Ich, Goldstein

Eine kurze Erklärung von Malca Goldstein-Wolf.

Mit dem Namen Goldstein bin ich eher unfreiwillig zur Aktivistin geworden. Ich war die Vielzahl an Vorurteilen und antisemitischen Ressentiments einfach leid und habe beschlossen, mich selbst zu engagieren und dem Judenhass die Stirn zu bieten. Insbesondere setzte ich mich für den Kampf gegen einen unserer mächtigsten Feinde ein, den BDS.

So konnte ich beispielsweise den WDR-Intendanten Tom Buhrow letztes Jahr davon überzeugen, den Pink Floyd Bassisten Roger Waters nicht mit öffentlichen Geldern zu unterstützen. Diesen Schlag quittierte der Musiker, in dem er meinen Namen bei all seinen folgenden Konzerten in Deutschland mehrfach genüsslich erwähnte, um seine Meute auf mich zu jagen. Aufgrund der hasserfüllten und fanatischen BDS-Anhänger musste ich eine Auskunftssperre ersuchen. Ich gebe aber nicht auf und kämpfe weiter.

Glücklicherweise hat die Regierung für uns Juden nun Beauftragte für Antisemitismus eingesetzt. Mit Dr. Felix Klein pflege ich einen guten Kontakt und seine deutlichen Worte haben schon viel bewegt. Letztes Jahr dann ein weiterer Sieg im Kampf gegen Judenhass: Der NRW-Landtag hat einen einstimmigen Beschluss gegen den BDS gefällt.

Natürlich wird man als Aktivistin, die laut und provokativ ist, angegriffen. Das bin ich gewohnt und konstruktive Kritik ist ja auch wertvoll. Dass mich allerdings ein Antisemitismus-Beauftragter, Michael Blume, aufs Übelste diffamiert, hat eine neue Dimension erlangt, die für mich nicht akzeptabel ist. Über diesen Vorfall berichtet der Blogger Gerd Buurmann.

Hier hat Herr Blume Grenzen überschritten. Es kann nicht sein, dass ein Antisemitismus-Beauftragter eine Jüdin der Meute zum Fraß vorwirft, zumal seine Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprechen. Ich habe mit meinem Tweet seine Arbeit kritisiert, ihn und seine Familie allerdings nicht angegriffen.

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Eine Stellungnahme von Gerd Buurmann:

Ich kann ja verstehen, dass man Malca Goldstein-Wolf für schwierig hält, viele halten mich auch für schwierig, ich verstehe auch, dass man nichts mit ihr zu tun haben möchte, viele möchten mit mir nichts zu tun haben, jedoch nicht zu erkennen, dass es völlig daneben ist, einen Tweet von ihr misszudeuten, um sie dann als ein erstes Negativbeispiel zu nennen, in einem Artikel, der u.a. mit Adolf Eichmann (sic!) überschrieben ist, so wie es Michael Blume getan hat, halte ich für richtig schlimm. Da ist es mir egal, wie sehr Malca nervt. Sie hat das Recht zu nerven, ohne dafür so diffamiert zu werden.

Michael Blume ist ein vom Land Baden-Württemberg eingesetzter Experte in Fragen zum Antisemitismus. Seine Worte wirken daher besonders schwer. Er nennt Malca als Beispiel, um dann über Eichmann zu referieren!

Blume nennt Malcas Tweet rassistisch. Es ist mir völlig schleierhaft, was an Malcas Tweet rassistisch sein soll und wo sie die Familie von Blume attackiert haben soll. ‪Auf Twitter bezeichnet er dennoch den Tweet als ‬„höhnischen Tweet“, „der mir (anspielend auf meine Ehe?) u.a. vorwarf, mit „#Muslimbrüdern“ & Staatssekretärin „#Chebli“ zu „dealen“.

Was die Ehefrau oder der Ehemann von Blume mit der ganzen Angelegenheit zu tun und wo Malca seinen Familienstand thematisiert haben soll, bleibt im Unklaren.

Blume nimmt Malca, die als Jüdin gegen Antisemitismus kämpft und deshalb schon oft verbal und sogar körperlich attackiert wurde, als einleitendes Negativbeispiel zu einem Artikel, den er mit Adolf Eichmann überschreibt, der für die Organisation des millionenfachen Massenmords an Juden während des Nationalsozialismus verantwortlich ist. Man muss Malca nicht mögen, um zu erkennen, dass das nicht geht.

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Antisemitismus-Beauftragter Blume rückt Jüdin in die Nähe von Adolf Eichmann

Michael Blume ist Religionswissenschaftler und Referatsleiter für nichtchristliche Religionen im Staatsministerium Baden-Württemberg sowie Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus. Am 16. März 2019 veröffentlichte er einen Artikel unter dem Titel: „Eichmann, Breivik, Spencer und der Terrorangriff von Christchurch – Der Ethnonationalismus als Verbindung aus Antisemitismus und Rassismus“.

Bevor Blume in seinem Artikel über die Massenmörder Eichmann, Breivik und Spencer berichtet, nimmt er folgende drei Menschen ins Visier: einen Alltagsantisemiten mit dem Namen Mohammed Ali, den Schweizer Anwalt Emrah Erken und die Aktivistin Malca Goldstein-Wolf. Über Mohammed Ali berichtet Blume, er habe ihm folgende Nachricht geschickt:

„Antisemitismus bedroht nicht nur Juden ?Du dreckiger Hurensohn verflucht sei deine sippschaft. […] Erstick du hurensohn“

Emrah Erken wiederum habe geschrieben, er sei ein „Islam-Appeaser“ und betriebe „Scharia-Appeasement“ auch gegenüber „Islamofaschisten“.

Über Malca Goldstein-Wolf schreibt er, sie „twittert unter dem Hashtag #michaelblume auch gleich eine angebliche Verbindung „zur #Muslimbruderschaft“.“

Nachdem er diese drei Personen als einführende Beispiele angeführt hat, schreibt er:

„Online-Hass und wirre Verschwörungsmythen sind längst Netz-Alltag. Ich spreche ja mit vielen und kann sagen: Praktisch alle Personen des öffentlichen Lebens werden inzwischen durch um Bedeutung bettelnde Trolle, Verschwörungsverkünder, aber auch bezahlte Desinformanten und Fake-Accounts belagert.“

Von da aus geht es dann weiter mit Adolf Eichmann und anderen Massenmördern.

Michael Blume ist ein vom Land Baden-Württemberg eingesetzter Experte in Fragen zum Antisemitismus. Seine Worte wirken daher besonders schwer. Was hatte Malca Goldstein-Wolf verbrochen, dass sie von diesem Experten als einleitendes Negativbeispiel für einen Artikel über judenfeindliche Massenmörder wie Adolf Eichmann herangezogen wurde? Sie hatte folgenden Tweet gepostet:

Auf die Nachfrage, warum er ausgerechnet Malca Goldstein-Wolf als einleitendes Negativbeispiel nimmt, erwiderte er:

An anderer Stelle erklärte er:

Was an Malca Goldstein-Wolfs Tweet rassistisch sein soll, wo sie die Familie von Blume attackiert haben soll und wieso er die Drogen-Metapher nicht versteht, blieb im Unklaren. Der Publizist Alex Feuerherdt, der als ausgewiesener Experte in Sachen Antisemitismus und Israelhass Vorträge hält, richtete sich daher mit diesen Worten an Michael Blume:

„Der Halbsatz zu den Muslimbrüdern bezieht sich aber doch nicht auf Sie, sondern auf Juma. Was Malca Goldstein-Wolff sagen will, ist, dass man Antisemitismus nicht im Verbund mit einer Organisation bekämpfen kann, der Antisemitismus inhärent ist. Da ist kein Verschwörungsmythos.“

Für diesen schlichten Hinweis wurde der Publizist, der zudem auch als Journalist in Fußballfragen für n-tv und den Deutschlandfunk tätig ist, umgehend von Michael Blume blockiert:

Tapfer im Nirgendwo fragte bei Michael Blume nach, was seine Aktion gegen Frau Goldstein-Wolf rechtfertige und erhielt die Antwort, ich solle von weiteren Kontaktversuchen absehen, solle Malca Goldstein-Wolf „ihre öffentlichen Anwürfe mir und meiner Familie gegenüber nicht zurücknehmen.“ 

Tapfer im Nirgendwo fragte daher bei Malca Goldstein-Wolf nach, was es mit den Anwürfen auf sich habe und bekam folgende Antwort:

„Über die Ehe des Mannes habe ich mich nie geäußert. Es tut auch nichts zur Sache.“

Sie führte stattdessen aus:

„Es ist richtig, Islamfeindlichkeit zu kritisieren, ein Antisemitismus-Beauftragter sollte allerdings seinen Fokus auf die Bekämpfung von Judenhass legen. Michael Blume hingegen veranstaltet ein Event mit der Organisation Juma (jung, muslimisch, aktiv), die von dem radikalen Iman Mohamed Matar gegründet wurde, in dessen NBS Moschee der Sozialdemokrat und „Israelkritiker“ Mohamed Ibrahim, der mit einem „Boykott Israel“-Shirt, Seite an Seite mit dem Judenfeind Martin Lejeune demonstriert und Israel im Netz Massaker vorwirft, als Integrationshelfer fungiert. Meiner Ansicht nach, ist Blumes Einschätzung, mit Menschen dieser Gesinnung zu kooperieren, befremdlich und auch gefährlich. Es scheint, als verwässert er den Begriff „Antisemitismus“ bewusst und das kollidiert mit seiner Aufgabe.“

Im November 2016, als Israel von Waldbränden heimgesucht wurde, erklärte Martin Lejeune:

„Was in #Israel passiert, sind keine normalen Brände. Das ist die Strafe Gottes (…) Wenn wirklich sechs Millionen Juden umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgehen mit den Palästinensern. Das sehe ich aber leider nicht. Und wenn es so ist, wie es leider gerade geschieht, dass die Juden so unmenschlich sind zu den Palästinensern, dann müssen bei mir zumindest leider Zweifel entstehen, ob die Juden wirklich so ein Unglück erlebt haben, weil sonst müssten sie sich wirklich mehr einfühlen und mehr Empathie zeigen für die Palästinenser.

Diese Information hätte auch Blume bekommen können, hätte er sich an Goldstein-Wolf gewandt. Stattdessen bastelte er selbst eine Verschwörung und nahm eine Frau, die gegen Antisemitismus kämpft und deshalb schon oft verbal und sogar körperlich attackiert wurde, als einleitendes Negativbeispiel zu einem Artikel, den er mit Adolf Eichmann überschrieb, der für die Organisation des millionenfachen Massenmords an Juden während des Nationalsozialismus verantwortlich war. Er tat dies als ein vom Land Baden-Württemberg eingesetzter Experte in Fragen zum Antisemitismus.

Zu den Aufgaben eines Antisemitismusbeauftragten gehört es, Judenhass zu bekämpfen. Zu seinen Aufgaben gehört es nicht, das Leben einer Jüdin, die gegen Antisemitismus kämpft, schwerer zu machen und in einen Sinnzusammenhang mit rechten Verschwörungstheoretikern und nationalsozialistischen Mördern zu bringen.

Ein Beauftragter eines Bundeslandes sollte seine durch Steuergelder ermöglichte Macht nicht missbrauchen, um Menschen mit berechtigter Kritik an seiner Arbeit zu diffamieren.

 

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Sigmar Gabriels Kettensägenmassaker

„Ein früherer SPIEGEL-Redakteur feierte seinen Geburtstag mit Weggefährten – und Rechtsradikalen. Ich finde: Die bürgerlichen Eliten sollten für Demokratie einstehen, anstatt an ihr zu sägen! Der Fall #Matussek ist dafür ein weiteres Negativbeispiel.“

Das schreibt Sigmar Gabriel.

Am 24. März 2017 schrieb eben dieser Sigmar Gabriel auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Sigmar Gabriels Freund Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Ein deutscher Politiker nennt einen erklärten Judenhasser seinen Freund, obwohl er öffentlich von der Vernichtung aller Juden schwärmt. Er tut dies sogar in Amt und Würden eines deutschen Ministers. Vielleicht sollte ein solcher Politiker lieber schweigen, wenn ein deutscher Journalist ein privates Fest mit Freunden feiert, die der Politiker nicht mag.

Es gibt einige Aussagen von Matthias Matussek, Erika Steinbach, Jan Fleischhauer und Reinhold Beckmann, die ich nicht teile, über manche Thesen ärgere ich mich sogar, manchmal sogar massiv, aber niemals habe ich von diesen Gästen Taten und Worte gesehen, die sie für mich zu Personae non gratae machen.

Was ich aber noch schlimmer finde als alle oben genannten Gäste, sind Menschen, die ihre Mitmenschen aufgrund ihrer Freundschaften ächten und sogar die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Gäste anschreiben, um von ihnen zu verlangen, sie mögen doch bitte Stellung beziehen und die Angestellten aufgrund ihrer Freunde sanktionieren.

Sag mal geht’s noch?

Ich bin Jahrgang 1976. Ich wurde somit zwanzig Jahre nach dem Ende der McCarthy-Ära geboren. Zweiundvierzig Jahre später finde ich mich in Deutschland in genau solcher Ära wieder. In einer Atmosphäre der „Zweiten Braunen Angst“ wird in das Privatleben von Journalisten hineingeschnüffelt und ihre Freundschaften skandalisiert.

Ich hab einige Freundschaften, die weit zurück reichen. Einige meiner Freundinnen und Freunde haben sehr abenteuerliche Lebenswege eingeschlagen. Manche Entscheidungen bedaure ich sehr. Freundschaften wären aber keine Freundschaften, wenn sie über politische Differenzen zerbrächen.

Als ich noch jung war, kam es öfter vor, dass mich auf einer Party ein guter Freund in die Küche bat, um dort unter vier Augen und der Garantie des Mantel der Verschwiegenheit zu gestehen, dass er schwul sei. „Aber bitte, sag es niemanden“, hörte ich dann. „Ich habe Angst davor, dass die Leute davon erfahren. Ich möchte nicht, dass ich auf der Arbeit oder im Dorf Probleme bekomme.“

Seit Jahren ist mir ein solches Gespräch nicht mehr passiert, bis ich vor einigen Wochen ernsthaft von einem guten Schauspielkollegen zur Seite genommen wurde, der mir gestand, die AfD gewählt zu haben. „Aber erzähl es niemandem. Ich habe Angst, dann mein Engagement zu verlieren.“

Ich war schockiert von seiner Angst, auch etwas von der Wahlentscheidung, die ich daher kritisierte, nicht aber von der Homosexualität, die ich vollumfänglich unterstütze. Heute lebe in wieder einem Land, in dem Menschen Angst haben, ihre politische Präferenz offen zu gestehen, weil sie dadurch befürchten, auf eine schwarze Liste zu geraten. Diese Angst, macht mir Angst.

Menschen, die das Gefühl haben, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, stellen eine Gefahr dar und zwar unabhängig davon, ob sie nun recht haben oder nicht. Menschen, die zum schweigen verdammt sind, die sich nicht mehr trauen, ihre Bedenken und Ängste zu artikulieren, die verdrängen, verleugnen und unterdrücken, werden irgendwann explodieren.

Matthias Matussek ist gläubiger Katholik. Jesus hat mit Huren, Sündern und politisch Geächteten abgehangen. Dagegen ist Matusseks Gästeliste gar nichts. Sigmar Gabriels Freund jedoch würde Jesus verfolgen, wenn er heute noch leben würde, einzig und allein weil er Jude ist.

Vielleicht sollte ein Mann, der mit einem politischen Amt in Deutschland versehen ist und einen Judenhasser seinen Freund nennt, die Fresse halten, wenn ein deutscher Journalist im privaten Umfeld seine Freunde empfängt und bewirtet.

Und wenn Sigmar Gabriel wirklich findet, dass bürgerliche Eliten für Demokratie einstehen sollten, anstatt an ihr zu sägen, dann sollte er das lieber mal seinem Parteigenossen und aktuellen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier sagen, der am 11. Februar 2019 der judenhassenden, frauenverachtenden und schwulenmordenden Regierung im Iran „herzliche Glückwünsche“ aussprach und betonte: „Auch im Namen meiner Landsleute.“

Wenn wir daher vom Sägen an der Demokratie sprechen möchten, dann haben Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel schon längst die Kettensäge rausgeholt.

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Unisex-Toiletten – Die liberale Antwort

Als Unisex-Toilette wird eine Toilette außerhalb privater Räume bezeichnet, die von allen Personen, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität, genutzt werden kann. Unisex-Toiletten finden sich an vielen Orten und werden regelmäßig von vielen Menschen genutzt, zum Beispiel bei der Deutschen Bahn oder in vielen Flugzeugen, wo ausnahmslos Unisex-Toiletten angeboten werden. Für Menschen mit Behinderung sind Unisex-Toiletten sogar Standard, da Behindertentoiletten in der Regel nicht nach Geschlechtern getrennt angeboten werden.

Seit Jahren gibt es eine Debatte über Unisex-Toiletten in Gaststätten. Dabei ist die Lösung des Problems ganz einfach. Es ist eine liberale Lösung.

Viele Ländergesetze in Deutschlands verbieten es privaten Lokalen und Versammlungsorten, ihren Gästen ausschließlich Unisex-Toiletten anzubieten. Sie werden gesetzlich dazu gezwungen, ihre Toiletten geschlechtergetrennt anzubieten. Als liberaler Mensch frage ich da:

Ist dieses Verbot von ausschließlichen Unisextoiletten und der Zwang zur Geschlechtertrennung auf Toiletten notwendig?

Eines der ersten Theater in Köln, an denen ich gespielt habe, war das Piccolo-Theater von Ingund Mewes und Töchter. Ich spielte dort Richard in einem Gastspiel der Uraufführung des Stücks „Wir Drei“ von Elsa Bernstein in einer Inszenierung von Viktoria Burkert für das Solana Theater.

Dieses kleine, feministische Theater hatte genau zwei Toilettenräume und wollte diese Räume eigentlich ohne Geschlechertrennung anbieten, aber es wurde ihnen untersagt. Sie mussten selbst an Abenden, an denen kein Mann im Theater war, da sich für einige Stücke des Hauses das Interesse beim männlichen Publikum leider arg in Genzen hielt, Herren- und Damentoiletten bereitstellen. Ich habe das schon damals nicht verstanden.

Warum kann es nicht jedem Unternehmer und jeder Unternehmerin frei gestellt werden, wie in dem jeweilen Unternehmen die Toiletten bereitgestellt werden, solange es ausreichend Möglichkeiten gibt, die Notdurft zu verrichten?

Es gibt gewissen Dinge, die können freie Menschen auf dem freien Markt ohne Bevormundung frei und selbstbestimmt untereinander regeln. Das Gestalten von Orten zum Urinieren und Defäkieren gehört meines Erachtens definitiv dazu.

Wenn mir die gestalterische Einrichtung eines Aborts nicht gefällt oder ich mich daran störe, wen ich am Waschbecken treffen kann, dann steht es mir frei, die Lokalität zu wechseln.

Statt also noch mehr Verordnungen, Regelungen, Verbote und Zwänge zu schaffen für etwas, das nun wirklich nicht scheißkompliziert ist, wie wäre es einfach mal mit der liberalen Lösung: Freiheit.

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Nicht in meinem Namen!

Eine Kritik an den Bundespräsidenten von Hamed Abdel-Samad.

Heute war ich im Rahmen einer Diskussion zum Thema „Religion und Demokratie“ im Schloss Bellevue zum ersten Mal eingeladen, vermutlich auch zum letzten Mal. Ich hätte die Gelegenheit nutzen können, um mich beim Bundespräsidenten zu bedanken, dass er nun doch auch Kritikern wie mir eine Bühne bietet. Doch ich bin kein Untertan von Herrn Steinmeier, sondern ein Staatsbürger und ein kritischer Schriftsteller.

Es war kein Eklat wie die Bildzeitung titelt, sondern ein Stück gelebte Demokratie. Ich habe den Bundespräsidenten wegen seiner Glückwünsche an das iranische Regime anlässlich des Jahrestages der iranischen Revolution kritisiert. Ich war nicht der Erste, der das tat, doch vermutlich der Erste, der es dem Bundespräsidenten ins Gesicht sagte. Ich habe ihm gesagt:

Sie haben im Namen aller Deutschen dem iranischen Regime gratuliert, doch das dürfen Sie nicht tun. Als Deutscher Staatsbürger sage ich Ihnen: Nicht in meinem Namen! Sie haben die falschen Signale sowohl an das Regime im Iran, an die demokratischen Opposition im Land und im Exil, an die zehntausenden Opfer dieses Regimes und ihre Angehörigen, als auch an die deutsche Bevölkerung gesendet. Ans Regime schickten Sie das Signal „Weiter so“, an die Opposition „Ihre Mühe interessieren mich nicht“ und an die deutsche Bevölkerung „Wir nehmen unsere eigenen Werte nicht wirklich ernst“.

Deshalb wiederhole ich: Nicht in meinem Namen!

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„Er trinkt Champagner am Ramadan“

In den Vororten ist es sehr heiß. Mach dir keine Sorgen, Mama, ich komm wieder nach Hause. Du ärgerst dich nur über einen Lügner. Es sah wie Liebe aus, aber es war was anderes. Er trinkt Champagner am Ramadan. Im Fernsehen läuft Jackie Chan. Er raucht Shisha und fragt mich, wie es mir geht, geht, geht. Er weiß, wie es mir geht, geht, geht.

Ich denke schneller, um herauszufinden, ob du mich morgen wieder verarschst. Ich habe keine Zeit, Dinge zu klären, denn ich weiß jetzt, was du bist. Es tut weh, so zu leben, wenn du deinen Stolz verloren hast. Du bist einfach abgehauen. Sag mir ob …

Du hast dich nur ums Geld gesorgt, um Geld, als ob du Geld gehabt hättest, Geld. Sag mir, vermisst du mich oder ist es dir egal? Du hast mich immer gefragt, wie es bei mir läuft. Nun, wie läuft es bei dir?

Was du hättest sagen sollen, hast du nie gesagt. Verrat ist eine Kugel in deiner Brust. Behalte das ganze Mitleid für dich. Zu Hause lügst du weiter, aber du weißt, dass sie es weiß. Dort sitzend fragt sie jedoch mich. Fragt mich, was ich mache, wer ich bin. Du weißt es bereits und ich weiß nun, wer du bist.

ولدي, ولدي, حبيبي تعال هنا

Mein geliebter Sohn, komm her, du hast mir immer Geschichten erzählt, wenn wir zusammen gespielt haben. Und du sahst so stolz aus dabei. Mein geliebter Sohn, es schien echt zu sein, der Wunsch, die Dinge wieder so hinzubekommen, wie sie einmal waren.

Ich wollte dein Geld nie. Es tut weh zu leben, wenn du deinen Stolz verloren hast. Du bist einfach abgehauen. Sag mir ob …

Du wolltest nur Geld, als ob ich jemals Geld gehabt habe. Du hast die Stadt verlassen, ohne dass es jemand mitbekommen hat. Gestern warst du noch hier. Wo bist du jetzt, Papa?

Diese Worte stammen aus dem Lied „Soldi“ von Mahmood. Mahmood ist ein italienischer Sänger und Songwriter. Er ist Sohn einer sardischen Mutter und eines ägyptischen Vaters. Am 18. Mai 2019 wird er sein Lied beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv präsentieren, allerdings auf italienisch.

Somit entsendet Italien einen Sänger nach Israel, der über seinen abwesenden muslimischen Vater singt. Nach Frankreich, das durch den Sänger marokkanischer Herkunft, Bilal Hassani, vertreten wird, der in seinem Lied „Roi“ über sexuelle und individuelle Selbstbestimmung singt, ist dies das zweite Lied mit einer Thematik, das die muslimische Gemeinschaft bewegt.

Gerade in Israel werden beide Lieder gewiss mit sehr viel Interesse aufgenommen werden, denn Israel hat einen sehr hohen muslimischen Bevölkerungsanteil. Jeder fünfte Israeli ist Moslem und in keinem anderen Land des Nahen Ostens kann so frei über muslimische Angelegenheiten geredet werden wie in Israel, sei es nun über Sexualität oder gar eine Anklage an den muslimischen Vater.

In Israel leben über 1,6 Millionen Muslime friedlich in einem Land von knapp neun Millionen Menschen, davon die meisten Juden. In Israel sind Muslime die Nachbarn von Juden. Sie sind ihre Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Politiker, Polizistinnen, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute.

In Israel sind staatliche Einrichtungen selbstverständlich mit Gebetsräumen für alle Religionen ausgestattet. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Muslime sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Sie haben die gleichen Rechte, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger des Landes, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe. Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst, Religion und Wissenschaft frei sind. Diese Freiheit wird im Mai 2019 beim Eurovision Song Contest gefeiert. Mögen sich die Länder der Region ein Beispiel an Israel nehmen.

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„Ich bin eine Art Trüffelschwein“

Ein Interview mit Malca Goldstein-Wolf. Erstmals erschienen auf Englisch in The Berlin Spectator.

Täglich kommt es in Deutschland zu antisemitischen Zwischenfällen. Die Tendenz steigt. Jüdische Restaurantbesitzer erhalten Morddrohungen, jüdische Schüler werden beschimpft, Kippa-Träger angegriffen. Woher kommt der alarmierende Anstieg antisemitischer Zwischenfälle?

Malca Goldstein-Wolf: Antisemitismus gab es in Deutschland immer schon, allerdings wurde der Judenhass nicht so öffentlich aggressiv ausgelebt. Dies hängt wohl damit zusammen, dass viele Muslime Antisemitismus bereits mit der Muttermilch aufgenommen haben und sie diesen Hass unverblümt ins Land kotzen. Ich spreche hierbei nicht nur von den Menschen, die wir kürzlich aufgenommen haben, auch Deutsch-Türken, von Erdogan angeheizt, sprechen vor allem im Netz eine deutliche, judenfeindliche Sprache. Wenn man diese Hetze liest, wundert einen der Übergang zu tätlichen Angriffen nicht mehr wirklich.

In Mode gekommen ist auch sogenannte „Israelkritik“ die in Wahrheit nur als kostümierter Antisemitismus bezeichnet werden kann. Die Boykott-Bewegung BDS hält nun in Deutschland Einzug, dämonisiert die einzige Demokratie in der Region, Israel, als Apartheidstaat und infiltriert die Bürger, in dem sie mit Schildern vor Geschäften stehen, keine israelischen Produkte zu kaufen. Schlimme Erinnerung an das „Kauft nicht bei Juden“ in der Nazizeit werden wach. Hier müsste die Politik stärker Einfluss nehmen.

In der Politik wird derweil an einigen Stellen grenzwertiges bis skandalöses Verhalten registriert. Fangen wir mit Lokalpolitik an. Das jüngste Beispiel: Die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen, Jutta Steinruck, ein SPD-Mitglied, hat am Montag einen Anti-BDS-Antrag der Partei Liberal-Konservative Reformer von der Tagesordnung einer Stadtratssitzung gestrichen. Ist sowas immer gleich mit Antisemitismus zu erklären?

Malca Goldstein-Wolf: Wer sich, wie es die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinbruck oder der Bergisch Gladbacher Bürgermeister Lutz Urbach, scheinheilig hinter Bürokratie versteckt und Antisemitismus in seiner Stadt verleugnet, der interessiert sich bestenfalls nicht für jüdisches Leben in Deutschland, der schützt Juden nicht, obgleich ein Beschluss gegen den antisemitischen BDS ein leichtes wäre. Manchmal möchte man die Gesinnung solcher Politiker, die leidenschaftlich gerne tote Holocaust-Opfer betrauern, sich für Lebende aber nicht einsetzen, lieber nicht kennen.

Was die große Politik angeht, gibt es sehr widersprüchliche Aspekte. Kanzlerin Merkel sprich von Staatsräson, wenn es um die Unterstützung Israels geht. Außenminister Maas reiste sofort nach seiner Ernennung nach Yad Vashem. Andererseits scheint Berlin besser zu wissen, welche Iran-Politik Israel hilft, als Israel selbst. Woher kommt dies wohl?

Malca Goldstein-Wolf: Was hat Außenminister Maas, der selbstredend wegen Auschwitz in die Politik gegangen ist, denn aus der Geschichte gelernt? Staatstragend und werbewirksam auf Holocaust-Gedenkveranstaltungen zu schwadronieren, während man Juden gleichzeitig seinen Feinden ausliefert, ist beschämend. Mein Vertrauen als Jüdin in eine Regierung, die auch die absurdeste UN-Resolution gegen Israel durchwinkt, ist angeschlagen und so manchem Politiker würde ich am Shoa Gedenktag am liebsten Redeverbot erteilen.

Es gibt noch einen Punkt, der unter den wenigen Juden in Deutschland und anderen Bürgern heftig kritisiert wird. Es geht um das Abstimmungsverhalten der Bundesrepublik bei den Vereinten Nationen. Wie passt dieses mit der Staatsräson zusammen?

Malca Goldstein-Wolf: Der Begriff „Deutsche Staatsräson“ verkommt in Anbetracht dessen, dass unsere Regierung Israels Todfeind, das Mörderregime Iran, nicht nur mit dem Iranabkommen, sondern jetzt auch mit Instex, unterstützt und indirekt palästinensischen Terror und die Renten für Judenmörder finanziert, zu einer Farce.

Wie kommt es übrigens, dass Berlin weiterhin Millionen an die Palästinensische Autonomiebehörde überweist, obwohl diese offen zugibt, dass sie den Familien von „Märtyrern“, also Judenmördern Terrorgehälter zahlt. Ist dies erklärbar?

Malca Goldstein-Wolf: Dass die Hilfsgelder, die aus Deutschland fliessen, nicht bei den bedürftigen Menschen in den palästinensischen Gebieten ankommen, sollte inzwischen jedem denkenden Politiker klar sein. Im Gegenteil, mit diesen Geldern werden judenfeindliche Schulbücher subventioniert, korrupte Palästinenser-Führer und vor allem Terror. Es ist schlichtweg Irrsinn, dieses System nicht zu durchbrechen und es kann mit Logik auch nicht begründet werden, weshalb unsere Regierung den Juden und auch dem deutschen Steuerzahler gegenüber so verantwortungslos umgeht.

Noch immer haben wir nicht alle Punkte behandelt, die nicht nur unter Juden für Unmut sorgen. Es gibt deutsche Medien, die tendenziell einseitig berichten, wenn es um Israel geht. Der Terror wird oft ignoriert, während Israels Reaktion darauf mit relativ eindeutigen Schlagzeilen an den Pranger gestellt wird. Warum ist Israel das einzige Land, das sich offenbar nicht gegen Terror verteidigen darf?

Malca Goldstein-Wolf: Was die Medienberichterstattung betrifft, so ist das ein entscheidendes Thema im Kampf gegen Antisemitismus. Journalisten, die ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht werden, Fakten entweder weglassen oder verfälschen schüren Hass auf Israel und auch auf in Deutschland lebende Juden, die in gewissen Kreisen gerne für israelische Politik zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn in den Medien von fünfzig toten Palästinensern gesprochen und dabei nicht erwähnt wird, dass es sich grösstenteils um Mitglieder der Terrororganisation Hamas handelt, kann diese Berichterstattung als nicht nur einseitig, sondern auch israelfeindlich bezeichnet werden. Ob die Journalisten uninformiert sind und fahrlässig berichten oder schlichtweg ebenfalls Probleme mit Juden haben, ist sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich bin sehr dankbar, dass es hierzulande den Axel Springer Verlag gibt, für uns Juden, ein Licht in in der dunklen Medienlandschaft.

Aber gibt es nicht auch Lichtblicke und Anzeichen dafür, dass die Gefahr, die von Antisemitismus ausgeht, ernst genommen wird? Immerhin hat die Bundesregierung mit Felix Klein einen Koordinator gegen Antisemitismus ernannt. Hilft dies?

Malca Goldstein-Wolf: Inwieweit Dr. Felix Klein, den ich persönlich kenne und schätze, tatsächlich Einfluß nehmen kann, währenddessen unser Bundespräsident sich posthum vor des Judenmörders Arafat verneigt und damit ein unsägliches Zeichen setzt, weiss ich nicht. Was ich aber weiss ist, dass Herr Klein seine Aufgabe beherzt angeht und mit seinen begrenzten Möglichkeiten sein Bestes gibt, um in diesem Kampf gegen Windmühlen Erfolge zu erzielen.

Hinzu kommt, dass es in Deutschland Entscheider zu geben scheint, die sich überzeugen lassen. Tom Buhrow hat auf Ihr Betreiben hin eine Kooperation des WDR mit Roger Waters beendet. Ist dies ermutigend?

Malca Goldstein-Wolf: Als pro-jüdische Aktivistin bin ich eine Art Trüffelschwein, immerzu auf der Suche nach anständigen Menschen in Schlüsselpositionen, die nicht nur reden, sondern auch tun. Menschen, denen es nicht nur um Pöstchen-Sicherung geht, sondern um demokratische Werte. Die Geradlinigkeit, mit der Tom Buhrow gehandelt hat, war für mich beeindruckend. Der WDR Intendant hat nicht nur die richtigen Worte gefunden, er hat auch entsprechend gehandelt. Menschen wie Tom Buhrow sind meine Aufladestation.

Auch scheint der Frankfurter Oberbürgermeister zu verstehen, warum die BDS-Bewegung bekämpft werden muss. Ist er Teil einer Minderheit unter deutschen Lokalpolitikern?

Malca Goldstein-Wolf: In Frankfurt erlebe ich den Bürgermeister Uwe Becker als federführend im Kampf gegen Antisemitismus. Er stellt sich klar auf gegen den BDS, engagiert sich seit so vielen Jahren in dieser Sache, gibt nie auf. So jemand ist nicht nur Politiker, so jemanden bezeichnen wir Juden als „mentsh“, ein Vorbild für Anstand und Menschlichkeit.

Wie sehen Sie die generelle Situation in Deutschland? Die AfD breitet sich aus, Judenhass ist offenbar salonfähig geworden. Könne sich Juden auf den Staat und die demokratische Mehrheit verlassen?

Malca Goldstein-Wolf: Judenhass hat so viele Gesichter, es gibt ihn von links, von rechts, aus der Mitte. Dafür, wie es andere Parteien uns gerne verkaufen wollen, trägt keineswegs die AfD die Alleinschuld. Gerade in der SPD macht mir das Verhalten mancher Politiker aus der Führungsriege mindestens genauso viel Angst. Immerhin sieht Parteichefin Andrea Nahles sogar Gemeinsamkeiten zwischen der SPD und der Fatah. Da helfen keine Ablenkungsmanöver, wir müssen jede Form von Judenhass laut und deutlich benennen und angehen. Und wer kein Opfer sein möchte und sich (wie ich) nicht vorbehaltlos auf die Regierung verlassen möchte, der muss selbst aktiv werden. Es ist nicht unmöglich, Menschen wachzurütteln und Dinge zu bewegen, Angst sollte für Juden in Deutschland keine Option sein. Mein Vorbild sind die Menschen in Israel, ohne deren Mut gäbe es den jüdischen Staat nicht mehr.

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Gerade-wir-als-Deutsche-Deutsche

Der Gerade-wir-als-Deutsche-Deutsche (Gewaldedeu) ist selten stolz auf sein Land, es sei denn, wenn er kritisieren kann, dann blüht er auf und holt dabei voller Stolz seine deutsche Vergangenheit heraus. Der Gewaldedeu sagt, die deutsche Geschichte sei einzigartig, so einzigartig, dass auch er nun einzigartig ist.

Der Gewaldedeu setzt sich mit seiner deutschen Vergangenheit auseinander. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzt er so weit auseinander von der deutschen Vergangenheit, dass er stolz darauf ist, nicht stolz darauf zu sein, Deutscher zu sein. Er denkt, „Ach, wären doch nur alle so wie ich“.

Moralisch sieht sich der Gewaldedeu an der Spitze. Wer ihm widerspricht, ist ein Nazi. Besonders gerne bezeichnet der Gewaldedeu Menschen als Nazis, die aus Ländern kommen, die Deutschland einst von den Nazis befreit haben. Zudem tendiert der Gewaldedeu dazu, unliebsame Eigenschaften am Gegenüber als „typisch deutsch“ zu bezeichnen.

Der Gewaldedeu hat in seiner Schulzeit jeden 9. November mit seinem Schulchor vor dem Gedenkstein in seiner Heimat gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. Er verlegt liebend gerne Stolpersteine für ermordete Juden und trampelt irgendwann darauf herum. Er organisiert Ausflüge nach Dachau und Theresienstadt und hat den Soundtrack von “Schindlers Liste” im Schrank stehen. Der Gewaldedeu liebt Klezmer.

Für einen Gewaldedeu sind Juden nichts weiter als Geister der Vergangenheit. Sie tauchen bei ihm fast ausschließlich in Gedenkstunden auf. In seiner Schulzeit hat er das Judentum überwiegend im Geschichtsunterricht kennengelernt, nicht so sehr in den Unterrichtsfächern Philosophie, Ethik, Religion und Gesellschaftskunde. Juden sind für einen Gewaldedeu die Toten von damals, nicht die Lebenden von heute.

Der Gewaldedeu fühlt sich persönlich schuldig für den Holocaust. Wenn er einen Juden trifft, dann schwingt stets auch ein schlechtes Gewissen mit. Der Gewaldedeu sieht sich als Schuldner. Ein Schuldner braucht jedoch einen Gläubiger und für den Gewaldedeu ist das natürlich der Jude. Juden lösen somit bei einem Gewaldedeu unweigerlich ein schlechtes Gewissen aus und tief in seinem Inneren wird ein Gewaldedeu Juden Auschwitz niemals verzeihen.

Dafür geraten Gewaldedeus ganz aus dem Häuschen, wenn sie zeigen können, dass ihre Gläubiger auch nicht besser sind als sie. Gewaldedeus lieben es, Juden zu kritisieren, besonders wenn sie in Israel leben. Der Gewaldedeu hat schließlich aus der Vergangenheit gelernt, nämlich dass die Juden in Israel die Nazis von heute sind, was der Gewaldedeu nun wirklich überhaupt nicht verstehen kann, denn eigentlich müssten es die Juden doch besser wissen, schließlich hatten sie den gleichen Lehrmeister wie sie, nämlich die deutsche Geschichte.

Nichts sagt ein Gewaldedeu lieber als: „Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!“

Das größte Denkmal des Gewaldedeus ist das Holocaust Mahnmal in Berlin. Altkanzler Gerhard Schröder sagte einst dazu, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“ Zwei Gewaldedeus, die stolz sind auf ihre Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Sie haben etwas aus dem Holocaust gelernt. Tief drinnen ist der Gewaldedeu fest davon überzeugt, dass Auschwitz ihn besser gemacht hat.

Es gibt jedoch nichts aus dem Holocaust zu lernen. Was soll es denn schon aus dem Holocaust zu lernen geben? Dass Menschen zu grausamen Ungeheuerlichkeiten in der Lage sind? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das kann man auch ohne Holocaust wissen. Der Holocaust ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene, sondern schlicht ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt!

Die Gewaldedeus aber machen den Holocaust zu einem moralischen Anschauungsunterricht. Zu irgendetwas muss Auschwitz ja gut gewesen sein. Und die Gewaldedeus haben was gelernt. Sie haben gelernt, Israel zu kritisieren und zwar mit letzter Tinte. Sie haben gelernt, sämtliche Opfer mit den Juden von damals zu vergleichen.

Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“

Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“

Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Der letzte Satz stammt von der Gewaldedeuin Sedika Weingärtner. Sie meinte damit das schlechte Betriebsklima in ihrem Büro.

Für Gewaldedeus ist Leid ein sehr subjektiver Begriff und nicht wenige von ihnen erleben einen ganz privaten Holocaust. Der Trend geht mittlerweile sogar schon zum Zweitholocaust.

Für Gewaldedeus sind Muslime, Hartz-IV-Empfänger und Tiere die Juden von heute, niemals aber sind Juden für sie die Juden von heute. Wenn schon, dann sind Juden die Nazis von heute und auf diese Erkenntnis ist ein echter Gewaldedeu stolz. Für den Gewaldedeu gilt:

Früher gab es für Juden in Deutschland eine besondere Behandlung. Heute hat Deutschland gegenüber Juden eine besondere Verantwortung. Genau diese immer wieder betonte Besonderheit der Gerade-wir-als-Deutsche-Deutsche gegenüber Juden ist ein Teil des Problems.

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Lieber tot als lebendig?

Ein Beitrag von Malca Goldstein-Wolf.

Sobald sich in Deutschland der Holocaust-Gedenktag nähert, fühlt sich alles, was Rang und Namen hat, berufen, in ein rührenden Trauergesang einzustimmen. Auch wenn sich der Bundespräsident zuvor mit einem Kranz posthum vor dem Grab des Judenmörders Arafat verneigt hat, lässt er es sich nicht nehmen, staatstragend den toten Juden im Bundestag zu gedenken. Da möchte ihm Parteikollege, Außenminister Heiko Maas, natürlich in nichts nachstehen und gedenkt der Shoa Opfer in rührendem Wortgeschwall gleich auf allen Kanälen. Er ist schließlich wegen Auschwitz in die Politik gegangen.

Offensichtlich hat Maas im Geschichtsunterricht irgendetwas falsch verstanden. Wie sonst kann es sein, dass er schon am nächsten Tag mit Stolz geschwellter Brust die Unterstützung von Israels Todfeind, dem Mörderregime Iran, mit der Gründung von Instex verkündet. Tote Juden betrauern und die Lebenden den Judenhassern zum Fraß vorwerfen. Was will man auch von einer Regierung erwarten, die indirekt und wohlwissend, palästinensischen Terror samt Renten für die Judenmörder, finanziert?

Welch ein Lichtblick, als sich die Bundesregierung dann entschied, die Boykottbewegung gegen Israel, die BDS-Kampagne, klar und deutlich als antisemitisch einzustufen. BDS versucht in Deutschland immer weiter Fuß zu fassen. Sein Ziel ist der wirtschaftliche, politische und kulturelle Boykott Israels. Ihr scheinheilig als „Israelkritik“ kostümierter Judenhass basiert auf profanen Lügen. So dämonisieren sie den jüdischen Staat, die einzige Demokratie im Nahen Osten, als „Apartheidstaat“. Sogar der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel ließ sich zu dieser Dämonisierung hinreißen.

BDS schreckt nicht einmal davor zurück, mit Schildern vor deutschen Geschäften zu stehen, um die Kunden abzuhalten, israelische Produkte zu kaufen. Diese Vorgehensweise erinnert an das bekannte „Kauft nicht bei Juden“ während der Nazizeit.

Auch der extra eingesetzte Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, führt einen beherzten Kampf gegen BDS. Dumm nur, dass dieses wichtige Signal von den meisten Bürgermeistern bundesdeutscher Städte beflissentlich ignoriert wird. Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker jedoch zeigt, wie es geht, in seiner Stadt haben die Antisemiten vom BDS keine Chance, öffentliche Gebäude werden ihnen nicht zur Verfügung gestellt, wie aber sieht es in anderen Städten aus?

Bergisch Gladbachs Bürgermeister Lutz Urbach hat sich mit seinem Besuch in Auschwitz und Yad Vashem vorsorglich selbst einen Persilschein ausgestellt. In der kleinen Stadt am Rhein hat der Bürgermeister dem israelischen Partnerschaftsverein Ganey Tikvah die Zusammenarbeit wegen dessen politischer Arbeit, dem öffentlichen Kampf gegen Antisemitismus, aufgekündigt. Ihnen wurde angeraten, sich um Kultur und Folklore zu kümmern, unbequeme Themen passen schließlich nicht in so einen „Friede, Freude, Eierkuchen“-Verein.

Als ein antisemitischer Leserbrief eines Mitgliedes des palästinensischen Partnerschaftsverein Beit Jala im Kölner Stadt Anzeiger abgedruckt wurde, bat dessen Chefredakteur später um Entschuldigung für den Abdruck. Bürgermeister Urbach bezog keine Stellung, auch nicht zu den Vorträgen von einschlägig bekannten „Israelkritikern“ wie Rainer Stuhlmann, die den jüdischen Staat gerne als „Apartheidregime“ diffamieren, und auf Einladung des Beit Jala Vereins ihr Gift versprühen. Im Angesicht dieser Doppelzüngigkeit wundert es dann auch nicht, dass ein Entschluss gegen BDS von der Stadt Bergisch Gladbach abgelehnt wurde.

Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) wollte es gar nicht erst zu einem Beschluss kommen lassen. Vorsorglich strich sie den Anti-BDS-Antrag der LKR-Fraktion (Liberal-Konservative Reformer) einfach von der Tagesordnung der Stadtratssitzung! Mit der fadenscheinigen Begründung, es gäbe keinen konkreten Anlass, (Ludwigshafen scheint eine antisemitismusfreie Zone zu sein) und bei dem Antrag handele es sich um einen sogenannten „Gesinnungsantrag“, der somit nicht statthaft sei, hat Steinruck, (ohne die Fraktion der LKR zu informieren), den Antrag unter den Tisch fallen lassen.

Andreas Hofmeister, Fraktionsvize der LKR in Ludwigshafen (Rhein), hatte den Antrag in Anlehnung an den Mannheimer Anti-BDS-Beschluss fristgemäß eingereicht und um fraktionsübergreifende Unterstützung gebeten. Das Resultat war eindeutig: Der Antrag einer demokratisch gewählten Fraktion wurde entgegen der Satzung der Gemeindeordnung von den anderen „demokratischen“ Fraktionen in den Mülleimer entsorgt und konnte und sollte wohl auch nicht im Stadtrat behandelt und darüber abgestimmt werden. Wessen Geistes Kind OB Steinruck ist, will man gar nicht wissen.

In Göttingen wird Judenhass nicht nur nicht bekämpft, dort wird er sogar öffentlich geschürt. Der Göttinger Friedenspreis der Dr. Roland Röhl Stiftung soll, kein Witz, an die antisemitische BDS Organisation „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“, vergeben werden. Göttingen, eine deutsche Stadt, in der Judenhasser sogar ausgezeichnet werden. Man kann sich nur noch wundern.

Irgendjemand sollte zum nächsten Holocaust Gedenktag einen Antrag auf Redeverbot für Heuchler stellen.

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Lesen Sie zu dem Thema auch die Rede von Gerd Buurmann im Rahmen der Gedenkstunde am 9. November 2014 im Foyer des Dortmunder Opernhaus‘ zur Pogromnacht.

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Kein deutsches Geld für sogenannte „Märtyrer“

In den frühen Morgenstunden des 7. Februar 2019 wurde die 19-jährige Jüdin Ori Ansbacher bestialisch geschunden und ermordet. Ihre unbekleidete Leiche wurde in einem Waldstück bei Jerusalem gefunden. Laut Angaben des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet handelt es sich bei dem Verbrechen um einen nationalistisch motivierten Anschlag. Ein 29‐jähriger Mann aus Hebron wurde festgenommen und soll die Tat gestanden haben. Der vermeintliche Täter saß bereits zweimal wegen Waffenbesitz für mehrere Monate im Gefängnis. Außerdem habe er mehrfach betont, dass er „ein Märtyrer“ werden wolle.

Es „lohnt“ sich, ein Märtyrer zu werden. Allein im Jahr 2018 zahlte die Palästinensische Autonomiebehörde über 290 Millionen Euro an Terroristen und deren Familien und Angehörige aus. Dafür wurden extra sogenannte “Märtyrer-Fonds” eingerichtet.

Diese 290 Millionen Euro fehlen selbstverständlich an anderer Stelle. Der deutsche Bundesaußenminister, Heiko Maas, kündigte daher im August 2018 in einem Schreiben an seine Kolleginnen und Kollegen der Europäischen Union die „Bereitstellung weiterer Mittel in substanzieller Höhe“ an und fügte hinzu, da dies nicht ausreiche, um das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite auszugleichen, auch die Europäische Union weitere Anstrengungen unternehmen solle.

Diese Aufforderung des deutschen Bundesaußenministers ist schlicht ein Skandal. Eigentlich müsste die deutsche Politik dafür Sorge tragen, dass kein deutsches Geld dafür verwendet wird, Terroristen, die Juden ermorden oder deren Familien und Angehörige zu finanzieren. Bei seinem Amtsantritt als Bundesaußenminister erklärte Heiko Maas im März 2018:

„Ich bin nicht – bei allem Respekt – wegen Willy Brandt in die Politik gegangen. Ich bin auch nicht wegen der Friedensbewegung oder der ökologischen Frage in die Politik gegangen. Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen. Und deshalb ist auch dieser Teil unserer Arbeit mir ganz besonders wichtig.“

Kein halbes Jahr später forderte er die Aufstockung von Geldern zum Stopfen von finanziellen Löchern, die entstanden sind, weil Judenmörder und deren Angehörige für ihre Taten bezahlt werden.

Das Geld für Hilfsgüter fehlt, weil es in Judenmord investiert wird. Wenn diese finanziellen Löcher nun mit deutschem Geld gestopft werden, dann subventioniert Deutschland den organisierten Mord an Juden.

Wenn Heiko Maas es mit seinen Worten ernst meint, muss er dafür Sorge tragen, dass die finanzielle Unterstützung an palästinensische Organisationen um genau die Summe reduziert wird, die in die sogenannten „Märtyer-Fonds“ fließt. Solange das nicht passiert, fließen deutsche Gelder über Umwegen aber deutlich in den organisierten Judenmord.

Die Mutter der 19-jährigen Ori Ansbacher, die im Februar 2019 ermordet wurde, sagte nach dem Mord:

„Ori war voller Zuversicht. Sie hatte Vertrauen in die Welt, bis eine bösartige Macht kam und sie von uns nahm. Sie war eine reine Seele, innerlich und äußerlich schön.“

Die bösartige Macht, die in dem Wald in der Nähe von Jerusalem wütete, wurde durch Umwege auch von Geldern aus Deutschland finanziert. Und der deutsche Außenminister sagt, er sei wegen Auschwitz in die Politik gegangen.

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