Es muss nicht immer das Grundgesetz sein!

Ralf Dorschel ist Redakteur der Hamburger Morgenpost und schreibt:

„In einer gerechten Welt müsste man AfD-Fans das Wahlrecht entziehen. So, wie man Kindern die Bauklötze wegnimmt, wenn sie randalieren. (…) Und das ist dann immer der Punkt, an dem irgendwer grübelt: Die sind doch demokratisch gewählt! Das war die NSDAP aber auch, hatte 1932 33 Prozent bekommen – kurz drauf war sie im Kanzleramt. Die Folgen sind bekannt – außer in der AfD, versteht sich. Und mit dieser Erfahrung im Hinterkopf dürfen wir den Fehler niemals wiederholen. Wir sind das Millionen Opfern schuldig.“

In einer gerechten Welt gilt also laut Dorschel: Es muss nicht immer das Grundgesetz sein!

Artikel 38 darf hundert Jahre nach der Einführung des allgemeinen, freien und geheimen Wahlrechts für jeden erwachsenen Menschen auch mal infrage gestellt werden. Das Recht dazu gibt Ralf Dorschel Artikel 5. Ralf Dorschels Nutzung des Artikels 5 wiederum gibt mir die Möglichkeit zu erkennen, wie es in ihm tickt.

Ich muss allerdings nicht direkt auf ihn antworten, denn meine Antwort auf diesen hanebüchenen Unsinn schrieb ich bereits Monate bevor Ralf Dorschel vorschlug, die freiheitlich, demokratische Grundordnung heute abzuschaffen, um die Nazis von damals in Zukunft zu verhindern. Hier meine Antwort:

Es gibt keinen Grund zur Panik

Dieser Beitrag wurde unter Liberalismus, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.