Jetzt hat sogar der Eurovision Song Contest mehr politischen Anstand als Ihr! Wisst Ihr, was die Verantwortlichen des Eurovision Song Contests mit jenen Ländern machen, die sich weigern, mit Israel zusammen auf einer Bühne zu stehen? Sie können zu Hause bleiben!
Im Jahr 1980 machte Marokko beim Eurovision Song Contest mit, zog seinen Beitrag allerdings zurück, als Israel ebenfalls seine Teilnahme bestätigte. Tunesien und Libanon sind auch teilnahmeberechtigt, wollen aber ebenfalls nicht mit Israelis an der Show teilnehmen. Für den Eurovision Song Contest 2015 bewarb sich Marokko erneut, weil die Teilnahme Israels unsicher war. Als Israel sich dann doch bewarb, zog Marokko die Bewerbung zurück!
Was beim Eurovision Song Contest ganz selbstverständlich ist, bekommt der Deutsche Bundestag nicht hin!
Der Deutsche Bundestag vergibt zusammen mit drei Berliner Universitäten jedes Jahr rund 120 Stipendien für fünf Monate an junge Hochschulabsolventen aus verschiedenen Ländern. Die Stipendiaten absolvieren unter anderem ein Praktikum bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestags.
In diesem Jahr sollten die Stipendiaten bei einer zentralen Veranstaltung in Gruppen, die entsprechend ihrer Herkunftsregion zusammengesetzt wurden, vor das Podium treten. Die arabischen Repräsentanten weigerten sich, mit Israelis Seite an Seite auf einer Bühne zu stehen.
Der Leiter des Stipendienprogramms drohte den arabischen Teilnehmern zwar zunächst mit einem Ausschluss, falls sie auf ihre Verweigerung bestehen würden, knickte dann aber doch ein und warf Israel aus der Gruppe raus, so dass die Israelis sich später alleine auf der Bühne wieder fanden. Ein israelischer Teilnehmer sagte in einem Interview:
„Ich schäme mich im Namen meiner Großeltern, die den Holocaust überlebt haben, dass ich gezwungen wurde, einem Boykott dafür beizuwohnen, dass ich israelisch bin.“
Nein, nicht der Israeli muss sich schämen, sonder der Deutsche Bundestag!
Der 93-jährige ehemalige SS-Mann, Oskar Gröning, steht vor Gericht wegen Beihilfe zum 300.000-fachen Mord im Vernichtungslager Auschwitz. Unter den rund sechzig Nebenklägern in dem Verfahren sind zahlreiche Holocaust-Überlebende und Angehörige.
„Für mich steht außer Frage, dass ich mich moralisch mitschuldig gemacht habe“, sagte der Angeklagte am Dienstag vor dem Landgericht in Lüneburg. Er räumte ein, 1942 gleich bei seiner Ankunft im Konzentrationslager Auschwitz von der Vergasung der Juden erfahren zu haben. „Ich bitte um Vergebung.“
Vergeben, Herr Gröning, können nur die Opfer. 300.000 durch ihre Beihilfe ermordete Menschen können nicht vergeben. Sie sind tot! Ich kann ihnen nicht vergeben, mir haben sie ja nichts getan! Ob die Überlebenden und Angehörigen Ihnen vergeben, wird sich zeigen.
Ich kann mir aber vorstellen, dass die Bitte um Vergebung etwas zu spät kommt, schließlich bedeutet eine mögliche lebenslängliche Haftstrafe für Sie nur noch wenige Monate, maximal ein paar Jahre. Für die Überlebenden und Angehörigen jedoch gab es ein über 70-jähriges Lebenslänglich der Ungerechtigkeit, weil Sie, Herr Gröning, zusammen mit hundertausenden anderen Deutschen ein von der Justiz unbehelligtes Leben führen durften.
In Paris wurde die israelische Journalistin Miri Michaeli Schwartz während einer Berichterstattung für Channel 10 belästigt, weil sie Jüdin ist.
Miri Michaeli Schwartz erklärt den kurzen Ausschnitt wie folgt:
„Zuschauer und Freunde fragen mich ab und zu, ob die israelischen Medien (und ich als Teil davon) die Situation in Europa verschärft darstellen. Natürlich, ja, wenn Sie durch die Straßen von Paris spazieren gehen, spüren Sie keinen Antisemitismus. Aber wenn Sie eine Kippa oder eine Halskette mit einem Davidstern tragen, oder ein Mikrofon halten mit der hebräischen Schrift „Channel 10“, gibt es Grund genug zur Annahme, dass Sie früher oder später erkennen, wie schlimm die Realität ist. Es geschieht im Europa jeden Tag und überall und es ist auch mir schon passiert.
Es ist mir nicht nur ein Mal, dass ich angegangen wurde, nur weil ich mit einem Mikrofon mit herbräischer Aufschrift in einer Straße einer Hauptstadt Europas stand und berichtete. Normalerweise hat es stets etwas mit Israel zu tun.
Dieses Mal berichtete ich von dem Absturz der Germanwings-Maschine. Was Sie jedoch in dem Ausschnitt sehen, ist nur der Anfang. Der Mann, dessen Gesicht Sie nicht sehen können, erkennt die hebräische Schrift an meinem Mikrofon und informiert seine Freunde, die daraufhin sofort anfingen, mich zu schikanieren.
Was dann geschah, war viel unangenehmer. Die Männer umringten mich. Vier oder fünf Männer fingen an, mich zu beleidigen und fluchten. Mehrmals wurde das Wort „Jude“ als Beleidigung wiederholt. Meine Hände zittern heute noch, wenn ich daran denke, was sie sagten.
Ich stand nur auf der Straße, hatte niemanden gestört und bekam Flüche, Drohgebärden und die tatsächlichen Bedrohungen, weil ich ein Mikrofon mit hebräischen Buchstaben hielt. Ich sah mich um, die Straße war voller Menschen, die zusahen, was passierte. Eine Person nahm sogar ihr Smartphone und filmte, was geschah, aber niemand kam mir zu Hilfe. Ich fühlte mich bedroht, und ich rannte weg, ja, ich rannte. Die Männer hinterher. Am Bahnhof standen Soldaten. Erst dann verschwanden die Männer.
Das ist der Antisemitismus im Zentrum von Paris, nur weil mein Mikrofon eine hebräische Schrift hatte.
Also nein, nein, die israelischen Medien übertreiben nicht, wenn sie sagen, Antisemitismus sei real. Es ist die Realität. Jetzt gilt es, ihn zu bekämpfen.“
Der Judenhass ist tatsächlich mehr als real, man muss sich nur die Reden anhören, die in den letzten Jahren in Europa in vollen Sälen gehalten wurden:
„Oh Gott, zerstöre die zionistischen Juden. Sie sind keine Herausforderung für Dich! Zähle Sie und töte sie bis zum Letzten. Verschone keinen einzigen!“ (Eine Rede in Berlin am 18. Juli 2014)
„Die Herzen der Juden sind härter als Stein. Oh Gott, zähle sie alle und töte alle bis zum Letzten.“ (Eine Rede in Italien am 29. Juli 2014)
„Die Juden sind ihrer Natur nach betrügerisch und kriegstreiberisch. Es kann keinen Frieden mit Juden geben!“ (Eine Rede in Spanien am 25. August 2014)
„Juden sind die Nachfahren von Schweinen und Affen!“ (Eine Rede in Dänemark am 19. September 2014)
„Gott sagt, bekämpfe die Juden bis kein Streifen mehr übrig ist. Juden anzuerkennen, ist eine Ausgeburt des Bösen.“ (Eine Rede in Österreich am 3. März 2015)
Vor ein paar Wochen schrieb eine gute Freundin von mir auf Facebook diese Worte:
“Frankreich ist nicht länger mein Land. Mein Vater hat begonnen, all seine jüdischen Symbole zu verstecken und ich hatte das erste Mal Angst, mit meinem חַי durch die Straßen von Paris zu gehen. Aber die Welt sorgt sich nicht um uns.”
Als Heinrich Heine im Jahr 1843 ein (vor)letztes Mal in Deutschland unterwegs war, machte es sich sehr über den Zollverein lustig. Für ihn manifestierte sich in der preußischen Liebe zu Zöllen eine Sehnsucht nach deutscher Einheit in Ablehnung allen Fremdens aus dem Ausland.
„Ein Passagier, der neben mir stand,
Bemerkte, ich hätte
Jetzt vor mir den preußischen Zollverein,
Die große Douanenkette.
»Der Zollverein« – bemerkte er –
»Wird unser Volkstum begründen,
Er wird das zersplitterte Vaterland
Zu einem Ganzen verbinden.
Er gibt die äußere Einheit uns,
Die sogenannt materielle;
Die geistige Einheit gibt uns die Zensur,
Die wahrhaft ideelle –
Sie gibt die innere Einheit uns,
Die Einheit im Denken und Sinnen;
Ein einiges Deutschland tut uns not,
Einig nach außen und innen.«“
Wer damals eine Abschaffung des Zollvereins verteidigte, hatte schnell eine große, nationale, preußische Koalition gegen sich. Dann kommt der Schimmelkäse aus Frankreich, unkten die Einen; die bösen Banken aus England werden uns knechten, wussten die Anderen. Manchen einen trieb die Angst vor gepanschtem Bier aus Belgien, andere fürchteten die Äpfel aus Russland, die dort von Pfröpflingen kamen, also von Pflanzen, die aus zwei genetisch unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt und zusammengewachsen sind. Das ist bestimmt gefährlich, raunte die deutsche Seele in ihrer Angst vor allem Neuen und hatte besonders Furcht vor dem in Luxemburg von einem Typen namens Étienne Lenoir erfundenen sogenannten Verbrennungsmotor. Zurück zur Natur, rief die preußische Ökofraktion. Pferde statt Motoren! Pfröpflinge? Nein, Danke! Deutsche, esst nur konventionelle Äpfel aus Preußen!
Die Argumente gegen TTIP sind heute nicht minder absurd. Die Absurdität mancher TTIP-Gegner wird besonders an der Panik um das Chlorhühnchen deutlich, oder wie ich die Chlorhühnchen nenne: saubere Hühnchen! Wer sich über Chlorhühnchen aufregt, muss sich auch über Chlor in Freibädern aufregen: „Die tun Chlor in unsere Freibäder! Skandal! Ich verlange gutes, deutsches, chlorfreies Wasser in deutschen Schwimmbädern!“ Nur kontaminierte Bäder sind echte deutsche Bäder!
Das Ziel des transatlantischen Freihandelsabkommens ist nichts weiter als der Abbau von Handelshemmnissen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika! Es geht schlicht um eine Freihandelszone zwischen der E.U. und den USA, zwei Staatenbünde, die sich in entscheidenen Fragen des menschlichen Zusammenlebens kaum unterscheiden und in der Kunst und Philosophie eine gemeinsame Tradition pflegen.
Das Leben in Deutschland wird nicht unsicherer, wenn die E.U. ein Freihandelsabkommen mit den USA eingeht! Im Gegenteil: Es ist der freie Handel, der seit Jahrzehnten den Frieden in Europa sichert!
Ein zentraler Gründungsmoment der Europäischen Union bilden die sogenannten Römischen Verträge von 1957. Mit diesen Verträgen unterzeichneten die sechs Staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ein Handelsabkommen mit dem Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Marktes, in dem sich Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräfte frei bewegen können. Um nichts anderes geht es bei TTIP.
Ich verstehe nicht, warum gerade jene, die in der Freihandelszone der Europäischen Union eine friedenssichernde und friedensnobelpreiswürdige Institution sehen, so wertvoll, dass sie unter keinen Umständen scheitern darf, in einem Freihandelsabkommen mit den USA das Ende der Welt am Horizont aufgehen sehen. Das macht keinen Sinn!
Der 15. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg angefügt. Er wurde am 3. Februar 1870 zur Ratifizierung vorgelegt und verbot, einer Person aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Hautfarbe oder ihres früheren Status als Sklaven das Wahlrecht zu verweigern.
Der 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde vom Kongress am 4. Juni 1919 vorgeschlagen und am 18. August 1920 zur Verfassung aufgenommen. Der Zusatz untersagt der Bundesregierung und den Staaten, einer Person aufgrund ihres Geschlechts den Zugang zu einer Wahl zu verbieten.
Fünfzig Jahre liegen somit zwischen dem ersten schwarzen Mann, der in Amerika wählen durfte und der ersten Frau, die in Amerika wählen durfte. Frauen wurden in den USA deutlich länger ihrer Rechte beraubt als schwarze Männer.
Der erste schwarze Präsident war schon der Hammer. Die erste Präsidentin wird nicht weniger revolutionär sein. Hoffentlich müssen wir darauf nicht noch weitere 44 Jahre warten! Und ja, am Wichtigsten ist und bleibt natürlich Kompetenz!
Veröffentlicht unterFeminismus|Kommentare deaktiviert für Wie lange noch?
Am 10. April 2015 ging die Urteilsbegründung der vorsitzenden Richterin im Saal 17 des Amtsgerichts Köln im allgemeinen Tumult unter. „Ich werde weitermachen“, rief der Angeklagte, „das ist ungeheuerlich was Sie hier machen!“ Daraufhin nahm er seine Tragetasche und rauschte raus mit den Worten: „Da mach‘ ich nicht mit!“ Die Rechtsbelehrung der Richterin ging im wilden Rufen einiger Zuschauerinnen und Zuschauer unter. Sie skandierten: „Macht Spaß zu töten!“
Ein rechtes Schauspiel spielte sich an dem Vormittag in dem Gerichtssaal ab. Angeklagt war ein Rentner, der über Jahre eine judenfeindliche Ausstellung auf dem Platz vor dem Kölner Dom betrieben hatte, in der er Israel dämonisiert und Juden als Kinderfresser dargestellt hatte. Dazu zeigt er Bilder von blutüberströmten, zerstückelten Leichen von Kindern und Erwachsenen und behauptet, sie seien von Israelis ermordet worden. Die Fotos sind zu brutal und verstörend, um sie hier zu zeigen.
Aufgrund dieser öffentlichen Zurschaustellung von Gewaltbildern sah es die Richterin als erwiesen an, dass der Rentner gegen §15 Jugendschutzgesetz verstossen hat. §15 bestimmt, dass jugendgefährdende Trägermedien nicht an einem Ort, der Kindern oder Jugendlichen zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, ausgestellt, angeschlagen, vorgeführt oder sonst zugänglich gemacht werden dürfen. Zudem dürfen Menschen, die sterben oder schweren körperlichen oder seelischen Leiden ausgesetzt sind oder waren, nicht in einer die Menschenwürde verletzenden Weise dargestellt werden.
Rund vierzig Sympathisanten des Angeklagten fanden sich um 10:45 Uhr im Saal 17 ein. Sie waren alle der Einladung des Angeklagten gefolgt, die er vor dem Kölner ausgehängt hatte. Nur einer fehlte: der Angeklagte!
Wo der Angeklagte sei, fragte die Richterin. „Der hat einen Platten“, erklärte eine Person im Zuschauerraum, er sei aber gleich da. „Kann man ihn nicht anrufen“, fragte eine Frau. „Wenn er auf dem Fahrrad ist, wird er wohl nicht dran gehen“, wusste eine andere. „Dann bitte ich alle, draußen Platz zu nehmen, bis Herr Herrmann da ist“, sagte die Richterin. Die Sympathisanten erhoben sich und gingen raus.
Vor der Tür warteten sie und versperrten im Flur vorbeikommenden Leuten den Weg. Ein Jurist, der vorbei kam, drängte sich durch die Menschentraube mit den Worten: „Das Volk versperrt der Zukunft den Weg!“
Schließlich kam der Angeklagte. Unter Applaus seiner Sympathisanten wurde er in den Saal geleitet. Er genoss seinen Auftritt. Einem Journalisten des Kölner Stadt Anzeigers, der keinen Platz mehr im Zuschauerraum fand, bot er den Platz seines Verteidigers an. Er hatte keinen Verteidiger und so war der Platz frei. Der Journalist nahm dankend an und stellte den Stuhl für sich in den Zuschauerbereich.
Die Anklageschrift der Staatsanwältin war kurz und klar. Bilder von verstümmelten Leichen dürfen nicht in aller Öffentlichkeit ausgestellt werden. Bei dem Domvorplatz handele es sich um einen Ort, der von tausenden Menschen frequentiert wird, die aufgrund der öffentlichen Plakatierung der Bilder nicht entscheiden können, ob sie mit diesen Bildern konfrontiert werden möchten oder nicht. Da auch viele Kinder und Jugendliche auf dem Platz seien, einige Jugendliche davon unbeaufsichtigt, sei dies ein nicht hinnehmbarer Eingriff in ihr Recht, von dieser Grausamkeit unbehelligt zu bleiben.
„Jede Mutter und jeder Vater muss die Möglichkeit haben, zu entscheiden, ob das eigene Kind mit diesen Bilder konfrontiert werden soll“, erklärte die Richterin und fügte hinzu: „Die politischen Umstände sind völlig unbedeutend. Es ist egal, ob Sie Bilder vom Holocaust zeigen oder Bilder aus dem Gazastreifen. Solche Fotos dürfen schlicht nicht in einer Art und Weise gezeigt werden, dass man nicht die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob man sich damit beschäftigen möchte oder nicht. Jeder Mensch hat das Recht, sich auch über etwas nicht zu informieren. Sie können sich nicht mit einer Flüstertüte neben jeden Menschen stellen und ihm Ihre Meinung ins Ohr brüllen.“
Die Staatsanwältin fügte hinzu, dass es auch um die Menschenwürde der abgebildeten Kinder ginge. Als sie dies erklärte, breitete sich Unruhe unter den Sympathisanten aus. Die Richterin bot sich Ruhe aus. Eine Frau von Djihad TV sagte daraufhin: „Ist klar, erst töten und dann die Würde verteidigen“ und wurde für diesen Zwischenruf des Saales verwiesen.
So sind sie, die Sympathisanten des Judenhasses, sie schrecken nicht einmal davor zurück, gewaltpornografische Bilder von Kindern öffentlich zu zeigen, um ihrem Hobby des Hasses zu frönen.
Der Angeklagte nutzte die ganze Verhandlung zur politischen Ansprache an das Publikum. Seine Worte richtete er so gut wie nie an die Richterin oder an die Staatsanwältin, sondern fast ausschließlich an die Zuschauer. Er las sogar einige Kommentare von seinen Pappen vor, die er vor dem Kölner Dom ausstellt.
Die Staatsanwältin erklärte erneut, dass die politischen Aspekte nicht von Belang seien, da das öffentliche Zeigen von Kinderleichen an einem Ort, der für Kinder und Jugendliche zugänglich ist, schlicht verboten ist und dass sogar die Nachrichten im Fernsehen darauf verzichten, diese Bilder zu einer Zeit zu zeigen, da Kinder Fernsehen schauen. Der Angeklagte erklärte daraufhin nur: „Wenn es die Nachrichten nicht zeigen, dann muss ich es eben tun!“ Die Nachfrage ob er somit in Kauf nähme, dass Kinder diese Bilder sehen, verneinte der Angeklagte nicht. Damit war alles geklärt.
Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt und wurde ermahnt, die Bilder von Leichen unter Vorbehalt einer Geldstrafe von vierzig Tagessätzen zu fünfzehn Euro nicht mehr öffentlich vor dem Kölner Dom zu zeigen. Die Bewährung für den Vorbehalt setzte die Richterin auf ein Jahr fest. Der Verurteilte kündigte jedoch noch im Gerichtssaal an: „Ich mache weiter!“
Ein paar Stunden später saß er schon wieder vor dem Kölner Dom und zeigte die Bilder der geschundenen Kinder. Als ich Bilder von der Ausstellung machte, kam ein circa sieben jähriges Kind zu mir und sagte: „Danke, dass Sie auf Palästina stehen“. Meine Begleitung informierte mich später darüber, dass der Junge von Demonstrationsteilnehmern dazu aufgefordert worden sein soll, mir dies zu sagen. Ein weiterer Mann kam zu mir und zeigte mir eine frisch beschriebene Pappe: „Sehen Sie, das hier hat gerade ein neunjähriger Junge geschrieben. Er will nur Frieden!“ Ich sagte nichts dazu.
Ich rief bei der Polizei an und fragte nach, warum keine Polizei bei der Demonstration anwesend sei, schließlich habe eine Richterin am Vormittag in erster Instanz erklärt, dass sie es als erwiesen ansieht, dass die Installation gegen das Jugendschutzgesetz verstösst und somit dem Kindeswohl schadet. Bei so einer Demonstration wäre Polizeipräsens doch geradezu notwendig, erklärte ich. Ich betonte zudem, dass die Richterin bei der Verhandlung betont hatte, dass das Jugendschutzgesetz Verfassungsrang habe und daher die Handlung des Verurteilten höchst problematisch sei. Mir wurde versprochen, dass ein Polizist vorbeigeschickt werde.
Als der Polizist kam, fragte ich, ob es nicht besser wäre, die Bilder zu entfernen, aber der Polizist erklärte, dass er jetzt keine Fakten schaffen würde und den Mann gewähren ließe, schließlich habe das Gericht schon einige „Eiertänze in dieser Sache“ veranstaltet und er würde warten, bis das letzte Wort gefallen sei. Zudem erklärte er, die Anklageschrift der Staatsanwältin gelesen zu haben und sie sei in seinen Augen mangelhaft. Meinen Einwand, dass wir es hier mit einer in erster Instanz von einer Richterin festgestellten Kindeswohlgefährdung zu tun hätten, von der sogar schon die Onlineausgabe des Kölner Stadt Anzeigers berichtet habe, ließ er nicht gelten. Als ich fragte, ob ich denn wenigstens eine Anzeige aufgeben könne, zeigte er mir den Weg zur Wache.
Ich habe also erneut Anzeige erstattet, diesmal nicht nur gegen den Betreiber selbst, sondern gegen jede Person, die sich an dieser Ausstellung von Gewaltbildern beteiligt. Als ich gefragt wurde, wie diese hießen, sagte ich, dass ich es nicht wüsste, aber die Polizei könne ja hingehen und die Personalien aufnehmen. Auf diesen Vorschlag erhielt ich nur ein schlichtes „Mal sehen“. Die Kölner Polizei scheint den Judenhasser zu mögen. Er genießt geradezu “Narrenfreiheit”!
Am 9. Juli 2011 war ich vor dem Kölner Dom unterwegs, als mir auffiel, dass der Betreiber die Plakate seiner Hasswand nun auch an Laternen der Stadt Köln befestigte. Da dies eindeutig verboten ist und niemand das Recht hat, wild zu plakatieren, schon gar nicht mit politischen, propagandistischen und aufstachelnden Plakaten, rief ich sofort die Polizei an (17:05 Uhr); schließlich dürfen nicht mal politische Parteien außerhalb der Wahlzeit einfach so Plakate an Laternen und Schildern aufhängen.
Die Polizei erklärte mir, dass das Ordnungsamt zuständig sei. Ich rief also beim Ordnungsamt an (17:07 Uhr) und fragte, ob es erlaubt sei, Plakate an öffentlichen Laternen und Schildern aufzuhängen. Die Dame vom Ordnungsamt erklärte unmissverständlich, dass dies verboten sei. Daraufhin schlug ich vor, dann mal schnell zum Domkloster 4 zu kommen, da dort politische und anti-israelische Vorurteile verbreitet würden. Die Dame erklärte mir jedoch, dass momentan keine Kapazitäten frei seien, da das Ordnungsamt damit beschäftigt sei, “wild grillende” Menschen zu entfernen.
Ein wenig davon überrascht, dass dem Ordnungsamt das Entfernen von “wild grillenden” Leuten wichtiger ist, als das Entfernen von wild plakatierten anti-israelischen Parolen vor dem Kölner Dom, rief ich zur Sicherheit noch mal bei der Polizei an (17:09 Uhr).
Als ich der Polizei erzählte, das Ordnungsamt könne nicht tätig werden, erklärte die Polizei, dann doch mal einen Wagen vorbei zu schicken. Während ich auf die Polizei wartete, kam mir eine Idee. Ich rief noch mal beim Ordnungsamt an (17:24 Uhr) und fragte, ob es mir als einfacher Bürger in Ermangelung des Personals beim Ordnungsamt gestattet sei, die Plakate selbst von den Laternen zu entfernen. Das Ordnungsamt führte aus, dass mir dies nicht gestattet sei und verwies auf ein eben geführtes Gespräch mit der Polizei, bei der die Polizei dem Ordnungsamt mitgeteilt hätte, dass die Plakatierung an den Laternen zu tolerieren sei.
Völlig überrascht von dieser Information rief ich erneut bei der Polizei an (17:25 Uhr). Dort wurde mir tatsächlich erklärt, dass die Plakate an den Laternen toleriert werden. Als ich dann sagte, dass ich dann jetzt auch Plakate aufhängen würde, ergab sich folgender Dialog:
Polizist (laut und drohend): “Jetzt bleiben Sie aber ganz ruhig, bevor Sie sich in einen Redeschwall begeben. Dieses Gespräch wird aufgezeichnet und ich mache sie darauf aufmerksam, dass sie sich strafbar machen.”
Ich: “Ich mache mich doch nicht strafbar. Ich melde nur eine Demonstration an.”
Polizist: “Sie können keine Demonstration telefonisch anmelden!”
Ich: “Dann setze ich Sie halt darüber in Kenntnis, dass ich jetzt von meinem Bürgerrecht Gebrauch mache, spontan zu demonstrieren.”
Polizist: “Tun Sie, was sie nicht lassen können.”
Etwas überrascht von dem Tonfall des Polizisten, alle Gespräche waren bisher mehr als freundlich verlaufen, ging ich in ein Café, kaufte mir einen Becher Kaffee und rief beim Polizeipräsidium an (17:36 Uhr). Dort fragte ich, warum mich ein Polizist drohend anschreit und behauptet, ich würde mich strafbar machen, nur weil ich erkläre, mich genauso verhalten zu wollen wie ein Mann, bei dem das Verhalten toleriert wird. Der Herr am Telefon erklärte mir, dass die Demonstration nun einmal angemeldet sei und meine eben nicht. Allerdings könne er mir auch nicht erklären, warum sich das Demonstrationsrecht des Betreibers auf Laternen und Schilder der Stadt Köln ausweiten darf.
Die Erklärung zu dieser Frage kam schließlich dank des Anrufs einer Polizistin um 17:51 Uhr. Während ich nämlich bei meinem Kaffee mit dem Polizeipräsidium telefoniert hatte, war eine Streife bei der Installation gewesen, um Fotos von den Plakaten zu machen.
“Ist doch interessant,” dachte ich. “Wie schnell es auf einmal geht, wenn nur jemand anderes als der Judenhasser droht in Köln zu demonstrieren.”
Wo ich denn gewesen sei, fragte die Polizistin. “Einen Kaffee holen”, sagte ich und fragte, warum denn das Plakat immer noch an der Laterne hinge. Die Antwort kam prompt:
“Er genießt hier nun mal Narrenfreiheit. Er wird toleriert!”
Woher diese Toleranz kommt, erklärt der Betreiber der israelfeindlichen Installation selbst in einem Interview, das ein Kanal namens Djihad TV mit ihm geführt hatte. In dem Interview berichtet er von einer interessanten Freundschaft: „Das hat dazu geführt, dass der Polizeichef Innenstadt gehen musste und an seiner Stelle kam ein Freund der Klagemauer aus Bonn.“
Meine Anzeige nach dem Urteil vom 10. April 2015 sollte am Ende aber doch was gebracht haben! Nach meiner Anzeige nämlich wurde die Polizei doch tätig und forderte den Betreiber auf, sechs Fotos, die nicht jugendfrei waren, abzuhängen. Es kam daraufhin laut zu einem Tumult vor dem Kölner Dom. Der Betreiber warf sich auf den Boden und schrie.
Als er sich wieder beruhigt hatte, kam ihm eine Idee. Er verwandelte seine Installation vor dem Kölner Dom in eine Peepshow der Gewalt. Seit dem Urteil karrte er, wie schon Jahre zuvor, jeden Tag mit seinem Fahrrad schwere Steine, Stangen, Stühle und Seile an, versteckte die grausamen Bilder von blutüberströmten, geschundenen Kinderleichen jedoch hinter einer Abdeckung. Die Abdeckung war mit der Einladung versehen, sie hochklappen.
Er baute somit eine Peepshow zwischen dem Kölner Dom und der belebten Hohen Straße auf. Tausende Menschen kamen jeden Tag an diese Peepshow vorbei und mussten ihr ausweichen, um zum Dom zu gelangen. Seitdem hatte Köln für einige Zeit eine Peepshow gewaltpornografischer Bilder direkt vor dem Kölner Dom eröffnet! Der Eintritt war frei!
Veröffentlicht unterAntisemitismus, Deutschland|Kommentare deaktiviert für Köln hat die Reifen platt
Es ist eine unschöne Tradition in der Geschichte des Christentums, dass gerade an hohen christlichen Feiertagen das denkbar Schlechteste über Juden verbreitet wird. Pogrome fanden in der europäischen Geschichte oft am Osterwochenende statt, weil viele Christen glaubten, ihr Gottessohn sei von Juden ermordet worden. Das Jesus selber Jude war, wurde dabei stets geflissentlich übersehen. Auch im islamischen Kulturbereich findet sich die Tradition des Judenhasses an Feiertagen. Der folgende Film zum Beispiel, in dem gezeigt wird, wie ein Jude ein Kind schlachtet, um daraus Mazzebrot für Pessach zu machen, lief zu Ramadan im Fernsehprogram in Syrien (2003), im Iran (2004) und in Jordanien (2005).
In der ARD lief dieser Film nicht! Das ist wohl selbst für die ARD zu offensichtlicher Judenhass. Die Männer und Frauen der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland müssen ihr Ressentiment etwas besser verpacken.
Ein Tag nach Karfreitag, am 4. April 2015, sendete die Tagesschau einen Bericht von Markus Rosch über die Osterfeierlichkeiten in Jerusalem. Diese Feierlichkeiten finden jedes Jahr statt und müssen wegen der ständigen Terrorgefahr von israelischen Verteidigungsstreitkräften gesichert werden. Nur deshalb können die Feierlichkeiten so stattfinden! In dem Bericht wurden folgende Worte gesprochen:
„In Jerusalem leben Jüdische Siedler, Christen und Muslime auf engstem Raum“
Mit diesem Satz offenbart die Tagesschau am Tag nach Karfreitag ihr ganzes Ressentiment gegen Juden. Die Tagesschau hat nämlich nicht geschrieben, dass in Jerusalem Juden, Christen und Muslime leben, sondern sie hat aus Juden „jüdische Siedler“ gemacht, und zwar nur aus Juden! Ich frage mich da direkt, siedeln Muslime und Christen in Jerusalem etwa nicht? Haben Muslime und Christen etwa keine Häuser und Wohnungen? Natürlich haben sie das! Warum also macht Marcus Rosch eine Ausnahme bei Juden? Weil sie etwas besonderes sind? Weil sie eine Sonderbehandlung von der deutschen Arbeitsgemeinschaft verdient haben?
Wenn schon, dann sind alle Siedler in Jerusalem, Christen, Muslime, Juden, Buddhisten und wer sonst noch so alles glaubt oder auch nicht. Für Markus Rosch jedoch sind nur Juden Siedler. Ich kann mir auch gut vorstellen warum das so ist. Vermutlich weil Juden dort nichts zu suchen haben! Die ARD rechtfertigt die Wortwahl von Markus Rosch auf Nachfrage so:
„Anzumerken bleibt, dass es in unmittelbarer Nähe der Altstadt zahlreiche Siedlungen in Ostjerusalem inmitten eines arabischen Gebietes gibt. Laut Definition sind das auch Siedlungen, da Ostjerusalem mit der Altstadt bis 1967 jordanisches Gebiet war („jenseits der grünen Linie“). Jerusalem wurde zwar de facto von Israel annektiert, international ist das aber nicht anerkannt. Und der Status von Jerusalem ist umstritten.““
Ich erwidere darauf: Anzumerken bleibt aber auch, dass Markus Rosch nicht von israelischen Siedlern spricht, sondern von jüdischen Siedlern! Das heißt also, die Tagesschau erklärt nicht nur, dass die Frage, ob Jerusalem zu Israel gehört, umstritten ist, sondern auch, dass die pure Existenz von Juden in Jerusalem umstritten ist. Jerusalem ist, nebenbei bemerkt, die Hauptstadt Israels!
Juden haben in Jerusalem schon gelebt, als es noch keine Christen und Muslime gab! Juden leben seit Jahrtausenden im Norden, Süden, Westen und Osten von Jerusalem! Die Tagesschau schweigt darüber, so wie einst viele Christen darüber schwiegen, das Jesus Jude war. Es gibt ein Hauptproblem in der ganzen Debatte rund um den Nahen Osten:
Als „illegal“ werden nur die Siedler bezeichnet, die Juden sind! Ihr Jüdischsein ist für viele das Problem!
Die radikale Hamas erklärt in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden zur Pflicht aller Muslime! Auch die Fatah ist von dieser Pflicht überzeugt. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah bekräftigte Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde, die These, dass es Frieden nur bei der Vernichtung aller Juden geben könne. Wer jedoch glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt “Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden.
Der Wunsch eines Friedens von Juden findet sich überall in der arabischen Welt. Als im Jahr 2005 der Gazastreifen der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Gaza schloss einen Frieden von Juden, aber nicht mit Juden. Deshalb feuerte die Hamas in den folgenden Jahren auch unzählige Raketen auf Israel ab, in dem Willen, soviele Juden wie möglich zu töten. Ein Minister der Hamas brachte die eigene Politik 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:
„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“
Überall in Jerusalem dürfen Muslime siedeln. Sie sind kein Friedenshindernis! Juden jedoch, die siedeln und Häuser bauen, sind für viele ein Friedenshindernis! Warum eigentlich? Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis! Für viele arabischen Extremisten und erschreckend vielen westlichen Beobachtern jedoch ist die pure Existenz von Juden schon ein Friedenshindernis.
Jüdische Siedler in Jerusalem sind nur für die Menschen ein Friedenshindernis, die einen Frieden von Juden wünschen. Für einen Frieden mit Juden sind jüdische Siedlungen kein Problem, im Gegenteil, denn die Worte der Unabhängigkeitserklärung Israels sprechen eine deutliche Sprache des Friedens:
„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“
Warum spricht Markus Rosch von „jüdischen Siedlern“ nicht aber von muslimischen und christlichen Siedlern? Stört es ihn etwa, dass die jüdischen Siedler im Zweifel eher zu Israel stehen und für die Werte, für die Israel steht? Stört es ihn, dass sie eher für Demokratie, Pluralismus, Fortschritt, Liberalismus und Gleichberechtigung stehen?
Jede islamische Partei, die im Nahen Osten regiert, ist autoritär und unterdrückend. Für sie ist jeder Jude eine Gefahr und illegal. Aus der Sicht dieser Antidemokraten macht es Sinn, nur Juden zu Siedlern zu erklären. Warum aber folgt auch die Tagesschau dieser Sprachregelung? Steht ARD etwa in Wirklichkeit für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland?
Gisteren was ik op een bijeenkomst waar een toespraak werd gehouden, waarin de islam religie van de vrede werd genoemd. Daarbij citeerde de spreekster een passage uit de 5e soera van de koran:
“Als iemand een mens het leven redt, dan is het net alsof hij de hele mensheid gered zou hebben.”
De 5e soera wordt graag geciteerd als de vreedzaamheid van de islam bewezen moet worden. Het maakt mij niets uit of de koran een boek van de liefde is of niet; en ik wil dat graag zo houden! Alle religies zijn namelijk slechts vreedzaam, zolang ze het toestaan dat iemand niets met het geloof heeft!
Het getuigt echter van een enorme gotspe om uitgerekende de 5e soera als getuigenis van de vreedzaamheid van de koran op te voeren. Het hierboven geciteerde vers houdt namelijk verband met iets dat alles andere is dan vreedzaam:
“Deswegen schreven Wij de kinderen Israëls voor, dat wie ook een mens doodt, behalve wegens het doden van anderen of het scheppen van wanorde in het land, het ware alsof hij het gehele mensdom had gedood, en voor hem, die iemand het leven schenkt, alsof hij aan het gehele mensdom het leven heeft geschonken. En voorzeker Onze boodschappers kwamen met duidelijke tekenen tot hen en toch – werden daarna -velen hunner op aarde tot overtreders. De vergelding dergenen die oorlog tegen Allah en Zijn boodschappers voeren en er naar streven wanorde in het land te scheppen, is slechts dat zij gedood of gekruisigd worden, of dat hun handen en hun voeten de ene rechts en de andere links, worden afgesneden, of dat zij het land worden uitgezet. Dat zal voor hen een schande in deze wereld zijn en in het Hiernamaals zullen zij een grote straf ontvangen.”
Ik vertaal het even:
“Wij hebben de Joden voorgeschreven, wie doodt, doodt een hele wereld. Voor jullie echter geldt, als iemand onheil in het land aanricht, hak hem dan de handen en de voeten af.”
“Onheil in het land”, dat is toch een beetje vaag, om niet te zeggen wel degelijk voor meerderlei uitleg vatbaar en uitleg behoevend. Minder vaag, ja, zelfs bijna concreet wordt de koran als het erom gaat wat er met die mensen dient te geschieden die “onheil in het land” aanrichten: verdrijving, kruisiging, of kruislings de handen en voeten eraf, afhankelijk van de stemming en de plaatselijke traditie.
Laat ik het als volgt zeggen. Als ik zou moeten bewijzen dat de koran een boek van de vrede is, dan zou ik absoluut niet deze passage citeren, want ze is alles andere dan vreedzaam, ja, bijna barbaars wreed.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.