Nennt sie Naziis!

„Frankreich ist nicht länger mein Land. Mein Vater hat begonnen, all seine jüdischen Symbole zu verstecken und ich hatte das erste Mal Angst, mit meinem חַי‎ durch die Straßen von Paris zu gehen. Aber die Welt sorgt sich nicht um uns.“

Das sind die bedrückenden Worte einer sehr guten Freundin von mir. Was im Januar 2015 in Frankreich geschehen ist, ist nicht neu für die Juden in Frankreich. Seit Jahren schon werden sie in Frankreich von Terroristen verfolgt und ermordet, nicht weil sie Witze machen oder Karikaturen zeichnen, sondern einzig und allein weil sie Juden sind. Sogar Kinder wurden in Frankreich ermordet, weil sie Juden waren!

Im März 2012 wurden in Frankreich drei Kinder und ein Mann vor einer jüdischen Schule in Toulouse ermordet, weil sie Juden waren.

Im Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war.

Im Mai 2014 wurden drei Menschen ermordet, weil sie in einem jüdischen Museum waren.

Im Mai 2014 wurden in Frankreich zwei Juden vor einer Synagoge brutal zusammengeschlagen, weil sie Juden waren.

Ende 2014 wurde ein junges Paar in Frankreich überfallen und die Frau vergewaltigt, weil sie Juden waren.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo, Amedy Coulibaly, in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Juden getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: „Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?“ Die Antwort kam prompt: „Ja. Die Juden!“

In Frankreich sind alle Juden Charlie Hebdo und das seit Jahren. Mit einer erschreckenden Ignoranz wurde dies in den letzten Jahren hingenommen.

Es wird Zeit, der Gefahr einen Namen zu geben! Ein Problem, dass nicht einmal benannt werden kann, kann nicht gelöst werden.

Amedy Coulibaly erklärte bei dem Telefonat, im Namen des „Islamischen Staates“ zu kämpfen. Die Terroristen morden im Namen einer islamistischen Nation. Sie sind somit Nationalislamisten. Naziis! Sie hassen Juden! Sie hassen Juden so sehr, dass sie nicht einmal davor zurückschrecken, Kinder zu ermorden, weil sie Juden sind. Das machen nur echte Naziis!

Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob die Naziis den Islam richtig verstehen oder nicht. Es ist schließlich auch belanglos, ob die Nazis mit nur einem „i“ den Sozialismus richtig verstehen. Die Nationalsozialisten verstanden sich als Sozialisten. Dennoch waren Sozialisten unter den ersten Opfern der Nazis, zum Beispiel die Sozialisten von der KPD und der SPD. Wenn Nazis morden, wird sich nicht an jeder Ecke Sorgen um den Sozialismus gemacht. Dafür ist das Problem einfach zu groß! Es sind Nazis!

Heute morden die Terroristen des “Islamischen Staat”. Währenddessen wird die Debatte geführt, ob sie den Islam falsch oder richtig interpretieren. Während sie debattieren, morden die Naziis. Ihre Opfer sind immer wieder Juden!

Auf die Frage, was das für Verbrecher sind, die in Frankreich Menschen morden, weil sie Juden sind oder Witze machen, ist die Antwort klar: Es sind Naziis! Nationalislamisten!

Wir sollten anfangen, sie konsequent so zu nennen!

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60 Antworten zu Nennt sie Naziis!

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  7. Hannes Stein schreibt:

    Leider sind es mehr Inter-Naziis.

  8. schum74 schreibt:

    „In Frankreich sind seit Jahren alle Juden Charlie Hebdo“, schreiben Sie freundlich.

    Wie isoliert die Juden tatsächlich sind, zeigt sich u. a. darin, dass Charlie-Hebdo-Mitarbeiter nie zu Juden gestanden haben. Im Gegenteil. Sie haben nicht nur dem Zufluchtsland der Juden in Zeichnung und Wort Legitimität abgesprochen; sie haben auch die Juden außerhalb Israels verdächtig gemacht.
    Gegen Israel richtet(e) sich die Unterstützung der BDS-Bewegung; gegen die Juden im Allgemeinen die Verwendung von Davidsternen mit Hakenkreuzen, und zwar nicht nur auf Zahal-Uniformen.
    In einem noch frei zu schaltenden Kommentar auf der Seite „Selber-Schuld“ (10. Januar, 4:45 nachmittags) beschreibe ich eine antisemitische Karikatur (Nr. 712), die nicht einmal zum Schein auf die umstrittenen Gebiete Bezug nimmt.

    „In Frankreich sind seit Jahren alle Juden Charlie Hebdo“? In Frankreich ist seit Jahren Charlie Hebdo gegen alle Juden.
    Traurig, aber wahr.

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  10. wollecarlos schreibt:

    Auch ein wichtiger Kommentar:
    “Hamed Abdel-Samad
    Viele haben Je suis Charlie oder je suis Ahmed Marabet geschrieben, obwohl sie niemals Charlie oder Ahmed waren oder sein werden.

    Aber wenige schrieben je suis Yohan Cohen, oder Yoav Hattab, Phillipe Barham oder François-Michel Saada, die Opfer des Terrors im jüdischen Supermarket.
    Es macht aber ehr Sinn uns mit ihnen zu identifizieren, denn dass sind wir wirklich. Jeder von uns kann Opfer des Terrors werden, ohne davor eine mutige Karikatur zu zeichnen und ohne pflichtbewusst im Dienst sein Leben zu lassen. Es kann jeden von uns treffen!”

  11. K.Knerzje schreibt:

    Diejenigen, die einen Räuber, Mörder, Frauen- und Kinderschänder als edelsten Menschen aller Zeiten verehren und ihm nacheifern wollen haben, gelinde gesagt, nicht alle Latten am Zaun.

    • quer schreibt:

      Es ist halt ’ne Art Geisteskrankheit. In ähnlicher Konstellation (göttlicher Verehrung Himmlers z.B.) käme man in die Klapsmühle.

      • Bachatero schreibt:

        Dios mio, das 1500 Millionen Menschen. Die bilden ihren eigenen Kosmos und können lieben, hassen und anbeten, wen oder was sie wollen. Das Problem sind WIR. WIR gestatten ihnen, ihren Krams her zu transferieren und heißen sie auch noch Willkommen. Wir sind die Idioten und Irren.

        • quer schreibt:

          Stimmt! Diese Krankheit ist hoch infektionös. Isolieren wäre genau richtig. Man sollte sie in ihrem Irrenhaus schmoren lassen.

          • Bachatero schreibt:

            Wir (woll?) haben ja nicht die planetare Deutungshoheit, aber dort, wo wir jahrhundertelang selber ordentlich metzelten und bereicherten, haben damit etwas uns genehmes und eben durch viel Feuer halbwegs Geläutertes geschaffen, eben uns, die wir nun fast wieder erschoepft herniedersinken, wie lobesam zwei halbe Türken, Krankheit, nu ja, das wäre ja eine weltumfassende Epidemie. Es ist vielmehr eine sehr erfolgreiche Methode Menschen rücksichtslos irreversibel so zu formen, daß sie den eigenen Zielen optimal bedingungslos dienen. Wird immer so gemacht, ist aber nicht immer so erfolgreich, nicht mal in Utopia.

          • Aristobulus schreibt:

            Es liegt am Selbsthass…

          • Aristobulus schreibt:

            Erstaunlich: Die Islamiker kranken am Selbsthass durch und dürcher, denn sie können nirgendwo mithalten, versagen seit Jahrhunderten, kriegen nichts und wieder nichts zustande.
            Und jene, die sie in Massen in ihre Länder lassen, kranken an einer anderen Art von Selbsthass: Dem des Überlegenen, dem’s leidtut und der glaubt, dass er’s nicht verdient hat.

            Israel hat das nicht 🙂
            Und die meisten Amerikaner haben das AUCH nicht.
            Da besteht eine Wesensverwandschaft, nicht? Darum hassen die Islamizisten zuvörderst Israel und die USA als kleinen und als großen Satan.

          • Bachatero schreibt:

            Ich habe Probleme mit dem Haß, Ari. Ich versteh‘ ihn einfach nicht, weil ich ihn nicht fühle? Ich hasse nix. Bin ich ein Psychopath? So, wie Du das Wort im Zusammenhang mit den Islamikern, Amis und Israelis einsetzt, bezeichnet es bei den Ersteren einen, mal psychologisierend, umfassenden fatalen Minderwertigkeitskomplex, basierend auf fortlaufend negativen Erfahrungen bei der Lebensbewältigung, dagegen bei USA und Israel ein gesundes fundiertes Selbstwertgefühl, das sich auf überwiegend positivem feedback bei der Selbstbehauptung stützt. Ist das eine Gleichung: Minderwertigkeitsgefuehl = Selbsthass? Hasse Deinen Nächsten, wie Dich selbst?

          • Aristobulus schreibt:

            … die schlimmsten Hasser sind die ganz kleinen Würstchen, die immer Würstchen bleiben, selbst wenn sie sich kaufen lassen und befördert werden, um dann Andere zu noch kleineren Würstchen zu machen, und so.

            Ich denke, dass einer, der versucht, kein Würstchen zu sein, den Hass verlernt.

            Gutt‘ N8cht Dir 🙂

  12. aron2201sperber schreibt:

    auch in Deutschland gibt es für Juden schön langsam französische Verhältnisse:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2015/01/06/nicht-die-tat-fur-hetze-missbrauchen/

    …leider nahm das jüdische Opfer die muslimischen Täter auch noch selbst in Schutz

    • quer schreibt:

      Der jüdische Selbsthaß soll ja ähnlich dem Selbsthaß vieler Deutscher sein.

      • caruso schreibt:

        Das glaube ich eher nicht. Der jüdische Selbsthaß ist eher ein Stockholm-Syndrom. der deutsche Selbsthaß hat eine andere Grundlage. Es reicht viel weiter zurück als das 20.Jh.,
        da wurde es „nur“ sehr verstärkt.
        Ich nehme an, Ari könnte es Dir viiiiel besser und viiiiel kürzer erklären als ich es je könnte.
        lg
        caruso

        • quer schreibt:

          Sie haben recht. Ich glaube, ich sollte mal bei Hegel und den Mainzer Jakobinern nachschauen.

          • Aristobulus schreibt:

            … also, was mir dazu kurz einfällt (danke, Caruso): Saul Ascher hat vor zweihundert Jahren festgestellt, dass der Reformwillen der jungen Deutschen (nach der Vertreibung Napoléons) rundweg in Bücherverbrennung, in den Ruf nach erneuter Unterordnung und in den Wunsch nach Antimoderne umschlug.
            Obwohl die jungen Deutschen dieser Zeit zuvor meist dem Ideal der Bürgerrechte und der individuellen Freiheit gehuldigt hatten, seit dem achtzehnten Jahrhundert, das nun zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts durch Napoléon verwirklicht worden war.
            Sie wollten es dann doch nicht: Weil zu wenig tümelnd, zu wenig Burgenromantik, zu wenig dunker Tann. Und weil von außen oktroyiert.
            In der Tat Selbsthass, der sich mit dem Jargon der Eigentlichkeit und der vermeintlichen Tradition bemäntelt hat.
            So wie heute (unter anderen Umständen): Der Jargon der Eigentlichkeit des Antirassismus, der Völkerverständigung, des aufeinander Zugehens und des Appeasement, dazu das dauerhaft schlechte Gewissen wegen des Holocaust, das man sich eingesteht, indem man auf Israel draufschlägt, weil das die neuen und schlimmeren Deutschen seien.
            Deutscher Selbsthass!

            Der jüdische Selbsthass ist anders: Er entsteht, so bald ein Jude von seinen Wurzeln abgeschnitten wird und sich fragt, was soll das?, ich leb wie a Goj und noch immer hassense mich, es muss an mir liegen!

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Nur kurz, und nur, weil hier, in, man muss es leider sagen, einem Meer von Dummheit („Sozialisten aller Farben (rot, braun, grün, öko)“ usw.) der Name Ascher gefallen ist: es ist „nach der Vertreibung Napoleons“ kein „Reformwillen umgeschlagen“, sondern in Deutschland die Aufklärung besiegt worden.
            Preußen bediente sich des Nationalismus (zu dessen Grundausstattung in D von diesem Zeitpunkt an immer der Antisemitismus gehört), um Frankreich zu besiegen, als der Nationalismus (Wartburgfest, Kotzebue-Ermordung) in der Folge zu stark und terroristisch wurde, verbot man ihn.
            Die „Bürgerrechte“ hatte es in Gestalt des Code Napoleon ja längst gegeben, sie wurden von den „jungen Leuten“ der Epoche, nennen wir sie einfach: Romantiker, abgelehnt, weil diese Rechte ihre Privilegien beschnitten hätten. Mit Selbsthass hatte das wenig zu tun. Sondern mit dem Wunsch, seine Macht zu erhalten.

            P.S.: Sie verwenden die Begriffe des „Antirassismus, der Völkerverständigung, des aufeinander Zugehens und des Appeasement“ negativ. Als positiven Begriff würde ich, um in der Epoche zu bleiben, „Kosmopolitismus“ wählen.

            P.P.S.: „das dauerhaft schlechte Gewissen wegen des Holocaust“: schön wär’s.

          • Aristobulus schreibt:

            Na sicher ist der Reformwillen umgeschlagen. Shit happens. Können Sie nachlesen bei all den Romantikern, die zunächst idealistischerweise für Bürgerrechte waren und für Landreform, Wahlen, Pressefreiheit, und kurz darauf nur noch für’s Volkstum, für König&Gott und für den Riesen Rübezahl was zu dichten.

            Sie sollten nicht so runtermachen, was ich über Geschichte äußere, Thomas, das kommt nicht gut rüber.
            Und Sie überblicken die Sache mit dem deutschen Selbsthass nicht. Nu ja, Religion interessiert Sie ja auch nicht, wie Sie ab und zu schreiben. Seelenzustände als Motor der Geschichte, die kein Ziel hat?, ui!, gewagt!, ja bourgeoise Annahme, das!, wo es in der Geschichte zielgerichteterweise doch nur um Machterhalt und um ähm Produktionsverhältnisse geht.

            – Kosmopolitismus wäre ein eigenes Thema (freilich kein übles), das aber von Carusos Frage wegführen würde.

            Guten Sonntag. Werden Sie positiver, besuchen Sie wen, essen Sie gut 🙂

          • quer schreibt:

            @Thomas ex Gotha,
            Ja mit der eliminierten Aufklärung war das in Deutschland schon schlimm:

            Lange vor der franz. Revolution erließ 1740 Friedrich d. Große seine Preußische Landordnung (Verfassung). Und da erlaubte er sich völlig gegen allen Brauch, die Gleichheit aller vor dem Gesetz zu befehlen. Einschließlich seiner selbst. Und er exekutierte dies gnadenlos.

            Napoleon befreite Preußen von dieser Aufgeklärtheit.

            Im Norddeutschen Bund (in Anlehnung an die Paulskirchen-Verfassung) und auch nach der (2.) Reichsgründung 1872 hatte JEDER Bürger (männlich, wie weltweit üblich) ein Stimmrecht bei der Reichstagswahl. Dergleichen schaffte GB erst nach dem 1.WK und die USA erst in den 60’er Jahren des 20. Jahrhunderts.

            Nach dem 2. WK begann man deshalb den Deutschen zu erklären, was Demokratie ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Quer, der Reichstag ab 1871 war irrelevant, weil ein reiner Debattierclub hinter prächtiger Fassade. Relevant waren die Mehrheitsverhältnisse im preußischen Landtag (Preußen als größte Regionalmacht innerhalb des Reichs), da galt jedoch das Dreiklassenwahlrecht, also die Zementierung der junkerlichen Verhältnisse.

            Das führt jetzt alles weit, weit weg von Carusos Frage nach dem Zusammenhang des deutschen Selbsthasses mit seinem vermutlichen jüdischen Pendant.

            Nochmal was zum deutschen Selbsthass, das Thomas ex Gotha überlesen hatte: Es liegt am Octroi der Bürgerrechte. Napoléon hat in dreiviertel Europa den Code Civil eingeführt, also Presse- und Versammlungsfreiheit, allgemeine Wahl des Bürgermeisters (le maire), Habeas Corpus, Staatsbürgerschaft unabhängig der Religionszugehörigkeit.
            Wunderbar – aber es wurde den Deutschen oktroyiert.
            Das ließen sie sich nicht gefallen: Hassten ihre eigene Freiheit.

            Analog haben 1945 die Westaliierten in Deutschand die Freiheit oktroyiert. Weswegen es später zum allgemeinen (rechten wie linken) Antiamerikanismus kam.
            Selbsthass…

          • quer schreibt:

            Was Sie über den preußischen Landtag sagen, ist richtig. Allein kam es auch im Reich letztlich auf den Reichstag an. Nach innen (im gesamten Reich) und besonders nach außen.

            Es entsprach der alten Tradition und ist bis heute trotz eingeebnetem Föderalismus gültig
            Andere Aspekte (wie genannt) halte ich für wichtiger.

          • quer schreibt:

            PS: Lesen Sie mal bei L. M. Anderson (völlig unverdächtig) nach: „Lehrjahre der Demokratie“ bei Steiner, 2009 ISBN 978-3-515-09031-5
            Ihr Erkenntnisgewinn wird außerordentlich sein.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Ach, Aristobulus: Sie reagieren erst unangemessen empfindlich (warum eigentlich?) und dann helikoptern Sie über mir wie ein besorgter Oheim, dabei sind wir, denke ich, wenige Jahre auseinander: „Werden Sie positiver, besuchen Sie wen, essen Sie gut“. Stellen Sie sich vor, genau das habe ich auch gemacht. Und positiv bin ich eh. Seit Geburt an.
            Ich frage mich nur, wie man den „deutschen Selbsthass“ sich vorstellen soll: ist er individuell in Personen angelegt oder eine Kollektiveigenschaft? Ersteres könnte ich mir, in Einzelfällen, vorstellen (obwohl mir die Lebenserfahrung sagt, dass die Narzissten in der Überzahl sind), letzteres halte ich für unwahrscheinlich: Phasen der Indifferenz wechseln hierzulande mit denen nationaler Besoffenheit ab, das Leiden an unerledigten Revolutionen, mit denen Bürger- und andere Rechte durchgesetzt werden, hält sich meines Erachtens in Grenzen. Aber seien wir positiv: was nicht gewesen ist, kann ja noch werden.

          • Aristobulus schreibt:

            Man macht sich nun mal leichte Sorgen Thomas, dass Sie dies und das vergessen, Zusammenhänge oder so 😉 , aber Sie haben Recht, ich will Sie mal nicht so oheimisieren, jedenfalls nicht täglich.
            Nur noch einmal: Was gab’s zu essen?

            – Der deutsche Selbsthass grassiert, und täglich wird er mehr. Er schlägt Kobolz. Der probt Kopfstand. Er geht hausieren. Er macht allen Vorschriften.
            Das muss man doch mal sagen können dürfen, nicht?
            Zumal es immer sehr schlecht ausging, so bald dieser Selbsthass mal wieder zuschlug.

  13. Malte S. Sembten schreibt:

    „Nie wieder!“ – Heuchler!!

  14. Kanalratte schreibt:

    Ich danke euch allen für eure Meinung und ich danke Buurmann für den offenen Austausch
    auf dieser Plattform. Nur er gewährleistet dass es einen Fortschritt geben kann.

    Das wäre auch die Lehre für den Terror in Paris, leider wird gleich wieder diffamiert, dividiert und instrumentalisiert.

    Ich distanziere mich von Fremdenhass, meine Meinung zum Islam dürfte bekannt sein.

    Wollte einfach mal danke sagen!

    Liebe Grüße caruso, mögen uns noch lange erhalten bleiben!
    Liebe Grüße Aristobulus, möge ihr Sohn wieder gesund werden!
    Liebe Grüße auch an alle Anderen!

  15. American Viewer schreibt:

    Apropos Nazis. Was sagt Cohn-Bendit eigentlich dazu?

    Il y a un islamofascisme, ça existe. Ce n’est pas l’islam, ce sont des fascistes, il ne faut pas tourner autour du pot. Comme il y a eu un fascisme venu de la civilisation occidentale, il y a un fascisme venu de la civilisation de l’islam. Il faut tenir bon maintenant. On a toujours dit: «Le fascisme ne passera pas.» C’est dur mais il faut rester clair dans sa tête et ne pas tout mélanger.

    http://www.liberation.fr/societe/2015/01/07/cohn-bendit-charlie-c-est-la-radicalite-anticlericale-c-est-pour-ca-qu-ils-ont-ete-tues_1175497

  16. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Wenn wir die Franzosen zu Recht als Nazis bezeichnen , müssen wir die Naziaufmärsche in unseren deutschen Städten auch zu bezeichnen. Mainzer Nazis:

  17. Wolfgang Sunderbrink schreibt:

    Gut gesagt.

    Mich erinnert die Situation heute sehr an die Nachkriegsjahre, als wir auch bemüht waren. nicht aufzufallen, mit Schabbesleuchter im Schank hinter Holztüren im Wohnzimmerschrank und ähnlichen Spielereien. Schlimm, daß diese Zeiten zu Lebzeiten eines Menschen wiederkehren!

  18. quer schreibt:

    Ich frage mich allen Ernstes, warum es so schwer fällt, zur Kenntnis zu nehmen, daß zwischen Sozialisten aller Farben (rot, braun, grün, öko) und dem Islam (aller Ausprägungen) eine weitgehende Übereinstimmung wenn nicht gar Deckung existiert und gelebt wird.

    Ist das deshalb so, weil man sich von vertrauten Schubladen und Rastern verabschieden müßte? Seit fast 60 Jahren befasse ich mich mit der Historie. Meine Bude platzt vor Büchern. Noch keines davon hat mich überzeugend das Gegenteil gelehrt. Und dabei reichen strenggenommen bloß drei, um Zusammenhänge sehen zu können.

    1. Was tun? – Lenin
    2. Mein Kampf – Hitler
    3. Der Koran – angebl. Mohammed

    Es scheint sich auch niemand die Frage zu stellen, warum bis heute dieser Kampf (neben anderen sozialistischen Pamphleten) Bestseller in bestimmten Teilen der Welt ist.

  19. limbischessystem schreibt:

    Aber nicht alle Nazis sind Nazis.

Seid gut zueinander!

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