In welcher Stadt?

In welcher Stadt wurde am 8. Dezember 2017 auf offener Strasse von tausenden Menschen folgende Parole gebrüllt: „Zielt auf die Juden und erschießt sie!“

Die Antwort lautet: Malmö!

Aus den Mündern der Menschen in Malmö donnerte im Dezember 2017 der Ruf: „Von Schweden aus, von Malmö aus sind wir zu der Entscheidung gelangt, damit anzufangen und uns dazu zu entschließen, uns zu erheben!“

Malmö ist eine ganz besondere Stadt. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeine in Malmö, Fred Kahn, sagte vor einigen Jahren: „Das Klima für Juden in Malmö ist beschwerlich.“

Malmö wurde in den letzten Jahren immer wieder Tatort judenfeindlicher Krawalle. Es gab Randale in jüdischen Läden und Drohungen auf offener Straße, Juden zu schlachten. Es fanden Schändungen des jüdischen Friedhofs statt und Ende Juli 2012 explodierten Sprengkörper auf den Eingangsstufen der Synagoge.

Rabbiner Schneur Kesselman berichtet, dass er des Öfteren Ausdrücke wie „Scheißjude“ oder „Heil Hitler“ an den Kopf geworfen bekäme. Viele Juden haben Malmö verlassen.

„Nach den Ereignissen der letzten Zeit ist Malmö keine Stadt, in der meine Kinder aufwachsen sollen“, sagt Daniel Eisenberg, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Oktober 2011 nach Stockholm gezogen ist. Auslöser für den Auszug der Eisenbergs war das Davis-Cup-Turnier im März 2011.

Weil Spieler des Staates Israel an dem Wettbewerb in Malmö teilgenommen hatten, kam es auf den Straßen der Stadt zu Demonstrationen, die sich auch gegen Malmös Juden richteten. Die Demonstranten verlangten einen Ausschluss der jüdischen Spieler aufgrund des „Vergehens“ Israelis zu sein. Der sozialdemokratische Bürgermeister Ilmar Reepalu lies daraufhin das Tennismatch zwischen Schweden und Israel „aus Sicherheitsgründen“ vor leeren Rängen austragen. Selbst als der Stadtrat der schwedischen Linkspartei, Carlos Gonzalez, die Ausschreitungen gegen Juden mit der Worten rechtfertigte, „Wir können doch nicht einfach die Augen verschließen vor dem, was in Gaza passiert“, widersprach Reepalu nicht.

Als Reepalu einmal gefragt wurde, was er davon halte, dass jetzt immer mehr Juden aus Angst Malmö verlassen, sagte er nur lapidar: „Wenn Malmös Juden nach Israel ziehen, ist das ihre Sache.“

Einige Zeit später lies Reepalu die verbliebenen Juden wissen, dass die Jüdische Gemeinde in Malmö den Hass, der ihr entgegenschlage, dadurch erheblich abschwächen könnte, wenn sie nur deutlich genug Abstand nähme von „Israels Gewalt gegen die zivile Bevölkerung im Gazastreifen“. Da kann man ja nur hoffen, dass Reepalu nicht bald den schwedischen Frauen rät, Abstand von kurzen Röcken zu nehmen, um so die Möglichkeit einer Vergewaltigung abzuschwächen.

Im Jahr 2014 wurde die schwedische Politikerin Hillevi Larsson, die dem schwedischen Parlament angehört, von einem schwedischen Palästinaverband ausgezeichnet. Auf einem Bild von der Verleihung sieht man Hillevi Larsson lächelnd mit schwarz-weiß-rot-grüner Fahne in der Hand und einer Plakette, auf der Israel komplett von Palästina ersetzt wurde.

Hillevi Larsson lächelt, wenn sie ein Bild hochhält, auf dem der Staat Israel nicht mehr existierte. Israel wird von der Landkarte getilgt und eine schwedische Politikerin lächelt.

Schweden, ein Land des judenhassenden Lächelns.

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6 Antworten zu In welcher Stadt?

  1. ceterum censeo schreibt:


    Und das ist schon sieben Jahre her. Zum Kotzen!

  2. Solche Blüten der „Willkommenskultur“ und der „multikulturellen Bereicherung“ gibt’s doch längst auch in Deutschland – teilweise sogar mit Zustimmung und Auszeichnungen von jüdischer Seite:
    https://tinyurl.com/y3bsexk9
    +
    https://justpaste.it/34dws
    Also kein Grund zur Aufregung, wenn und so lange nicht einmal die unmittelbar Betroffenen Tacheles reden.

  3. Nestor Machno schreibt:

    Der Link zum Bild von Frau Larrson ist bereits down, aber das Internet vergisst nicht:
    https://petterssonsblogg.se/2015/10/28/hillevi-och-den-antisemitiska-syltburken/

  4. Mag. Hans-Werner Schöggl schreibt:

    Schweden, das in anderen Fällen Beispiele für eine offene Gesellschaft realisiert, duldet seit dem Jahr 2004 zumindest eine (sozialdemokratische) Abgeordnete zum schwedischen Reichstag, die unverblümt ihre Israelfeindlichkeit lebt. Bereitet der in Schweden so besonders stark grundgelegte Protestantismus den Weg vieler Schweden zum Antisemitismus? Leben viele Schweden offenbar gerne die Nachfolge Martin Luthers, was den Antisemitismus betrifft.

  5. Bernd L. Mueller schreibt:

    Bei Gesprächen – in Malmö – mit schwedischen Geschäftspartnern ist Judenhass kein Thema, keine Erwähnung. Auch keine Aversion vs. Israel, weil es einfach aktuellen Anlass gibt.

    Schweden geben sich immer sehr offen, tolerant gegen seine Besucher, Geschäftspartner eh.

    Auffällig für Besucher wie wir :

    Gegenüber Ende 90 iger Jahre hat sich öffentliche Erscheinungsbild der Bevölkerung sehr geändert. Es ist plötzlich „bunter“ geworden, dazwischen sehr, sehr viele schwarz gekleidete Frauen – immer mit Kindern – orientalische Anmutung eben. Junge Männer mit Handy flanieren umher, sitzen draussen im Kaffee und plaudern.

    Junge schwedische Männer sind am Tage nicht zu sehen, offensichtlich bei / auf der Arbeit.

    Wir haben das nicht verwunderlich gefunden weil es in unseren Kommunen / Städten wie Berlin, Hamburg analog ist, ähnliche Bilder, gleiche Gewohnheiten am Tage nicht zu arbeiten.

    Gleichwohl Malmö „früher“ total schwedisch geprägt war. Lustig und gut anzusehen ist das alles nicht und doch haben wir das aus Respekt gegenüber unseren Gastgebern nicht erwähnt.

    Weil Schweden sooo tolerant sind, fast wie in Berlin.

    PS Verfasser vom Kommentar ist Berliner

    • ceterum censeo schreibt:

      Mit Vorsatz und Ansage haben die Sozis dieses einst freie und und lebensfrohe Land in ein Shithole verwandelt. So etwas tun Sozialisten jedweder Art ihren Völkern an, sobald sie es können.
      Nie vergessen!

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