YouTube löscht Hamed Abdel-Samad

(Nachtrag: Mittlerweile wurde Hamed Abdel-Samads Kanal von YouTube wieder freigeschaltet.)

Folgende Anklage hat Hamed Abdel-Samad veröffentlicht. Er bittet darum, dass die Nachricht über das skandalöse Verhalten von YouTube weit verbreitet wird:

„Bravo, YouTube! Islamisten wollen mich umbringen, um mich zum Schweigen zu bringen, und YouTube erfüllt Ihnen den Wunsch! Mein YouTube-Kanal Hamed.TV wurde heute von YouTube gelöscht, ohne Vorwarnung. In diesem Kanal richte ich mich hauptsächlich an Muslime in der arabischen Welt. Ich diskutiere darin mit gläubigen Muslimen, mit säkularen Stimmen und mit Atheisten über die Probleme der islamischen Welt. In diesem Kanal veröffentlichte ich letztes Jahr ein Appell an junge Muslime, und warnte sie darin vor der terroristischen Propaganda des IS. Mein Kanal hat über 120.000 Abonnenten und über 25 Millionen Klicks. Aber das interessiert YouTube nicht. Das soziale Netzwerk lässt sämtliche islamistische Kanäle laufen, die für Hass und Gewalt aufrufen, bringt aber ständig kritische Stimmen zum Schweigen und unterstützt somit den medialen Dschihad, den die Islamisten weltweit betreiben! Wo soll das hinführen? Wollen wir das einfach hinnehmen?

An alle meine Freunde,

BITTE, teilt diesen Kommentar so oft, bis YouTube davon erfährt, und zeigt YouTube, dass wir die Meinungsfreiheit ernst nehmen!“

Hamed Abdel-Samad kann nur mit Personenschützern sein Haus verlassen. Seine Freunde kann er nur geheim treffen. Sein unbeschwertes Leben wurde ihm genommen, weil er die Freiheit der Meinung lebt und den Islam kritisiert. Er lebt unter ständiger Lebensgefahr, weil er Homosexuelle nicht verurteilt, für Frauenrechte streitet, das Kopftuch für Frauen nicht fordert, Juden nicht hasst und den Islam an seinen fundamentalistischen Stellen kritisiert. Das ziehen viele Muslime in Europa als Grund heran, Hamed Abdel-Samad umbringen zu wollen.

Seine wichtigste Waffe im Kampf gegen die Fundamentalisten, die ihn töten wollen, ist das freie Wort und die Möglichkeit, seine Worte zu veröffentlichen. Diese Waffe wurde ihm nun durch YouTube entzogen.

Das Unternehmen YouTube ist ein Kind unserer aufgeklärten Gesellschaft. Für diese Freiheit sind viele Männer und Frauen gestorben, die für das freie Wort gestritten haben, wie Hamed Abdel-Samad. Ausgerechnet diesem Mann hat YouTube nun eine seiner wichtigsten Selbstverteidigungswaffen entzogen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hamed Abel-Samad gesperrt wurde. Auch Facebook und Twitter haben ihn bereits gesperrt. Hamed Abdel-Samad sieht sich einem Zermürbungskrieg ausgesetzt, bei dem ein Meldemob in der virtuellen Welt gegen einen Mann vorgeht, der in der realen Welt ständig auf der Flucht ist vor Fundamentalisten, die ihn töten wollen. Ein Meldemob beherrscht die Netzwerke. Heute gilt, bringe nur genug Menschen gegen Dich auf und eine Sperrung wird sehr wahrscheinlich.

Die Art und Weise wie Facebook, Twitter und YouTube ihre Seiten verwalten, ist ein Angriff auf den liberalen Geist der Individualität, wo der Gedanke der Freiheit und die persönliche Entfaltung zählen und nicht der Mob.

Niemand ist in Gefahr, weil Hamed Abdel-Samad redet. Hamed Abdel-Samad aber ist in Gefahr, weil er redet!

Auf die Frage, ob Hamed Abdel-Samad die Konfrontation suche, sagt er:

„Nein, ich suche das Gespräch und daraus wird eine Konfrontation. Hab ich irgendjemanden beleidigt? Habe ich irgendjemanden angeschrieen? Nein! Die Leute kommen auf mich zu und schreien.“

Hamed Abdel-Samad beleidigt und provoziert nicht. Menschen fühlen sich nur durch Hamed Abdel-Samed beleidigt. Deshalb aber seine Worte zu sperren, ist genauso falsch wie eine vergewaltigte Frau zu kriminalisieren, weil sie einen kurzen Rock getragen hat.

Der Mantel des Schweigens ist für die Redefreiheit das, was der Schleier und das Kopftuch für die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte und jeder Mensch darf selbst entscheiden, ob und zu was er schweigen und reden will. Es darf keinen Zwang geben, weder für den Schleier noch für den Mantel des Schweigens!

Hamed Abdel-Samad ist ein anständiger Mensch der Aufklärung. Er macht auf Missstände aufmerksam und zeigt mit dem Finger auf den Sumpf, aus dem immer wieder Blasen des Hasses aufsteigen. Er gibt einfach nicht auf, auch wenn es manchmal weh tut und er unter Tränen erklärt (Ab Minute 49:30):

„Ich mag Orte, wo Menschen mit dem Herzen dabei sind, auch wenn ich nicht mehr religiös bin, aber ich mag sehnsuchtgeladene Orte, wo die Menschen weinen, wo die Menschen ihre Sehnsüchte aussprechen. Das Letzte, was ich will, ist letzten Endes Gefühle von irgendjemanden zu verletzen, ich meine, dass er sagt, ich hätte dann …“

Hier überkamen ihm die Gefühle. Er weinte.

„Wenn ich jedes Mal immer darauf achten muss, dass der oder der oder die verletzt sein könnte oder das wäre zu viel, hör da auf, das ist eine Selbstzensur, die sehr gefährlich ist für einen Schriftsteller. Ein Schriftsteller lebt davon, dass er einfach seine Meinung sagt und sich darauf verletzt, dass die Anderen …“

Hier überkamen ihm erneut die Tränen.

„Glaubst Du, dass ich das aus Spaß mache. Glaubst du, dass ich so leben will?“

Lieber Hamed Abdel-Samad,

Du kämpfst für mich. Du kämpfst für uns. Du bezahlst einen hohen Preis dafür. Ich glaube nicht an Helden, aber ich glaube an heldenhafte Taten. Du vollbringst sie jeden Tag. Danke dafür, vielen, vielen Dank!

Und den Damen und Herren bei YouTube sei gesagt: Schämt Euch!

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Heiko Maas in the land of the Aryans

It’s quite odd when the German government, which is in the process of phasing out its own nuclear power program, now supports a nuclear energy program in Iran. When recalling that in Iran gays are hanged and women who refuse to wear the headscarf are beaten, one’s skin begins to crawl.

In June 2019, the German foreign minister, Heiko Maas visited Iran in order to save the nuclear agreement. At a joint press conference, the Iranian Foreign Minister was asked by a German journalist about the executions of homosexual men in Iran. The answer was:

“We live according to certain principles. These are moral principles concerning the behavior of people in general,” he continued. “And that means that the law is respected and the law is obeyed.”

Heiko Maas remained silent. Silence is a German tradition.

The word „Iran“ means „land of the Aryans“. It’s in that country that women’s rights are trampled on and gays are executed, while hatred of the Jewish state of Israel is whipped up. In that context, the silence of Heiko Maas is deafening.

The 2015 agreement between Iran, the USA, Germany, France, Great Britain, Russia and China to prevent the Islamic dictatorship from building an atomic bomb enjoys a good reputation. Is it possible that the whole world could be wrong? Indeed, it is possible. When it comes to Jews, the whole world has been wrong before.

In September 2017, Benjamin Netanyahu delivered a speech to the United Nations in which he pointed out that the „Memorandum of Understanding“ with Iran would not hinder the regime’s path to the bomb, but rather open it up, because restrictions in the agreement included a so-called „sunset clause“. He stated:

„It means that in a few years, those restrictions will be automatically removed — not by a change in Iran’s behavior, not by a lessening of its terror or its aggression. They’ll just be removed by a mere change in the calendar. And I warned that when that sunset comes, a dark shadow will be cast over the entire Middle East and the world, because Iran will then be free to enrich uranium on an industrial scale, placing it on the threshold of a massive arsenal of nuclear weapons.“

Netanyahu made it clear that the danger was not that Iran may quickly build a bomb by breaking the agreement, but rather that the agreement would give Iran the opportunity to build many bombs in adherence with the agreement. The agreement can basically be summed up in this simple formula:

With some luck, the agreement will bring peace, but with just a little bad luck, many Jews will die!

It will be the Israelis who will have to pay the price if the deal fails. The United Nations and Germany can easily support such a deal because they have nothing to lose! In a worst case scenario, Israel will pay the full price. In that regard, it’s all the more outrageous that Israel wasn’t even invited to the negotiating table. Imagine that: Germany signed an agreement which included several other countries with a country whose government hates and threatens the small Jewish country of Israel.

Today Israel is the new Czechoslovakia!

In the 1930s, in the name of a supposed peace, Czechoslovakia was burdened with an international agreement settled without their participation in the negotiations. On the evening of September 30, 1938, the leaders of the governments of Great Britain, France, Italy and the German Reich signed the Munich Agreement. The signatories celebrated the Agreement Munich as „peace in our time“. The Czechoslovakians called it the Munich Betrayal. With the signing, the Sudeten crisis was supposedly solved once and for all. Europe benefited from a peace agreement for which the Czechoslovakians paid the bill.

When Czechoslovakia criticized those European states, they were immediately scolded as a great threat to world peace. Günter Grass was too young at that time to write a poem against Czechoslovakia; he wasn’t yet a member of the Waffen-SS. But, there was Lord Trenchard, who said that Czechoslovakia didn’t need the Sudeten areas for security: „The best security is peace“.

Those in Czechoslovakia who didn’t trust the agreement were considered troublemakers without further ado.

“The best security is peace” is constantly repeated in the Middle East. As Czechoslovakia was at that time, Israel is now the country from which unusually high demands are being exacted. Czechoslovakians are familiar with the rhetoric of appeasement and the risk it entails only too well. Just as Czechoslovakia had good reason to distrust the German Reich, Israel today has good reason to view Iran with serious concern.

Appeasement politics were pursued at that time, since it was „only“ Czechoslovakia which was at stake. Today it’s „only“ Israel. When Chamberlain returned with the „Munich Betrayal“, the British were enthusiastic. „We will never go to war again“, Hitler had promised. Chamberlain believed him and sacrificed Czechoslovakia.

„We never even considered the option of obtaining nuclear weapons“, Rohani assured. The world believes him and will even sacrifice Israel’s security. The then president of the United States of America, Barack Obama, was especially proud of the deal:

Obama was as proud as Bill Clinton, who made a deal with North Korea in 1994. He believed the leader of North Korea, who said: „We will never build an atomic bomb.“ Today, many of those same nations believe the Iranian government.

Today, North Korea has an atomic bomb! So the question remains: What if the Iranian government is lying? Well, then Israel will pay the price!

Why does the world shrug its shoulders at the threat to the Jewish people? In 1938, Nazi fantasies of annihilation were taken lightly. Presumably some believed Hitler’s „Mein Kampf“ may had only been translated in a detrimental light and that all the hatred was mere rhetoric.

Just imagine, if that in 1938 the USA had rescinded on the Munich Agreement. Certainly, the US government would have been massively criticized by the world community, but then history may have taken a better turn.

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Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Heiko Maas im Land der Arier

Es ist schon extrem komisch, wenn eine deutsche Regierung, die den deutschen Atomausstieg beschlossen hat, sich für eine friedliche Nutzung der Atomenergie im Iran stark macht. Wenn man dann allerdings bedenkt, dass im Iran Schwule gehängt und Frauen, die sich weigern das Kopftuch zu tragen, verfolgt werden, dann bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Im Juni 2019 besuchte Heiko Maas den Iran, um das Atomabkommen zu retten. Dort wurde der iranische Außenminister bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von einem BILD-Journalisten darauf angesprochen, dass im Iran homosexuell Männer hingerichtet werden. Seine Antwort lautete:

„Unsere Gesellschaft hat moralische Prinzipien. Das sind moralische Prinzipien in Bezug auf das Verhalten von Leuten im Allgemeinen. Und das besteht darin, dass das Recht eingehalten wird und dass man sich an Gesetze hält.“

Heiko Maas schwieg. Schweigen ist eine deutsche Tradition.

Das Wort „Iran“ bedeutet auf deutsch „Land der Arier“. In genau diesem Land werden gerade Frauenrechte mit Füßen getreten und Schwule hingerichtet, während der Hass auf den jüdischen Staat Israel geschürt wird. In diesem Zusammenhang ist das deutsche Schweigen von Heiko Maas ohrenbetäubend.

Das Abkommen aus dem Jahr 2015 zwischen dem Iran, den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China, das die islamische Diktatur vom Bau einer Atombombe abhalten soll, genießt einen guten Ruf. Ist es möglich, dass sich die ganze Welt irren kann? Ja, es ist möglich. Wenn es um Judem geht, hat sich die ganze Welt schon mal geirrt.

Im Jahr 2015 hielt Benjamin Netanjahu vor den Vereinten Nationen eine Rede, in der er erklärte, dass die Absichtserklärung mit dem Iran dem Regime den Weg zur Bombe nicht blockieren, sondern vielmehr bereiten würde, weil die Restriktion in dem Abkommen eine sogenannte „Sonnenuntergangsklausel“ beinhalte. Er führte aus:

„Das bedeutet, dass die Einschränkungen in dem Abkommen in ein paar Jahren automatisch entfallen, jedoch nicht durch eine Veränderung des iranischen Verhaltens, nicht durch eine Verminderung des Terrors oder der Aggression, sondern einfach nur wegen einer bloßen Veränderung im Kalender. Wenn dieser Sonnenuntergang kommt, wird er sich wie ein dunkler Schatten über den gesamten Nahen und Mittleren Osten und über die ganze Welt werfen, weil es dem Iran dann erlaubt sein wird, Uran im industriellen Maßstab anzureichern, um ein massives Arsenal von Atomwaffen anzulegen.“

Netanjahu machte klar, die Gefahr bestehe nicht darin, dass der Iran hastig eine Bombe baut, indem er das Abkommen bricht, sondern dass der Iran durch das Abkommen die Möglichkeit bekäme, viele Bomben zu bauen, indem sich das Land an das Abkommen hält. Das Abkommen kann im Grunde auf diese simple Formel gebracht werden:

Mit viel Glück bringt das Abkommen Frieden, aber mit nur etwas Pech sterben viele Juden!

Es werden nämlich die Israelis sein, die den Preis für ein Misslingen des Deals zu zahlen haben. Die Vereinten Nationen und Deutschland lieben diesen Deal vermutlich nur deshalb so sehr, weil sie nichts zu verlieren haben! Israel wird schlimmstenfalls die Zeche zahlen müssen. Umso ungeheuerlicher, dass Israel damals bei den Verhandlungen über das Abkommen nicht mit am Verhandlungstisch saß. Stellen Sie sich das vor: Deutschland unterzeichnete mit vielen anderen Ländern ein Abkommen mit einem Land, dessen Regierung das kleine jüdische Land Israel hasst und bedroht und zwar über die Köpfe der Menschen in Israel hinweg.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bekam die Tschechoslowakei im Namen eines vermeintlichen Friedens das alleinige Risiko aufgebürdet, ohne dabei am Verhandlungstisch zu sitzen. In der Nacht zum 30. September 1938 wurde von den Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und des Deutschen Reichs das Münchner Abkommen unterzeichnet. Die Unterzeichner nannten das Abkommen Münchener Frieden. Aus tschechischer Sicht wurde es als Münchner Diktat bezeichnet. Mit der Unterzeichnung sollte ein für allemal die Sudetenkrise gelöst werden. Europa hatte erst mal Frieden und die Zeche zahlte die Tschechoslowakei.

Als in der Tschechoslowakei Kritik über das Verhalten der anderen europäischen Staaten aufkam, war die Tschechoslowakei schnell als größte Gefahr für den Weltfrieden ausgemacht. Günter Grass war damals noch zu jung, um ein Gedicht gegen die Tschechoslowakei zu verfassen, er war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal Mitglied der Waffen-SS, dafür aber gab es einen Mann mit dem Namen Lord Trenchard. Er sagte damals, die Tschechoslowakei brauche die Sudetengebiete nicht für die Sicherheit und sprach: „Die beste Sicherheit ist Frieden!“

Jene Menschen in der Tschechoslowakei, die diesem Frieden nicht trauen wollten, wurden kurzerhand zu Störenfrieden erklärt.

„Die beste Sicherheit ist Frieden!“

Dieser Satz fällt auch im Nahen Osten immer und immer wieder. Israel ist jedoch ein Land, von dem ungewöhnlich viel Risikobereitschaft und noch mehr Entbehrung verlangt wird, so wie damals von der Tschechoslowakei. So wie die Tschechoslowakei damals genug Grund hatte, dem Deutschen Reich zu misstrauen, so hat Israel heute gute Gründe, mit Sorge auf den Iran zu schauen.

Damals wurde Appeasement-Politik betrieben, denn es ging ja „nur“ um die Tschechoslowakei. Heute geht es „nur“ um Israel. Als Chamberlain mit dem „Münchener Diktat“ nach Hause kam, waren die Britten ganz begeistert. „Wir werden nie mehr Krieg führen“, hatte Hitler versprochen. Chamberlain glaubte ihm und opferte Tschechien dafür.

„Wir werden niemals nach der Atombombe streben“, versicherte Rohani. Die Welt glaubte ihm und opfert dafür die Sicherheit Israels. Der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, war richtig stolz auf den Deal:

Obama war so stolz wie Bill Clinton, der im Jahr 1994 einen Deal mit Nord-Korea schloss. Er glaube dem Führer Nordkoreas, der erklärte: „Wir werden niemals nach der Atombombe streben.“ Heute glaube viele Staatsoberhäupter den Führern des Iran.

Heute ist Nord-Korea im Besitz der Atombombe! Die Frage ist daher: Was, wenn die iranische Regierung lügt? Dann muss Israel die Zeche zahlen!

Warum nimmt die Welt die Bedrohung des jüdischen Volkes so achselzuckend hin? Im Jahr 1938 wurden die Vernichtungsphantasien der Nazis auf die leichte Schulter genommen. Vermutlich glaubten damals einige, „Mein Kampf“ sei nur falsch übersetzt worden und all der Hass sei nur Rhetorik.

Stellen wir uns daher nur einmal vor vor, 1938 hätten die USA die Auflösung des Münchener Abkommen erzwungen. Vermutlich wären sie dafür von der Weltgemeinschaft massiv kritisiert worden, aber die Geschichte wäre bestimmt anders verlaufen.

(Weitere Details finden Sie in dem Artikel „Was bitte ist an dem Abkommen mit dem Iran so gut?“)

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Escht Kabarett unter der Kippa Colonia

Am 12. Juni 2019 war es soweit, David Klapheck von der Kölner Synagogen-Gemeinde und Gerd Buurmann von Kippa Colonia präsentierten im ausverkauften Gemeindesaal der Kölner Synagoge einen fulminaten Abend zusammen mit Liza Koz, Özgür Cebe, Jürgen Becker, Konrad Beikircher und Martin Zingsheim.

Es wurde viel gelacht, gesungen und am Ende sogar getanzt. Das Motto des Abends war das Leben, worauf mehrmals im Verlaufe der Veranstaltung angestoßen wurde.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar Bilder des Abends von Samuel Sammy Ahren:

Gerd Buurmann begrüßt Rabbi Bruckner:

Özgür Cebe besuchte zum ersten Mal eine Synagoge und wurde direkt von der Frau des Rabbiners herzlich empfangen:

Sein Auftritt begeistert alle, denn mit Liebe machte er sich über alle Menschen lustig.

Auch Liza Koz begeisterte das Publikum mit ihrem Blick auf religiöse und kulturelle Unterschiede vor allem aus der Sicht einer Frau:

Das Publikum hörte gebannt zu:

In der Pause wurde viel geredet:

David Klapheck war begeistert und kündigte eine Wiederholung an:

Nach der Pause präsentierte auch Konrad Beikircher ein paar seiner Gedanken:

Das großartige Finale wurde von Martin Zingsheim bestritten, der am Piano zwar kabarettistisch über einige unschöne Dinge auf dieser Welt sang, dabei aber nie die Hoffnung und schon gar nicht den Witz verlor.

Durch den Abend führte mit viel Witz und Liebe zur jüdischen Kultur Jürgen Becker.

Es war ein wunderbarer Abend. Le Chaim!

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Hoffnung für Anne Frank

Am 19. April 1944 schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch:

„Was gibt es schöneres auf der Welt, als aus einem offenen Fenster hinaus in die Natur zu schauen, die Vögel pfeifen zu hören, die Sonne auf den Wangen zu fühlen und einen lieben Jungen in den Arm zu haben?“

Am 19. April 2016, 72 Jahre später, war der Musiker David Serebrianik zu Gast in Amsterdam und traf dort den Carellonisten der Westerkerk Boudewijn Zwart.

Die Westerkerk ist eine der bekanntesten Kirchen Amsterdams. Ganz in der Nähe befindet sich das Haus, in dem sich Anne Frank mit ihrer Familie vor den Nazis verstecken musste. Der Turm der Westerkerk ist fünfundachtzig Meter hoch und damit der höchste Kirchturm Amsterdams. Am Samstag, 11. Juli 1942, erwähnte Anne die Westerkerk in ihrem Tagebuch:

„Liebe Kitty!

Vater, Mutter und Margot können sich noch immer nicht an das Geräusch der Westerturmglocke gewöhnen, die jede Viertelstunde angibt, wie spät es ist. Ich schon, mir hat es sofort gefallen, und besonders nachts ist es so etwas Vertrautes. Es wird Dich vermutlich interessieren, wie es mir als Untergetauchte gefällt. Nun, ich kann Dir nur sagen, dass ich es selbst noch nicht genau weiß. Ich glaube, ich werde mich in diesem Haus nie daheim fühlen, aber damit will ich überhaupt nicht sagen, dass ich es hier unangenehm finde. Ich fühle mich eher wie in einer sehr eigenartigen Pension, in der ich Ferien mache. Ziemlich verrückte Auffassung von Untertauchen, aber es ist nun mal nicht anders. Das Hinterhaus ist ein ideales Versteck. Obwohl es feucht und ein bisschen schief ist, wird man wohl in ganz Amsterdam, ja vielleicht in ganz Holland, kein so bequem eingerichtetes Versteck finden. Unser Zimmer war mit seinen nackten Wänden bis jetzt noch sehr kahl. Dank Vater, der meine ganze Postkarten- und Filmstarsammlung schon vorher mitgenommen hatte, habe ich mit Leimtopf und Pinsel die ganze Wand gestrichen und aus dem Zimmer ein einziges Bild gemacht. Es sieht viel fröhlicher aus.“

Am 19. April 2016 spielten David Serebrianik und Boudewijn Zwartdie auf den Glocken der Westerkerk die „Hatikva“ (Hoffnung).

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Der Text des Liedes sagt:

„Solange noch im Herzen
eine jüdische Seele wohnt
und nach Osten hin, vorwärts,
ein Auge nach Zion blickt,

so lange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die Hoffnung, zweitausend Jahre alt,
zu sein ein freies Volk, in unserem Land,
im Lande Zion und in Jerusalem!“

Anne Frank hätte diese Melodie in ihrem Versteck hören können, hätte David Serebrianik diese Melodie schon 1944 spielen können. Er hätte es nicht tun können. Er wäre verfolgt worden, weil er Jude ist. Über den 19. April 2016 sagt er:

„So wie wir Juden halt sind, nutzte ich sofort die persönliche Beziehung, um an dem Mittag des 19. Aprils 2016 die Glocken der Westerkerk eine bestimmte schöne Weise ertönen zu lassen. An diesem Mittag hörte die City Amsterdam einem Juden und einem Christen zu, wie sie die Hatikva spielten! That’s freedom baby! Am Israel Chaj!“

Diese Hoffnung ist für Anne Frank. Du wirst immer unvergessen sein.

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Deutschland gut! Ausland nicht so gut!

In einem Bericht der WDR Lokalzeit steht gleich zu Beginn der kleine Philipp lange Zeit vor einem geöffneten Kühlschrank und verbraucht dabei sehr viel Energie, nur um zu inspizieren, aus welchen Ländern das Obst und Gemüse kommt. Er will seinen „Klima-Führerschein“ machen, den seine Kameraden und Kameradinnen an der Schule auch machen und da muss er deutsche Ware von ausländischer Ware trennen. Wer will schon ein Außenseiter und Schulverräter sein.

Um ein guter Führer in Sachen Klima zu werden, muss er lernen, die Sünder von den Guten zu trennen und es fällt auf, wie der kleine Mann „Deutschland“ betont. Schauen Sie selbst:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-grundschueler-umweltspezialisten-mit-klima-fuehrerschein-100.html

Für jeden bestandenen Test gibt es einen Stempel im Führerschein. Deutschland gut! Ausland nicht so gut! Dass das Ausland in diesem Fall auch noch Israel ist, ist reiner Zufall. Israel nicht so gut, erklingt es aus einem deutschen Kindermund. Das ist betreutes Essen mit deutscher Gesinnungsschnüffelei.

Ich musste bei dem Bericht sofort an diesen Werbespot von Edeka denken:

Was bei Edeka noch kritisch gesehen wurde, nämlich das Einteilen von Ware in guter deutscher Ware und nicht ganz so guter ausländischer Ware, ist an dieser Grundschule nun völlig hipp und angesagt. Drei Stunden die Woche gönnt sich die Schule für diesen besonderen Unterricht, bei der die Kinder auch schon mal solche Hymnen singen:

Musst Du in die Stadt?
Dann fahr doch mit dem Rad!
Mülltrennung ja klar!
Das klappt doch wunderbar!

Als ich das sah, dachte ich an diese Form des Unterrichts:

Aber es geht ja um eine gute Sache!

Egal, wie lieb und gut gemeint eine Ideologie ist, wenn Kinder zu Inspektoren gemacht werden und es gute Noten oder Fleißstempel für politisch gewünschtes Verhalten gibt, dann bekomme ich ein ganz ungutes Gefühl.

Und zum Schluss noch ein Fleißkärtchen für diese Kinder. Sie machen ihren Führer richtig stolz und haben im Kühlschrank bestimmt nur lokale Ware, wenn überhaupt.

Eins muss man Nordkorea lassen, aus energiesparpolitischer Sicht ist das Land ein Vorbild.

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Temple Mount: Highly provocative Jews

These signs were once posted in Germany. Imagine if Jews had ignored those signs and entered where they were prohibited. Which would you describe as highly provocative: the sign or the Jew?

The Reuters news agency decided to criticize Jews when they enter places where they are not allowed access rather than the discriminatory signs.

At the beginning of June 2019, a group of Jews entered the Temple Mount in Jerusalem. The Temple Mount is controlled by the so-called Pious Foundation of Islam (Waqf) which ensures today, that only on a few days a month, the rules apply to the Temple Mount as those the Nazis made for public parks in Germany in 1942: „No admittance for Jews!

Although the Temple Mount is the most sacred site for Jews, it is guarded by Muslims. That would be like Medina being guarded by Christians, Mecca by Jews and the Vatican by Muslims.

Access to the Temple Mount is possible via the gates on the north and west sides of the complex. However, only Muslims are allowed there. In case of doubt, Muslim visitors from other countries must prove that they are followers of Islam. Believers of other religions are only allowed to enter the site from Saturday to Thursday via the Moroccan Gate at the Wailing Wall. Entry is only possible after strict security checks outside prayer times. Jews are admitted, if at all, only in small groups and often under supervision.

The Dome of the Rock may only be accessed by Muslims! It is also forbidden to bring in books and religious objects or to hold prayers of any religion other than Islam. When Jews enter the Temple Mount, they are often threatened.

Christians can also face problems on the Temple Mount.

What would happen if Christians behaved like this? What if the Vatican denied Muslims access to the country on any Christian holiday? What if Jews were not allowed to visit the square in front of Cologne Cathedral on Sunday?

Under the administration of the Pious Foundation of Islam, the Temple Mount is today like a park bench or a public park under the jurisdiction of the National Socialists. The motto is: „Jews are not welcome!

But the news agency Reuters writes:

„The highly provocative visit took place during the last days of the holy month of Ramadan, when Muslims gather for prayer on the grounds of the Al-Aqsa Mosque, the third holiest place in Islam where non-Muslims have been forbidden to pray since 1187.“

For Reuters, Jews are a nuisance if they don’t stay away from places they’re told not to enter. Who knows, maybe the Jews who disobeyed the Nazis were just provocateurs looking for trouble.

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Das Kreuz mit der Kippa

Im Mai 2019 riet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, Juden davon ab, überall in Deutschland die Kippa zu tragen. Er erklärte, er habe seine Meinung „leider geändert“ und sprach von einer „zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung“. Felix Klein rief daher dazu auf, am ersten Samstag im Juni öffentlich eine Kippa zu tragen, als Zeichen der Solidarität mit jüdischen Mitbürgern und als Statement gegen Antisemitismus.

Vielleicht hätte Felix Klein auch dazu aufrufen sollen, mit dem Appeasement gegenüber Ideologien aufzuhören, die andere Religionen nicht tolerieren können.

Bei einem Besuch des Tempelbergs in Jerusalem im Jahr 2016 nahmen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, zusammen mit dem katholischen Kardinal Reinhard Marx ihre Brustkreuze ab, bevor sie den Tempelberg besuchten. Sie rechtfertigten die Entscheidung mit diesen Worten: „Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt“ und fügten hinzu, es habe sich „um eine Antwort auf den Wunsch der Gastgeber“ gehandelt.

Diesem „Wunsch“ ausgerechnet auf dem Tempelberg nachzukommen, war so falsch, wie etwas nur falsch sein kann. Wer aus Respekt vor Intoleranz ein Kreuz von der Brust nimmt, muss auch die Kippa vom Kopf nehmen.

Es gab da mal einen Mann, der sagte, der Tempelberg „soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein.“ Sein Name war Jesus! So steht es jedenfalls bei Markus 11, 17. Jesus stand zu seinen Überzeugungen und er leugnete seinen Glauben nie. Herr Bedford-Strohm leugnete seinen Glauben und erklärte später sogar, in dieser besonderen Situation in Jerusalem wäre es falsch gewesen, dem Wunsch der islamischen Gastgeber nicht nachzukommen.

Soll das etwa bedeuten, das Tragen der Kippa ist falsch, wenn es gewisse Gastgeber irgendwann so bestimmen?

Der Tempelberg wird heute von der sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) kontrolliert. Sie sorgt dafür, dass im Jahr 2016 an einigen Tagen im Monat für den Tempelberg gilt, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: „Nicht für Juden!“ Der Zugang zum Tempelberg ist über Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Allerdings ist der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Was würde wohl passieren, wenn Christen sich so benehmen? Was, wenn der Vatikan jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern würde? Was, wenn Juden am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten dürften?

Der Islam erklärt, zu welchen Zeiten welche öffentlichen Orte in der islamischen Welt judenrein zu sein haben und deutsche Christen unterstützen das Verhalten auch noch, indem sie ihre Kreuze abnehmen, um nicht zu provozieren.

Wie können solche Menschen dafür kämpfen, stolz die Kippa zu tragen? Mir fällt da diese kleine Anekdote ein:

Ein Jude steigt in ein Taxi. Als das Taxi an einer Kirche vorbei fährt, fragt der Jude den Fahrer:

„Sind Sie eigentlich Christ?“

„Ja“

„Gläubiger Christ?“

„Sogar sehr!“

„Bekreuzigen Sie sich dann nicht, wenn Sie an einer Kirche vorbei fahren?“

„Für gewöhnlich schon.“

„Jetzt gerade aber haben Sie es nicht getan.“

„Nein.“

„Warum?“

„Ich wollte Sie nicht provozieren.“

„Lassen Sie mich bitte aussteigen.“

„Warum?“

„Wenn Sie schon Ihrem Gott keine Ehre erweisen, dann werden sie, wenn es darauf ankommt, für mich gewiss nicht mehr Respekt aufbringen.“

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Not all religions are the same!

Some say Christianity teaches war. Others claim that Islam means peace. Then there are people who claim that the Jews are to blame for everything. There are many allegations. One of the most lazy and stupid statements, however, is the notion that all religions are essentially the same.

Of course, there are similarities among the religions. Religions, for example, are by definition not moderate. They are always radical because they are a manifestation of faith in an almighty God. That can’t be moderate! But, there are also significant differences between religions.

For example, it is undisputed that Mohamed, unlike Jesus, killed a lot of people. Mohamed was a soldier by profession and a committed military leader until the end of his life! Jesus was a hippie who hung out with whores, sinners and drinkers and enjoyed drinking wine. Mohamed did not drink alcohol. Two people can’t be more different and have clearly different objectives.

There are also differences between Judaism and Islam. One only has to translate the words „Islam“ and „Israel“. Islam signifies submission to God and Israel means to struggle with God. These are two completely different relationships with God, and above all, two very different images of humankind in matters of emancipation.

There are also differences between the Koran and the Gospel. The Gospel is a conglomeration of various authors, of whom we don’t know much about. The Koran, however, has a single author with his own clear intention.

The gospel consists mainly of stories and parables. The Koran consists of stories and commands.

Although there is the common ground that Mohamed, like Jesus, firmly believed in God, Mohamed declared that in the name of the one God one must fight against the enemies because it is pleasing to God, but Jesus declared that all struggle in this world is idle because God punishes the wicked in the hereafter and therefore one can also turn the other cheek here on earth. Jesus concluded from a firm belief in God that there should be no violence, Mohammed thought the opposite!

In the Gospel it is written in Matthew 5:

„If anyone slaps you on the right cheek, turn to them the other cheek also“

In the Koran it is written in Sura 5:

„Indeed, the penalty for those who wage war against Allah and His Messenger and strive upon earth [to cause] corruption is none but that they be killed or crucified or that their hands and feet be cut off from opposite sides or that they be exiled from the land.“

Let’s allow two experts express their views. Hamed Abdel-Samad explained in an interview with the German newspaper Die Welt:

„I could say that the IS terrorists have misunderstood and misinterpreted Mohammed if one could conclude from the authentic sources and texts that Muhammad had been a monk who had proclaimed his message under a palm tree, then died peacefully, and then his disciples founded a religion after his death, which was then abused. But that’s not how it happened. Mohammed was a warlord, he did the same things that the IS-terrorists do today.

It’s the mindset of Muhammad, his distrust of people, which has survived until today. The mindset of a megalomaniac narcissist that defines an inner circle of followers and all those who are outside this circle, who are seen as enemies that must be exterminated. The IS is the legitimate child of Mohammed, in word and in deed. Nobody understands Mohammed as well as the IS. Just like the religious police in Saudi Arabia, the fanatics in Indonesia, Boko Haram in Nigeria, al-Shabab in Somalia and the Hamas in the Gaza Strip. They come from different cultural contexts, but all rely on the same multiple diseases of the Prophet and thus his religion.“

Margot Käßmann explained her views in an interview with Bild am Sonntag:

„Jesus left behind a challenge: Love your enemies! Pray for those who persecute you! Terrorists who think that people may kill in the name of God is an enormous provocation. We should try to respond to the terrorists with prayers and love. Yes, such an attitude will be laughed at and represent an enormous challenge for many. Because it is contrary to the human instinct of retaliation. But, to not respond to hatred with hatred is a challenge. I would rather respond: You are the ones full of fear! You fear our freedom – the freedoms enjoyed by women, by homosexuals. We should express our joy and pride in that we can live as we please. We should now all the more go out into the streets, dance, sit in the cafés and not cancel football matches. That’s how we show the terrorists: we will not let you scare us! We won’t let our freedoms be taken.“

Let me put it this way: Mohamed left behind a slightly different challenge.

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Translation: William Wires
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Jeder ist einseitig für irgendwen

Jede Meinung ist für irgendwen einseitig!

Zu jeder Meinung gibt es immer auch das genaue Gegenteil und für dieses genaue Gegenteil ist die andere Meinung immer einseitig. Menschen tendieren dazu, nur jene Menschen als einseitig, polemisch und undifferenziert zu bezeichnen, deren Meinungen sie nicht teilen. Nur ihnen werfen sie vor, die Themen zu verflachen. Menschen, mit denen sie einer Meinung sind, halten sie jedoch für intelligent und sympathisch.

Es gibt keine objektive Berichterstattung.

Jede Nachricht ist zugleich auch Meinung, allein schon deshalb, weil vorher entscheiden wurde, über dieses Ereignis zu berichten, während andere Ereignisse unter den Tisch gefallen sind. Die Tagesschau zum Beispiel hat nur fünfzehn Minuten, um die Nachrichten der Welt zu präsentieren. Wer die Weltgeschehnisse mit Schwerpunkt auf Deutschland und Fußball auf fünfzehn Minuten zusammenstaucht, kann unter keinen Umständen objektiv sein.

Es gibt keine Neutralität.

Jedes Buch, jeder Verlag, jeder Blog, jeder Sender wird von Interessen geleitet, weil Menschen Meinungen, Einstellungen und Interessen haben. Die eigene Subjektivität zu dementieren, ist verlogen.

Objektivität ist ein Mythos.

Ich habe weniger Angst vor Leuten, die ihre Interessen offen artikulieren, als vor jenen, die behaupten, objektiv, differenziert und neutral zu sein. Die selbstsicher Differenzierten erinnern mich an Fundamentalisten, die behaupten, alles verstanden zu haben. Sie begegnen ihren Mitmenschen mit Überheblichkeit. Kritik ist für sie sofort Polemik und ein Witz eine Beleidigung. 

Subjektivität ist Freiheit.

Wer behauptet, objektiv zu sein, formuliert damit einen Machtanspruch. Aufklärung bedeutet jedoch, sich seines eigenen Verstandes ohne Anleitung eines Dritten zu bedienen und sich mündig aus den Angeboten der Subjekte ein eigenes Bild zu machen. Schon Immanuel Kant sagte:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit! Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen gerne zeitlebens unmündig bleibt; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

Es ist heute nicht schlimmer als damals.

Erinnern Sie sich noch an den Lehrer, der damals mit dem Fernsehschrank ins Klassenzimmer kam und dann die Hälfte der Stunde damit verbrachte, das Gerät anzumachen? Er war ein studierter Mann, aber zu blöd, einen Videorekorder zu bedienen. Er war stets auf die Hilfe der Schüler angewiesen. Er hatte den Fortschritt verpennt.

So geht es momentan den Kritikern des Internets. Sie haben den Fortschritt verschlafen und machen nun genau das, was viele Privilegierte machen, wenn sie merken, dass ihre Privilegien schwinden, sie klagen: „Damals war alles besser!“

So wie einst der Buchdruck die Menschen aufforderte, nicht mehr blind der Kirche und dem Kaiser zu vertrauen, so müssen wir heute lernen, nicht mehr blind der Tagesschau, CNN, dem Spiegel und der Welt zu vertrauen. In der Zeit vor dem Internet waren die Menschen nicht besser informiert. Es gab einfach nur viel mehr Menschen, die über die selbe Sache informiert waren. Was das Tagesthema war, entschied vor dreißig Jahren in Deutschland noch die ARD mit der Tagesschau und die BILD. Heute aber ist das anders und das ist auch gut so!

Das Internet hat dafür gesorgt, dass Millionen Menschen eine Informations-Unabhängigkeit erklärt haben. Das bedeutet natürlich auch, dass es unübersichtlicher geworden ist. Wer früher eine Meinung hatte und wollte, dass sie gehört wird, musste einen Brief schreiben und dann eine Hose anziehen, rausgehen, den Brief versenden und darauf hoffen, der Brief möge eine Plattform finden. Heute können wir in Unterhose im Bett an unserem iPad sitzen und unsere Gedanken in die Welt gießen. So wie ich es gerade mache.

Wir werden uns fremder werden, weil es kein großes Lagerfeuer am Samstag Abend mehr gibt, wo die ganze Nation nach der Tagesschau zusammenkommt, um zu erkennen, dass Gottschalk der große Einheitsspender ist, auf den sich alle irgendwie einigen können. Dafür aber wird unsere Welt bunter werden, individueller und abenteuerlicher.

Natürlich birgt das Internet Gefahren.

Der Buchdruck brachte aber auch Katastrophen mit sich. Die erste Hochphase der Zensur kam mit der Erfindung des Buchdrucks. Pessimisten sahen in dem Buchdruck nämlich damals das Ende der Welt nah und beklagten sich über einen Verlust des guten Anstands. Der Buchdruck, so raunten die Kritiker, würde das Gewöhnliche, Ordinäre und Schundhafte fördern und so war es auch. Mit dem Buchdruck erlebte die gossenhafte, polemische und pornografische Literatur einen Aufschwung, wie ein paar Jahrhunderte später durch das Internet.

Der Buchdruck machte zudem den Beruf des Kopisten überflüssig. Vor dem Buchdruck vervielfältigten Kopisten in Handarbeit Schriften. Sie waren überwiegend Mönche. Mit der Erfindung des Buchdrucks verlor die Kirche diesen großen Herrschaftsanspruch über die Verbreitung von Wissen. Die Kirche wehrte sich daher verständlicherweise und unkte, mit dem Buchdruck verschwimme die Grenze zwischen relevantem und unnützen Wissen.

So wie die kirchlichen Kopisten damals in dem Buchdruck das Ende des anständigen Wissens sahen, so gerieren sich heute die großen Medienkonzerne und die staatlich geförderte Fernsehsender bei dem Internet als die Bewahrer des sittlichen, guten, anständigen Journalismus‘. Oft haben sie dabei nichts als Verachtung übrig für die Schmuddelkinder vom Internet und malen Horrorbilder an die Wand, indem sie behaupten, mit den neuen Medien würde alles viel schlechter werden.

Das Internet fördert Vielfalt.

Dank des Internets prallen jetzt deutlich mehr Subjekte unkontrolliert aufeinander. Das können wir beklagen, aber es wird sich nicht ändern. Als der Mensch das Feuer für sich entdeckte, ging dadurch auch viel in Flammen auf und Schaden wurde angerichtet, aber dennoch emanzipierte das Feuer den Menschen und daher lernte er, mit der Gefahr umzugehen.

Martin Luther konnte Dank des Buchdrucks nicht nur seine Thesen der Reformation vervielfältigen, sondern auch seine judenfeindlichen Traktate. In seinem Werk „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson unter Hitler werden sollten:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Diesen Müll konnte Martin Luther veröffentlichen, weil es den Buchdruck gab. Genauso werden judenfeindliche Schriften heute massenhaft im Internet geteilt. Dank des Buchdrucks und des Internets bekamen nicht nur viel mehr Menschen Zugang zu Bildung, es konnten auch mehr Menschen ihre Meinung veröffentlichen und zwar unabhängig vom Inhalt. Der Buchdruck presste den Judenhass in den Mainstream, so wie heute das Internet.

Das Internet stellt uns vor ganz neue Herausforderungen!

Verbote bringen nichts. Stattdessen sollten wir dem freien Markt der freien Gedanken vertrauen. Der stinkende Prophet auf der Orangenkiste in der dunklen Ecke des Marktplatzes entlarvt sich selbst. Die Gedanken sind frei!

Ich kenne Leute, die durchstöbern Facebook danach, wer hasserfüllt herumtrollt, nur um sich dann öffentlichkeitswirksam über diesen Troll aufzuregen, ganz so, als hätten sie dadurch einen heroischen Akt des Widerstands geleistet, der sie auf eine Stufe mit der Weißen Rose stellt.

Wir sind alle subjektiv und einseitig, allein schon deshalb, weil es keine Aussage ohne Gegenteil gibt.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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