Schrecklicher Verdacht

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Herzensbildung

„Gerd Buurmann ist ein exzellenter Schauspieler, der es versteht, selbst alte, vielleicht sogar antiquierte Texte so zu präsentieren, dass man das Heutige erkennt und die zutiefst menschliche Figur des Dargestellten mitfühlt. Darüber hinaus ist Buurmann aber auch ein scharfsinniger Beobachter des Homo Politicus. So erkennt er, wie tief in jedem westlichen Menschen der Antisemitismus steckt, ja geradezu stecken muss, und er erklärt dies so logisch und schlüssig, dass es einen wunder nimmt, warum dieses Wissen nicht längst schon Allgemeinplatz ist. Das alles, klassische Texte, politische innere Erdbeben und logische Erkenntnis daraus präsentiert er noch dazu mit Humor und Leichtigkeit. So muss Herzensbildung, so muss Wahrheit sein.“

Dies schrieb Sandra Kreisler, nachdem sie meinen „Nathan-Komplex“ in Konstanz gesehen hatte. Sollten Sie Interesse an dem Vortrag haben, erreichen Sie Gerd Buurmann per Mail: gerdbuurmann@hotmail.de

Der Nathan-Komplex
Ein Theater-Vortrag und Kammerspiel von Gerd Buurmann

„Mit Humor und viel Einfühlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schätzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland)

Mit seinem Vortrag „Der Nathankomplex“ nähert sich Gerd Buurmann auf kultur-historische Weise der Frage nach den Gründen für das schwierige christlich-jüdische und das nicht minder schwierige deutsch-israelische Verhältnis. Marc Neugröschel von der Hebrew University in Jerusalem schreibt:

„Gerd Buurmann ist es mit seiner gewinnenden Art gelungen, die Menschen im Publikum für die antisemitische Doppelmoral zu sensibilisieren, die zu einseitigen Verurteilungen des Staates Israel führt. Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schaffte er es, dieses komplizierte Thema auf eine so eingängige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“

Gerd Buurmann untersucht dabei besonders drei jüdische Charaktere, die die abendländische Kultur besonders geprägt haben: Jesus, Shakespeares Shylock und Lessings Nathan der Weise. Dr. Karl Thönnissen von der VHS Aachen erklärt:

„Gerd Buurmann eröffnet in seinem Vortrag über den „Nathankomplex“ neue und erhellende Perspektiven auf das schwierige deutsch-jüdische Verhältnis: Er konfrontiert das Publikum aber nicht nur mit triftigen Argumentationen und wenig bekannten Fakten, er zieht es auch emotional in seinen Bann, wenn er sich binnen Sekunden und ohne Kostümwechsel in Shakespeares Shylock verwandelt und so die Zuschauer schmerzlich nah an einem jüdischen Schicksal teilnehmen lässt.“

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Befreit euch von dem Hass

Ein Beitrag von Amed Sherwan.

Ich bin mit vielen Feindbildern aufgewachsen. Eins davon waren die Araber als ständige und konkrete Bedrohung. Aber auch die Juden und natürlich der Staat Israel waren für mich böse, obgleich ich gar keine Berührung damit hatte. Für Muslime gilt die Solidarität mit Palästina quasi als Teil der DNA.

Im Zuge der zunehmenden Islamisierung war das auch in meiner Heimat im Nordirak so geworden. Jemanden als Juden zu beschimpfen, war daher in meiner Kindheit fast so furchtbar, wie ihn als Ungläubigen zu beleidigen, obwohl beides nicht ganz so schlimm war wie die Bezeichnung als schwul.

Obwohl ich selbst als Ungläubiger verfolgt wurde und daher aus meiner Heimat nach Deutschland flüchten musste, nahm ich meine Feindbilder erst mal mit. Ich ekelte mich auch hier in Deutschland vor Schwulen und sah auf Juden herab. Ich bezeichnete mich als Freidenker und Atheisten, aber ich hatte mich von der Religion abgewendet, ohne mich wirklich von den damit verbundenen Denkmustern zu befreien.

Ich war noch immer voller Feindbilder. Das größte davon waren nun die Muslime. Doch ich war umgeben von Muslimen und Menschen, die den Islam spannend fanden, auf der einen Seite andere Geflüchtete und auf der anderen Seite Menschen, die alle Geflüchteten willkommen hießen und dem Islam total unkritisch gegenüber standen. Das frustrierte mich sehr und ich suchte Kontakt zu Leuten, mit denen ich mein neues Feindbild teilen konnte.

Ich war deshalb total begeistert, als ich Menschen traf, die meinen Hass teilten. Leider musste ich schnell danach feststellen, dass es sie sich nicht wirklich kritisch mit dem Islam beschäftigten, sondern die vielen Probleme unter Muslimen nur nutzten, um ihr Feindbild vom bösen Ausländer zu legitimieren. Und in diesen Erlebnissen mit AfD und Co. merkte ich plötzlich, dass ich mit meinem Flüchtlingsgesicht eigentlich auch immer mitgemeint war.

Anders war es bei den Leuten, die aus Solidarität mit Israel zur Islamkritik gekommen waren. Hier fühlte ich mich zum ersten Mal richtig verstanden und erlebte eine komplett neue Sicht auf den Nahostkonflikt. Ich war so euphorisch, dass ich meine Wohnung am liebsten mit Israelfahnen geschmückt hätte und von dem Traum besessen war, irgendwann nach Israel auszuwandern. Doch dann befreundete ich mich mit einem jungen Palästinenser und hörte die Geschichte seiner Familie. Da verstand ich, dass auch hier nichts schwarz-weiß war.

Seither weiß ich, dass Feindbilder nie eine Lösung für Probleme sind. Und ich versuche, mich wirklich zu befreien, nicht nur vom Glauben, sondern von dem Hass, den angeblichen Wahrheiten und schlichten Weltbildern. Die Komplexität der Welt erschlägt mich manchmal. Es ist nicht immer einfach, auszuhalten, dass die Welt nicht aus Bösen und Guten besteht. Und es ist schade, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Und trotzdem lebt es sich so einfach besser.

Ich kann muslimische Traditionen genießen, ohne an die spirituellen Konzepte dahinter zu glauben. Ich kann meine Eltern lieben und muslimische Freunde haben, obwohl ich ihre Weltsicht furchtbar finde. Aber sie müssen im Gegenzug lernen zu akzeptieren, dass ich die Welt anders sehe als sie. Es wäre sicherlich einfacher, den Kontakt abzubrechen und den Dialog aufzugeben. Aber ich glaube daran, dass ich etwas bewegen kann. Auch wenn ich manchmal zu drastischen Mitteln greifen muss.

Inspiriert hat mich dabei insbesondere der Kontakt zur LGBTTIQ*-Szene. Es nutzt nichts, sich zu verstecken und auf eine Veränderung der Welt zu hoffen. Toleranz und Offenheit muss laut und bunt und provokativ erkämpft werden.

Die meisten anderen Ex-Muslime in meinem Freundeskreis outen sich nicht. Sie leben in Parallelwelten und verstellen sich vor der Familie und der muslimischen Community. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass oft viele Ex-Muslime zusammen sitzen, ohne es zu merken, weil alle die muslimische Etikette wahren. Und einige wenige haben sich komplett von ihrem bisherigen Umgangskreis entfernt und hocken nur noch unter Gleichgesinnten. Das will ich nicht.

Ich will mich weder verstellen, noch alle meine bisherigen Bezüge aufgeben. Ich diskutiere im Freundeskreis und agiere in muslimischen Zusammenhängen. Ich möchte Probleme aufzeigen, aufwecken und zum Nachdenken anregen. Und dafür muss ich manchmal dahin gehen, wo es weh tut.

Ende März 2019 haben Palästinenser in meiner jetzigen Heimatstadt im Norden Deutschlands am „Tag des Bodens“ demonstriert und sind dabei traditionell von vielen anderen Muslimen unterstützt worden. Ich verstehe das Leid der Palästinenser und wünsche mir auch ein Ende des Nahostkonflikts. Aber ich glaube an friedliche Lösungen statt an Eskalation. Daher habe ich ein Plakat gemacht, auf dem sich ein Jude und ein Palästinenser küssen, versehen mit dem Spruch: „Make Love not War“. Das Plakat nahm ich mit auf die Demo.

Nein, ich bin nicht naiv. Ich habe gewusst, dass sich einige der Demonstrierenden daran stören könnten. Doch wie kann man besser an eingefahren Vorstellungen rütteln als mit diesem Bild.

Befreit euch von dem Hass.
Befreit euch von den Feindbildern.
Befreit euch von den religiösen Tabus.

Ich habe mich alles andere als konfrontativ verhalten und war auf Diskussionen eingestellt. Aber es war gar nicht an Dialog zu denken. Ich bin nicht nur verbal, sondern auch körperlich attackiert worden. Am Ende dieses Videos sind die Übergriffe dokumentiert.

Seither erreichen mich Drohungen und einige meiner besten Freunde, trauen sich nicht mehr, sich öffentlich mit mir zu zeigen. Ich werde sie dafür aber nicht hassen. Doch ein bisschen leid tun sie mir schon. Denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt‘s sich völlig ungeniert!

***

Nachtrag: Zur Zeit hat Facebook Amed Sherwan für 30 Tage gesperrt. Auf Anfragen über Messenger kann er daher nicht antworten.

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(TINAMS)

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Die alte Frau

Tapfer im Nirgendwo präsentiert eine gekürzte Fassung des Artikels „Die alte Frau“ von Hedwig Dohm, erstmals erschienen im Jahr 1903 in Die Zukunft. Der ungekürzte Text findet sich heute in dem Buch „Hedwig Dohm. Ausgewählte Texte“ herausgegeben von Isabel Rohner und Nikola Müller.

Ich wünsche mir, dass dieser Text auch heute noch bei vielen Geburtstagen alter Frauen gelesen wird.

Ich liebe dich, alte Frau.

Ich möchte, dass die alte Frau sich weiß kleide. Ich meine, ihr gebührt die Farbe, die dem Licht verwandt ist. Etwas Priesterliches, Erdentrücktes, Lichtsuchendes möchte ich an ihr sehen. Man sagt, dass die alte Frau den Spott herausfordert, wenn sie Dinge tut, die ihrem Alter nicht angemessen sind. Nicht angemessen sind oder nicht für angemessen gelten? Dieser Unterschied ist wichtig.

Von dem, was für unangemessen gilt, beruht das meiste auf Gewohnheit und Zeitvorurteil. Ein Beweis dafür ist, dass ein Tun, das die alte Frau lächerlich macht, bei dem gleichaltrigen Mann Beifall, oft den allerlebhaftesten, findet. Eine alte Frau mit Schlittschuhen an den Füßen, auf dem Fahrrad, auf dem Pferd, – lächerlich; der achtzigjährige Moltke auf dem Pferd wurde als eine bewundernswerte Erscheinung angestaunt; dem weißbärtigen Schlittschuhläufer folgen nur wohlwollende Blicke.

Höre, alte Frau, was eine andere alte Frau dir sagt: Stemme dich an! Habe Mut zum Leben! Denke keinen Augenblick an dein Alter. Die Jüngsten können vor dir ins Grab steigen. Den Tod vorausdenken, vorausfühlen, heißt ihm entgegeneilen, heißt die Gegenwart entrechten. Wenn du nur noch einen einzigen Tag lebst, hast du eine Zukunft vor dir.

Tu, was dir Freude ist, soweit deine Geistes- und Körperkräfte reichen. Gerade, weil du nicht mehr lange Zeit vor dir hast, schöpfe jede Minute aus.

Spotte des Spottes, mit dem man dich einschüchtern, dir die Türen zur Freude sperren will. Das Recht zu leben hat das Kind wie die Greisin. Werde immerhin alt für die anderen: nicht aber für dich.

Was habt ihr Alten denn nach der Gesellschaft – die längst über euch hinweg gegangen ist – zu fragen? Wer von der Gesellschaft nichts mehr will, hat nichts mehr von ihr zu fürchten. Das Grab gönnt jeder uns. Duckmäuser ihr! Was horcht ihr noch immer auf Beifall und Zischen dieser Gesellschaft?

Wenn ihr Lust und Kraft dazu habt, so radelt, reitet, schwimmt, entdeckt auf Reisen neue Schönheiten, neue Welten.

Lasst euer weißes Haar, wenn ihr es habt und es euch bequem ist, frei um das Haupt wallen. Mischt euch unter die Lernenden. Beinahe kommt es mir lächerlich vor, dass ihr euch schämt, noch nach Wissen zu trachten, als wäre das Absterben ein lieblich ernstes Geschäft, das zu hemmen indezent wäre.

Klagst du, Alte, dass die Menschen nichts mehr von dir wissen wollen?

Man hat dich die Zaubersprüche nicht gelehrt, mit denen man die Schätze des Geistes hebt?

Ja, das ist’s.

Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen; aber gegen den zu frühen Tod des Weibes sind viele Kräutlein gewachsen. Das kräftigste heißt: bedingungslose Emanzipation der Frau – und damit die Erlösung von dem brutalen Aberglauben, dass ihr Daseinsrecht nur auf ihrem Geschlecht beruhe. Gebt der Frau einen reicheren Lebensinhalt, einen Beruf.

Untätigkeit ist der Schlaftrunk, den man dir, alte Frau, reicht. Trink ihn nicht! Sei etwas! Schaffen ist Freude. Und Freude ist fast Jugend.

***
(TINHED)

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In zehn Ländern wird Homosexualität mit dem Tod bestraft

Tapfer im Nirgendwo präsentiert alle Länder, in denen Homosexualität im Jahr 2022 als Verbrechen geahndet wird. Eingeteilt werden die Länder nach der möglichen Höchststrafe. In den Ländern, die mit einem Sternchen versehen sind, ist nur männliche Homosexualität mit der Höchststrafe belegt. Die Länder werden wie folgt gelistet:

Land, Kontinent, Staatsform, vorherrschende Religion.

Bußgeld auf Homosexualität:
Liberia
, Afrika, Republik, Naturreligionen (um 70%)

Nicht definierte Strafe:
Angola
, Afrika, Republik, Christentum (+75%)
Bhutan, Asien, Monarchie, Buddhismus (Staatsreligion)
Ghana, Afrika, Republik, Naturreligionen (um 40%)
Irak, Asien, Republik, Islam (97%)
Lesotho*, Afrika, Monarchie, Christentum (um 80%)

Bis zu drei Jahre Haft:
Swasisland
*, Afrika, Monarchie, Christentum (um 70%)
Libanon, Asien, Republik, Islam (59,7%)
Burundi, Afrika, Republik, Christentum (62%)
Turkmenistan*, Republik mit einer Partei, Islam (um 90%)

Drei Jahre Haft:
Ägypten
, Afrika, Militärregierung, Islam (Staatsreligion)
Algerien, Afrika, Republik, Islam (99%)
Äthiopien, Afrika, Republik, Christentum (62,8%)
Benin, Afrika, Republik, Christentum (42,3%)
Eritrea, Afrika, Republik mit einer Partei, Islam (55%)
Guinea, Afrika, Republik, Islam (90%)
Marokko, Afrika, Monarchie, Islam (Staatsreligion)
Oman, Asien, Monarchie, Islam (Staatsreligion)
Simbabwe*, Afrika, Republik, Christentum (85%)
Syrien, Asien, Diktatur, Islam (um 75%)
Togo, Afrika, Republik, Naturreligionen (um 50%)
Tunesien, Afrika, Republik, Islam (Staatsreligion)
Usbekistan*, Asien, Republik, Islam (89%)

Fünf Jahre Haft:
Kamerun
, Afrika, Republik, Christentum (um 50%)
Katar, Asien, Emirat, Islam (Staatsreligion)
Libyen, Afrika, Diktatur, Islam (Staatsreligion)
Malawi, Afrika, Republik, Christentum (um 80%)
Mauritius, Afrika, Republik, Hinduismus (um 50%)
Senegal, Afrika, Republik, Islam (+90%)

Sieben Jahre Haft:
Botsuana
, Afrika, Republik, Christentum (52,2%)
Kuwait, Asien, Monarchie, Islam (65%)
Samoa, Ozeanien, Republik, Christentum (+90%)

Zehn Jahre Haft:
Bahrain
, Asien, Monarchie, Islam (81,2%)
Belize, Amerika, Monarchie, Christentum (+75%)
Grenada*, Amerika, Monarchie, Christentum (99,9%)
Jamaika*, Amerika, Monarchie, Christentum (+70%)
Malediven, Asien, Republik, Islam (Staatsreligion)
Palau*, Ozeanien, Republik, Christentum (+80%)
St. Kitts und Nevis*, Amerika, Monarchie, Christentum (um 90%)
St. Luicia, Amerika, Monarchie, Christentum (um 90%)
St. Vincent, Amerika, Monarchie, Christentum (+91,5%)
Sri-Lanka, Asien, Republik, Buddhismus (69,1%)
Tonga*, Ozeanien, Monarchie, Christentum (+95%)

Vierzehn Jahre Haft:
Cookinseln
*, Ozeanien, Monarchie, Maori (87,7%)
Gambia, Afrika, Republik, Islam (um 90%)
Kenia, Afrika, Republik, Christentum (um 70%)
Kiribati*, Ozeanien, Republik, Christentum (+95%)
Papua-Neuguinea, Ozeanien, Monarchie, Christentum (+66%)
Salomonen, Ozeanien, Monarchie, Christentum (um 90%)
Sambia*, Afrika, Republik, Christentum (um 50%)
Tansania, Afrika, Republik, Christentum und Islam (um 35%)
Tuvalu*, Ozeanien, Monarchie, Christentum (+98%)

Fünfzehn Jahre Haft:
Antigua und Barbuda
, Amerika, Monarchie, Christentum (88,9%)

Zwanzig Jahre Haft:
Malaysia
, Asien, Monarchie, Islam (Staatsreligion)
Uganda, Afrika, Republik mit einer Partei, Christentum (um 85%)

Fünfundzwanzig Jahre Haft:
Sansibar
, Afrika, Republik, Islam (98%)
Trinidad und Tobago, Republik, Christentum (um 60%)

Lebenslänglich Haft:
Bangladesch
, Asien, Republik, Islam (um 90%)
Barbados, Amerika, Monarchie, Christentum (+50%)
Guyana, Amerika, Republik, Christentum (57,8%)
Myanmar, Asien, Republik, Buddhismus (87,2%)
Pakistan*, Asien, Republik, Islam (96,3%)
Sierra Leone, Republik, Islam (70%)
Singapur, Asien, Republik, Buddhismus (42,5%)

Todesstrafe:

Afghanistan, Asien, Republik, Islam (Staatsreligion)
Brunei, Asien, Monarchie, Islam (um 67%)
Iran*, Asien, Republik, Islam (Staatsreligion)
Jemen, Asien, Republik, Islam (Staatsreligion)
Mauretanien, Afrika, Republik, Islam (Staatsreligion)
Nigeria*, Afrika, Republik, Islam (teilweise Staatsreligion)
Saudi-Arabien, Monarchie, Islam (Staatsreligion)
Somalia, Afrika, Republik, Islam (Staatsreligion)
Sudan, Afrika, Republik, Islam (Staatsreligion)
Vereinigte Arabische Emirate, Emirat, Islam (Staatsreligion)

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Auf den Golanhöhen

„Nach 52 Jahren ist es Zeit, dass die Vereinigten Staaten die israelische Souveränität über die Golan-Höhen vollständig anerkennen, die für den Staat Israel und die regionale Stabilität von entscheidender strategischer und sicherheitspolitischer Bedeutung ist!“ (Donald Trump)

Statt auch etwas über diese Aussage des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu schreiben, poste ich einfach ein paar Bilder meiner letzten Reise auf die Golanhöhen:

„In einer Zeit, in der der Iran versucht, Syrien als Plattform zu nutzen, um Israel zu zerstören, erkennt Präsident Trump die israelische Souveränität über die Golanhöhen mutig an. Danke Präsident Trump!“ (Benjamin Netanjahu)

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Frohe Feiertage

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Wieviele jüdische Studenten in Frankreich geben an, auf dem Campus Opfer antisemitischer Übergriffe geworden zu sein?

Im März 2019 fragte das französische Meinungsforschungsinstitut (Ifop) im Auftrag der Vereinigung der jüdischen Studenten Frankreichs (UEJF) 405 Jüdinnen und Juden, ob sie Opfer antisemitischer Übergriffe an einer französischen Universität geworden sind.

Was meinen Sie? Wieviele dieser jüdischen Studentinnen und Studenten gaben an, auf dem Campus Opfer antisemitischer Übergriffe geworden zu sein?

Es sind 89%!

Neun von zehn jüdischen Studentinnen und Studenten in Frankreich haben antisemitische Diskriminierungserfahrungen. 85 Prozent geben an, mit antisemitischen Stereotypen konfrontiert worden zu sein. 75 Prozent haben sich Juden- und Holocaustwitze anhören müssen. 42 Prozent wurden persönlich judenfeindlich beleidigt und 19 Prozent geben an, tatsächlich angegriffen worden zu sein.

Mehr als die Hälfte der Studierenden, die von antisemitischen Vorfällen berichtet haben, gaben an, nichts dagegen unternommen zu haben. Nur acht Prozent beschwerten sich bei der Fakultät. Fast zwanzig Prozent gaben an, den Vorfall oder die Vorfälle aus Angst vor Repressalien nicht gemeldet zu haben.

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Die Vereinten Nationen wollen nicht, dass Sie diese Rede hören

Michael Lynk ist Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte in den sogenannten besetzten palästinensischen Gebieten. Im März 2019 präsentierte er einen extrem einseitigen Bericht über gewalttätige Ausschreitungen im Gazastreifen, in dem ausschließlich Israel massiv dämonisiert wurde. Alle Vorwürfe gegen Israel wurden vor den Vereinten Nationen vorgetragen.

Anne Bayefsky ist Juristin, Menschenrechtsaktivistin und leitet das Touro College Institute für Menschenrechte und Holocaust. Am 18. März 2019 wollte sie ihre zustehende Zeit vor den Vereinten Nationen nutzen, um einige Aussagen von Michael Lynk zu widerlegen. Der Präsident des Menschenrechtsrats, Coly Seck, drehte Bayefsky jedoch das Mikrofon ab.

Juden laut anklagen und ihre Verteidiger zum Schweigen bringen, mit dieser Aktion haben die Vereinten Nationen Freisler-Niveau erreicht. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher die Rede, die die Vereinten Nationen nicht zuließen. Eine deutsche Übersetzung findet sich hinter dem Original:

In another embarrassment to Canadians and the University of Western Ontario Law School, Professor Michael Lynk has produced a series of antisemitic lies:

Lie One: the Gaza so-called „demonstrations“ have been „largely peaceful“

Lie Two: Palestinians may not have launched explosives and incendiary devices into Israel

Lie Three: the purpose of what are actually riots is the right to „return“ con, not Hamas‘ stated goal to lay waste the Jewish state.

Modern antisemitism operates through the UN, this Council, and its newest echo chamber, Democrats in the U.S. House of Representatives – this way:

First, demonize the Jewish state. Lynk’s Nazi and antisemitic tropes include claims that the Jewish state has an „appetite for territory“ and „acquisitive purposes.“

Second, push a boycott of the demonized Jewish state. Lynk describes „calling for boycotting Israel“ as „legitimate work.“

Third, criminalize the self-defense of the Jewish state. Would-be Palestinian killers aren’t sufficiently successful for Israel to satisfy Lynk’s proportionality parody.

There is a real-life final step to this antisemitic UN formula. More Jews die. Early this year 19 -year-old Israeli Ori Ansbacher was raped and butchered by a Palestinian because she was a Jew. Her murderer is now entitled to a Palestinian reward.

Ori isn’t mentioned in the Lynk report on the „current human rights situation.“ Nor is any Palestinian terror, or fiery devastation of forests and farms. Instead, Lynk brags his report only „focuses on violations committed by Israel.“

At this UN, antisemitism is not a problem. It’s a human right.

„In einer weiteren Peinlichkeit für alle Kanadier und für die juristische Fakultät der University of Western Ontario hat Professor Michael Lynk eine Reihe von antisemitischen Lügen hervorgebracht:

Erste Lüge: Die sogenannten „Demonstrationen“ in Gaza waren „weitgehend friedlich“.

Zweite Lüge: Palästinenser haben vermutlich keine Sprengstoffe und Brandbomben in Israel abgeschossen.

Dritte Lüge: Der Grund für das, was eigentlich Ausschreitungen waren, sei das Recht auf Heimkehr gewesen, nicht das erklärte Ziel der Hamas, den jüdischen Staat zu vernichten.

Der moderne Antisemitismus wirkt durch die Vereinten Nationen, durch diesen Rat, seine neueste Echokammer und den Demokraten im US-Repräsentantenhaus auf folgende Weise:

Erstens: Sie dämonisieren den jüdischen Staat. Lynks antisemitische Nazi-Sprachbilder enthalten die Behauptungen, der jüdische Staat habe „Hunger nach Land“ und „Einverleibungsabsichten“.

Zweitens: Sie rufen zum Boykott des dämonisierten jüdischen Staates auf. Lynk bezeichnet den „Aufruf zum Boykott Israels“ als „legitim“.

Drittens: Sie kriminalisieren die Selbstverteidigung des jüdischen Staates. Die palästinensischen Möchtegern-Mörder sind nicht erfolgreich genug, um Lynks Parodie einer Verhältnismäßigkeit zu befriedigen.

Es gibt nur einen tatsächlich endgültigen Schritt zu dieser antisemitischen UN-Formel der Verhältnismäßigkeit: Mehr Juden sterben.

Anfang des Jahres wurde die 19-jährige Israelin Ori Ansbacher von einem Palästinenser vergewaltigt und abgeschlachtet, weil sie Jüdin war. Ihr Mörder hat jetzt Anspruch auf eine palästinensische Rente.

Ori wird im Lynks Bericht zur „aktuellen Menschenrechtssituation“ nicht erwähnt. Es wird auch kein palästinensischer Terror und keine Brandstiftung an Wäldern und Farmen erwähnt. Stattdessen prahlt Lynk damit, sich in seinem Bericht nur „auf Verletzungen zu konzentrieren, die von Israel begangen wurden“.

Für diese UNO ist Antisemitismus kein Problem. Er ist ein Menschenrecht.“

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Im Antlitz des Anderen

Es ist erstaunlich, wie oft Menschen, die sich für Frieden einsetzen, daran scheitern, in den sozialen Medien die einfachsten Prinzipien des Friedens zu leben.

Man kann sich streiten, sich ignorieren und kritisieren, aber man muss dabei immer den Anstand wahren, sich ab und an in die Augen zu schauen und wenn auch nur aus dem einzigen Grund, weil wir Menschen sind.

Frieden heißt nicht, einer Meinung zu sein, Frieden heißt, sich ertragen zu können. Nur wer sich respektiert kann streiten!

„Im Antlitz des Anderes erkennst du Gott.“

So sagte des der Philosoph Emmanuel Lévinas, der die bedingungslose Hinwendung zum „Anderen“ lehrte. Nach dem Grauen von Auschwitz plädierte Lévinas, der zwischen jüdischer Tradition und griechischer Philosophie stand, für einen „extremen Humanismus“ und eine Philosophie der Begegnung.

Es gilt, offen zu bleiben für Ansichten jenseits der eigenen Komfortzone und der Versuchung zu widerstehen, Menschen, die nerven, so lange zu blockieren, bis nur noch Bestätigungen den Weg zum Selbst finden.

Frieden muss ich nicht mit jenen schließen, die meiner Meinung sind, sondern mit jenen, die anders sind.

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