Harry S. Truman once said: „If you can’t stand the heat, get out of the kitchen!“
And I say to you now: „If you can’t stand words, get out of the university!“
Harry S. Truman once said: „If you can’t stand the heat, get out of the kitchen!“
And I say to you now: „If you can’t stand words, get out of the university!“
Es ist nicht antisemitisch, israelische Siedlungen zu kritisieren. Wer jedoch nur israelische Siedlungen kritisiert, ist ein Israelkritiker. Wer nur jüdische Siedlungen kritisieren, ist ein Antisemit.
In jeder israelischen Siedlung gilt das israelische Gesetz. Somit ist jede israelische Siedlung im Nahen Osten ein Ort, wo ich als homosexueller Mensch nicht verfolgt werde, jeder Religion angehören darf und frei meine Meinung sagen kann.
Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt aufzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen.
Warum soll ich ausgerechnet jene Siedlungen kritisieren, die mich leben lassen, wie ich bin und nicht viel mehr all die Gebiete, die mich verfolgen?
Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter. Dennoch lehnt eine deutliche Mehrheit in Deutschland und in den Vereinten Nationen die Siedlungspolitik Israels ab und erklärt: „Die jüdischen Siedler sind das größte Friedenshindernis.“
Kann sich die ganze Welt irren? Ja, sie kann! Wenn es um Juden geht, hat sich die ganze Welt schon einmal geirrt!
Wer fest davon überzeugt ist, dass die jüdischen Siedler das Hauptproblem für einen Frieden im Nahen Osten sind, sollte einfach mal das Wort „jüdisch“ streichen und durch „muslimisch“, „christlich“ oder „arabisch“ ersetzen, um sich dann zu fragen, warum unter all den Siedlern in Judäa und Samaria nur die jüdischen Siedler das Problem sein sollen.
In den Gebieten Judäa und Samaria siedelten Juden bereits, bevor es Christen und Muslime überhaupt gab. Der Name Judäa ist eindeutig. Daher sprechen jene, die Juden dort für illegal halten, lieber von der Westbank. Wie immer das Gebiet jedoch bezeichnet wird, zur Zeit gehört es zu keinem Nationalstaat.
Einst gehörte das Gebiet zu Jordanien, dem Land, das sich zu über achtzig Prozent auf palästinensischem Boden befindet und wo im Gegensatz zu Israel Palästinenser nicht die volle Staatsbürgerschaft besitzen. Davor wurde das Gebiet vom Völkerbund verwaltet. Davor gehörte das Gebiet zum Osmanischen Reich, davor zum Römischen Reich und davor, wie das Wort „Judäa“ zeigt, zu einem Jüdischen Reich. Das jüdische Volk ist das älteste noch heute existierende Volk im Nahen Osten.
Obwohl die Gebiete Judäa und Samaria heute zu keinem Staat gehören, siedeln dort Menschen. Manche siedeln in Häusern, andere in Zelten. Es gibt dort arabische, jüdische, staatenlose und viele andere Siedler. Sie siedeln alle in einem Gebiet, das bis heute umstritten ist, weil kein Staatsgebilde dort regiert. Warum aber sind nur die jüdischen Siedler das Problem?
Als „illegal“ werden nur die Siedler bezeichnet, die Juden sind! Das Problem, das diese Menschen mit diesen Siedlern haben, ist somit ihr Jüdischsein!
Die radikale Hamas erklärt in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden zur Pflicht aller Muslime! Auch die Fatah ist von dieser Pflicht überzeugt. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah bekräftigte Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde, die These, dass es Frieden nur bei der Vernichtung aller Juden geben könne. Wer jedoch glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt “Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Es gibt nämlich zwei Formen des Friedens im Nahen Osten: Der eine Friede ist ein Friede mit Juden. Der andere Frieden ist ein Frieden von Juden.
Der Wunsch eines Friedens von Juden findet sich überall in der arabischen Welt. Als im Jahr 2005 der Gazastreifen der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Gaza schloss einen Frieden von Juden, aber nicht mit Juden. Deshalb feuerte die Hamas in den folgenden Jahren auch unzählige Raketen auf Israel ab, in dem Willen, soviele Juden wie möglich zu töten. Ein Minister der Hamas brachte die eigene Politik 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:
„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“
Wer glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt „Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Jüdische Siedlungen sind daher nur für jene eine Hindernis zum Frieden, die einen Frieden von Juden haben wollen. Für jene jedoch, die einen Frieden mit Juden schließen wollen, ist eine jüdische Siedlung kein Problem sondern die Lösung eines Problems, denn nur in der Akzeptanz von jüdischen Siedlungen wohnt die Möglichkeit der schlichten Erkenntnis, dass Juden einfach nur Nachbarn und Mitbürger sein können.
Juden, die siedeln und Häuser bauen, sind kein Problem! Sie sind es nicht in Israel, nicht in Amerika und nicht in Europa. Sie sollten es auch nicht in den Ländern des Nahen Ostens sein. Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis, sondern gelebte Demokratie.
Die arabischen Regierungen im Nahen Osten sollten ebenfalls Juden als Bürger des Landes mit allen Rechten und Pflichten achten, die Häuser und Siedlungen bauen dürfen, wie jeder andere Bürger auch, oder sie werden niemals Frieden mit Juden schließen können.
Die Fatah und die Hamas erklären jedoch, Frieden werde nicht kommen, „solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“ Sie meinen es ernst. Der Gazastreifen ist seit 2005 „judenrein“. Die Hamas hat verwirklich, woran Hitler gescheitert ist.
Dennoch stellt die Hamas Forderungen an den Erzfeind Israel. Israel soll Wasser spendieren, Medikamente liefern und Essen bereitstellen und das Wahnsinnige ist, Israel macht das auch noch. Statt aber, dass die Welt Israel bewundert und lobt ob soviel Menschlichkeit, wird Israel kritisiert, weil das Land angeblich nicht genug Wasser spendieren soll? Ich frage aber: Welches Land hat je seine Feinde genährt? Die israelische Regierung stellt da eine Ausnahme dar! Sie glaubt noch an die Menschen in Gaza und schaut nicht tatenlos zu, während die Hamas das arabische Volk als Geisel nimmt. Wäre die Fatah oder die Hamas so menschlich wie die konservativste israelische Regierung, es gäbe morgen Frieden im Nahen Osten.
Das israelische Volk fühlt für seine arabischen Nachbarn, egal wie brutal die Regierungen auch immer sein mögen, denn Araber und Muslime sind Teil des israelischen Volkes! Es leben über 8 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Israel. 1,6 Millionen von ihnen sind muslimische Araber und laut einer aktuellen Studie wollen 77 Prozent dieser Araber nirgendwo lieber leben als in Israel! Die Muezzine singen von den Minaretten, Muslime sitzen im israelischen Parlament und im höchsten Gericht Israels. In Israel haben alle Menschen die Wahl! In den palästinensischen Autonomiegebieten sieht das anders aus.
Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. In Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. In Syrien herrscht Krieg. Im Januar 2014 kesselt die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und lies sie dort verhungern. In Gaza herrscht die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie Demokratie sofort gegen Staatsterror aus. Seit dem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza.
In Israel sind die Menschen frei. Wenn es einen Regierungschef gibt, der von sich beanspruchen kann, in freien Wahlen von einem palästinensischen Volk gewählt worden zu sein, so ist es der Premierminister von Israel!
Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. In Israel sind alle Religionen gleichberechtigt. Genau das stört die Regierungen vom Schlage der Hamas. Daher erklären sie, dass Palästinenser keine Juden sein dürfen. Sie wollen Palästina von den Juden „befreien“, wie die Nazis einst das deutsche Volk „befreien“ wollten. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas der Hitlergruß. Aus dieser menschenverachtenden Ideologie stammt die Gegenüberstellung „Israel – Palästina“. Was ist eigentlich dieses Palästina?
Der Begriff „Palästina“ hat einen hebräischen Ursprung und geht auf das in der Bibel beschriebene Volk der Philister zurück. Das Volk der Philister gibt es nicht mehr, aber einen Philister kennt jedes Kind: Goliath.
Das Wort „Palästina“ taucht schriftlich erstmals bei dem antiken griechischen Geschichtsschreiber und Völkerkundler Herodot auf, der das Gebiet im 5. Jahrhundert vor moderner Zeitrechnung so nannte. Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135, nannten die Römer das Gebiet offiziell in Palästina, um jeglichen Bezug zum jüdischen Volk zu verwischen.
Der Begriff Palästina ist somit lediglich eine Gebietsbeschreibung und keine Volksbeschreibung und wurde von den Römern genutzt, nachdem sie die Juden besiegt hatten. Sie sprachen nicht von Judäa oder Israel, sondern von Palästina, um so jegliche Verbindung zwischen dem Land und dem jüdischen Volk sprachlich zu verwischen. Es gab kein sich selbst konstituiertes palästinensisches Volk.
Es gibt keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, aber dafür eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die durch den Umstand vereint werden, dass sie in einem Gebiet leben, das Palästina genannt wird. Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Weitere Gebiete Palästinas sind Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich in Israel, aber alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind im Grunde alle Palästinenser!
In der Moderne wurde der Begriff „Palästina“ deshalb wieder so geläufig, weil damit das Gebiet bezeichnet wurde, das nach dem 1. Weltkrieg durch den Untergang des Osmanischen Reiches herrschaftslos wurde. Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der ab 1922 das Gebiet verwaltete, das Gebiet und alle dort leben Menschen beschrieb, ob sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch waren. Heute gibt es in der Region die unterschiedlichsten Länder, aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von überwiegend jüdischen Palästinenser gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:
„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“
An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten.
Israel ist eine Demokratie, in der jede Kritik, sogar die dümmste und die brutalste, erlaubt ist und artikuliert wird. Jeder Palästinenser kann in Israel seine Meinung frei äußern. Das ist Demokratie! In Jordanien, Syrien, Gaza, Westjordanland aber haben Palästinenser diese Rechte nicht. Warum also werden diese Menschen nicht gestärkt?
Es gibt eine Nakba. Sie fand jedoch nicht in Israel statt. Sie findet täglich in Gaza, Syrien, Jordanien und in der Westbank statt. Die Mörder sind die Schergen der Hamas und der Fatah.
Vielen Menschen, die vorgeben, solidarisch auf der Seite der Palästinenser zu sein, sind Palästinenser in Wirklichkeit vollkommen egal. Sie sind einfach nur gegen Juden! Daher verbünden sie sich mit den Feinden der Juden. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhundert wurde von der PLO beschlossen, dass Juden keine Palästinenser sein können, so wie die NSDAP ein paar Jahre vorher beschlossen hatte, dass Juden keine Deutsche sein können. Der Deutschenbegriff der NSDAP wurde verworfen, aber der Palästinenserbegriff gilt bis heute. Nur innerhalb dieses Palästinenserbegriffes können jüdische Siedler illegal sein. Judenhasser übernehmen daher gerne diesen Begriff.
Leider finden sich auch im deutschen Bundestag nicht wenige Mitglieder, die diesen Palästinenserbegriff übernommen haben. Sie sprechen wie selbstverständlich von „illegalen Siedlern“, ganz so als sei es jenseits jeder Diskussion, dass Juden in gewissen Gebieten der Welt nichts zu suchen haben. Sie sind einem Frieden von Juden näher als einem Frieden mit Juden.
Es darf keinen Siedlungsstopp nur für Juden geben! Juden dürfen genauso siedeln wie jeder andere Mensch auch.
Die Vernichtung Israels und die Vertreibung von Juden stehen nicht zur Debatte! Ich würde auch nicht mit einem Menschen verhandeln, der es es nicht ausschließen möchte, mich oder meine Familie zu töten! Es kann daher keine Zwei-Staaten-Lösung mit Parteien geben, die zur Vernichtung und Vertreibung von Juden auffordern! Wir brauchen Menschen, für die jüdische Siedler nicht mehr und nicht weniger ein Problem sind, als alle anderen Siedler auch!
Jüdische Siedlungen sind nur für den ein Friedenshindernis, der einen Frieden von Juden wünscht. Für einen Frieden mit Juden sind jüdische Siedlungen ein Garant für die Möglichkeit eines Friedens!
Anyone who thinks it’s a good idea to give government the power to decide what news is “fake news“ or may even be published should call to mind no less than Donald Trump who recently interrupted a journalist from CNN with the words: „You’re fake news!“
Governments tend to hold on to power. They should therefore never be given the power to decide which news is true news. When in doubt, critical news may be classified as fake news.
It’s useless to complain about the collapse of old structures and the appearance of new ones. Old media is indeed crumbling. Internet is here and won’t disappear as much as the printing press won’t disappear. When the printing press and books were invented, there was also much lamenting. Pessimists saw the end of the world and complained about the loss of good decency. Books, critics argued, would promote baseness and insult. And indeed, the printing press enabled the spread of trashy and pornographic literature then as the internet promotes it today.
The printing press also made the occupation of the copyist superfluous. Copywriting was an occupation whereby books were duplicated, mostly by monks. With the invention of printing, the Church lost its monopoly in the dissemination of knowledge. The Church tried to defend itself by complaining that the border between relevant and useless knowledge was blurred. Just as the ecclesiastical copyists at the time criticized book printing, large media groups and subsidized public television stations claim to be the lone guards of morality, goodness and decent journalism. They often harbor nothing but contempt for the Internet. They warn that things will get worse if the old media should disappear.
No one is fully objective. There is no true neutrality in news reporting. The Internet proves it. Everyone has an agenda. That’s why the slogan „media lies“ is so popular! Just as book printing once revealed that the Church had an agenda, we learn today that magazines, newspapers and public broadcasters have their agendas. Every book, every publisher, every blog and every station is guided by subjective interests. People continually have opinions about what people do. To deny one’s own subjectivity is self-righteous and deceptive. Objectivity is a myth!
Thanks to the Internet, increasingly more users are colliding with each other. We may complain, but nothing will change. When humans discovered fire, much went up in flames. But fire emancipated humans, and they eventually learned how to deal with dangers. When no one can tell us what we should believe, we must form our own opinions and beliefs in a sea of opinions, lies, and truths. That’s enlightenment at its best.
Enlightenment is the escape route from self-imposed immaturity! Immaturity is the inability to use one’s own mind without the guidance of another. This immaturity is self-inflicted if its cause is not due to lack of understanding, but to lack of resolution and courage. Sapere aude! Have the courage to use your own intellect! Laziness and cowardice are the causes of why so many people remain immature, and why it’s so easy for others to become their guardians. It’s so comfortable to be immature. If I have a book that guides my understanding, a pastor who is my conscience, I needn’t make an effort. I have no need to think if I rely on others who are willing to take over the sullen business for me.
I didn’t say that, Immanuel Kant did!
Remember those teachers who dragged the multimedia unit into the classroom and then spent half an hour trying to hook up the equipment? They were educated men and women, the educational elite, yet they were not able to manage a simple video recorder. Ultimately, they were dependent on the help of their students. They were educated but not up-to-date. It’s the same today with those who are critical of the Internet. They’ve been sleeping and are now reacting exactly as the privileged do when their privileges are threatened. They complain: „The world was better in the old days!“
We must learn to free ourselves. Just as the printing press allowed people to criticize the church and the emperor, we must now learn to avoid blind trust in present-day news media. Before the advent of Internet people were not better informed. There were just a lot more people who were informed about the same thing. Thirty years ago in Germany, only public broadcasters and the yellow press decided what was newsworthy. Today, however, there is no longer the same established group of people all talking about the same news report. More and more islands with different vegetation and cultures are emerging.
The Internet has led to people having declared independence for their islands. Things have now become more confusing. People argue more and are often offended. There’s more aggression and aggravation. Our conceptions of decency and manners are changing.
Today one doesn’t even have to leave the island in order to broadcast an opinion. Those who had an opinion earlier and wanted to be heard, had to write a letter, put on their pants, go outside, find a mailbox and then hope that the letter may be printed in a newspaper. Today, we can just lie in bed in our underwear and dump our thoughts and opinions onto the world. Just like I’m doing right now.
We will become more strangers to each other because there is no longer a big camp fire in the living room, around which we as a nation can gather and experience Oprah as the great uniter with which everyone can somehow agree with. But our world has become more colorful, more individual and more adventurous. Yes, there’ll be lies; certainties will be watered down! That’s what happens in a democracy. Power gets diluted. In a kingdom you have to bribe a king in order to achieve something, but in a democracy, you have to convince many other citizens to side with you. That’s why kings and dictators can get projects built breathtakingly fast, while in democracies airports, philharmonics and railway stations take much more time. Everyone can participate, but no single person has ultimate power, even if he or she is right!
Of course, the Internet carries risks, but the printing press did, also. Thanks to printing, Martin Luther could not only multiply his theses on the Reformation, but could also have his anti-Jewish tracts printed. In his work „Handbook on the Jewish Question“, Martin Luther wrote those things that led to Hitler in the 20th century and the Wannsee Conference:
“I shall give you my sincere advice: First, set fire to their synagogues or schools and bury and cover with dirt whatever will not burn so that no traces are visible. (…)”
Martin Luther could publish this rubbish because of the printing press. In the same way, anti-Jewish writings are today widely shared on the Internet. Thanks to printing and the internet, not only do many more people have access to education, but more people can publish their opinions, even independent of facts. Books catapulted Jew hate into the mainstream, just like the Internet today.
The Internet presents us with new challenges. The Internet is here to stay and won’t disappear. So the question is: how do we deal with the risks? Bans won’t help! Deleting Internet pages is as productive as burning books. And: Government is not always on your side!
***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art
What must women put up with when they dare criticize a patriarchal system?
Ayaan Hirsi Ali is an American political scientist and feminist of Somali origin. She is one of the most prominent critics of Islam. At the age of five her vagina was mutilated at the instigation of her grandmother. Almost forty years after that barbaric act, someone tweeted on March 8, 2011, that Ayaan Hirsi Ali’s entire vagina should be removed:
„Brigitta Gabriel= Ayaan Hirsi Ali. She’s asking 4 an a$$ whippin’. I wish I could take their vaginas away – they don’t deserve to be women.“
Those words didn’t emanate from the foul mouth of a repulsive woman-hating guy, but rather from a woman named Linda Sarsour. Linda Sarsour is an Eva Herman with a headscarf. She’s an American activist of Arab origin and chairman of the Arab-American Association of New York. On International Women’s Day in 2011 she sexually offended Ayaan Hirsi Ali, because Ali had dared to criticize Islam. A couple of years later, it was Linda Sarsour, who co-organized the Women’s March in Washington on January 21, 2017.
Dear participants of this year’s Women’s March,
I know what I’m doing now is marginal mansplaining, but I can’t help it. Tell me, where are your senses? You uncritically took part in a demonstration against Donald Trump, organized by a woman who humiliated and deeply insulted a woman just because she dared to criticize a system that is clearly more hostile to women than the present US-government.
Ayaan Hirsi Ali is a courageous feminist who deals with an ideology that without exaggeration is one of the most dangerous misogynous ideologies today. She has already received innumerable threats to her life. She lives under constant mortal danger. After producing a feminist film directed by Theo van Gogh, the director was murdered in Amsterdam on 2 November 2004 by a Muslim extremist, who rammed a knife with a threatening letter addressed to Ayaan Hirsi Ali into the corpse. On January 25, 2003 in an editorial to the daily newspaper Trouw, she described Mohammed:
„Measured by our Western standards, he is a perverse man. A tyrant.“
Such a sentence fits without any problem into the series of statements which were said about Donald Trump during the recent Women’s March. However, the criticism of Trump is more than hypocritical when “Trumpeters” like Linda Sarsour can so much as blurt out „grab Ayaan Hirsi Ali by the pussy!“ and get away with it.
Whoever thinks Linda Sarsour is a feminist, can also believe that a pimp is worried about the welfare of women, because when it comes to the headscarf many people sound like pimps: „Women want that!“
***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art
Was sich eine Frau alles anhören muss, wenn sie es wagt, ein patriarchalisches System zu kritisieren.
Ayaan Hirsi Ali ist eine amerikanische Politikwissenschaftlerin und Feministin somalischer Herkunft. Sie ist eine der bekanntesten Kritikerinnen des Islams. Im Alter von fünf Jahren wurde ihre Vagina auf Veranlassung ihrer Großmutter verstümmelt. Knapp vierzig Jahre nach dieser Barbarei wurde am 8. März 2011 der Wunsch ausgesprochen, ihre ganze Vagina möge entfernt werden:
„Ayaan Hirsi Ali verlangt nach einem Arschtritt. Ich wünsche, ich könnte ihre Vagina wegnehmen. Sie verdient es nicht, eine Frau zu sein.“
Dieser Spruch kommt nicht von einem widerlichen, frauenhassenden Kerl, sondern von Linda Sarsour. Immer wieder kommen die abscheulichsten Angriffe gegen Frauen von Frauen selbst.
Linda Sarsour ist eine amerikanische Aktivistin arabischer Herkunft und Vorsitzende der arabisch-amerikanischen Vereinigung von New York. Am internationalen Frauentag des Jahres 2011 beleidigte sie via Twitter Ayaan Hirsi Ali in sexistischster Weise, weil Ali es gewagt hatte, den Islam zu kritisieren. Ein paar Jahre später war es ausgerechnet diese Linda Sarsour, die den Women’s March on Washington am 21. Januar 2017 mitorganisierte.
Linda Sarsour verweigerte den Opfern des Charlie-Hebdo-Massakers ihr Mitgefühl, da diese den Islam geschmäht hätten. Auch verhöhnte sie jene, die das Autofahrverbot für Frauen in Saudi- Arabien kritisierten und twitterte:
„Zehn Wochen BEZAHLTER Mutterschaftsurlaub in Saudiarabien. Jawohl, BEZAHLT. Und du sorgst dich um autofahrende Frauen. Du beschämst uns.“
Liebe Demonstrantinnen, die Ihr an diesem Marsch teilgenommen habt,
ich weiß, was ich jetzt mache, ist grenzwertig mansplaining, aber ich kann nicht anders: Sagt mal, habt Ihr sie noch alle? Ihr protestiert gegen Donald Trump auf einer Demonstration, organisiert von einer Person, die in abscheulichster Art und Weise eine Frau verbalsexistisch erniedrigt und beleidigt, nur weil sie es wagt, ein System zu kritisieren, das mit deutlichem Abstand frauenfeindlicher ist als die amtierende Regierung in den USA?
Ayaan Hirsi Ali ist eine mutige Feministin, die sich mit einer Ideologie auseinandersetzt, die ohne Übertreibung zu der gefährlichsten frauenfeindlichen Ideologie der heutigen Zeit zählt. Unzählige Morddrohungen hat sie dafür bereits erhalten. Sie lebt unter ständiger Lebensgefahr. Nachdem sie einen feministischen Film unter der Regie von Theo van Gogh produzierte hatte, wurde der Regisseur am 2. November 2004 in Amsterdam von einem muslimischen Extremisten ermordet. An seiner Leiche befestigte der Täter mit einem Messer in den Körper gerammt einen an Ayaan Hirsi Ali gerichteten Drohbrief. In einem Beitrag der Tageszeitung Trouw vom 25. Januar 2003 sagte sie über Mohammed:
„Gemessen an unseren westlichen Maßstäben ist er ein perverser Mann. Ein Tyrann.“
Dieser Satz passt ohne Probleme in die Reihe der Aussagen, die während des Frauenmarschs über Donald Trump gesagt wurden. Allerdings finde ich die Kritik an Trump mehr als scheinheilig, wenn in den eigenen Reihen Trump_Innen wie Linda Sarsour geduldet werden, die nichts anderes sagt als: „Grab Ayaan Hirsi Ali by the pussy!“
Wer glaubt, Linda Sarsour sei eine Feministin, glaubt auch, ein Zuhälter sei um das Wohl von Frauen besorgt, denn wenn es um das Kopftuch geht, das auch Linda Sarsour trägt, klingen viele wie Zuhälter: „Die Frauen wollen das!“
President Donald Trump has ordered that citizens from Syria, Libya, Somalia, Iraq, Yemen, Sudan and Iran may not enter the United States during the next 90 days. I know such discrimination all too well.
Sixteen countries have issued a permanent entry ban against Jews, and also against me! Algeria, Bangladesh, Brunei, Iran, Iraq, Kuwait, Lebanon, Libya, Malaysia, Oman, Pakistan, Saudi Arabia, Sudan, Syria, the United Arab Emirates and Yemen hate Israel so much that they hate everything that is even associated with Israel, including not only Jews from Israel but also anyone who has ever visited Israel like me.
#JewBan has been around for quite some time.
But there are no worldwide protests against the entry ban for Jews. The majority are silent, as they’ve often been. The Muslims, who are affected by the American President’s decree, compare themselves with the Jews of the past, although all the countries included in Trump’s decree themselves ban Jews from entering their countries. Whoever compares these Muslims with the earlier situation of Jews has not learned anything from history.
Today the masses shout out when a ban involves Muslims – and that’s good. The majority, however, today as then, remain silent on the exact same injustice directed against Jews.
I admit that the entry ban regarding the 16 countries does not affect me much. My home is safe. I don’t have to flee, and even if I did have to flee no Muslim country would my choice to seek protection. I don’t have the urge to experience the nightlife in Libya; the gay and lesbian scene in Sudan is not on my travel wish list. Besides, I wouldn’t be allowed to cruise around in an open convertible with feminists in Saudi Arabia. Why should I flee to such places, where I’d be persecuted!
I’m equally sad and angry that the president of my cherished United States of America is now taking steps equal to the policies of those regimes which he’s supposedly fighting. But I’m glad to see such uproar. Alas, it should be the same with the #JewBan.
I am also personally affected by Donald Trump’s decree, because I’m a Muslim. Yes, whether you believe it or not, a few years ago I converted to Islam at a liquor store on the Zülpicher Strasse in Cologne. It was incredibly simple. I just had to say this sentence in the presence of a few Muslims:
لا إله إلا الله محمد رسول الله.
I did just that. Since then, I’m a Muslim! Now Islam has to deal with the likes of me as with Mike Tyson. Muslims have themselves to blame! If they don’t want jerks like me, they should get better bouncers!
So far, I haven’t experienced any problems entering the USA as a Muslim. I hope that doesn’t change. The former US Secretary of State Madeleine Albright has also declared that she „is ready to register herself as a Muslim“ in order to protest Donald Trump’s policies.
Yes, I am a Muslim, but I will still drink alcohol, party with homosexuals, defend Israel, make fun of Allah and criticize Islam. Anyone who feels insulted can kiss my Islamic ass! People who feel insulted by me are like those who feel offended if a mosque is built somewhere. Mosques are as much a part of a city as are synagogues, churches, theaters, breweries, museums, sex shops, French fries and kebab shops. Islam as well as heresy belongs to my country. As a Muslim I have a request:
Raise your voices, but consistently!
When the Trump era in the US is over, I ask all the millions who are now loudly demonstrating against Donald Trump to continue raising their voices, against all the countries that have been forbidden entry to Jews, Israelis and their friends! Protest consistently and loudly against all the countries which execute homosexuals- all of which are Islamic! Organize women’s marches against those governments that discriminate against women! Perhaps even Madonna may find the time to decide for love despite thoughts about blowing up the Kaaba in Mecca. I also ask Germans to continue demonstrating for marriage rights such as those in the USA.
Donald Trump has ordered that the US will not take in a single refugee the next 120 days. During that time, the Department of Homeland Security and the intelligence services are supposed to ensure that the review process for refugees is made more effective. Only afterwards will refugees be further allowed to enter the country. With this decree, Donald Trump has personally grabbed the Statue of Liberty under her skirt:
“Give me your tired, your poor,
Your huddled masses yearning to breathe free,
The wretched refuse of your teeming shore.
“Send these, the homeless, tempest-tossed to me:
I lift my lamp beside the golden door.“ – Emma Lazarus
Emma Lazarus was a Jewish writer and lived in New York from 1849 to 1887. The words on the Statue of Liberty come from the 1883 poem „The New Colossus“. Fifty four years afterwards, President Franklin D. Roosevelt denied nearly 1,000 Jews entry into the United States. The Hamburg registered passenger ship St. Louis left the Hanseatic city on 13 May 1939 with 937 passengers, 930 of which wanted to leave Nazi Germany. All were forced back to Europe.
At least the United States of America ensured that the reasons for the exodus were fought against. I hope that in the 21st century the causes of involuntary emigration will be combated. The major causes are of course the repressive nationalist Islamist regimes against which no comparative protest has formed such as against Donald Trump and his clique. The demonstrators in Europe must be made clear that millions of people are demonstrating against Donald Trump in the US, while the opposition in all the Islamic-controlled dictatorships of the world is either interned in prisons and being murdered. If anyone needs European support, then certainly those where millions can’t protest.
Germans protesting against the American president shouldn’t remain silent in regard to Islamist „presidents“!
As long as the reasons for refugee flight are not combated, there will be presidents sending refugees back. To protest a president who refuses to accept refugees is humanly understandable and necessary, but inconsistent if nothing is done against the causes.
Just as the Nazis were the enemies of any enlightened German, the Naziis (national Islamists) today are the enemies of any enlightened Arab. I am a German and I hope that the people in the Arab world will once be as free as Germany is today thanks to the Allies. Just as Germany is now allied with its former enemies the United States, England and France, the Arab world can become an ally of Israel. It’s possible. Whoever doesn’t believe in miracles isn’t a realist! Many Germans once hated Jews then as do many Arabs hate Jews now. Earlier there were few people who stood up against the hatred of the Nazis. The Scholl siblings wrote in their third flyer:
”But our present State is a dictatorship of Evil. “We’ve known that for a long time,” I can hear you say, “and it is not necessary for you to remind us of it once again.” So I ask you: If you are aware of this, why aren’t you uneased? Why do you permit this autocrat to rob you of your rights, little by little, both overtly and in secret? One day there will be nothing left, nothing at all, except for a mechanized national engine that has been commandeered by criminals and drunks. Has your spirit been so devastated by rape that you forget that it is not only your right, but your moral duty to put an end to this system?
If a person cannot even summon the strength to defend his rights, then there is nothing left for him but destruction. Then we will deserve to be scattered to all corners of the globe, as dust before the wind, if we do not pull ourselves together in this eleventh hour and finally summon the courage that we have been lacking till now. Do not hide your cowardice under a veil of cleverness! Because each day you delay, each day you do not resist this spawn of hell, your guilt increases exponentially.”
The Scholl siblings were clear in their message: A German nation, which can’t liberate itself independently from the Nazis, deserves to be destroyed and scattered like dust. It is thus entirely in the hands of the people of those countries that are now being oppressed by the Naziis. In their first pamphlet, the Scholls warned:
“Remember, every nation deserves the government that it endures!”
It’s not the Americans who should be studying those flyers, but rather those countries which cause people to flee to the USA. Donald Trump is a pain in the ass, as the American would say, and I also protest against him grabbing Lady Liberty by the pussy. There are, however, those problems for which it is no less necessary to go to the streets in massive numbers. In the fourth leaflet of the siblings Scholl is:
“Though we know that National Socialist power must be broken by military means, we are trying to achieve a renewal from within of the severely wounded German spirit. This rebirth must be preceded, however, by the clear recognition of all the guilt with which the German people have burdened themselves, and by an uncompromising battle against Hitler and his all too many minions, party members, Quislings, and the like. With total brutality the chasm that separates the better portion of the nation from everything that is opened wide. For Hitler and his followers there is no punishment on this Earth commensurate with their crimes.
But out of love for coming generations we must make an example after the conclusion of the war, so that no one will ever again have the slightest urge to try a similar action. And do not forget the petty scoundrels in this regime; note their names, so that none will go free! They should not find it possible, having had their part in these abominable crimes, at the last minute to rally to another flag and then act as if nothing had happened! (…).
”We will not be silent. We are your bad conscience. The White Rose will not leave you in peace!”
“Please duplicate and distribute!!“
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Translation:
William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art
„Die Amerikaner sind auch nicht viel besser. Sie haben die Indianer ausgerottet!“
Diesen Satz höre ich immer wieder, nicht selten von Europäern. Ich staune immer wieder, wie es die Europäer geschafft haben, die eigene Schuld in andere Schuhe zu schieben. Es waren nämlich nicht die Amerikaner. Es waren die Europäer!
Es waren die Spanier, Portugiesen, Engländer, Holländer, Deutschen, Franzosen, eben die ganze europäische Meute, die mit hölzernen Schiffen, aber eisernem christlichen Glauben in die Neue Welt zogen, um dort gehörig den Kehraus zu machen. Es waren die Einwanderer, die unter anderem vor den Kriegen, Hungersnöten und Verfolgungen in Europa flüchteten.
Das ist wohl auch der Grund, warum die Native Americans keine so große Lobby haben, denn wer ihre Geschichte des Leids erzählen möchte, muss eine Geschichte erzählen, in der Flüchtlinge und Einwanderer das Leid brachten.
Es waren die Einwanderer und Flüchtlinge aus Europa, die das Leid brachten.
Wer sagt, die Amerikaner hätten Völkermorde an den alten Stämmen begangen, macht damit die afrikanischen Amerikaner für das Verbrechen europäischer Amerikaner verantwortlich, was schon sehr geschmacklos ist, da die meisten afrikanischen Amerikaner als Sklaven der europäischen Amerikaner in die Neue Welt „verfrachtet“ wurden, im wahrsten und brutalsten Sinne des Wortes. Sie wurden als menschliches Material in Schiffen gestapelt und verfrachtet.
Es waren auch nicht die asiatischen Einwanderer, die für diese Verbrechen verantwortlich gemacht werden können. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Amerikaner mit japanischer Herkunft sogar in Lager deportiert, da die Vereinigten Staaten von Amerika im Dezember 1941 von Japan in Pearl Harbour angegriffen worden waren und japanische Einwanderer daher als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft wurden.
Jene, die behaupten, „die Amerikaner“ hätten „die Indianer“ ausgerottet, zeigen damit ihr absolutes Unverständnis, wenn es um die Vereinigten Staaten von Amerika geht. Sie sagen „Amerika“, meinen damit aber nicht das real existierende, multiethische Amerika, sondern haben lediglich ein „weißes“ Amerika im Kopf. Die afrikanischen Amerikaner sind jedoch gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Recht, sich Amerikaner mit allen Rechten der Bill Of Rights nennen zu dürfen, erhielten sie am 3. Februar 1870 durch die Ratifizierung des 15. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Dieser Zusatz verbietet es, einer Person aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihrer Hautfarbe das Wahlrecht zu verweigern.
Im Jahre 1870 erhielten alle Männer, jenseits ihrer Herkunft und Hautfarbe das Wahlrecht erhielten. Frauen egal ob „schwarz“ oder „weiß“ erhielten erst 1920 das verfassungsrechtlich verankerte Wahlrecht mit dem 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten erhielten. Es schien für die europäischen Männer somit akzeptabler zu sein, dass eher ihre Sklaven an der Politik partizipieren als ihre Frauen.
Es war die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, die mit all den brutalen Unterdrückungen von Rassismus bis Sexismus, die aus jahrhundertelanger Tradition der alten Heimat mit in die neue Welt gekommen waren und dort noch lange auch institutionell herrschten, ein Ende machte. Diese Verfassung jedoch und das muss auch betont werden und darauf können die Europäer stolz sein, wurde ebenfalls von Einwanderern und Flüchtlingen aus Europa geschrieben. Das waren auch die Europäer!
Alles hat stets zwei Seiten.
Und übrigens, fragen Sie mal einen Deutschen, wann in Deutschland die Sklaverei abgeschafft wurde. Sie werden vermutlich nicht die Antwort erhalten, die korrekt ist. Die korrekte Antwort lautet: Im Jahr 1945! Im Jahr 1945 wurde die Zwangsarbeit in Arbeitslagern beendet und somit der Versklavung von Menschen in Deutschland ein Ende gesetzt. Dafür war allerdings ein Weltkrieg nötig und erst durch das Eingreifen Amerikas konnte der Unterdrückung in Europa beendet werden.
Nach 1945 waren es die Amerikaner, die in sogenannten Amerika-Häusern Deutschen die Demokratie beibrachten und darauf können die Amerikaner richtig stolz sein.
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Der österreichische Verein FC Red Bull Salzburg ist ohne seinen muslimischen Spieler Munas Dabbur ins Trainingslager geflogen, da dem Spieler die Einreise ins Land verweigert wurde. Der Verein scheint jedoch nicht besonders betroffen zu sein von der Diskriminierung eines seiner Spieler, denn nach der Landung stand auf der Internetseite: „Die Roten Bullen sind gut gelaunt, gesund und munter mit ‚Sack und Pack‘ angekommen.“
Munas Dabbur gehört offensichtlich nicht zum „Sack und Pack“ der Mannschaft, obwohl er in dieser Saison zwei Tore in 15 Ligaspielen geschossen hat und somit seinen Beitrag dazu geleistet hat, dass der FC Red Bull Salzburg nur noch 2 Punkte von der Tabellenführung entfernt ist. Am 22. Januar 2017 flog der Verein dennoch ohne Munas Dabbur los.
Moment, das war doch erst zwei Tage nach der Amtseinführung von Donald Trump. Da hatte er doch noch gar kein Dekret zum temporären Einreisestopp aus gewissen Ländern unterschrieben, oder? Stimmt! Hatte er nicht. Das Flugzeug war auch nicht auf dem Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika, es flog in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die haben ein Einreiseverbot, zwar nicht für Muslime, sehr wohl aber für Juden und für all ihre Freundinnen und Freunde gleich mit. Munas Dabbur ist Israeli und spielt mit und für Juden. Das geht nicht! Sein Debüt als Spieler in der israelischen Nationalmannschaft gab er im Jahr 2014. Sein erstes Tor für Israel erzielte er im September 2015 bei der EM-Qualifikation gegen Andorra.
Moment, warum spielt Israel im Europäischen Fußballverband? Israel liegt doch im geografischen Einzugsbereich der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC), oder? Stimmt! 1956 trat der israelische Verband der AFC bei, doch Länder wie Afghanistan, Pakistan, Indonesien und der Sudan weigerten sich, mit Israel auf einem Platz zu spielen. Bei den Asienmeisterschaften 1972 erklärte sich lediglich Südkorea bereit, in der Qualifikation gegen Israel anzutreten. Zu den WM-Qualifaktionsspielen 1962 in Indonesien wurde die israelische Nationalmannschaft gar nicht erst eingeladen. Im Jahr 1974 schließlich schloss die AFC den israelischen Verband auf Antrag Kuwaits aus!
Im Jahr 1978 stellte der israelische Fußballverband erstmals einen Antrag auf Beitritt zum europäischen Fußballverband (UEFA), doch der Verband lehnt ab. Es sei nicht möglich, so hieß es damals, einen geografisch nicht in Europa liegenden Verband aufzunehmen. Vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer hatten sich strikt gegen das israelische Ersuchen ausgesprochen. Sie waren dem jüdischen Land Israel damals noch schlechter gesonnen als Donald Trump heute manch einem muslimischen Land. Mit dem Zusammenbruch der UDSSR änderte sich die Situation jedoch und im Jahr 1991 wurde die israelische Fußballnationalmannschaft in den europäischen Verband aufgenommen und erhielt drei Jahre später schließlich auch die Vollmitgliedschaft.
#JewBan gibt es schon seit geraumer Zeit.
Die Diskriminierung und das Boykottieren von Juden und ihren Freundinnen und Freunden, sowie das Verhängen von Einreiseverboten für Menschen aus Israel hat eine lange Tradition. Das Auswärtige Amt zum Beispiel warnt, dass deutsche Staatsbürger im Libanon in den Knast wandern können, wenn sie in Israel waren:
„Reisende, die sich zuvor in Israel aufgehalten haben, werden, wenn dieses aus dem Reisedokument ersichtlich ist (z. B. durch israelische Einreisestempel oder Ausreisestempel von jordanischen oder ägyptischen Grenzübergängen zu Israel), regelmäßig an der Grenze zurückgewiesen, auch wenn bereits ein Visum erteilt wurde. Deutsch-Libanesische Doppelstaater und Doppelstaater anderer arabischer Herkunft riskieren zusätzlich eine Festnahme, da für diesen Personenkreis ein Israel-Aufenthalt einen Straftatbestand darstellt.“
Dennoch bleiben Proteste wie gegen das Dekret von Donald Trump aus dem Jahr 2017 aus. Als die Sportschau nachfragte, was der Verein aus Salzburg zu dem Einreiseverbot eines ihrer Spieler sage, erklärte der RB-Sprecher Christian Kircher: „Keine News!“ Der Verein habe „keinen Tag definiert“, bis zu dem es sich lohne, Dabbur nachreisen zu lassen. Der Präsident des jüdischen Sportvereins SC Hakoah Wien, Paul Haber, kritisiert das Vorgehen des FC Red Bull Salzburg mit klaren Worten:
„Das Trainingslager hätte abgesagt gehört. Die ganze Mannschaft hätte nach Spanien fliegen sollen.“ Er fügte hinzu: „Es ist keine extreme Überraschung, dass ein israelischer Sportler nicht in ein arabisches Land einreisen darf.“ Daher fordert er, dass „Länder, die Sportlern die Einreise verweigern, vom internationalen Sport boykottiert werden.“ Salzburgs Sprecher Christian Kircher entgegnet nur lapidar: „Der Herr ist uns nicht bekannt. Wir haben das zur Kenntnis genommen.“ So sieht Empörung aus, wenn Israel, Juden und ihre Freundinnen und Freunde diskriminiert wird.
Aiman Mazyek ist Vorsitzender eines Vereins, der sich Zentralrat der Muslime in Deutschland schimpft, obwohl von den 4,4 Millionen Muslimen in Deutschland nur 10.000 Mitglieder in diesem Verein organisiert sind. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat im Vergleich bei weniger als 200.000 Juden in Deutschland 100.500 Mitglieder. Dieser Zentralrat vertritt somit über 50% aller Juden in Deutschland. Aiman Mazyek spricht jedoch nur für 0,21 Prozent aller Muslime in Deutschland. Dennoch nennt er sich selbstergriffen Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland und das Erstaunliche ist, er wird auch noch angehört. Genausogut könnten sich die Mormonen als Zentralrat der Christen ausgeben und bei Anne Will und im Spiegel für Katholiken und Protestanten sprechen!
Aiman Mazyek jedenfalls hat das Einreiseverbot scharf kritisiert. Nein, nicht das Einreiseverbot für Munas Dabbur! Er ist zwar Moslem, aber eben auch Israeli und da schweigt der Zenralratsvorsitzende. Mazyek hat natürlich das Einreiseverbot für Bürger aus muslimischen Staaten in die USA kritisiert und sagt, es sei „ein Schlag in das Mark Amerikas.“ Er spricht von einem „Bruch mit den zivilisatorischen Koordinaten“ und erklärt, die Regelung von Donald Trump sei „Wasser auf den Mühlen aller Extremisten“. Mazyek glaubt sogar, mit dem Einreiseverbot werde die Terrororganisation „Islamischer Staat“ gestärkt.
16 Länder haben zur Zeit ein Einreiseverbot gegen Juden ausgesprochen: Algerien, Bangladesch, Brunei, Iran, Irak, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysia, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen! Einige dieser Länder hassen Israel sogar so sehr, dass sie alles hassen, was mit Israel zu tun hat und daher weder Juden aus Israel ins Land lassen, noch Menschen, die Juden in Israel besucht haben. Dazu gehöre auch ich!
Gegen diese lange Liste von Ländern mit einem Einreiseverbot für Juden protestieren jedoch keine Massen. Aiman Mazyek spricht nicht von einem „Bruch mit den zivilisatorischen Koordinaten“, sieht kein „Wasser auf den Mühlen aller Extremisten“ und lässt den „Islamischen Staat“ schön raus aus der ganzen Angelegenheit. Aiman Mazyek schweigt und die Mehrheit schweigt mit ihm, wie sie schon bei den Juden von damals geschwiegen hat.
Dafür werden die Muslime, die heute von dem Dekret des amerikanischen Präsidenten betroffen sind, mit den Juden von damals verglichen, obwohl sämtliche Länder, die unter das Einreiseverbot von Donald Trump fallen, selbst ein Einreiseverbot gegen Juden ausgesprochen haben. Wer diese Muslime mit den Juden von damals vergleicht, hat nichts aus der Geschichte gelernt, denn damals schwieg die Masse, als es gegen Juden ging. Heute aber brüllt die Masse, wenn es gegen Muslime geht – und das ist auch gut so. Die Mehrheit schweigt jedoch, heute wie damals, zu der exakt gleichen Ungerechtigkeit, die seit Jahrzehnten gegen Juden gerichtet ist.
Muslime sind nicht die Juden von heute. Das sind immer noch die Juden!
Ich gebe zu, das Einreiseverbot in die Länder, die mich nicht reinlassen, weil ich in Israel war, trifft mich wenig. Meine Heimat ist sicher, ich muss nicht flüchten und selbst wenn, wäre die muslimische Welt nicht meine Wahl. Ich habe nicht den Drang, das Nachtleben in Libyen kennenzulernen und die Schwulen- und Lesbenszene im Sudan ist auch nicht gerade ganz oben auf meiner Reiseliste. Außerdem kann ich nicht mit Feministinnen im Auto um die Blocks von Saudi Arabien ziehen. Was soll ich dort? Ich werde dort verfolgt! Ich frage mich jedoch, warum sich gegen diese Verfolgung kein auch nur vergleichbarer Protest wie gegen Donald Trump formiert hat.
Wo ist der Widerstand gegen #JewBan?
Wo ist der Protest gegen all die Länder, die Homosexuelle hinrichten, die übrigens alle muslimisch geprägt sind. Die deutliche Mehrheit der Bevölkerung steht in dieser Frage hinter der Politik des Landes, im Gegensatz zu Herrn Ich-vertete-0,21-Prozent-aller-Muslime-in-Deutschland-Mazyek, der im Grunde nur zu zentral ratet, was die Mehrheit hören will, um so den Islam vor nötiger Kritik zu schützen.
Wo sind die Frauenmärsche gegen all die Regierungen, die Frauen diskriminieren und zwangsverschleiern! Wo ist die muslimische Madonna, die erklärt, ersthaft darüber nachgedacht zu haben, die Kaaba in Mekka in die Luft zu sprengen, sich dann aber doch für die Liebe entschieden zu haben? Wo ist die arabische Meryl Streep, die unter tosendem Applaus die Regierung ihres Landes kritisiert? Die Antwort ist schlicht wie brutal: Sie sind tot oder im Knast!
In sämtlichen islamisch bewächterten Diktaturen dieser Welt hocken die Oppositionellen entweder in Kerkern oder sie baumeln an den Galgen der Regime. Wenn jemand Solidarität braucht und eine Masse von Menschen, die in Europa auf die Straße geht, um gegen Ungerechtigkeiten zu demonstrieren, dann diese Menschen. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben diese Unterstützung nicht so sehr nötig, denn dort gibt es bereits Millionen Bürgerinnen und Bürger, die die nötige Arbeit der Opposition vollführen.
Deutsche, die gegen den amerikanischen Präsidenten protestieren, dürfen bei den nationalislamistischen „Präsidenten“ nicht schweigen!
Sie tun es aber und merken dabei nicht, dass sie im Schweigen über die Verbrechen gegen Juden und Israel genau so agieren, wie jene schweigende Mehrheit, deren Opfer sie selbst gerne mal als mahnendes Beispiel aus der Geschichte herausholen, wenn es gegen Muslime geht. Es sei denn, die betroffenen Muslime sind Israelis oder gar Judenfreunde, dann sind sie schon fast Juden und dazu darf geschwiegen werden. Dann heißt es: „Keine News!“
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Ich bedanke mich bei Alex Feuerherdt für alle wichtigen Informationen in Sachen Fußballgeschichte.
Beim 54. Eurovision Song Contest im Jahr 2009 in Moskau wurde das Lied „We Don’t Wanna Put In“ von Stephane & 3G, das für Georgien antrat, disqualifiziert. Georgien und Russland befanden sich damals in einem militärischen Konflikt und der Titel des Lieds war zweifach zu verstehen, nämlich „Wir geben nicht auf“ (We don’t wanna put in), aber auch „Wir wollen Putin nicht“ (We don’t wanna Putin). Zudem machten die Sängerinnen und Sänger mit der Hand die Bewegung eines Kopfschusses und sangen dabei: „Er tötet den Groove. Wir wollen ihn erschießen!“
http://m.youtube.com/watch?v=gRXHFMPkcfk
Mitglied von Stephane & 3G war Tako Gachechiladze. Im Mai 2017 wird sie beim 62. Eurovision Song Contest in Kiew als Solokünstlerin für Georgien antreten und zwar mit dem Lied „Keep the Faith“.
Und wieder kann es passieren, dass sie disqualifiziert wird, denn in ihrem Bühnenprogramm zu dem Lied bei der nationalen Vorentscheidung war neben Bildern von Flüchtlingen, Terroristen, Frauen in Vollverschleierung und Panzern auch die Schlagzeile „Russia invades Georgia“ zu sehen.
Im Regelwerk des Eurovision Song Contest von der European Broadcasting Union heißt es jedoch im Abschnitt 1.2.2.h:
„Die Texte und Aufführung der Lieder dürfen weder den Eurovision Song Contest als solchen noch die European Broadcasting Union in Misskredit bringen. Keine Texte, Reden, Gesten politischer oder ähnlicher Art sind während des Eurovision Song Contest zulässig. Fluchen oder in anderer Form nicht akzeptabel Sprache in den Texten oder in den Aufführungen der Lieder sind nicht erlaubt. Keine Botschaften einer Organisation, Institution, politischer Angelegenheit oder von Unternehmen, Marken, Produkten oder Dienstleistungen dürfen gefördert werden, weder in den Shows selbst, noch innerhalb des offiziellen ESC Geländes, (das heißt an der Abendkasse, im Eurovision Dorf oder im Presse-Center, usw). Ein Verstoß gegen diese Regel kann zur Disqualifikation führen.“
Beim 52. Eurovision Song Contest in Finnland im Jahr 2007 schaffte es ein Lied aus der Ukraine auf Platz 2, was damals ebenfalls in Russland für Verstimmung sorgte. Das Lied hieß „Dancing Lasha Tumbai“. „Lasha Tumbai“ bedeutet Schlagsahne auf Mongolisch. Es war das erste Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contest, dass Mongolisch gesungen wurde. Die Sängerin des Liedes, Verka Seduchka, sang bei der Aufführung des Lieds die Worte „Lasha tumbai“ jedoch so, dass sie sich anhörten wie „Russia goodbye“ (Russland Leb Wohl). Dazu machte sie eine Handbewegung des Winkens.
In Russland sah man darin eine Anspielung auf die sogenannte Orangene Revolution in Ukraine aus den Jahren 2004/05, in der von dem Revoltierenden eine stärkere Distanzierung von Russland gefordert wurde. Es bleibt abzuwarten, wie das Lied „Keep the Faith“ dieses Jahr von russischer Seite aufgenommen wird, vor allem, weil die Show dieses Jahr in Kiew stattfindet und die Ukraine kennt sich mit russischen Invasionen aus.
Ein kurzer Kommentar von Markus Vahlefeld.
Es ist ein nassgrauer Wintertag in Berlin und die Stadt zeigt sich von ihrer trübsten Seite. Als ich das behelfsmäßige Mal zum Andenken an die zwölf Toten vom Breitscheidplatz besuche, sehe ich dieses kleine Plakat, auf dem vier der Toten mit Gesicht identifiziert wurden und ein weiterer nur mit Namen angeführt wird.
Ich kenne einige Orte des Gedenkens. Immer ist das Ziel der Lebenden, die Erinnerung an die Toten wach zu halten und sie dadurch zu ehren. Also begebe ich mich im Netz auf die Suche nach den sieben anderen Terroropfern. Ich finde aber nichts. Natürlich ist es möglich, dem Wunsch der Angehörigen zu entsprechen und den Namen des Vaters, der Mutter oder der Kinder nicht zu veröffentlichen. Dass es siebenmal passiert, macht mich dennoch stutzig. Sollen wirklich sieben von zwölf Toten nicht namentlich bekannt werden? Das bedrückt mich und in meinem Herzen spüre ich siebenmal Leere. Das Grau Berlins wird dadurch nicht angenehmer.
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