Tuvia Tenenbom – „Hello, Refugees!“

Das Buch „Allein unter Flüchtlingen“ von Tuvia Tenenbom, das in Deutschland nur mit geschwärzten Stellen veröffentlicht wurde, ist nun unter dem Titel „Hello, Refugees!“ auch auf englisch erscheinen, allerdings ohne geschwärzte Stellen.

„Sie und ich mögen seine Worte nicht gutheißen, doch ich finde, er hat das Recht, sie zu äußern. Hätte er sich entsprechend über Juden geäußert, dann würde ich ihm genau dasselbe Recht zubilligen, obwohl ich schließlich selbst jüdisch bin. Denn, hey, lieber weiß ich, was die Leute über mich denken, als meine Zeit mit ‚Liberalen‘ zu vergeuden, die mir Liebe schwören, mich und andere Juden aber in Wahrheit nicht ausstehen können.“

Diese Worten stammen von Tuvia Tenenbom. Sie finden sich im 21. Kapitel des Buchs „Hello, Refugees!“. In Deutschland ist das Buch unter dem Titel „Allein unter Flüchtlingen“ bei Suhrkamp erschienen, allerdings mit schwarzen Balken, denn in der deutschen Ausgabe sind alle Antworten des Grünen-Politikers Volker Beck geschwärzt.

Wie es zu dieser Schwärzung kam, erklärt Volker Beck wie folgt:

„Das Gespräch wurde mir nicht, wie meiner Erinnerung nach vereinbart, zur Autorisierung vorgelegt. Da ich über Rechtliches auf Englisch nicht präzise sprechen kann, hatte ich um Autorisierung gebeten. Sonst hätte ich einfach nicht mit ihm gesprochen, was ich auch zukünftig ohne eigene Zeugen und eigenes Aufzeichnungsgerät nicht mehr tun werde.“

Tuvia Tenenbom jedoch sagt:

„Die Geschichte mit Volker ist eigentümlich. Ich interviewte ihn in Frankfurt. Vorher fragte ich ihn, ob es ihm recht sei, befragt zu werden und ob ich ihn aufnehmen könne. Er sagte, das sei in Ordnung – und auch das wurde aufgezeichnet. Isi hat das Interview auch gefilmt. Dann, etwa einen Monat, bevor das Buch erscheinen sollte, rief er mich an und bat um eine Autorisierung vor der Veröffentlichung. Ich sagte ihm, dass ich ihm nicht erlauben würde, zu ändern, was er gesagt hat. In den USA würden das die Medien, wie zum Beispiel ‚New York Times’, niemals zulassen. Diese Politik ist allen wohlbekannt.“

Nun ist das Buch auch in den USA herausgekommen und die schwarzen Balken sind dort nicht vorhanden. Tuvia Tenenbom fragt: „Kein anderes Land, das die Genfer Konvention unterzeichnet hat, hält sich an die Genfer Konvention, außer Deutschland. Warum?“

Volker Beck antwortet, dass das gar nicht mehr der Fall sei, da Deutschland jetzt ein Abkommen mit der Türkei habe und sich mittlerweile genauso verhalte wie allen anderen Länder auch. Tuvia Tenenbom hakt nacht: „Mit anderen Worten, die deutsche Regierung ist umgeschwenkt und hält sich nicht mehr an ihre Politik der offenen Grenzen. Warum dieser plötzliche Sinneswandel der deutschen Regierung?“

Volker Beck erwidert, da müsse Tuvia Angela Merkel fragen. Tuvia Tenenbom gibt sich mit dieser Antwort jedoch nicht zufrieden und fragt, warum die Grünen im Bundestag keine Abstimmung über das Abkommen mit der Türkei gefordert hätten. Was dann folgt ist ein langes Hin und Her, bei dem Tuvia Tenenbom sein ganzes Geschick aufwenden muss, um Volker Beck zu einer einfachen Antwort zu bewegen, nämlich ob über das Abkommen mit der Türkei im Bundestag abgestimmt wurde. Als er die Antwort endlich hat, erklärt Tuvia Tenenbom:

„Es ist schwierig, von deutschen Politikern eine einfache Antwort auf die Frage zu erhalten, ob sie über einen bestimmten Sachverhalt abgestimmt haben oder nicht.“

Nachdem Tuvia Tenenbom eine Antwort hat, stellt er Volker Beck eine spannende Folgefrage: „Viele Europäer, dieselben, die sich nicht an die Genfer Konvention halten, die sie betrifft, werfen zugleich Israel vor, sich nicht an die Konvention von 1949 zu halten. Deshalb frage ich Volker, den deutschen Israel-Freund, ob Europäer mit dem Finger auf Israel zeigen dürfen, weil Israel eine Konvention missachtet, wenn sich Europa selbst so wenig um Konventionen schert.“

Volker Beck erklärt, wenn jemand selbst einen Fehler macht, habe er damit noch lange nicht das Recht, selbst einen Fehler zu machen. Tuvia fragt daraufhin: „Aber kann man anderen predigen, was man selbst nicht tut?“ Volker Becks Antwort lautet:

„Predigen ist was für religiöse Menschen. Ich denke, dass jeder Kritik akzeptieren muss. Wenn wir sagen, dass nur der kritisieren darf, der selbst perfekt ist, dann gäbe es keine Kritik.“

Dazu schreibt Tuvia Tenenbom: „Ich bewundere Volker. Mir würde im Leben kein solcher Satz über die Lippen kommen. Aber Volker bringt es fertig.“

Dank der englischen Ausgabe können wir jetzt endlich alle auch diesen bewundernswerten Satz lesen. Ich wundere mich allerdings, dass es ausgerechnet dazu kam, dass das Gespräch mit Volker Beck in der deutschen Ausgabe geschwärzt wurde, schließlich redet Tuvia in seinem Buch mit vielen Leuten, Gregor Gysi, Henriette Reker, Jürgen Todenhöfer und Frauke Petry, aber kein anderes Gespräch wurde geschwärzt. Dabei ist es Volker Beck, der einst Benjamin Netanjahu aufgrund eines geplatzten Gesprächstermins mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit diesen Worten kritisierte:

„Gesprächsverbote gehen gar nicht. Das geht nicht, wenn linke Gruppen in Deutschland meinen, man dürfte mit bestimmten Politikern oder NGOs in Israel nicht sprechen, und das geht auch nicht, wenn der israelische Ministerpräsident meint, Politikern in Israel vorzugeben, mit wem sie sprechen dürfen und mit wem nicht.“

Tuvia Tenenbom kennt keine Gesprächsverbote. Er redet mit allen Seiten. Im 22. Kapitel zum Beispiel spricht er mit dem deutschen Autor Akif Pirinçci. Man muss diesen Mann nicht mögen, um zu erkennen, wieviel Unrecht und Gewalt ihm in Deutschland angetan wird. Man muss jedoch ein sehr selbstgerechter Deutscher sein, um die Gewalt, die ihm alltäglich angetan wird, zu rechtfertigen oder achselzuckend hinzunehmen. Es ist egal, was Akif Pirinçci geschrieben hat, es ist falsch, was ihm alltäglich in Deutschland angetan wird.

Als Tuvia Tenenbom Akif Pirinçci besucht, fällt ihm zunächst auf, dass seine Wohnungstür mit diversen Farbanschlägen attackiert wurde. In der Wohnung erfährt Tuvia dann, dass Amazon Pirinçcis Bücher nicht mehr direkt verkauft, ausgerechnet Amazon, wo Bücher des Ku-Klux-Klans, „Mein Kampf“, das kommunistische Manifest, der Koran und die Bibel feilgeboten werden, alles Bücher, in dessen Namen gemordet wurde. Als Tuvia und Akif spazieren gehen, wird Tuvia Zeuge, wie ein junger Mann auf Akif zustürmt und ihn wüst beschimpft. Einige Zeit später wird Akif von einem älteren Herrn beschimpft. Als Tuvia ihn auf diese Verbalangriffe anspricht, erzählt Akif, dass es auch schon mal vorgekommen ist, dass jemand eine Flasche Cola über seinen Kopf entleert hat. Als die in ein Restaurant gehen wollen, erfährt Tuvia, dass es mehrere Restaurants gibt, die sich weigern, Akif Pirinçci zu bedienen. Tuvia Tenenbom beschreibt seine Erfahrungen wie folgt:

„Junge und alte Deutsche haben nichts Besseres zu tun, als diesen Mann zu verletzten. Als Akif, den Volksfeind, zu verletzen. Gib den Leuten die Gelegenheit, andere zu verletzen und zu demütigen, sage ihnen, Grausamkeit sei eine Tugend, und sie werden zu Tieren.“

Ich kenne die Grausamkeiten nur zu gut. Was bin ich schon angegriffen, nur weil ich schreibe, was mir gerade so durch den Kopf geht. Dabei wird mir immer vorgeworfen, ich würde mich mit den Menschen gemein mache, deren Rechte ich verteidige. „Du solltest Dir echt überlegen, ob Du diesen Bericht veröffentlichen möchtest“, riet mir eine gute Freundin, mit der ich mich in der Zeit der Entstehung über diesen Artikel sprach und fügte hinzu: „Du unterstützt damit Akif Pirinçci und solltest Dich fragen, ob Du das willst.“ Ja, das will ich! Schließlich gelten die Grundrechte für alle Bürgerinnen und Bürger, nicht nur für jene, die sich anständig benehmen.

Als Frauen im 19. Jahrhundert das Wahlrecht forderten, gab es jene Gruppierung, die forderte, Frauen mögen sich erst einmal beweisen, ob ihnen das Recht überhaupt zustünde, während die radikalen Feministinnen erklärten, jeder Frau stünde das Wahlrecht zu, unabhängig von ihrem Verhalten, ganz einfach weil sie ein Mensch sei. Hedwig Dohm betonte, „Menschenrechte haben kein Geschlecht“ und führte aus:

„Die Schwachen und Kranken, die Krüppel, die Dummen und die Brutalen, sie alle sind wahlberechtigt. Jede Frau, die schreiben und lesen kann, steht an Fähigkeiten über dem Mann, der diese Kunst nicht versteht.“

Man mag Akif Pirinçci für dumm, brutal und krank halten. Wenn man findet, er habe die Würde eines anderen Menschen verletzt, so kann man ihn verklagen und den Rechtsweg wählen. Ihn jedoch zu attackieren, Cola über seinen Kopf zu gießen und sein Eigentum zu zerstören, sind inakzeptable Aktionen und verlangen eine klare Verurteilung. Egal was er gesagt hat! Ich werde solche Gewalttaten immer kritisieren, weil sie unmenschlich sind und es ist mir egal, in welche Ecke ich dafür von wem auch immer gestellt werde. Ich verteidige Akif Pirinçci genauso gegen Gewalt, wie ich Henryk Broder oder Ayaan Hirsi Ali verteidige. Gewalt gegen Menschen oder die Wohnung eines Menschen ist falsch, möge es nun ein Appartement in Berlin sein oder ein Flüchtlingsheim in Heidenau.

In den letzten Jahren wurde ich aufgrund meiner Verteidigungen schon in die abenteuerlichsten Ecken gestellt. Die Liste der Hasszuschriften gegen mich ist lang. Als ich die Behandlung von vermeintlichen Nordafrikanern durch die Polizei in der Silvesternacht zum 1. Januar 2017 kritisierte, wurde mir vorgeworfen, ich würde die Sicherheit der Frauen verraten. Als ich die Ausschreitung eines gewalttätigen Mobs gegen Milo Yiannopoulus kritisierte, wurde mir vorgeworfen, ich würde die Homosexuellen verraten. Immer wenn ich den Hass gegen Israel kritisiere, wird mir vorgeworfen, ich würde die Palästinenser verraten. Aufgrund meines Wahlkampfes für Hillary Clinton wurde mir Verrat an Israel vorgeworfen und wegen meiner Aussage, Donald Trump sei kein Populist, wurde ich zum Rechtspopulisten erklärt. Als ich das Recht auf Meinungsfreiheit auch für einen AfD-Politiker forderte, wurde mir vorgeworfen, ich mache Wahlkampf für die AfD. Man muss aber kein AfD-Sympathisant sein, um zu kritisieren, dass auf einen Plakatierer der AfD und auf ein Parteibüro der AfD geschossen wurde. Als ich das Recht auf Meinungsfreiheit für Jan Böhmermanns verteidigte, wurde mir vorgeworfen, ich sei ein Türkenfeind. Als ich das Recht von Chris Tall verteidigte, Witze zu machen, war ich ein weißer Rassist. Als ich auch Xavier Naidoo verteidigte, wurde mir vorgeworfen, ich sei nun völlig durchgedreht. Aufgrund meines Einsatzes für den Feminismus werde ich von einigen Leuten so gescholten wie von anderen Leuten für meinen Einsatz für Flüchtlinge.

Ich bin Feminist, streite für Israel, wirke in der FDP, kämpfe gegen Homophobie, kritisiere den Islam, lache über den Katholizismus und habe keine Angst vor Menschen, die ihr Meinung sagen. Ich habe Angst vor Menschen, die sich so sicher und so frei von jedem Zweifel sind, dass sie Gewalt rechtfertigen oder billigend in Kauf nehmen, um ihre Gewissheit zu manifestieren.

„Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden, und möge ich ihre Aussagen noch so sehr verabscheuen, glaub‘ mir Gerd, dann sind wir Juden die Nächsten.“

Das sind die Worte meines Gastvaters Jim Davidson. Ich habe ihm einiges zu verdanken. Die Gespräche mit ihm haben mich geprägt. Als es im Februar 2017 zu Ausschreitungen an einer amerikanischen Universität kam, weil dem gewalttätigen Mob nicht gefiel, dass ein Unterstützer Trumps eine Rede halten sollte, musste ich an diese Worte denken. An einer Universität wurde ein Diskurs verhindert, ausgerechnet dort, wo der freie Diskurs gelebt werden sollte wie sonst nirgendwo, wo die Elite der Bildung lebt, die in der Lage sein sollte, die Freiheit der Gedanken zu leben, wo kluge Geister streiten, forschen und um Erkenntnis ringen und wo Akademiker und Akademikerinnen begabt genug sein sollten, das Falsche analytisch zu erkennen, so dass es keinen Grund gibt, Gedanken zu verbannen, weil dort aufgeklärte Menschen den Mut besitzen, sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen.

Mir macht diese Selbstgerechtigkeit Angst, denn wer weiß, ob nicht jene Menschen, die heute einem Trumpverteidiger das Recht nehmen, sich am Diskurs zu beteiligen, mich morgen aus dem Diskurs entfernen, weil sie glauben, ich sei eine Gefahr. „Wehret den Anfängen“ brüllen die Gerechten und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht. Tuvia Tenenbom fragt in seinem Buch, was Menschen dazu bringt, diejenigen zu demütigen, die nicht ihrer Meinung sind? Zu Akif Pirinçci schreibt er:

„Was macht Menschen zu Gerechten? Was bringt sie dazu, diejenigen zu demütigen, die nicht ihrer Meinung sind? Ich weiß es nicht. Welches Verbrechen hat Akif begangen? Er macht sich über den Islam lustig. Er, der türkische Junge, der deutscher Staatsbürger wurde, zieht die Religion seiner Eltern durch den Kakao, er verhöhnt seine eigene Kultur und sein eigenen Volk. Ich kenne Leute wie ihn. Weiße Deutsche, die das Christentum, die Religion ihrer Eltern, verhöhnen und die ihre eigene Kultur und ihr eigenes Volk auf den Arm nehmen – und manchmal Hassreden gegen Christen halten, so ähnlich wie oder schlimmer noch, als Akif es tut. Wie wir alle wissen, sind diese Leute die Künstler, die Autoren, die kulturelle Elite Deutschlands. Als Weiße haben sie das Recht, so etwas zu tun und man stellt sie dafür auf den Sockel. Akif aber hat nicht dieses Recht, so etwas zu tun. Weil er Türke ist. Weil er eine dunklere Haut hat. Weil seine Eltern Muslime waren. Knapp zusammengefasst haben Weiße Rechte, die Nichtweiße nicht haben. So denken politisch korrekte Menschen. Sie sind, um es mal kurz und deutlich zu sagen, verdammte Rassisten. Passt auf, ihr Leute aus Syrien, Libyen und Nordafrika: Der Tag wird kommen, da ihr wie Akif lernen werdet, dass man euch hier nur liebt, wenn ihr brav auf der untersten Stufe bleibt.“

Tuvia Tenenbom hat daher vollkommen Recht, wenn er mit allen Menschen redet und mögen sie noch so verhasst sein. In seinem Buch redet er mit Volker Beck, Henriette Reker, Gregor Gysi, Lutz Bachmann und Frauke Petry. Die Art, wie er mit seinen Gesprächspartnern spricht, macht das Buch besonders lesenswert, denn selten wird in Deutschland so miteinander geredet. Die deutsche Art zu „diskutieren“ beschreibt Tuvia Tenenbom am Beispiel Frauke Petrys. Er redet offen und in neugieriger Zugewandtheit mit ihr und erfährt so, dass ihre minderjährigen Kinder öffentlich gemobbt werden wegen ihrer Mutter. Sippenhaft nannte sich das bei den Nazis. Nach dem Gespräch stellt er fest:

„Als die Zeit zum Aufbruch naht, posiert sie mit mir vor der Kamera, als wären wir alte Kumpel. Sie brauchte eine Weile, um mit mir warm zu werden, aber am Ende ist die richtig aufgetaut. Sie ist keine Dämonin, muss ich Ihnen leider mitteilen; sie ist eine Deutsche, eine deutsche Lady, die laut ausspricht, was die größten deutschen Machos nicht einmal zu flüstern wagen. Ich mag diese Lady. Wenn ich es recht bedenke, mochte ich bislang jeden Deutsch und jeden Araber, dem ich auf dieser Reise begegnet bin. Wie kommt es, werden Sie sich vielleicht fragen, dass ich unweigerlich Gefallen an Arabern und Deutschen finde, also genau an den Leuten, die eine bizarre Tradition des Judenhass verbindet? Ist das der Schicksal des Juden, seine Feinde zu lieben?“

Tuvia Tenenbom besuchte für sein Buch ebenfalls Flüchtlingslager. Was er vorfand war teilweise unmenschlich und deckt sich vollkommen mit dem, was auf meinem Blog berichtet wurde, nur noch schlimmer. Tuvia berichtet von Kälte, Nässe, Krankheit und Kot. Ein Ort, an dem definitiv keine Liebe gemacht werden kann. Tuvia schreibt:

„Sobald ich aus dem Lagerbereich raus bin, setze ich mich. Ich muss mich sammeln und darüber nachdenken, was ich gerade gesehen habe. Ich habe nicht damit gerechnet, das zu sehen, was ich sah. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ein Land wie Deutschland Menschen so behandelt. Ein Teil von mir möchte weinen, der andere will einfach nur schreien. Traurig ist das, sehr traurig. Was wird mich auf dieser Reise noch erwarten? O Allah, hab Erbarmen!“

Tuvia Tenenbom zitiert einen Flüchtling, der in einem deutschen Flüchtlingslager lebt, mit diesen Worten:

„Dies ist ein schrecklicher Ort. Die deutsche Regierung behandelt uns schlechter als Hunde. Hunde haben ein besseres Leben als wir! Ich will hier raus. Ich will nach Syrien zurück. Wenn ich hier raus rennen und ein Flugzeug nach Syrien nehmen könnte, ich würde es heute tun! Ich will hier raus! Heute noch! Heute!“

Wenn man das liest, erkennt man, dass es den meisten Deutschen, die die Flüchtlinge einst klatschend, tränengerührt und selbstergriffen patriotisch Willkommen geheißen hatten, gar nicht um die Flüchtlinge ging, sondern vielmehr nur um ihr eigenes Image! Diese Deutsche benutzten die Flüchtlinge, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Tuvia Tenenbom schreibt daher vollkommen zu recht:

„Was mir am meisten auf die Nerven geht, ist, dass diese guten Deutschen alles andere als gut sind. Schleichen Sie sich doch bei Gelegenheit mal in ein Flüchtlingslager und machen Sie sich selbst ein Bild. Schauen Sie sich die maroden Zustände an, riechen Sie den Gestank, machen Sie sich bewusst, wie hier Feinde zusammengepfercht werden, kosten Sie von dem Essen und verschaffen Sie sich einen Eindruck von den elenden Zuständen, unter denen die Flüchtlinge hier in jedem Augenblick, an jedem Tag, in jedem Monat leben. Das einzige, was an dieser ganzen Willkommenskultur-PR-Maschinerie wie geschmiert funktioniert, ist das, was auch im letzten Jahrhundert prima geklappt hat: die perfekte Organisation der Transporte.“

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43 Antworten zu Tuvia Tenenbom – „Hello, Refugees!“

  1. bm98600 schreibt:

    @Taurus
    ich habe eher beobachtet, dass man versucht , die Betroffenen ( Ayaan Hirsi Ali, abdel Samad u.a.m. ) zu neutralisieren, indem man ihnen vorwirft , dass sie aus persönlicher Betroffenheit eine ganze ( unschuldige ) Religion diskriminierten. Dass sie ja keine Islamwissenschaftler seien usw. Unvergesslich die Erziehungsversuche von Ulrich Kienzle und Lanz an Sabatina James. Zum Glück hat sie inzwischen gelernt, gepfefferte Antworten zu geben.
    Ein Pirinçci bietet halt durch seine Ausdrucksweise eine gute Angriffsfläche.
    Diese Methode , Autoren als für nicht voll zu nehmen zu dekonstruieren oder gar zu ruinieren soll die Bevölkerung entsprechend beeinflussen und tut es auch🤢🤢🤢

    • Aristobulus schreibt:

      … zumal durch die Linken & Islam-Anhübscher besonders gern Frauen in die Ecke der allzu persönlich Betroffenen und gar Emotionaaalen gestellt werden, nicht?
      Beim alten Beinheber Kienzle gegenüber der schüchternen Sabatina James war’s ja ganz besonders überdeutlich.
      So feministisch und bunt die sich auch geben müssen, innendrin sind die patronisierende Frauenverächter und Chauvinistenpack.

      • bm98600 schreibt:

        Genau, dieses Gefühl hatte ich auch schon oft. Dazu kommt, dass diese Leute gar nicht richtig und aufmerksam zuhören oder lesen. Man hat den Eindruck, die Vorurteile warten ungeduldig darauf, ausgesprochen zu werden. Es findet gar keine Auseinandersetzung mit dem Gesagten statt.

        • Aristobulus schreibt:

          Yep!, so ist das. Zumindest hierzulande ist das weithin so. Besonders bei den Linken (und fast alle sind ja diffus oder diffuser links, manche auch hart links-um, und manche dann ganz-links). Es findet keine Diskussion statt und ganz besonders kein Dazulernen. Es darf nichts dazugelernt werden, nicht?, denn das bedeutet Schwäche.
          Erstaunlich immer wieder, wie das Linksdasein dem Islamdasein ähnelt ^^

          • aurorula a. schreibt:

            Erstaunlich immer wieder, wie das Linksdasein dem Islamdasein ähnelt
            Das denke ich liegt weniger an lechts/rinks als daran daß sowohl die Antifa als auch die Sprenggläubigen autoritär sind bis zum Anschlag.
            Nebenbei gibt es ja diese schönen Bilder vom politischen Kompass. Und ich hatte mich festgegoogelt als ich ein schönes für den Satz gesucht hab. Gefunden habe ich keins, dafür was anderes: Es gibt mehr Wege jemandem die Hölle heiß zu machen als nur linksextrem und sprenggläubig:

            .

          • Aristobulus schreibt:

            Sehr schön 🙂
            Das müsste das pessimistische Viereck sein. Dahinter liegt das optimistische. Immer hinter dem Bildschirm (also immer dahinter, auch wenn man grad dahinter sucht)

  2. Ich befürchte schon länger, Volker Beck bleibt genau so lange „Israel-Freund“, so lange es keine „Nordkorea-Kritiker“ gibt …. 😦

  3. Volker Beck ist sehr schnell dabei, anderen juristisch den Mund zu verbieten, oder auch nur mitzuteilen, das er in einem Land nicht leben möchte, in der rechtliche Vorstellungen andere gelten könnten.

    Zwei Netzfundstücke der letzten Tage:

    „Palmer hatte erst vor einigen Wochen ein Buch über die Flüchtlingskrise angekündigt. Titel: „Wir können nicht allen helfen“.

    Damit provoziert der Grünen-Politiker seine Parteifreunde, die er schon früher wegen ihrer vermeintlich liberalen Einstellung in Asylfragen attackierte.

    Beck schrieb am Mittwoch unter einem Facebook-Beitrag Palmers: „Wir können nicht allen helfen. Boris, Dir ist nicht zu helfen. In einem Land, wo deine flinke Zunge das Sagen hätte, möchte ich nicht leben.“

    Das wollte sich Palmer nicht gefallen lassen – und schoss zurück: „Lieber Volker, ich lebe gerne in einem Land, wo dein Drogenkonsum und deine früheren Äußerungen zur Pädophilie verziehen werden“, begann Palmer.

    „Ich finde es sogar gut, dass du trotz dieser Probleme viel zu sagen hast in unserem Land. Schade, wenn du nicht dieselbe Liberalität aufbringen kannst“, erklärte der Tübinger Bürgermeister weiter.“
    http://www.huffingtonpost.de/2017/07/13/beck-palmer_n_17473974.html
    https://web.facebook.com/ob.boris.palmer/posts/1577399635632896?comment_id=1578143738891819&_rdc=1&_rdr

    „Vor über vier Monaten erstattete Volker Beck von den GRÜNEN Strafanzeige gegen mich wegen eines Eintrags in diesem Blog – und der Berliner Tagesspiegel, nie um eine Dummheit verlegen, sorgte tatsächlich für Berichterstattung. Wie die zu werten ist, schrieb ich hier. Bis heute habe ich nichts von der Staatsanwaltschaft gehört, vermutlich wurde das Verfahren eingestellt. In jedem Fall hätte der Tagesspiegel längst nachfassen und berichten müssen. Doch Selbstverständlichkeiten des journalistischen Anstands waren noch nie die starke Seite des Tagesspiegel und seines Chefredakteurs Lorenz Maroldt (…)

    In diesem Zusammenhang noch Folgendes: Herr Beck hat einst im Sammelband „Der pädosexuelle Komplex“ für die Freigabe von Sex mit Kindern plädiert, seine Urheberschaft später bestritten. Als die Urschrift auftauchte, zog er bis vor den Bundesgerichtshof, um eine unabhängige Veröffentlichung zu verhindern. Heute gilt als erwiesen, dass alle Passagen zur ‚Entkriminalisierung’ von Sex mit Kindern entgegen seinen Beteuerungen direkt von ihm selbst stammen. (…)

    Mit Blick auf Herrn Beck stellt sich in jedem Fall die Frage, ob harter Drogen­konsum oder sein Plädoyer für Päderastie oder seine nachfolgenden Lügen ihn in Ihren Augen zu einem besonderen Gewährs­mann der öffentlichen Ordnung machen. Dass Herr Beck die Staatsanwaltschaft gern für seine Zwecke einspannt und schon mehrfach ergebnislose Anzeigen erstattet hat, sollten Sie ebenfalls berücksichtigen.“
    http://nicolaus-fest.de/lorenz-maroldt-volker-beck-und-der-haessliche-deutsche/

    • Aristobulus schreibt:

      … ja, zumal der Herr Beck auch keine Vorzeitigkeit kann (er benutzt, während er im Präsens schreibt, das Imperfekt statt des Perfekts für die Vorzeitigkeit).
      Hm, wer Vorzeitigkeit nicht kann und also keinen Überblick über die Abfolge von Ereignissen hat (nicht nur Grammatik, das!, es ist Denken), dem ist nicht zu trauen, sag ich mal ^^

  4. „Akif aber hat nicht dieses Recht, so etwas zu tun. Weil er Türke ist. Weil er eine dunklere Haut hat. Weil seine Eltern Muslime waren.“ Sorry, aber da ist Tenenbom völlig auf dem Holzweg. Akif Pirinci wird angegriffen, weil er es gewagt hat, den Islam und die massenhafte ungeregelte Zuwanderung von Muslimen zu kritisieren. Und das auch noch drastisch. Hätte er das Christentum, den Kapitalismus und/oder Israel attackiert und die „refugees welcome“-Orgie gutgeheißen, wäre er immer noch ein geachteter Autor. Es ist weder seine Hautfarbe noch seine Herkunft, die ihn zur Zielscheibe machen – sondern die vorherrschende linksgrüne Ideologie mit ihrem Gesinnungsdruck und der daraus entstehenden Gewalt.

    • Aristobulus schreibt:

      Stimmt zwar!, Taurus, widerspricht aber Tenenboms Aussage in keiner Weise.

      Es geht um’s Eigene in zweierlei Weise.

      Wenn z.B. ein weißer Amerikaner die US-Verfassung als rassistisch, den Westen nicht besser als den IS und die USA als ohnehin faschistisch bezeichnet, bekommt er vielleicht sogar bei CNN ein Interview. Analog wenn ein hiesiger Schwabe oder Friese sagt, dass deutsche Grenzen etwas Faschistisches, Kirchen abzuschaffen und die Meinungsfreiheit zu Gunsten sozialer Gerechtigkeit und zu Gunsten des Antirassismus abzuschaffen seien, dann kriegt er vielleicht ein Interview in der Süddeutschen, und Verlage fragen bei ihm an, ob er gar ein Buuuuch schreiben will.
      Das ist -> das Eigene in der Weise A.

      Jedoch wenn z.B. Ayaan Hirsi Ali, die als Mohammedanerin aufwuchs und als Mohammedanerin genitalverstümmelt und zwangsverheiratet wurde, Bücher und Vorträge über den Islam als Bedrohung der Zivilisation hält, wird sie aus Holland rausgeschmissen (die dortige Ministerin XYZ hat sich geweigert, sie unter Polizeischutz zu stellen), kriegt jede Menge Morddrohungen, und Linke diffamieren sie als Rassistin, während sie die Morddrohungen leugnen.
      Das ist -> das Eigene in der Weise B.

      Der Unterschied zwischen A und B:
      Meinungsfreiheit gilt nur dann, wenn weiße Christen oder Ex-Christen die westliche Kultur, das Christentum oder das Judentum schlechtmachen. Dann bekommen sie Applaus, Aufträge, Ausstellungs- und Publikationsmöglichkeiten, öffentliche Aufmerksamkeit, und vielleicht einen Orden.
      Meinungsfreiheit jedoch für Akif Pirincci existiert nicht. Er DARF den Islam nicht in Grund und Bodern zertreten, so wie ‚Weiße‘ mit Genuss die westliche Kultur in Grund und Boden zertreten. Jene tun das unentwegt und kriegen Ausstellungs- und Interviewmöglichkeiten. Aber wenn Pirincci oder Ayaan Hirsi Ali oder Wafa Sultan usf. das mit dem Islam tun, werden sie als Rassisten gejagt.

      • Einspruch, euer Ehren: Als „Rassisten“, „Islamhasser“, „Ausländerfeinde“ und „Nazis“ werden eben auch Weiße diffamiert, die es wagen, die „Religon des Friedens“, deren Verbindung zum Terrorismus oder die etablierte Asyl- und Zuwanderungspolitik zu kritisieren. Da spielen Herkunft und Hautfarbe (evtl. auch noch das Geschlecht) des Kritikers keine Rolle. In der Hinsicht sind die Verfechter der in Politik, Medien und Kulturbetrieb vorherrschenden linksgrünen Ideologie ebenso konsequent wie gnadenlos.

        • Aristobulus schreibt:

          Aber ja. Obwohl das kein Einspruch ist, weil es dem Anderen ja nicht widerspricht 🙂

          Genau diese Sache nämlich, dass es derzeit als rassistisch und faschistoid gilt, wenn einer die Religion des Friedens als Totalitarismus 3.0 und die Öffnung der Grenzen als völlig verantwortungslos bezeichnet, steht ja jenseits der anderen Sache aus meinem Kommentar.
          Ich hätte diese (also diese jetzt) Sache ja nu auch noch dazuschreiben können, aber das wäre kompliziert geworden, weil sie eine Ergänzung der Formel ist, nicht?

          Man müsste jetzt untersuchen, welche ‚Islamkritiker‘ schlechter behandelt werden. Also nicht wegen deren Argumenten, denn die Argumente ähneln einander, sondern wegen der Herkunft dieser Kritiker selbst. Ich denke, dass z.B. Abdel-Samad viel schlechter (verächtlicher) behandelt wird als z.B. Ralph Giordano. Warum: Weil Giordano grad noch den Holocaustbonus hatte und wie ein ‚Weißer‘ aussah. Abdel-Samad hat beides nicht.

          • aurorula a. schreibt:

            Es ist halt ein Problem, wenn die Leute für die man als Fürsprecher sprechen will nicht nur für sich selbst sprechen, sondern auch noch etwas anderes sagen wollen als man für sie gesprochen hätte.

          • Aristobulus schreibt:

            Yepp.
            À propos, deswegen hört man nie auf tote Juden – also darauf, was Stolperstein-Juden über ihre mögliche Rettung durch einen unabhäbgigen, wehrhaften jüdischen Staat zu sagen hätten.
            Um das, was sie sagen würden, möglichst nicht zu hören!, setzt man statt dessen Drauftret-Stolpersteine, wirft Kränze ab, baut Stelenfelder hin und ruft „nie wieder!, wehret den Anfängen!“, während man den Israelis fleißig Völkermord und Apartheid vorwirft.

          • Ich bleibe – jedenfalls bis auf Weiteres – dabei, dass bei den Genannten nicht Hautfarbe und/oder Herkunft maßgeblich sind. M. E. spielt ein anderer Faktor die entscheidende Rolle: Wenn frühere oder aktuelle Muslime den Islam kritisieren, ist es für die Apologeten der angeblichen Friedensreligion viel gefährlicher als die Kritik weißer Nicht-Muslime, weil es mehr Gewicht hat bzw. als gewichtiger angesehen wird (meistens zu Recht). Es sind das Insider-Wissen, die eigenen Erfahrungen und nicht zuletzt der Mut, trotz persönlicher Bedrohung zu sagen, was Sache ist,, weshalb z. B. Ayan Hirsi-Ali, Hamed Abdel-Samad oder Seyran Ates von vielen linksgrünen Ideologen und deren Gefolgsleuten so heftig angegriffen werden – bis hin zu Morddrohungen. Es gilt generell: Kritische Einwände von Insidern und Leuten, die aus persönlichen Erfahrungen sprechen, sind ungleich schwieriger zu entkräften als Argumente von Außenstehenden. Daher der Hass gegen die „Abtrünnigen“ und „Verräter“.

          • Aristobulus schreibt:

            … sicher, Taurus. Das ist so; beobachtet vom Standpunkt der Realität.
            Wie jedoch sieht der Standpunkt linker Verzerr-Apologeten-Gutfinder aus: Den muss man verstehen, um ihn auseinandernehmen zu können, weil man ins Leere spricht, wenn man linksdiffusen Ablenkern was mit Realität erklärt.
            Deren Ebene ist eine andere: Man muss sie mit deren eigenem, schlecht verhohlenem, kaschiertem Patronizismus treffen. Der sieht schon so aus, wie Frase, wie ich und wie Tuvia Tenenbom es festgestellt haben: Es herrscht unter solchen eine ungeheure Verachtung nicht nur der Andersdenkenden, sondern überhaupt der Nichtweißen (the soft bigotry of low expectations).

            Deutlich wird’s an einem analogen Beispiel: Da geht es um’s gezielte Diffamieren republikanischer Frauen durch Demokrats, die sonst immer behaupten, sie seien Pro-Feminismus, Pro-Schwul und Pro-Transen. Hahaa, das sind sie ja mitnichten, sie wollen nur in deren Namen sprechen. Im Hinterkopf verachten sie sie als Verräter, so bald sie nicht links sind, und beschimpfen sie als Lesben, als Butch, als Klemmtransen usf.

            „Why Aren’t Feminists OUTRAGED?“ Tucker Carlson VS Male Feminist“

        • Siegfried Prütt schreibt:

          Zustimmung, Taurus! Die Diffamierung als „Rassist“ ist common sense bei den Link*innen, wenn man einmal etwas gegen den Islam und die Zuwanderung aus vormodernen, tribalistischen „Gesellschaften“ sagt. Aber ich lass mich doch nicht als Rassist beschimpfen, nur weil ich weiß, dass der Islam etwas mit dem Islam zu tun hat!!!

    • Frase0815 schreibt:

      Pirinçcis Problem ist, das er zu der von den Buntmenschen vor den besorgten Bürgern zu beschützenden Opfergruppe gehört, wie auch Hamed Abdel-Samad, Seyran Ates und andere.
      Wenn sich dann so ein Opfer der ihm von den Gesinnungswichteln zugedachten Rolle entzieht, gar die offiziell zu vertretende Ideologie als das darstellt was sie ist, nämlich heiße Luft, so ist das wesentlich schlimmer als wenn das ein alter weißer Mann tut. Von dem wusste man ja bereits vorher, das er XYZ-phob und ABC-istisch ist.
      Aber das sich so ein Hätschelkind einfach eine eigene Meinung erlaubt – und dann noch so eine! – ne, ne, dat geiht neet. Insofern liegt Tenenbom mit seinem Rassismus-Vorwurf bei „politisch korrekten Menschen“ 100%ig richtig.

      • Aristobulus schreibt:

        Yeppesen, Frase.
        In den USA verhält es sich erstaunlich genauso: Während weiße Republikaner für die linken Antimeinungsgewaltigen ‚bloß‘ als notorische Rassisten, Sexisten und Menschenverächter gelten, werden schwarze Republikaner glatt als Verräter gebrandmarkt.

        Es geht den Linksgesinnungswichtelriesen IMMER um hierarchischen Gruppenzwang, nicht? All diese Modeworte wie „mansplaining, social justice, safe spaces, intersectionality, affirmative action“ usw. usf. stecken knallvoll mit der Verachtung des Individuums zu Gunsten antiwestlicher, zivilisationsfeindlicher Gruppenrechte.
        Wie in der Sowjetunion!, und übrigens auch wie im Islam-.

        • aurorula a. schreibt:

          Nachdem ich mir die Anhörung vor dem amerikanischen Kongress zur Meinungsfreiheit angesehen habe, habe ich noch ein Bissele linkgehoppt und bin bei einer Fragerunde nach einer von Ben Shapiros Vorträgen gelandet.

          An einer Stelle beschreibt eine Studentin, wie sie als „nicht schwarz genug“ beschimpft wird, wenn sie offen sagt, daß sie die Republikaner wählt.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, bei abweichenden Meingen derer, für die sie zu sprechen vorgeben!, werden die größtgütesten Antirassisten sofort noch miesrassistischer als David Duke höchstpersönlich. Baaah.

        • Frase0815 schreibt:

          „Wie in der Sowjetunion!“
          Und das ist nicht sonderlich überraschend, wenn man Prof Jordan Peterson folgt, was man als nicht Linksgeblendeter selbstverständlich tut. Stichworte Postmodernismus, Neomarxismus als eine Ursache dieses Übels.

          • Aristobulus schreibt:

            Ah!, Jordan Peterson, den kennst Du auch?, der ist exzellent. Gad Saad übrigens auch (Du kennst den bestimmt). Wen gibt’s noch: Ben Shapiro selbstverständlich, Ami Horowitz, David Horowitz, Dennis Prager, Trey Gowdy, Andrew Klavan, Tucker Carlson, Liz Wheeler, zum Teil auch Bill Maher.
            Tja, und hierzulande?, wen gibt’s außer Broder?, vielleicht den etwas steifen Bosbach, den manchmal unaufmerksamen Rainer Wendt, die unterschätzte Frauke Petry.
            Mehr nicht-.
            Außer Broder alles keine großen Schwergewichte.

          • Frase0815 schreibt:

            Klar kenne ich den Gadfather 🙂
            Ich schmeiße mal noch Gavin McInnes in die Aufzählung (früher u.a. Fox News, jetzt The Rebel Media von Ezra Levant) – der hat mir in den letzten Tagen viel Freude bereitet mit seinen unkorrekten Clips bei Rebel.
            Mit der Situation im deutschsprachigen Raum hast Du leider Recht, es gibt zwar hie und da mal einen Lichtblick (Prof. Kutschera zum Gendergaga oder der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz), aber insgesamt zu wenig. Von der rhetorischen Brillanz von Broder mal ganz zu schweigen

          • Aristobulus schreibt:

            … den Gavin McInnes halte ich mehr für die Liga von Milo Yiannopoulos (beide unterhaltsam, der Eine stockschwul, der Andere stockmacho, aber wenn sie Bücher schrieben?, wieviel könnte daraus zu lernen sein-?)

          • Frase0815 schreibt:

            Stimmt. Aber lustig isser halt. Das geht den verkniffenen Linksgedrechselten inzwischen (oder schon immer?) ja völlig ab.

          • Aristobulus schreibt:

            … à propos lustig, Dieter Nuhr haben wir vergessen 🙂

          • Frase0815 schreibt:

            Yeppinski, Nuhr und Andreas Rebers! Denen muss man auf jeden Fall zugutehalten, dass sie sich überhaupt getraut haben, die Probleme mit der Religion des Friedens ™ anzusprechen. Hat zumindest Nuhr ja auch genug „Kollegensolidarität“ eingebracht.
            In letzter Zeit scheint Nuhr aber immer stärker das Bedürfnis zu haben, sich von „den Rechten“ zu distanzieren. Wer auch immer genau das sein soll.

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            (Das versöhnt mich jetzt ja komplett mit McInnes, auch wegen der Diffamierungen, er sei der schlimmste Misogynist, Anti-Trans und Anti-gay usw. usf. just durch jene, die nie was gegen die supermenschenfreundlichen Hyperqualitäten des Islams einzuwenden haben)

          • Siegfried Prütt schreibt:

            Vera Lengsfeld ist ein Name, der mir für Deutschland spontan einfällt: immer aktuell, immer mit dem Finger am Puls der Wunden unserer Zeit. Eine Stimme, die (hoffentlich) bleibt!
            Gegen die Genderborderlinegagapandemie nehme ich als Medizin immer den Hartmut Danisch ein, gegen Linke Don Alphonso und gegen Muslims den Jürgen Fritz. Alles gute Stimmen, die ich in den letzten Monaten, in schlaflosen Nächten (denk ich an Deutshcland…Heine…) entdeckt habe.

          • Aristobulus schreibt:

            Versuche mit „mit dem Finger am Puls der Wunden“ grad nicht vorzustellen, es sei denn, Frankenstein wäre eine milde Nachtlektüre. Wenn, dann ginge es freilich.

    • bm98600 schreibt:

      @Taurus
      Pirinçci kritisiert ja sowieso vor allem die grotesken Auswüchse in Politik und Gesellschaft , wenn z.B. eher WC’s für alle Geschlechter gebaut statt WC-Ruinen in Schulhäusern repariert werden, er ist kein Homosexuellen-Hasser, sondern kratzt am Tam Tam darum herum. Viele seiner Kritiker haben offensichtlich seine Bücher nicht gelesen, sondern erregen sich lustvoll an seiner vermeintlichen Schlechtigkeit,

    • Lisa Hartung schreibt:

      @taurus
      „Akif Pirinci wird angegriffen, weil er es gewagt hat, den Islam und die massenhafte ungeregelte Zuwanderung von Muslimen zu kritisieren.“
      Das darf er doch! Diese Kritik ist völlig berechtigt. Was man ihm ankreidet ist der KZ-Vergleich! Er malte ein Szenario als zukünftiges KZ-Opfer aus.

      • Aristobulus schreibt:

        Ah?, der Lügner will glatt mal weitere Lügen verbreiten.
        Wie erstaunlich steindumm dieser Lügner ist. Kaum hat man ihn beim Lügen erwischt (über „Dieseltote!“), gibt er paar Tage Ruhe und beginnt dann woanders mit anderen, noch dümmeren Lügereien über KZs

        • Dante schreibt:

          Gelogen bzw. einfach falsch war meines Wissens die Interpretation von Pirinccis Rede bzw. der entsprechenden Stelle als Wunsch, man solle die Flüchtlinge dorthin (in die alten Konzentrationslager) bringen.
          Vielmehr bezieht sich sein Satz, die Konzentrationslager seien leider außer Betrieb, auf den Umgang mit Gegnern der Asylpolitik, das ist schon richtig.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, Dante. Und zwar als Rollenprosa: Pirincci hat überspitzt gesagt, dass die Flüchtlingsbesoffenen am Liebsten die Nichtbesoffenen in KZs sperren würden. Was rein emotional gesehen (die Emotionen der Flüchtlingsbesoffenen) faktisch stimmt.
            Daraus machten Lügner in denunziatorischer Absicht etwas ganz Anderes.
            Leider derzeit groß in Mode, diese denunziatorische Verfälscherei – aber ausschließlich eine Seite agiert so

          • bm98600 schreibt:

            Gerade hier wäre es wichtig, dass Journalisten ( die ja gebildete Leute sind ) genau hinhören und berichten würden, bevor sich so etwas in den Köpfen der Leute festsetzt.
            Aber oft geschieht das Gegenteil, es wird so berichtet, dass man es nicht anders denn als Hetze bezeichnen kann. Journalisten sind gekränkt über die Vorwürfe wie „Lügenpresse“, aber etwas läuft eindeutig falsch , wenn sie nur noch versuchen , Meinung zu machen.

          • Dante schreibt:

            Nun, selbst die FAZ, die ausdrücklich vor der ausdrücklichen Fehlinterpretation von Pirinccis Rede warnt, schließt sich dem Verdammungsurteil an und attestiert Pirincci eine abgrundtiefe Menschenverachtung, dabei verschweigend, dass diejenigen, gegen die sich seine Wut richtet, ihre Mitmenschen, sofern diese nicht sogenannte Gläubige und natürlich Männer sind, mindestens ebenso intensiv verachten.

  5. anti3anti schreibt:

    Der arme Volker hat`s doch schwer genug mit seinen Grünen …

Seid gut zueinander!

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