros verantwortlich sind. Dort steht:

„Die historisch bedingte Sonderbehandlung Israels stößt mit der Regierung Netanyahu an ihre Grenzen.“

Das Wort Sonderbehandlung hat in Deutschland Tradition, wenn es um Juden geht. Ich habe daher sechs Fragen an Sie:

1. Frage: Wie sehen die Sonderbehandlungen aus, die Israel von Deutschland erhalten hat? Bitte nennen Sie mir ein paar Beispiele.

2. Frage: Unterzieht Der Spiegel Israel auch einer Sonderbehandlung? Wenn ja, wie sieht diese Sonderbehandlung aus?

Sie schreiben weiter: „Aber die historische Schuld kann nicht dazu führen, dass Deutschland es akzeptiert, wenn die israelische Regierung sich immer weiter von jenen Werten entfernt, die wir bisher für gemeinsam gehalten haben.“

3. Frage: Welche historische Schuld meinen Sie? Meinen Sie etwa die Sonderbehandlungen, die Juden einst in Deutschland erleben mussten?

4. Frage: Welche Werte meinen Sie? Etwa, die Werte, die viele Deutsche für selbstverständlich halten, während das Volk in Israel diese Werte verteidigen muss in einer Welt von Feinden, die das kleine Land Israel auslöschen möchten, während die Hamas in ihrer Gründungscharta erklärt, alle Juden weltweit vernichten zu wollen? Diese Forderung gab es einst auch in Deutschland aus. Sie nannte sich Endlösung!

5. Frage: Wie sollen Juden mit dieser Sonderbehandlung umgehen?

6. Frage: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie es für einen Israeli sein muss, Europäern die Hand zu schütteln, die seit Jahrzehnten ein undemokratisches Regime finanzieren, das mit dem Geld Familien von terroristischen Judenmördern Renten zahlt?

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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Die kurze Antwort:

„Die Formulierung „Sonderbehandlung“ ist in diesem Zusammenhang sicher sehr unglücklich, da haben Sie recht. Wir haben das inzwischen korrigiert.

Mit freundlichem Gruß
C. Hoffmann“

 

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