Als das Richter-Fenster von Gerhard Richter im Südquerhausfenster des Kölnern Doms am 25. August 2007 im Rahmen einer Messfeier eingeweiht wurde, da dauerte es nicht lange, bis sich Kardinal Meisner zu dem neuen Fenster äußerte.
“Wenn wir schon ein neues Fenster bekommen, soll es auch deutlich unseren Glauben widerspiegeln. Und nicht irgendeinen”, ließ der Kardinal in einem Interview mit der Express verlauten und fand sogar noch deutlichere Worte. Das Fenster passe “eher in eine Moschee oder ein anderes Gebetshaus” als in die gotische Kathedrale.
Was Kardinal Meisner bei seinen Ausführungen jedoch nicht bedacht hatte, ist folgender Umstand: In den 1960er-Jahren stellte der Kölner Dom seine beiden nördlichen Seitenschiffe auch islamischen Gottesdiensten türkischer Arbeitsmigranten zur Verfügung. So breiteten beispielsweise zum Ende des Ramadan 1965 um die 400 Muslime ihre Gebetsteppiche im Kölner Dom aus, um mit Gebeten und religiösem Gesang das Ende des Fastenmonats zu feiern. Die damalige Dompropstei betonte Journalisten gegenüber, dass das Bereitstellen von Möglichkeiten für die Gottesdienste Andersgläubiger in Kölner Kirchen durchaus „nichts Ungewöhnliches“ sei.
Wer sich etwas im islamischen Glauben auskennt weiß, dass jedes Gotteshaus in dem Allah angebetet wurde, zur Moschee wird und dies bleibt.
Somit ist der Kölner Dom nicht nur eine katholische Kathedrale sondern auch Kölns Großmoschee. Das Richter-Fenster mit einer Fläche von 113 m² auf der 11.263 Farbquadrate in 72 Farben mit den Maßen 9,6 cm x 9,6 cm nach dem Zufallsprinzip angeordnet sind, hängt somit durchaus am richtigen Platz.
Gut, die Muslime in Köln haben nun beschlossen, ein eigenes Gotteshaus zu bauen. In Ehrenfeld steht die Baustelle. Die Christen brauchten über 600 Jahre für den Kölner Dom. Mal schauen, ob es die Muslime schneller schaffen. Das böse Wort “Baustopp” steht im Raum, und wenn die Kölner sagen “Baustopp”, dann meinen sie Baustopp!
Köln liebt einfach Baustellen. Nicht umsonst sind wohl auch die Farben, die im Straßenverkehr Baustellen anzeigen, auch die Farben im Kölner Stadtwappen.
Heinrich Heine dichtete bei seinem letzten Besuch in Köln:
Doch siehe! dort im Mondenschein
Den kolossalen Gesellen!
Er ragt verteufelt schwarz empor,
Das ist der Dom von Köllen.
Er sollte des Geistes Bastille sein,
Und die listigen Römlinge dachten:
In diesem Riesenkerker wird
Die deutsche Vernunft verschmachten!
Da kam der Luther, und er hat
Sein großes „Halt!“ gesprochen -
Seit jenem Tage blieb der Bau
Des Domes unterbrochen.
Er ward nicht vollendet – und das ist gut.
Denn eben die Nichtvollendung
Macht ihn zum Denkmahl von Deutschlands Kraft
Und protestantischer Sendung.
Ihr armen Schelme vom Domverein,
Ihr wollt mit schwachen Händen
Fortsetzen das unterbrochene Werk,
Und die alte Zwingburg vollenden!
Oh törichter Wahn! Vergebens wird
Geschüttelt der Klingelbeutel,
Gebettelt bei Ketzern und Juden sogar;
Ist alles fruchtlos und eitel.
Vergebens wird der große Franz Liszt
Zum Besten des Doms musizieren,
Und ein talentvoller König wird
Vergebens deklamieren!
Er wird nicht vollendet, der Kölner Dom,
Obgleich die Narren in Schwaben
Zu seinem Fortbau ein ganzes Schiff
Voll Steine gesendet haben.
Er wird nicht vollendet, trotz allem Geschrei
Der Raben und der Eulen,
Die, altertümlich gesinnt, so gern
In hohen Kirchtürmen weilen.
Ja, kommen wird die Zeit sogar
Wo man, statt ihn zu vollenden,
Die inneren Räume zu einem Stall
Für Pferde wird verwenden.
„Und wird der Dom ein Pferdestall,
Was sollen wir dann beginnen
Mit den heil’gen drei Kön’gen, die da ruhn
Im Tabernakel da drinnen?“
So höre ich fragen. Doch brauchen wir uns
In unserer Zeit zu genieren?
Die heil’gen drei Kön’ge aus Morgenland,
Sie können wo anders logieren.
Folgt meinem Rat und steckt sie hinein
In jene drei Körbe von Eisen,
Die hoch zu Münster hängen am Turm,
Der Sankt Lamberti geheißen.
Fehlt etwa einer vom Triumvirat,
So nehmt einen anderen Menschen,
Ersetzt den König des Morgenlands
Durch einen abendländschen.
Die Farben im Kölner Stadtwappen sind übrigens deshalb rot und weiß, nur um das richtig zu stellen, weil die Kölner Hanseaten sind. Weiß und Rot sind die Farben der Hanse und Köln ist Mitbegründerin der Hanse.




Kann eine Moschee Kirche sein?
Kann Liebe Sünde sein?
Dann sind die beiden nördlichen Seitenschiffe reinstes siebtes und moslemisches Jahrhundert, das Mittelschiff ist 13. bis 19. in Christo (manchmal isses ja verhängt), das Süd-Ende mit dem Pixelfenster ist das 21. Jahrhundert, in dem keiner mehr weiß, was nu Sache ist, und ganz hinten oder vorn hängt immer ein toter Jude. Die Domtürme haben definitiv was von Indien (die schwarze Kali?), und Buddha findet man bestimmt, denn alles ist Eins.
Kann was vollständiger sein?
Kein Wunder dass sich der Walter am Dom so wohlfühlt. Das ist die moscheelige Wärme die das Gebäude abstrahlt! Jetzt haben wir des Rätsels Lösung!
Das ist ja nichts anderes als verpixeltes Fenstermosaik. Vielleicht wollte ja einer der Heiligen auf diesem Bild einfach nicht erkannt werden.
Oder noch besser: vielleicht ist da die Barbara Streisand ursprünglich abgebildet?
Bunter Streusand?
Google Street View und Windows wollen fusionieren – das ist der Betatest!
(Wobei mir das Fenster an sich sogar ganz gut gefällt, so, zum anschauen und als Projektionsfläche für abwegige Ideen. Zur Frage, ob das für mich schon Kunst oder einfach ein schönes, buntes Fenster ist: Ja mei, was ich für Kunst halte, weiß ich eh meistens nicht so genau.
Manchmal sehe ichs auch gleich: in der Grundschule, in der wir mit dem Sportverein ab und an gastieren, hingen vor etwa einem Jahr um die sechzig Kinderkritzeleien, in denen versucht wurde, ähnliches wie van Goghs Sternennacht nachzupinseln. Daneben hing ein Poster vom Vorbild – man hat sofort gesehen: DAS ist große Kunst, der Rest ist … kreativ …
Manchmal muß ich raten – wie bei dem Fenster)
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Das Fenster sieht wirklich hässlich aus.Wenn ich ein altes Haus renovieren will müssen de Fenster wieder so aussehen wie vorher-gelten diese Gesetze in Köln nicht mehr?
Erinnert eher an einen C64 als an eine alte Kirche.