Autsch WDR! Der „Faktencheck“ hält einem Faktencheck nicht stand.

Das kannst Du Dir nicht ausdenken!

„Wenn ich etwas schlecht finden möchte, finde ich einen Grund und wenn ich etwas schlecht machen möchte, dann finde ich einen Weg.“

Das dachte sich wohl der WDR in Anbetracht der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner und nutzte seine gesamte Infrastruktur, um die Dokumentation zu diffamieren, indem er einen „Faktencheck“ präsentierte, der zeigen sollte, wie handwerklich mangelhaft die Dokumentation sein soll.

Dieser „Faktencheck“ ist jedoch eine Farce, wie ich in dem Artikel „Ein beispielloser Skandal“ gezeigt habe. Nach dem Lesen des „Faktenchecks“ steht außer Frage: Der sogenannte „Faktencheck“, der vom WDR präsentiert wurde, beinhaltete mehr Fehler und handwerkliche Mängel, als die Dokumentation selbst!

Dem WDR drohen mittlerweile sogar Konsequenzen aufgrund des Faktenchecks. Die Organisation NGO Monitor hat folgenden Brief an den WDR geschickt:

„In der Presseerklärung des WDR zur Antisemitismus-Dokumentation vom 8. Juni 2017 betont der WDR wiederholt die Bedeutung journalistischer Standards. Insbesondere wird in der Presseerklärung behauptet, in dem Film würden unzutreffende Behauptungen aufgestellt und Mutmaßungen als Tatsachen dargestellt und die Filmemacher hätten es verabsäumt, sich mit den betroffenen Einzelpersonen und Gruppen in Verbindung zu setzen. Es liegt daher eine gewisse Ironie darin, dass der WDR genau diese Standards in seinem „Faktencheck“ mit dem Eintrag „33:43 Min. – Prof. Steinberg und NGO Monitor“ verletzt hat.

Der WDR diffamiert NGO Monitor mit der Behauptung, sie sei „keine unabhängige Organisation“. Tatsächlich unterliegt NGO Monitor keinerlei Einflussnahme von Regierungsstellen oder privaten Organisationen. Als gemeinnützige Organisation erhalten wir selbstverständlich Spenden von Privatpersonen und Stiftungen, doch beeinträchtigt dies in keiner Weise unsere Unabhängigkeit.

Die Behauptung, dass NGO Monitor „enge Verbindungen“ zum Institute for Zionist Strategies unterhalte, beruht auf sieben Wörtern in einem Artikel in der Zeitung Haaretz. Darin ging es um ein Vorstandsmitglied und nicht um einen Beschäftigten der Organisation. Offenbar wurde diese Information in den „WDR Faktencheck“ aufgenommen und dort aufgebauscht, um die Nachforschungen von NGO Monitor als tendenziös zu denunzieren.

Die Darstellung des WDR beinhaltet einen zweideutigen Satz, der NGO Monitor mit der politischen Agenda der Besiedlung des Westjordanlands in Verbindung zu bringen scheint. Der Syntax ist nicht eindeutig zu entnehmen, ob diese Agenda nur die des Institute for Zionist Strategies sein soll, oder auch die von NGO Monitor. Im ersteren Fall würde es sich um Sippenhaftung handeln, im letzteren um eine unzutreffende Behauptung, da NGO Monitor eine unparteiische Forschungsorganisation ist, die in der Siedlungsfrage keine Position vertritt.

Es ist besonders bedauerlich, dass der WDR sich nicht mit NGO Monitor in Verbindung setzte, um diese Behauptungen abzuklären. Dies ist umso erstaunlicher, als Sie und ich am 14. und 15. Juni per Email in Verbindung standen, wodurch Sie jede erdenkliche Gelegenheit gehabt hätten, diese Informationen vor ihrer Veröffentlichung zu verifizieren.

Wir verlangen daher den sofortigen Widerruf dieser diffamierenden und unzutreffenden Informationen über NGO Monitor, die Sie auf der Website des WDR im Zusammenhang mit der Dokumentation veröffentlichten. Erforderlichenfalls werden wir den Rechtsweg beschreiten.

Naftali Balanson
Chief of Staff
NGO Monitor

P.S. Es gibt im „Faktencheck“ des WDR zahlreiche unzutreffende Behauptungen. Diese werden wir in einem separaten Memorandum richtigstellen.“

Ich sag mal so: Peinlich! Peinlich ist das einzige Wort, mit dem ausgedrückt werden kann, wie unglaublich peinlich das Ganze ist!

Ich frage mich jedoch, wie es sein kann, dass der WDR so kopflos reagiert. Entweder ist der WDR inkompetent oder Programmentscheider beim WDR stecken in der Sache, die die Dokumentation kritisiert, irgendwie mit drin. Der WDR ist also entweder unfähig oder antisemitisch. Entscheiden Sie!

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